0" H. G. BRONN'S
Klassen und Ordnungen
des
THIER-REICHS
wissenschaftlieh damestellt
in Wort und Bild.>^^^.
^/p'-
'^h^
Vierter Band. v
VERMES. <
bthlg. I. a. Mionelminthes, Trichoplax und Trematodes.
Mit Taf. I — XXXIV und 41 Holzschnitten.
Bogen 1 — 13 bearbeitet von Prof. Dr. H. Pa§-eii Stecher.
Bogen 14 — 58 bearbeitet von Prof. Dr. M. Braun.
3^
Leipzig.
C. F. Winter'sche Yerlagshandlun^.
1879 — 1893.
1^1 1
Inhaltsverzeichniss.
Vermes. Einleitung ^*''^^-
Literarische Quellen für Würmer bis gegen 1830
Geschichte der Kenntniss von den Würmern bis 1830 ' ' " ' ' 184
Autorenregister für den literarischen Theil •' . " " ' •>09
Neuere Versuche zur Eintheilung der Würmer ' 2r
A. 3IioMeliiiiiithes Pgstchr . ! 253
Literatur .... ' ' „
253
Geschichte
I. CL Rhombozoa ....
1. Bau der Dicyemida • • . . -
2. Bau der Heterocyemida. ... .-,,.,"
3. I^ortpflanzung ^gg
4. Entwickelungsgeschichte 273
5. Vorkommen und Lebensweise .y-Q
II. CL Orthoneetidae
1. Geschichte .... ~, .
281
2. Bau der Orthonectiden '283
3. Eortpflanzung .^ .
4. Entwickelungsgeschichte . . ■ -
5. Vorkommen und Lebensweise " 29->
systematische SteUung und System der Mionelmintlios 093
5. Trichoplax F. E. Schulze [ 298
J. Plathelmiiithes Min „..^
L Trematodes Eud ^^'l
oOo
-»<5>c;~
Inhaltsverzeichniss zu Trematodes.
Seite
Litteratur: No. 1—791 307—406
Naclitrag und No. 792 — 865 553—566
Nachtrag iind No. 865 — 920 918—925
I. Monogeiiea v. Ben. (Taf. IX— XVII).
A. Aeussere Verhältnisse 407
1. Gestalt 407
2. Körperauhänge 409
a. Membranöse Anhänge 409
b. Tentakel 409
c. Sangorgane (Seiteusaugnä])fe, Muudsaugnäpfe, hintere Saugorgane) . . 409
d. Klammerorgane (Haken) 414
3. Grösse 417
4. Farbe 419
B. Anatoraie 419
1 Körperbedeckiing 419
HautpapiUen ... 424
Hautdrüsen 425
Stacheln, Dornen, Haken 427
2. Musculatur 428
Hautmuskelschlauch 428
Parenchymmuskeln 429
Structur der Muskelfasern 430
Musculatur der Saugorgane und Function derselben 431
Muskeln zur Bewegung der Haftscheiben 434
Muskeln der Klammerorgane 435
Bewegungen des Körpers 436
3. Körperparenehym, Pigment, Kalkkörperchen , Fettti-opfen 436
4. Excretionsapparat 438
a. Terminalzellen 438
b. Capillaren 440
c. Hauptstämme 441
d. Endabschnitt • 444
e. Inhalt der Excretionsgefässe , Bedeutung derselben 445
5. Yerdaixungsorgane 446
a. Pharynx, Praepharynx, Pharyngealtasche 446
b. Oesophagus 451
c. Darm (unpaar, gegabelt, Commissuren, Structiu") 451
d. Darnidrüsen (PharjTigealdrüsen, Speicheldrüsen) 454
e. Nahi'ung, Verdauung 456
n luiialtsverzeicliniss zu Trematodes.
Seite
6. Nervensystem 457
Topographie 457
Histolog. Structui- 463
7. Sinnesorgane 464
Augen 464
Tastorgane 460
8. Geschleclitsorgane 466
A. Männliche Geschleohtsorgaue 468 i
1. Hoden 468
2. Vas deferens 471
3. Vesicula seminalis 472
4 Copulationsorgan und üenitalhaken 478
ö. Prostata 479
6. Wagener'sche Sache, Vogt'sche Samenkapseln 479
B. Weibliche Geschlechtsorgane 479
1. Keimstock imd Keimzellen 481
2. Keimleiter (Germiduct) 4S3
3. Dotterstöcke 483
4. Vagina 486
5. Canaüs vitello - intestinalis 490
6. Ootyi) (SchalenMldung) 490
7. Uterus 491
C. Entwickelungsgeschichte 493
1. Zeit der Fortpflanzung 493
2. Begattung 494
S.Befruchtung 496
4. Bau und Ablage der Eier 497
5. Embryonalentwicklung 500
6. Postembrynonale Entwickelung 503
a. Polystomitm integerrimum 503
b. Diplozoon paradoxum 506
0. Gyrodactylus elegans 508
D. Biologie 511
Eaumparasitismus , bewohnte Organe, schädigender Einüuss, Häufigkeit . . 511
E. System öl4
System von Bui-meister, Dujardin, P. J. van Beneden, Taschenberg, Monticelli 514
Verzeichniss wegfallender Gattungsnamen 518
Discussion des Systems, Stellung der Temuocephala 519
System 522
F. G-eographische Verbreitung 546
n. Digeuea v. Ben. (Taf. XYDI— XXXIV).
A. Aeussere Verhältnisse 567
1. Gestalt, sexueller Dimorphismus 567
2. Anhänge 574
a. Membranöse Anhänge 574
b. Tentakel 575
c. Hautfalten 57ö
d. Saugorgane 577
«. Mundsaugnapf 577
ß. Bauchsaiignapf 577
/. Grössenverhältniss zwischen den Saugnäpfen 579
Inhaltsverzeichniss zu Trematodes. jjj
Saite
()'. Secundiire Saugorgaue 579
1. Im Bauchsaugnapfe 579
2. Am Köqoer 580
3. Haftapparat der Holostomiden 581
e. Stacheln . 58^
((. Anordnung am Körper 58-j
/:?. Stacheln am Kopfe 584
y. Stacheln in Saugnäpfen und am Genitalapparat 584
d. Physiologischer Werth der Stacheln 585
3 Grösse 585
4. Farbe 587
B. Anatomie 587
1. Körperbedeckung 587
2. Structur der Stacheln 59a
3. Bau der Tentakel und Papillen 595
4. Hautdrüsen (Kopfdrüsen, Leimdrüsen, Bauchdi-üsen etc.) 595
5. Musculatur 601
a. Hautmuskelschlauch 602
b. Parenchymmuskeln 60S
c. Structur der Muskelfasern 6 OS
d. Bau der Saugnäpfe (auch Saugwarzeu und Saugscheibe) 610
a. Parenchym in den Saugnäpfen 615
ß. Drüsen in den Saugnäpfen 615
y. Grosse Zellen der Saugnäpfe 616
6. Excretionsgefässe i;nd Terminalzelleu der Saugnäpfe 619
f. Nerven der Saugnäpfe 620
'Q. Punction der Muskeln 621
e. Muskeln zur Bewegung der Saugnäpfe 622
f. Bewegungen 625
6. Parenchym (Pigment, musculöses Septuml 628
7. Excretionsapparat 631
a. Wimpertrichter, Terminalzellen . . . . • 635
b. Capillaren 636
c. Sammelröhren 638
d. Excretionsblase . 639
e. Topogi'aphie des Excretionsapparates 641
f. Inhalt der Excretionsgefässe 653
g. Verhältniss zwischen Excretionsapparat und Parenchym 655
h Function 656
8. Verdauungsorgane 657
a. Mundöffnung und Mundsaugnapf 658
b. Oesophagus und Pharynx 662
c. Speicheldrüsen 671
d. Magendarm (Darmschenkel) 672
e. Nahrung und Nahrungsaufnahme, Verdauung 677
9. Nervensystem und Sinnesorgane 680
a. Topograpliie des Nervensystems 682
b. Histologie des Nervensystems 687
c. Periphere Ganglienzellen 692
d. Endigung der Nerven 692
e. Sinnesorgane (Augenflecke, Tastorgane) . . . . • 693
10. Geschlechtsorgane 694
A. Allgemeine Schilderimg des Genitalapparates 696
IV Inhaltsverzeicliniss zu Trematodes.
Seite
«
B. Männliche Geschlechtsorgaue 698
1. Hoden (Zahl, Lage, Bau, Sperniatozoen) 698
2. Leitungsapparat (Vasa efferentia, Vas deferens, Cirrus) . . . 703
3. Prostata 709
C. "Weibliche Geschlechtsorgane 710
1. Keimstock (Lage, Structur, Keimzellen) 710
2. Keimleiter 713
3. Eeceptaciüum seminis 713
4. Laurer scher Canal 715
5. Dotterstöcke und Dottergänge 720
6. Caualis vitello- intestinalis 725
7. Uterus (und Scheidentheil desselben) 725
8. Schalendi'üse 731
9. GeschlechtsöiTnung (Lage) 733
10. Geschlechtscloake (und Tasche bei Gastrothylaxj 737
11. Genitalien der getrennt geschlechtlichen Arten 740
12. Genitalien von Distomtim reticulatum Looss und Eurycoelum
Sluiteri Brock 744
C. Entwickelungsgeschiclite 744
1. Zeit der Fortpflanzung 744
2. Begattung (Beobachtungen, Bedeutung des Laurer sehen Canales) . . . 745
3. Bildung iind Befruchtung der Eier 756
4. Form, Grösse und Zahl der Eier 763
5. Ueberblick über die Entwicklung der Digenea in histor. Folge . . 767
6. Specielle Entwicklungsgeschichte 774
776
777
a. Embryonalentwickelung
Einüuss äusserer Umstände auf die Entwickelung
Fm-chung, Hüllmembran 778
Bau der Miracidien 783
b. Umwandlung der Miracidien in die Larvenform (Tetracotyle)
bei den Holostomiden 792
e. Umwandlung der Miracidien in Ammen 797
I. Schilderung 798
1 . bei Distomum cygnoides 798
2. „ Distomum hepaticum 798
3. „ Distomum macrostomum 801
4. „ Distomum ovocaudatum 803
5. „ Diplodiscus subdavatus 804
II. A^erbältniss von Sporocysten und Eedien S05
ni. Bau der Keimschläuche 807
«. Sporocysten 807
ß. Eedien 811
IV. Entwickelung der Eedien 813
K. Keimzellen und Keimepithel 813
ß. SpecieUe Entwickelung 815
d. Entwicklung der Larven (Cercarien) 818
e. Die ausgebildeten Cercarien 830
schwanzlose, stummelschwänzige, furcocerce Cercarien, frei-
schwimmende Sporocysten und Eattenkönigcercarie.
f. Die Degeneration der Keimschläuche 839
g. Die Entwickelung zum geschlechtsreifen Thier 841
I. bei Aspidogaster 841
IL bei Holostomiden (metastat. Trematoden) 843
I
Inhaltsvei'zeichniss zu Trematodes. V
Seite
III. bei den digenetisshen Trematoden (s. str.) 845
1. Entwickelung mit zwei Zwischen-wirthen 845
Auskriechen der Cercarieu, Bewegungen derselben,
Schwärmzeit, Einwanderung; Encystinmg und Ueber-
tragung in den Endwirth.
2. Ausfall des zweiten Zwischen wirthes S51
.5. Veränderungen während des encystirten Zustandes . . . 857
4. Veränderungen nach Uebertragung in den Endwirth . . . 859
5. Das Verhalten der Cercarien liei Einfuhr in falsche Wirthe 863
(j. Entwickelungstabelle 864
h. Der Generationswechsel der Trematoden 866
D. Biologie 869
Arten bei wirbellosen Thieren 869
Eingekapselte Jugendstadien bei Wirbelthieren 870
Wohnsitze der Digenea 872
Digenea in Cysten, paarweise und freilebend 877
Vorkommen einzelner Arten in mehreren Wirthen 878
Verbreitimg der Gattungen bei "Wirbelthieren 879
Häufigkeit des Vorkommens 880
Einüuss auf die Wirthe 881
Alter der Digenea 882
<]. System 883
Geschichtliches, Dujardin, Cobbold, Stossich 883
System Monticelli's 1888 886
Das neue System Monticelli's 1892 889
Verzeichniss der Sjmonyme 893
System der Digenea 894
'". Geographische Verbreitung 917
r
Vierter Kreis.
Würmer. Vermes.
Einleitung*.
Der Name der Würmer ist in verschiedenen Zeiten von den mass-
gebenden Schriftstellern mit sehr ungleicher Bedeutimg angewendet worden,
wie das weiterhin genauer auseinandergesetzt werden wird.
Auch heute sind, obwohl viele Fehler der alten Zeit ausgemerzt sind,
die Schwierigkeiten der Umgrenzung des Kreises und der Feststellung
innerer Beziehungen zwischen den Klassen keineswegs so befriedigend
gelöst, dass mindestens in der Hauptsache das gleiche zoologische Mate-
rial von allen Sachkundigen in diesem Kreise untergebracht oder gar in
übereinstimmender Weise geordnet würde. Es giebt mehrere Klassen,
welcbe einigen für Würmer gelten, von anderen aus diesen ausgeschlossen
werden.
Da übrigens die vorzugsweise umstrittenen Klassen der Bryozoen,
Tunikaten, Brachiopoden , sowie, wenn man bei diesen überhaupt die
Möglichkeit einer Zutheiluug annehmen will, der Echinodermen, nach der
Stoifvertheilung des Begründers dieses Werkes, meines bekanntlich der
Typenlehre ergeben gewesenen Amtsvorgüngers au der Universität Heidel-
• berg, G. H. Bronn, bereits sämmtlich in früheren und seit Jahren ab-
geschlossenen Bänden in damals nicht anstössiger Anordnung erledigt
sind, schwinden praktisch für die vorliegende Aufgabe die Schwierigkeiten
in Hauptpunkten.
Dass die Gregarinen und ihnen verwandte Formen, welche eine Zeit
lang auch von Autoritäten in den Kreis der Würmer gezogen wurden,
von Herrn B ü t s c h 11 in der neuen Auflage des betreffenden Bandes der
Klassen und Ordnungen bei den Protozoen, die Dicyemiden, Heterocyemidcn
und Orthonektiden überhaupt noch nicht behandelt worden sind, während
sie zu den Würmern zu stellen mindestens einige hervorragemle Zoologen
für nützlich halten, dass der Bearbeiter der Arthropoden, Herr Gerstaecker,
die Räderthiere von seinem Kreise auszuschliessen erklärt hat, hingegen,
wie solches auch durchaus zubilligen, Herr Hu brecht dem Amphioxus
einen an die Fische anzuschliessenden Abschnitt widmen wird, dürlte uns
so ziemlich für den Rest der fraglichen Punkte massgebend sein.
H Broun, Klassen des Tliier- Reichs. IV. 1. J-
I
2 Würmer.
Die Rädertliiere also sind es wesentlich, welche aus dem zweifelhaften
Theile und neben solchen Klassen, welche jetzt von allen als Würmer
angesehen werden, mit in unsere Aufgabe fallen. Ueber den Balano-
glossus können in dieser Hinsicht ja weiterhin eingehendere Betrachtungen
angestellt werden.
Die Unsicherheit der Abgrenzung des Kreises nach den verschiedenen
Richtungen hin ist die naturgemässe Folge des Reichthums baulicher Be-
ziehungen zu den anderen Kreisen. Es treten dazu innerhalb des Kreises
grosse Verschiedenheiten bei relativ geringer Höhe der Organisation, eine
besondere Häufigkeit parasitischer, die Erkenntniss der ursprünglichen
Verwandtschaften erschwerender Degradation und die Anwesenheit merk-
würdiger, muthmasslich aus alter Zeit zurückgebliebener, jetzt vereinzelter
Formen. Die Beziehungen der Klassen im Kreise zu einander sind da-
durch mannigfaltig, schwach, leicht zu verschieben. So tritt die Zusammen-
fassung der Klassen zum Kreise mehr in den Hintergrund als irgendwo;
sie hat einen geringen Werth gegenüber den oberen Abtheilungen und
den Klassen selbst, und es würde, wenn mit dem Plane des gesammten
von Bronn begonnenen Werkes vereinbar, bequem sein, ganz von dieser
Zusammenfassung abzusehen. Jedenfalls wird es nützlich sein, die De-
finition des Kreises, soweit sie überhaupt möglich ist, vorzubereiten durch
einige Einführung in die Materie. Zu dem Ende lassen wir vorangehen
einen Ueberblick über die Kenntniss der Würmer im Allgemeinen. Dieser
Ueberblick hat wegen der medicinischen Bedeutung vornehmlich der para-
sitischen Würmer mehr in alte Zeiten zurückzugreifen, als bei den anderen
Kreisen zu geschehen braucht. Weil es dem Einzelnen schwer fällt, den
dazu gehörigen Quellen nachzugehen, ist der literarischen Belegung die-
jenige Aufmerksamkeit zugewendet worden, welche überhaupt im Allge-
meinen und mir persönlich die Verhältnisse gestatteten. Die literarischen
Angaben sind für den ganzen Kreis zusammengehalten worden bis etwa
zu dem Schlüsse der Zeit von Cuvier oder dem Jahre 1830 uud es sind
für diese Periode etwa 900 Schriftsteller aufgeführt worden, einige von
ihnen auch mit über jenes Jahr hinausgehenden Arbeiten. Alles aufge-
zählt zu finden, würde kaum erwünscht sein. Ueber das hier gegebene
Hinausgehendes, besonders solches, welches ich selbst nicht einsehen
konnte, kann noch in Modeer Bibliotheca, Rudolphi Entozoorum
historia und dessen Entozoorum Synopsis, Diesing Systema Helminthum
und für die medizinische Kasuistik, insbesondere die französische und
englische, in Davaine Traite des Entozoaires gefunden werden. Für
einige Citate habe ich mich auf Mittelsmänner verlassen müssen, in anderen
Fällen habe ich irrige Citate verbessern können. Die Literatur der Zeit
nach dem Jahre 1830 auf die einzelnen Kapitel zu vertheilen, erschien
leichter thunlich und versprach mehr Uebersichtlichkeit. So wurde für
diesen neueren Abschnitt im Allgemeinen nur einiges zur Geschichte der
Systematik angeführt und kritisch verarbeitet, um das eigene System zu
gewinnen.
Aeltere Quellen.
Literarische Quellen für Würmer bis gegen das Ende der
Zeit von G. Cuvier, um das Jahr 1830.
1550 a. Ch. Papyros El)ers, das hermetische Buch über die Arznei-
mittel der alten Aegypter in hieratischer Schrift, herausgegeben von
Georg Ebers, mit hieroglyphisch- lateinischem Glossar von Ludwig
Stern. Leipzig 1885. Ist neol (faQf.my.Mv des Clemens von Alexan-
dria, theilweise übersetzt und in Betracht genommen in einem medicini-
schen Werke des Abu Sahl Ihsa ihn Yahya el Mesihi (Ebers I,
p. 11). Nach dem Verzeichnisse des Inhaltes der Abschnitte (p. 25) be-
treffen Würmer:
17. 2 — 4. Vertreibung des Heftwurms aus dem Bauche; 5 — 8 dessgl.;
9 — 13. Arzenei zum Abtreiben des Heftwiirms; 14 — 18; 19—18. 2;
18. 3—6; 7—15; 16—20; 21—19. 10. dessgl. 19. 11—19. Eine andere
vorzügliche Arzenei, die man am Bauche anwendet; (19. 16. soll gegessen
werden , wenn der Mann hat hletu im Leibe), 19—22. dessgl. 30. 1—8.
Arzenei zur Vertreibung des Heftwnirms aus dem Leibe (7—8: djet-fet die
Würmer selbst); 9—15. Arzenei zur Abtödtung des Heftwurmes; 16 — 22.
Arzenei zur Vertreibung der Krankheiten, welche entstehen durch den
Pentwurm; 21. 2 — 13. Arzeneien zur Abtödtung des Heftwurms (21. 6.
äusserlich auf den Leib); 22. 1—2. Eine andere Arzenei; 2—3. Eine
andere Arzenei zur Abtödtung des Pentwurmes; 3—5. 6—7. 7 — 9. 9—10.
11—12. 13—14. 14—15. Sämmtlich dessgl. 16—17. dessgl. von der Be-
handlung des Pentwurms ; 17—19. dessgl. ; 19—23. 1. dessgl.; 23. 1—2. dess-
gleichen. 85. 12. Mittel für angeschwollene metu (sonst Blutgefässe, nicht
Sehnen). 6. 10—16. Die iirmit.
Zur Durchsicht des Papyrus war mir freundlicher Erklärer Herr
Professor August Eisenloh r. Explikationen des hierher gehörigen
giebt es sonst noch von G. Scheut hau er, Beiträge zur Erklärung des
Papyrus Ebers, Archiv für pathol. Anatomie u. Physiologie u. für klinische
Medicin Bd. 85. 1881. p. 343, und, mir nicht zugänglich, von Lieb lein,
in der Norwegischen Medicinischen Zeitschrift '? 1880. Die Stellen, in
welchen die Verordnungen von mehreren Tagen sprechen, dachte ich,
wie das auch Scheuthauer gethan hat, auf mehrtägige Kuren beziehen zu
sollen. Herr Eisen lohr las aber daraus eine mehrere Tage in Anspruch
nehmende Arzeneibereitung, welcher in Beziehung auf Granatwurzelrinde
auch später Vortheile zugeschrieben worden sind. Die Ileftwurmkraukheit
mit der Variante Hefu hat das Hieroglyphenzeicheu fi (fUt , im Pa-
pyros das hieratische f\/\J!>^i ; Pent oder Penet wird hierogly-
phisch IS ^J, hieratisch '^^•^ geschrieben.
4 Würmer.
anno? Magi. Nach Plinius war es der Magier Osthanes,
welcher, mit Xerxes nach Griechenland gelangend, daselbst zuerst die
Kenntniss der reinen Magie verbreitete. C. Plinii secundi naturalis
historia ed. Lud. Jan. Lips. 1870. Lib. 30. c. 6. (18) 54. p. 242 : Verniera
terrenum catillo ligneo ante fisso et ferro vincto impositum aqua excepta
perfundere et defodere unde effoderis Magi jubent, raox aquam bibere
catillo, miro id processe ischiadicis adfiriaantes.
ca. 900 a. Ch. Homer. Ilias XIII, 654 : wcts oy.voh]^, km yairj —
y.ÜTO Taß'Eig.
ca. 600 a. Ch. Bil)el. 2. B. Mose 16, v. 20 (die feurigen Schlangen).
Vergl. F. Küchenmeister und F. A. Zürn, die Parasiten des Men-
schen II, Aufl. 1881. Hiernach sagt der hebräische Text nicht einfach
Schlangen, nachasch, sondern nechaschim, d. h. diejenigen Schlangen und
Seraphim, welche brennen, so dass deutlich specialisirt ist. Die Behandlung
der Frage an dieser Stelle ist ausserordentlich gründlich. — 4. B. Mose
V. 6 (die Mannawürmer). — Sprüche Salomonis 30, v. 15. Luther hat
übersetzt: „Die Igel (Blutegel) hat zwo Töchter, bring her, bring her!"
Das hebräische Wort Aluiia, Haluka, Gnaluka ähnelt sehr dem Alaca,
Alatha, Alag arabischer Schriftsteller und dem Namen Alax des Nilegels.
Andere meinen, es bedeute das Wort an jener Stelle das Schicksal, wo-
bei die gemeinsame Beziehung des Stammworts alaka, sich anheften,
klar ist. Vielleicht wäre auch statt ,, Töchter" anders zu übersetzen.
ca. 490 a. Ch. Hippys Illieg:iiius. InAeliani de natura animalium
varia historia epistola et fragmenta recogn. R. Hercher, Paris 1858; de
natura animalium lib. 9. 33. p. 158. De abrotani viribus: historia de mu-
liere lumbrico intestino laborante. Tyson (s. u.) ist der Ansicht ge-
wesen, dass hiermit der Bandwurm gemeint sei.
ca. 410 a. Ch. Demoeritus von Abdera (geboren 460 a. Ch.). In
Q. SereniScammonici de mediciua über (collectio Pisaurensis omnium
poematum, carminum, fragmentorum latinorum. IV. Pisauri 1766. p. 133)
XXXI Lumbricis et Tineis purgandis : „Demoeritus memorat menthae con-
ducere potum". Vgl. übrigens unten.
484—408 a. Ch. Herodot. Musae 2. 68. rh aroua evdo&ev (fogkt
'Tiäv (.uGTov ßöellicov.
von 427 a. Ch. an (lebte noch 386 a. Ch.). Aristopliaiies. Comediae
emend. a Phil. Invernizio. II. Lips. 1794. Gcfrjysg p. 391. str. 1150—51:
71V/.V0V vsvovTsg eig t>)v yijv fwXig (= /noyig) , ügriEQ oi ay.whi'/.eg iv
roig y.vTTCiQoig yivov/iisvoi. Hier. Müller, die Lustspiele des Aristophanes,
übersetzt: „zur Erd stierenden Blick gekehrt, kaum, wie zwischen ihren
Zellen Madenbrut, bewegend sich." Wenn nicht Würmer, sondern, wie
es scheint, Maden und zwar der Wespen gemeint sind, sollte es heissen
„in den Zellen". — ed. Fr. Dübuer, Paris 1842. Equites. p. 376-381.
fiaysiQVXtög elg to OTOfi, elrcc ö'evöo&ev ti]v y?MTTav i^sigavTeg avrov
axey'OusGd-' av y'avc^ory.cög xeyy^voTog tov TigorATOv , ei xalaL.c{.. Die
Scholien erläutern, dass die Köche auf diese Weise bei den Schweinen nach
Aeltere Quellen. c
den Finnen sehen, weil ihnen sonst beim lebenden die im Fleische ein^-e
wachsenen verborgen bleiben und erst beim Zerlegen sich finden würden,
um 400 a. Ch. Ctesias. Operum reliquiae, coli. Bahr. Fraucof. l^2i.
Indicorum excerpta. cap. 27. p. 255: on hv rto nora^Ui) rüiv 'Jvöiov axoj-
h]^ yivsTat, to f.iev eidog, olov tieq iv raiq Gvxaig eivo&s yiveoß-ai, t6 ös
^r'f/.og 7ii]yeMV iina . . . e/ovoi de ödovTccg Övoo, Iva avio, y.ai Iva zß'rw
. . . ausführlicher daselbst Reliqua fragmenta indica p. 255 nach Aelian.
— Derselbe Gegenstand C. Plinii secundi naturalis historiae libri
XXXVII ed. Lud. Jan. Lips. 1850. IX. 15 [17]. 46: In eodem (Gange
Indiae) esse Statins Sebosus (wahrscheinlich zur Zeit Ciceros) haud
modico miraculo adfert vermis branchiis biuis 60 cubitorum; coeruleos,
qni nomen a facie traxerunt. his tantas esse viris ut elephantos ad potus
venientes mordicus comprehensa manu eorum (bessere Lesart deorsum)
abstrahant. — C. Julii Solini CoUectanea rerum memorabilium, recogn.
Th. Mommsen, Berol. 1864. cap. 52, 41. p. 211—215: (Ganges) quem
Statius Sebosus inter praecipua miracula ait vermibus abundare coeruleis
nomine et colore. hi bina habent brachia longitudinis cubita non minus
sena, adeo robustis viribus, ut elephantos ad potum ventitantes mordicus
comprehensa ipsorum manu rapiant in proiundum. — Athen aeus, ex
recens. Dindorfii. Lips. 1827. II. c. 122. p, 707 über Sepia: exu Se y.al
oSövTag Svo , rov /iiev ävio, tov dt xcctw, ebenso bei rsv&ig und rev&og
p. 714. — Ex Aeliani historia per Petr. Gryllium latini facti libri XVI,
1533. lib. 11. c. 14. p. 312: De scolopendra cetacea (sie mihi persuasi,
quoddam etiam maximum cetum scolopendram esse), lib. 13. c. 48. p. 401.
De verme indico. — Aeliani de natura aniraalium varia historia, epistola
et fragmenta recogn. R. Hercher. Paris 1858. Nat. anim. lib. 13. c. 23, p. 231 :
De scolopendra marina maxima: pedibus tanquam e scalmis (= a/.alaoig,
Ruderpflöcken) appensis . . , (zu diesem Ausdrucke dürfte der eigenthüm-
liche Verbindungssaum der Armwurzeln Anlass gegeben haben), — Auch
die unten, bei Dillenius 1719 p. C, angeführte Stelle des Strabo über
die neun Ellen langen ßdsUai in einem Flusse des Mohrenlandes wird
theilweise hierauf beruhen. — Alberti Magni de animalibus lib. 24,
p. 649 .. . unde et in Gange fluvio, in quo anguillae magnae sunt, vermes
quidam esse dicuntur, qui bifurcata crura anterius habent sicut caucri qui
longitudinem habent sex cubitorum et corripiunt elephantes et mergunt
eos. p, 658 als „stacia''. — Conr, Gesneri lib. IV. qui est de piscium
et aquatiliura animantium natura, Zürich 1558. p. 304: hoc monstrum
habet brachia (sie legitur, non branchias) instar cancri, longitudiue septem
(alias, sex) cubitorum (unius cubiti, valde saeva, Albertus) quibus ele-
phantem corripit, et undis submergit. — Author. de nat. rer. p. 1227:
Der Bischof Castellanus von Macon (um 1540) hielt das Thier für
eine Lamprete. Unter diesen verstand Ambro sius Pare die Uaie
und stellte zu diesen auch die Scolopendra cetacea des Rondelet und
der Aelteren (vergl. Vallot, Ambroise Pare au 19 siccle. Mcmoires de
l'Academie de Dijon 1835, Partie des sciences p. 14). — Franc.
ß Würmer.
Massarius (um 1535) glaubte die Sache zu bessern, indem er die
Längenangabe nicht auf die Branchien, sondern auf den ganzen Wurm
bezog. — Die Herausgeber des Plinius haben öfter, so die in usum del-
phini, Lugduni 1606. p. 170, Paris 1685. p. 297, das Wunder hinlänglich
abzuschwächen gemeint, indem sie statt sechzig Ellen sechs setzten; die
Arme schienen ihnen bei einem Wurme eine Unmöglichkeit. — Gesner
meinte, hätten diese Thiere Arme gehabt, so würde Plinius sie monstra,
nicht vermes genannt haben. So auch in ausführlicher Untersuchung der
Texte Aldrovandi (de animalibus insectis libri Septem. Francofurt. 1623.
p. 286). Plinius aber hat ziemlich kritiklos abgeschrieben. — Die Deutung
von Vallot findet man Comptes rendus hebd. des seances de l'Academie des
sc. 25. 1847. Uebrigens nannten auch die alten Nordländer ihre Schnell-
kriegschifife lange Würmer und Drachen; vgl. L. H. Historia Danorum et
Norvegum navalis. Scriptorum a societate Hafniensi bonis artibus dedita,
danice editorum nunc autem in latinum sermonem conversorum Tom. III.
Hafniae 1747. p. 365. — J. F. Brandt (Untersuchungen über die zoo-
logische Bedeutung des oSovTorvQavvog und axo^hf^ der alten griechischen
und römischen Schriftsteller, Bulletin de l'Academie des sciences de
St. Petersbourg III. 1861. p. 335) hat darauf aufmerksam gemacht, dass
Schneider jene beiden Begriffe für identisch erachtet hat und bezieht
selbst den odovTOTvgavvog theilweise und den öxwhji, dieser Stelle ganz
auf das Krokodil. Diese Meinung für GxiöhfS. schien auch mir anfangs
nahe zu liegen, ich habe aber sie aufgeben zu müssen geglaubt, bevor
ich noch Brandt 's Arbeit kennen lernte. — Den Mund des angeblich
achtarmigen Rieseukraken bei Teneriffa, Compt. rend. 53. 1861. p. 1263,
schätzte B u y e r auf 0,5 m , das Gewicht auf 2000 kgr. ; Dekapoden
erreichen eine bedeutendere Grösse. Ein phosphorescirendes Oel erhielt
Grafv. Bosch (nach Ehrenberg, das Leuchten des Meeres, Abhandl.
der Berliner Akademie v. d. J. 1834. p. 448, in Atti della Accademia di
Siena VI. p. 317) durch Einkochen der leuchtenden Materie des Schwert-
fisches. Leuchten der Cephalopoden ist oft erwähnt.
460—370 a. Ch. Hippocrates. Biblioteca iatrica, inchoav. et disp.
J. F. Pjerer, Hippocratis opera, Altenb. 1806. II Sect. 5. de morbis lib. 4.
c. 16. p. 317: De lumbricis latis et teretibus. — De morbis mulierum
cap. 3. p. 396. — L Prorrheticorum lib. 1. c. 9. p. 335; c. 2. p. 380. —
Hippocratis, medicorum omnium longe principis, Epidemiorum libri VI,,
jam recens latin. don. L. Fuchsio interprete, Haganov. 1532. p. 15. A. —
ed. de Mercy 1813: nQOi)(}r]Tixwv ■/■ p. 37. ()Xß' (132). p. 342. aQ^i (140).
— Magni Hippocratis opera omnia ed. curavit C. Gottl. Kühn 1826 u.
1827. IL tieqI vovacüv. IV. p. 367 u. 368 lautet der zweite Theil dieses
Kapitels: eon de otaiv odoiTioQeovoiv i] ralcciTicoQeovoi xcü Tijg xol-
?U)]g ß-EQi.iaivo^dvr,g 'egyetai ko t6 xcctoj xai fila/ei ix tov do/ov
ccuToiöi tö 7ieffV6i]x6g. tovto te noieec xcd ccTtoTiQietcn, ano tov
(XQ'/ov ij oniaoi 'eoyETai. 6j]f,uJLC( öä kOTLV ort ov rixtu, cc)J.. ovvMg eyei
wg kyto Xeyio. infjv Tig iijTai, tov äv&Qwnov Tyv 'el^iLV&a xcd rpagf-iaxav
Aeltere Quellen. n
didol i] noTov, i]v f.dv rvx'J o civ&QMnog y.alwg nainG'/.Evaq^ikvog, i'^ioyj-
rcti öh] OT()oyyvhiyEv6^tevi] töoneQ arpacga, y.cd vyn]g yiverai 6 civOmo-
nog. )jv S^ ig ry)v (fa()f.iaxehxv 'i()/i]Tai, xcu evd-ela aTToo/j^yvvTai äno
Tijg el^iivd-og, öxoGov ovo ij T^elg nijx^ag ij -xal Tihiov Tiolho, ov yiv^Tca
Gvv T
Ü.^iiv&tov cn axQoyyvlai ysvvwvTai fih ev toIq avto
ficUlov tvT£Qoig, (ÜOTB v.cu £/," avTnv kmßaivovGiv UtiV ÖTs Tr]v yaarkQa.
noVv dt nltiovg avrca tüv äßy.aQiÖwv kv rolg naim yiyvovrai. Gnavm-
Ttoci Ö',) Tijg nlatEiag U^uvOog yeveoig kariv, n t^^S y-ctl fiaxQOTari] yiy-
verca, Tianv/.TUvoidvrt nolh'r/.ig äna6i rolg tvrtooig. — XVIII. B. Com-
niCHtar zum Prognosticon des llippocrates, p. 138. ovav ös xcd ravtag
{k'AitiVi'Jug) i) (fi'Gig caia rolg älloig TieQirro'ig MÜ-y xcctm^ ßklriov eariv
i'jmn (h'io. — X. {hQaTiEvri'/.m /iuOoöov ßißliov |. p. 1020. rov ykvovg
uTTo/.Thivng. ctnoxreveig di rolg nr/.Qoig (paQ/ndyMig. L.ojGai ^dv yao dvri-
yovtai TÜJv hrtQMV, dnodavovGai ök Gvvexxevovvrai rrj xönQCo. Gvvvsx-
xevovvTai dt 'C.(aGai f.dv hi gxotm&ügcu xai (äg äv elnoi zig ^a&v/jreg
yivvöiuvui. tag fitv ovv GTQOyyvlag Ujuiv&ag ixctvov ctTioxTBlvaL ätpiv-
xiiov. t'j nlccTtla Ök Igxvqot£qcov Selrai (fccg^iäxMV, bnolov Igti xui >} nxE-
Qig, tri dt xcd i) xcdovfdvi] f(Gxa()ig. Auch XIX. Glossarium ad Hippo-
cratcm. p. 36. aGxdoiÖtg. tluivdtg iG/val xal uixgal kv t(o dTiEvd-vGutvcü
ivrtoo) yerviöusvoi. — V. p. 695. Pueris sunt familiäres ascarides. —
XIV. ad Pisonem de Tbcriaca liber. k^dysi {dGXQdyalog = walirscliein-
licli, weil zusaraiiiengestellt mit Hirschhorn, wirklich das Wiirtelbein oder
vielleicht besser die Rindsklauen , nicht die Pflanze) GTQoyyvhjv tlinvda
fitrd fuhrog nivufievog. — XII. p. 6. Succus calaminthae necat ascarides.
— XVI. p. 146. Öio TTQog TToXXd oi xlvGxrjQtg XQi}Gi^is.vtvovGiv wg km ....
ikfiivi')io}>, dGxaoiöiüv. ... — XVII. A. Commentar zu den Epidemien
des Hi})pocrates. p. 932, tvioi i^dv ovv knl rcäg tlficvGiv, orav knl t6
öTOfia rF/g xoiliag kve^ifetGai ÖdxvcoGi , rag ßtj^dg cpaGi yivEG&ca S,}]Qdg
. . . rvi'i öt uvQicr/.ig tiÖo/ntv dvEV ßir/J^v 'kXfiivdag ivo^XovGag rd xara
Ti) oröfirc rTjg yccGToog ... — Aebulich p. 948, — VIII. p. 47. Lumbrici
in intcstinis gignuntur. XVII. A. p. 304. Das überwiegende Vorkommen
im Herbste. — XIV. ttsqI tvTZOQiGvwv ßißUov tqitov. p. 514. TZQog 'kX-
l(n'i'>i/ xdnÖuuog (= nasturtium) fitrd i]Öv6g^iov mvöfnvog. — p. 515. n()6g
't'/.tnv/h(g nhadag xcu dGxaQidag: Nitrum, Nasturtium, Cardamomum,
Piper ana = 1, ein Lüfl'el in AVein. — p. 549. xkoa^ kldffov (ji]vioag
fincc oh'ov Tjalaiov ödg nulv dnulovTQOV. — p. 550. IvmvdQta xcd
dmfvnxnxxcc xcct yol^v rrwoov ^u^ag kmOeig eig tov öfi(fa?.6v. — p. 272.
Der Theiiak. XI. p. 804. Abrotanum. — p. 883. Mentha. — p. 885.
i^iipi'ius. XII. p. 42. Semen brassieae. — p. 6. Cantharides. — p. 76.
Aeusscrlicb F..li:i „laH i)ersieae. — p. 69. Melanthium inwendig und
Aeltcre Quellen. 19
äiisserlicb. — p. 127. Myrrba. — p. 120. Scriphum (AbsiDthium ser.) in-
wendig und äusserlicb. — ■ XIV. p. 790. tu ts Xs-youeva Ö^axöma ofioid
i.OTL Tolg /aQüoig. fxsyahjv Öe cü^yijÖovcc iTiKfiget 'Aivovf^ieva, f^iixQov tiqo-
y.vTirovtci. öei ovv diilovra wg im twv xiqocöv dnod^QHV y.al ovTcog
ii,aiQ£lv. — XIII. p. 733. Maden in Gescbwüren. — XIV. negl stmoQiOTcov.
I. p. 334. nQog rovg iv wcl axcoXtjxag. — II. p. 406. TiQog zd iv mcI
axiohjxia nuQHGÖvouevci elg rag dxodg.
um 190 p. Cb. n. Julius Pollux. Onomasticon, ed. Seher. Franco-
furti 1608. Lib. 4. c. 25. p. 223. Draeontium (doay.ovTiov), nervosum
quidam corruptiimque ; ex tibiarum femoruraque bulceribus excidens. raro
qiiidem alios, Aetbiopes vero frequeuter infestans. (Serpentes, pustiüae
flammeae et pungentes, maxime Collum et latera depascentes = Gürtel-
rose, Zoster.)
wabrscbeinlicb im Anfange des dritten Jabrbunderts. Didymus Alc-
xandriiius (scbrieb nacb Suidas 15 ßüeber de re rustica; wabrscbein-
licb der Arzt). Geoponica sive de re rustica Libri XX, Cassiano
Basso (etwa 228 p. Cb. n.) scbolastico collectore antea Constantino
Porpbyrogenneto a quibusdam adscripti graece et latine per Petri
Ncedbam curas ad mss. fidem denuo recensi et illustrati ab Jo. Nico-
lao Niclas. Lips. 1781. XIX. VII. neQi idoewg övöjv. Jidi/fiov. Coguo-
scuntur aegrotantes sues, evulsis e cervice pilis. Si enim pili puri fue-
rint, sani sunt: Si vero cruentati, aut sanies quaedam spissior circa
pilos baeserit, aegrotant. Das steht übrigens ähnlich schon bei Ari-
stoteles.
um 218 p. Cb. n. unter Macrinus. Floreiitiims. Aus dessen ysojQ-
iytxd sind zahlreiche Fragmente in dieselben ysconovixd des Cassianus
Bassus scholasticus aufgenommen, darunter: Niclasii Geoponica T. III.
et IV. lib. XII. c. 27. tisqi xaQÖdf.iov (De nasturtio): //er« ök r]dv6ouov
xcu oivov Tiivouevov '4Xfivvdag xal raiviag ii,dyei.
220 p. Cb. n. Aeliaims. De natura animalium varia historia, epistola
et fragmenta; recognovit R. Hercher. Paris 1858. Ausser schon Ange-
führtem: De natura animalium lib. VII, 35. De scolopendra et Urtica.
Scolopendra marina terrestri perquam similis est, quam primum ubi homo
contigerit, statini pruritu mordetur, et simili atque is, qui ab Urtica ter-
restri pungitur, dolori sensu afficitur (ex Aeliani historia per Petrum
Gyllium latini facti libri XVI. 1533. lib. XI. c. 13. p. 312). In der ed.
Gylliana XI. c. 15. dass die Seeskolopender, wenn sie die Angel be-
rühren, die Fische verscheuchen. — Die Krokodile und Regenwürmer
ed. Hercher IX. 3. p. 149. — Daselbst VIII, 9. p. 140. (Canes) lumbricis
vexati frumeuti cristas devorant, ut Aristoteles ait.
230 p. Cb. n, Atlieiiaeus, recens. G. Dlndorf. Lipsiae 1827. II.
Hb. 7. c. 125. p. 710. t6 äe tqitov rexovaa äyovog iori, yiverai, yaQ riva
cr/Mh'jXia avTij kv rij v6t&qu, d rov yovov rov yivo/iievov xarwO-iei (be-
zieht sich auf TQiyhi). — lib. 8. p. 772. tx rov oxwhixog fiaraßdUor-
2*
20 Würmer.
Tog yiv6Tcasius, Arzt des Kaisers Julian. De cucurbi-
tulis, scarificatione, hirudinibus, caet. in libro septimo. ed. Basil. class. 6.
p. 7. c. 21. De Hirudinibus ex libr. Autilli eod. c. 22. Citat nach Kefer-
stein (Erfurt), lieber den unmittelbaren Nutzen der Insekten. Abhand-
lungen der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt. N. F,
I. Sammlung. Erfurt 1827. p. 101. — Ad Eunapium. III. Basileae 1557.
De virtut. simplicium. lib. IL Maulbeerwurzel, Farnkraut und andere
Wurmmittel. — De loc. aflfect. curatione. lib. IV. Ad lumbricos. — Traduct.
frang. I. p. 271. Ueber die Finnen (nach Davaine).
um 540 p. Ch. n. Ai'tuis Aiitioclieims. Vgl. oben bei Leonidas,
dem Arzt llerodotus und Archigen es. Medicina tetrabiblos. III.
Serm. 1. Cap. 40. De lumbrico lato. Lumbricus latus transmutatio, ut
ita dicam, est membranae iutestinis iutrinsecus agnatae in corpus quod-
Aeltere Quellen. 21
daai auimatum (nach Lcuckart, Die Parasiten des Menschen). — ed.
Med. art. princip. 1567 (nach Davaine) noch p. 492. de ascaridibus und
an anderen Stellen die Medikamente.
um 550 p. Ch. n. Alexander Tralliaiius. De linnbricis epistola
graece et latine ex translatione Hieron. Mercurialis, cdita cum linjus
variis lectionibus. Venet. 1570. Etiam ad finem libri Mercurialis de
morbis puerorum. Fraucot". 1584. Ein Brief au Theodorus. Drei Arten
von Würmern; al dt iilardai elg toüovto ijxovac fxeysOog, (äara y.cd
ö?uo ovfinaQey.reivegTca Tot kvTEQco. Citat nach Tyson, de lundirico lato,
und nach Rudolphi. — lib. 7. c. 4. Lumbricus duodecim cubitorum, a
muliere bulimia laborante, hierae picrae beneficio, dejectus. Citat nach
Schenck von Gräfenberg Lib. HI. de Bulimia. obs. 2. — De lum-
bricis epistola. Venetiis. 1570 (nach Bibl. Modeer).
570 - 636 p. Ch. n. 8. Isidorus (von Sevilla) Hispaliensis episcopus.
Opera omnia recensente Faustino Arevalo. IV. Romae 1801. Etymolo-
giarum libri X (posteriores). Lib. XII. De animalibus, mit der Eintheilung:
pecora et jumenta, bestiae, minuta animantia, serpentes, vermes, pisces,
aves, minuta volatilia. c. 1. p. 39. Vervex dictus . . . vel quod vermera
in capite habeant: quorum excitati pruritu, invicem se concutiunt, et
pugnantes cum magno impetu i'eriunt. c. 5. De vermibus. p. 72. Vermis
est animal, quod plerumque de carne, vel de ligno, vel de quacumque re
terrena sine ullo concubitu gignitur : licet nonuunquam et de ovis nascan-
tur, ut scorpio. Sunt autem vermes aut terrae, aut aquae, aut carnium,
aut frondium, aut lignorum, aut vestimentoruni ; so: 2. Aranea, vermis
aeris. 3. Sauguisuga s. u. 4. Scorpio, vermis terrenus, i[m potius vermi-
bus adscribitur non serpentibus. 5. Cantharis (spanische Fliege, Lytta
vesicatoria), vermis terrenus. 6. Multipes, vermis terrenus. 7. Limax,
vermis limi dictus (so schon bei Terentius Varro, De lingua latina.
rec. Spengel. Berolini 1826. p. 325 : limax de limo). 8. Bombyx, frondium
vermis. 9. Eruca, frondium vermis. 10. Teredonae (Termites), lignorum
vermes. 11. Tinea, vestimcntorum vermis. 13. Ilemicranius, vermis cai)i-
tis. — Lumbricus, vermis intestinorum, dictus quasi lubricus, quia labitur,
vel quod in lumbis sit. — Ascaridae . . . Costi (Cossi'?) ... 14. rediculi,
vermes cutis. 15. Pulices. 16. Usia, vermis est porei, appellata, quia
urit. Nam ubi momorderit, adeo locus ardet, ut statim ibi vesicae fiant.
Damit ist wohl Rothlauf der Schweine, nicht die Finne gemeint. 17. Cimcx.
18. Proprie autem vermis est in carne putri nascitur, tinea in vestimeutis,
eruca in olere, teredo in ligno, termes in lardo. 19. Vermis, non ut ser-
pens, apertis passibus, vel squamarum nisibus repit, quia non est illi Spinae
rigor, ut colubro, sed in directum corpusculi sui partes gradatim porri-
gendo contractas, contrahendo porrectas, motura explicat: sicque agitatus
perlabitur. — Sanguisuga, Vermis aquatilis, dicta, quia sauguincm sugit.
Potantibus enim insidiatur, quumque illabitur faucibus, vel ibi uspiam
adhaerescit, sanguinem haurit: et ({uum nimio cruore maduerit, id evomit,
quod hausit, ut receutiorum denuo sugat. — p. 36. wird bei Isidorus die
22 Würmer.
Benennung peuicilli, welche später Röhrenwiirmer bedeutet, nicht für
solche, sondern für die zartesten Schwämme verwendet. — In den Noten
zu Hemicranium die obige Stelle des Marcellus und zu Ascarides:
tipulas reddit pro ascaridis Gaza.
um 670 p. Gh. n. Paulus Aegincta zu Alexandria. P. A. medici
opera, Joanne Guinterio Andernaco medico interprete. Lugduni 1567.
Lib. 4. c. 58, p. 517. De dracunculis: In India et superioribus locis
(Aegypto oder ut Arabia et Aethiopia) dracuuculi generantur, ceu ani-
malia quaedam lumbricos imitautia, in partibus musculosis, puta brachio,
femore, tibia : in pueris etiam latera sub cute perreptant et palam moveu-
tur: deinde cum diu extremum aliquod dracuuculi remanserit (oder cum
extremus dracuuculi finis aliqua in parte diu remanserit) locus suppurat,
et cute ipsius adaperta, initium ipsius progreditiir : cum trahitur, dolores
movet, praecipue abruptus. Quapropter nonuulli dicunt plumbeam molem
ex dracunculo suspendendam ne uuiversim, sed particulatim molis pondere
decidat. Alii vero hos damnant quod uihilo magis pondere molis plum-
beae dracunculus abrumpatur et dolores validos (varios) concitet. jubent
partem in aquam dimitti calidam, quo dracunculus tepefactus prorepat,
deinde digitis ipsum membratim (sensim et paulatim) extrahere. — Ama-
tus Lusitauus (vgl. unten) erzählt, dass ein Sklave, welcher von
Memphis nach Thessalonice gebracht wurde, an diesem Wurm litt; dass
die Bähungen des Paulus nichts halfen, dass aber Paratyas, ein ge-
lehrter Arzt aus Arabien, das vorstehende Stück des Wurms auf ein
Hölzchen wickelte und in vielen Tagen drei Ellen hervorzog (Schenck
von Grafen berg p. 678). Dies ist gänzlich das jetzt noch übliche
Verfahren. — Die Entstehung der Spulwürmer schob Paulus auf den
Genuss unreifer Aepfel (Citat nach Franz ius, Historia animalium. 1651)),
vermuthlich weil man in den abgefallenen Würmchen fand. Dass in der
Lombardei Frösche, Kröten, Eidechsen u. dgl. Thiere im Uterus der
Frauen entstünden, sei zuzuschreiben der Lebensart, welche so schlechte
Säfte erzeuge; jenen liege der Putz mehr am Herzen als gute Lebensart.
— hlj-iivd-LOT}] TU L.oa Lib. IV. De re medica. c. 59. p. 159. ex recens.
Hierou. Gemusaei. Bas. 1535 (Citat nach Chr. Fuchs, de dracunculo).
891 p. Ch. n. Pliotius. Myriobiblon (Pathologiae cursus completus).
ed. Migne. 104. Photius IV. 1860. p. 75. ex Agatharchide apud Plutarchum
(Symposion lib. VIII. quaest. 9; siehe oben).
920—930 p. Ch. n. Abu Bekr Muliauinicd Ben ZakerUja el Bazi,
gemeiniglich Rasis oder ßazes. Continens. lib. 15. c. 1. Gebrauch des
Blutegels (nach Keferstcin). — Contin. lib. 21. (Simplicia) c. 290.
p. 434. Regenwürmer gegen Gelbsucht und gegen Ohrenweh. — Citat
bei Fuchs für Dracunculus: Rliases ad Almansorem de re medica.
Libr. Vn. cap. 24. p. 179. ed. Basil. 1514. Vena civilis. — Id. ex edit.
Hier. Suriani Monach. Benedictini. Venetiis. p. Bernard. Benatum. 1509.
Lib. 26. p. 298. — Id. Commentar. lib. IX. cum exposit. Sillani. 1490
(Citat von Davaine). cap. de vermibus etc. Identificirte die Ausdrücke
Aeltere Quellen. 93
ascarides und cucurbitinae, kannte aber daneben die parvi und rotiindi
den Käsemaden ähnlichen.
1)80—1037 p. Ch. n. Abu AM el Hosciii Ben Abdalla Bon el-
Hosciii Ben Ali cl-vSelicidi cl llcis Ibii Sinji; abgelüirzt Abo ab
Ab in sceni, gemeiniglich als Avicenna Aboab Abin-sceni. Liber
med. etc. Venet. 148G. Lib. III. dict. XV. Tract. I. lol. 314 (ed. 1562,
leichter lesbar, fol. 328). Zur Heilung des Icterus: Lumbrici terreni sic-
cati. — Lib. III. ten (= modus) 16. tract. 5. fol. 334. 1. De vcrmibus.
2. De medicinis vermiuni, quorum sunt tres. 3. De signis. 4. De cura.
5. De medicinis calidis interficientibus veruies et proprie longos. 6. De
medicinis, (juae magis propriae sunt ascaridum. 7. De regimine vermium
parvorum. 8. De clisteribus acutis interficientibus vermes. 9. De emplastris
habentium vermes. 10. De cibatione eorum. 11. De cura casus et pro-
jectionis (ed. 1562 contusionis) supra ventrem. — ed. 1562. fol. 350 (unter
De vermibus). cum aderit materia et vestitur complexione ali(|ua, tribuitur
ei magis conveniens, quod ipsa potest tolerare ex figuris et forniis et non
prohibetur ejus praeparatio a perfectione uaturali, quae meretur. vel con-
venit ei ex artifice potente et propter hoc creati sunt vermes et muscae,
et quae cursu eorum currunt ex materiis putridis et humidis: (pioniam
illae materiae magis convcuiens (ed. 1562 cum rectificatur) quod possunt
suscipere ex forijiis est vita vel forma vermicularis aut vita vel forma
muscae. Et illud melius est quam ut ipsae remaneant secundum i)utre-
factionem suam. Et est cum hoc, quod ipsa possident super putrefactiones
sparsas in mundo, et cibantur eis propter proportiouem et similitudincm
et assumunt eas ab habitationibus hominum, et ab aere continentc eos.
Et vermes quidem ventris sunt hujus generis. Et non est eorum geue-
ratio ex ovi humore. ipsi enim non generantur a cholera rubra ueque
nigra: quum una eorum est vehementis caUditatis: quare non gencratur
ex ea vermis humidus, immo est contraria complexioni ejus: et altera est
frigida et sicca. . . . immo materia vermium est phlegma, quando caictit
et putrefit, et multiplicatur in intestinis, et remanet in eis. Et tu quidem
scis causas multitudinis generationis phlegmatis .... — fol. 351. Et spe-
cies vermium sunt (juatuor: longi, magni, et rotundi, — et lati, — et sunt
cucurbitini vel ascarides — et parvi, et non diversificatur eorum gene-
ratio, nisi secundum diversitatem illius ex quo generantur, et divcrsitatcm
illius, in quo generantur Es ist nach dieser Stelle, wie man auch
lesen oder emendiren wolle, kein Zweifel, dass Avicenna aus den Pro-
glottideu von Bandwürmern eine vierte Wurmart gemacht habe, zweifelhaft
aber, ob das Proglottiden waren, welche, häutiger vereinzelt abgehend, einer
anderen Bandwnrmart angehörten als der lata. Davaine hat jene Stelle
sehr ausführlich behandelt. — fol. 352. De medicinis calidis interficientibus
vermes et proprie longos: Prassium, cardumen, lupiui amari, casia, cahiuicu-
thum, grana aldemeest, costus amarus, epithymum, cartanuni, raenta, allium u. a.
— Gegen Ascariden: Semina foeniculi, myrtus, origanuni, absinthuuu,
anisum, nasturtium, semen atriplicis, oleum omphaciuum, theriaca magna u. a.
24 Würmer.
— Nach G. Fr. Chr. Fuchs (De dracunculo. 1781. p. 8) war es Avi-
cenna, welcher zuerst den lebendigen Dracunculus schilderte. Avicenna
canon. libr. 3. fen 3. tr. 2. c. 21. ex edit. Bcued. Rinii p. 855. vena Me-
dini. Bas. 1556. Esse qiioddam rubrum ad nigredincm declive, et quasi
ranius villi nervei, idque variae magnitiidinis .... fortasse est ei motus
manifestus sub oute, ac si esset motus animalis et quasi in veritate sit
vermis. — Nach der Uebersetzung von Velsch (vide Ant. Schneider,
Monographie der Nematoden) lautet die Stelle : Vena Medinensis est cum
in quibusdam corporis membris pustula exoritur, quae intumescens deinde
vesicam contrahit. Mox ea perforata prodit rubri quidpiam ad nigredinera
vergenSj netjue cessat continuo i)rotendi. Interdum motum habet vermi-
cularem sub cute, ac si is animalis motus et vere vermis esset ita ut
quidam existimaverint animal esse quod gignatur. Nonnulli vero putarunt
partem esse filamenti nervi corrupti et crassefacti. — Vgl. auch Sont-
heimer. Zusammengesetzte Heilmittel der Araber nach dem fünften Buch
des Canon von Ebn Sina a. d. Arab. übersetzt. Freiburg i/Br. 1845.
p. 102. Gegen Würmer das Pulver von AI. Barmeky, Myrobalani
chebuli und emblici und Barnadsch 1, Merkur 1, Turpethum 3, Zucker
6 partes; 10 Dirhem (1 D. = 72 gran) per dos. — p. 124. Syrup von
Absynthium. — lieber Dracunculus c. 12. tract. 2. fen 3. lib. 4 (nach
Schenck). — lib. I. fen 4. c. 22. p. 152. Gebrauch des Blutegels (nach
Keferstein). — lib. II. tract. 2. litt. c. c. 202. p. 222. De Charatiu. Ge-
brauch des Regenwurms. — Bei den Arabern hiessen die Würmer düd,
die kürbiskernförmigen Glieder der Bandwürmer chabb-al-kari (vgl.
Krehl nach K. Leuckart, Die Parasiten des Menschen. 2. Aufl. I. 1.
p. 519. Krehl leitet solium ab vom syrischen schuschl c = Ketten.
t um 1106 p. Ch. n. Abiil-Casim Clialaf Ablbas cl Zaträwi, ge-
meiniglich Albucasis. Bei Schenck von Grafen b er g 1. c. p. 678.
Dracunculi Galen o nomine tenus noti, posterioribus innotuerunt, Paulo
(Aeginetae) dracontium dicitur et dracunculus. Arabibus vena, a sirai-
litudine, medena ab urbe Medena, in qua id genus morbi frequens visitur.
Est enim in Aegypto frequens et India. Nascitur sub cute (non quod
Galenus conjectat intra venam) vermis satis longus (Albucasis decem
et non raro viginti palmarum longitudinem excedere expertus est) sub-
ruberque, qui motu suo cutem erodens, et inflammans, dolorem excitat,
neque sanatur, nisi integer eximatur; abruptus enim acerrimos dolores
excitat: qui vero negant esse animatum, sed humoris vi serpere, negli-
gentius rem expendere. Est enim vermis non secus quam syrones nostri,
non minus Dracontiis antiquitati ignoti (Thomas a Veiga comment. ad
lib. 6. Galen, de loc. affect. p. 298. edit. Plantinianae). — Albucasi
lib. 2. c. 91. Vena cruris. — Nach Fuchs: Method. med. II. p. 160.
Dracunculum esse vel radicem plantae vel animal. — Lib. theoriae et
practicae ex edit. Pauli Ricii physic. Caesar. Vindob. 1519. p. 118. c. 12.
tr. 28: Vena exiens. esse venam admodum subtilis chordae. — Nach
Schenck: AI Zaharir (Alsaharavius s. Acararius) auch in
Aeltere Quellen. 25
Practicae c. 12. tr. 18. Veua exiens. — Nach Ramesay im Cap. de
tusse auch über Würmer in der Luftröhre.
Nach Fuchs und Schenck weiter: Aali Ben cl Abbas (f U94)
oder Ilalyabatti c. 67. 1. 9. Practicae: Vena saniosa. — Auch als
Ebn Aabassus in Guido de Cauliaco Chirurgia. Lugd. 1572. tr. 2. c. 8:
Vena famosa. — Ueber Blasenwürmer: Beniveny, De abditis 111.
t 11 62 p. Ch. n. Abu aiorwAii Abd ol-Malik Ben Abul-Ala Z<>hr
Ben Abd el-Malik-Ibii Zolir, gemeiniglich Avenzohar. Nach Fuchs
in Rectif. med. et Reg. II. tr. 7. p. 326. Translat. Paravicii: Dracunculum
habere aliquid ad similitudinem nervi. Auch dieser erwähnt nach Rame-
say der Würmer in der Luftröhre. — Citat nach Fuchs für Dracuncu-
lus: Avenzoar teste Lange. Epist. 42, Lib. 2: Halalnachkidini.
um 1200 p. Ch. n. Meliihart von Lüclitrini'en s. unter Chr.
Franc. Paullinus 1687.
1250 p. Ch. n. Petrus de Albano. Differentia 101 (nach Davaine).
War der erste, welcher die Meinung äusserte, dass die Tänien durch
Vereinigung von Kürbiswiirmern entständen: filo uuius in alterum con-
junctorum.
1193 — 1280 p. Ch. n. Beatus Albertus Ma^-nus Ratisbonensis episcopus
ordinis praedicatorum. De animalibus libri XXVI. Operum tonius VI.
Lugduni 1651 (geschrieben um 1260, jedenfalls zum Theil während des
Aufenthaltes in Köln oder später). Lib. I. Tract. I. p. 6. De modis
generationis animalium in universali. Quaedam autem repunt super ven-
trem, sicut est reptio vermium, tarn aquaticorum, quam etiam terrestrium. —
c. 6. p. 13. Et quaedam generant vermes incompletus, sicut apes et for-
micae et pediculi, qui generant lendes (Nissen) .... (folgt Aufzählung
lebend [auimalia] gebärender) . . . alia autem animalia ovantia et vermes
facientia nota sunt . . . Quaedam . . . concipiunt ova et postea generant
vermes, quia ova in ventribus eorum mutata sunt ad vermium (iguram,
sicut piscis marinus longus qui vocatur chalene (Aristoteles), et vipera
.... Vermem autem dico, quod ex toto quidem concepto formatur in
totum, sed postea completur ad figuram processu tcmporis (dabei betont
Albertus aber, dass auch diejenigen, welche „sibi similia'- gebären, erst
ein Ei tragen, aus diesem ein wurmähnliches werde und sich vervoll-
kommne) .... Animalium autem generantium vermes, quidani vermes
moventur in eadem hora suae nativitatis, et quidam non faciunt hoc uisi
post aliquot dies, sicut vermes formicarum et apum. — p. 14. Mnltipcda,
sicut vespa et apis. Et aliquod invenitur viginti pedum, sicut (|uaedam
species vermium in aures intrantium. Duo enim genera sunt vermium
illorum : et inter has summas quaedam habent sex pedes, et quaedam octo,
et quaedam decem et sie usque ad viginti, et ultra illum numerum apud
nos non est inventus numerus pedum in animalibus. — p. lö. Hic autem
praecipue pedibus et pinnis natat i)iscis vocatur Archosis, et multa genera
multipeda marinorum, quae sie natant et moventur. — c. 8. p. 16. • • • ad-
huc autem genus quod multa coutinet, est genus animalis rugosi corporis
26 * Würmer.
(sind im Ganzen die Insekten) .... alia vero marina habentia pedes,
nmltomm pedura sunt et quaedam non babent pedes. — Lib. I. tract. II.
c. 3. p. 22. (Talpa) venatur lumbricos et vermes. — Lib. II. tract. I. c. 8.
Bei Serpentes p. 111. In mari tarnen est animal quod 44 vocatur, pro-
pterea quod tot pedes babere videtnr: et simile buic animali est aliud,
quod nioratur in terra, et eodem nomine vocatur. Sed quod est in mari,
est minus quam agreste, et moratur in locis petrosis et est rubicuudi
coloris, et gracilium pedum .... Quaecnnque ergo talia pedes babent,
non vere pisces sunt, licet cum piscibus in multis communicent. — Lib. IV.
tract. I. p. 153. De diversitate marinorum sanguinem non babentium
(Albertus brachte durch eigenes Sammeln die 8 Genera der Aelteren
auf 10—11). 1. Malacbie. 2. Mollis testae (Cancer). 3. Durae testae (Ostrea
concbilinm), 4. Hiricium marinum (Seeigel). 5. Mallue. G. Ligneum (vgl.
unten). 7. Veretrale. 8. Serpentinum, quod simile sit colubro (c. 8. p. IGT.
simile tyro serpenti et rubel coloris et alas (Flossen) babet pinnularum
consequentes se in corpore suo multos et movetur motu alarum, et baec
tamen videntur esse continua in interiori suo . . . accedunt etiam ad ligni
naturam (Pflanzennatur), sed minus (juam praecedentia. 9. Pblegmaticum
simile albumini ovi. 10. Spougia marina. — Sub ligneo autem continetur
animal, quod vocatur stincus (ist nach lib. XXI. tract. I. c. 6. p. 571.
ein fünfarmigcr Seestern, p. 660. als sturitus; der bekannte Fisch heisst
p. 169. stinc oder spirinch) .... et ego puto, quod sint multo plura, licet
sint ignota nobis. Quodlibet autem istorum geuerum raultas in se con-
tinet specierum diversitates. — p. 154. Unter den Sauguine careutia ter-
restria annulosa: der quadragiuta quatuor, der minder giftige Ohrwurm,
das Glühwürmchen u. a. , auch geflügelte. — c. 7. De natura et dispo-
sitione animalium corpora annulosa babentium. — p. 166. Sicut longum
et multipes est animal quod vocatur 44; Würmer sind nicht dabei. —
Tract. II. c. 1. p. 169. Bei den Sinnen werden zwar die „annulosi cor-
poris" (nach den Fischen und den obigen Genera 1 — 3) auch als Wasser-
thiere aufgeführt, als Beispiele aber nur Landbewohner : Tausendfuss und
Biene. — Lib. V, tract. I. c. 3. p. 178. Bei der Begattung und c. 4.
p. 179. bei der Ovation sind nicht allein ausschliesslich Insekten unter
„Animal annulosi corporis" begriffen, sondern solche heissen sogar „Vermes
volantes supra herbas et aquas" und ein Schmetterling aus der Familie
der Sphingiden ist „vermis volans habens longam linguam". — c. 5. p. 181
ist animal marinum multipes ein Cephalopode und zwar gleich wie an
anderen Stellen (z. B. lib. VIII. tract. II. p. 263) Octopus. — Tract. II.
c. 4. p. 186. In isto autem genere gameu sive spongiae invenitur vermis,
qui cum aufertur a suo loco, comedit pisces parvos. — Lib. VI. tract. II.
c. 3. p, 205. Opinantur tamen quidam anguillas generari ex se invicem,
60 quod in anguillis quibusdam aliquando inveuiuntur vermes parvi filares,
ex quibus putatur generari anguilla, sicut et nos superius diximus: et hi
dicunt, (juod anguilla non generatur ex eo quod vocatur anchoron terrae,
hoc est terrae intestinum sive terrae lumbricum, quod tamen dicit Avi-
Acitere Quellen. 27
cell na principiiuii esse siiae generatioDis. Hoc enim iDtestimim per se
generatui- ex luto et terra liumida putrescente .... Ex bis (putridis) igi-
tiir probabilius generari videtiir, et non ex vermibus lilaiibus loiigis qiii
ex aliquo vitio complexionis ejus in ventre suo invcniuntur ali(inando. —
p. 206. In multorum autem piscium matricibus ex putrcdine bumorum
generantur vermes alati, qui destriuiut ova impraegnationls. ... — Lib. VII.
tract. II. c. 2. p. 231. Bei den Krankbeiten der Säugetbiere scbeincn die
,, Pustulae sub linguae" der Scbweine uicbt auf Finnen gedeutet werden
zu dürfen. — p. 232. Der dem Vieb scbädlicbe „vermis viridis octo pedum,
halkym^', dürfte Meloe variegatus sein. — c. 3. p. 234. Verniiculi cerac;
Vermiculi qui teredo (Holzwurm) vocatur. — Lib. VIII. tract. III. c. 261.
Est autem aliud genus solertiae in evadendo periculum in eo pisce qui
vocatur scolopendria, propter similitudinem quam habet ad berbam illam
(Farn) .... folgt das Ausspucken und Wiedereinzieben der Eingeweide,
wie es die Alten erwäbnen, hier aber nicht nach Fang mit der Angel —
für welchen das Gleiche berichtet wird vom „animal, quod dicitur aloky-
los Graece", sondern unter Zerreissung des Netzes — hingegen unter
jener Form lib. XXIV. p. 659. und hier zugleich unter Vergleich der
Scolopendra mit dem landbewohnenden Centiipes. — Lib. XIII, tract. II.
c. 6. p. 396. Genera apium et muscarum et vermium volantium, quae
erucae vel bombices vocantur. — Lib. XV. tract. I. c. 1. p. 419. . . . talia
aunulosa sicut sunt apiculae et pcdiculi et pulices, primum ova generant,
ex quibus egrcdiuntur vermiculi, »{ui gusanes vocantur ... — c. 8. p. 4:2^.
Nullo autem modo credibile est, quod ali(iuid generetur per alitiuam vir-
tutem generativam in putrefactis, et non possit alio modo magis naturali
generari. — Lib. XVII. tract. II. c. 1. De geueratione vermium, sive ex
vermibus primam habentium generationem . . . Animalia vero anuulosi
corporis sive sint gencrantia vermes ex coitn, sive non generantur ex coitii,
sed per se, generantur primo etiara ex aliquo tali involuto in (luo susti-
netur ne difHuat materia generationis ; et ideo superius dixinius, quod
generatio omnium animalium primo est ex ovis. Rationabiliter autem di-
citur, quod erucae quae sunt vermes in caulibns et aliis oleribus gcneiati,
et hi qui generantur in arena simile dictis suae generationis habcnt prin
cipium. — Lib. XXI. c. 9. p. 574. Ea autem quae secundum suum genus
imperfecta esse videntur tam in membris quam in sensus et motus parti-
cipatione, sunt vermium quaedam genera, sicut ea quae lumbrici terrae
vocantur, quae magis ex vaporibus inclusis sub terra vel putrcdine radi-
cum nasci videntur, quam per semen maris et foeminae. In bis cnim
nullius omnino sensus Organa videntur distincta nisi tactus. Gustus cnnu
in iis non perficitur nisi sugendo sicut radices plantarum sugunt Imniores:
et ideo in talibus non invenitur nisi una via cibi per mcdiiun distenta
longitudinis, sicut est via succi per radices: nee invenitur in eis diycrsa
digestio, nee raembra digerentia, nee aliquid loco ipsorum, ncc ali<|nul
vasorum sive intestinorum vestigia: sed totum corpus per longitiuhncm
ex anulis componitur: et est in medio anulus majoris quam aUi spissitu-
28 Würmer.
dinis, ad quem anteriores et posteriores in motu colligunt: nee moventur
pede vel ala, sed potius alteram partem cor])oris ad medium anulum con-
trahendo, et alteram ex eodern auulo protendendo : nee semper protendunt
uuam et eandera, sed modo unam, et modo aliam: quia ad utraraque sui
corporis extreniitatem moventur. Nee vident nee audiuut nisi forte soni
fiant cum concussione : tunc tactu uon auditu sentiunt concussionem. Haec
etiam odorare niliil omniuo videntur, nee gustum habere secundum quod
Judicium saporum est, sed secundum quod est sensus alimenti, et sie est
quidam tactus: propter quod etiam sugendo sumunt aliraentum. Nee
egestioncs videntur emittere sicut neque plantae, sed aliquando iuvenitur
UDum talium ad alterum extendi in anteriore medietate corporis super
terram, et aptari sibi directa extensione ac si unum calorem quaerat ex
altero: quod quidam putant esse talium animalium coitum: quod tarnen
nulla ratione verum est: quia viae seminis in eis nullae prorsus inveniun-
tur nee humescunt in tali conjunctione, sicut invenitur fieri in serpentibus
quando coeuntcs complicantur. Ex bis autem aestimat Avicenna cum
juxta aquas limosas sunt, anguillas generari: et hoc si verum est, tunc
oportet isla quasi materialia semina et ova esse ad anguillularum gene-
rationem. Haec igitur et bis similia talem suae imperfectionis habent
modum. — Lib. XXII. tract. II. c. 2. p. 593. Vermes autem aliquando
in ventribiis equorum superabundant, et hujus infirmitatis signum est,
quod frequenter equus super latera volvitur et ventrem pedibus posteriori-
bus scalpere nititur ... et nisi cito succuratur aotequam vermis intestina
perforet, raro aut niinquam evadet. Nascuutur autem ex mala esa cum
potus iuopia. Folgen Kuren. — Lib. XXIII. c. 19. p. 632 (nach Kaiser
Friedrich). Si autem anguillae, hoc est, lumbrici longi comedunt fal-
coneni .... Folgen die Heilmittel. — c. 21. p. 635 (nach Falkner Wil-
helm). Quod si nasccntias astur habeat, accipe sanguisugas, et mitte eas
in nasccDtias ... — Lib. XXIV (Natatilia) p. 648. . . . quod duae an-
guillae ca})tae sunt in Germaniae partibus, quarum utraque multas habuit
filaris quantitatis in utero, et matribus occisis ex ventribus earum niultae
egrediebantur. — p. 649. Anguillam quidam de luto, quidam de lumbricis
terrae, quidam de superfluitatibus piscium dicunt generari. — p, 655. In
aestate quidam dicunt, quod (gobio) vermiculis quos in ventre gestat,
vitiatur. — Lib. XXVI. De parvis animalibus sanguinem non habentibus,
et de duobus accidentibus quae sequuntur illa animalia (Ringelung und
Fertigkeiten). — p. 676. Bufo vermis quadrupes . . . lumbricos ali(|uando
comedit (Bufo fusca = Bonax). — p. 676. Ciniphes (Schnaken) sunt
vermes volantes longis cruribus. — Cantharides vermes sunt virides. —
Cimex vermis est latus in parietum rimis. — Cicada vermis est, quem
nos grillium (Heimchen und Grille) vocamus. — p. 678. Eruca vermis
est longus. — Erigula (Zecke) vermis est. — Formica vermis est parvus.
— Limax vermis est tardus, a limo sie vocatus. — Lanificus vermis est,
qui et bombex dicitur, qui et sericum facit. primo vermis est. — p. 679.
Multipes est vermis, qui et centipes vocatur . . per hyperbolem . . . quia
Aelterc Quellen. «jg
re vera iion habet nisi 44 . . . ingredinntur aurem. — Miisca vermis est
notus duobus alis et oeto pedibus (fast überall giebt Albertus deu In-
sekten 8 Füsse, zählt also ein Paar Taster oder Antennen als solche). —
Papiliones sunt vermes volantes nuütorum colorum. — p. G80. Pediculus
est vermis de putredine. — Rana vermis est quadrupes. — p. (581. Stellae
figura vermis est, ut dicit Pliuius, qui uocte ut Stella lucet (Glühwurm).
— Spoliator colubri vermis est coloris aurei, viridi colore interlucente,
qui currit in pulvere in viis campestribus (Carabus auratus). — p. 682. De
seta. Seta est vermis longus cubitalis adeo exilis ut seta vel pilus de
juba vel cauda equi putetur: iinde et nomen accepit. Hie in a(iuis stanti-
bus non raultum corruptis geuerari invenitur, et est adeo durus, quod
conteri pede non potest: et si buUiatur, non emollescit. Ilaustus autem
ab homine, cum cruciatu et langore vitam aufert. Aliter autem tactus
non infert nocumentum. Hie vermis Caput non habere videtur, sed ad
utramque partem natat. Forte autem hie de pilis nascitur equorum: quia
pili equi in aqua positi staute vitam et spiritum accipiunt, et moveutur
sicut multoties experti sumus (Gordius). — p. 682. De sanguisuga. San-
guisuga vermis palustris est notus, eo quod sanguinem animalium sugat,
sie vocatur. Hie vermis multorum modorum est: sed apud nos sunt
nigrae in toto et planae, et sunt virgulas rubeas in dorso habentes, et
aliquantulum rugatae, et hae sunt meliores: pedes non habent, nee ali-
quod membrum, ut videtur (membra sind auch innere Orgaue): in toto
enim similes sunt sicut columna (folgen die Vorsichtsmaassregeln beim
Gebrauche, damit sie nicht eine Wundinfektion hinterlassen). Quaedam
harum invisibiles sunt et filares et haustae in aqua adhaerent interius
gutturibus hominum et animalium et indesinenter faciunt fluere sanguinem.
Si autem locus ubi adhaeret, sale infundatur, fortiter statim exit san-
guisuga: et si locus quem momorderit, nimium sanguinem fuderit, san-
guisuga comburatur in testa, et pulvis ejus desuper ponatur. Hie vermis
vulnus faeit triangulum: aviditate etiam sugendi dulcem sanguinem homi-
nis suetum emittit, et alium continua recentiorem sugit. — p. 682. Hcorpio
vermis est niger multorum pedum. — p. 683. Tappula (Hjdrocoris) ver-
mis est. — Testudo (Helix) vermis est de putredine heibarum et viscoso
rore geueratus. — Tinea vermis est a teuendo dictus. — Teredo vernns
est ligni. — Tatinus (Dermestes) vermis est, qui in lardo porci nascitur,
quando putrescit, et est vermis hirsutus. — Uria vermis est porci, ab
urendo dictus, quia ubi mordet, vesicae surgunt ac si locus ustus sit
(Rothlauf). — De verme. Vermis quod omnibus nomen commune est
specialiter sibi lumbricos terrae vendicat, eo quod de sola terrae exalta-
tione (? exhalatione) nasci dicatur. — Was Hb. XXV. p. 668, bei deu
Sehlangen unter centupeda verstanden ist (serpeus est de generc draco-
num, multos valde habens pedes), weiss ich nicht.
1210— 91275. Thomas von Coiitimpre. De naturis rerum. Cod.
pergamentaceus Cracov. XX Libr. constaus, wahrscheinlich aus dem An-
fange des 15. Jahrhunderts. Lib. IX. §. 38. Beschreibung der Seta
'O^
30 Würmer.
/
(vermis est vel serpens); Vergleich mit Pferdehaar, nicht Ableitung von
solchem. Für den Menschen, verschluckt, todbringend erachtet (nach Diesing,
Sjstema helminthum). Die Beschreibung ist wohl ganz dem Albertus
entnommen.
im dreizehnten Jahrhundert. Nicolas Myrepsiis. De antidot. sect. I.
cap. 298 (nach Davaine) scheint zuerst von einem Einflüsse des Mondes
auf die Würmer gesprochen zu haben.
um 1300. Ariiaiild de Villeiieiive. Breviar. lib. II. cap. 21 (nach
Davaine). Ex phlegmate dulci fiunt longi et lati; ex phlegmate natural!
fiunt breves et lati et isti dicuntur cucurbitini et quidem -dicunt quod
isti cucurbitini generantur in ventre cujusdam maximi lumbrici, ([ui
aliquando emittitur longior uno vel duobus brachiis, qui solium sive cin-
gulum dicitur.
geboren 1250. Petrus Apoiicnsis. Conciliator diiferentium philo-
sophorum et praecipue medicorum p. 356 — 358 (nach Schenck von
Grafen b er g). Rara et varia vermium symptomata.
1375 und 1403. Aelteste königliche Verbote des Verkaufs finnigen
Schweinefleisches auf den Märkten von Paris und Einsetzung von jurcs
langueyeurs de porcs (nach Davaine).
Jo. Midi. Savoiiarola. Tractatus de vermibus, annexus ejusdem
Practicae canonicae de febribus. Venet. 1498.
Jo. Laiigius Lemberg. Epistolae medic. volum. bipartitum denno
recognitum. Hanov. 1503. L. IV. ep. 13. p. 585. Zweifelt ob Dracunculus
ein Wurm oder ein Nerv sei (nach Fuchs).
um 1500. Ilicroiiimiis (xal>ucinus Faiieiisis. Commentarius de
lumbricis alvum occupantibus et de ratione curandi eos, qui ab iis in-
festantur. — De lumbricis alvum occupantibus et eorum cura. Venetiis
1547. Lugd. 1549. Eine gelehrte Compilation. Beschrieb die Tänie als
einen Sack (Schleimklumpen), welcher die Cucurbitini enthalte. Bei
Amatus Lusitanus, Tyson, Schenck, Rudolph! u. a. angeführt;
bei Andry dafür, dass er einen Bandwurm im Wasser einen Tag leben
gesehen haben wolle. — Cap. VIII. p. 25. Wahrscheinlich erste Erwäh-
nung: In jocinoris ovilli capillique venis saepe mihi visa sunt animantia
quaedam cucumeris semiuibus band omnino dissimilia (vgl. Davaine).
Cosimus beobachtete 152G in Holland eine Leberegelseuche (nach
Wolfgang Franzius).
1462 — 1536. Joaiin. Manardus Ferarieiisis (Commentator des
Galenus). Epistolae medicinales. Lugduni. 1549. lib. 3. ep. 1. und lib. 4.
ep. 1. lieber Bandwürmer; nach Schenck v. Gräfe nb er g und Davaine.
Ilipi)ol. Bryllus. De vermibus in corpore humano genitis. Venet. 1540.
Georg'. Kupfnerus. De aegritudinibus infantium. 1544. Appendix
ad lib. Leouelli Fauentini de morb. puerorum. Sah die Mitesser,
comedones, als lebende Thiere mit schwarzen Köpfen an; wonach
Aeltere Quellen. g]^
Sehen ck sie dem Dracunculns anreihte, freilich wie die Mücke zum
Elephanten (Schenck, Obs. 8). Vermiculi seil iit alii vohmt, pili infantiiim
et puerorum miisculosas brachiorum, suranim atque teryi partes intestantes,
veteribus incogniti. — Sah den Bandwurm als ein tSpolium des Darms
an, die cucurbitini einschliessend, welche ihm Leben und Bewegung ver-
liehen, und gab ihm einen Schnabel, gleich dem des Nadelfisches: in
mncronem tanquam subulum desiisse.
Amatiis Lusitanus (J. Rodriguez). Curationum medicinalium Cen-
turia I. Florent, 1551. — Tom. I. continens Centurias quatuor. Tom. II.
continens Centurias 5 — 7. Venet. 1566. — Cent. I. cur. 5. p. 75. De colici
doloris a lumbricis evenientis curatione. ■ — cur. 56. p. 267. De lumbricis
et aliis signis mortem minantibus (vorzüglich der Streit über die Prognose
aus todt abgehenden Spulwürmern nach den Alten). — Cur. 6. p. 76. De
lumbricis in stomacho genitis (das sind die durch den Mund entleerten)
et non infestantibus et eorum curatione. Das Ausbrechen von Würmern
ohne Krankheitserscheinungen. Gegen die Meinung des Aristoteles,
dass sie im Magen nicht entstehen könnten (Lib. 4. Meteororum) wird
theils die Erfahrung der Aerzte angeführt, theils, dass im Magen fauliger
Schleim zu ihrer Erzeugung vorhanden sei. Die Entstehung aus pituita
putrescente wird gegen Aetius und Paulus auch für die Bandwürmer
aufgestellt. — Centuria IL Venetiis 1552. cur. 23. De vermium curatione.
p. 67. Behandlung mit „Semen lumbricorum'', welcher zur Kur bei Säug-
lingen den Ammen gegeben wird. — Cur, 40. p. 122. De puero, qui vesi-
culam vermium plenam egessit (d. h. einen Ballen von Askariden). —
Cent. V. cur. 46. p. 74. in qua agitiir de vermibus. Es seien aus einem
von einem Mädchen abgegangenen grossen Rundwurme, als der Vater
ihn zertreten hätte, andere Würmer hervorgegangen (natürlich waren das
Darm und Genitalschläuche ; diese Geschichte hat aber die Nachfolgenden
sehr beschäftigt). Das bestätige den Hippocrates (lib. 4. de inorbi-
bus), welcher meinte, dass die Rundwürmer in den Gedärmen gebären
und hecken könnten. — Cent. VI. cur. 34. p. 186. De puero saejjc in
febre cum vermibus propter obstructiouem et malum vitae regimen inci-
denti (kleine Würmer). — cur. 74. p. 225. De verme lato quatuor cubi-
torum per os ejecto .... Die Gliederung am einheitlichen Leibe ist hier
beschrieben, aber das dünne Ende des Wurmes wird Schwanz genannt,
der Kopf als weiss und warzig bezeichnet. Hujus nunque lati lunibrici
portiunculae, semina Cucurbitae, prae se ferunt, qui intra se nihil con-
tinere ob corporis sui lati compressionem videtur, unde Hippocrates . . .
— Cent. VIL Lugd. 1570. cur. 64. p. 199 (nach Fuchs). Dracunciilum
lumbricum album esse. Verglich ihn auch mit den Gerinnseln in Herz
und Blutgefässen. ~ Ocyrrhoes seu de venae sectioue copiosa methodus.
Venet. 1542. p. 219. De hirudinibus. Auswahl nach der Farbe mit Bezug-
nahme auf Dioscorides. lib. 6. c. 32; Vorbereitung derselben zum
Saugen nach Galenus; Vergleich von deren Nutzen mit dem der Schröpt-
köpfe ; Indikationen.
32 Würmer.
1514—1572. Aquatilium animalium historiae lib. I. cnni eorundem
formis aere excusis, Hypolyto Salviaiio Typheniate Komae mediciDam
profitente autore. Romae 1553.
1518—1564. Petrus Belloiiius Cenomanus. De Aqiiatilibiis libri 2.
Parisiis 1553. Französisch: Pierre Belon du Mans. La uature et
diversite des poissons, avec leurs pourtraits , representez au plus pres du
uaturel. Paris 1565. — Lib. 11. Exauguium differeutiae ac divisiones.
c. 12. p. 436. De dejectamentis marinis. Eruca marina. Quomodo ter-
restres Verrucae stirpes vescuntur algis. Marinae autem colore et figura
terrestres emularentur, nisi pedibus carereut. Horum loco villos habeut,
in ordinem ad tergus utrinque dispositos, alumine fissili tenuiores, floccis
septuaginta (piatuor tarn in prona quam in supina parte constantes, peni-
cillis tubo intarctis similes : quibus pro piunis ac pedibus utimtur. Horum
enim inferiores gressum, superiores natatum subministraut. Non natant
autem more piscium piunis praeditorum, sed suis villis aquam impellnnt,
ac perpetuo in imo considunt: moveri enim non possunt, nisi inferioribus
villis aliquid pertingant. Coloribus tam numerosis variegatae sunt, ut
nulla ars pictoria baue venustatem imitari possit. Sex digitis longiores,
unico crassiores raro conspicies. Maculas permultas, albas et rubras
utrinque in lateribus habent, lineam rectam , lividam in summo tergore,
totidemque articulis loricantur, quot floccis constant. Supine pars nervo
rubro distinguitur, quo se ipsas contrabunt ac dilatant, quatuor illorum
ordinibus circumstipatur: totidemque in dorso lineas transversas luteas
inter articulationes, quot villorum tubulos habent. Caeterum erucae inerti
et niolli sunt corpore. Has testudines marinae, quae potissimum algas
depascuutur, plurimum appetnnt, ut iis 'dissectis integras erucas plerumque
repererim (mit Holzschnitten).
1492—1555. Eduardiis Wottoims Oxoiionsis. De differentiis ani-
malium libri decem. Lutetiae Parisiorum 1552. fol. 188. Scolopendra
marina. — fol. 195. Intestina terrae. Dabei auch solche in mari, qua
algae fiunt, in stagnis et fluviis juxta ripas. — fol. 195 und 196. Para-
sitische Würmer. — fol. 149. Hirudo und Caeruleus vermis.
1507—1556. Uuillaume KoiuMet. Libri de piscibus marinis.
Lugduni 1554. An Fischen sah er zuerst die Pontobdella muricata, be-
schrieb sie und bildete sie ab. — p. 398. Lampetra. — p. 494. Nereides. —
Die raolles unter den Blutlosen enthalten Cephalopoden, Schnecken, Akti-
nicD, Quallen; die Crustacea ausser Krebsen auch Echinideu. — Univer-
sae aquatilium historiae pars altera cum veris ipsorum imaginibus.
Ibidem 1555. De Insectis et Zoophytis liber. p. 108. De scolopcndris
marinis. Nachdem Scolopendra marina unter Belluae marinae nach
Aelian beschrieben . . . nunc de alia dicimus, quae ex insectis, terrestri
scolopendrae similis, de qua haec Aristoteles ... (die Abbildungen
scheinen zwei Arten von Nereis und eine Eunice darzustellen. — p. 109.
De verme inixoogvyyorwfo (Sipunculus). — p. 110. De verme uaxQo-
Qvy'/oTtoio. — De vermibus in tubulis delitescentibus. — p. 111. De
Aelterc Quellen. 33
penicillo marino; de biriidine marina (Pontobdella); alles mit Abbildiuigen,
welche die Späteren kopirt haben. — Im Lib. de diagn. morb. cap. 17
(Citat nach Schenck) nennt Ron de 1 et" den Bandwurm Tinea und er-
klärt die Kürbiskernen ähnlichen Stücke für dessen Theile. — Nach der
Mittheilung- des Casp. Wolff aus Manuskripten des Roudelet (Citat
nach Schenck) hat dieser in verschiedenen, wenig bestimmt dargestellten
Fällen aus der Harnblase gekommene Würmer gesehen.
1516 — 1565. C. (xesiieriis, Medicus Tigurinus. Historiae animalium
lib. 4, qui est de piscium et aquatilium animantium natura. Zürich 1558.
p. 1226. De verme microrhynchotero Rondelet, macrorhnchotero Rond. —
p. 1227. De vermibus in tubulis. — Corollarium de vermibus aquatilibus
nonnullis. — • p. 1229. Vermibus aquatilibus illos etiam, qui in piscibus
innascunt adnumeremus (axioh'/y.ta). Belon fand sie an den Mesenterial-
gefässen des Kaulbarsches eingekapselt. — Ligulae. — Rondeletius
de lumbricis s. vermibus stagni marinis (Arenicola) und de iisdem Bel-
lonius p. 597. — De scolopendris marinis Rondeletius p. 1009. —
C. Gessner Thierbuch übersetzt von C. Forer. Zürich 1563. Theil 16.
Von etlichen Meergewürmen. — fol. 156. Ein wunderbarer Haarwurni,
eruca marina. — fol. 157, Hirudo marina, ein Meeregel, denen so in
süssen Wassern, welche er Hirudo major und varia nannte, ganz gleich;
Meernassel, Scolopendra marina. Vermis microrhynchoteros und macro-
rhynchoteros, zwei Ellen lang mit Schnabel (i. e. Rüssel) im Letten.
Vermes in tubulis delitescentes. — Von Scolopendra marina erhielt G.
eine Abbildung aus Italien durch ßrasavolus. G. hatte nach Andry
selbst einen Bandwurm.
llumler hat 1558 bei einem Epileptiker Geschwülste an der Dura
mater und Schädeklecke beobachtet, welche möglicher Weise Finnen
waren (vgl. Küchenmeister, Quellenstudien über die Geschichte der Cesto-
deu, deutsches Archiv f. Geschichte d. Medizin. II. H. 4. und Leuckart,
die Parasiten. 2. Aufl. I. 1. p. 705).
Hieron. Cardaims. De subtilitate libri 21. (1560). Basileae 1684.
Hierher p. 316. Aufguss von Hanf zum Hervortreiben der Regenwürmer
und der zu Fischköder dienenden Würmer. — Bei der „Magna metamor-
phosis" der verschiedenen Pflanzengattungeu beim Faulen in IMerdedünger
zu verschiedenen vermes, p. 667, sind wohl mehr Insekten iu's Auge ge-
fasst. — Die ältere Ausgabe von 1560 hat die erste Stelle, wo sie p. 346
sie haben sollte, nicht, die zweite p. 730.
1568 und 1572 kamen wahrscheinlich im Mannsfeldischen Trichinen-
epidemien vor. Nach dem Werke K. v. Weber, Anna, Churfürstin von
Sachsen. Richter, Jahresber. d. Gesellsch. f. Natur- u. Heilkunde in
Dresden 1865—1866. p. 78.
Bei Fuchs De Dracunculo (s. u.) findet man aus dieser Zeit folgende
Citate für die thierische Natur dieses Wesens: Jo. Actuarius. Opera.
Paris. 1556. Lib. 4. Methodi medendi p. 311. — Thom. de Vciga.
Comment. in Galeni opera I. Antwerp. 1561; comment. ad libr. de loc-
Bronii. Klassen des Tliier-EeicUs. IV. 1. "^
^4 Würmer.
affect. Üb. 6. p. 298. No. 3. — Jo. Gorraeus. Defiu. medic. libri 23.
Paris. 1568. p. 87. — Hieron. Mercurialis. Variet. lectionis Libri 6.
Venet. 1587. Lib. 2. cap. 20. p. 46. — Für die Natur des Dracunculiis
als einer Erkrankung hingegen neben früher erwähnten Autoren: Phil.
Ingrassia. De tumoribus praeter naturam. Neapol. 1552. T. I. cap. 1.
lib. 26, welcher ihn für einen Abszess hielt. — auch Ul. Aldrovandus.
Serpeutura et draconum histor. libri 2. ed. Barth. Ambrosini. Bonon. 1640.
p. 326. — und de Cavliaco. Chirurgiae T. 11. c. 8. p. 129. Lugd. 1572.
IJahluiuus ßoiiseiiis. Epistolae 1564. Wird von Schenck an-
geführt für einen Fall von Wurm aus der Blase, welcher, 1' 4" lang,
sich auf Blutegelgrösse habe zusammenziehen können und längere Zeit
gelebt habe.
Jean do Clamorgaii. La chasse du loup. Lyon 1583 (frühere Aus-
gaben 1570, 1574) fand öfter in der Niere der Wölfe Schlangen i. e.
Strongylus gigas (nach Davaine).
Cornelius Oenima. De naturae divinis characterismis. Antverpiae
1575. Lib. L Cosmocritica. p. 190. . . . Nonnulli ad solem expositi (in
einer grossen Epidemie) serpentes magnos et parvulos copia rejeceruut
(wohl Spulwürmer). — I. p. 103. Omnem fidem superat anguillae vivae
per inferiora secessus in puella annorum quatuordecim cui et ab initio
affectus praesens aflfui anno 1572; mit Holzschnitt. Dieses war kein
Wurm, sondern ein sogenannter foetus in foetu, dessen Abbildung einen
Theil der Wirbelsäule, Knochen, Haare u. s. w. zu zeigen scheint; nach
n. p. 75 wäre dies 1571 geschehen, der „Aal" eine Elle lang gewesen;
gestavat illum velut foetum per novem menses. — H. cap. 2. p. 40. lieber
eine 1552 beobachtete schreckliche Viehseuche durch Würmer der Leber. —
n. p. 201. Ein wirklicher Wurmabszess, welcher mit Nashornpulver be-
handelt wurde, bis die Natur sich half; der „Aal", V/^' lang, daumen-
dick, habe gelebt, d. h. , in Wasser gebracht, sich bewegt. — Gemma
wird von Franzius auch für Würmer in Tliieren citirt; siehe über ihn
auch bei Tyson.
J. ßauliinus. Historie von etlichen wüthenden Wölfen um Mümpel-
gard und Beifort. Mümpelgard 1591. Etwa 1—2' lange Schlangen (Stron-
gylus gigas) in Nieren alter Wölfe.
Thaddaei Diini Locarnensis medici epistolae medicinales . . . eju^dem
de Hemitritaeo sive de febre semitertiana libellus, item niiscellaneorum
de Ee medica liber. Tiguri 1592. Miscellanea med. cap. 15. p. 155. De
Inmbrico lato (mirae longitudinis). Daselbst kommt für einen, 1571 ab-
gegangenen, mehr als 20 Ellen langen Bandwurm die Bezeichnung vor:
squamosus instar serpentis, nisi rectius geniculatus dicatur, übrigens, da
der Kopf fehlte, totus sui siniillimus. Er wurde im Ofen getrocknet und
Dun US bekam ihn im Kanton Zürich zu sehen. R. Leuckart (die
Parasiten des Menschen 2. Aufl. I. p. 517) glaubt mit einiger Wahrschein-
lichkeit annehmen zu dürfen, dass dies die erste Beobachtung von Bothrio-
cephalus war. D. schliesst die Anführung der Stellen aus Galeuus und
Aeltcre Quellen. 35
Paul Aegineta mit „si quod Paulus Aegineta sciibit, verum sit,
interiorem intestinorum tunicam in hoc aiiimal permutari, miiuiii iioii est,
dysenteriam inde subsequi."
Ferraiite Imperati. Historia naturale nell' quäle ordinatamente si
tratta di diversi conditioni di Minere, Pietre pretiose e altera curiosita,
con varie historie di plante e animali. Neapoli 1559; Venezia 1072. —
Dell Historia naturale. Napoli 1599. Lib. 27. p. 732. Vermichiara, Alcyonio
milcsio, Alcyonio tergo di Dioscoride, ein Convolut von etwa eine Linie
dicken Wurmröhren. — Historia naturalis. Libri 28. Colouiae et Lipsiae
1G95, autore ? N. A. Stelliola.
geb. 1493. Dreizehn Bücher des hochgelehrten und weit beriiniptcn
Herren, D. Tlieoplirasti Paracelsi, Eremite paragraphorum etc., jetzt
zum ersten Mal mit allem Fleiss in Truck geben und aussgehn lassen.
Basel 1571. Das ander Buch Theophrasti Paracelsi de morbis vermiuin.
§. 1. Vermium generatio tria habet priucipia. Primum ex nutriraentis/
idque in stomacho et non in intestinis, ut putant: et ex eleraentis (ut
muscae) et unum ab extra et a spermate animantium (auss dem Laich
der Thieren) in viris vero in stomacho crescunt, et possunt tunc migrari
in hepar. Faeminis autem in matrice, si bibunt sperma, crescit vivum
potum sperma tamdiu, atque alias et fit monstrum, postea affligunt et in-
festant, et cibum appetunt, et nonnunqiiam durat in annos etc. — Ver-
mium generatio tria priucipia habet/ primum ex nutrimentis, secundum
ex minerabilibus, tertium ex elementatis. Vermium generatio fit ex putre-
dine sed non ab omni putrefactione generantur vermes. Ex tribus causis
generautur vermes, nascitur in stomacho, nee putredo est in causa geue-
rationis. Vermium (i. e. zur Wurmerzeugung geeignet) putrefactio si
fuerit in stomacho, et non expellitur per virtutem expulsivorum , tunc
nascuntur vermes, et putredo quasi hospitium est vermium. iSecunda
causa ex minerabilibus, dann es unmöglich ist, dass im Fleisch, im Blut,
im Marck Wurm mögen werden, sondern die nemmen ihr Principium auss
keiner Faulung, sonder wachsen ex mineralibus. Es wirt auch generatio
vermium, so man -sperma in einem Wasser trinket, oder von einem Viscli-
rogen, so ein sperma in exultatione ist. Generantur auch vermes, wann
einer ein Fröschleichen trincket. . . In raulicribus, w^aun sie ein sollich
Leich trincken, so nimpt es matrix an, nit als in den Mannen, denen
dann die Wurm im Magen wachsen Stellraiert sechs Monat . . .
und also wirt ein monstrum daraus . . . dann begert es sein cibum und
geschwüUet dann der Bauch auf. §. 2. Ex primo principio tria sunt
genera, erudum, chimesum et excrementum. Ex secundo principio fiuin-
quegenera: venarum, concavitatum, medullae, intestinorum et membrorum
regionum. Ex tertio quatuor genera; putrefactionis, a<)Uositatis, chaos et
caliditatis. Notabilia. Ex crudo sunt veluti lumbrici tcrrestres, und
Regenwurm. Ex chymo, Spulwurm lang und klein. Ab excrementis sunt
vermes candidi et subflavi cum pedibus. Ubi vermes vexant intcrpolatini/
Signum est, quod in stomacho sint. Quibus permauct longa oris annnn,
3(3 Würmer.
simipto quoque eibo^ signnm quod vermes sunt putrefacti in stomacbo.
Theriaca Mandragorata pellit vermes si esurieDtibus exbibeatiir . . . lu
iutestinis non fiiint ex pntvefactione, sunt longi, flavi, teudentes colore ad
vnbenm, et tum in exerementis videntur Lunipenwiirm. Vermes uibil tam
pellit ex intestiuis atque colecynthis, in regiouibus sc. cerebii, cordis . . .
Ab excrementis giebt Würmlein weiss . . . baben kleine Füsslein . . . Die
regiones baben aucb würm, als in cerebro ist durcb anatomiam erfunden
worden ein Wiirmlein, das piam und duram matrem durcbstocben bat,
davon dann l'renesis kommen ist. Aucb in corde seind durcb anatomiam
erfunden worden , in regioue splenis et fellis miigen Avürm werden, aber
in renibus mag kein Würm werden propter urinam. Aber in pulmone
mögen aucb Würm generiert werden. §. 3. Würmer in Nüssen und
P^'rücbten (abbängig von sperma oder monstruosum spernia). Alle (diese)
Würm wacbsen ex spermate und nit ex putrefactione. §. 4. über sperma.
§. 5. Muscarum generatio ex aere procedit, lacertarum ex terra, araneae
ex igne, serpentes vero ex aqua, pulices e mineralibus ... De cura ver-
mium . . . Omnes autem purgationes in vermibus vanae sunt, nisi ea
vermes occidantur . . . die stück so ausswendig die Würm tödten , die
tödten die Würm aucb inwendig ... Myrrben, Oleum de colcotar, Colo-
cintis, Oleum Hjpericonis, Kupfervitriol. — Aurelii Pbilippi Tbeo-
phrasti Bombasis von Hobenbeim Paracelsi .... Opera, durcb
Joannem Huserum Briscoium in zeben unterscbiedlicbe Tbeil, in Truck
gegeben. (Basel 1590) Strassburg 161G. p. 630. Von Würmern: Wiewol
der Würm viel seind, so ist docb der Würmer Stamm nur ein Stamm,
und aucb ein Ursprung ibr aller: das da aber tbeilt von einander, den
also, den also, das giebt die materia darauss sie wurden: dieselbig aber
im Grund nimpt, sie sei wie sie wöll, nur ein Artzney an, das ist die
Artzney für die Wurmen. — Causa. Ein jeglicher Wurm der wachst auss
zwo Ursach, auss feuli, und aus dem sperma. Von der Sperma ist es
also; wo ein Sperma des Wurmen etc. in Menschen kompt, und wird
nit gedewet, etc., so gebt es durcb die natürliche Wärmi in ein Wurm,
id est monstrum vermium: quare: quia non est in loco suo, id est, ma-
trice, ergo monstrum fit, ut bomo generet gnomos, item gigantes etc.
Die andere ist die feulung. Nun macht ein jegliche feulung ein Wurm,
so sie nach dem Himmel und Mond faul wird, sonst nicht. Als die Käss,
so im Augstmonat, im Hewraonat gemacht werden, die faulen alle, etc.
Und also sind mehr Monat im Jahr, darinn es beschicht: darumb ist
generatio vermium , putrefactio v^oelica. Also aucb aus grosser Ilitz wer-
den Würm: Als ibr secbt im Sommer, da faulen alle Ding, was da ist,
auss der grossen Hitz. Nubn ist das der Grundt, so im Leib also aucb
ist ein Augustus, Junius etc. caniculares, so faulen auch darum die partes
corporis und alsdann wachsen auss ihnen Würm, etc. Also auch im
Menschen dermassen der gantz microcosmus ist, und in seinen partibus
ihm solches begegnet. — De loco. Nubn aber von der statt da sie
werden, wissen, dass sie allein wacbsen in den Ohrten, da laulen mag:
Aeltere Quellen. n-.
In Ohren, Zähnen, Gedärmen, Magen, niatricc. Und sonst nicht: Es war
dann wiinderbarlich des Himmels Lauf vcrjrret FAn Frauen die
zu viel Hitz, gebiert nicht gesandt Kinder, alles auff Wiirm geneigt. —
Empfahl bereits das Zinn gegen Wärmer, ed. Basel, p. 245.
1494—1555. (j(co. Agricola. De animantibus subterraneis liber.
impr. Frohen. Basileae 1549. (seorsim ed. a Johanne Öigfrcdo. Witen-
bergae 1614). p. 70 (71) (Talpa) vescitur . . liimbricis. — p. 72 (73)
spondjlis verniis = Engerling. — Vermis quadrupes = Meloe. — p. 73
(74) Ascarides etiam, qui snnt vermes parvi, non unius et ejusdcm coloris :
nam alii candidi, alii nigri, sacpius aratro excitantiir .... vastant sata.
— At liimbricos, qui item intra terram gignuntur et oculis careut, pluviae
eliciunt. Concinne igitiir Euclio Plautinus, solicitus de aula auro referta,
inquit ad Strophyhmi:
Foras, foras luuibricc, (jui yiih terra crcpsisü modo
Qui modo iiusquam comparcbas, nunc qiiom comparcs, pcris.
Index zu ed. 1614. Ascarides, Erdworni; Lumbricus, Reinworm; Spon-
dylus, Engerle.
1500-1590. Bcniard de Palissy, Oeuvres, ed. 1. 1557. Lyon,
p. 210. ed. Paris 1777. p. 672. ed. Paris par Anatole France 1880. p. 301:
Aussi on y cueille de Tabsinthe appelec Xaintouique, ä cause du pays
de Xaintongc. Ladite herbe a teile vertu que, quand on la iait bouillir
et prenant de sa decoction, od en destrempe de la iarine pour en teire
des bignets fricassez en sein (graisse) de porc ou en beurre, et que l'on
mange des dits bignets, ils chassent et mettent hors toiis les vers qui sont
dans les corps, taut des bommes que des enfants. Au paravant que
j'eusse la connoissance de ladite herbe, les vers m'ont Iait mourir six
enfans, commc nous l'avons connu taut pour les avoir fait ouvrir, que
par ce qu'ils en rendaient souvent par la bouche; et quand ils estoyent
pres de la mort, les vers sortoyent par les nasaux. Les pays de Xain-
touge, Gascogne, Agenes, Quercy et le pays devers Toloze sont fort sujets
ausdits vers, et y a peu d'enfans qui en soyent exempts: ä cause (pie
les fruits desdits pays sont fort doux. Je le di parce qne les mcdccins
de Paris m'ont atteste que c'estoit chose rare de trouver des vers es en-
fans dudit Heu: toutesfois es pays des Ardennes ils y sont fort sujets.
Je ne sgay si c'est a cause de la biere ou des laitages. Je ne puis
rendre tesmoignage sinon des pays que j'ay frequentez.
Jo. 8clieiick de Gräfenlierg-. Observationes medicac rariores. Erste
Ausgabe. Francof. 1600. — Folioausgabc. Lugduni 1644. — Eine Fund-
grube für die Quellen. Nach der zweiten Ausgabe, welche vieles unter-
dessen über Würmer Gedrucktes mit berücksichtigt: Lib. V. caj). Syroncs,
Pediculi, Üracunculi. obs. 6 et 7. p. 677. 678. De dracunculis Acthiopiae
et Indiae propriis: Graecis, veluti Galeno, nomine tenus cogniti (Ich
kenne die Stelle bei Galeuus nicht, es dürfte wohl revojv heisscn, was
Sehne und Nerv bedeutet). — Vermis intercutaneus, alias a Dracnnculo
. . . . passio boviua (Oestrus) a similitudiuc dicta. — Dracontiou (von
38 Würmer.
(Uoy.siv, ÖQcrAEiv oder deoxsüd-ai), draciinculiis ut scribit introdiictionis seu
medici author, malum est cutis varici simile, magnumque dolorem, dum
paulliilum prominens movetur, coucitans. Aetius autem ex Leonida dra-
cunculum lumbrico similem esse dielt, interdum magnimi, alias parvum
reperiri et frequentiiis quidem in eruribus, aliquando vero et in brachiorum
musculis oriri et consistere: nasei autem in Aetbiopia atque India, maxime
pueris, lumbricis latis non absimilem, moverique sub cute sine molestia. —
Ausser scbon angeführten werden für Dracnnculus citirt Agricola,
Fuchsins, Robert. Constantinus in lexico, Wierus in libello Ger-
manico de morbis incognitis, Paraeus lib. 7. cap. 21. chirurgiae, welcher
ihn für einen blossen Abszess hielt. Die Griechen und Araber erklärten
gleichmässig die Krankheit für jenen Orten eigenthümlicb. — De passione
bovina. lib. V. obs. 7. p. 678. Mit Quellen aus Alzaharavius, Avcn-
zoar und Albucasis. — Lib. IIL obs. 1—5. p. 481, 482. Würmer der
Blase. 2. Ein gar nicht detaillirtes Abgehen mit Blut bei Dodonaeus
in Annotat. ad. cap. 97. Beniveny de Abditis. — 3. Ex observ. Joan.
Visceri, ein kleinfingerlanger Wurm abgehend mit Blut, angeblich
lebend. — 5. J. Gramer, einer spannenlang und zwei Fälle von Wür-
mern im Urin „kleiner als Wanzen". — Lib. II. Vermis cordis. obs. 1 — 3.
p. 258, 259. — 3. Aus Joh. Hebenstreit libello de peste: Depreheusus
est vermis albus, praeacuto rostello, eoque corneo praeditus cordi adhae-
rescere. — Die Italiener schrieben mehrfach die Mondsucht den an das
Herz tretenden Würmern zu, womit sie wohl aufsteigende Spulwürmer
gemeint haben, — Wiederholt wird über im Herzbeutel gefundene Wür-
mer berichtet. — Lib. III. De Bulimia. obs. 2. lieber hundert Würmer
abgetrieben. Donatus Hist. mirab. med. lib. 4. cap. 2. — De Vomitu.
obs. 11. Vermes per vomitum expulsi; nach Gabucinus, Holler, Do-
donaeus, Wolph. — 12. De vomitu atrae bilis, una cum vermibus et
scarabaeis nach Forestus. lib. 18. obs. 19. unter Bezugnahme auf
Gordon ius, dass Würmer, Schlangen und Skarabäen im Körper und
ausserhalb aus faulen Stoffen entstünden. — 13. Vermes erucis similes
in febrili paroxysmo per vomitum expulsi. p. 318. nach Paraeus. lib. 24.
cap. 19. — p. 355. De lumbricis (numerus prodigiosus). obs. 1 — 4. —
2. Hundertachtundvierzig nach Benivenius. cap. 85. de abditis; über
fünfhundert nach Brassavolus. comment. ad Hippocr. aphor. 26. lib. 3;
vierhundert bei P. P. Pereda. de curand. morb. lib. 1. cap. 5; hundert-
siebenundsiebzig bei Gabucinus comment. de lunibr. cap. 13. —
3. lieber hundert fusslange, J. J. Weckern s, Observat. — Ilara et varia
vermium symptomata. p. 356 — 358. obs. 1 bis 6. — 5. Perforationen
durch Magen, Nabel, Leisten u. a. , Omniborus, lib. 4. cap. 13. art.
med. infantium; Petr. Forestus in schol. ad observ. 35. lib. 7; manch-
mal die Fistel dem Austreten des Wurms vorhergehend; Ilippocrates.
Epidem. lib. 7. text. 105; Alex. Trallianus. Epist. ad Theod. de lum-
bricis; Aegineta. lib. 4. cap. 57; Avicenna. lib. 3. Fen 16. tr. 5.
c, 1, — Lib. VI. Praesagium ex vermibus aus Lemnius. lib. 1. cap. 22.
Aeltere Quellen. og
de uiiiac. occult. iiat. nach Hippociates. — Lati et Ciuurbitini. Die
Stellen aus Hippociates, Aegiueta, Aetius, Alex. Trallianus
epist. de liinibr., PI in ins (cucurbitiui lati, a semiuis Cucurbitae simili-
tudiiie dicti in plenioribus intestiuis procreantur, qui (iiiando(|ue inviccni
compacti, incredibilem longitudiuem 15 pedum compleut), Alex. Bered.
in i)rooeniio lib. 21. pract. — Das Ausbrechen von Bandwürmern sah
Schenck selbst zweimal. — p. 360. Rondelet nennt sie Tinea (piod
veliiti Tinea marina albus est et longus, et latus a latitudine dicitur. Er
vergleicht die Kerbung mit der der Scolopendra, sine oculis, band ali-
quibus partibus distinctus erat. — p. 90. b. 13 Ellen Gesnerus lib. 3.-
epist. ad Fabricium ; 18 Eichstädter Ellen von 2^/./ Jac. Oethaeus.
observ. ; 20 Ellen Alex. Camerarius. Disputationis thes. trigesima.
Tubinga 1574. Sie werden dann öfter Schlangen verglichen und heissen
Lumbrici. Aus Platerus s. u. — p. 362. Ascarides. 1 et 2. obs. 1. cui-
dam non tantum rectum' intestinum et anum, verum etiam nates et femora
foedarunt. — • p. 363. De monstrosis et a communi forma prorsus evarian-
tibus. Schlangen, Eidechsen, Aal, Tausendfuss, behaarte Würmer, Steine,
Knochen, Käfer. — p. 304. Remedia nova et rara. I. ad lumbricos prae-
clarum et novum remedium, veteribus incognitum, at de experimento cer-
tissimum: Corallina, niuscas niaris (pulver. 5 1). Circumforanei in plateis
venditant. P. A. Matthiolus. Die Verkäufer rufen Gy.oth]xod6Tr(vov,
o/AohjxoäoTca'ov. Dioscorides und Galen hätten dessen Wirkung
nicht gekannt. Anton. Musa Brassavolus in examine Simpl. erzählt,
ein Greis habe nach Scordium und Corallina 500 Würmer entleert. Ge-
meint war die weissgraue, im Alter röthliche Corallina. Auch Lenin ins
und Mercurialis de morbo pueror. libr. 3. cap. 10. — II. ad puerorum
vermes remedium aliud rarum: Argeutum vivum nach Matthiolus lib. 4.
Epistolarum, Epist. ad Stephan um Laurentium Caesareum, et
Brassavolus in Examin. Simpiicium. — Lib. III. De mesenterio. obs. 7.
Echinokokkusblasen in verschiedenen Grössen und zum Theil ^■erkalkt
unter dem Titel Strumac in mesenterio circiter septuagiuta p. 387. bei
einem wegen Diebstahl gehenkten schwarzen Freigelassenen; obs. 8. p. 387.
unter dem Titel mesenterium .... cum infinitis abscessibus, suis singulis
tumiculis conclusis, oleosis, melleis, sebaceis, albugineis, aliisque huniori-
bus refertis; die obs. 7. des Joan. Phil. Ingrassias tract. 1. cap. 1.
de tumoribus praeter naturam; obs. 8. Pareus lib. 23. cap. 36. Der
zweite Fall führte zur Wassersucht. — Lib. III. de Jecore obs. 4. p. 392.
J o a c h. C a m e r a r i u s. 1574. Der Chirurg V o 1 c k e r öffnete einen Tumor
unter dem Processus ensiformis, und es entleerte sich eine Menge Bhisen,
über dreihundert in drei Tagen und vier bis fünf Tagen, im Gewichte
von mehr als vier Pfund und die einzelnen bis zu Ilühnereigrösse. Der
Kranke lebte noch über ein Jahr und man fand bei der Sektion noch
eine Geschwulst, abscessus, mit vielen Blasen am Zwerchfell, eine in der
Lunge und eine zwischen Leber und Colon. — p. 394. Vermes in Jecore.
Eindringen von Spulwürmern in den Ductus choledochus und in die
40 "Würmer.
Substanz der Leber. Joan. Wierus de praestig. Daemon. lib. 4. cap. 16.
Casp. Bau hin US de observat. propriis. Padua 1578 sah sehr viele
Würmer, theils lebend, tbeils todt, oblong, weich, bucklig in den Leber-
blutgetasseu (Leberegel?). — Vesicac a jecore. p. 394. Christ, a Vega
Comni. ad aphor. 55 lib. 7, apborism. Hippocratis. Fand oft mehrere
Blasen in der Leber, welche er für die Ursache der Bauchwassersucht
ansah. — Lib. L De capitis dolore. Dolor capitis ex vermibus aliisque
animalculis in cerebro genitis. Am beachtenswerthesten Obs. 2. p. 45.
Coiter in append. observ. Anatom, et Chirurg, fand Würmer in der
Hohlvene der Schafe. — Die übrigen Mittheilungen geben keine bestimm-
ten Beweise. — obs. 4. p. 46. Peucerus de praestig. medicor. p. 310. an-
geblich ein lebender, fingerslanger lumbricus totus rubeus (? ob ein Blut-
gerinnsel).
1522 — 1606. Ulyssis Aldrorandi Philosophi ac Medici Bononiensis
Historiara naturalem in patria olim profitentis, de animalibus insectis libri
Septem (1602). Francofurti 1623. Das System bei der Vorrede. — p. 253.
liber sextus, qui est de vermibus et primum de iis in genere. — p. 256.
Genei»atio . . . quapropter nulla ratione per coitum propagari dicimus. —
p. 270. De vermibus in caeteris animalibus nascentibus. Locus. — p. 271.
Die aus Fischen, Heuschrecken u. s. w. — p. 276. De lumbricis terrestri-
bus. Coitus eorum. — p. 285. De scolopendra marina. — p. 286. De
vermibus in tubulis delitescentibus. — p. 288. cap. X. De seta vel vitulo
aquatico . . . Vituli . . . hos vermes aliquando deglutiunt. . . . Deglutiti
illi circa guttur et arteriam haerent. — p. 288. cap. XL De Hirudine.
Er scheint drei neue Arten gekannt zu haben nach Moquin'-Taudon:
Haemopis sanguisuga, Piscicola geometra, Nephelis octoculata. — De re-
liquis animalibus exanguibus libri quatuor, post mortem editi. Francoi'. 1623.
De testaceis. p. 83. At vero animalia quaedam verme nascuntur, tum
exanguia, quae non ab animalibus gignuntur, tum etiam sanguinca, ut
mugilum genus quoddam et aliorum fluviatilium piscium : ad haec, An-
guillarum genus. — Talem aiitem generationem esse ex ovo aut verme
(i. e. Larve) fatemur. — Abbildungen von Röhrenwürmern Taf. XVll.
Fig. 32. und 33. (Vermes in tubulis delitescentes Rondeletii) neben Ver-
metus; fig. 27. Penicillus marinus Rondeletii. — p. 50. Squilla, der Krebs,
s. caris marina, wohl in Verwechslung mit der Pflanze Scilla, als Mittel zur
Abtreibung der Lumbrici, gemischt mit Rad. Bryoniae; bei Galenus sei
Caris zu lesen. — De piscibus libri quinque. Francof, 1623. p. 207 a.
Dass Plinius unter Lumbricus aalähnliche Fische verstanden habe, sei
nach dem Vergleiche mit Aristoteles nicht anzunehmen; für lüov
stehe statt lubricus lumbricus. Als Taenia gingen verschiedene , seitlich
zusannuengedrückte und gestreckte Fische, meist ohne anale Flosse. —
p. 108, cap. XXX. Unter den Zoophyten, welchen die Holothurien ein-
gereiht sind, spielen keinerlei Würmer eine Rolle. — Historia mon-
§trorum. p. 331) (nach Davaine). Ein Wurm im Hühnerei.
Aeltere Quellen. ^j
Felix PlatiM*. Opus praxeos medicae. 1602. T. II. (Citat nach
R. Leiickart, die Parasiten). De animal. excret. Unterschied von Luni-
briciis latus oder der Tacnia intcstinorura den Vermis cucurbitiuus. —
Observationum libri 3. editio III. Basileae 1680. p. 8(55. In aninialium
excretione observationes. Veriniura copia in intestinis; 20 hiinbrici in
einer sezirten Leiche „quod et in porcis f're(|uentcr inveuitur". — Lum-
bricoruni invicem convolutorum excretio. — p. 867. Vermis ex unibilico
prodiens. — Lumbricoruni cum faecibus alvi, ex ulcusculo in umbilico,
exitus. — Vermium cum cibo in inguine exitus (anno 15!»o). — Ejusdcm
observationum selectorum niantissa opera Francisci Plateri. Hasileae
1680. p. 35. Vermis prodigiosus rcjectus (anno 1648); ein schwarzer
Wurm mit achtzehn Füssen. — p. 36. Animalculum mirum diu in corpore
nutrituni, enecatum, consumtum, per alvum rejectum, absque ullo mortis
discrimine (Entleerung eines Abszesses mit Knochen, vielleicht Ibctus in
foetu). — Nach P. obs. lib. 3. p. 891. Praxis. Tom. III. ed. 2. cap. 13
(Citat nach Tyson) thucn die Bandwürmer an allerlei Fischen grossen
Schaden, machen einige im Sommer springen; finden sich auch oft in
Hunden und Ochsen, selten in Kälbern. Er nennt sie Ligula. -- obs.
p. 362 (nach Schenck) von den Bandwürmern: Hi nullani in se cavi-
tatem habent, sed ex una tautum crassa, alba, mucosaque mcmbrana
constantes, nigris maculis transversim distinguuntur, nee motum ulhim
edunt .... aliis quoque locis, uti et in reliquis quof(Uc animalibus nata,
quae tamen animalia non sunt, saepe invcniuntur, primum conjecturari
et asseverare coepi. — Nach Schenck in betreff der Blasen: Platerus
sah solche häufig bis zu Apfelgrösse auch in der Milz, wasserhcU, röth-
lich ; zitronenfarbig aus der Gallenblase. Die Fleischer zeigten ihm solche
aus dem Mesenterium des Schweins. — Es scheint, dass Plater beim
Menschen den Cysticercus tenuicollis beobachtet hat. Bonetus. Sepulchretum.
Observ. Lib. III. p. 635 (nach R. Leuckart, Parasiten).
Casp. Sclnveiiekfcld. Therotropheum Silesiae. 1603. p. 414. De
Alburnis. Meinung, dass aus deren Würmern die Aale entständen. —
p. 556. Vorkommen des Dracunculus bei uns. — Von Stephan us a
Schwenfeld ist nach Cajetanus Montius die Aalerzeugung auch
den Heringen, Barschen und anderen Fischen zugeschrieben, also auch
bei diesen Fischen die sogenannte Filaria oder Agamoncma piscium ge-
sehen worden.
J. J. Graft. De lumbricis epistola Guil. Fabricii llildani «bs.
Cent. 2. p. 273. Genevae 1611 (nach Bibl. Modecr, s. auch bei Fabri-
cius Hildanus). . .
Philibert. Sarazenus. De latis lumbricis historia. G. Fabr. llildani
obs. Chirurg. Gcuevae 1611. Centur. 2. obs. 71. p. 268 (s. auch bei
Hildanus).
Marcellus Donatus. De historiis med. mirabil. Libr. VI. ed. Horst.
Francof. 1613. Lib. IV. p. 502. Ueber den Dracunculus im Sinne des
Galenus.
42 Würmer.
Adrian. Spigeliiis (van der Spiegel). De lumbrico lato über.
Patavii. 1618 (cum ejiisdem Lunibrici icone etnotis). Etymologie. Geschichte,
p. 25. Auseinandersetzung der verschiedenen Mischungen von Schleim,
Koth, Galle, durch welche die verschiedenen Würuierarten hervorgebracht
werden. — p. 11. Nannte neben der Tänie der Griechen, eine zweite
Art T. degener, welche nicht bandartig, sondern gegliedert sei, deren
Glieder wahrscheinlich die cucurbitinae der Alten seien, aber sich nicht
zum Wurme zusammensetzten. Kannte den Bandwurmkopt' nicht, sagte
aber ,,a multis vero creditur caput esse exiguum cum paucis quibusdam
pedibus more araneorum'^ Er sah einen von Breite eines kleinen Fingers
(p. 12); suchte zu beweisen, dass immer nur einer im Menschen entstehe
und nie zweimal im selben Menschen (c. 16. p. 31. auf Autorität von
Actuarius. Lib. I. Meth, e. 21). Fand (cap. 0. nach Fuchs) eine
Filarie im Schenkel des Distelfinken, (nach Andry) IGOl vier spann-
lange Würmer in der Vena cava, (nach Rhodius) als erster 1622 eine
Filarie im Glaskörper eines Plerdeauges.
Jo. Rhodius. Obs. med. Cent. I. Obs. 59. 1622. Erzählte von einem
zweiköpfigen Bandwurm (nach Tyson). Cent. II. obs. 72. p. 89. De car-
dialgia ab hirudinum morsu. — Derselbe über Würmer im Urin bei Kin-
dern (nach Dictiounaire des merveilles de la nature) ; anderes siehe unter
Bartholin US.
Ilicrouimiis Merciirialis. De internis puerorum raorbis. Tractatus
varii. Lugduni 1623.
Domiiii Petri Forcsti Alcmariani, medicinae doctoris experientissimi,
inclytae reipublicae Delphensis medico-physici ordinarii observationum et
curationum medicinalium ac chirurgicarum, opera omnia. Francof. 1623.
Lib. 21. obs. 26. Sah zwölf Bandwürmer auf einmal entleeren (nach
Tyson). — Lib. 22. obs. 26. De puero octo annorum ex vermibus labo-
rante. — 27. De adolescente octodecim annorum ex vermibus laborante.
— 28. De vermibus ex nare projectis. — 29. De puero per tres menses
in lecto decumbente et contabescente, qui dejectis vermibus mox conva-
luit. — 30. De nigra dejectione, cum vermibus. — 31. De quibusdam
pueris vermibus laborantibus, cum variis symptomatis. — 32. De rustico
([uodam, infinitos vcrnies per inferiora dejiciente. — 33. De infante ver-
niiculatione laborante. — 34. De lumbricis teretibus et rotundis. — 35. De
infante duorum ferre annorum, ultra ccntum vermiculos per alvum excer-
nente. — 36. De quodam adolescente, latos vermes habente. — 37. De
vermibus ascaridibus dictis. — In den Scholien über Literatur, Artunter-
scheidung, Lehre von der Entstehung, Symptomatik, Behandlung wird
p. 362. obs. 37. Garcia Lopius Lusitanus für das Vorkommen von
Askariden im Gebärmutterhalse citirt. — Opera omnia. Rothomagi 1653.
I. p. 196, dass 1545 in Savoien ein pestartiges Fieber mit Erbrechen von
Würmern die kräftigsten jungen Leute weggerafft habe (nach Davaine).
J. Rup. Sultzbcrger. Dissert. de vermibus in horaine, resp. Michael.
Lipsiae 1628.
Aclterc Quellen. 43
H. Power. Experimcutal philosopby in tvvo hooks. London 1G34. Unter
anderem Observ. microscop. de vibiionibus angiüllulis (naeb Bibl. Modecr).
Insectoruni sive uiiuiniorimi animalium tbeatrum olini ab Edoardo
Wottono, Conrado Gesnero, Tbomaque Pen nie iucboatum:
tandem TliO. Moiifeti Lundinritis operfi siimptibusque maximis con-
ciunatum, aiictum , perfectura : et ad vivuni expressis iconibus sujjia
quingentis illustratum. Loudini 1634. — Lib. 2. cap. 18. De verniibus
vegetabilium bexapodis. — 20. De vermibus iVuctiiuni etc. — 21. De usu
verniiimi. — 22. De animaliuKi vermibus bexapodis et primura de pedi-
ciilis boniinum. — 23. De pediculis briitorum. — 29. De apodis sivc dc-
pedibus iusectis: ac primimi de terrae intestinis. — 30. De animalium
lumbricis. — 31. De lumbricorum intestinonim descriptione. — 32. De
limibr. intest, ortu. — 33. De signis et curatioiie lumbricorum ex Gabucino.
— 34. De lumbricis extra intestina nascentibus et praesertim de eulis. —
p. 40. De insectis aquatilibus depedibus, ac primnm de oripe (V ob Larve
von Telepborus). — 41. De Hirudine. — 42. De lumbricis aquaticis (obne
„iiodus" oder „torques collaris^'); dabei Larven von Chironomus. — Cilirt
wird nacb Weckerus ein 20' langer Lumbriciis aus dem Mittelmeer.
Dan. Scnucrt. Hypomnemata physica. Frankfurt 1636. p. 524. Ita
tarnen corpus nostrum dispositura est, ut ex eo vermes aliqni nasci pos-
sint, qui tarnen non actu iuere in corpore, sed materia illa potentiam
habuit, ut ex ea vermes tierent. — Opera. Paris 1641. IIL lib. IlL
p. 38. Dass die Spulwürmer im Frübjabre bäufiger seien (Citat nach
Davaine).
lt. Oartz. Dissertatio de lumbricis. Lugd. Batav. 1640 (nach Hibl.
Modeer).
Jo. Walceus. Dissert. de lumbricis intestinorum : resp. Hörn. Lugd.
Batav. 1641 (nach Bibl. Modeer).
Jo. Mich. Felir. De biera picra seu de Absynthio, 1644. (Lips. 1667.
Rudolphi.) p. 125. Beschrieb vom Bandwurm : capitulum atrum et vcrru-
cosum, trium papaveris seminum, apte cunjunctorum formam exprimens,
desinentem (Bothriocephalus).
1577—1657. Fortuiiatus Liectus de monstris, ex recens. Ger. Hlasii
Amstelodami 1665. cap. 81. p. 244. Erzeugung der Würmer und Schlangen
im Leibe durch Ernährungsschwäche im End)ryo ; Unschädlichkeit der
aus gutartigen Stoffen erzeugten im Vergleiche mit den aus dem Kothe
entstandenen. — De spontaneo viventium ortu 111. c. 51 (Citat nach
Fuchs). Die Meinung, dass die Schlangen, von welchen die Israeliten ge-
bissen wurden, Dracunculi gewesen seien.
1603 — 1675. Joaimcs Joiistoiius. Tbeatrum universale omnium
animalium insectorum. Heilbr. 1757. p. 204. Scolopendra marina und
vermes in tubulis delitescentes bei den Insecta aquatica multipedia. —
p. 206. Ilirudo unter Insecta aquatica apoda neben Stella, llippnrinupus,
Uva marina. — Historiae naturalis de Exanguibus aquaticis libri IV.
Heilbrunn 1767. — Die ältere Ausgabe: Historia naturalis. Amstclod. lObö.
44 Würmer.
1657. 1665. de Exangnibus aqiiaticis üb. IV. Lib. 3. De testaceis aqiia-
tici.s. p. 53. Penicilli. — tab. 17. Tiibnli in quibus vermes, vernies in
tnbulis, tubuli alii parvi, Peuicilliis Meer-Bensel. — Historia naturalis.
De Insectis libri III. Amstelodauii 1657. lib. 3. De iusectis terrestribus
apodibus. art. II. p. 135. De Vermibus, (pii in animalibus nascuntiir. In
üviiini bepatc reperiri nnlliim dubiimi. Filarien der Fische, Eingeweide-
würmer der Pferde nach P aschal ins und Ruinus, Gordien der Heu-
schrecken u. a, vermischt mit Dipterenlarven ii. s. w. — art. III. p. 136,
De Vermibus qui in bomine. Mit dem Harn entleerte Würmer. Dracontia
in brachiis, cruribus etc. Ascarides. Vermes lati seu teniae. — p. 137.
De teredine et lumbrico terrestri. — De serpeutibus libri II. lib. 1. De
serpentibus vulgaribus. p. 31. De hydro marino et scolopendia maritima,
die letztere wohl eine Annelidc. — Vermes in genere sind wesentlich
Kaupen und Maden.
3Iarc. Aurel. Scvcriiio. Zootomia democritaea. Norimbergae 1645.
p. 299. Fand zwei Lumbrici, dem Lumbricus terrestris verus an Gestalt
gleich, den einen handlang, den andern tingerlang im Ileum des Schweins
so anhängend, dass aussen ein Knötchen vorsah, und schloss, dass so
die Lumbrici in den menschlichen Eingeweiden hingen und jenes Knöt-
chen vom Bisse des Lumbricus entstehe (Echinorhynchus gigas). — p. 313.
Ein kleiner Lumbricus von Stärke der Ureteren bei der Katze im Duo-
denum. — p. 348. Lumbrici ad motum utuntur fibris longis transversisque
(die auch berührten Vermes sind hier Kaupen, bei welchen der Bewegung
der Spanner gedacht wird). — p. 394. In phalangii capite vermiculi duo,
qui hemitritaeo prosunt.
Dil. (juillielmus Faljricius Hilclaiuis. Observationum cenluriae.
Lugduni 1641. — Opera observationum et curationum medico-chirurgicarum
quae extant omnia. Francofurti 1646. Centur. VI. obs. 38. p. 546. De lato
lumbrico et vulnere gravissinio capitis. Der Wirth zu den Käblüten habe
im Laufe der Zeiten über 100 Ellen Bandwurm entleert. — Centur. II.
obs. 70 (aus dem Jahre 1609). p. 142. De lato quodani et longo lumbrico
historia. Mit Abbildung ohne Kopf. Verwahrte ihn getrocknet, stellte
seine kurze Beschreibung dem Gerüchte über das Monstrum Paternicanum
Aventiu. entgegen. — obs. 71. p. 144. De latis lumbricis historia altera.
Brief des Philibertus Sarazenus in Leyden 1609 beschreibt eine
Bandwurmabtreibung. — p. 145. Joh. Jac. Crafftius. Durchbohrung
der Magenwand. — p. 146. Durchbohrung der Bauchdecke im Hypochon-
drium durch Würmer mit tödtlichem Ausgange. — obs. 72. p. 146. De
latis lund)ricis mirae longitudinis. Historia tertia. Bemerkungen über
den Widerwillen der Würmer gegen Galle, während er doch selbst cent. L
obs. 60. p. 48. deren Vorkommen in der Gallenblase neben einem Steine
beobachtet hatte, dieses als postmortal, wo die Blase mehr mit Wasser
gefüllt sei, betrachtend. Bandwurmfälle, obs. 73. p. 147, De latis lum-
bricis historia quarta. Fälle von Bandwurmabtreibung. — p. 795. Lum-
bricorum succi usus et praeparatio. — cent. I. obs. 56. p. 46. De vermi-
Aeltcre Quellen. 45
culis, abscessu in vcsica putride riipto, cum urlna excretis. Scheint ein
Abszess zwischen Blase und Mastdarm gewesen zu sein. — obs. 57. p. 48.
Colica ex vermibus, qnomodo curata; über 70 S})ulwiirnicr bei einem
Kinde von zwölf Jahren. — obs. 59. p. 48. Ex vermiuni abundantia erosio
gingivanim, ex qua tandem mors sequuta est. Aufressuiig des Darms
und Eintritt der Würmer in die Bauchhöhle.
Panarolus. Cysticercen auf dem Corpus callosum (vgl. Küchen-
meister, Quellenstudien über die Geschichte der Cestoden, Deutsches Archiv
für Geschichte der Medizin. Bd. II. H. 4).
Nie. Tulpiiis. Observ. medicae, ed. Amstelod. 1G52. II. c. 42. Sah
40 Ellen Bandwurm in einem Tage entleeren (nach Tyson). Er hatte
1651 den Bandwurm als biceps beschrieben, gleichwie mit Schnecken-
hörnern, nach Angabc des Henricus a Rügen, eines Verwandten des
Patienten, welcher den Bandwurm entleert hatte. Er Hess dies aber her-
nach weg und gab angeblich nach der Natur eine bei Tyson wieder-
gegebene, sehr wunderliche, wie mit Augen und einem Schnäbelchen ver-
sehene, jedenfalls das Ilinterende betreffende Abbildung. Bei der ersten
Beschreibung sagt er ,, circa apicem summum villosum, attamen sine ullo
oris hiatu". — Observat. medicar. libri 4. Amstelod. 1072. iuter alia de
animalculis in hominum, aliorumque animalium visceribus repertis tractat.
ibid. 1716. Leiden 1740 (nach Bibl. Modeer). — Obs. de sanguisugarum
usu. Obs. med. Ed. V. Lugd. Batav. 1716. Lib. IV. cap. 14. p. 302.
Olaiis Worin. Museum Wormianum. Arastelodami 1655. p. 255.
Erhielt aus Norwegen unter dem Titel Vermes marini einige Seestern-
arme. Er scheint au der Diagnose kaum gezweifelt zu haben, ohne die
mehr als 200 Jahre spätere Wurmtheorie für die Echinodermen vorzu-
ahnen. — p. 214 erwähnt er die Tamarinde und p. C)S gci)nlverte
Astroites, Steinkorallen, als Mittel gegen die Würmer der Kinder.
(xodofr. Celliiis. Commentaria in libros Galeni de curandi ratione
per sanguinis missionem, de hirudinibus. Argentorati 1652.
Wartliou. Adenographia. 1656 (nach Davaine). Sah Hydatidcn
mit dem Urine entleeren.
P. Borellus. Tractatus de vernnbus aceti. 1655. Angehängt Obser-
vationum microscopicarura Centuria. 1656. p. 7. De vermibus aceti: Ver-
mes serpentiformcs, summitatem liquoris petunt respirandi causa. Waren
also Essigfliegenmaden. — Obs. de haeraoptoide ab hirndine inscie dc-
glutita. Hist. et obs. medico-physicae. Francof. et Lips. 1676. 8. ccut. 1.
obs. 24. p. 33.
Ileiirieiis a Moiiiicheii beobachtete 1655 zuerst die Wunnknoton
an der Speiseröhre des Hundes. Thomae Bartholiui epist. med. cent. 11.
Hagae comit. 1740. op. 56. p. 592 (nach Davaine).
Wolf»-. Fraiizius. Historia animalium, jam denuo cmcndatins et
correctius edita. ed. (>. Wittembergae 1659. p. 962. Pars V. cap. 5. De
vermibus, lumbricis etc. „tamen hi vermes per medium dissecto corpore
utraque parte vivere solent ... et naseuntur vermes in cori)oribus homnuim
46 Würmer.
qiiandoqne naturalibus prursns similes, quantloque ut alias et jam aliae
res, monstrosi valde et naturalibiis prorsus dissiniiles in iutestinis unde
tandem in alia membra solent serpere prae fame. Fübrt Aldrovandi
für die natürliche Entstehung an: vermibiis ex homine expulsis verrai-
ciilos alios repertos fuisse, adeoque qiiosdam vermes intra horainem gene-
rare alios vermes, sieut ex insectis generantur iuseeta. — p. 966. Liim-
brici in intestinis triplices lati, teretes, valde parvi (Ascarides) qui naseun-
tur in podice. — p. 1024. Lumbr. marinus. — Einiges ans den Citaten
des Franz ins schon oben erwähnt. — Historia animaliura cum com-
mentario et supplemento Joh. Cypriani. Dresdae 1687. P. V. cap. 9.
De pancis aquatilibus insectis. p. 717. Sunt vermes qui nascuntur in
tubulis vel siphunculis testaceis, rotundis, asperis, caudidis, levissimis,
modo rectis, modo contortis et replicatis inter saxa marina et super con-
charum vetustarnm tectis et sunt illi scolopendrae rnbrae similes. Sunt
vermes, qui dicuntur vituli aquatici, quod a vitulis nou sine noxa bibantur.
Sunt hirudines, quas . . . imbibi constat (Galenus); diese weitläufiger.
Eruca marina, Hippocarapus, Lepus marinus, Scolopendra est alia marina,
alia terrestris. Vescuntur scolopendris marinis, quasi vcrmibns pisces. — ■
Testacea und Crustacea stehen unter Pisces.
Leon. Kotellus. De incidendae venae, cutis scarificandae et hiru-
dinum applicandarura modo, Opera omn, 1060. p. 74.
Fortuuat. a Juvattis. De Lumbricis. Basil. 1662 (nach Bibl. Modeer).
J. Oodaert. Metamorphosis et historia naturalis Tnsectorum cum
commentariis Joann. de Mej. Medioburgi. I. 1662. p. 52. Die Essig-
älchen. p. 45. Eingeweidewürmer und Symptome derselben. — Uebrigens
Vermischung der Würmer und Insektenlarven.
Lazarus Kiverius. Opera medica uuivers. Lugduni 1663 et 1738.
p. 310. Erste Erwähnung eines akuten Fieberzustandes aus Anlass von
Würmern (nach Davaine).
Fred, lliiyscli. Fand 1665 und einige Male weiterhin eine unge-
heure Menge kleiner Würmer (Strongylus armatus) in Arterienerweiterungen
des Pferdes. Opera omnia anatomica-medico-chirurgica. I — IV. Amstelod.
1721 — 1724. Dihicidatio valvularum, access. Opera omnia. 1737. Obs.
anatom. cap. IV. obs. Vf. mit Abbildungen; obs. auat. chir. cent. p. 61.
Sah den Strongylus gigas beim Menschen. Opera omnia obs. anat. chir.
cent. obs. Ol. — Dilucid. valv. obs. 2. thesaur. VI. 113. — Leberegel.
Dil. valv. cap. IV. obs. 18. ■ — Vermes in bronchiis pulmonum reperti,
qui admodum tenues. Thesaur. anatom. VIII. No. 95. p. 24. Amstelodami.
1744. Ligula bramae; nach Rudolph! und Davaine.
Joli. Christ. Froiiiaiiii. De convulsivis motibus a vermibus et re-
medio ad hos. Mise. cur. med. phys. Acad. natur. curiosor. Decur. I.
an. 6 et 7. 1675 et 1676, gedruckt 1677. p. 248. Fand bei einer grossen
Leberegelseuche in 1663 die Egel auch bei ungeborenen Jungen. — De
verminoso in ovibus et juvencis reperto hepate. Ibid. obs. 188. p. 249.
Im Frühjahre 1666 fand ein Metzger keine Leber gesund. Man nannte
Aelterc Quellen. 47
das Uebel Egeln, die Leber egeliclit und schob die Erkrankiing auf den
Genuss des Egelkrautes, Serpentaria, oder die Nunnnularia. F. glaubt'
der Name dieses Krautes sei mehr auf die Form der Pdätter gegründet.
Ausfiibrliche Abhandlung. — De salubritate carnium animaliuiu hepate
verminoso laborantium. obs. 189. p. 255.
R. Hooko. Micrographia or some physiological description of minute
bodies made by maguifying glasses, with observations and incpiiries there
upon. London 1GG7 und 1745. Unter anderen die Vermiculi aceti be-
treffend.
Pecqiiot. Extrait d'une lettre de M. P. a M. . . sur le sujet -des
vers qui se trouvent dans le foie de quelques animaux. Journal des
scavants 1668. p. 66. Für Leberegel der Schafe Citat von Daubenton
(Buffon, Allgemeine Geschichte der Natur, übersetzt von B. J, Zinck 1750)
und von Davaine.
IVilL Ramesay, Leibarzt Carl's IL Elmintologia or some physical
considerations of the matter, origination, and several species of wormes,
criiciating every part of the bodies of mankind, of all ages and consti-
tutions, whereby it doth probably appear to be an epidemical disease,
killing more, thcn either the sword or plague. London 1668. R. detinirt
p. 4 : Worms are certain vermiculae and creeping creatiires, in the whole
kind preternatural, ingendred in the intestines and all other parts of the
body, of a thick gross, viscid humour or matter, having a vital principle
in itself of its kind, stirred up and occasioned of a quickning and in-
livening heat by putritication, hindring the function of the intestines and
other parts of the body affected. Er denkt aber p. 9. auch an die Mög-
lichkeit der Entstehung aus durch contagium belebten Effluvien oder
wurmartigen, atomartigen Körperchen oder Fermenten, welche von ver-
dorbeneu Körpermassen aus durch die Luft fliegen. Zu den Nachrichten
über Würmer ungewöhnlicher Gestalt hat er sich eine Tafel mit 25 Ab-
bildungen gemacht, welche meistens wunderbar genug ausgefallen sind.
Einige lassen sich als Blutgerinnsel erkennen. — p. 23. Die Stellen, au
welchen Würmer gefunden werden. Untersuchung über die Ursachen bis
auf die Hexen. Er bespricht dabei alle Nahrungsmittel, Fleischartcn u. s. w.,
Wasser, Wein, Schnaps; Schlafen, Wachen, Stuhlverhaltung, Körper-
bewegung, Stimmung, Einbildung. In der Kur beschränkt er sich auf
diessbezügliche allgemeine Rathschläge und giebt keine Rezepte.
Lazarus Messoiieiiius (Th. Bartholinus de luce hominum et brutoruni
IIL Havn. 1669. p. 268). Hielt den Dracunculus noch für venac excres-
centiam (nach Fuchs).
Joli. Bottiiis. De natura vermium et lumbricorum in — de ortii et
natura sanguinis. London 1669, angeführt in
P. J. Sachs, Scholien zu Simon S chultzius, Vermium in virorum
corporibus generatio singularis, in oculorum jjalpebris et auriuni cavitati-
bus. Mise. cur. med. phys. Acad. nat. cur. 1671. Lips. obs. 24. p. 4;}.
In beiden Fallen scheint es sich nicht um Würmer, sondern um
48 Würmef.
Dipterenlarven gehandelt zu haben, so auch bei J o. Pilas, Vermls ex
Spina dorsi, ibid. obs. 109. p, 180; bei Jo. Ferd. Hertodius, Vermes
capitis, aus der Nase entleert, ibid. obs. 147. p. 220, wozu Sachs im
Scholion zahlreiche Beispiele giebt, nicht minder bei Laur. Gi seier,
Vermes in ulccrato cancro, ibid. obs. 148. p. 232. und bei Ehrenfr.
Hagen dorn de vermibus aliquandiu post variolas cum urina rejectis
(vermiculi alati, ((uid?), welche, so lange der Urin warm war, sich be-
wegten.
Joli. Falber, Lynceus. Not. in Recchum fol. (310. in P. J. Sachs
Scholion zu Thom. Bartholini sanguis verminosus. Ibid. an. 1. 1070.
Lips. 1G70. obs. 50. p. 147. Platte Würmer aus den Gallengängen des
Rindes, bei den italienischen Metzgern Riscoli genannt. Faber wundert
sich, dass sie solche bittere Stellen den süssen Blutbahnen vorzögen.
Dieselben in der Gallenblase des Menschen (D. Galenus Wierus
Hildano narravit cent. I. obs. 60. s. o.), im Leberblute des Menschen
(Barth olinus in An. reform. L. I. c. 14. p. 80), bei Schafen und Rin-
dern in den Darmschlingen (Hauptman de viv. mort. imagin. p. 201),
in der Leber des Hundes (T ardin. Borelli cent. III. obs. 33).
IL Dappert. Dissert. de Vermibus. Lugd. Batav. 1671 (nach Bibl.
Modeer).
F. Kedi. Experimenta circa generationem insectorum. Amstelodami.
1671. p. 302. Vermes vervecini vel arietini hepatis (neben vermes cervini
capitis). Nimmt an, dass sie vom Gallengange in's Blut gelangen. —
O.sservazioni intorno agli animali viventi, che si trovano negli animali
viveuti. Firenze 1684. — Neapoli 1687. — De animalibus vivis, quae in
corporibus animalium vivorum reperiuntur, observationes ; latine reddidit
P. Costa. Amstelod. 1705. — Opera. Venezia 1687; Neapoli 1741; Venezia
1742; Neapoli 1762. — Opuscula naturalia. Amstelod. 1686. — Opuscula
varia physiologica. Lugd. Batav. 1729. — Was Redi wohl am meisten
Namen machte, war der Nachweis, dass die sogenannten Würmer im
Fleische aus den Eiern der Schmeissfliege kämen und durch deren Abhaltung
zu vermeiden seien, sowie der Nachweis gleicher Beziehungen zwischen
sogenannten Würmern und anderen Insekten. Dieses wirkte zugleich
auf die Begrilfe von der Entstehung der Eingeweidewürmer und reinigte
diese Klasse. Er gab aber in dem Werke de animalibus vivis etc. ausser-
ordentlich reiche Kollektaneen für diese Klasse selbst, welche untermischt
waren mit anatomischen Daten theils über diese parasitischen und andere
Würmer, theils über zum Vergleiche herangezogene Thiere, insbesondere
die Schnecken, theils über die Wohnthiere. An die Fadenwürmer eines
zweiköpfigen, bei Florenz gefundenen Schlangenmonstrums, welche den
Anfang machen, reihen sich solche anderer Schlangen , vaterländischer
und ausländischer Eidechsen, so des Varanus, der Schildkröten des Landes
und des Meeres. Den Würmern gemeiner Thiere, des Hundes, der Katze,
der Ratte, des Igels, der Fledermäuse folgen die von allerlei Beute, welche
die Hoijägerei lieferte, des Fuchses, Dachses, Stein- und Edelmarders,
Aeltere Quellen. 41)
des Iltiss, Wolfes, Rehes, Sperbers, Falken, der Raben, Krähen, Störche,
Reiher, Ohreulen, und von den Thieren der Hofmenagerie und des Giardino
Boboli, Löwen, Bären, Antilopen, Adler, Schuhu, Schwan, Schneehühner,
denen zahlreicher, auch seltner Fische die des Delphins, auch einige aus
wirbellosen Thieren, (?) an den Ovarien eines Krebses, au Magen und Ovarien
von Locusta gefundene. Solche Parasiten beschrieb er aus allerlei Theilcii,
aus dem Verdauungsapparat, anfangend mit dem Oesophagus der Hunde
u. a., den Vormagendrüseu von Wasservögeln, den Pylorialanhängen der
Fische bis zur Kloake, der Bursa Fabricii und darüber hinaus, in After-
taschen und Leistengrubendrüsen, aus Trachea, Bronchien, Lunge, Luft-
säcken und Schwimmblase, aus Nieren und Harnleitern, mit besonderer
Aufmerksamkeit in Cysten eingehüllte an den verschiedensten Organen,
zumeist am Mesenterium, theilweise auch schon in Zerfall. Er fand beim
Steinmarder und Hunde den von Andrea Cesalpino und anderen
bereits beschriebenen Niereuwurm wieder. Er unterschied ihn, wie den
Spulwurm des Menschen, von den Regenwürmern, deren Anatomie von
Willis (s. hiernach) er begreiflicher Weise kannte und in der Be-
schreibung des Nebendarms sowie durch Unterscheidung von Arten mit
und ohne Sattel erweiterte, auf Mangel der Ganglienkette und auf die
Verdauungs- und Geschlechtsorgane. Letztere beschrieb er auch von den
Spulwürmern, von denen er Männchen nur wenig sab, und von See- und
Süsswasserblutegeln. Zur Probe für die gegen Eingeweidewürmer an-
e-esebenen Heilmittel machte er verschiedene Versuche an Regenwürmern,
b'^o
im Ganzen mit sehr unbefriedigendem Ergebniss. Er sah, dass das Wasser,
in welches Eustrongylus gigas gelegt wurde, in die Leibeshöhle, nicht
in den Darm eindrang. Vom Menschen kannte er Lumbrici teretes s. ro-
tundi, Ascarides, Lumbrici lati und Cucurbitini. An dem Bandwurme sah
er, wie bei dem von Katzen, Hunden, Wölfen, am Vorderende vier Punkte
(Sauggruben). Er sab beim Hasen, ausser Oxyuris, den Cysticercus pisi-
formis und den ihm vom Vieh bekannten Leberegel. Dass jener das Ei
zu diesem sei, musste er verwerfen, da die Flüssigkeit nicht gleich der
der Eier durch Kochen gerann, das erste chemische Experiment über
diese Flüssigkeit, später für Hydatiden von diagnostischem Werthe. Die
Zahl der Würmer in einer Colonbucht einer Landschildkröte berechnete
er auf 72,000. Dass die Filarien bei Fischen etwas mit der Fortpflanzung
der Aale zu thim hätten, konnte ihm nicht mehr einfallen, da er das
Hinabgeben der Aale zum Meere für das Laichgeschäft und das Wieder-
aufsteigen der jungen Aale kannte, deren Fang im Arno nach Millionen
zählte. Es handelt sich in den Beobachtungen des Redi meist um Nema-
toden. Doch kommen ferner nicht allein, wie man schon aus obigem er-
sieht, Bandwürmer nebst Blasenwürmern und Trematoden vor, sondern auch
andersartige Scolices von Bandwürmern und Echinorhynchen. Trotz un-
genügender Beschreibung und gänzlichen Mangels systematischer Führung
. lassen sich durch die Angabe der Wohnthiere und Sitze die meisten auf
geführten Arten ziemlich sicher feststellen, wie das Gmelin, Rudolphi,
, 4
Broun, Klassen des Tliier - Reichs. I\ . 1 . ^
50 Würmer.
Die sing und andere unternommen haben. Von Würmern anderer
Gruppen, als schon erwähnt, finden wir noch die Scolopendre, Lumbri-
chetti e vermicciuohizzi in selbst gemachten Wohnungen auf Microcosmus
marinus und Istrice mariua oder Aphrodite hystrix, über deren Identi-
fizirung mit der von Jacob Öliger beschriebenen Form Redi Zweifel hegt.
Thom. Willis. De anima brutorum quae hominis vitalis ac sensi-
tiva est. Oxonii. 1672. I. p. 47. Lumbrici terrestris descriptio. Inter
Brnta sanguinea frigida, lumbricus terrestris, infimi licet ordinis jure cen-
setur; utpote cujus humorem arroifia patet cruentum esse: animalculum
hoc, licet vile et contemptibile habetur, organa vitalia, nee non et alia
viscera, et membra divino artificio admirabiliter fabrefacta sortitur; totlus
corporis compages (uti et plurium insectorum exanguium) musoulorum
annularium catena est, quorum fibrae orbiculares contractae, quemque
annuluni, prius ampliim, et dilatatnm, angustiorera et longiorem reddunt.
Nam proinde cum portio corporis superior elongata, et exporrecta ad
spacium ulterius extenditur, ibidemque piano affigitur, ad ipsum quasi ad
centrum portio corporis inferior relaxata, et abbreviata facile pertrahitur:
Peduneuli serie (piadruplici, per totam longitudinem lumbrici disponuntur;
his quasi totidem uncis , partem modo haue , modo istam, piano affigit,
dum alteram exporrigit aut post se ducit. Supra oris hiatum proboscide,
qua terram perforat, et elevat, donatur Supra oris hiatum, cere-
brum mole perexiguura, ac instar bullae albescens apparet: dein paulo
inferius, Oesophagus cum musculis locatus, ductu inde recto, ad veutricu-
lum descendit. Juxta suramitatem oesophagi, cor palpitans, et reciproeas
systolwj/ et diastoL'lj' vices (sicut in Brutis perfectioribus) habens, locatur:
ex utroque cordis latere, et inde paulo inferius, corpora albicantia, et
nonnihil globosa, utrinque in tres velut lobos distinctos constituuntur.
Horum duo superiores nitidius albescunt, et minores sunt; infimus globu-
lus, utrinque duplo major, et instar farciminis oblongus existit; inter haec
corpora albicantia, et magis retro, globuli alii minores, (juasi carunculae
exiguae et subflavae in duplici serie, scilicet utrinque modo quatuor, modo
quinque, aut plures disponuntur. Ductus sajiguinifcri insignes medio horum
corporum incedunt, inque iis pulsatio notabilis , velut in cordis vicinia,
conspicitur. Quibus nominibus praedictae partes insigniri debeant, et qui-
bus usibus inscrviant, diu ambigebam, quippe nuliam in iis cavitatem
dissecando, aut per fistulam insufflando deprehendere potui: ex his auteni
globuli ([uidam aperti, et expressi humorem lacteum exudabant, unde su-
spicio statira orta est, eos corpora spermatica esse; quod item verisimilius
vidcbatur, quoniara in omnibus lumbricis hae partes non eodem ritu con-
formantur: porro satis obvium est, lumbricos coeuntcs, non sicut pleraque
alia bruta, directo sexus utriusque situ, circa caudas, sed prope capita,
rautuis ex adverso amplexibus sc stringere. Tandem mihi saepius, et
peuitius in(iuirenti, res extra dubium sistebatur: nam forte lumbricum
quendam gravidum dissecans, corpora albicantia majora, et sub farciminis
speeie oblouga, ovis quamplurimis referta comperi : Porro e regione horum
Aeltcre Quellen. 51
corpornra in pectore Inmbrici, duae papillae candicantes, cum foramimilis
eminent, quae Iiimbrici piidenda esse videntur Infra haec corpora
albicantia, ventriculus mole insignis, et cavitate satis ampla pracditus, in
tres regiones, seil ventres divisiis, locatur. Ex horum infuno intestinum
procedeus, diictu recto, et longo iisqiie ad caudam det'ertur, et toto spatio
a singulis musculorum aunularium interstitiis ita compriniitur, ut, instar
coli in perfectis animalibus, in plures quasi cellulas divisum appareat.
Intestino hoc per longum dissecto, et stercoribus amotis, in fundo ejus,
vas subflavi coloris toto ductu, sc. a cauda usque ad ventriculum, dispo-
nitur; ibidem vero emergens, et stomacbi parietes perreptans, usque ad
Caput exporrigitur: hoc vas revera tiibus est, qui per tistulam inflatus
cavitatem amplani prodit; cnmque ductibus et vasis istis, quae Malpigius
super insectorura ventriculum et intestina exporrigi notavit, analogus
videatur, eum hepatis ac mesenterii loco esse jure suspicamur. In quibus-
dam lumbricis circa caudam ex utroque intestini latere plura interdum
ova, tunc ad excludendum parata, reperimus, quae qiiidem a partibus
genitalibus illic descendisse visa, per ductus in anum patentes foras edun-
tur. Haec de lumbrici supinati, et aperti partibus internis : si pronus idem
teneatur, in summitate dorsi, juxta niarginem cujusque annuli, Ibramina
toto lere ductu a capite ad caudam continuantur; quibus si per fistulam
insufflaveris , mox partes subjectae intumescent, intestini stercoribus, huc,
illuc, sursum, aut deorsum propulsis : bis foraminibus, si premautur, liumor
albus, viscosus, et interdum lacteus exudabit, qui videtnr mucus cavitates
istas illinens, et contra aeris inclementiam munieus. Procul dubio haec
foraminula totidem tracheae sunt, quae, procut in exanguibus insectis,
numerosae ac per totum corpus dispeisae, pulmonum vices supplent, atqne
aerem pro inspirando liquore vitale nitrosum hauriunt, eundemquc mox
effoetiim egerunt. Attamen contra hoc objicitur, quod lumbricis res])iratio
minima, ac interdum fere nulla, snfficiat. Quippe nonnunquam illi, supra
tres menses alta tellure reconditi, latere ac vivere possuut; quinimo si
trachearum foramina oleo illinantur, illi, non prout insecta exanguia,
statin! emoriuntur; sed oleo immersi, adhuc illae, si in eo natant, et diu
supersunt : attamen si calorem iis vel moderatum adbibeas, cito intcreunt :
idem fere de piscibus,'ac imprimis testaceis et crustaceis, observamus.
Icones lumbrici anatomen exhibentes in tabula quarta dcscril)unnir.
G(. Reitmeyer. Dissertatio de lumbricis. Altdorf 1673 (nach IJibl.
Modeer).
Oiiil. Heilerden. Observatious on Ascaiides. Act. med. anglica.
I. p. 45. . ^ .,
Tlieod. Kerkriiig'. Specilegium anatomicum. Amstelodami 1070. obs. 7.i.
p. 153. Beobachtete bei Hunden zahlreich den Strongylus gigas, auch
p. 121 im Ureter. — p. 154. De ascarldibus copiosissimis in ibetu; smuil
de Ascaridibus lumbricoidibus in foetu sex et dimidii mensium \Tntriculo
congestis. „Authentischer" Fall von Vorkommen von Würmern m einem
Fötus von 6V. Monaten. Die Würmer, ähnlich den gewöhnlichen der
4*
52 Würmer.
Kinder sollen innerhalb einer Membran im sehr erweiterten Magen ge-
legen haben. Man wird wohl annehmen dürfen, dass es sich um Fliegen-
maden gehandelt hat, nachdem eine Fliege Gelegenheit gehabt, in
den Schlund des geborenen Fötus ihre Brut abzulegen. Nicht minder
dürfte dies gelten für die au einer anderen Stelle angeführten, „die gan-
zen Eingeweide füllenden, kaum nadelspitzgrossen" Würmer (nach Da-
vaine u. a.).
J. Th. Sclieiick. Dissertatio de vermibus intestinornm. resp. Rynerus.
Jenae 1670.
P. s. Syh^ Boceoiie. Recherches et observations naturelles touchant
le corail. . . Le sangsue du Xiphias. Paris 1670.
Graspar de Reies, Elysius jucundarum quaestionum campus. Franco-
furti 1670. p. 426, Th. Bartlioliims (s. u.), Franc. Raiiehiinis, de morb.
puerorum sect. 2. cap. 6. p. 348. und Petr. Borelliis, Histor. et ob-
servat. medico-physicar. centuriae Francof. et Lips. 1676. cent. I. obs, 28.
p. 38. waren nach Fuchs sämmtlich Vertreter der thierischen Natur des
Dracunculus.
Clir. Fr. Garmaiiii. Vermes intestina perforantes, restituto aegro.
Mise. cur. med.-phys. Acad. nat. cur. an. 1. 1670. Lips. obs. 145. p. 321.
Heiiricus Volgiiadi. Vermes intestina perforantes morieute aegro;
ibid. obs. 146. p. 322. Appendix, p. 35.
Saiii. Ledelius. Ibid. an. 3. 1672. De verme bicipiti. Ein Bauer
soll auf ein von diesem Arzte erhaltenes Abführmittel einen zweiköpfigen,
fingerlangen Wurm entleert haben. — Observ. de hirudinibus pnellam
enecautibus. Ibid. an. 2. obs. 142. p. 310. mit Citaten von verschiedenem
dahin Gehörigen. — De epilepsia a verme. Ibid. Dec. III. an. 2. 1694.
Lips. 1695. Obs. 133. p. 194. Angeblich nach mehrjährigem Bestehen
durch Ausbrechen eines Wurmes geheilt. — De ascaridibus ani men-
struatim prorumpentibus. Ibid. an. 5 et 6. 1697 et 1698. Francof. et Lips.
1700. obs. 218. p. 503. — De evomitione vermis (Spulwurm). Ibid. an. 7
et 8. 1699 et 1700. Berol. Francof. Lips. 1702. obs. 61. p. 101.
Martin Lister. Letter concerning animated Horse-hairs, rcctifying a
vulgär error. 12. Apr. 1672. Philosoph. Transactions, giving some accounts
of thepresent undertakings, studies and labours of theingenious inmany con-
siderable parts oftheworld. VII. fortheyear 1672. London. Unter Beziehung
auf Aldrovandi, welcher die Meinung, dass der Gordius aus Heuschrecken
komme, schon kannte, aber nicht billigte. Lister fand ihn in flachen,
schwarzen Käfern ('? Blatta). — Part of a letter from Fort St. George in
the East-Indies, giving an account of the long worm which is troublesome
to the inhabitants of those parts. Ibid. XIX for the years 1695 — 1697.
London 1698. p. 417. Der Autor selbst litt an dem Wurm und halte das
Abreisseu desselben schwer zu büssen.
Tli. Bartholiiius. Sanguis verminosus. Mise. cur. med.-phys. Acad.
nat. cur. an. 1. 1670. Lips. obs. 50. p. 147. Sein Chirurg habe „vermi-
Aeltere Quellen. c_o
uantem sanguinem^' aus der Ader gelassen „qiiod etiain alii videriint
aiithores, ex sauguiuis putrediuc, forsan ex assiinitis veruiiculis . 1687. Norimb. 1707. Obs. 31.
p. 85. Ein Mönch in Mailand habe mit dem Urin zwei Würmer von
drei Ellen Länge entleert.
J. Dan. . Nach
Mein hart von Lüchtringen (um 1200), Fragmenta rerum mirabilium
ad an. 977 ging Astihulf elend zu Grunde, weil er die ihm anvertrauten
Reliquien des Crispus und Crispinianus von profanen Händen hatte an-
fassen , sie sogar hatte anspucken lassen. Nach sehr schweren Erschei-
nungen, Krämpfen, Bluthusten, Herzklopfen, Bauchgeschwulst, Geschwüren,
Harnverhaltung entleerte er durch Mund und After eine Menge Würmer,
welche auch noch 1039 an der Leiche krochen. Diese Geschichte wird
auch erwähnt von Dithmar, Bischof von Merseburg, Alexander
Comes delnsula, 1180, und von Späteren. Paullinus beleuchtet
sie mit Betrachtung der Eingeweidewürmer, falscher und wahrer, an
Hand einer ungemein reichen Literatur. — 78. Heilung angeblicher Wutli
bei einem Hunde durch Abtreibung eines ungeheuren Spidwurms mit
Theriak, Mithridat und Silber. — De lurabrico terrestri schediasma, variis
memorabilibus, curiositatibus, et observationibus illustratum. Francof. et
Lips. 1703 (nach Bibl. Modeer).
Joli. Jacol). Wepforus. De apoplexia. 1675. p. 56. Dass die Dreh-
krankheit der Schafe und Rinder durch eine Wasserblase im Gehirne
veranlasst werde. — De cicuta a(iuatica. Basil. 1679. Fand bei einer
kleinen Katze den Darm ganz voll Spulwürmer (nach Brera und Davaine).
— Ventriculi tumor verminosus cum foUiculo. Mise. cur. s. ephcmerid.
Decur. IL an. 7. 1688. Norimb. 1716. obs. 16. p. 26. Bei einem Hunde
eine Geschwulst am Magen mit Würmern. Annahme der Verbreitung des
Samens mit dem Blutstrome. — p. 33. Wahrscheinliche Beobachtung von
Echinorhynchus gigas. — De vermibus ventriculi lupini. Ibid. an. 8. 1689.
Norindj. 1690. obs. 1. p. 2. In einer Geschwulst der Magenhaut von
Heyse gefunden. — Ibid. an. 9. 1690. p. 440. Grandines pulmonum
aliorumque partium cum phthisi. Beim Menschen in den Eingeweideu
verbreitete Finnen. Die Muskeln wurden nicht untersucht. Auch Finnen
von der Henne, den Haseueingeweiden, Schweinelungen. Hielt erst die
inneren Membranen für einen Wurmkörper, wurde aber bei weiterer Zer-
gliederung daran irre. — an. 10. obs. 171. Dracunculus.
Dan. Crügerius. Contra lumbricos remediiim novura. Ibid. an. 7.
obs. 241. p. 454. Zu den bis dahin gebräuchlichen Mitteln, Santonicum,
Corallina u. a. werden als Hausmittel Asche von Hopfenzwcigcn und
nach Matthiolus Hopfensamen aufgeführt.
Jo. Mattli. Fal)cr. Vermes ventriculi liipini. Addenda ad Decas 11.
an. 8 (Append. zu Mise. cur. an. 9. 1690). Norimb. 1691. p. 455. Erwähnt
unter anderen des in der Niere des Prinzen Ernst gefundenen Wurmes
nach Janson. Doceomens. in Mcrcur. Gall. Belg., des in der Wolfs-
niere von Job. Bau bin.
Joacliimus Jimgius (1587-1657). Historia vermium e mss. schedis
B. Autoris a Johanne Vagetio, aliisque viris p. m. praeclaris hdeliter
64 Würmer.
eruta et erudito orbi, qnaDtiim per obvenientem calamitatem liciiit, com-
rannicata. etc. Hamburgi 1691. Als das Haus mit den naebg-elasseneii
Manuskripten des w. Rektor Jung ins in Hamburg sowie mit daraus
gemachten Auszügen abbrannte, erlitt der Kurator des wissenscbal'tlicben
Nachlasses Vagetius selbst tödtliche Brandwunden. Das hier von
Jo. Garmevs herausgegebene ist auch in Betreff des behandelten Gegen-
standes nur ein Bruchstück. Es handelt fast nur von Insektenlarven.
Es kommen vor die hyita und der Wurm in den Klauen der Schafe,
wenige alte Stellen über Eingeweidewürmer. Von den Regenwürmern
heisst es, wohl im Anschluss an Mo uff et, p. 26.: Lumbrici nee per
sinus moventur, ut serpentes, nee fluctuatim, sive arcuatim, ut Erucae bi-
pedes (Spanner), sed contrahendo corpus in minorem et extendendo in
majorem longitudinem. Es ist möglich, dass ein zweiter Abschnitt de
Vermibus in volatilia non transformabilibus vorhanden war. Uebrigens
finden sich in diesem schon Schemata für Eintheilung der Tintenfische
und der Krebse.
U. Heiiitke. Lumbrici morborum symptomatorumque gravium causae.
Mise, cur. s. ephemer. Decur. II. an. 10. 1691. Norimb. 1692. obs. 47. p. 93,
Als Medikamente Absinth, Jalappa, Sem. Santon., Calomel, Rhabarber.
Joh. Christ. Maekius. Post vermem aculeatura puer et post lum-
bricos rejectos alii reviviscunt. Lumbricus in se ipsum constrictus excer-
nitur. Ibid. obs. 104, p. 187. Neben zahlreichen kleinen Würmern einem
Knaben angeblich eine Insektenlarve mit sechzehn Füssen und starken
Kiefern abgegangen, obs. 105. p. 190.
J. F. Below. Dissert. de vermibus intestinorum. Ultrajecti 1691.
Pli. Boiininii. Observationes circa viventia, quae in rebus viventi-
bus reperiuntur, cum micrographia curiosa. Romae 1691 (nach Bibl.
Modeer).
Aiit. v. Leeuiveiilioek. Extract of a letter concerning the salts of
wine and vinegar etc. Philos. Transact. vol. 15 for 1685. London 1686.
No. 170. p. 964. Vinegar eels. Ueber die Thorheit, dass manche diesen
die Schärfe des Essigs zuschrie])en. — Anatomia seu interiora rerum ope
microscopiorura detecta. Lugd. Bat. 1687. 1. p. 69. Würmer von Fröschen.
— 2. p, 36. Dass die Comedones keine Würmer seien. — Continuatio
epistolarum, Ibid, 1689. Aus Würmern in Fussgeschwüren Fliegen er-
zogen. — Arcana naturae detecta. Delph. 1695, — Lugd, Bat, 1722. p, 43.
ed. Delph, Bat, p, 45: Brief vom Sept. 1683. — Epist. 75. oct. Kai,
Quintil, 1692, circa mensem Majum exiguos rubros vermiculos (sc, Cucul-
lanus elegans, nach Bloch 's Meinung, 1782, p. 2G, Echinorhynchus) in-
veni in Anguillularum intestiuis, ex quibus postea fierent Anguillae. Ar
cana naturae detecta, Lugd, Batav, 1722, p, 313, ed. Delph, Batav. 1697,
p. 319, 343, — Letter concerning the worms in sheeps livers, gnats, and
animalcula in the excrements of frogs. Philos, Transact. vol. 22. for
1700—1701, London 1702, No, 261, p. 509. L. wollte die vermeintlich
mit dem Getränke einwandernden Würmer im freien Wasser suchen und
Aeltere Quellen. (35
fand Miickenlarveii. Er glaubte, tlass die Würmer in die Gallengünge
einwandern. — Arcaua naturae, epistolis ad cel, Philosophorun« coUcgiuni
comprebensa. ed. 2. Lugd. Batav. 169G. p. 5. Anguilhilae vivae in aceto.
— Continuatio arcanoruni naturae detectorum, qua continetnr ((iiidqnid
bactenus ab auetore lingua vernacuLa editum, et in linguam I^atinam
transfusum non fuit. Delpbis Batavorum 1()97. p. 57. Würmer in Magen
und Leibesböble des Härings und Vermutbung über die Weise des Ge-
hingens in letztere. Bebandelt übrigens aucb Insektenlarven als Vermes.
Ebenso in ed. Lugd. Batav. 1722. — Epistolae ad Soc. R. AngHcam. ed.
Liigd. Batav. 1719. Epistola 144. v. Febr. 1702. De animalculis repertis
in aqua canali plumbeo reperta (Rädertbierchen). — A letter to tbe Royal
Society concerning Animalcula on tbe roots of Duck-weed. Pbilos. Transaet.
for 1704-5. London 1706. No. 295. p. 1784. Melicertes. No. 289. p. 1525.
Rotifer. — Letter concerning wornis observ'd in sbeeps livers on pasture
grounds (3. Novbr. 1703). Pbilos. Transaet. vol. 24. for 1704 — 1705.
London 1706. No. 289. p. 1522. Da aucb obne eine Ueberscbwemmung
der Weiden die Scbafe Leberegel, bottiens, bekamen, glaubte er die Ur-
sacbe dazu (Animalcules) nur auf dem Lande sucben zu dürfen und bielt
dafür, dass den ganzen Winter bindurcb tiberscbwemmte Weiden frei da-
von sein möcbten. Aus einer Probe Erde trieb er gestreckte weisse Wür-
mer, Encbyträiden , aus. — Continuatio epistolarum datarum ad longe
celeberrimara Regiam societatem Londinensem. Lugd. Batav. 1715. p. 95.
Deutliche Bescbreibung von Rotifer. — Arcana naturae detecta. ed. Lugd.
Batav. 1722. p. 365. epist. 78. vom Febr. 1694. De Verme multimembri,
quem Vermem latum vocant (und über äbnlicbe Würmer in Anguilla,
Rbombus, Trutta, Cyprinus latus (Bracbsen), letztere in der Leibesböble).
Meinung der Uebertragung der Embryonen solcber Würmer von Fischen
auf den Menseben mit dem Wasser; Widerstand der Würmer gegen Heil-
mittel, besonders gegen Sem. Santon.
Casp. Commelinus. Dissert. de Lumbricis. Lugd. Batav. 1694
(nach Bibl. Modeer).
Jo. (xeorg. Urubclius. De verme umbilicali bistoria. Mise. cur. s.
Ephemer. Dec^IV. an. 1. 1694. Lipsiae. Wegen Leibschmerz wurde eine
Schmerle aufgebunden, welche ihrerseits vom Wurme in vier Stunden
verzehrt wurde nebst einem Theile einer zweiten, ihrer Aufgabe, den
Wurm hervorzulocken, jedoch nicht nachkam, indem dieser nicht durch-
brach, sondern durch den After abging. Hierbei die Literatur des „Vermis
umbilicaris".
Aml)r. Steg-maimus. De oleo lumbricorum (terrestrium) optimo trau-
matico interno. Ibid. obs. 9. p. 24. Zwölf bis fünfzehn Tropfen als herr-
liches schmerzstillendes Mittel.
R. W. Craiise. Diss. de hirudinibus. Resp. J. L. Kamp er. Jeuae
1695 (Citat nach Dana).
Thomas Molyiieiix. Account of a not yet described Scol()i»cndi-a
marina. Philos. Transaet. 19. for 1695-1697. London 1698. No. 22j.
5
Brunn, Klassen des Tliiei-Keichs. IV. 1. *'
(5ö Würmer.
p. 405. mit Abbildungen, (Aphrodite) 72 Füsse, 72 Flossen, breiter als
die von Rondelet, Gesner, Greviniis, Aldrovandus beschriebene
Scolopendra marina. Nennt sie Scolopendra marina a capite latiori versus
caudam sensim gracilescens, limbo, pulcherrime hirsuto spiniilisque crebris
interstineto e mare hibernico. Dale No. 249. meinte, dieser Wurm sei
von Rondelet als Physalus beschrieben. Molyneux widerlegt das vol. 21.
for 1699. London 1700. No. 251. p. 127, gestand aber der oben ange-
führten Mittheilung von Oligerus die Priorität zu, wie sie auch Aldro-
vandus Lib. V. de Insect. cap. 15. p. 636 als Scolopendra marina lato
corpore subcastaneo velut pedibus iunumeris longiusculis aurei coloris
schon beschrieben habe.
Petr. Rommelius. De tumore magno lateris sinistri a vermibus.
Mise. cur. s. Ephemerid. Dec. III. an. 4. 1696. Francof. et Lips. 1697.
Obs. 18. p. 39. — De asthmate a verme. obs. 19. p. 41.
Schröter. Ibid. obs. 46. p. 123. De atrocissima cephalalgia ex
teredinibus, quae per aurem dormienti viduae irrepserunt, causata. Führt
dabei als Beweis der allgemeinen Verbreitung der Würmer au: dum nee
parvam in sectione foetus mortui statim a partu animam exhalantis ad-
invenerim vermium copiam.
Marcello Malpiglii (1628—1694). Opera postuma. London 1698.
Beschreibung der Finnen als Würmer mit einem Wortlaut, welcher sehr
wahrscheinlich macht, dass er Hartmann nachging. — Die Leberwürmer
des Menschen und der Thiere werden cucurbitini genannt. — Wurm-
hydatiden beim Igel.
Joli. Lanzoni. De vermibus per tussim rejectis. Mise. cur. s. Ephem.
Dec.IIL an, 7 et 8. 1699. et 1700. obs. 72. p. 118. Bei Peripneumonie mit ge-
waltiger Blutung und Tod. Er führt dazu an Fei. Platerus, Prax. tom. III.
De animal. excretis. c. 13. lib. 2. p. 786. — De verminosi abdominis tumore.
Ac. Caes. N. cur. Ephemerid. sive observ. medico-physicarum Centur. 1. et 2.
Francof. et Lips. 1712, obs. 39. p. 108. Wurmabszess einige Finger breit
vom Nabel mit Kanal vom Ileum aus. Tod. — Vermis per vomitum
ejectus. Ibid. Centur. 5. et 6. Norimbergae 1717. Obs. 95. p. 177. Ein Wurm
von 27 Palmen (die kleine Palme gleich Vi Fuss) Länge ausgebrochen von
einem Herrn von Royer, welcher seinen Ileisshunger mit bis 64 Pfd. Speise
und Trank an einem Tage nicht stillen konnte.
0. Bidloo. Brief an Leeuwenhoek wegens de Dieren in de Lever
der Schapen. Delft 1698 (nach Bibl. Modeer). Lugd. Batav. apud Jordan,
Luchtmans. 1698. Inhalt in Phil, transact. vol. 22, for 1700—1701. London
1702. No. 263. p. 571. Beschrieb Augen, Herz und eiartige Körperchen,
hundert gleich einem Sandkorne; nahm 870 Würmer aus einem Thiere,
Sie fänden sich in Hirschen, Kälbern, Menschen, Glaubt, das Vieh esse
die Eier mit; sie kämen mit dem Chylus in's Blut und dann in die Leber,
Allgemeine Betrachtungen über die Würmer als Krankheitsursachen, Ver-
stopfung von Organen, im Blute u, s. w, — Exercit, anat, chir. decas,
Lugd. Batav. 1704, p, 18 (nach Davaine). Eine Mittheilung des Cossonius
Aeltere Quellen. (;7
über Entleerung von mehreren Pfund Hydatiden mit dem Stuhlgange. —
Bei II. Meissner, Schmidt's Jahrbüclier 1871. 152. p. 116. finde ich Bidloo
an. 1(>99. citirt für Behandlung der Muskelechinokokkeu.
Cliaras. Hist. de l'Academie Royale des sciences. ed. 1733. Tome II.
p. 131. Aus 1694 ein Fall von Echinoeoccusblase, grand nombrc d'especes
d'oeufs ou de poches fermees, am Schenkel einer Nonne ; ganz zusammen-
geworfen mit Abszessen.
Engell). Kämpfer. Dissert. medica inaugur. sistens decadem ob-
servationum exoticarum. Lugd. Batav. 1694. U. a. De Dracunculo Per-
sarum. Auch in K. Amoeuitatum exoticarum politico-physico-medicaruni,
Fasciculi V. Lemgov. 1712. III. obs. 4. p. 524. Dracunculus persarum
in littore sinus persici. Zweimal lebend aus dem Hodensack extrahirt
(nach Rudolph!).
Dodart. 12. Juni 1697. Regiae scientiäe Academiae historia. lib. V.
cap. 5. § 8. p. 454. auct. J. B. du Hamel. Paris 1701. Fall von Hyda-
tiden, deren Ursprung er in der Erweiterung der Lymphgcfässe sucht.
Ilcnr. Snellen. Dissert. de animalculis in ovino aliorumve animan-
tium hepate detegendis. Lugd. Batav. 1698 (nach Bibl. Modeer).
Cocliou Dui>uis. Histoire de l'Academie Royale des sciences. cd. 1733.
Ein Fall einer fünfzehn Pfund schweren Echiuokokkusblase im Leibe eines
Mädchens.
Mery. Strongylus gigas (ver de 2^2 pieds de longueur) aus den Niereu
des Hundes. Ibid. Tome II. p. 211. aus 1698. Beschreibung der llaut-
muskulatur.
Martin Martin. Observations in the North ■ Islands of Scotland.
Philos. Transact. 19. for the years 1695 — 1697. London 1698. p. 728.
The children of Ferintosh in Ross, are taught from their infaucy to drink
acpiavitae, aud are observed never have any worms.
Soye. UIceration of the colon with a clew of worras. Ibid. p. 718.
Gr. E. Stalil. Diss. de sanguisugarum utilitate , respondente J. Jer.
Colero, Hai. 1699; 1718. — Diss. de Lumbricis terrestribus , eorumque
usu medico. resp. J. C. Fritschio. Hai. 1698. 1718 (nach Dana und Bibl.
Modeer).
llcinli. Wagner. Obs. de verme fasciali 12 ulnarum innoxie per
alvum excreto. Nov. Litt, maris Balthic. 1699. p. 300. — Anatome juvenis
lumbricis vesicae urinariae et tabe defuncti. Acad. Caes. Leop. Natur,
cur. Ephemer, sive observ. medico-phys. Centur. 1. et 2. obs. 170. p. 363.
Fistel zwischen Harnblase und Colon.
J. C. Bautmann. De verme in lapide reperto. Mise. cur. s. Ephcm. med.
phys. Germ. Acad. nat. cur. Dec. HI. an. 7. et 8. 1699 et 1700. p. 51. obs. 28.
lloiigliton. Bulimia caused by worms. Philos. Transact. vol. 22.
for 1700-1701. London 1702. No. 264. p. 598.
C. Ph. Limmer. Diss. de vermium in corpore humane gcuerationc.
1699 (nach Bibl. Modeer).
5*
^8 Würmer.
Nicolas Andry. Traite snr la generation des vers clans le corps
humain. Paris 1700. — Paris 1741. I. IL — Eclaircissement sur le livre de
la generation des vers dans le corps de rbomme. Paris 1704. — De la
generation des vers dans le corps de Thomme, de la nature et des especcs
de cette maladie, de ses eifets, de ses signes, de ses prognostics: des
moyens de s'en preserver, des reraedes pour la guerir etc. Amsterdam 1701
(suivant la copie de Paris), avec trois lettres ecrites a Taiiteur sur le
sujet des vers; les deux premieres d' Amsterdam par M. Nicolas Hart-
soeker (von 1699) et Tautre de Rome par M. Georges Baglivi.
Auch mit Abbildung des 1698 abgetriebenen, sehr grossen Bandwurmes
mit dem gut erkannten und ziemlich gut abgebildeten Kopf mit den so-
genannten Augen, den warzigen Erhebungen an den Kanten der Proglot-
tideu, auf welche zu ein blauliches Gefäss führen soll, nach der Abbildung
16', aber nach der Beschreibung nur 4 Ellen und 3" lang. — In der
Kritik sagte der k. Leibarzt M. de Saint Yon: Les gens aisez mangent
et boivent si 6pouventablement, et les miserables vivent si pauvrement,
qu'il est impossible que dans les uns et dans les autres, il ne s'engendre
une tres grande quantite de toutes sortes de vers. — Bezieht in der Ein-
leitung sich auf das Monstrum von Payerne des Fabricius Hildanus.
Nennt den Bandwurm Insecte. Die von ihm gegebenen Nachbildungen
lassen annehmen, dass »Spigelius ein Stück Bothriocephalus, Fabricius
vielleicht ein Stück von Taenia serrata des Hundes dargestellt habe, wäh-
rend die Figur des Tulpius, mit Missverständniss über das Vorderende,
wohl einen ganzen Bothriocephalus mit verzerrtem, hier dem Kopfe eines
Hundes verglichenen Hinterende hat darstellen sollen. Auch T. cucume-
rina ist abgebildet. Er schliesst sich der Meinung von Platerus (Mit-
theilung bei Sennert. lib. HI. p. 2. cap. 5) an, dass es beim Menschen
zwei Bandwurmarten gebe, und setzt der hier betrachteten Taenia solium
mit schwarzem, mit vier Oeffnungen versehenen Kopfe, comme un poireau,
welche ihren Namen davon habe, dass sie stets allein vorkomme, und
welche vermuthlich Taenia saginata Göze war, die Taenia ordinaire ent-
gegen, bei welcher man nie einen Kopf sehe (? Bothriocephalus). Zwischen
den Würmern werden auch Insekten, Tausendfiisse, Insektenlarven, Milben,
ein Bluttrombus abgebildet. — p. 52. le long du millieu du corps, par
dessus, comme une longue epine pleine de noeuds. — p. 55. Die mam-
melons als poumons. Die globules (Knlkkörperchen), nach Bellestre,
welchem A. beitritt, Eier, könnten vielleicht aus den mammelons hervor-
gehen , vielleicht zwischen den Ringen , indem die Verbindungen sich
gleich Kiemen öffnen und schliessen möchten. — p. 57. Quand les oeufs
sont sortis du ventre du ver, ils grossissent, et ne pouvant prendre dans
les intestins assez de nourriture , pour se developper entierement, et y
faire eclotre leur ver, ils sont entrainez avec les excremens; la raison
pourquoy ils n'y trouvent pas assez de nourriture c'est que le ver d'oü
viennent ees oeufs, consume seul toute la nourriture qni leur serait ue-
cessaire . . . . il faut remarquer que cette sorte de ver se nourrit de ehyle,
Aciterc Quellen. gg
aussi celui-cy eu etcait-il tont plein quand il est sorti, et il rendit bcau-
coup qiiand je Pens mis daiis l'eau de vie . . . p. 58. A. glaubt, der Wiiini
stecke mit dem Kopfe im Pylorus, nur die Galle halte ihn vom Auisteigcu
in den Magen ab; theilt des Hippocrates Meinung, dass dieser Wurm
vereinzelt lebe. — p. 60. Dieser Wurm sei beweglicher als der gemeine,
welcher, wie Platerus bemerkt, mehr von der Pflanze an sich habe.
A. tritt Fernel und Perduleis entgegen, welche ihn mit dem gemeinen
und selbst mit der cucurbitaire (d. i. der vereinzelten Proglottide oder
einer Kette solcher ohne Kopf und Hals) identifizirten, während Aetius,
Aegineta, Arnauld de Villeneuve, Manardus, Trallianus,
Aldrovandus eine sehr lange Art vom communis und cucurbitinus ver-
schieden annahmen. Die Art der Bewegungen führt A. für die Einheit-
lichkeit in einer Kette von cucurbitinae an. — p. 64. Die schuppige Be-
schaffenheit, nach Dunus, versteht A. aus der Gliederung. — p. 61).
Würmer im Magen eines Hundes unter einer Membran. — p. 70. Wurm-
tumor im Becken. — p. 71. Einige Würmer nähmen mit dem Alter die
Form von Fröschen, Skorpionen, Eidechsen an, bekämen Hörner (? Fühl-
hörner), einen Gabelschwanz, Vogelschnabel, würden haarig (Raupen ?
aufwachsende Pilze V), schuppig wie Schlangen, wofür die Quellen bei
Wierus u.a. angegeben werden. Sie seien nicht wirklich solche Thiere,
sondern hätten nur den Anschein. — p. 79. Die Oxyuiiden als ,,appellez
ascarides'^ Gute Symptomatik, besonders für Spulwürmer. Die Durch-
bohrungen anerkannt, aber nicht für Taenia, wegen der schon dem
Spigelius de lumbr. lato cap. 6. und dem Senuertus lib. 3. p. 2.
sect. 1. cap. 5. bekannten Weichheit des Kopfes. — p. 256. Ein Brief
von Georgius Baglivius in Rom vom 14. July 1699 spricht sich dar-
über aus, ob der Bandwurm aus einem Ei komme, woher seine grosse
Länge, ob er sich im Menschen erzeuge. Man müsse, wie für alle Pflan-
zen, so für alle Thiere, vollkommene und unvollkommene, den Ursprung
aus dem Ei annehmen. Fäulniss, Gährung, Wärme trieben nur zur Ent-
wickelung: „Ce que nous disons des insectes en general, se peut dire en
particulier des vers qui s'engendrent dans le corps humain, ils ne viennent
point d'un suc corrompu, comme se l'imaginent les faux Galenistes, mais
un suc corrompu echauffe et reveille les oeufs de ces vers, qui cclosent
par ce moyen. Le ver plat tire donc son origine d'un oeuf de son espcce."
Danach aber bleibt doch die Meinung, dass der Bandwurm schon im Un-
geborenen entstehe und seine Länge erst in Jahren erreiche, entsprechend
den Gesetzen seiner Art. Er fügt sich hierfür dem Hippocrates und
vergleicht solches mit anderen hereditären Krankheiten. Er glaubt, dass
der Fötus die Eier in einer Art Lymphe zur Entwicklung bringe, welche
er mit dem Munde aufnehme; woher aber die Eier kommen, ist nicht
gesagt. Er hält für möglich, dass Bandwürmer sich auch im Erwachsenen
erzeugen. Ueber Versuche, welche er mit Eingeweidewürmern früher ge-
macht (1694. Praxeos lib. L), die Einwirkung von allerlei Mitteln auf die
entleerten betreffend, berichtet er hier wieder. — p. 231. Ein Brief von
70 Würmer,
Hartsoeker, in welchem dieser scliwer versteht, wie das Vorkommen
eines so imgeheureu Thieres, von welchem man doch in den Gewässern
nichts sehe, sich vertrage mit dem nicht aufzugebenden Gedanken, dass
alle Thiere und Pflanzen aus einem Samen kämen. Er meint, diese Thiere
möchten als Männchen und Weibchen in den Därmen leben, mit dem
Menschengeschlecht geschaffen und mit ihm vergehend ; die Eier möchten
mit den faeces entleert auf Kräuter und dergleichen kommen und zufällig
mit verschluckt werden. „Enfin il semble que tous les animaux ayent
ete faits pour se servir de nourriture les uns aux autres, les grands man-
gent les petits et en sont maugez." — Im zweiten Brief ist Hartsoeker
geneigt, alle Krankheiten auf Würmer zu schieben, auch die Venerie auf
eine unzählbare Menge unsichtbar kleiner Insekten, So heile man sie
durch Quecksilber. — Eclaircissement sur le livre de la generation des
vers dans le corps de l'homme contenant des Remarques nouvelles sur
les vers, et sur les maladies vermineuses, avec les reflexions sur l'opinion
de ceux qui croyent que la moelle ne nourrit pas les os et qu'elle a du
sentiment. — II. edition . . . angmentee de la lettre de Mr. Lemery, 1705.
Bezieht sich auf einen Brief, gedruckt Novbr, 1703 in Memoires de Tre-
vaux. Dieser Brief selbst steht p. 47. Richtet sich namentlich dagegen,
dass allerlei Krankheiten durch die mit dem Blute cirkulirenden Würmer
entständen und weist das Phantastische und Voreilige dieser Hypothese
nach. Er selbst sieht mehr die Säfteverderbniss als Krankheitsursache
an und betrachtet die Würmer als deren Folge oder durch sie begünstigt.
Kritisirt die Meinung, dass, wenn die corps globuleux Eier seien, diese
sich nicht entwickeln sollten, weil der alte Wurm alle Nahrung wegnähme,
da sie doch zur ersten Entwicklung nur der Wärme bedürften, sich auch
für sie immerhin ausreichende Nahrung finde. — Eine sehr gut geschrie-
bene, scharfsinnige Kritik der faiseurs de Systemes, welche eine Hypo-
these, weil sie zwei oder drei Phänomene erkläre, gleich auf Alles an-
wendeten. — Epistola ad Georg. Baglivium de lumbricis latis, in Baglivii
Oper, medic. p. 687 (Citat nach Bibl. Modeer). — D, Nicolai Andry,
Medici zu Pariss gründlicher Unterricht von Erzeugung der Würmer im
menschlichen Leibe, anitzo aus dem französischen übersetzt, nebst denen
desswegeu fürgefallenen Streitigkeiten. Leipzig. 1716, p. 1. Wurm stehet
unter der Klasse des Ungeziefer. Alle kleinen heisscn Wurm (grosse
sind Schlange, Skorpion, Frosch), so die Insekten; von ihnen kriechen
einige, andere nicht. — p. 8. Wie die Würmer in dem Leibe anderer
Thiere wachsen (vermittelst Samen; sah Milben aus dem Ei schlüpfen).
Bezieht sich auf Hartsoeker 's bekanntes Bild vom Spermatozoon.
Lucretius führe die Beständigkeit der Gestalt für die Beständigkeit der
Zeugungen an. — p. 15. vergleicht Andry die Infektion der Früchte
mit der des menschlichen Geistes. — p. 18. denkt er an Uebertragung
der Krätze von mit Ungeziefer (Gamasiden) besetzten Käfern, Die kleinen
Thierchen, welche Fliegen bissen (Hypopus), würden vermuthlich wieder
von anderen gebissen. — p. 24. hält wohl auch möglich, dass die Wurm-
Aeltere Quellen. n-,
keime schon im Samen enthalten seien. Fall von Caspar Wolphiiis
über Abgang- eines Bandwurms von einem noch gestillten Mädchen. —
p. 82. Citat von Würmern in Schöpseulebern aus den französischen Tage-
registern 1G68, von Strongylus in Hundeniere nach Mery und K er krin-
gln s (obs. 57 et 59). Nadelfeiue, blassrothe, V2'' lange Würmer in
Austern. — p. 33. Würmer im Kopfe. — p. 38. Würmer, welche in der
Nase wachsen, aus ihr heraus kriechen, oder an der Wurzel sitzen (viele
Citate). — Ohrwürmer. — Würmer der Zähne. — In der Lunge (Fer-
nelius Pathol. De morbis intest.). — In der Leber, Vena portae, nach
C. Banhinus de obs. propriis bei einem Kinde, roth, rund, länglich,
weich. — Im Herzen. — Im Geblüte bei Aderlass (ßhodius. Cent. 3.
obs. 6; Kiolanus. Encliir. d. Anat. p. 147; Etmüller, Schröder. Di-
lucid. phytolog. class. 2. de aceto; und nach ihm selbst gewordenen Mit-
theilungen). — Die Dalberes der Kälber bei den Bauern in t/anguedoc.
Borellus. cent. 3. obs. 4. — In der Blase, Tulpius obs. med. lib. 2. c. 4.,
theils wie die in den Gedärmen, theils wie Motten und sechsbeinige. —
Helcophagi in Geschwüren und Geschwülsten. — Mitesser bei Etmüller
de morb. inlant. Dracunculi. — p. 54. Dracunculi, auch bei Stieglitzen
nach Sp ige lins. Für die thierische Natur nach Thomas de Veiga
und Graf Scaghen. — Die Nabelwürmer oder Zehrwürmer nach Et-
müller und Sennertus. — p. 64. Taenia unbeweglich und kopflos;
von solium, welchem die cucurbitiui zuzuschreiben, zwei Arten. Die
„Augen", welche Mery für Naslöcher hielt, sah A. gewölbt. — p. 90.
Die Gestaltähnlichkeit mit Fröschen u. s. w., wie oben. — p. 94. Von
den Wirkungen der Würmer im menschlichen Leibe : 1. Derer ausserhalb
der Därme, p. 96. Würmer im Blute, wie andere im Essig, sehr dünn
und klein; Blutharnen; Thomas Mermann trieb einer Frau einen
eine Elle langen Wurm durch die Blase ab. p. 98. Die Behandlung der
Mitesser in Aachen, p. 100. Die venerischen Würmer. — 2. Derer in den
Gedärmen, p. 102. U. a. Sprachlosigkeit von Würmern nach Alex.
Benedict, und Forestus lib. 6. obs. 39. — p. 105. Darmdurch-
bohrung (Herodius Agrippa, Crafftius bei G. Fabricius, Holle-
rius de morb. int. lib. 1. c. 54, Nicol. Florentinus serm. 5. tract. 8.
cap. 54, Forestus lib. 7. obs. 35 in scholiis, Trimavellius de rat.
cur. lib. 9. cap. 11), Vergehen der Milch. — p. 131. Würmer im Wein,
(am Zapfen, wohl Larven von Drosophila cellaris) als Ursache der Wür-
mer im Leibe angesehen. — p. 132. Von den Kennzeichen der Würmer.
— p. 145. Von den Mitteln sich vor den Würmern zu bewahren. —
p. 146. Warnung vor den Würmern im Essig. Auf die Frage von Le-
mery, wie dann der Traubensaft, welcher auch Würmer enthalte, ver-
ordnet werden könne, entgegnet A., dass er in diesem nie Würmer ge-
sehen habe. — p. 164. Vom Hervorkriechen der Würmer und was daraus
zu vermuthen. — p. 178. Die Erzählung des Amatus Lusitanus, dass
aus einem zertretenen Spulwurm viele andere gekrochen seien. — p. 180.
Von Mitteln gegen die Würmer, vor denen man sich hüten soll, z. B.
72 Würmer.
Pulver von gedörrten Spulwürmern, welches Würmer erzeugen könne;
Semen contra, weil zu hitzig; Absud von Tabak oder Nussblättern, welche
übrigens gegen Regeuwürmer gut seien, p. 118. Nachahmung der Ver-
suche des Georg. Baglivius (de praxi medica cap. 9. 1694) über Wir-
kung von allerlei Substanzen auf Würmer, selbst Champagnerwein. Der
Bilsenkrautrauch gegen die Würmer in den Zähnen. Die Beweise des
Forest US lib. 14. obs. 7. in scholiis p. 96. Gegen die Darmwürmer be-
sonders Korallenmoos, Oel, Reinfarrn, Farrnkrautwurzel. — p. 239. Die
Durchbohrung der Därme durch Würmer. — Nach Zweifeln fand A. die
Meinung des Borellus cent. I. obs. 89. 90. bestätigt , dass man die
Wurmmittel bei abnehmendem Mond nehmen müsse. — p. 244. Von den
Samenwürmern. — p. 259. Die Einschachtelungstheorie für Fortpflanzung,
p. 261. cap. 12. Schlusssätze. U. a. Ein Wurm höhlt Athem, hat Lungen
und Blut (Insekten), kommen aus Eiern, diese kommen mit der Luft und
Nahrung. — Weitere Auflagen von De la generatiou etc. Paris 1718, dazu
19 Tafeln, und 1741.
P. Oottfr. Sperling". Diss. de vermibus in primis viis, resp. Bothius.
Witembergae 1700 (nach Bibl. Modeer).
PyiTli. Maria Gabbrieliiis. De orthopnoea c vermibus. Mise. cur.
s. Ephemer. Decur. IIL au. 7. et 8. 1699 et 1700. Berol., Francof. et
Lips. 1702. obs. 188. p. 307.
Georg". Toi). Durrius. De vermibus umbilicalibus. Ibid. obs. 150.
p. 268. Fand in einer Grandel, welche einem Knaben wegen der Schmer-
zen auf den Nabel gelegt worden war, einen spannelangen, von der
Mutter des Knaben für die Eingeweide der Grandel gehaltenen Band-
wurm, dessen Dicke der Wunde des Nabels zu entsprechen schien.
Glaubte, der Wurm sei aus einem mit Speise oder Trank genossenen Ei
im Darme ausgeschlüpft, dann in die Nabelgefässe gelangt uud durchge-
brochen. — Im Scholion hierzu von Schrök viele ältere Stellen.
Joli. Mauricius Hoifmaiiiiiis. De diarrhoea cum excretione pelli-
cularum plurimarum. Ib. an. 9. et 10. Norb. Francof. Lips. 1706. obs. 6G.
p. 124. Scheinen Hydatiden gewesen zu sein. Einige hielten sie für Band-
wurmtheile. — Mantissa observationum selectiorum. Appendix ad Ephem.
Acad. Caesar. Leopold. Carol. nat. curios. in Germania centurias 9. et 10.
Augustae Vindelicorum. 1722. Obs. 26. De vermium excretorum copia.
Ein Hut voll fingergliedlanger Würmer entleert, angeblich vielfüssig und
mit spitzem Munde. — Centur. 9. et 10. p. 458. De ascaridibus per vul-
vara rejectis. Timaeus a Güldenklee, Cas. medicinal. Lib. IV. cas. 6.
Dass man bei einem Kaiserschnitt einer eben Gestorbenen im Uterus
nichts gefunden habe als Schleim und einen ungeheuren Haufen Aska-
riden. — In dem hier aufgeführten Falle habe der betreffende Bauer ver-
sichert, dass die Würmer gewiss aus den Geschlechtstheilen der Frau
kämen. Diese entleerte aber auf ein Abführmittel eine ungeheure Menge
von Askariden mit den faeces. (P 1 a u t u s : Pluris est oculatus testis unus,
quam auriti decem.)
Aeltere Quellen. 73
Davies. Letter containiug a relation of a person who voided many
Hydatides in the iirine. Pbilos. Tiansact. vol. 22. for 1700—1701. London
1702. No. 273. p. 897. Eine Frau entleerte ein Dutzend Blasen vom
Ansehen der Fischblasen, die grössten anderthalb Zoll.
Du Ycriicy. Sur l'Hydropisie. Histoire de rAcadcuiie R. des scicnces.
annee 1703. avec les memoires de mathcmatique et des physi(|iies pour
la meme annee. Paris. 1720. Memoires (aus 1703). p. 164. Ungeheure
Cyste im Unterleibe einer Jungfrau von ziemlich 60 Jahren mit zahllosen,
zum Theil als Abszesse bezeichneten Cysten. Bei den Punktionen schei-
nen Blasen nicht abgegangen zu sein. — p. 167. Desgleichen bei einer
Frau, Hydropisie enkystee. Du Verney glaubt, dass sie allein Frauen
zukommen, vielleicht das Hydroarion im Auge habend. — Ibid. 1700 be-
richtet D. über einen vier Zoll langen Wurm in der Stirnhöhle eines
Hundes (nach dictionnaire des merveilles de la nature).
J. Pli. Eysel. Dissert. de vermibus. Erfurti. 1704 (nach Bibl.
Modeer).
IVolphiiis. Observat. chirurg. med. libri duo. Libr. IL in Scholiis
Quedlinburgi. 1704 (s. bei Andry).
Joliii Lafagc. An account of a dropsical body. Philos. Transact.
vol. 24. for 1704. London. 1706. No. 299. p. 1977. Eine ungeheure
Menge von Hydatidcu verschiedener Grösse und Farbe auf dem Peri-
tonaeum.
W. Musg-raTC. Ibid. No. 295. p. 1797. A letter concerning hyda-
tides voided by stool. Wurden in grossen Mengen von Grösse eines
Nadelkopfes bis zu der eines Eies entleert, eine von Gänseeigrösse durch
Erbrechen. Die Patientin glaubte nach ihren Empfindungen, dass die
Blasen aus dem Magen kämen. Genesung. M. sah kein Thier, vielleicht
weil er kein Mikroskop hatte.
W. Cowper. Ibid. vol. 25. for 1706—1707. London. 1708. No. 307.
p. 2304. Of Hydatides inclosed with a strong crust in the kidney of a sheep.
Anthony Havendcn. Ibid. No. 308. p. 2344. On Observation of a
tumor on the neck füll of hydatides, cured. Eine Geschwulst im Nacken
einer Frau, seitlich zu den Jugularvenen und beiden Schultern ausgedehnt
mit 60 Cysten, in 7 Jahren zu ihrer Grösse erwachsen. — Un tumore ncl
collo con vescichette piene di acqua. Saggio e transazzioni tilosofichc
della societä regia compendiate da Beniamino Mottes dal anno 1700 al
1720 tiadotte dall' idioma inglese. IL Napoli 1731. p. 95.
W. ßomberg. De verme in hepate. Ac. Caes. Leop. Nat. cur.
Ephem. Decur. 3^ au. 9. et 10. Norimb. Francof. Lips. 1706. Obs. 47.
p. 69. Leberegel in der Leber des Kalbes, welche E. für Vermcs cucur-
bitini hielt.
Dolacus. De opio antlielminthiaco. Mise. cur. s. Eplicmerid. Dec. HL
an. IV. 1696. Francof. et Lipsiae 1697. Obs. 62. p. 151. Nach 3 gran
gingen 20 Spulwürmer ab. — Encycl. med. Francof. 1684—1691. Lib. VL
cap. 10. (Joh. Dolaei opera omuia. Francof. 1703) De infantum et pucrorum
74 Würmer.
morbis. p. 577. De vermibus et lumbricis. Aiiffiibrung der Meinungen
der Galenici, des Paracelsus, Helmontius, Willisius, Syl-
vias, der Cartesiaui. Dolaeus meint, dass die Eier mit der Speise
aufgenommen würden. Die Heilmittel. Einige der Alten sagen schon:
ex lacte nunquam in lactantibus lunibricos generari. Hingegen: quem-
admodum mihi videre licuit in foetu mortno statim a partu expirante et
a me exenterato, in quo glomos vermium invenivi. — Wann war dieser
Foetus sezirt worden? Waren die Würmer Maden?
Just. A^est. De verme umbilicali, respoud. Scheel. Erfurt. 1710 (nach
Bibl. Modeer).
J. ßajus. Historia Insectorum, Opus posthumum. Soc. Lond. edit.
London 1710. Etiam de Lumbrico, Taenia et Hirudine quaedam habet
(nach Bibl. Modeer), vgl. unter Cuvier-Griffith. Kay theilte die Thiere
ohne Blut in Pedata, welche die MoUia (= Cephalopoden) und die
Crustacea (einschliesslich der Insekten) enthielten, und in Apoda mit
Mollia (= Limaces) und Testacea, blieb aber lieber bei der aristotelischen
Eiutheihing in Mollia, Crustacea, Testacea, Insecta (nach Carleer).
I>ouillet. Hist. de l'Acad. Eoyale des scicnces. annee 1730. p. 42.
Grosse Epidemie von Spulwürmern nach einem sehr leichten Winter in
Beziers (nach Davaine).
Rene Aiit. de ßeaiimur. Des differentes manicres dont plusieurs
especes d'animaux de mer s'attachent au sable, aux pierres et les unes
aux autres. Hist. de l'Acad. R. des sciences annee 1711. avec les Me-
moires de Math, et de Phys. Paris. 1730. p. 126 für die Würmer; in den
Abbildungen wirkliche Regenwürmer. — Annee 1714. Paris. 1717. Me-
moires p. 203. nennt derselbe eine Insektenlarve von elf Segmenten :
espece de Ver aquati(|ue asses singuliere. — Meraoires pour servir ä
l'histoire des Insectes. Paris. 1734 — 1742. In praefatione ad tom. VI.
aliqua de partitione vermium dissertat. Eine in der Geschichte der In-
sekten citirte Anatomie des Blutegels von Dom. AUou scheint nur Manu-
skript zu sein (nach Morand). — Tom. II. 1736. Mem. X. über die Larven
im Wasser und Mem. XI. über die parasitischen Larven, das Meiste schon
viel früher der Akademie mitgetheilt. Tom. IV. 1738. Mem. IV. p. 161.
Tous les insectes, qui par la suite doivent paraitre sous la forme des
mouches, portcut le nom de vers; il serait a souhaiter qu'ils en fussent
seuls en possession, qu'il ue leur füt point commun avec des insectes qui
doivent deveuir des scarabes, des sauterelles, des punaises ou avec des
insectes, qui ont subi d'autres metamorphoses et avec d'autres qui conser-
vent leur premiere forme pendant toute leur vie, comme fönt les vers de
terre. So ist Ausgangspunkt der Betrachtung der Insekten mehr die Larve
als der erwachsene Stand. — Tom. VI. 1742. p. 22. Erster Nachweis
der Sphaerularia bombi in Millionen von anguilles in unfruchtbaren
weiblichen Hummeln. — Man glaubte bis dahin nicht allein, dass die
Flöhe entständen, etwa wie bei Shakespeare der Fuhrmann sagt, son-
dern (vgl. C. G. Bauer de geueratioue insectorum in corpore humano,
Aelterc QucUeu. 'jr
Altorfii 1740), wie ähnlich die Alten, Hess noch Dippelius Ameisen aus
Honig- und Mehl, Seidenraupen aus Kalbfleisch und Weidenblättern,
Helmolt Mäuse aus Walzen und Menstrualblut entstehen. — J. M. lloff-
manu. Syutagm. pathol. therapeut. lib. IL cap. 154. wird citirt für einen
Fall aus der Schweiz, in welchem eine aussergewühnliche Wurniinlcktion
von Pfarrerskindern geschoben wurde auf die Milch von Kühen, welche
aus der Cisterne vom moosigen Dache herabgeflossenes, mit Wurmcicrn
geschwängertes Wasser zu trinken pflegten. — Animaux coupes et par-
tages en plusieurs parties, et qui se produisent tout entiers dans chacune.
Hist. de l'Acad. R. d. sc. 1741. Paris 1744. p. 33. Bericht über die Ver-
suche von Trembley, Bonn et, Lyonnet, die des letzteren bei einem
Wurm von Dicke einer Saite und 3V/'' Länge mit Theilung in 30—40 Stücke.
M. Albcrti. Dissert. de morbis ex vermibus. lialae. 1725 (nach
Bibl. Modeer).
J. N. Pccliliii. Lib. L obs. 19. Reliquorum infirmi ventris viscerum
hydatides, itemque hydatidum ortus et species. Acta erud. Lips. an. 1708.
Jul. p. 311. — an. 1725. JuL p. 269 (Citat nach G. H. Kannegiesser). —
Observ. physico-med. libri III. Hamburgi. 1691. lib. I. Obs. 64. p. 155.
Wie die Schweine in manchen Jahren viele grosse Würmer fest am Darm
sitzen haben (Echinorhynchus gigas).
Grottlicl). Biiddacus. Abscessus inguinalis, innumerabllia ovula seu
vesiculas continens, curatus. Acad. Caes. Leop. Nat. cur. Ephemer, sive
observ. medico-phys. Centur. 1. et 2. obs. 104. p. 214. Der Tumor platzte
von selbst und entleerte eine grosse Menge „Eier" oder Blasen von der
Grösse einer Erbse bis zu der eines Taubeneies, theils mit hellem, theils
mit dotterartigem Inhalte. Die Höhle fasste über ein Pfund Einspritzung.
Anton. Yallisnicrius (1671—1730). Considerazione ed espericnze
intorno al cervello impietrito ed alla generazione de vermi ordinarj dol
corpo umano. Padova. 1710 (der Abschnitt über die Würmer auch mit
Titel für sich). Hunc librum emendavit Em. König. Acta Helvet. vol. I.
p. 27. Die Eingeweidewürmer entständen keineswegs von Insekteneiern,
seien ein Geschlecht für sich, könnten nur im Körper von Thieren leben,
erzeugten Eier, gingen von den Müttern auf die Kinder über. Die Taenia
solium entstehe durch Verkettung von Kürbisswürmern, wofür er deren
Lebhaftigkeit und Versorgung eines jeglichen mit Haken, sowie den Mangel
eines durchgehenden Gefässsystems beim Gesammtbandwurm als Gründe
beibrachte. Es gebe aber auch eine nicht so zusammengesetzte Taeuia
(wahrscheinlich serrata) und e*- sah deren Kopf. Den Strongylus gigas
unterschied er vom Spulwurm. — Prima raccoltä d'osservazioni etc.
Venez. 1710. Würmer in Aalen. — Nuove osservazioni et esperienze in-
torno all ovaja scoperta ne' Vermi tondi del uomo, e de' Vitelli con varie
lettere spettauti alla Storia medica e naturale. Padova. 1713. Anatomie
der Weibchen vom Spulwurm und Kälberwurm, hielt sie für hermai)lHo-
ditisch und die Männchen für eine besondere Art. — Ed. II. 172(). Bei-
gefügt Nuova Giunta di osservazioni e di esperienze all' istoria mcdica c
76 Würmer.
naturale, non solameuti del SigDor V., ma di altri celebri Autori etc. —
Raccolta di varj trattati dcl A. V. accresciuti con aunotaziouj e ginnte,
e con figure in ramc. Veuezia. 1715. Danmter Niiove osserv. fatti uella
costitiizione verminosa ed epidemica seguita uelle cavalli, cavalle e puledre.
Betrifft den Gastrus equinus. Ferner Nuova idea del mal contagioso di
bnoi. Die Idee des Cogrossiis von mikroskopischen Würmern im Blute.
Endlich De' vermi pestilenziali. — Observatio de vermiculis Pique et
Culebrilla (vena medinensis) incolis Americae familiaribus et infertis. Acta
phys. med. III. p. 18. obs. 5. Von einem Unbekannten an V. mitgetheilt.
p. 22. De culebrilla . . . nemo facile vitio vertet, si dicamus in nobismet
et aninialibus ipsis extare ovula, unde illud (insectum) excludatur et nas-
catur. Ausziehung in 14 Tagen. Vorkommen nur beim Neger und Hunde
(nämlich zwei kleine im Herzen, also in Wirklichkeit nicht hergehörig). —
Miras vesicularum partus. Acad. Caes. Leop. nat. cur. Ephemer, sive ob-
serv. med. phys. Cent. 3 et 4. Norimbergae. 1715. Frühgeburt mit Hyda-
tidenmole unbestimmten Charakters. — Lettre critique ä l'auteur du Livre
de la gencration des vers dans le corps de l'homme. Paris. 1727. — Del'
origine de' vermi ordinarj nel' corpo humano. Venezia. 1732. Traductio
par Leclerc (Davaine). — Opere fisico-mediche, raccolte da Antonio suo
figliulo. I — III. Venezia. 1733. De morb. intern. Lib. I. cap. 54. Sah
eine Frau eine Schleimmasse entleeren , zwei Ellen lang und zahllose
Cucurbitini enthaltend. Holler hielt solche Schleimmassen für von den
Würmern gemacht (nach Davaine).
M. eil. Sehrader. Disscrt. de hirudinibus. Erfurt. 1713 (nach Bibl.
Modeer).
(lOttlol). Seliol)erus. De partu magico ovoruni gallinaceorum in
viro lethali. Ac. Caes. Leop. natur. cur. Ephem. sive observ. niedico-
physicarum Centur. 1. et 2. Francof. et Lips. 1712. Obs. 26. p. 85. Ein
Schneider, welcher angeblich armen Weibern Eier gestohlen hatte, ent-
leerte unter schrecklichen Schmerzen, Krämpfen und dem Gackern der
Hühner verglichenem Schluchzen über hundert „Eier'' und starb (das
waren selbstverständlich Echinokokkusblasen).
S. Lemery. Dissert. sur la nourriture des os. Paris et Leyde. 1709.
Holländisch bei Deventer Tractatus de ossium morbis. Leid. 1739. Deutsch
Dresden 1739. Mit drei Briefen de generatione vermium (deren erster
von 1703; vgl. bei Andry). Gegen die vermeintlichen Bandwurmeier
des Andry (nach Rudolphi). — Echinokokkeusack mit zum grossen
Theile verkalkten Blasen am Bauche einer Nonne. Hist. de l'Academie
R. des Sciences, annee 170. Paris. 1732. p. 36 (nach Davaine).
.^iidolplie. Description d'un ver Tenia. Hist. de l'Academie R. des
Sciences, annee 1709. Paris 1733. p. 29. Ein Bruchstück. G. nennt
ventre, Leibeshöhle, einen Theil eines Bandwurmgliedes, welcher die Ein-
geweide einschliesst, und drückte vermeintliche Eingeweide heraus. Er
sah abwechselnde Oeffnungen am Rande, von welchen ein Kanal ein-
wärts verlief; bezweifelte, dass dieser eine Trachee sei, wofür Andry ihn
Acltcre Quellen. -jy
gebalten hatte. Das Glied sei fast nur eine Haut, welche ein Muskel mit
gekreuzten Fasern sei. G. war ungewiss , ob die cucurbitaires wirklich
von einer Taenia herrührten, ob sie überhaupt lebten, ob sie einer anderen
Art angehörten. Er erwog die Frage der Erblichkeit, da der Vater des
Patienten auch einen Bandwurm gehabt habe (die Lebensgewohnheiten
und damit die Ansteckungsgefahren sind es, welche von den Eltern auf
die Kinder übergehen). Man habe Bandwürmer von K398" Länge ge-
sehen. Vielleicht erreichten sie diese Grösse nur im chylus und würden,
wo frei lebend, nicht erkannt.
Joli. Leoiili. Frisch. De mustelae fluviatilis rapacitate et de taeniis
in stomacho hujus piscis. Miscellanea Berolinensia ad incrementam
seientiarum ex scriptis Societ. Reg. Seientiar. edita. Fand im Magen sechs
Stück bis zu 4' Länge neben kleinen in den Appendices pyloricae. Hat die
Theorie, dass die Tünien mit dem hinteren Theile, wo die Geschlechtsorgane
liegen sollten, einander umfassen könnten ; so seien, da dieser Fisch ohne
Zweifel mehrere seines Gleichen verschluckt habe, deren Tänien bei ihm
verblieben und deren Menge sei so zu erklären. — Continiiatio IL Bero-
lini 1727. p. 42. De taeniis in anserum intestinis. Er hatte sie schon
1710 gefunden nnd kurirte sie mit Salvia und Hyssopum. — De taeniis
in piscibus. ibid. p. 43. Besonders in Alburnus (Güster), auch im Karpfen
und Blei, an den Pseudobranchien. — Vestigia generationis taeniarum
sive vermium latorum in piscibus et avibus ; unter der Haut oder aus den
Blutgefässen der Blauracke. — Item de lumbricis et taeniis in superticie
hepatis piscium et murium. p. 44. Die Zeichnung, wenn sie nicht bloss
schematisch ist, würde fraglich machen, ob Cysticercus fasciolaris gemeint
sei. — Observationes ad anatomiam lumbricorum in visceribus pertinentes,
ad confirmaudam hypothesin, Lumbricos in visceribus esse Larvas seu, ut
vocant nymphas taeniarum. p. 40. Nennt die Geschlechtsöffnnng und)i-
licus und hält die Genitalröhren für junge Tänien. — Ibid. Continuatio III.
sive Tom. IV. Berolini 173L p. 392. Obs. de lumbricis in locustis (ge-
funden 1727). Ibid. p. 393. Ausserdem Dipterenlarven. Glaubt, dass sie
sich in die Haut bohren, oder ihre Eier anlegen, betrachtet sie
also gleich verschiedenen parasitischen Insekten. Fand viele grössere
und kleinere Würmer in der Erde. — Obs. de taeniis in pisciculo aeu-
leato, qui Sticherling vocatur. Ibid. p. 395. — Obs. de taenia capitata.
Ibid. Contin. V. sive tom. VI. p. 121. 1740. Aus Cobitis aculeata sive
Lampreta minor, Bitzker, fusslaug. — De taeniis, quae in jecore piscium
inveniuntur, imprimis vero in Lucio pisce. Ibid. p. 129. Auch Lumbrici
in der Leber von Alburnus, welche im Wasser die Eingeweide ausstiesseu,
diese für Tänien gehalten. Auch vom Wurm in der 8chaflcbcr und der
Möglichkeit, dass Menschen ähnlich behaftet seien. — Beschreibung von
allerlei Insekten in Deutschland, nebst nützlichen Anmerkungen und
nöthigen Abbildungen von diesem kriechenden und fliegenden inländischen
Gewürme. 1720. I. und IL in neuer Auflage 17G6 und 1753. Nahm leb-
haft Antheil an der Zutheilung der Maden zu den Insekten, unter anderen
7^ AViirmer.
bei Gastrus und Oestrus. — In den Phjsikal. ii. Medizin. Abhandlungen
der Kön. Akad. d. W. zu Berlin, übersetzt von J. L. C. Mümler stehen
die Aufsätze von Frisch wie folgt: I. 1781. p. 155. Von Bandwürmern
in den Gedärmen der Gänse. — p. 156. Von Bandwürmern in den Fischen.
— p. 158. Spuren der Erzeugung der Bandwürmer in Fischen und V()geln,
wie auch von den Spulwürmern in der Oberfläche der Leber der Fische
und Mäuse. — p. 161. Beobachtung zur genaueren Kenntniss der Spuhl-
würmer, zum Beweis der Hypothese, dass diese bloss Larven oder Nym-
phen der Bandwürmer sind. — p. 460. Von Spuhlwürmern in Heuschrecken.
— II. 1781. p. 127. Von der Gefrässigkeit des Flusswiesels (Mustela
fluviatilis) und von den im Magen dieses Fisches gefundenen Bandwürmern.
— p. 129. Von dem Bandwurme in einem gewissen stachlichten Fische,
der in der Mark Brandenburg Stichcrling genannt wird. — p. 421. Von
dem Bandwurrae mit dem Kopfe, Taenia capitata. — p. 432. Von den
Bandwürmern in der Leber der Fische, vorzüglich des Hechtes,
Joli. Tauber. Dissert. de lumbricis. Lugd. Batav. 1714 (nach Bibl.
Modeer).
Dan. Clerieiis (Ledere). Historia naturalis et medica latorum
lumbricorum intra hominem et alia animalium nascentium ex variis autori-
bus et propriis observationibus; acccssit de ceteris (piotjue hominum ver-
mibus etc. Genevae. 1715 (nach Bibl. Modeer und Rudolphi). 1711 (nach
Davaine). — A natural and medical history of worms, bred in the bodies
of man and other animals. London. 1721. Ein Schatz für die wörtliche
Anführung älterer Autoren.
Griiillaimic Dami)ier. Supplement du Voyage autour du Monde.
Ronen. 1715. T. III. p. 340 (nach Davaine). Das gewöhnliche Vorkommen
der Filaria medinensis auf Curacao.
Godofr. David. Mayerus. Bulimia periodica ex verme. Ac. C. L.
nat. cur. Ephemerid. Cent. 3. et 4. Norimbergae. 1715. obs. 140. p. 318.
Laurent. Heisterus. Vermes in columbis singulares. Ibid. obs. 196.
p. 467. Fadenwürmer im Magen, kleinfingerlang, angeblich Todesursache.
Kur mit Quecksilber im Trinkwasser erfolgreich. — De lumbricis in cavo
abdominis repertis, intestinisque ab iis perforatis. Norimb. Ephemer. 1727.
obs. 172. p. 391.
Christ. Gottliard. IVilliscIi. De vermibus, mira symptomata exci-
tantibus, et praesertim de verme per umbilicura excreto (Spulwurm, zwei
Spannen lang). Il)id. Cent. 5. et 6. Norimbergae 1717. obs. 48. p. 70.
Joli. Greorg-, Hoyer. De serpente ex puella depulsa. Ephemerid.
Ibid. Obs. 72. p. 330. Will die einem Kinde abgegangene, eine halbe
Elle lange Schlange ein Paar Monate lebend bewahrt haben. — obs. 73.
p. 332. De duobus vermibus articulatis in qualibet ani depositione articulum
certum, ascaridibus vivis plenum, demittentibus. Einem Kantor seien zwei
6 — 8 Spannen lange, bandwurmähnlich gegliederte Würmer abgegangen,
deren Glieder jedes mit in drei Reihen geordneten Askariden (? Oxyuriden)
gefüllt gewesen sei. Wahrscheinlich ein Schleimstreifen, vielleicht ab-
Aeitcrc Qacilcn. ^g
gestorbene Bandwürmer mit anhaftenden Oxyuriden. — De raris et curiosis
in anatomicis variorum cadaverum seetionibus repertis. Acta pbys. med. V.
Norimbergae. 1740. Obs. 68. p. 251). In alio (puero), siniiliter pro fasciato
declarato, lumbricorum incredibilis copia notata fuit, ita quidcni, ut in-
testina ab apice ad calcem uscpie, seu a gula et oesopliago iis(iue ad in-
testinum rectum, iisdcm referta essent, ipsaque intestina tenuia ab ingratis
istis hospitibus perforata deprehenderentur, simulque dimidia lumbricorum
pars intra intestinum conspiceretur. Er glaubt, die Würmer seien vor
dem Elixirium proprietatis Paracelsi aus dem Darm geflüchtet.
Polyc. Grottl. Scliacher. Dissert. de taenia respondente Hahn.
Lips. 1717. — Panegyris medica. Lips. 1719. Strongylus gigas aus der
Hundsniere (nach Rudolphi). — Wohl dasselbe: Programma de lumbricis
reuum, maxime caninorum. Lips. 1719 (nach Bibl. Modeer).
(x. A. Dem. Dissert. de usu Lumbricorum antispasmodico. Giessae.
1718 (nach Bibl. Modeer).
Anonymus. Von Gallenwürmern eines Schafes, die man in den
Ductibus hepati-cysticis gefunden. Sammlung von Natur- und Medizin-
Geschichten. Breslau. 1718. Sept. 3. p. 694. act. 8 (nach Bibl. Modeer).
Matlmrin de Lignac. Diss. sur la gencration des Insectes dans le
Corps. Journal des Scavants. 1718. p. 576 (nach Bibl. Modeer).
ßud. H. Runge. Dissert. de vermium genesi in corpore humano.
Bremae. 1719 (nach Bibl. Modeer).
Ilouaut. Echinokokkentumor am Vorderarme einer Frau nach acht-
zehumonatlichem Wachsthum mit etwa 200 Cysten von 2—4'" Durch-
messer; für verhärtete Drüsen gehalten; operirt von Sievert. Ilist. de
l'Acad. R. des sciencos. 1717. Paris. 1719. p. 27.
Moranrt. Extraktion des Sackes einer encystirten Hydropsie bei
einem Invaliden. Ibid. 1718. Paris. 1741. p. 27. und 179. Paris. 1721.
p. 38. An der Leber; scheint kein Cysticercus oder Echinococcus ge-
wesen zu sein; Sektion. — Observations sur des sacs membraneux pleins
d'Hydatides sans uombre, attaches a plusieurs visceres du bas ventre, et
decouverts par l'ouverture d'un cadavre. Ibid. 1722. Paris. 1724. Mcmoires.
p. 158. — Sur la formation des Hydatides. Beschreibung von Blasen,
welche mindestens zum Theil Echinokokkusblasen waren, mit Theorie
von deren Entstehung aus Abschnitten der Lymphgefässe zwischen den
Klappen, wobei die Zahl der Hüllen bestimmt werde durch die Zahl der
auf die einzelne Hydatide fallenden Klappen, und mit Bekämi)fung der
Theorie von deren Entstehung aus Drüsen. Versuche, den llydatiden-
inhalt gerinnen zu machen. Continuation an. 1723. p. 23. — Observatmns
sur l'anatomie de la sangsue, premier memoire. Ibid. 1739. Paris 1741.
Memoires. p. 189.
Johan. Linders. Tanckar om Matkar och Skrijdfää i Mcnniskiaus
Kropp. Stockholm. 1718. Betrachtung der Eingeweidewürmer des Men-
schen nach den Regionen des Körpers. Die Dracunculi heissen Dralc-
matkar.
80 Würmer.
Joli. Ad. luilmiis. Von Gallenwürmern bei Scliweinen. Sammlung
von Natur- und Medizin- Geschichten u. s. w. Breslau. Sect. X. 1719.
p. 596. — Phocae Anatome. Acta physico-medica Acad. Caes. Leop. . .,
exhibentia Ephemerides. I. Norimbergae. 1727. Obs. 5. p. 11. Sehr feine
lebende Würmer im Magen des Seehundes,
Sani. Steiirliiiiis. Scabies humida vermicularis, chronica difficulter
curabilis, domestico (Kuhmist) curatur. Ephemerid. Cent. 7. Norimb. 1719.
Obs. 22. p. 49, . . . expulsis per urinam et scabiem tenuioribus instar tila-
mentorum vermiculis, demonstratis iisdem in vase vitreo .... similes ver-
miculi observati in variolis diu in cutis superficie haerentibus.
Herrn. IVerii. Eiigell)ert de Westlioyen. Mulier, iutestino in regione
hypogastrica lumbricorum immanitate peri'orato, plane perfectaque sanata.
Ibid. Cent. 8. Obs. 7. p. 263.
Vit. Riedliiuis. Vomitu rejecta. Ephemerid. Ibid. Obs. 25. p. 290.
Eine Frau mit geschwollenem Leib und geschwollenen Füssen entleerte
durch Erbrechen mit Blut in Zwischenräumen vier- bis fünfmal Blasen
mit Blut gefüllt, bis zur Grösse von Hühnereiern und den Uterinmoleu
ähnlich. Trotz angeblich sehr dienlicher Behandlung mit Eisen starb sie
unter Vermehrung der Leibesanschwellung.
El. Camerarius. Mira vermium foecunditas. Ibid. obs. 43. p. 317.
Eine Bäuerin entleerte in bis dahin acht Monaten täglich 15 — 20 und
mehr Bandwurmglieder, eine andere 15 Ellen auf einmal.
Theodor. Zwiiigerus. De cardialgia hirudinosa. Ephemer, cent. VII.
Norimbergae. 1719. obs. 25. p. 59. Ein armer, verkommener Müller, nach
unvorsichtigem Trinken mehrere Monate mit heftigen, wechselnden Magen-
schmerzen geplagt, brach auf Brechmittel fünf Blutegel bis zu Finger-
länge und etwa ein Pfund frischen Blutes aus und genas.
Joli. Jaeol). Dilleiiius. De hirudinibus et duobus papilionibus.
Ibid. centur. VIII. Norimbergae. 1719. obs. 57. p. 338. Insecta apoda
(ni ad serpentium genus cuidam referre placent, cui, si vera est, Strabo-
niana assertio favere posset, de hirudinibus in Mauritaniae quodam flumine
septenorum cubitorum, quibus perforata sit gula, per quam spirent, et
Omnibus foramen exile in medio, ab ore et alvo unus continuus ductus.
Wie es scheint, eine der Geschichten, zu welchen Blutegel, Neunaugen
und Haie zusammen gewirkt haben, s. o. p. 5). Anatomie, Lebensweise,
Gebrauch. Ihm ist auch der Vorschlag bekannt, die Blutegel hinten abzu-
schneiden, um sie ausgiebiger saugen lassen zu können. Das Blut aber,
meint er, fliesse ohnehin hinlänglich nach. Die verschiedenen Arten von
Blutegeln, Morand fand des Dillenius Beschreibung des Blutegels minder
korrekt als die von Poupart.
Heiir. Iluyscli. Observationes de abditis hominum brutornmque
peregriuis, vermibus, aliisque animalibus, aut eorum partibus. um 1720
(nach Bibl. Modeer).
A eitere Quellen. j;;;i
M. B. Valentin. Amphitheati-ura zootoinicum, tabiilis neueis ex-
Inbens historiam animalium anatomieam; Fraucof. et Gissae. 1720. 1742.
inter alia Anatome lurabrici terrestris (nach Bibl. Modeer).
Joh. Sjilzmiinnus. Diss. de verme naribiis exciisso. Argentor. 1721
(Citat uaob J. IS. Albrecbt).
J. F. de Pr^''. Disputatio tractans Millepedes, Formicas et Lum-
brieos terrestres, qiiarum usimi haec insecta habeaut in Mediziua.
Erfordiae. 1722. *
Joh. Thorpe. Hydatidum iugeuti copia iii abdomiue repertorimi
bistoi-ia. Phil. Tiansact. vol. 33. ibr 1722—1723. Loudoo. 1724. No. 370.
p. 17. 7000 — 8000 Blasen verschiedeuer Grösse bei Barou von Peiiteridder
glücklich durch Einschnitt entleert.
E. H. Wedeliiis. Dissertatio de vennibns, respoud. Linduer.
Jenae. 1724.
Heriii. Boerliaave. Aphorism. de cur. etc. Verscliiednes über Wür-
mer, [I. a. Aphorism. 1134. p. 270. Lugd. Batav. 1728, dass die Hunds-
wutb von den Würmern in den Nieren (Strongylus gigas) komme.
Dan. Turner. Tvvo cases of insects voided by the urinary species.
Pbilos. Trausact. vol. 33. for 1724—25. London. 1726. No. 3.41. p. 410.
Der erste, ein 4" langer Spulwurm aus der HainriUire eines IG Monate
alten Knaben genommen. Der andere, vermuthlich eine Insekteularve
mit rothem, hartem Koptschild und gegabeltem Schwanz.
Petit. Sur le Dragonneau, Histoire de l'Acad. R. des sciences 1724.
Paris. 1721". p. 23. Nach Allem was er gesehen habe, müsse er annehmen,
die Griechen, Ptömer und späteren Reisenden hätten etwas, was ebenso
wenig organisirt sei als die Polypen im Herzen und in den Gelassen,
für einen Wurm angesehen, und es sei der Dragonneau ebensowohl für
die warmen, als für unsere Klimate zu bezweifeln.
Observationes anatomicae. I. Turaores vesiculosi. Commentarii Aca-
demiae scieutiarum Imper. Petropolitanae Tom. I. ad ann. 172(). Petro-
poli. 1728. p. 379 und ad an. 1728. Petrop. 1732. p. 277. IV. Physi-
kalische und medizin. Abhandlungen der k. Akademie d. Wiss. in Peters-
burg; a. d. Latein, übersetzt von J. L. C. Mümler. 1. Riga. 1782.
p. 391. Im ersten Falle eine Echinokokkusgeschwulst der Leber mit
Blasen von Grösse der Erbsen bis zu der der Taubeneier, ül)er 9000 Stück;
im zweiten Falle eine solche Geschwulst an den Fallopischen Rühren
einer Frau.
Joan. Boeelerus. Ad exteros medicos epistola. Strassbni-g. 172ft.
Daraus Extract of two uncommon cases of tumours of the abdomeu.
Philos. Trausact. vol. 35. for 1727-1728. London. 1729. No. 405. Davon
betrifft der zweite Bericht (p. 564) einen Tumor von C Pfand mit zahl-
reichen Hydatiden, starker Peritonealverdickung und 5() Strassburger
Pinten Flüssigkeit im Leibe.
Cornel. Stalpart van der Wiel. Observationumrariomm mcdica-
rum, anatomicarum, chirurgicarum ceutnriae. Leidae. 1727. In j)ast. ccut.
Broiui, Klassen des Thier-Reichs. IV. 1.
82 Würmer.
obs. 29. De vermibus ex utero prodeimtibus (nach Bibl. Modeer). — Ob-
servations rares de Medecine etc. Paris. 1758. p. 302. obs. 29. Eine
Hebamme sah eineu eine Viertelelle langen Wurm längs des Nabelstrangs
des Neugeborenen eingehüllt und einen kleinen in der Placenta. Waren
wohl nur Pfropfe von Blutgerinnseln in den Gefässen.
Christ, Mich. Adolphiis. Vermes ordinario luem veneream comi-
tantes. Act. phys. med. I. Norimbergae. 1727. obs. 242. p. 549. — Vermes
referri possunt ad morbos epidemios. Acad. Caes. Leop. Ephemerid. etc.
Cent. 3. et 4. Norimbergae 1715. obs. 99. p. 229. Die Würmer seien
häufig bei Westwinden und warmer, feuchter Luft.
Joh. Melch. Verdries. Exercitatio de pullitie verminosa in primis
viis nidulante. resp. Rencker. Giessae. 1728 (nach Bibl. Modeer).
Deslaiules. Observations sur nne espece de ver singnliere, lettre ä
Mr. de Reaumur. Plist. de l'Academie des sciences avec les memoires de
mathematique et de physique. 1728. Paris. 1753. Memoires. p. 401. Auf
dem Boden eines Schiffes, welches von der grand banc ('? Neufundland)
kam, fand sich eine grosse Menge Röhrenwürmer von 2 — 3' Länge, mit
der Scheide 4 — b'", ohne sie 1 — 2"' dick, angesiedelt, die Scheide wie
weiches Leder, die Würmer mit einem schirmartigeu „Fuss" (d. i. Kopf-
schirm).
Jae. Tlicod. Klein. An anatomical description of worms, found in
the kidneys ofwolves. Philos. Transact. vol. 36. for 1729 — 1730. London
1731. No. 413. p. 2G9. Von Seewald in Ostpreussen 1726, zwei Männ-
chen und ein Weibchen des Strongylus gigas. Von jenem der Kopu-
lationsapparat geschildert, von diesen eine unglaubliche Menge von Eiern.
— Descrizione anatomica di alcuui vermi trovati ne reni de lupi in una
lettere al Cavaliere Haus Sloane. Saggio delle transazioni filos. d. Soc.
Regia. . . . 1720—1730. tradotte dall idiome inglese. V. Napoli. 1784.
p. 64. — Historiae piscium naturalis Missus I. Gedan. 1740. p. 27. Würmer
aus der Trommelhöhle des Braunfisches mit Abbildung. — Tentamen her-
petologiae. Leidae et Gottingae. 1754. Die Klassen der Würmer: Lum-
bricus corpore tereti, Taenia corpore longissirao articulato, Hirudo ventre
sessili, cauda terete. — Herpetologiae tentamen, cum perpetuo coramen-
tario: Accessit J. A. Ungeri Obs. de Taeniis, latine reddita cum dubiis
circa eandem. Ibidem 1755. Ordo I. Anguis. Ordo H. p. 58. Vermis;
Lumbricus terrestris, aquaticus, animalium ; Taenia ; Hirudo ; mit den ana-
tomischen Abbildungen des Strongylus gigas nach der erst genannten
Schrift. Klein theilte Wirbelthiere und Wirbellose zusammen ein in
Pedata und Apoda. Dabei kamen die Reptiha nuda (Lumbrica und Li-
maces), membranacea (Angues), testacea (conchae, tubuli, echini) unter
die Apoda, zu welchen auch gehörten Pinnata (Cetacea und Branchiales),
Radiata und Anomalia. — Descriptiones tubulorum marinorum. Gedani et
Lipsiae. 1783. p. 16. Tubuli marini. gen. I. Penicilli. gen. IL Dentales,
gen. III. Solen etc. — Untersuchung unterschiedlicher Meinungen von
dem Herkommen und der Fortpflanzung der im menschlichen Körper be-
Aeltere Quellen. oo
findlichen Würmer. Hamburgisches Magazin XVIII. 1. Stück. 1757. p. 19.
Seien dem Menschen nach dem Sündenfall zugekommen, ihm eio-enthüm-
lich, wie die Läuse, fänden sich nicht in anderen Thieren, kämen auch
nicht anderswoher. Eine Generatio aequivoca sei nicht zulässig. Er wisse
aber nicht die Schwierigkeit zu lösen.
J. L. Aron. Dissert. de lumbricis. Trajecti. 1728 (nach Bibl. Modeer).
Stepli. Coulet. Disputatio medica de Ascaridibus et Lumbrico lato,
in quo historia naturalis, cum ascaridum, tum coaduuationis eorum ad
quascunque lumbrici lati species, de quibus hactenus disceptarunt, con-
ficiendas omnes hac de re controversiae simplicissimo omnium systemate
penitus tandem derimuntur. Lugd. Batav. 1729. Hielt zwar den Band-
wurm für ein zusammengesetztes Thier, Hess ihn aber durch Vereinigung
der Askariden, i. e. Oxyuriden entstehen, für welche er die Bandwurm-
glieder ansah.
J. Brul)be. Nachricht was von dem .... Anlegen der Blutegel zu
halten sei. Gotha 1729 (nach Bibl. Modeer).
Oarciii. Memoirs contaiuing a description of a new family of plants
called Oxyoides : some remarks on the family of plants called Musa, and
a description of the Hirudinella marina, or Sea-leach. Phil. Transact. 3G.
for 1729—1730. London. 1731. No. 415. p. 387. Ein Distoraa aus dem
Magen einer Bonite (? Pelamys sarda); insbesondere Beschreibung von
dessen Bewegungen. — Dasselbe Hist. de l'Academie Koyale des sciences.
annee 1730. Paris. 1732. p. 43. — Comment. liter. Norimberg. 1735.
p. 262.
Andr. Elias Büclmer. Aphonia, cum diarrhoea cruenta complicata,
a vermibus producta. Acta phys. med. H. Norimb. 1730. Obs. 02. p. 145.
Die Erscheinungen verschwanden, nachdem ein Spulwurm von l^^ Elle
ausgebrochen worden war.
.Toll. Cliristoplior. (jötzius. Remedia variorum affectuum varia,
usu confirmata, et euporista. Ibid. Obs. 195. XXII. p. 448. Lumbrici.
Eine Frau habe ihm erzählt, dass ihr Töchterchen durch einen pulveri-
sirten Spulwurm von den Würmern befreit worden sei. Pachelbel de
Gehag, Stadtarzt von Wunsiedel, habe die gelben Eüben als vortreff-
liches Anthelminthicum bewährt gefunden. — Inflamraatio tibiae ab hiru-
dinibus igne crematis. Ibid. Obs. 197. p. 454. Ein Mann hatte den au
seinem Schienbeine vollgesogenen Blutegel ins Feuer geworfen. Soiort
hatte das Bein geschmerzt, war roth und dick geworden. Als der Mann
die Asche in fliessendes Wasser warf, erloschen alsbald die Erscheinungen.
Petrus Naiiiüus. De glandularum strnctura, divisionc, at(iue nsu.
De Bononiensi scientiarum et artium instituto at(iue academia comnien-
tarii. I. Bouoniae. 1731. p. 131. Die Menge in der Leber gefundener
Blasen erregte ihm die Meinung, dass die Leber nur ein Haufen (conge-
ries) von Gallenblasen sei.
84 Würiner.
Oeoffroy le jeiiiie. Tenia daiis une tauche. Rist, de l'Academie
S. des Sciences, annee 1710. Paris. 1732, p. 36. Nicht so gegliedert
wie die des Menschen und mit einer Mittelläugsrinne; wohl Ligula.
Jo. Jac. Sclieuclizerus. De molis vesiculosis in omaso hovillo, Act.
}3hys. med. vol. III. Noriinb. 1733. obs. G5. p. 134. Hydatiden im Ge-
sammtgewicht von 53^1.^ Unzen.
Alex. Cainerarius. De Hydatidiim copia in steatomate hepatis.
Ibid. I. obs. 120. p. 377. Vesicae, figura exacte rotunda, multitudine vel
qninquaginta, magnitudine varia, a piso majore ad et ultra ovum colum-
binum . . . ova dixisses, sine testa . . . libera; nisi quod eorum aliquot
subincludebantiir membranae simili commune. . . . Siehe auch bei
Pohlius.
Pk. Jac. Weig-aiit. De bubonibus verminosis. Ibid. Obs. 7. p, 39.
Beiderseits ein Spulwurm durch einen Bubo ausgetreten. Heilung.
Saiii. de Drautli. Dissert. de Animalibus Humanoriim corporum
infestis hospitibus. Halae. 1734 (nach Bibl. Modeer).
Laiir. 3Iaiieiitus. De vermibus hiimani corporis per urinam excretis.
Etwa einen Monat nach heftigen Unterleibserscheiuungeu wurden von
einer Frau fünf fadendiinne, iingerlange Würmer mit dem Urin entleert,
7 — 8 Juhre später ein starker Spulwurm.
Maloet. Sur des Hidropisies enkistees dans les poumous et daus
le foye. Hist. de l'Acad. R. des sciences. annee 1732. Paris. 1735. p. 25.
Eine Cyste in -der Leber, eine in jeder Lunge bei einem Invaliden. Die
Theorie der Lymphgefässerweiterungen als Quellen von Cysten wird hier
dahin modifi/.irt, dass die ausgetretene Lymphe die Häute bilden könne.
Die Blasen in der Leber waren gelbgrün. — Genaueres Ibid. Memoires.
p. 260.
Werlliove. Commerc. litter, 1734. p. 371. Dass einer Frau auf
einniRl fünf Bandwürmer abgingen (nach Davaine).
Caroli Liimaei etc. Systema Naturae. Lngd. Batav, 1735. Thes. 10.
In tubo intestinali hominum tres species animalium occurrunt, lumbrici
nempe, Ascarides et Taeniae. Quod lumbricus intestinorum una eadem-
que Sit species cum lumbrico terrestri vulgarissimo, monstrat figura
omnium partium, Quod Ascarides iidem sunt cum Lumbricis illis minu-
tissimiSj in locis palustribusque ubique obviis, ex autopsia clarissime patet,
Taenia hucusque pro specie parasitica habita est, quum in hominibus,
canibus, piscibus etc. frequentissiine solitaria reperta fuerit, et maximum
negotium illis facescat, qui in indaganda geucratione animalium diligentem
operam contulerunt. Ego vere in itinere lieuterholmiano-Dalekarlico
anno 1734 constitutus in praesentia sei)tem sociorum meorum hanc iuter
Ochram acidularem Jaernensem invcni, quod maxime miratus sum; quum
aqua acidulari ejusmodi taenias expellere plurimi tentant. Hinc sequitur
vermes non oriri ex ovis insectorum, muscarum et similium (quodsi fieret
Aeltcrc Quellen. )i,^
nunquam multiplicari possent intra tubum intc!>tinalcm et secundum giadiis
metamorphoses perireiit) sed ex ovis vermium praedictornm , iiiia cum
aqua bibendo haustis; unde patet medicanienta luscctis adversa non per
coDsequens vermes necare. — Unter den Insekten steht bei Scolopendria
(pedes 20 et ultra) zwischen Scolopendra terrestris und Julus: Scolopendra
marina. Unter VII Vermes: Reptilia nuda (die echten Reptilien stehen
unter Amphibia) , artubus destituta mit Gordius, Tuenia, Lumbricus, Hi-
rudo, Limax. Unter Gordius stehen: Seta aquatica und Vena Medina;
unter Taenia: Lumbricus longus; unter Lumbricus: Intestinum terrae,
Lumbricus latus, Ascaris ; unter Hirudo: Sanguisuga. — In der zweiten
Abtheilung der Vermes , Testacea, steht bei Dentalium : Tubus vermicu-
laris. Die dritte Abtheilung der Vermes sind die Zoophyta. Linne gab also
allen Thieren, welche nicht Säuger, Vögel, Reptilien, Fische, Insekten
sind, den Namen Würmer, aber er schied die Insektenwürmer, welche
Ray noch dabei hatte, aus.
C. Liiiiiaei, Naturae Curiosorum Dioscoridis secundi, Systema natu-
rae, editio IL Stockholmiae 1740. Regnum animale. p. 62. und 63.
Classis V. Insecta. Ordo IV. Aptera. 180. Scolopendra. S. marina. Classis
VI. Vermes. Ordo I. Reptilia mula, artubus destituta. 181—185: Gordius,
Taenia, Ascaris, Lumbricus, Hirudo. Der Lumbricus latus fällt unter
Taenia und L. longus lallt weg. So bleibt unter Lumbricus allein In-
testinum terrae. In Ordo 111. Testacea stehen unter Dentalium: Tubus
vermicularis und Penis vencris (wahrscheinlich Aspcrgillum). Die Zoo-
phyten bilden hier die zweite Ordnung der Würmer (Chaetopoden, nackte
Mollusken, Medusen, Echinodcrmen). Die vierte Ordnung sind die Litho-
phyten (Madreporen, Serpulaceen u. s. w.).
C. Liiiiiaei. Archiatrici Reg., Med. et Bot. Profcss. Upsal. Systcnja
naturae. ed. VI. Stockholmiae. 1748. Animale Regnum. Classis VI. Vermes.
Ordo I. p. 7L Reptilia 210—215: Gordius (Seta aquatica und Vena medi-
nensis), Ascaris (limosae und animales), Lumbricus terrestris, teres,^ maxi-
mus, Taenia paludosa, lata, Fasciola (Hirudo-limax, Vermis cucurbitinus),
Hirudo sanguisuga und teres. Ordo IL p. 72. Zoophyta: 218 Nereis =
Scolopendra marina, Aphrodita = Mus marinus. Ordo HL p. 35. Denta-
lium, darunter penicillus (wahrscheinlich Asi)ergillum), tubus vermicularis
= Teredo.
C. Liimaei, Equitis de Stella polari etc. Systema naturae. Tom. I.
edit. X. Holmiae. 1758. p. 639. zu Scolopendra marina, welche noch mit
andern Skolopendern unter Insecta aptera steht: in oceano atlantico; cor-
pore pallido, linea dorsali ruta. - Class. VI. Vermes. Deren Ordnungen
sind Intestina, Mollusca, Testacea, Lithophyta, Zoophyta. Unter den letz-
teren steht p. 819. Taenia mit: stirps liber, monilitbrmis aiticulatus, meui-
branaceus, articulis intus floriieris; os ad singulum artieuluni propmun,
und mit vier Arten. Die Vermes intestina enthalten Gordius aquaticus,
argillaceus, medinensis; Furia inlernalis (corpus fililorme, aequale aculeis
86 Würmer.
distichis reflexis), Lumbricus terrestris, marinus (Arenicola), A^caris vermi-
cularis, welche auch beim Pferde und im Süsswasser in faulenden Pflanzen-
wurzeln vorkommen sollte, und lumbricoides, Fasciola hepatica, welche er
nicht minder im ISiisswasser gesehen haben wollte (etwa Plajiaria torva),
und intestinalis (Ligula), Hirudo mit acht Arten, Myxine und Teredo.
Unter Vernies mollusca stehen Nereis mit fünf Arten, unter welchen Nais,
Aphrodite und Priapus mit je zwei Arten. Unter den Testacea bildet
den Schluss Serpuia mit vierzehn Arten.
C. V. Liniie. Vom Bandwurme. Auserlesene Abhandlungen aus der
Naturgeschichte, Physik und Arzneiwdssenschaft. Nach den Amoenitates
(Diss. de taenia. Amoen. academic. II. 1762), übersetzt von E. J. T. H.
II. Theil. III. p. 101 tf. Ausbrechen von Fliegenmaden ; Eintheilung der
Klasse der Würmer nach Systema naturae ed. 6 ; kürzere Bemerkungen
über „kriechende Würmer" (Gordins, Ascaris, Lumbricus, Fasciola, Hi-
rudo) in den Därmen , wobei Spulwürmer Oxyuris sind, und Regenwurm
und Ascaris lumbricoides zusammengeworfen werden. Dann von Band-
würmern, von Taenia solium, welche, wie er meint, durch postobitale
Veränderung, auch in einer magereren Gestalt erscheine, sprossend wie
Sternkorallen, deren abgetrennte Glieder die Vermes cucurbitini sind, von
Taenia vulgaris, i. e. Bothriocephalus (nach Leuckart B. latus, nach
Grassi B. cordatus Leuckart), von Taenia lata, besonders beim Hunde,
i. e. y Taenia serrata, von Taenia canina, i. e. cucumerina, auch beimMenscheu.
Auffassung der Geschlechtsöffnuugeu als Mäuler, des Penis als Schnabel,
Leugnung des Kopfes. Reiche Berücksichtigung- der Quellen, welche von
uns meistens schon aufgeführt sind. Für Fasciola intestinalis, i, e. Ligula
und V ein Bothriocephalidc, noch Fauna suecica 1268 (Taenia continua),
Spöring, Acta Stockholm. 1747. p. 108, Plater, Prax. p. 993. Fasciola
hepatica p. 112. im Magen des Stichlings und eine Elle lang im Brachsen.
Zu T. solium Fauna suecica 1267, Plater prax. 993. Vermes cucurbitini,
Bewerus Thes. 202. Zu T. vulgaris Fauna suec. 1266. Zu T. canina
Ruysch obs. 84, Spöring, Acta Stockh. 1747. tab. 5. flg. a, — p, 128.
Der Bandwurm ist gleich einem sprossenden Polyp. — p. 129. Er ist aus
vielen zusammengesetzt, ein Pflanzenthier. Mit dem vereinzelten Vor-
kommen (solium) habe es seine Richtigkeit. — p. 132. Die Kürbiswürmer
wüchsen zu Bandwürmern an. Ueber das Vorkommen bei säugenden
Kindern. Die Angabe des Hippocrates (De morb. lib. 4) über das
Vorkonmien mit dem Meconium nach Mittheilung von Wehmüttern von
Spigelius nach den Angaben derer in Italien und Deutschland be-
zweifelt. — p. 133. Der Fund von Bandwürmern im Sumpfe bei Jerua
auf der dalekarlischen Reise (s. o.). Es waren das nach Steenstrup (Overs.
Kongl. Danske vidensk. selsk. forhandl. 1857. p. 166. übers. Hallische
Jahrbücher für die gesammten Naturwissenschaften. 1859. 14. p. 475) aus
Stichlingen ausgebrochene Schistocephalus solidus. Ebenso nach Me-
nanders Diss. de Satagundia p, 29 im Sumpfe Pispala. Doch leugnet L.
Aeltere Quelleu. . o^
p. 134 das Eierlegen nicht. Citate für das Aneiuauderlcgeu von Theilehen
zu Organen und Tliieren, Verdeil, Bern. Magazin 1. St. I. p. 215, AI
binus, Taddaeiis, Savonarola, Alex. Beucdictiis, Coule't. —
p. 135. Das Aneinanderhängen der den Kürbiskerueu oder Spulwürmern
verglichenen Theile. — p. 136. Das Wachsthum am dünnen Theile. —
p. 137. Die Häufigkeit des Vorkommens an der See und an Flüssen. —
p. 138. Berührung der Heilmittel. Das Gummiguttä als Ingredienz des
Purgirmittels der Frau Nouffer u. a.
C. Liime. Oratio de necessitate peregrinationiim intra patriam,
ejusque elenchus animalium per Sueciam observatorum. Lugd. Bat. 1743.
In Class. V. Insecta. Ordo IV. Aptera: 1. Scolopendra marina Raj. Ins. 44.
In Class. VI. Vermes. Ordo I. Reptilia: Gordius (Seta aquatica Merr.
Pin. 207), Taenia (Verniis in homine cucurbitinus Merr. Pin. 2ü(i), Lum-
bricus (1. L. terrestris minor Kaj. Ins.; 2« L. major Raj. Ins. 1; 2ß L.
intestinorum teres Raj. Ins. 2). — 2. Ascarides Medic, Hirudo (H. san-
guisuga Merr. Pin. 207); endlich Limax.
C. V. Liiiiic (von Juni 1763 an steht das „von''). Musaeum Seren.
Reginae Ludovicae Ulricae etc., in quo auimalia rariora exotica, impriuiis
insecta et conchilia describuutur et deuominantur. Holmiae. 1764. IL Testa-
cea von III. Mollusca getrennt. Unter jenen Serpula; unter diesen nur
Echinus und Asterias. Diese beiden bilden hingegen bei A. Seyler,
Syst. Verzeichniss der Seyler'schen Naturaliensammlung (Kempten 1810)
allein die Crustacea. Aehnlich hat sich der Begriff der Mollusca und der
Helminthes verschoben.
Caroli a Liiiiic Systema naturae. Tom. I. pars 2. editio XII rcibr-
mata. Holmiae 1767. Classis VI. Die Vermes enthalten hier Tardigrada,
Imperfecta und die fünf Ordnungen der elften Ausgabe: Intestina, Mol-
lusca (nuda), Testacea (mollusca domiporta), Lithophyta, Zoophyta. In
Betreff' der „Autores" sagt er, Intestinorum vix uUi, molluscorum praeter
Bohadschium pauci. p. 1075. Intestina, corpus filiforme, aequale, leve.
Gordius, mit aquaticus, argillaceus, mediuensis, marinus, i. e. Filaria aus
dem Häring, und lacustris; Ascaris, die zwei gemeinen Rundwürmer des
Menschen ; Lumbricus terrestris und, nach Bellon, marinus ; Fasciola hepa-
tica, intestinalis, barbata (welch letztere, wie Bloch gezeigt, Echino-
rhynchus ist); Sipunculus nudus, i. e. macrorhynchoterus (steht macro-
rhynchopterus) Rondelet 2. und saccatus, i. e. macrorhynchoterus 1.,
welcher von einer häutigen Membran eingeschlossen sei; Hirudo indica,
medicinalis, sanguisuga, octoculata, stagnalis, complanata, heteroclita, gco-
metra, miiricata; endlich Myxine glutinosa. Lumbricus, Sipunculus, Fas-
ciola sind Pertusa laterali poro, die übrigen Imperforata, poro latorali
nullo. Unter Mollusca p. 1084. als fünfte Abtheiluug, ore antico, corpore
pedato Aphrodite mit vier, Nereis mit elf Arten. Serpula und SabcUa,
getrennt durch Teredo, folgen am Ende der Testacea. Die Empfindung
der Verwandtschaft mit den nackten Anneliden kommt etwas zum Aus-
druck durch Zusätze, bei Serpula: auimal Sabella; bei Sabella: ammal
gg AVürmer.
Xereis; und bei »Sabtlla nlveolata: geiiiis hoc niulta habet conimunia cum
Nereidibus. Taenia und Furia stehen bei den Zoophyta loconiotiva. Die
Arten sind bei Serpula auf sechzehn , bei Sabella auf sieben vermehrt. —
p. lo2ß. Chaos redivivum, die wiederauflebenden Weizcnälchen.
Auserlesene Abhandlungen aus der Naturgeschichte, Physik und Arz-
nciwissensehaft (nach den Amoenitates) übersetzt von E. J. T. H. Leipzig.
11. 1777. p. 126. Anmerkung. Planarieu als veimeintlich freie Fasciola
hepatica. — Om Gordius Medinensis. Vetensk. Acad. Handlingar. 1768.
p. 147. Der König habe ihm einen solchen gezeigt, von blasser Farbe,
der eben lebend bei Gothenburg gefangen worden sei. War selbstver-
ständlich keine Filaria Medinensis.
C. a Liiiiie, equitis aurati de Stella polari archiatrici Regii etc.
Systema naturae. Editio XIII., cura Jo. Fr. Gnielin. Lipsiae 1788. T. I.
P. VI. Ciass. VI. Vermes. I. Intestina, animalia simplicia, nuda, artubus
destituta. 1. intra alia animalia degentia, oculis nuUis: Ascaris, Tricho-
cephalus, Filaria, IScolex, Ligula, Linguatula, welche nicht hierher gehört,
Strongylus, Echinorhynchus mit 48 Arten, Haeruca, Cucullanus, Caryo-
phyllaeus, Fasciola mit 39 Arten, Taenia mit 36 Arten, Furia und ! Myxine.
Die verschiedenen Nematoden haben zusammen etwa 120 Arten. 2. extra
alia animalia habitantia — poro laterali nullo: Gordius, Hirudo — poro
laterali pertusa: Lumbricus, Sipunculus, Plauaria. Ausser diesen Intestina
enthalten die Vermes noch Mollusca, Testacea, Zoophyta, Infusoria. Unter
II. Mollusca ore antico — corpore tentaculis anterius cincto: Terebella —
corpore pcdato : Aphrodita , Amphitrite, .Spio, Nereis, Nais. Unter III.
Testacea sine spirula regulari : Serpula und Sabella. Die Gattungen frei
lebender und Röhreuwiirmer enthalten zusammen bereits mehr als 250
Arten. Unter V. Infusoria stehen das Räderthier Brachionus, Frucht-,
Kleister-, Essig- und Mcernematoden, Vibrio anguillula, aceti, glutinis,
marinus und Cercaria. — Linne leitet wie Martin in den Abhaudl. d.
Schwedischen Akademie. XXII. p. 301. die Lepra von den Fadenwürmern
oder Gordii ab, welche man häutig in den Fischen findet. Amoenitates
academicae VII. Holmiac. 1761). J. Beckmann Physikal. Oekonom. Bibl. I.
1770. p. 200. Beckmann fand deren selbst in Häringen. Hannoversches
Magazin 1769. p. 666.
S. Kurze Nachricht von verschiedenen Würmern bey den Austern
und ihren Eigenschaften. Nach Recueil de differens traitez de physique
et d'histoires naturelles par Mr. Deslandes. Bruxelles. 1736. p. 208. Ham-
burgisches Magazin. XIX. St. 1757, p. 444. klein, röthlich. Auch noch
weisse glänzende Würmer, welche mau erst blosslegcn muss und welche
leuchten.
Joli. Sel)ast. All)reelitiis. De lumbricis teretibus, tribus divcrsis e
locis incongrnis excretis. Act. phys. med. IV. Norimb. 1737. Obs. 51.
p. 158. Erzählt von einem einem Kinde durch die Nase abgegangenen
Spulwurm (sine dubio ex ventriculo progressus), welchen die Mutter als
aus dem Hirn kommend ansah, nicht anders glaubend, als dass er dasselbe
Aeltere Quellen. g9
gäuzlich verzehrt habe. Er demonstrirle ihr die Unmöglichkeit am Schädel
und Hess den Wurm herausziehen. Zugleich Fälle von Wurmabszessen
am Nabel und in der Leistengegend. — Motus spasmodici vagi, vulgo
die Kriebel- und Krabelkrankheit, observati in puero 10 annorum a vcr-
mibus. Ibid. VII. Norimb. 1744. obs. 104. p. 368. Behandlung mit Mer-
curius dulcis und Jalnppa. — De lumbricite elegantissimo. Act. phys. med.
VI. Norimb. 1742. obs. 30. p. 116. Er besitze kleine verschlungene Lum-
briziten, wie sie in der Erde sich zu bewegen scheinen, aus deul Pappen-
heimer weissen, spaltbaren Steine (Uberraanshofer Steinbruch). Butt-
nerus, Ruder, diluvii testibus p. 226. § 136 habe sie bei Querfurth beob-
achtet. Die hier dargestellten fand er bei Lautera im Orlassgraben.
Biircli. Dax. Mauehart. Diss. de Lumbricis teretibus in ductu pau-
creatico repertis. Tubing. 1738 (nach Bibl. Modeer).
D. Riieker. Obs. de diagnosi vermium intestinorum Comm. litt.
Norimb. 1741. p. 330 (nach Bibl. Modeer).
J. B. Bianclii. De naturali in humano corpore vitiosa morbosaque
generatione historia. Aug. Taurinorum 1741. Der dritte Theil handelt
von der generatio morbosa oder verminosa. Die Würmer leben in oder
ausser dem Nahrungskanal. Die ersteren sind theils natürlich, theils
krankhaft. Die Tänien seien vielleicht Monstra der runden Würmer. Nach
Davaine p. 339. ein Fall von AVurndvnoten an den Bronchien eines Mönches.
F. E. Bruckmaim. De vermibus, quibus Helgolandi ad piscalura
hamatilem iitnntur. Comm. litt. Norimb. 1742. p. 38 (Bibl. Modeer).
H. P. Jiicli. Dissertatio de Lumbricis terrestribus eorumque usu
medico. Erfurti 1742 (nach Bibl. Modeer).
Ch. Boimet. An abstract of some new observations upon insccts,
letter to Sir Hans Sloane, translated. Philos. Transact. vol. 42. for
the years 1742—43. London. 1744. No. 470. p. 468. Eine Naide; Beob-
achtung des grossen Blutgefässes, seiner Kontraktion und seiner Zweige.
Künstliche Theilung. Durch einen parasitischen Nematoden Acranlasste
Annahme der Viviparität (p. 482). Wahrnehmung der Borsten u. s. w. —
Traite d'Insectologie. Paris. 1745. I. Naturae scala, nach Job. Hermann
Tabula affinitatum animaHum. Argentorati (1783). p. H. Immer mit
Hauptpunkten und Uebergängen: Serpentes, Limaces, Helices,
C o n c h y 1 i a, Serpulae et Sabellae, Tiueae, I n s e c t a , Gallinsecta, Taenia,
Polypi, Medusae, Mimosa sensitiva, Plantae u. s. f. — Abhandlungen
aus der Insektologie von Bonnet und anderen Naturforschern. Aus dem
Französ. mit einigen Zusätzen von Job. Aug. Ephr. Goeze. Halle 1773.
Die Würmer bilden den Anfang, und es sind die Beobachtungen über die
Tänie hierhin übergegangen. — Considcrations sur les corps organises.
I. Amsterdam. 1762. Cap. V. Nouvelles refiexious sur les germes et sur
Toeconomic organique. 72. p. 50. Reflexions sur l'origine des vers, be-
sonders der Taenia. Anknüpfend an die Fliegen, welche ihre Eier ni
die Nase der Schafe und in den Schlund der Hirsche legen, erwartet
Bonnet von feineren, eindringenderen, glückhchcren Versuchen den Bc-
90 Wurmer.
weis dafür, dass der UrspruDg der Eingeweidewürmer der Menschen der
gleiche sei, wie der der anderen Thiere. Er nimmt übrigens an, dass
die Tänie leicht aus der Schleie in den Menschen komme, wobei etwa
die unsichtbaren Eier mit der Nahrung in die Schleie kämen. Er glaubt im
ganzen an die Transmigration, obwohl er sich die Schwierigkeit nicht
verhehlt, dass ein im Freien lebendes Thier an den Aufenthalt in Einge-
weiden gewöhnt werden solle. — Chap. XI. 204. p. 202. Refutation de
l'opinion singuliere de Vallisnieri sur la formatiou du Taenia ou Soli-
taire (i. e. die Einheitstheorie) mit Anführung Reaumur's mit einem
Briefe vom 17. Aug. 1747, in welchem dieser es nicht für unmöglich
hält, dass die vers cucurbitaircs sich zuweilen aneinander hängen möchten.
— IL Chap. I. 250. p. 17. Tres petits vers sortis de l'interieur de quel-
ques portions du grand Ver (de terre). Er erkannte, dass diese Würm-
chen keine jungen Regenwürmer waren; die Schwänze hätten einen flossen-
artigen Busch von Haaren gehabt (Gregarineu). Sie schienen aus dem Darm
gekommen zu sein und schwammen rasch. — Chap. IV. 310. p. 142. Refu-
tation de l'opinion de Mr. de Buffon sur la generation des Vers dans les
enfans et sur les generations equivoques. — Chap. VI. Decouvertes micro-
scopiques de Mr. Needham, Remarques sur ces decouvertes. 330. p. 210.
Les filamens dans la farine du bled uielle, compares aux anguilles de
l'eau douce (N. hielt sie aber für Zoophyten). Weitere Bemerkungen
über diese Anguilluliden p. 219. — ed. 1862. I. Chap. XL 192. Expe-
riences de l'auteur sur des vers aquatiques, qui multiplient comme les
polypes de Boutures. Idee de l'orgauisation de ces vers. Regularite de
la circulation du sang jusques dans les moindres portions. Echelles des
accroissemens des parties coupees. Ver qui repousse successivement
douze tetes. p. 187. — 193. Que les vers de terre multiplient aussi de
boutures. p. 190. — IL Chap. I. Observations sur la reproduction des
vers de terre, sur celle des vers de l'eau douce, et sur la regeneration
des pattes de l'Ecrevisse. Hierher 243—251. p. 2—21. — 259-261.
p. 34—39. — Daselbst p. 269 auch der Brief Spallanzaui's vom
29. Aug. 1778 über einen Bandwurm des Hühnchens und von Göze vom
30. Januar 1778, u. a. über den Hakenkranz; die Eierhaufen, die Fort-
pflanzung durch Bildung von Ringen ; die Hydatigeue der Mausleber nach
Pallas; 3400 Bandwürmer bei einer Neunauge; Marigues (Journal de
Physique. Sept. 1778) Bandwürmer in der Bauchhöhle und auf der Leber
des Kaninchens (i. e. Cysticercus pisiformis); I. 311. Brief an Spallan-
zani über den Bandwurm im Hühnchen von 1770; Brief von de Geer
vom 30. Jun. 1763: dass man bis dahin Bandwürmer nur in Mensch und
Hund, jetzt aber auch mehrere im Auerhahn gefunden habe, welche er
bewahre. — Bonn et habe aber schon vor vielen Jahren eine ähnliche
Beobachtung gemacht und der Bandwurm sei bei den Fischen, besonders
der Schleie, gemein. — Dissert. sur le ver nomme en latin Taenia, et en
francais solitaire, oü apres avoir parle d'un nouveau secret pour l'expulser
des intestins dans lesqnels il est löge, qui a eu d'heureux succcs, l'on
Aelteie Quellen. y|
donne quelques observatious sur cet Insecte. Memoires de niath. et de
physique presentes ä i'Academie R. des sc. par divers scavans. I. Paris.
1750. p. 478. Boerhave sah einen von oO Ellen. Vortheil der Ab-
treibung- im Ganzen. Das Mittel von Herrenschwand in Morat. Dieser
fand iu Basel zu seinem Erstaunen überall die zweite Platcr'sche Art
(p. 482). In Genf findet sich die Art ii epine (Andry), ä anncaux conrts
(Bonn et). Faserige Anhänge. Die Angaben der älteren Autoren über
die wechselnde Lage der Papillen, welche im getrockneten Zustande die
Benennung a epiue veranlasst haben. Die schon von Clerc gesehenen
Lateralgetasse verglich B. den Tracheen. Die Einzelnheiten sind beson-
ders mit Beziehung auf die Deutungen von Tyson behandelt und
Leuckart hat ausführlich gezeigt, wie Bonn et der Gliederkette des
Bothriocephalus den Kopf der Taenia saginata Göze irrig zugetheilt uud,
obwohl er selbst 1777 dies erkannt, doch dadurch bis auf Bremser
viele Verwirrung gestiftet habe (R. Leuckart, die Parasiten des Menschen.
IL Aufl. I. 1. p. 522). — Nouvelles recherches sur la structure du Taenia.
Observatious sur la Physique etc. Paris. IX. L777. p, 243 ff. — Lettre
sur les sangsues considerees non conime baromctres mais comme thermo-
metres. Journal de Physique. V. 1775. p. 70. — Werke der natürlichen
Geschichte und Philosophie (meist im Journal de Physique de l'Abbe
Rozier). 1781. Uebersetzt Leipzig 1783—85. I. p. 71. Schreiben an Herrn
Valmont de Boniare über einen besonderen Umstand mit dem Blut-
egel (Empfindlichkeit für Temperatur, nicht für Luftschwere). — Ebenso
I. p. 213. Brief an Öpallanzani von 1766. Die Regeuerationsversuche
durchschnittener Regenwürmer des Spallanzani betreffend. — p. 208.
Neuerliche Untersuchungen über den Bau des Bandwurms (erste Abhand-
lung siehe oben, 1750). Sehr maassgebend für jene Periode. Sichere
Demonstration des Kopfes; die schmalriugige Form, Bothriocephalus, die
breitringige, Taenia. Nachtrag p. 248. Vorzüglich Mittheiluugen nach
Butini, welcher den Kopf leugnet. Selbstinjektion. Citirt Winslow
Werke IIL p. 76. — p. 258. Das Citat nach E. König. Acta Helvetica.
1751. p. 29. — III. p. S2. Brief von Spallanzani über den Ursprung
des Bandwurms. Für Abkunft von aussen: Ein im Wasser zu leben be-
stimmter und in unsere Gedärme gebrachter Wurm würde ohnstreitig
darinne, wenn er nicht umkäme, sehr verstellt werden . . . und pflanzte
sich dieser Wurm hier fort, so würden seine folgenden Generationen noch
weit verstellter ausfallen. — p. 155. Brief an Malpighi (Schmeicheluame
für Spallanzani, welchen er auch Redi nennt). Ueber die Priorität
von Fontana oder Roffredi betrefls Beschreibung der Needham'-
schen Getreideälchen. Brief von de Saussure über Fontana vom
23. Nov. 1772. In Antwort Distinktion zwischen lAIntterkorn und IMchl-
thau. Wiederbelebung. — p. 164. Genauer definirende Antwort Spal-
lanzani's (Baker 1771, Needham, Journal de Rozier 1775). Brief
p. 167. p. 170. p. 174. Das Plagiat von Roff"redi äusserst wahrscheinlich
gemacht, p. 179. dass Fontana sie Bounet, zugleich Trembley und
92 Würmer.
de Öaussure zuerst persönlich clemonstrirte. 177(3 Mai antwurtete Rof-
iredi im Journ. de Physique. — p. 345. Reizbarkeit des „thieriscbeu
Leims", der Thiergallerte. — Betrachtiiog über die Natur, herausgeg. vou
J. D. Titius. Leipzig. L Aufl. 1766. II. Aufl. 1772. III. Aufl. 1774. IV. Aufl.
1783. Nach der dritten Auflage p. 55. Würmer sind uueigentliche Insekten,
p. 154. Ergänzung zerschnittener Regenwürmer, dabei erwähnt, gemäss
Traite d'Insectologie T. II. p. 211. und Considerat. sur les corps organises
T. II. p. 5. die denen der Insekten verglichenen Stigmata; dieses nach
der Anmerkung im Briefwechsel mit Spallanzani zurückgenommen. —
p. 156. Entsprechende Wiedergeburt aus Stücken bei Würmern des süssen
Wassers. — p. 203. Dieses viel genauer. — p. 61. Würmer in Schalen
als Uebergang von den Insekten zu den Schalthieren. — p. 62. Die Ver-
ästelung der Leiter der Natur. — p. 328 ff. Zusammensetzung vieler
Arten langer Würmer ohne Füsse und im Wasser lebender Tausendfüsse,
gewisser Blutegel, des Bandwurms, Regenwurms, aber auch der Polypen,
Meernesseln, Seesterne, fast ganz aus gleichartigen Theilen. Herz, Ge-
lasse, Magen, Nervenstrang der „langen" Würmer; höhere Organisation
der Regenwürmer. — Oeflfnung, sie umgebende Gefässe (Ovarien), weisse
Körnchen, gänzliche Aehnlichkeit der Ringe beim Bandwurm (Bothrio-
cephalus). Anmerkung nach Bonnet's Abhandlung in den auserlesenen
Abhandlungen der Pariser Akad. d. W. p. 166 übersetzt. Bonn et mit
Andry gegen Vallisnieri für die Einheit des Wurms. Beweis der
Kontinuität der Kanäle durch Einspritzung; Differenz des Kopfes. B. schrieb
an Sp. 1770 über ein winziges Baudwürmchen des Huhns. Sp. kennt
solche von Fischen und Schafen. — II. p. 130. Beobachtung des Herrn
Flaugergues über Leuchten der Regenwürmer und Gegenbeobachtung von
B. — 4. Aufl. p. 125. Anatomie der Würmer. — p. 126. Struktur des
Bandwurms. Die „Narben" der Ringe als Mäuler mit Saugspitzen und
After, die austretende purpurfarbene Materie (bei Bothriocephalus) als
Exkremente, die Säcke als Därme. — I. p. 416 und II. p. 16. Gegen
die Möglichkeit der Vereinigung anorganischer Theilchen zu Aeichen des
bled rhachitique ou abortc, dem Roffredi beipflichtend, das Einzelne
nach Roffredi und Fontana. — Nouvelles rccherches sur la structure
du Tenia. Journ. de Phys. IX. 1777. — Traite d'Insectologie, ou observations
sur quelques espcces de Vers d'eau douce, qui coupes par morceaux, de-
viennent autant d'Animaux complets. Paris. 1754. — Abhandlungen
aus der Insektologie, übersetzt und mit Zusätzen herausgegeben von
J. A. E. Göze. Halle. 1773. — Considerations sur les corps organises,
ou Ton traite de leur origine, de leur developpement, de leur reproduction
etc. Amsterdam. 1762. — Betrachtungen über die organisirten Körper,
übersetzt und mit Zusätzen herausgegeben von J. A. E. Göze. Lemgo.
1775. — AVerke der natürlichen Geschichte und Philosophie. 1781. Ueber-
setzt Leipzig 1783—1785. III. p. 159. Wiederbelebung von Räderthierchen
(„Dachrinnenpolypen") nach Monaten und Jahren. — Oeuvres completes
V. Sur les vers d'eau douce.
Aeltere Quellen. (13
(xottl. Heiiir. Kaiiiiegiesser. Tumor abdominis insignis, copiosa
hydatidum exclusione ex utero curatus. Act. phys. med. VI. Norimb. 1742.
obs. 89. p. 310. Fügt den augefübrten älteren Fällen hinzu eine llyda-
tidengebnrt bei einer Frau von 70 Jahren zu Kiel, welche lange einen
dicken Leib und Furcht vor Wassersucht gehabt hatte und durch diese
Entleerung von über hundert „Windeyern" während sieben Wochen sehr
erleichtert wurde und noch drei Jahre mit geringer Wiederkehr ihrer
üebel lebte. Die Schichtung der Membranen, welche die Echinokokken
beweist, lässt in den Abbildungen sich gut erkennen.
Jo. Phil. Wolfflus. De dysenteria vermiuosa cum pustulis s(|uamo-
sis, crustae lacteae similibus conjuncta. Ibid. obs. 95, p, 334. Tödtlicher
Ausgang unter Abgang zahlreicher Spulwürmer (wohl typhöse Darm-
geschwüre). — De asae Ibetidae virtute authelminthica. Ibid. IX. 1752.
obs. 14. p. 41.
Tliom. Lord. Letter concerning some worms whose parts live after
they have been cut asunder. Philos. Transact. for the years 1742 — 43.
London. 1744. p. 522.
Dan. Hoffmaimus. Observatio Lumbrici totius corporis tumoris et
epilepsiae causa. Acta phys. med. VI. Norimb. 1742. obs. 127. p. 425.
Saiii. Ernst. Dissertatio physico-raedico-inauguralis de Taenia se-
cuuda Plateri. Basileae. 1743. Sei mehr eine Kette von Thieren, als ein
Einzelwesen. Die ganze Kette habe einen gemeinsamen Kanal mit einem
Astwerk von Milchgefässen (nach Rudolphi).
J. tx. Böttieher. Vermis ex genere soliorum, 21 ulnarum lougitu-
dinem aequans, saevissimos admodumque diuturnos cruciatus producens,
frustulatim tandem expulsus. Acta nov. VIL Norimb. 1744. obs. 20. p. 63.
Nach und nach 21 Ellen abgegangen, ohne Kopf.
Joaiiii. Orashuis. De natura et ortu hydatidum. I. Ibid. obs. 120.
p. 408. Literatur. Schon bei Hippocrates, Galenus, Aretaeus.
de caus. et sign. morb. diuturn. lib. II. cap. I, Piso Observ. Sect. III.
cap. VII. u. a. — p. 412. Unicns tandem Edm. Tylo (Bon et Sepulchr.
IL p. 508, ist wohl Edw. Tyson) singularum de hydatidibus condidit
hypothesin, eas nimirum peculiare insectorum, seu vermium, genus esse,
in animalium corporibus genitum. Beachtenswerthe Citate p. 414. G. selbst
leistet nichts.
William Watsoii. An Observation ofHydatides voided per vaginam.
Phil. Transact. vol. 41. for 1739-40. London. 1744. No. 460. p. 711.
Die Entleerung dauerte zwei Monate.
Lc Cat. Two medico-chirurgical observations, translated. I. An^ob-
servation on hydatides, with conjectures on their formation. Ibid. p. 712.
Freiwillige Entleerung durch einen Abszess im rechten Hypochcmdrium.
Tod. Bei der Sektion wurde der Tumor noch mit Hydatiden gefüllt ge-
funden. Le Cat schrieb die Hydatiden einer Entartung der Lymph-
körner zu.
94 Würmer.
IV. A. Kelliierus. Synopsis observationum medicarura et physicarum,
quas decnr. III. ac centuriae X. Ephemeridnm Acad. Caes. Leop. Caiol.
... ab anno 1070 iisque ad annum 1722 pnblicatavum continent. Norim-
bergae. 1739. p. 1320. Vermes.
Joli. Adaimis Liiiipreelitiis. Verbis non lierbis, domatnr atrocitas
verniis. F^in verrückter scblesischer Ritter, mit Würmern bebaftet, war mit
Arzneimitteln niebt zu beilen, wurde aber dnreb gesebicktes Eingeben auf
seine Verirrung kurirt.
J. H. Selniltze. Dissertatio de himbricis effVactoribus, resp. Bureb.
Henr. Bebaeus. Halae 1740 (nacb Bibl. Modeer).
Henri Miles. Observations on tbe moutb of tbe Eals in Vinegar
and also on a stränge aqnatic animal witb a drawing and a description
of tbe Said animal by Mr. Baker. Pbilos. Trausact. 42. for 1742—1743.
London. 1744. No. 409. p. 410.
Joaini. 3Iartiii. Wolffiiis. De abscessu in inguine rupto, indeque
prodeuntibus lumbricis, flatibus et cibis semicrudis. Act. pbys. med. VII.
Norimb. 1744. Obs. 129. p. 473. Bleibende Kotbfistel.
Toi). Hein*. Haelino. Vermis in pectore inventus cordi((ue affixus
Ibid. Obs. 14. p. 53, Von Länge einer Handbreite um das Herz liegend
bei einem Manne von barter Lebensweise. Citat für in ventriculo cordis
in febris pestilentialibus: Vidius de morbis cordis. Verm. cordis. Acta
erud. Lips. an. 1719. Aug. p. 337. Job. Hebenstreitius Lib. de peste in
Zwingeri tbeatro. p. 352.
Vineeiit, Meiig'liinns. De vesiculis quibusdam cum urina eniissis.
De Bononiensi scientiarum et artium instituto atque academia commeu-
tarii. II. L Bononiae. 1745, p. 142. Von Erbsen- und Bobnengrösse mit
verscbiedenfarbigem Inbalt. Bebaudlung mit Terpentin.
Turbei'vill Needliam. Nouvelles decouvertes faites au microscope,
traduites de l'Anglais ti Leide 1747. cbap. VIII. 99. Des anguilles [qui
sont dans le ble gate par la micelle (Brand). Hamb. Magazin. I. p. 3. —
A Summary of some late observations upon tbe generation, composition,
and decomposition of animal and vegetable substances. Pbilos, Transact.
vol. 45. for 1748. Lond. 1750. No. 490. p. 030. p. 051: Wbeaten fila-
mentous zoopbytes. — Nouvelles observations microscopiques avec des
decouvertes interessantes sur la Composition et la Decomposition des corps
organises. Paris. 1750, Cbap. 8. p. 103. Des anguilles qui sont dans le
ble, gate par la uielle. Wiederbelebung nacb zwei Jabren. Vermutbung
des Landvolks, dass sie mit der Aussaat in die Erde kommen und dann
in's junge Getreide einwandern (Bradley). Dessen Mittel zur Verbin-
derung. — Lettre de Needbam en reponse au memoire de Roffredi
dans le Journal de Pbysique de l'Abbee Kozier. 1775. p. 227. Wieder-
belebung der Weizenälcbeu durcb Baker nacb 27 .labren.
Nils Rosen (v. Rosensteinj (berübmter Kinderarzt). Ron angäende
Binnike Masken, giorde ocb insäude. Vetensk. Acad. Handling. 1747. — ■
Ron om Maskar, ocb i synnenbet om Binnike Masken. Ibid. 1700. —
Aoltere Quellen. t)r,
Untersuchuug vom Baudwurme. Der k. scliwed. Akad. d. Wiss. Abliand-
lungen a. d. Naturlehre, Haushaltungskunst und Mechanik auf das Jahr
1746 aus dem Schwedischen übersetzt von V. A. Gottho,ld Kästner.
IX. Hamburg. 1753. p. 128. Die Fischer werfen die Brassen im Mälar-
see weg, wenn sie Bandwürmer haben, weil solche eine unheilbare Krank-
heit erzeugen, und erkennen das schon von Aussen. Die Symptome der
Bandwürmer. Citirt: Vieussens. Observation sur la maladie de Älr.
Menot de Bergeret. Benutzte Alston's (Edinburgh Medical cssays V. L.
I. T. p. 89. Uebersetzung in Altenburg p. 97.) Zinnpulver mit sehr un-
gleichem Erfolge. Rothen's Essentia catholica purgans schlage nie
fehl. — Nils Rosen v. Rosenstein. Anmärkningar om Binnekemasken.
Act. Holm. VHl. 174G. — Ron om insecter i menniskjans kropp. Ibid.
Vol. XIII. 1751. — Afhandling om maskar hos Menniskjor, i synnerhet
om Binnikemasken (i. e. bei Linne Taenia). Ibid. vol. XXI. 1759. —
Nils Roseen. Untersuchung von Würmern und besonders vom Band-
wurme. Der k. schwed. Akad. d. Wissenschaften Abhandlungen aus der
Naturlehrc, Haushaltungskunst und Mechanik für 17G0. 22. Uebersetzt
von A. G. Kästner. Hamburg und Leipzig. 1762. p. 159. Die Quellen
des Leidens; dass bereits ein vierjähriges Kind einen Bandwurm hatte;
der Nachtheil auch der Ausdünstungen und des Unflathes der Würmer;
Durchbohrungen u. s. w. Nennt die Geschlechtsötinungen der Bandwürmer
Saugröhren und glaubt, sie dienten der Ernährung. Verschiedene Fälle
und Kuren. — Underrättelse om barns sjukdomar och deras botemedel
(Historia variorum vermium intest, hominum). Stockholm. Edit. eniendatior.
1771. — Traite des maladies des enfants. Traduct. Paris. 1778. — Nach
einer Stelle, gemäss der Uebersetzung von L. de Villebrun, laut Citat
aus Hasselquist's Reisen in Palästina, wurden in Egypten 20—30
Tropfen Petroleum gegen Bandwürmer genommen. 0. Meilhac (Argental)
bestätigte in zwei Fällen den Erfolg. Gazette des HApitaux. 63. 1865.
Mart. Triewald. Untersuchung, wie Blutegel und Eidechsen (i. e.
Salamander) aus Karauschenteichen zu vertreiben sind. Abhandl. d. k.
schwed. Akad. d. Wissensch. a. d. Jahr 1746. Uebers. Hamburg. 1752.
p. 221.
H. D. Spöruis;-. Bericht von einer Frau, bei der ein Stück Band-
wurm durch ein Geschwür im Unterleibe gegangen ist. Der k. schwed.
Akad. d. Wissensch. Abhandl. aus d. Naturlehre, Haushaltungskunst und
Mechanik auf das Jahr 1746. aus dem Schwed. übers, von V. A. Gotth.
Kästner. IX. Hamburg. 1753. p. 117. Drei Ellen aus dem rechts aufge-
brochenen , später heilenden Geschwüre herausgegangen. Mau triel) da-
nach den Wurm unvollkommen ab durch Branntwein mit Ameisen dige-
rirt. Sp. glaubt, der Bandwurm habe seinen Aufenthalt im Wasser und
die Jungen würden beim Trinken verschluckt. Die Möglichkeit, dass er
von Fischwürmern komme (vgl. auch Artedi Ichthyologie. Chipea, Os-
merus). Bericht über Abgang eines Bandwurms von ungeheurer Länge
bei einem Knaben. Nachdem die Schweine davon gefressen, noch em
9G Würmer.
ganzer Hut voll abgegangen auf Bilken's Elixir oder Hiäriies Testa-
ment, dass man es für die Därme selbst hielt, ohne dass ein Kopf dabei
war. — Act. Holm. 1747. vol. VIII. p. 108. — Kgl. Svenska Aeademie
Handüngar. Berättelse om en Qwinna, hos hwilken et stycke af en Binui-
kenmask kom iit genom en Bolde i Ljumsken.
Fr. Hoftmaiin. Opera omnia phvs. med. III. P. 4. Genf. 1748. cnp. 7.
obs. 3. p. 35Ü. Verordnete die Wurmmittel mit Rücksicht auf die Mond-
phasen. — p. 260. Aphonie von Würmern. I. p. 332. Schleichende, den
Wechselhebern ähnliehe, aber unregelmässige Fieber von WUraiern (nach
Davaine).
Joaiiii. Christ. Themelius. De copiosa materia puruleuta, cum
32 lapillis in vesica feilea reperta, et tribus in ductu hepatico latitautibus
lumbricis. Act. phys. med. VIII. Norimb. 1748. Obs. 10. p. 29. Duos
lumbricos, sccuüdum caualis situm positos, ita exsiccatos, ut nihil nisi ex-
uviae superfuerint, lutea materia tartarea obductos simul ofifendimus. Praeter
hos et unum enecatum deprehendimus recentem, qui superiore parte ad
dimidium in vasculo qiiodam hepar intrante absconditus erat. . . .
Joaini. Cour. Triimpliiiis. Abscessus in iuguine, ex quo lumbrici
et feces alvinae prodierunt, feliciter consolidatus. Ibid. obs. 58. p. 235.
Jo. Mavt. Breliiii. Lumbrici teretes variolis obsessi, ab infante vario-
loso excreto. Ibid. Obs. 80. p. 286. Ante lethalem eventum .... permulti
adhuc vivi . . . exceriiebantur lumbrici teretes, a capite ad caudam usque
similibus variolis, ejusdem coloris et simili fere magnitudinis, undiqua-
que obsiti, per aliquot adhuc horas iiiter excrementa dejecta viventes.
Ulcus intestini coli verminosum, feliciter sauatum. Ibid. VI. Norimb. 1742.
obs. 93. p. 327. Vorn und hinten in der rechten Seite Wurmabszesse mit
Entleerung von 11 und 4 Spulwürmern.
.Jaiiios Shcrwood. A letter concerning the minute eel in paste
being viviparous. Philos. Transact. vol. 44. I. for 1746. Londou. 1748.
No. 482. p. 395.
Jo. Hieroii. Knipliof. Progr. de trito dicto: quemque suus vellicat
vermis. Ein jeder Mensch hat seinen Worm. Erford. 1748, — Dissert.
de pediculis inguinalibus, insectis et vermibus homini molestis. Erfurt. 1759,
§. 18. p. 16. Vom Blutegel.
De la Condamiiie. Relation abregee dun voyage fait dans l'inte-
rieur de l'Amerique meridionale, depuis la cote de la mer du sud, jusques
aux rotes du Bresil et de la Guiane, en descendaut la riviere des Ama-
zones. Histoire de l'Acad. R. des sciences. 1745. Paris. 1749. Memoires.
p. 471. Ver qui croit dans la chaire, heisst bei den Mainas Suglacuru,
zu Cayeune ver macaquc. Entstehe vom Stich einer Fliege, werde bohnen-
gross. Hier "ist also eine Verwechslung mit dem Sandfloh.
Ciodf. Dubois. Dissertatio de Taenia, 9. Mai 1748, in C. Linnaei
Amoenitates Academicae. II. 1751. p. 59. Um die Bandwürmer verständ-
lich zu macheu, müsse man Analogieen ziehen zwischen Thieren und
Pflanzen, man bedürfe der Kenutuiss der besonderen Fortpflan/ungs-
Aeltere Quellen. 97
modalitäten bei den Polypen (Bäek's dritter Polyp), der Förderung der
Insektenkunde und zahlreicherer Bandwiirmexemplare von Krauken , um
den Mund oder Schmerz bringenden Apparat zu untersuchen (Rosen,
Spöring). Linne stellte die Untersuchung des Kopfes als Thesis. Von
der Klasse der Würmer (Linne ed. VI) kämen im Darm nur die Reptilia
vor. Hirudo wird ausgeschieden als lebend gebärend oder eierlegend,
Gordius- als nicht lange im Leibe bleibend, mit ihm Vena Medinensis.
Fasciola (Taenia continua der Fauna suecica) komme oft in Flüssen vor,
melonenkerngross an Steinen, in Gasterosteus , in Brama (bedeutet im
ganzen Ligula). Ascarides (p. 32) sind die Oxyuriden, Lumbricus um-
fasst Regenwurm und Spulwurm. Von diesen sei nach Roberg ein
Pferd durch Darmentzündung gestorben. Taenia: corpore simplicissimo
articulata: 1. osculis marginalibus. 2. osculis lateralibus geminis. Ver-
theilung der Literatur auf die zwei Arten, wobei weniges, dessen nicht
schon von uns erwähnt worden wäre. p. 63. Nach Iter Gottland. p. 280
die Mittheilung, dass sie 1741 bei der grossen Karlsinsel einen Gordius
(? Nemertes) in sehr kleine Theile getheilt hätten, welche das Leben be-
halten hätten. — Wiederholt in S. S. Beddeus. Dissertatio inauguralis
medica de Verme Taenia dicto. Viennae. 1767 (nach Bibl. Modeer).
Chr. (xottL Kratzenstein. Von der Erzeugung der Würmer im
menschlichen Körper. Halle 1748.
Jo. Cliristopli. Polilius. De Hydrope saccato ab Hydatidibus. Acta
phys. med. VIII. Norimbergae. 1748. obs. 111. p. 388. Am Zwerchfell
ein Sack, eine Elle und zwei Zoll breit, mit mindestens 209 Hydatiden,
zwei von Mannsfaustgrösse, alle von einander getrennt, von zwei Mem-
branen umhüllt, die äussere wieder spaltbar (Abbildung Tab. VII), der
Inhalt zwar nicht durch Kochen, aber theilweise durch starken Alkohol
gerinnend, die Häute durch längeres Kochen mit Schwefelsäure zu einer
bläulichen schleimigen Masse gelöst. Auch andere Reaktionsversuche.
Das Uebel schien seit mehr als sieben Jahren bestanden zu haben. Lite-
ratur zum Hydrops saccatus. P. hält die Hydatiden wieder für varices
vasorum lymphaticorum. In more habent hydatides, inter cellulas pingue-
dinis nasci, uti grandines, quo morbo sues, copiosum adipem gereutes,
saepe laborant, id docent. Ejusmodi in pinguedine humana enutritas
hydatides enarrat, simulque de hydrope saccato memorabile refert exem-
plum Alex. Camerarius (Act. phys. med. I. obs. 160. Blasen zwischen
Muskeln und Haut des Bauches und verschiedene Säcke in der Bauch-
höhle, aber mit Ursprung vom Ovarium. Der Sack wog 12 Pfund, die
Flüssigkeit 35 Pfund).
Laur. Balk. Museum AdolphoFridericianum. 31. Mai 1746. Upsala.
In C. Linnaei Ammoenitates Academicae. Holmiae et Lipsiae. I. 1749,
p. 325. Class. VI. Vermes. Nur Sepia und Aphrodita nitens (Faun,
suecic. 1284).
Bronn, Klassen des TMer - Eeiclis. IV. 1. • 7
98 Würmer.
eil. Dioiiis. Dissertation sur le Taeoia ou ver plat, avec une lettre
sur la poiidre de Sympathie etc. Paris. 1749 (nach Bibl. Modeer imd
Davaine). Machte wegen membranartigen Sclileimiiberzugs eine Tenia
ä enveloppe.
Vianelli. Nnove scoperte intorno alle luci notturne dell' acqua ma-
rina. Venezia. 1749. (nach Ehrenberg). Wahrscheinlich Nereiden.
A. J. ßösel TOn ßosenliof. Der monatlich herausgegebenen Insekten-
belustigungen I. Theil. Nürnberg. 1746. Collect. III. p. 20. Filarie von
Sphinx euphorbiae. — Collect. IV. p. 64 und 65. von Bombyx Salicis,
purpurea und anderen Insekten. — IL Theil. 1749. Sammlung der Mücken
und Schnaken, p. 30. Hält für möglich, dass die Spulwürmer ihren Ur-
sprung von einer Mücke hätten. — p. 58 und 144 von Filarien der Gryllen
und Cikaden. — III. Theil. 1755. p. 327. Art Würmer, welche von dem
Krebs ihre Nahrung haben (Branchiobdella s. Astacobdella). — Ibid.
92 und 93. Suppleraentstabelle p. 567. Beschreibung dreier Schlänglein
oder Würmer, welche gleich den Armpolypen sich vermehren, wenn sie
zerschnitten werden. - Historia naturalis ranarum nostratium. Natürliche
Historie der Frösche hiesigen Landes. Nürnberg. 1758. p. 24. Polystoma
ranae s. integerrimum.
Alg'Otiis Falilbergius. Acta Holmiensia. 1750. Nahm aus Aalen,
angeblich aus einer Blase beim Nabel, 40 bis 3 Finger (? Querfinger) lange
Würmer mit rechter Aalgestalt, Mund, Augen, Schwanz, Kückenflecken.
Hierauf stützte Linne seine Meinung von der Viviparität der Aale. —
Uebersetzung dieser Abhandlungen der kön. Akad. der Wissenschaften
von A. G. Kästner. XII. 1754. p. 199. Mit zustimmender Anmerkung
von De Geer.
Bnifoii. Histoire naturelle generale et particuliere avec la description
du cabinet du roi. Paris. 1750. — Allgemeine Historie der Natur, über-
setzt von B. J. Zink. 1750. I. 2. p. 146 und 219. Leitete die Eingeweide-
würmer, Taeniae, Ascarides, ab vom Uebermaass einer, den Pflanzen
und Thieren gemeinsamen, im Samen am deutlichsten kenntlichen belebten
Materie, einer Art von allgemeinem Samen; bei Kindern von der nicht
verdauten Milch. — II. 2. p. 87. Er sah sie auch bei Pferden und Eseln
als eine natürliche Folge von deren Nahrung und Verdauung an. —
p. 154. Die Gastruslarven sah er für Würmer au. — p. 213. tab. 12.
Darstellung von Leberegeln aus der Eselin (Daubenton). — III. 1.
p. 18. Fund von Leberegeln bei vielen Schafen, aber nicht bei ungebore-
nen Lämmern (aus 1754. Da üben ton); auch p. 45. beim Ziegenbock. —
III. 2. p. 51 heissen auch die Oestruslarven vom Hirsche Würmer. —
IV. 1. p. 179. tab. 40. Beschreibung des Leberbandwurms der Maus
(Daubenton); derselbe fand sich häufig, auch im Gallengang. — Citate
schon erwähnter Autoren. — Da üben ton beobachtete 1768 eine schlimme
Epidemie von Lungenwürmern bei Schafen im Canton Bourgogne, Montbard,
Villiers u. a. Instruction pour les bergers. 3. Edit. Paris, an. X. p. 269
(nach Davaine).
Aclterc Quellen. 99
Gri'iseliiii. Observatious sur la Scolopeudre luisante et la Baiilon-
viaüa. Venise. 1750 (nach Elireuberg und Modeer), Eine Anuelide,
nach Linue in Amoenitates Academ. III. 1787. Nereis phosphoraus.
Franc, (xiiiaimi. Trattato delle raalattie del grano in erba. Pesaro.
1750. a vermibus eos provenire. — De Insectis, quae per sectionem cor-
poris multiplicantur. Nuov. raccolt. d'opusc. scientif. vol. 45 (nach Bibl.
Modeer).
Nollet. Mera. de l'Acad. de Paris 1750. p. 81 (nach Ehrenberg)
eine leuchtende Nereide.
U. Fort. Biaiicliini. Lettere medico-pratiche intorno all' indole delle
febre maligne e de' loro principali remedi, colla storia de vermi de corpo
umano e dell' uso del Mercurio. Venez. 1750 (nach Bibl. Modeer und
Rudolphi).
J. 15. L. Chomel. Diss, An tumidis haemorrhoidibus hirudines. . . .
? Paris. 1750 (nach Bibl. Modeer).
Adler. C. Linnaei Ammoenit. academ. III. p. 202. Leuchten der
Nereis phosphoraus und der Nereides Sertularias fabricautes (nach
Ehrenberg).
Email. König". Observationes de Ore et Proboscide Vermium Cu-
curbitinorum. Acta Helvetica physico-mathematico-botanico-medica. Basil.
1751. I. p. 27. Citirt Vallisni erius Considerazioni. Sah eine Proglot-
tide den Penis rüsselartig ausstrecken und zurückziehen. Zeigte das dem
Dr. Herren seh wand. Es seien diese Stellen nicht Luftlöcher, wie es
Andry gemeint, Vallisni erius aber zurückgewiesen, indem dieser sie
für Exkremente hielt, vielmehr hiernach Mäuler. Vallisnieri hatte mit Mal-
pighi den Mund am schmalen Ende gesucht. Die Einspritzung durch den
vermeintlichen Mund durch Ernst (Dissert. de taenia secunda Plateri)
die ganze Kette durchdringend, also mit Zerreissung. Aus der Meinung
des Vallisnieri entstand die Fiktion, dass die an einander hangenden
minder schädlich seien als die einzelnen Cucurbitini.
Joh. Mall>ois. Dissertatio de intestinis et vermibus in iis nidulan-
tibus. Lugd. Batav, 1751 (nach Bibl. Modeer).
\ic. Willius. Obs. I. De abscessu musculorum abdominis in foemina
gravida, et lumbrico in abscessu reperto. Acta Helvetica, physico-mathe-
matico-botanico-medica. I. Basileae. 1751. p. 73. Der sehr grosse Abszess
hatte sich während mehrerej* Wochen ausgebildet. Einige Tage nach Er-
öffnung kam ein spannenlanger todter Spulwurm heraus, ohne dass eine
Darmöffnung bestand.
Jos. Kaiilin. Lettre conten. des observat. sur le teuia. Paris. 1751.
Sah einen Bandwurm von 26' im Darme eines Lammes von noch nicht
drei Monaten Alter.
Petr. Adr. (ladd. Försök til en oeconomisk Beskrifning öfver Sata-
cunda Häraders norra delan. Stockholm. 1751. — Physika!, ökon. Be-
schreibung des uördl. Theils von Satacunda in Finnland. A. d. Schwed.
von J. C. D. Schreber. In Dav. Gott fr. S chreber's .Neuen Cameral-
7*
100 Würmer.
Schriften, V. Halle. 1766. p. 301. Die vielberufene Auffindung einer ge-
meinen Tänie in einem gelben Bachwasser.
Friedr. Hasselquist. Reise nach Palästina in den Jahren 1749 bis
1752. Aus dem Schwedischen. Rostock 1762. p. 587. Ueber den Band-
wurm der Aegypter.
J. A. Unzer. Beobachtung von den breiten Würmern, Vermes cucur-
bitini. Hamburg. Magazin. VHI. 3. Stück. 1751. p. 312. Ableitung von
graurothen, auch in an einander hängender Reihe gefundenen, theils leben-
den, theils todten Würmern im Brunnen. — Anmerkung von dem Bind-
wurm. Hamb. Magazin. VIH. No. 6. p. 3. — Observatio de taeniis, post
Kleinii Herpetologiae tentamen (s. p. 82). p. 67. 1755. — Samml. kleiner
physikalischer Schriften. Rinteln und Leipzig. 1766. p. 260 (Essigaale be-
treifend, nach Göze).
Saleiitiii. Eni. Eugen. Coliausen. Lumbricorum latorum et cucur-
bitinorum specificum antidotum. Act. phys. med. IX. 1752. Obs. 13. p. 34.
Citirt die Fälle von sehr langen Bandwürmern, Plinius, Plater, Sen-
nertus. Inst. med. libr. III. part. IL §. 1. cap. 4. p. 204, Act. med.
Berolin. Decad. I. vol. IL p. 59 und Schenck. Er liess nach Lucas
Tozzi die Speisen mit viel Oel, Lauch, Lorbeerblättern bereiten, gab
dann Rad. Chinae mit Filix feraina u. a., ein Pflaster mit Oel von Tana-
cetum, Absynth, Raute u. a. auf den Bauch, endlich Grana Tilli mit dem
besten Erfolg.
Joan. Herrn. Fürstenau. Tremor universalis a vermibus. Ibid.
Obs. 28. p. 146. Behandlung mit Mercurius vivus.
Hill. History of animals. London. 1752. Hielt bei Gordius das
Hinterende für das Vorderende (Literatur zu Gordius bei Berthold).
Beschrieb Glossiphonia sexoctulata (nach Mo quin Tandon).
Charles Aiston. Observations on the anthelmintbic virtues of tin.
Medic. essays and observat. by Soc. of Edinburgh. V. 1752. part 1. p. 77.
J. Bnrserius. Epistola de anthelminthica argenti vivi facultate. Floren-
tiae. 1753.
J. Christ. Sehaeffer. Die Egelschnecken in den Lebern der Schafe
und die von diesen Würmern entstehende Schafkrankheit. Regensburg
1753. 2. Aufl. Ebendas. 1762. Uebersetzung in's Holländische durch
J. F. Müller. Amsterdam. 1782. Angeführt Gesner, Aldrovaud,
Jonston, Lesser, v. Hohberg, Hanov. Seltenheiten der Oekouomie
und Natur p. 203, Derham, Kratzen stein, bei den beiden letzten
als Kürbisswürmer. Wahrscheinlich nach Mittheilung der Pariser Akade-
mie der Wissenschaften bei einer Frau, nach der Breslauischen Sammlung
(Sehaeffer p. 21) auch beim Schwein, oft in Hirschen. Nach Scbaefifer's
Meinung, welche sich an die von Gesner, Aldrovand, Jonston an-
schliesst, kämen sie von aussen, wo er die Planarien mit ihnen identi-
fizirt, und zwar, da Leeuwenhoek (Epist. de ortu et defluvio capillorum
p. 39) den Weg durchs Blut widerlegt habe, durch den Gallengang in
Aeltere Quellen. 101
die Leber. Sie könnten (p. 30) vielleicht das zweite oder dritte Ge-
schlecht sein und im Laufe der Generationen die Fähigkeit, im Wasser
zu leben, verloren haben. — p. 31. Die Zahleuminderung durch die Zer-
streuung der Brut. Meinung der Fortpflanzung und Vermehrung im Schaf. —
Hiessen schon zu Gesner'sZeit bei den Metzgern Egel, in Holland nach
Leeuwenhoek Botten, in der Normandie nach Gesner Duves. Wie
Linne von der Egelschnecke, Hirudo limax, so spreche Reaumur von
Sangsue-limace. — Die grünen Armpolypen, die geschwänzten und unge-
schwänzten zackigen Wasserflöhe und eine besondere Art kleiner Wasser-
aale. Regensburg. 1755. Letztere in Abschnitt IV. p. 75. Nais, deren
Ringel, Borsten, Blutgefässe. — p. 87. Künstliche Theilung. — p. 88.
Meinung der Abstammung einiger Eingeweidewürmer auch von diesen.
(iiüL Krauier. Theoremata ph3sico-medica de Lumbricis corporis
humani. Viennae Austriae 1753. Askariden mit Fliegenlarven im Käse
verwechselt. Spulwurm, Bandwurm, Kürbisswürmer, Dracunculiis ent-
stünden in den Eiern ihrer Art und die Därme seien ihr Himmel (nach
Riidolphi).
H. Baker. Zum Gebrauch leicht gemachtes Microscopium. Zürich.
1753, p. 80. Essigaale. — Beiträge zu nUzlichen und vergnügenden Ge-
brauch und Verbesserung des Mikroskopii. Uebersetzt. Augsburg. 1754.
n. Cap. III. p. 320. Aale im Teig (Sauerteig) mit lebenden Jungen unter
Bezugnahme auf Sherwood Phil. Transact. No. 478 für Essigälchen,
auf Gel Ins für die Viviparität und für Aale in verbranntem oder verdor-
benem Waizen auf Turberville Needhaml743, dessen Untersuchungen
B. 1747 wiederholt hatte. — Cap. VI. p. 348. Von dem Radmacher oder
dem radförmigen Thier, Brief an den Präsidenten der K. Gesellschaft zu
London Martin Folker. 1745. Jan. 16. Rotifer. Erste Entdeckung bei
Leeuwenhoek. Kauapparat als Herz. — Cap. VII. p. 380. Unterschied-
liche Gattungen von Thieren mit Rädern. — Cap. VIII. p. 384. Thiere
mit Schalen und Rädern. — Cap. XII. p. 411. Beschreibung von drei
Wasserthierlein; dabei Nais, gefunden im September 1743. Miles fand
deren mehr. Dessen Brief p. 413.
Selecta physico- oeconomica. Stuttgart. II. 1753. p. 461. Gegen die
Finnen der Schweine wird verordnet Eisen und Ablöschen von Eichen-
koblen oder Farnkrautwurzel im Getränk.
^y. van Doeveren. Abhandlung von den Würmern in den Gedärmen
des menschlichen Körpers (erschienen 1753 Lugd. Batav. als Inaugural-
dissertation. Dissertatio de vermibus intestinalibus; praecipue de taenia;
ins Französische übersetzt 1764 als Observations physico-mcdicales sur
le ver solitaire etc. Lyon et Paris) aus dem Lateinischen übersetzt und
mit Zusätzen vermehrt von Th. Thom. Weichardt. Leipzig. 1776.
Reichste Literatur im Cap. 3. über Vorkommen von Würmern in den ver-
schiedenen Körpertheilen, aus welcher Vieles noch nicht angeführt wurde :
Desportes Histoire des maladies de St. Dominique. I. Paris. 1770.
p. 141. Fast in allen Körpertheilen, wahrscheinlich FÜegenmaden. —
102 Würmer.
l'aiii». Akad. 1700. p. 40. Im Hirnsinus. — Hildanus. Obseivat. edit
Henningeri. 1713. Argent. p. 288. Unter zerbrochenen Schädelknochen
(Maden). — Forestiis. IX. I. Hildanus. I. 26. lieber der Dura matcr. —
Bonnet Sepulchr. I. 116. Forestus. IX. 2. Bianchi. p. 316. In Gehirn-
höhlen und Plexus (? Faserstoffkoagula). — Cent. I. bist. 64. Im Gehirn.
— Im Heizen nach Ephemerid. u. a., auch bei Vögeln nach Paullinus
Mise. cur. Dec. II. 6. 8enac. Traite de la striicture du coeur. T. 2. p. 437.
nach de la Peyronie bei Hunden. Uebrigens tritt der Herausgeber
mit Beziehung auf Pallas Diss, de ingestis viventibus. L. B. 1760 in Ed.
Sandiforti thesauro dissert. Roterodami 1768. dafür ein, dass es sich um
polypenartige Gewächse handle. Im Herzbeutel: Bagliv, Brief an Andry
(de lumbr. lato; in opera p. 699); Trarillianus Lib. 7. c. 11; Mesne de
aegrit. cord. cap. 1; Barbette Chir. L. 3. p. 4. — In Lungen, Schlund,
Kehle: Ruysch, Thes. VIII. No. 95 ; Avenzoar Lib. I, tract. 2 ; Alza-
ravius Cap. de tiissi; Bennivenius de abditis morborum causis. c. 77;
Aloysius Mondella Dialog. 6; Fernelius de pathol. morb. et sympt.
c. 10. p. ra. 568; Mise. cur. dec. IL a. IV. obs. 63; Vallisnieri und
Sartulianus in Galeria di Minerva. T. VII. p. I. obs. 7; Bianchi.
p. 339; Forestus XXI. 26; Hai 1er. Opusc. pathol. p. 20. Klumpen
von Würmern im Schlünde; Svvammerdam Bibl. naturae p. 803. luden
Lungen der Frösche; Redi obs. de viperis; in der Luftröhre der Viper;
Ebod. Opuscula. III. p, 32. in den Bronchien des Igels; Frisch. Mise.
Berol. 111, p. 43. beim Karpfen; Wepfer de Cicuta, p. 300. in der Kehle
des Storches; Clerc. p. 310. durch den Husten entleert. — In den
Biüsten (Maden): Bald. Ronsaeus. Mise. ep. 10. — In der Leber:
Bidloo; Bond Medizin. Bemerkungen und Untersuchungen einer Ge-
sellschaft von Aerztcn (Medic. observ. and inquiries) in London. I. 68.,
auch Bemerkungen über Würmer in der Hundeleber. — Im Ductus hepa-
ticus Pallas. Halleri Pr. de calculis biliariis (opusc. pathol. p. 81);
Mise. cur. dec. III. an. 11. obs. 193; Rhodius obs. circa viventes p. 29.
und opusc. III. p. 218; Horstii obs. L. XL 11. — In der Pfortader:
Spigelius. De lumbrico lato c. 5; Morgagni. Opusc. miscell. I. p. 25
(Opera. Venet. 1762). — In den Nieren: Ruysch. Obs. anat. 64. Ephera.
n. c. Dec. I. an. 3. obs. 261; Phil. Transact. abridged. vol. III. p. 120;
Journal de Van der Monde IX. No. 6. — In ausgedehnten Darmdrüsen :
Miscell. cur. Dec. II. an. 7. 16; Dec. HL an. 6. 225; Redi. Opusc. 111.
p. 226. — In der Harnblase: Aloys. Mondella Dialog. 4; Schenck.
Obs. p. 551; Benivenius. van Doeveren glaubt, es habe sich um
Fliegenmaden in der Harnröhre gehandelt, deren Puppen Ruysch ab-
gehen sah. — In der Gallenblase: Spulwurm. Beuth. Etwas von Fiebern.
Leipzig 1771. — Im Ductus pancreaticus: Mauchart. Diss. de lumbrico
terete in ductu pancreatico reperto. Tubingae, 1738. — Im Nabel: Die
Nabel- oder Geizwürmer. ■ — Im Hühnerei: Hieronymus Fabricius
nach Lintus. — Im Eigange der Hühner: Cajetanus Montius-
Comment. Bonon. Instit. IV. p. 330. — In verschiedenen Venen. — Sehr
Aeltere Quellen. 103
viele Beispiele von Würmern in Kopf und Nase. Die Würmer in den
Zähnen, deren Austreibung durch Bilsenkraut nach Schäfer (1757) be-
kämpft wird. Die Chegas in Jamaica, die Würmer unter der Zunge der
Hunde und Hirsche, in der Haut der Menschen. Gegen die Annahme der
Crinones als Würmer. — p. 40. Dracunculus. — Die Klassen der Würmer
nach Pallas: Furiae, Gordii, Madenwürmer, Spulwürmer, Bandwürmer,
Fasciolae. Gegen die Vermischung der Spulwürmer mit den Regenwür-
mern. — p. 83. Beispiele sehr langer Bandwürmer. Die alten Meinungen
über dieselben und ihre Entstehung. — p. 105. Cysticercus fasciolaris. —
Neigt am meisten zur Annahme der Entstehung aus Eiern und der Ver-
breitung solcher mit den Entleerungen. Hält es für ganz begreiflich, dass
aussen in Erde oder Wasser lebende in den Eingeweiden vergnügter auf-
wachsen, namentlich nach Beispiel der Oestriden und des Dracunculus.
Das endemische und epidemische Vorkommen (p. 113), Bouillet,
Baglivius, Chesneau dienen ihm für seine Hypothese zum Beweise.
Er hält auch den Transport mit dem Blute für möglich. — p. 130. Ueber
die Artberechtigung verschiedener Bandwürmer bei Thieren. Linne's an-
geblicher freier Bandwurm, Syst. nat. p. 263; Diss. de taenia p. 93; auch
Unzer. Hamb. Magaz. VIII. p. 312; Comment. de rebus in medicina et
historia naturali gestis. II. p. I. p. Q6. — p. 146. Bessere Merkmale für
die Artunterscheidung der menschlichen Bandwürmer. Vergleich mit denen
des Hundes von Haen. Ratio medendi. IX. in appendice. — Ueber das
Vorkommen in Mehrzahl: Morgagni, Schulze, F. Hoffmann. Suppl.
II. op. part. II. p. 595, Linne, Frisch, List er. Phil. Transact. ab-
ridged, III. p. 120, Haen. wie oben p. 231. und XL p. 290, er selbst
bei Gobius, Werlhof. commerc. liter. nov. an. 1734. p. 731, C. Dionis.
Dissert. de taenia. p. 26, Bandwürmer verschiedener Art zusammen;
Bonnet. Memoires pres. vol. I. p. 529. — Er nimmt das Kopfende richtig
an. Denkt darüber nach , ob die Natur des Bandwurmes es als etwas
Nothwendiges mit sich bringe , dass er von Zeit zu Zeit Gelenke ablege.
An diesen finde man nie einen Kopf. Auf die Rauhigkeit, wenn man
gegen das Kopfende zu streiche, machte aufmerksam J. Raulin, Traite
des maladies occasiouees par les promptes et frequentes variations de
l'air ä Paris. 1752, p. 451. Das was Bonnet als Kopf angesehen, schien
ihm vielmehr ein Werkzeug zum Saugen, so kein eigentlicher Kopf, son-
dern nur ein Maul vorhanden zu sein. Diesen Theil sahen Tulpius,
Andry, Giere (Hist. lumbr. lati), Raul in, — p. 164, Halte sich in
dicken und dünnen Därmen auf. — Die Araber vorzüglich waren der
Meinung, dass der Bandwurm eine Kette von kürbiskernartigen Würmern
sei, Coulet (De Ascaridibus et Lumbrico lato) hielt mit letzteren die
Madenwürmer identisch, Vallisnieri glaubte, sie hingen durch Häkchen
zusammen, van Doeveren glaubt vielmehr, der Bandwurm wachse wie
die Polypen und vergleicht ihn mit Skolopendern. Die Gefässe, welche
Winslow zuerst iujicirte, vgl. Andry. I. p. 252. D. L. Vieussens
1 04 Würmer.
Obs. sur la maladie de Mr. Manot de Bergeret, attaque du ver solitaire.
Paris. 1743. p. 37. und bestätigt diirch Bignoni, führte D. für die Ein-
heit des ganzen Bandwurms an. v. Haen sah deren Querverbindungen.
Doch waren Lage und Zahl noch nicht ganz sicher. Die Zusammen-
setzung nahmen auch an Savonarola, Forestus, Augenius, Pede-
montanus, Herc. Saxonia, Alex, Benedictus, Benivenius,
Aldrovandus, Wedelius, Borichius, Vallisnierius, Clerc,
Scardona, Bianchi, Coulet, Ernstius, Werlhof, Brendel u.a.
— D. scheint am meisten geneigt, die Ernährung durch die Säugöffnungen
des Kopfes anzunehmen; die seitlichen Oetfnungen schienen ihm zum
Kriechen und Anheften zu dienen. Tyson nahm pflanzenartige Ernäh-
rung an. Kosen st ein sah in einem auf den Tisch gebrachten Brassen
die Bandwürmer noch lebendig (von Kinderkrankheiten. Ausgabe des
Herrn Prof. Murray. 1768). D. glaubt, ein Hund werde Bandwürmer be-
kommen, wenn man ihn nur Wasser trinken Hesse, in welchem Aale und
Schleien lebten. — Die Ursachen der Schädlichkeit der Würmer, darunter
auch deren eigene Entleerungen. — Die Therapie. Aller Mittel wird ge-
dacht, auch des Herrenschwand'schen, nicht genau bekannten, p. 338.
Das No uff er 'sehe Mittel, Filix. D. ist gegen die Meinung des Vallis-
nieri, dass aus dem Pulver verbrannter Spulwürmer wieder Würmer
entstehen könnten.
Gr. Anmerkungen über das in denen Edinburgischen Medizinischen
Versuchen, und zwar in des fünften Bandes erstem Theil p. 97. teutscher
Uebersetzung (von Als ton) angerühmten Zinnpulver (mit Theriak) als
einer besonderen Arzney gegen die Würmer in dem menschlichen Leib.
Selecta physico-oecouomica III. XHI. Stück. 1754. p. 41).
Liidov. Godofr. Klein. Mola intestinorum verminosa. Acta phys.
med. X. Norimb. 1754. Obs. 74. p. 253. Einem sehr gefrässigen, meist
mit Brei genährten Kinde ging ein harter mit Askariden gefüllter
Klumpen ab.
C. Deodat Zaiupoiii v. Cartoceto. Abhandlung von der Erzeugung
der gewöhnlichen Würmer des menschlichen Leibes, Brief an den ersten
Arzt von Rimini, Johann. Bianchi. Nach De origine vermium corporis
huniani in Raccolta d'opusculi scientif. e filolog. XL. VIL p. 83. im
Allgem. Magazin d. Natur, Kunst u. Wissenschaften. II f. 1754. Leipzig,
p. 160. Die Aristotelische Auffassung in der peripatetischeu Schule. Der
Kampf von Steno, Graaff in der Entwicklungslehre. — p. 168. Die
Tragweite der Wurmbeschwerden. — p. 178. Will gesehen haben, dass
Ascaris lumbricoides achtundzwanzig lebende Junge gebar. Berührt den
Streit zwischen Vallisnieri und Philipp del Torre, Bischof von
Adria, welcher der Ansicht war, dass die Eier eingebracht würden.
Pater Thoriibia. Beiträge zur Naturgeschichte Spaniens. 1754.
Zog von einer Schildkröte leuchtende Insekten, -Polynoe (Citat nach
Ebrenberg).
Aeltere Quellen. 105
GrOiitarcl. Einlache Cystengeschwulst mit eigener Membran im
Gehirne. Hist. de l'i^cad. R. des sciences'annee 1754. Paris 1759. p. 63.
— De Taenia. Vandermoude, Recueil. V. 1756. p. 261.
Sibille. Commimique k l'Academie de Chirurgie, en l'evrier 1755.
Diirchbruch einer Echinococcusgeschwulst am Peritoneum.
Bureau. De uova vermium intestinalium specie. Vandermonde,
Kecueil periodique d'observations de medecine etc. IV. 1755. p. 341.
J. H. Jäiüscli. De vermibus et praecipue de specie ilia vermium
intestinalium quam Taeniam vocamus. Dissert. inaiiguralis medica, praes.
Kaltschmied. Jenae 1755. Macht p. 20 die Ansicht, dass die Cucurbitini
Einzehvürmer seien, welche kettenartig, der Grösse nach geordnet, sich
aneinander hängten, lächerlich. — p. 29. Den Ursprung der Würmer
führt er auf von aussen eingeführte Eier zurück, für jeden Wurm auf
ein spezifisches „ex ovulo suae speciei'^ (p. 39). — p. 41. Bestreitet den
solitären Charakter der Taenia. Er sagt nicht ausdrücklich, dass die
Cucurbitini nur Stücke von Taenia seien, aber es scheint deutlich, dass
er das annimmt. — p. 53. Therapie, p. 55. Die Specitica.
Thorbcru Berg-maim. Abhandling om Iglar. Kgl. Swenska Wetenskap
Acad. Handlingar. Stockholm 1745. XVIII. — Untersuchung des Coccus
aquaticus, eines braunen Egels mit acht Augen, Linne Fauna suecica
No. 725, in den übersetzten Abhandlungen der K. Schvred. Akad d.
Wissensch. XVIII. a. d. J. 1756. Hamb. et Leipzig 1757. p. 187. —
Abhandlung von Egeln. Ibid. XIX. 1757 (1759). p. 294. Deren Unter-
schiede von Fasciola, Zwitterthum u. a. Abhandlung von Egeln. I. Stück.
D. k. Schwed. Akad. d. Wissensch. Abhandlungen a. d. Naturlehre, Haus-
haltungskunst und Mechanik auf d. Jahr 1757. XIX. Hamb. u. Leipzig
1759. p. 294. Die Augen, gegen Morand (s. o.). Arten: medicinalis,
sanguisuga, i)iscium, octoculata, binoculata, sexoculata.
Christ. Everli. de Lille. De palpitatione cordis. Zwollae. 1755.
p. 133 (Citat nach Davaine). Seine Tochter von elf Wochen, nur von
der Mutter gesäugt, gab ganze Ballen von Würmern ab.
Frank Nicholls. An account of Worms in animal bodies. Phil.
Transact. Vol. 49. I. for 1755. London 1756. 39. p. 246. Darunter
Leberegel und die bei deren Anwesenheit in den Galleugängen sich
findenden kalkähnlichen Ablagerungen; auch die Filarien der Kälber-
lunge, die Filarien des Dorsches und die Ligulen des Bley. — Nachrichten
von Würmern Jn thierischen Körpern. Brief an Dr. Birch. Aus London
Magaz. Dezbr. 1756 in Hamburg. Magazin XIX. 2. St. 1757. p. 219.
Physikalisch -Oekonomische Wochenschrift. I. 1756. p. 1185. Mittel
wider die Regenwürmer. Pferdemist zur Nahrung, Nussblätter- oder
Nussschaleuabkochung zur Vertreibung. Nächtliches Fangen. Der Schaden,
welchen sie durch Hinabziehen junger Pflanzen und, wohl fälschlich, durch
Durchbohrung weicher ^Wurzeln thun.- Behandlung zur Zurichtung für
den medizinischen Gebrauch.
106 Würmer.
Dalestre. De vermibus in tumore scirrhoso. Vandermonde, Recueil
periodique d'observations de medecine, de Chirurgie et de pharmacie. V.
1756. p. 281.
Barattc. De vermibus in sanguine. Ibid. VI. 1757. p. 300.
P. Duguid. The anthehiiintbic virtue of the bark of the wild
Cabbage or Bulge- water tree. Essays aud Observations, physical and
literary read betöre a Society in Edinburgh. II. 1756. p, 264. Zwölf
Askariden im Appendix vermiformis eines siebenmonatlichen Kindes in
Jamaica. Die vegetarische Lebensweise als Anlass. Die überaus kräftige
Heilwirkung der gedachten Pflanze. Cabbagebark-tree = Geofifraea Jamai-
censis inermis.
Nicolas du Saulsay. Journ. de Medecine. 1757. VI. p. 380. Epi-
demische Dysenterie in Fougeres mit massenhaften Spulwürmern, Heilung
durch Anthelminthica (nach Davaine).
Bousciuet. De vermibus in sanguine. Ibid. 1757. VII. p. 65.
Baron. Concretion osseuse dans la tete d'un boeuf. Hist. de
l'Academie R. des sciences. 1753. Paris. 1757. p. 134. Vielleicht ver-
kalkter Coenurus. Aehnliche Fälle von Duvernoy. Hist. de l'Acad.
1703. p. 26. und bei Bartholinus.
Leautaud. De vermibus ex aure hominis extracto. Vandermonde,
Recueil periodique. VIII. 1757. p. 145. — Observatio tumoris magni,
vermibus pleni. Roux Journal de medecine, Chirurgie, pharmacie etc.
XVII. 1762. p. 550.
Le Bailli d'Iiigiielmcn. Observation d'une jument, qui rendit un
grand nombre de vers vivans et des petites pierres. Hist. de l'Acad.
R. des sciences. 1754. Paris. 1759. p. 65.
Nils. Crisler. Om Blod-Iglar och deras nytta i Medicinen. Kgl.
Swenska Wetensk. Academiens Handlingar XIX. 1757. — Vom Gebrauche
der Blutegel in der Heilungskunst. Ibid. Uebers. Hamburg u. Leipzig.
1759. p. 94.
J. Baster. Observationes de Corallinis, iisque insidentibus polypis,
aliisque animalculis marinis. Philosoph. Transact. Vol. 50. I. for 1757.
London. 1758. 32. p. 258. dabei Taf. 10. flg. III und 1—5 verschiedene
polychäte Anneliden ohne Namen, theils mit zwei, theils mit vier Augen.
Dieses und Opuscula subseciva. 1760. I. p. 31. Citat aus Ehrenberg für
Meerleuchten. Dabei wahrscheinlich Synchaeta baltica. — Opuscula
subseciva. p. 77. Penicilla marina: Scolopendra major, tubularia. —
p. 79. De Serpulis sive vermibus tubos lapideos incolentibus: spirorbis,
triquetra, arenaria. — II. 1760. p. 57. Anmerkung k. Protest gegen
Linne's Zoophyta, unter anderen Taenia enthaltend, „quia plane nihil in
se habent radici simile, multo minus eadem ulli adhaerent corpori. —
p. 82. Hirudo piscium, warzige Pontobdella muricata, grösser als der
Rösel'sche (Branchiobdella astaci). Insektenbelust. Suppl. III. p. 199. —
Natuurkundige Uitspanningen beheizende eenige Waarnemingen over
sommige Zee-plauten en Zee-insecten. Haarlem. 1762 — 1765. Hierher:
Aeltere Quellen. 107
Eerste Stuckje p. 35. Van eenige andere Zee-insecten (Leuchtende
Anneliden, abgebildet Tai". IV). Tweede Htnckje p. 88. Van de groote
gepluinidc Kokkerscolopendra. — p. 90. Van de Serpula's of Wurmtjes
die in Steene kokertjes woonen. — p. 1'4. Over de Bloed-zuigei- der
Vissen. — Tweede Deels tweede iStuck. p. 65. Van de Zee- muizen
Polynoe, Aphrodite). — Tweede Deels derde Stuck, p. 147. Van de
Nereis, of Zee-Duizend-Been.
Cousin. Observatio de verme per urethram ejecto. Acta Helvetica
physico-niatbematico-botanico-medica. Basil. 1757. VI. p. 192.
D. Vaiulelli. üissertationes tres de Aponi thermis, de uonnuUis
Insectis terrestribus et Zoophytis marinis et de vermium terrae repro-
ductione, atque Taenia canis. Padovae. 1758. cap. 2. Ueber das freie
Vorkommen der kleinen Würmer der Pferde in der Leibesböhle. —
Dissert. III. C. 3. p. 132 ff. in Titius Neuen gesellschaftlichen Erzählungen.
IV. 1762. p. 158. Beschränkung der Angaben Keaumur's über Regene-
ration zerschnittener Kegenwürmer auf solche, in welchen Mund, Schlund,
Magen, Anfang des Darms, Gehirn, Herz, Eierstock behalten sind.
Alb. Scl)a. Locupletissimi rerum naturalium thesauri accurata de-
scriptio. I. Amstelüdami. 1734. Tab. 81. fig. 7. p. 131. Millepeda marina
Amboinensia, — fig. 8. p. 132. M. marina Belgica. — T. 90. fig. 1 — 3.
p. 141. Eruca s. Scolopendra marina longissima. — III. 1758. Tab. 4
fig. 7, 8: p. 9. Eruca marina von Zandvoord auf einer Tafel mit Cephalo-
podeu. Er ordnet zwar Seesterne und Seeigel zusammen, hat die Conchae
anatiferae gleich neben den Krebsen, aber auf derselben Tafel. III. 16.
auch die Pholaden und die Seefeder und fig. 7. (p. 39) das Penicillum
marinum mit Geweih tragendem Deckel. — Tab. 100. fig. 8. p. 189. Die
zusammengepackten feinen Wurmröhren, Nidus vermium marinorum, neben
Hydroiden, Corallinen, anderen Algen. Stylvolie Kupfer. — In II. p. 70.
Tab. 6S. Fig. 7. als „Ver d'Afrique de la figure d'un serpent" eine Eidechse mit
unvollkommenen Füssen. — In IV. Tab. 65. Fig. 7, 8. p. 73. als „ver
aquatique, qui se construit de petites demeures comme des teignes'»:
Trichopterenlarven.
D. C. E. Berdot. Obs. de lumbrieis e cubito erumpentibus. Acta
Helvetica physico-mathematico-botanico-medica. T. VII. Basil. 1758, p. 177
(nach Bibl. Modeer).
J. L. Müller. Von Erzeugung der Würmer im menschlichen Leibe.
Hamburg. Magazin XX. St. IV. 1758. p. 424.
Lesser. Theologie des Insectes II. 1742. p. 223. Deutsche dritte
Ausgabe v. 1758. p. 408. Betrachtungen über Filaria Medinensis unter
dem Namen der Culebrilla.
Borlase. Corwal's natural history 1758 (ßorlasia). Citat nach
Quatrefages.
Richard Oram. An account on the case of a boy troubled with
convulsive fits cured by the discharge of worms. Philos. Transact. 50.
II. for 1758. London. 1759. 66. p. 518. Der Knabe nahm in seinem
108 Würmer.
Blödsinn ein Viertel Pinte Farbe aus Leinöl, Bleiweiss und Russ und
entleerte eine unendliche Menge von Fadenwürmern in tintenscbwarzer
Brühe, worauf er alsbald sich au Körper und Geist wesentlich besserte.
Jolm (xaze. An account of tbe same subject. Ibid. p. 521. Nach
diesem hatte die Krankbeit vom siebenten bis elften Jahre gedauert.
Bisson. Observat. sur une hydatide survenue ä la suite d'un sarco-
cele. Journ. de med., chir. etc. 1759. XL p. 455.
Moulblet. De vermibus qui per renes et urethram infantis exierunt.
Vandermonde, Journal de medecine, Chirurgie, pharmacie etc. IX. 1758.
p. 244 (nach Bibl. Modeer).
Isacus Palmaeriis. Ovis, Dissertatio 58, praeside C. Linne, in C.
Linnaei Ammoenitates Academicae. IV. Holmiae. 1759. p. 185. Fasciola
hepatica als Ursache der Leberentzündung und ihrer weiteren Folge-
krankheiten : me vero judice, caussa non propie in aqua, sed in contentis
aquae quaerenda. — Vermes hi in omuibus fere rivulis et paludibus
foliis . . . adhaerent. — p. 187. Vertigo aus Hydatiden inter meninges
et cerebrum, uti Job. Jacob. Scheucbze'rus (It. Alpin.) in rupicapris
observavit.
3L D. L. C. D. B. Dictionnaire raisonue et universel des auimaux.
I. 1759. p. 174. Ascaris. — IL 1759. p. 56. Dragonneau. — p. 158.
Fasciola. — p. 279. Gordius. — IV. 1759. p. 456. Ver, p. 457. Ver de
terre ; p. 465. Ver solitaire.
Jolm Andrew Pcyssoncl. Observations upon the Sea Scolopendre,
or Sea millipes. Phil. Trausact. giving an account of the present under-
takings, studies, labours of the ingenious in many considerable parls of
the World, vol. 51. I. for 1759. London 1760. VI. p. 35. Sah einen
vierkantigen Borstenwurm den Rüssel auswerfen und hatte mehrere
Stunden einen brennenden Schmerz von den in die Haut gedrungenen
Borsten.
C. F. Hoffberg". Cervus Tarandus. Dissertatio in C. Linnaei Amnioe-
iwtates Academicae. IV. Holmiae. 1759. 57. p. 164. Drehkrankheit, Vertigo,
Ringsjuka. Angeblich nur wenn rechtsdrehend heilbar.
Bourgelat. Memoire sur des vers trouves dans les sinus frontaux,
dans le ventricule, et sur la surface exterieure des intestins d'un cheval.
Memoires de Matbematique et de Physique, presentes ä l'Academie R.
des sciences. III. Paris. 1760. p. 409. Die Thierärzte Caracciolo, Ruini,
Liberati, Francini, Soleysel und de Garsault hätten die Magen-
würmer der Pferde (Gastrus) beschrieben und deren drei, oder Soleysel
vier Arten im Darme unterschieden. Im Darme sei die erste Art ein
grosser Spulwurm ; die zweite (moraines), stamme gleich denen im Magen
von Fliegen ab ; die dritte, von nadelähulicher Gestalt, durchbohre sicher
zuweilen die Darmwand. Die englischen Betrachtungen. Würmer in
den Sinus frontales der Rinder habe Verheyen wahrgenommen. B. liess
ein Pferd solche ausniessen und fand bei der Sektion noch drei in den
Sinus, eine grosse Menge Faden würmer (Scorseri o Filandre des Caracciolo?)
Aeltere Quellen. 109
und eine Menge Gastrus im Magen. Er hält dafür, sie seien mit der
Nahrung dorthin gelangt.
Ant. Martin. Anmärkningar öfvar den sä kailade Spitelska som
angriper Fisk och Boskap, samt äfven Menniskjor i Norrige. Kgl. Svenska
Wetensk. Academiens Handlingar. XXI. 1759. Ascarides. — Om Gordier,
knut aller Trädmaskar, fundne hos Menniskjor. Ibid. XXII. — Von den
Fadenwürmern bei Menschen und Thieren. D. k. Scbwed. Akad. d.
Wissenscb. Abhandlungen a. d. Naturlehre u. s. w. auf 1771. XXXIII.
Leipzig. 1775. p. 258. Phys. Oekon. Biblioth. VI. 1775. p. 431 (als
Gordii). Vermuthung der Uebertragung auf den Menschen durch Genuss
von Fischen, z. B. des Eperlanus. — Om en särdeles Mask som liknar
Sprutor, och gör hydatides eller watuhölsor i Norsens Inelfvor. Kgl.
Vetensk. Acad. Nya Handlingar. Stockholm. I. 1780. p. 44. Echinorhynchiis.
Prang-e. De caraphorae virtute authelminthica. Götting. 1759.
Joli. Plauens. (Bianchi) Ariminensis. De conchis minus notis etc.
ed. II. duplici appendice aucta. Romae. 1760. Cap. XX. p. 110. Tab. V.
D. u. E. Mentula cucnrbitacea marina (Camillo Ranzani (1817) bezieht
sich hierauf für Thalassema). Appendix II. Cap. 22. p, 111. Seta
palustris.
J. B. Morg'ag'iii. De sedibus et causis morborum per anatomen
indagatis libri quinque. Venetiis. 1760. epist. 38. § 44. Glaubte die Wasser-
blasen (Redi, Hartmann, Tyson) seien nicht alle von einer Art. — ep. 21.
Cysticercus in der Herzwand eines alten Mannes. — ep. 34. Vermuthung,
dass die Spulwürmer Darmeinstülpung machten. — Epist. anatomicae.
1764. epist. 9. Wurmknoten der Hausthiere, deren er fast bei jedem Hunde
am Oesophagus fand. — epist. 14. Darmdurchbohrung durch einen Wurm
beim Huhn. — Beobachtung des später als Trichiurus und Trichocephalus
beschriebenen Wurms. — Würmer von verschiedenen Thieren. Be-
trachtung des Bandwurmes als eines einheitlichen Thieres.
J. D. Titius. Anmerkungen über allgemeine Eintheilung der Thiere.
Neue gesellschaftliche Erzählungen. III. 1760. 19 u. 20. p. 289 ff. Kritik
Linue's. — p. 303. Die Würmer. Die Schalthiere lassen sich nicht durch-
gehends zu den Würmern zählen (Linne's Merkmal, dass die Muskeln
des Leibes mit einem Ende an einen gewissen Grundtheil angewachsen
seien, bezieht sich wohl auf den Rückziehmuskel der Gehäuseschnecken).
Einige Schalthiere wohnen in ihren Schalen nur gleichwie in Hütten,
Scheibelhüther, Ostroeci, andere sind mit ihnen bekleidet, Scheibelhäuter,
Ostracodermata (Fischer und Klein). — p. 307. Die Würmer im
menschlichen Körper entspringen aus Samen ihrer Art, nicht so unbe-
stimmt aus allerley fremdem Zeuge. — Eintheilung nach den Elementen;
Untereintheilung nach den Bewegungsorganen; so kommen Gewürme
neben die Schlangen und sind gänzlich getrennt von den Testacea und
den Insekten. — Neue gesellschaftliche Erzählungen. IV. 1762. p. 303.
Igel an den Kieraendeckeln der Brassemen mit 17 — 20 Ringeln und mit
Napf mit neun und mehr Speichen.
110 Würmer.
Petr. Sim. Pallas, üissert. medica de infestis viv. intra viventia
Lugd. Batav. 1760 (nach Bibl. Modeer). Amstelod. 1760. p. 50 No. 6.
Taeuia hydatoidea. — Elenehus Zoophytonim. Hag. 1766. Holland. Ueber-
setz. durch P. Boddaert. Lyst der Plant-Dieren. Utrecht. 1768. Deutsche
Uebersetz. von Chr. Fr. Wilkens; herausgeg. von Jo. Fr. Wilh. Herbst.
Nürnberg. 1787. Vergleich der damaligen Dispositionen. Erste Ordnung:
Würmer ohne Gliedmaassen, Intestina (Gordius, Ascaris, Lumbricus, nebst
Lumbricus raarinus) , Fasciola (mit Planaria), Slpunculus, Hirudo, Myxine,
dann von Bloch Ligula, Vermis vesicularis, Echinorhynchus, Triehiuris,
Chariophyllius, CucuUanus. Zweite Ordnung: Würmer mit Gliedmaassen,
Mollusca, darunter die Gattungen 4. Aphrodite, 5. Nereis, 10. (zwischen
Holothuriae und Triton) Terebella. Dritte Ordnung: Schalgewürme,
Testacea. — Bandwurm mit 7 Arten, unter welchen aber ein Echinorhynchus,
und Cysticercus bei den Zoophyten. — Taenia osculis obscuris p. 52.
oder Heruscula ist wie Taenia heruca des Elenehus Zoophyt. No. 7.
p. 415., wie Bloch gezeigt, ein Echinorhynchus. — Miscellanea Zoologia.
1766. No. XIII. p. 157. Brachte zuerst die Blasenwürmer, nämlich eremita
= tenuicoUis, unter die Bandwürmer, was Linne erst in der zwölften Aus-
gabe des Systems der Natur that. Dabei Literatur. — Mise. Zool. p. 168.
Auch bei dem bandartigen in der Leber der Mäuse entging ihm die Blase,
welche die anderen nicht bemerkt hatten, nicht. — Beschreibung der
hauptsächlich im Unterleibe wiederkäuender Thiere anzutreffenden Hyda-
tiden oder Wasserblasen, welche von einer Art von Bandwurm ihren
Ursprung haben. Stralsunder Magazin. 1. p. 64. 1767. — Miscellanea
Zoologica. Lugd. Batav. 1778. VIII. p. 72. Aphroditae. p. 74. Serpulae
inquam, cum Nereide et Aphrodita indolem et fabricam communem
habent atque in unum ordinem (gegen Linne) conjungi debent, qui ad
Zoopbyta gradum efficit, atque cui forte non inepte Lumbrici, Hirudines,
Ascarides, Gordii, imo Taeniae adnecterentur. Füsse der Aphroditen mit
Borstenbündeln, Kiemen und Cirren. Neun Arten. — IX. p. IIH.
Nereides: cylindraria und conchilega oder errantes und tubicolae. Be-
ziehung der letzteren zu Serpula; bei diesen solche mit nicht schaligen,
sondern von Sandkörnern gebildeten Röhren. — X. p. 139. Serpula gigantea
(■? Pectinari'a.), — XI. p. 146. und in Spicilegia zoologica. I. fasc. 10.
Die erste, vortreffliche Beobachtung einer borstentragenden Gephyree als
Lumbricus echiurus, dabei die dürftige des von J. Gaertner beobachteten
Thalassema Neptuni als Lumbricus thalassema. — XIII. p. 170. Taenias
omnes capite gaudere. — Id. Frankfurt a/M. In Observations sur la
physique, sur Thistoire naturelle et sur les arts par l'Abbe Rozier. V.
1771. — Lacerda apoda (Fseudopus) descripta. Novi Commentarii
Academiae Petropolitanae. XIX. 1774. p. 435. Trichocephali in ventriculo.
— Vergleichung einiger in Schweden, Russlaud u. s. w. bemerkten tödt-
lichen Krankheiten, die man füglich unter dem Namen der Brandbculen
zusammenfassen kann. Neue Nordische Beiträge zur physik. und
geograph. Eid- und Völkerbeschreibung, Naturgeschiolite und Oekonomie.
Aeltcre Quellen. 111
Petersburg imd Leipzig. I. 1781. p. 113. Betrifft die Furie. — Ibid. Be-
merkuugen über die Bandwürmer in Menschen und Thieren. p. 43. Wie
die nomadischen Völker den Eingeweidewürmern wenig ausgesetzt seien.
Zwanzig Arten Bandwürmer, dabei der Irrthum Bonnet's in Betreff der
Taenia lata. p. 64. Sammlung älterer Fälle von Echinococcus. I. p. 43.
und II. p. 80. Dass die Entozoen aus Eiern von ihres Gleichen ab-
stammen, welche umhergestreut Veränderung der Umstände ertragen,
erst wieder zu Würmern erwachsen, wenn sie mit Speise und Trank
an eine dienliche Stelle gelangen, auch durch das Blut in allerlei Organe
und selbst auf den Embryo übertragen werden. — J. Beckmann's Physika),
oekonom, Bibliothek. XII. 1783, p. 14. 18. — Naturgeschichte merk-
würdiger Thiere durch den Verfasser verteutscht. IX. Sammlung. Berlin
u. Stralsund. 1777. (nach den Spicilegia zoologica). p. 21. Gryllus onos
gleich Gryllus viridis und verrucivorus häufig besetzt mit Gordius.
Meinung jenseits des Balkans, dass die Gordius Geschwüre verursachen
und dem Trinkwasser die Eigenschaft geben, Geschwüre zu veranlassen.
— X. Sammlung. 1778. p. 3. Der stachelschwänzige See-Pieraas, Lumbricus
echiurus; p. 10. Der eicheiförmige See -Pieraas mit der langen Zunge,
Lumbricus Thalassema (= Thalassema Neptuni Gaertner); p. 12. Lumbricus
edulis; p. 15. L. phalloides; p. 20. L. oxyurus; p. 22. Fasciola ventricosa,
ein Distoma aus Amboina; p. 25. Fasciola quadrangularis; p. 27. F. fusca;
p. 30. F. punctata. — Einige Erinnerungen, die Bandwürmer betreffend,
in Beziehung auf das 12. und 14. Stück des Naturforschers. Neue Nor-
dische Beiträge. II. p. 58. Besonders und zum Theil nicht gut syste-
matisch gegen 0. F. Müller.
J. U. Röderer. Göttinger Gelehrte Anzeigen. 1761. No. 25.p. 243. Pro-
gramma de taenia. Götting. 1760. — Nachrichten von den Trichiuriden. Vgl.
Wagler.
Gfiiettard. Sur le rapport qu'il y a entre les coraux et les tuyaux'
marins, appeles communement tuyaux vermiculaires ; et entre ceux-ci et les
coquilles. Hist. de l'Acad. R. d. sc. 1760. Paris 1766. p. 6. und Memoire«,
p. 114. Als Beweis der Uebergänge zwischen den beiden Klassen. Ab-
bildungen. — Memoires sur differeutes parties des sciences et arts I. 1768.
Observations detachees d'hist. nat. I. p. 85. Sur des vers ascarides des
Harengs. Gegen die Meinung, dass solche auf den Menschen übertragen
werdcD, in ihm leben, oder sich in ihm wieder zusammensetzen könnten.
J. van den Bosch, Medici Hageni Historia constitutionis epide-
micae verminosae, quae annis 1760, 1761, 1762 et initio anni 1763 per
iiisulam Overflacque et contiguam Goede-reede grassata fuit. 1769. —
ed. nova. Norimbergae 1779. Sagt fast nichts über Natur und Beschaffenheit
der Eingeweidewürmer selbst, weil diese weniger die medizinische Praxis,
als die Naturforscher angehe. Beschreibt ein epidemisches fauliges Fieber
und giebt allerlei Krankengeschichten, welche er auf Würmer bezieht.
Martin Frobenins Lederiuüller. Beobachtung der Aale im Kleister
und der Samenthierchen. 1757. Dez. 11. Fränkische Sammlungen von
112 , Würmer.
Anmerkungen aus der Naturlehre, Arzneygelahrtheit, Oekonomie und den
damit verwandten Wissenschaften. III. 17. Stück. 1758. p. 387. — Mikro-
skopische Gemüths- und Augenergötzungen. Erstes Fünfzig, 17G0. Nürn-
berg p. 33. Die Aale im Essig und Kleister. — 1763. p. 165. Taf. 84.
Zweierlei Arten von Wasseregeln: Piscicola und Clepsine. — Taf. 82. f— h.
Abbildung der „Stachelschlängelchen^' (Nais), welche die allerliebste Speise
des Polypen sind. — Mikroskopische Beobachtungen. Frank. Sammlung,
IV. p. 47. Observationes de Vibrionibus et Anguillulis (nach Bibl. Modeer). —
Fr. Chr. Mahling. Mikroskopische Beobachtungen der Kleisteraale und
der Thierchen in Fleischbrühe, cum annotat. Ledermülleri Frank.
Samml. VI. p. 221.
L. A. J. Kleisteraale. Fränkische Sammlung. 1757 Oct. 3. IV.
19. Stück. 1758. p. 49.
F. C. Mahling. Versuch mit den Aalen im Kleister. Ibid. 1758
July 20. IV. 21. Stück. 1758. p. 229.
Biselioft*. Neue optische Beiträge. Frankfurt und Leipzig. 1760.
p. 24 — 26. (Citat von Göze für Essigälchen).
J. Baptist. Boliadscli. De quibusdam animalibus marinis, eorum-
que proprietatibus, orbi litterario vel nondum, vel minus uotis, über.
Dresdae 1761. Cap. V. p. 93. — Beschreibung einiger minder bekannten
Seethiere und ihrer Eigenschaften. Aus d. Latein, übersetzt und mit
einigen Anmerkungen vermehrt von Nath. Gottfr. Leske. Dresden 1776.
5. p. 84. De Syringe (Von dem Spritzwurm, Sipunculus nudus Lin.).
Sipunculus als Zoophytorum novum genus, .... quodsi vero illud ad
vermium ordinem melius reducendum fore quispiam sentiet, me sibi contra-
rium non hahebit. Cum enim tentaculis seu artubus destitutum sit, inter
vermes locum meretur. Ad zoophytorum ordinem vero eodem jure per-
tinet, quo Tethys,' quoque tentaculis destituta, in eo a Cl. Linnaeo posita
est. — Bei Leske zu den Stellen aus Rondelet und Gesner die
spätere Art: Sipunculus saccatus L. Amoenit. academ. Linnaei p. 254;
dasselbe Kupfer von Müller abgestochen in IJebersetzung von Linne
System IV. I. Taf. I. hg. 7 von Lager ström in China gesammelt, von
Linne erst zu den Nereiden, dann hierher gestellt.
E. Dietrich Salomoii. Om Blöd Iglars Bruki Medicine. Act. Holm. —
Bemerkungen vom Gebrauche der Blutegel. D. K. Schvved. Akad. d.
Wiss. Abhandlungen a. d. Naturlehre u. s. w. 22. für 1760. Ilamb.
n. Leipzig. 1762. p. 132. — Weitere Untersuchungen vom Gebrauche der
Blutegel in der Arzneikunst. Ibid. 26."' auf 1764. Leipzig 1767. Be-
sonders Anwendung ^gegen^Hämorrhoidalbeschwerden. — Das erste re-
censirt in Comment. phys. med. Lips. XI. pars 2. 1763. p. 198.
Memoire historique sur les sangsues. • Gazette salutaire. XXII — XXIV.
von 1762. Observation sur un mal de tete des plus violents, gueri par
le Moyen des Sangsues~(Citat von Dana-Krüniz).
Murk von Plielsiim. Historia physiol. Ascaridum. Leovardiae
1762. ~- Uebers. von Weise. 'Altenburg 1781. — Natuurkuudige verbände-
Aeltere Quellen. 113
ling over de VVomieii, welke veltyds iu de Därmen der Menschen ge-
vonden worden. Leeuwaiden 1763, — Historia pathologica Ascaridiim.
Leovard. 1769. Uebers. von Weise. Altenburg 1782. — Brief an den Herrn
M. Honttuyn. Leovard. 1770. — Abhandlung von Springwürraern
herausgegeb. v. Weise. Gotha 1781 (nach Herbst und Rudolphi). —
Brief nn Cornel. Nogemann over de Gewelw-Slekken of Zeeeegeln:
war achter gevoegd zyn twee beschry vingen , de eene van zekere sort
van Zeewier, de andere van Maaden in eene vuile Verzweringe gevonden.
Rotterdam 1774.
C. Gf. Wagier. Dissert. de morbo mucoso praes. J. G. Rüderer.
Götting. 1762. Novum geuus vermium sub nomine Trichiuridis detexerunt. —
Traduct. Paris 1855. — H. A. Wrisberg. Roedereri et Wagleri tractatus
de morbo mucoso, denuo recensus editus. Göttingae 1783. — Auf diese
Schrift, welche die Entdeckung des Trichocephalus dispar enthält, be-
züglich sagt J. Grätzer (die Krankheiten des Fötus, Breslau 1837):
„Memorabile est, ipsum foetum, raortuum semper, morbi matris esse parti-
cipem.'* Es zeigte sich zwar die Schleimhauterkrankung auch beim Fötus.
Die Würmer aber kamen bei demselben niemals vor. — Die Verfasser
erwähnen, wie verunreinigt in den damaligen Kriegsläufen Göttingen ge-
wesen sei und wie man sich mit schmutzigem Trinkwasser habe begnügen
müssen. Der Naturforscher. XII. Stück. Halle 1778, p. 178. Bemerkungen
über die Beziehungen dieses Trichocephalus dispar zum Wurme der La-
certa apoda von Pallas.
Heiir. Hannes. Diss. med. inaugur. de hlrudinibus. Duisburg 1763.
Postel de Franci^re. Observatio de taenia s. verme solitario. Ronx,
Journal de Medecine etc. XVIII. 1763. p. 416. XXVI. 1767. p. 415.
Einer der letzten Anhänger der Lehre, dass die Kürbisswürmer sich zu
Randwürmern zusammenthäten (nach Davaine).
Consolin. De vermibus cucurbitaceis. Ronx, Journal de Medecine
etc. XX. 1763. p. 445.
An account of some of the natural things, with which the intelligent
and in(|uisitive Sgr. Paolo Boecone of Sicily hath lately presented the
R. Society and enriched their repository. Philos. Transact. VIII. for 1763.
No. 99. p. 6158. III. Vom Blutegel in Schwerdtfischen.
Lorenz Montin. Fasciola intestinalis med en grusvelig mängd af
Here slags maskar, fundre hos en menniskia, och hiiru de utelrefvos.
Kgl. Swenska Wetensk. Academiens Handlingar. Stockholm 1763. — Aus-
zug eines Falles von einer Fasciola intestinalis mit mehrerlei Würmern
bei einer Krankheit. D. Kön. Schwed. Akad. d. Wissenschaften Abhand-
lungen aus der Naturlehre u. s. w. f. 1763. 25. Uebersetzt. Leipzig
1766. p. 122.
Raisin. De verme cum urina ejecto. Roux, Journal de Medecine
etc. XIX. 1763. p. 458.
Bronn, Klassen des TLier-Keieha. IV. 1. 8
114 Würmer.
Aymeii. Second memoire siir les maladies des bles. Memoires de
Mathem. et de Phys. presentes a l'Acad. R. des scieuces par divers
savans. IV. 1763. Paris. 374. Needham habe die bewegten Fäden
des Mutteriiorus für Auguillae gebalten. „Le mouvement des fibres
n'est du qu'aux corps globuleux de la seve, contenus dans les vais-
seaux farineux.''
P. J. Bergiiis. Beskrifning pä et Sjökräk, som är et slags Teredo,
jemte närmare utstakning af Teredinis geniis (Sabella cbrysodon). Kgl.
Swenska Wetenskap Academiens Handlingar, Stockholm 1764. 26. p. 225.
Passerat de la Cliapelle. Vier Verblutungen durch Blutegel. Samm-
lung auserlesener Wahrnehmungen aus der Arzneiwissenschaft, der Wund-
arznei — und der Apothekerkunst. VlII. 2. St. Strassburg 1764. p. 67
(nach Dana-Krtiniz).
Dar. Cranz. Historie von Grönland. Barby 1765 und 1770. Be
rührt einige grönländische Würmer (nach Bibl. Modeer).
31. (xriil)!). Et sältsamt Sjökräk (Sabella cbrysodon L.). Kgl.
Swenska Wetensk. Academiens Handlingar. 1764. 26. p. 221.
Be Thomas. Observ. sur le ver solitaire. Journal de Medecine
t. XXHI. Paris 1765.
Gfuenaud. Vers trouves dans un roc. Memoires de l'Acad. de
Dijon. I. 1769. p. LXH. 1765. Acht bis neun Fuss tief bei Semur im
Granit von verschieden geneigten Lagern fand sich Wasser und nahe
diesem mehrere Würmer, der längste 10", andere 4 — 5^,V' lang, wie
Violinsaiten dick, rosenroth bis dunkelbraun und mit einer dunkleren
Achse. Ob Gordius oder eine Lumbricide?
Joh. Philipp, de Limhoiirg-. Observationes de Ascaridibus et
Cucurbitiuis et potissimuin de Taenia, quam humana quam leporina (diese
1757 im Darme gefunden). Philos. Transactions. 56. for 1766. London
1767. XVII. p. 126. Abbildungen. Die Glieder des Bandwurms heissen
Segmenta oder annuli, eine Reihe solcher heisst frustulum. Der mensch-
liche war mit Mercurius dulcis und Purgirmitteln abgetrieben. Beschreibt
an einem Ende der Glieder oder der Basis einen sulcus oder hiatus.
Die eigentlichen Askariden haben nichts zu thun mit der Tänie und den
Cucurbitini,', welch letztere allerdings bei Coulet Askariden heissen.
Spricht gegen die Lehre, dass die Cucurbitini sich an einander hingen.
Deren Verschiedenheit unter einander, sowie die Gliederung anderer
Würmer sprächen dafür, dass sie Theile eines Wurmes seien. Er gehört
zu denen, welche den Kopf nicht fanden. Führt ausser Tulpius und
Andry als solche, welche einen Kopf beschrieben, au: Raul in, Maladies
par les variations de l'air; Thomas, Journ. de medecine Juiliet 1765.
Caput Andrjanum speciem porri aut Verrucae, Tulpianum colubrinum,
Raulinum specie rostri cum duobus punctis nigris ad duo latera; Tbomas
ut punctum nigrum, quäle in fructiuim insectis. Die Beweise gegen das
Aeltere Quellen. 115
Einzelnvorkommen. Für die Entstehung aus mit Nahrung oder Wasser
eingeführten Eiern.
Christ. Weber. Observ. de Taenia. Observationes medicae. I. 1764.
p. 32. Im Bandwurme jederseits durch die ganze Länge ein Kanal mit
Querverbindungen.
(jeiitebrüek. Gesammelter Unterricht von Schafen und Schäfereien.
Leipzig 1766. Kannte die Blasen im Gehirne drehkranker Schafe.
(w. Gr. Müller. Von der Erzeugung der Würmer im menschlichen
Körper. Hamburgisches Magazin oder gesammelte Schriften zum Unter-
richt und Vergnügen aus der Naturforschung und den angenehmen
Wissenschaften. XX. 1766. p. 424.
ßoMu. Epistola ad Gl. Postel de Franciere de taenia. Roux,
Journal de Medecine etc. XXV. 1766. p. 222. Fall von ungeheuer (30')
langer Tänie, welche trotz apfelgrosser Aufknäuelung vom Pylorus bis
fast zum After reichte (nach Davaine).
Masars de Caz^les. Sur le tenia ou ver solitaire et plus particu-
lierement sur un tenia perce a jour. Ibid. XXIX. 1768. p. 26. Ein
Bandwurm mit durchlöcherten Gliedern. Gemeiniglich sind das Bothrio-
cepbalen.
Rüssel. Medic. observ. and inquiries. London. 1767. t. IIL p. 146.
Entleerung von Hydatiden mit dem Urin. Heilung (nach Davaine).
C. de (jreer. Memoires pour servir ä l'histoire des Insectes. I — VI.
Stockholm 1752—1777. I. p. 551—553. Filarien der Raupen von Pha-
laena ziczac und alni. — 11. p. I. p. 553 — 555. Filarien von Phry-
ganeenlarven und Gryllen. Djur som med en sträng i ändan äro fästade
wid andre lefwande Djur, uptäckte. Swenska wetensk. Academiens Hand-
lingar XXIX. 1767. — Rede von der Erzeugung der Insekten, vor der
kön. Akademie der Wissenschaften gehalten. Neue Sammlung verschie-
dener Schriften der grössten Gelehrten in Schweden. Aus dem Schwe-
dischen. I. 1774. Copenhagen. p. 258. Auch übersetzt von Goeze im
Naturforscher. V. St. 1775. Halle, p. 231. Der Hermaphroditismus der
Regenwürmer mit Nothwendigkeit der Paarung und die Beobachtung
dieser letzteren.
J. E. Gruimerus. Beskrifning pä tre Sjökräk, Sjöpung ar kallade.
Kg]. Swenska Wetensk. Academiens Handlingar XXVIII. — Söe Musen,
Aphrodita aculeata Lin. beskreven til sin udvortes og indvortes be-
skaftenhed. Kgl. Norske Videnskabers Selskabs Skrifter. IV. p. 59.
(xiiattaiii. Selbstthätige Eröffnung einer Bauchgeschwulst bei einem
Koch in Rom mit Entleerung von etwa 300 Hydatiden. Hist. de l'Acad.
R. des Sciences. 1767. Paris. 1770. p. 44, De externis aneurismatibus.
Romae. 1772. p. 119. Die Fistel blieb sechs Jahre. Guattani hatte auch
schon als Student eine solche Geschwulst gesehen. — Von einem Faden-
wurm, der im cnrrarischen Marmor lebt. Aus ,, Kurze Auszüge und Nach-
richten aus Briefen an den Herausgeber" in J.Mayer, Sammlung physi-
kalischer Aufsätze, besonders die böhmische Naturgeschichte betreffend.
8*
116 Wurmer.
II. Dresden 1792. p. 358. Mort occasionne par les sangsues. Gazette
salut. XXI. 1767. — Observation siir des vomissements de sang, produits
par une sangsue, qui avait ete avalee avec de l'eau. Gazette litter. de
Berlin 1767. p. 416. (Citate bei Dana übersetzt von Krüniz).
ßüdig-. Frid. Ovelgrüii. Fluor albus cum ascaridibus ani, uteri pu-
tatitiis, post puerperium. Nov. Acta pbys. med. III. Norimb. 1767. Obs.
60. p. 274. Hierauf bezieht sich die Bemerkung, welche irrthümlich am
Schlüsse von p. 72 abgedruckt ist und citirt sind hier Hoffmann und
Guldenklee.
Lud. Zuccoiii. Giornale d'Italia spettante alla scienza naturale,
e principalmente aH'AgTicoltnra etc. V. 1768. p. 129. In J. Beckmann's
Physik. Oekon. Bibliothek. II. 1771. p. 152. Gegen Anonymus. Aale
im Essig sind keine Kaupen, welche sich in Fliegen verwandeln.
Feiice Foiitana. Ibidem p. 44. resp. p. 150. Wiederbelebung des
eingetrockneten Gordius aquaticus und der Räderthiere. — Lettre sur
l'ergot et le Tremella. Journal de Physique par M. l'Abbee Rozier. VII.
L 1776. p. 42. Anguillulae und spontane Bewegung der Organismen auf
der Gränze des Thicr- und Pflanzenreiches. — Lettre sur la maladie des
betes ä laine nommee Folie: sur le Tenia des animaux, traduite par Mr.
de C. Journal de Physique. XXIV. 1784. Mars. p. 227. In ovibus ver-
tiginosis hydatides reperiri a Pallasiana diversas; taenias oviparas esse.
J. Petr. Mar. Dana. De hirudinis nova specie, noxa, remediisque
adhibendis. Miscellanea Taurinensia III. 1766. p. 199. Observation sur
une nouvelle espece de Sang-sue, trouvee sur les Alpes (Fasciola alpina
L. kSoure der Piemontesen); mit getrunken den Tod bringend. — Journ.
de Physique A. 1771. July p. 54. — Beschreibung und Abbildung einer
gewissen neuen und schädlicheo Gattung Egel (Hirudo alpina) und der
dawider zu gebrauchenden Mittel; mit Kupfern und mit einer Anzeige
der vornehmsten Schriften von den Blutegeln und deren Gebrauche be-
gleitet. Uebersetzt von J. Ge. Krüniz. Neues Hamburgisches Magazin.
43, Stück. Leipzig 1770. p. 14. — Extrait d'un Memoire de M. Dana sur
les dangers qu'il y a d'avaler une espece de sangsue, qui se trouve dans
les Alpes et sur les remedes, auxquels il faut avoir recours contre ce
danger. Gazette salutaire. No. XXXII. 1767. — Observations sur une
nouvelle sangsue des Alpes (Hirudo alpina). Observations sur la physique,
sur l'histoire naturelle et sur les arts par l'Abbee Rozier. I. p. 165. —
Auch in Sammlung brauchbarer Abhandlungen aus des Herrn Abt Rozier
Beobachtungen, übersetzt von C. E. W. I. Leipzig 1775. p. 1. — Bei
der obigen Uebersetzung das Verzeichniss der vornehmsten Schriften von
der Naturgeschichte der Blutegel und vom Schaden, welchen die Blutegel
durch ihr Beissen verursachen, oder wenn sie unversehens hintergeschluckt
werden, oder wenn sie sich allzuhäutig an den Körper ansetzen.
All)!*. V. Haller. Opuscula pathologica. Lausanne 1768. p. 2G.
Obs. 10. Erster Fall vom Eindringen von Würmern in die Luftwege
(Citat von Aronsohn und Davaine).
Aeltere Quellen. 117
Lazaro Spallaiizani. In Anmerkimg zu C. Bonnet, Betrachtung
über die Natur, übersetzt von J. D. Titiiis. III. Ausg. (erste 1766) 1774.
p. 359. Wiederbelebung von Rotifer und Seta equina durch Fontana,
Beschreibung von Rotifer durch Spallanzani. — Prodromo d'un opera
sopra le riprodnssioni animali. Modeua 1768. Französisch Geneve 1768. —
Prolusio operis de animalibus Microscopio visibilibus. Mutinae 1770. —
Saggio di osservazione microscopiche concernenti il Systeraa della gene-
razione de Signori di Needham e Buffon. Modena 1765. — Andere
Arbeiten 1769, 1776, 1777. — ■ Nachricht von verschiedenen Seebeobach-
tungen, aus Briefen des Herrn Bonnet. Journ. de Physique. 1786.
Lichtenberg- Vogt, Magazin für das Neueste aus der Physik und Natur-
geschichte. V. 2. 1788. p. 71. Sabella (Spallanzanii). — Beobachtungen
über verschiedene Merkwürdigkeiten des Meeres. Memorie di matematica
e fisici della societä Italiana in Sammlung zur Physik und Natur-
geschichte. IV. 1792. p. 317.
L. E. Hiiidscliel. Gedanken über die Heilungsart der hinfallenden
Sucht. Berlin 1767. Französisch 1769. Leitet diese Krankheit öfter
von Würmern ab.
Pere. De vena medinensi. Roux, Journ. de Med. etc. XXXXII. p. 121.
Yalmoiit de Bomare. Dictionnaire raisonne universel de l'histoire
naturelle. XII. 1769. Wirft unter Ver zusammen: ver ä soie, ver des
noisettes, luisant, de bled u. a. mit ver des enfants, de Guinee, macaque
ou Culebrilla, ver cucurbitaire, solitaire, ver de digues und vermes tubu-
lati. — In Ed. IV. vol. XII. 1780. p. 1 werden drei Gattungen von Wür-
mern unterschieden: nackte, Röhren bauende. Schalen bewohnende. Die
erste Gattung enthält Limax, Lumbricus, Taenia, Hirudo. p. 70. Ver
solitaire. p. 72. Ueber das Herren seh wand'sche (nach Vogel Gummi-
gutt, Absynthsalz und Eschenholzkohle) und p. 78. das Nouffer'sche
Mittel; das Zinn und Opium welches nach Marc. Müller guten Erfolg
gehabt hatte. Die jener Zeit zweifelhaften Punkte, Bonnet, Tyson,
Andry, Tissot u. a. — p. 80. Ver de terre. — p. 82. Beschädige
nie Wurzeln oder andere Kulturen. — p. 83. Die von Redi für Eier
gehaltenen Körperchen in weissen Körpern (Psorospermien). — Die Regen-
würmer sah Anderson (Hist. nat. d'Islande) nach dem Regen in so
grosser Menge hervorkommen, dass die Isländer glaubten, sie fielen vom
Himmel. — p. 85. Die medizinischen Wirkungen des Regenwurmes. —
p. 87. Ver d'urine de Goedard (eine Fliegenmade). — Die Tubuli vermium
intestiniformes auf Tab. 93 und 94 sind Schnecken, Vermetiden, Magiliden.
La Borde. Observatio de Taenia. Roux, Journal de Medecine. XXXI.
1769. p. 35.
Hans Ström. Beskrivelse over Norske Insecter. Act. Havn. X. 1769.
p. 1. Multa ad vermes spectant (nach Bibl. Modeer).
Moiigiii. Observatio vermis tunica conjunctiva oculi exemti. Roux,
Journal de Medecine etc. XXXII. 1769. p. 338.
Bosse. De vermibus in pustulis cutis inventis. Ibid. p. 336.
11g Würmer.
D. Weser. Hirudo medicinalis, pracside C. v. Linne proposita 6. Mart.
1765. C. a Linne. Ammoenitates Aeademicae. VII. Holmiae. 1760.
Diss, CXXVII. p. 42. Die von W. angeführten Autoren sind meist schon
oben berücksichtigt. Es ist noch nachzuholen von p. 40, Z acutus
Lusitanus. Hist. med. princ. 1. 1. Obs. 3. Entfernung eines in den
After gedrungenen Blutegels mit Rauch von Kuhdünger und Waiizen-
pulver und durch Zuiebelklystiere.
Biiict. De taenia. Roux, Journal de Medecine etc. T. XXXIV. 1 770. p. 217,
J. Fr. Iloffinann. De cornu ammonis nativo litoris bergensis in
Norwegia. Acta Mogunt. II. p. 1. — Observationes ulteriores de tubulis
vermicularibus marinis, cornua ammonis referentibus. Ibid. p. 16. 1770.
S. 0. (xmelin. Reise durch Russland. St. Petersburg. 1768. I.
p. 120. Hirudo teres pili ad instar tenuis flavescens linea dorsali fusca
= ? Vena medinensis. In Beckmann. Phys. Oekon. Bibl. II. 1771.
p. 502. als Gordius.
E. Baiikroft. Essay on the natural history of Guyana in South-
America. London. 1760. J. Beckmann. Phys. Oekon. Bibl. I. 1770. p. 313.
Gordius medinensis bei den Negersklaven aus Africa.
Poiipp(^-Desportes. Histoire des maladies de Saint Domingue.
Paris. 1770. Daselbst Spulwürmer ungemein verbreitet. II. p. 248. Spul-
wurm in der Luftröhre (nach Davaine).
M. Tli. Briiniiieliius. Fundamenta praelectionibus academicis acco-
modata; Grunde y Dyrelaeren, Ilafniae et Lipsiae. 1772. p. 18, Insecta u.
Mollusca, den vier höheren Classen angeschlossen, haben gemein Cor
uniloculare, inauritum, saniem albani frigidam ; die Insekten dazu Tracheas
distinctas, die Mollusken Respirationen) obscuram. Jene sind vaga, diese
vegetantia-moUuska. p. 210. Zerfallen in Vermes (Intestina und Fimbriata)
und Zoophyta, Als Intestina Lumbricus, Sipunculus, Fasciola, (Pertusa
poro laterali), Gordius, Ascaris, Hirudo, Myxine (Imperforata, poro late-
rali nullo). Unter den Fimbriata nuda: Terebella, Aphrodite, Nereis neben
Aktinien, Aszidien, Schnecken, Ilolothurien, Sepia, Lernäa, Medusen,
Asteriden, Pkhinus; unter den Fimbriata testacea: Serpula und Sabella
neben Conchylien und Lcpas.
Cartheuser. De morbis endemiis. Francof. ad Viad. 1771. p. 207.
§ 1. Xark und Pejunk als persische Namen des Dracunculus, Ickon als
Namen in Guiana (nach Fuchs).
Versuche in kleinen Waldseen Fische zu pflanzen. Nach Königl.
Schwed. Akad. d. Wissensch. Abhandlungen aus der Naturlehre u. s. w.
XXX. 1771. p. 32. in J. Beckmann. Phy.s. Oekon. Bibl. II. 1771. p. 107.
Vertilgung der Blutegel durch Braseni, Rothaugen, Schleihcn. Beschädigung
von Gänsen und Enten durch die Egel.
Hussem. Aanmerkingen betreffende den Dracunculus. Gordiu.s
medinensis. Aus Verhandlingen uitgegeven door het Zeeuwsche Genootscap
de Wetenschappen te \'liessingen. II. 1771. j). 443. in J, Beckmann's Physik,
Oekon. Bibliothek. VII. 1776. p. 255. In Westindien, besonders Curagao;
Aeltere Quellen. 119
meint, derselbe komme beim Baden iu den Körper; sei von alter Zeit
in jenen Ländern. Ein Mann von 30 Jahren habe deren 20 gehabt.
Die schon von Wepfer hervorgehobene Lebenszähigkeit.
TIi. Peiinaiit. A tour in Scotland and voyage to the Hebrides.
1772. Physik. Oekon. Bibliothek. VL 1775. p. 24. Hörte auf der
Insel Jura von einem fadenförmigen Wurm, welcher nicht ganz einen
Zoll lang sei und mit unleidlichen Schmerzen aus Sümpfen in den Körper
eindringe. Man behandle ihn mit einem Teige aus Käse und Honig,
p. 213. Beckmann vermuthet, dies sei nicht Furia, sondern Grordius.
La Fosse. Cours d'Hippiatrique. Paris 1772. p. 157, Ascaris vermi-
cularis, Fasciolae hepaticae. Phys. Oekon. Bibl. IV. 1774. p. 320. X.
1779. p. 139.
Carsten Melmlir. Beschreibung von Arabien. Kopenhagen. 1772.
p. 13. Naru als Namen des Dracunculus (Filaria Medinensis). p. 133.
Nachrichten über Gordius oder Nervenwurm i. e. Filaria Medinensis,
Phys. Oekon. Bibl. V. 1774. p. 491 (nach Fuchs).
Cami)enoii, Richard de Hautesierk, Recueil d'observations. IL Paris
1772 (nach Davaine). p. 472. Sah bei einem nach heftigen Koliken Ge-
storbenen 367 Spulwürmer im Coecum und Colon.
Collet. Mittheilung an Baker. Med. Transact. vol. IL London 1772.
Eine Dame hustete 135 Hydatiden aus (nach Davaine).
Olafscn u. Povclseii. Reise igjennem Island. Soröe 1772. Malum
hypochondricum der Isländer.
M. J. Marx. Observata quaedam medica. Berol. 1772. Taenia duobus
acuminibus terminata (nach Bibl. Modeer).
Sam. Vcrestoi de Cser. Specimen Adnotationum helminthologicarum
quae naturalem spectant historiam Lumbricorum. Franequerae. 1772. Ob
es nur drei Arten gebe? Literatur. Steht auch unter S. V. von Chur.
Bertrand. Journal de Medecine. 1772. „Würmer'^ aus einem
kariösen Gehörgang (Citat aus Dictionnaire des merveilles de la nature.
IL ed. p. 452).
0. F. Müller. Von Würmern des süssen und salzigen Wassers.
Kopenhagen 1771. In Auszug in J. Beckmann. Physik. Oekonom. Bilblio-
thek. III. 1772. p. 33. Kritik des Liune und Pallas; Terminologie;
Naiden; Nereiden; Aphroditen; Amphitriten. — Leber den Regen- und
Spulwurm. Hannoversches Magazin. 1773. No. 27. p. 417. Schreibt auch
dem Spulwurm ein Herz und rothes kaltes Blut zu. — Vermium terre-
strium et fluviatilium seu animalium infusoriorum , helminthicorum et
testaceorum, non marinorum succincta historia. Havuiae et Lipsiae. 1773.
I. 1. Unter denVermes tentaculis destituti„vagantes": Cercaria, Brachionus.
— I. 2. Helminthica. Unter „serpentes'' als „setosi" : Nais und Lumbricus,
als „mutici": Gordius, Ascaris, Hirudo, Fasciola. — Band IL enthält
Testacea, in vorzugsweiser Betrachtung der Weichtheile. — Beobachtungen
über einige chaotische Thiere,Gewtirme und Insekten, aus einem Sendschreiben
desselben gezogen und mit Anmerkungen versehen von J. A. E. Göze.
120 Würmer.
Der Natuifoi scher. VII. Stück. Halle 1775. p. 1)8. Kleisteraale sind eine
eigene Art. Blendwerk des getbeilten Schwanzes bei Essigaalen. — Räder-
thiere zerplatzen beim Austrocknen, — Extrait d'iine lettre. Journ. de Phys.
de l'Abbee Rozier. XII. 1778. Nov. p. 400. Ueber die Anguillulä des R of-
fred i. — Om Dyr i Dyrs involde, isär am Giaedde-kratseren. Kjöbenhavuske
Selskabs Skrifter. XII. p. 223. — Abbandlung von Thieren in den Eingc-
weiden der Tbiere, insonderheit vom Kratzer im Hecht. Naturforscher. XII.
p. 178. Dabei die Frage der Beziehungen freilebender zu parasitischen
Würmern und Verzeichniss der vor dem Prodromus Zoologiae Danicae be-
kannten Intestinalia. — Zoologiae Danicae prodromus s. auimalium Daniae et
Norwegiae indigenorum characteres, nomina etc. Hafuiae 1776. Mancherlei
Würmer, insbesondere die des 0. Fabricins, charakterisirt. — (Etats raad
Müller). Om Baendelorme. Nye Sämling af det konglige Danske
Videnskabers Selskabs Skrifter. Forste Deel. Kjobenhavn. 1781. p. 55. —
Von Bandwürmern. Vorgelesen 1778 der Kön. Gesellschaft der Wissen-
schaften in Kopenhagen. Deutsch im Naturforscher XIV. Stück. Halle
1780. p. 129. Französiscb : Lettre de Mr. Muller sur les Taenia de
differens animaux. Observ. sur la Physique par Rozier et Mongez. 21.
p. 39. Stellung zwischen Naiden und Planarien. Tritt für den Kopf
mit Mund und den einheitlichen Charakter gegen Linne und Blumen-
bach (Handbuch der Natur p. 412) ein. Kopf gehe in der Bewegung
vor. Vermehrung der Arten, von denen man vorPlater, wie es scheint,
beim Menschen nur eine kannte, welche Plater auf zwei, Linne auf vier,
Pallas auf sechs brachte, auf acht ausser denen des Menschen. Bei
diesem möchte M. am liebsten die kurzgliedrige Form, Plater 's Lum-
bricus latus, Andry's ä epine, mit runden, braunen Kugeln in einer
Serie der Gelenke, Aon einer langgliedrigen unterscheiden, dem cucur-
bitinus des Plater mit ßlumenfeldern oder Bäumchen. Die Meinung des
Reimarus, welcher nach Beispiel der Naiden einen „ZwMSchenwuchs''
vermuthete und den Haftknollen eher für den Schwanz ansah, p. 195.
Annahme der Vererbung der Entozoen von den Eltern auf die Kinder.
Triaenophorus u. a. In Anmerkung c. p. 136. Entdeckung des Amphi-
stoma subclavatum. — Unterbrochene Bemühungen bei den Intestinal-
"würmern. Schriften der Berlinischen Gesellschaft naturforschender Freunde.
I. 1780. X. p. 202. Bei Hecht, Brachse, Aal, Barse, Butte, Schellfisch,
Dorsch, Kabliau, Lophius, Hering, Kaulbars, Roche, Blennius, Syngnathus,
Sander, Huhn, Schnepfe. — Lettre sur les Taenia de ditfereus animaux.
Journal de Physique de l'Abbee Rozier. XXI. 1782. Suppl. p. 39. — Ge-
schichte der Perknblasen (? Planorbis bulla). Naturforscher XV. Stück.
p. 1. — Vom Bandwurm des Stichlings und vom niilchigten Plattwurm
(Planaria, ? Clepsine, lactca). Naturforscher XVIII. Stück. Halle. 1782.
p. 30. — Verzeichniss der bisher entdeckten Eingeweidewürmer, der
Thiere, in welchen sie gefunden werden und der besten Schriften, die
derselben erwähnen. Der Naturforscher XXII. 1787. p. 33. Kurze Zu-
sammenstellung der Eingeweidewürmer und ihrer Wohnthiere nebst
Aeltere Quellen. 121
Synouymeii. Abhandlungen der schwed. Akademie auf 1779. XXXXI.
1783. p. 290. Ueber Eingeweidewürmer, an denen kleine Bündel wie
Gedärme hängen. Waren vasa spermatica und Ovarien. Vergleich mit
Holothurien. Bandwurm ein Thier, nicht Kette mehrerer, vorn Kopf mit
Mund. Die Oscula der Gelenke Oeffnungen für Eier, die dendri-
tischen Figuren Ansammlungen von Eiern. Vermehrung der Gelenke
hinter dem Kopfe. J. Beckmann's Oekon. Bibl. XIII. 1785. p. 497.
— Zoologia Danica seu animaliiim Daniae et Xorvegiae rariorum
ac minus notorum descriptiones et historia. Havniae 1788 — 1806. Vol. I.
p. 32 — 35. Fasciola (Distoma) luciopercae, percae cernuae, scorpii,
aegletiui, blennii, bramae, lucii, binodis, disticba; p. 18. Nereis (Onychis)
tubicola; p. 22. Lumbricus (Scoloplos) armiger, L. (Lumbrinereis) fragilis;
p. 26. Amphitrite (Pectinaria) auricoma, Nereis pennata (Eunice norvegica
L. sp.}. N. (Eunice) pinnata; p. 45. Echinorhynchus (welche Gattung
Müller im Prodromus dieses Werkes schuf) attenuatus, E. lucii; p. 46.
E. candidus; p. 48. E. attenuatus; p. 50. Cucullanus marinus. Vol. II (ed.
frater C. F. Müller), p. 14. Fasciola (Distoma) scabra (der Schwanz-
anhang einiger rief die Vermehrung der Naiden durch Theilung in Er-
innerung; p. 17. Hirudo (V Distoma) fasciolaris; p. 18. Hirudo (Epibdella)
hippoglossi; p. 42— 43. Fasciola (Distoma) farionis, eriocis, varica, vesper-
tilionis; p. 52 — 53. Fasciola (Distoma) platessae, lucii, blennii. p. 5. Taenia
percae (ocellata Rud.), Taenia scorpii (Bothriocephalus punctatus Rud.);
p. 15. Nereis corniculata (Autolytus prolifer); p. 28. Nereis (Psammathe)
punctata, N. stellifera; p. 29. N. alba (? Glycera fallax); p. 40. Amphitrite
(Idalia) cristata; p. 46 — 48, Ascaris phocae, tubifera, rajae, pleur^'nectis,
bifida, gadi, alcae, versipellis; p. 27. Echinorhynchus rutili ; p. 38. E.
anguillae, salmonis; p. 39. E. aluconis; p. 49. Lumbricus tubicola; p. 54.
Nais litoralis; in dieser parasitisch Leucophra nodulata. — Vol. III. (ed.
Abildgaard) p. 4, Lumbricus tubifex; p. 8. Serpula spirorbis; p. 9.
S. vermicularis; p. 13. Tubularia (Sabella) penicillus; p. 14. Nereis ciliata;
p. 16. Amphitrite plumosa (Pherusa Mülleri); p. 25. Aphrodite punctata;
p. 37. Lumbricus sabellaris; p. 49. Gordius equimis ; p. 50 — 52. Taenia
magna (plicata Rud.), quadrilobata (perfoliata Göze); Müller's Taenia
caprea = Pentastomum; p. 53. Ascaris acuta, lophii. Vol. IV. ed.
Abildgaard, Holten, Vahl, J. Rathke) p. 31. Nereis uoctiluca; p. 32.
Ascaris urogalli, anguillae; p. 39. Lumbricus marinus (Arenicola pisca-
torum), L. squamatus; p. 31. Taenia tadornae; p. 45. Hirudo (Astaco-
bdella) astaci; p. 34— 35. Fasciola (Distoma) longicollls, truncata. — Ani-
malcula infusoria fluviatilia et niarina. Opus posthumum sistit vidua cura
Othonis Fabricii. Havniae 1786. Rundwürmer kommen vor als Vibrio
gordius, serpentulus, coluber; vier Varietäten von Vibrio anguillula als
Anguillula aceti, glutiuis, fluviatilis, marina. Von Cerkarien sind C. inquieta
und C. lemna p. 121 u. 122. Tab. 18. fig. 3-12. wirkliche Trematoden-
larven. — Die Räderthiere erscheinen theils unter Cercaria als C. crumena,
orbis, luna, catellus, catellina, lupus, vermicularis, forcipata (verstümmelt
122 Würmer.
und nucleutlich), theils als Trichoda, T. lunaris^ biliinis, rattus, tigris,
pocillum, cornuta; fragliche Männclien oder Junge als musculus, larus
(Icbthydiura), longicauda; als Vorticella, V. larva, succollata, ampulla,
aurita, tremula, senta, catulus, cauicula, felis, floseulosa. Dann ßrachionus,
zuerst von Hill, von Pallas auf die Vortizellen des Linne, hier auf
ein neues Genus angewendet. Müller vergleicht dasselbe mit den Daphnien,
hat 10 univalves, 5 bivalves, 7 capsulares. Von den letzteren gehören
einige nicht hierher.
H. S. ßeimarus. Allgemeine Betrachtungen über die Triebe der
Thiere. III. Ausgabe. Hamburg. 1773. Hält das sogenannte Kopfende
des Bandwurms nur für dessen Haftapparat. — Nach dessen eigener
Beobachtung schleiche der Aal sich in die hintere Oeffnung der Störe
ein, um deren Roggen zu verzehren. — J. Beckmann. Physikal.
Oekonom. Bibliothek. IV. 1774. p. 398. Das thue ähnlich Myxine glabra,
der Neep- Masken der Norweger. Schriften der Drontheim. Gesellschaft,
p. 225.
Dar. Heiir. GrainaiKlat. Dissertatio de dracunculo, s. vena Medi-
nensi. Appendix ad Nova Acta pbysico medica etc. VI. 1773. Norimb. p. 103.
N. Hamburg. Magazin. 96 Stück. 1775. p. 526. Sah in Fliessingen diesen
Wurm häufig. Ausführliche Abhandlung. Fe r min. Description generale
de la colonie de Surinam. 1768. IL p. 334. Deutsche Uebersetzung. Aus-
führliche historisch-physikalische Beschreibung der Colonie Surinam. Ber-
lin. 1775. II. p. 316. Der Wurm heisst hier la Chanterelle; fand ihn acht
Ellen lang. De la Faye. Principes de Chirurgie. V. Sect. I. cap. I.
liess ihn aus eingedicktem Blute in den Gefässen entstehen; ähnlich
Petit. Hist. de l'Acad. R. des sciences de Paris, p. 23 (Jahr?), welcher
ihn nicht für lebend hielt. Beide folgten dem Pare (Opera, lib. 8.
cap. 13), welcher den Wurm nie gesehen und den Griechen folgte.
Delecamp (Chirurgie, cap. 83) führte nur die älteren Meinungen auf.
Gaillandat kannte gut die polypenartigen Gerinnungen in den Blut-
gefässen der Leichen und die wurmartigen Produktionen aus Furunkeln,
aber er erkannte, dass der Dracunculus ein wahres Thier sei, welches
unter der Haut lebe, nach längerer Zeit einen Abszess erzeuge und die
Haut durchbohre, um hinaus zu gehen. So dachten ihn sich die arabischen
Aerzte, so sahen ihn die Reisenden, so Amatus Lusitanus, Wepfer,
F er min (s. u.) G. selbst hatte mehrere in Spiritus. — p. 109. Was die
Entstehung betrifft: Qiiae latent nostro saeculo, expiscabitur forte aetas
felicior. Man wisse auch nicht hinlänglich die in den Därmen der
Menschen, den Nieren des Hundes, der Leber der Schafe zu erklären.
Er glaubt, aus seinen Beobachtungen und den empfangenen Mittheilungen
folgern zu dürfen, dass der Wurm mit der Nahrung in den Körper
komme. Das Wasser könne die sehr kleinen Eier mit sich führen, diese
könnten mit dem Chylus in's Blut kommen, in das Zellgewebe geführt
werden und dort ausschlüpfen. Dafür spreche auch das Vorkommen von
Würmern im Blute.
Aeltere Quellen. 123
C. 8{iur. Om Blod-Iglars wärkan i en epileptisk Anslöt. Act.
Holm. — Bericht von der Wirkung- der Blutegel bei einem epileptischen
Aufalle. D. K. Schwed. Akad. d. Wissensch, Abhaudl. a. d. Naturlehre
u. s. w. auf das Jahr 1773. 35. Leipzig. 1780. p. 88.
Fouriüer. Sur une fievre maligne verraineuse. Memoires de l'Acad.
de Dijon. II. 1774. p. LXIX. Aus 17(39. Todte Würmer im Magen mit
sehr heftigen gastrischen Erscheinungen.
Jolblot. Observations d'histoire naturelle faites avec le Microscope
sur un grand nombre d'Insectes etc. Paris. 1774. IL partic. chap. I.
Citat bei Göze für Essigälchen. Joblot fand sie erst vom July au, was
Göze bestätigte.
J. A. E. Göze. Mikroskopische Erfahrungen über die Essigaale,
I. Stück. Der Naturforscher. I. Halle. 1774. p. 1. Die schon aufge-
führten älteren Nachrichten von Bor eil us an. Unterscheidung von
Fliegenmaden durch Menzel. Bremisches Magaziu. XXX. Stück des
VII. Bandes. Von Joblot, Baker, Needham, Power (Mikrosk. Observ.
p. 38), Bischoff, Ledermüller Auszüge. G. glaubt, dass der „Samen-
stoff^' dieser Thiere von aussen durch die Luft komme. Needham unter-
schied schon von denen im Kleister und Teig die im Brandkorn. Leder -
m tili er erreichte die Wiederbelebung noch nach zwei Jahren. — p. 34.
G. fand die des Essigs im Sommer lebend gebärend, im Winter Eier
legend. — Abhandlung von zerschnittenen Wasserwürmern (zuugenlose
Naide des 0. F. Müller), deren Stücke nach einigen Tagen wieder
wachsen und vollkommene Thiere werden. Der Naturforscher. III. Stück.
Halle 1774. p. 28. — Eine bequeme und leichte Art, Räderthiere des
Winters in der warmen Stube zu ziehen. Beschäftigungen der Berlinischen
Gesellschaft naturforschender Freunde. IL 1776. XII. p. 287. — Verzeichuiss
aller übrigen von Roesel abgebildeten Insekten und Würmer nach
Linneischer und anderer Naturforscher Benennung: Polypen des süssen
Wassers und andere Gewürme. Der Naturforscher, IX, Stück. Hallo 1776.
p, 72. Hierher Taf 78. f, 16. Taf. 79. f. 1. Nais proboscidea (Nereis
lacustris); Taf, 92. Nais serpentina; Taf. 93. f. 1 — 7, Nais vermicularis, —
Beitrag zur Geschichte der Kleisteraale. Der Naturforscher, Halle.
IX. Stück, p. 177. — Naturgeschichte des Müller'schen Gliederwurms;
Entdeckung, dass derselbe eine Dipterenlarve ist. Der Naturforscher.
XV. Stück. Halle 1780, p, 113. — Ibid. XVIII, St, 1782, p, 38. Etwas
aus meinem Beobachtungsdiarium über die Oekonomie der Essigaale.
Unschädlichkeit, Uebertragung, Häutung, Gunst der Jahreszeit, künstliches
Accouchement, Geburt der Embryonen in der Eihaut, — Schreiben an
Herrn Rendant Ebel. Beschäftigungen der Berlinischen Gesellschaft
naturforschender Freunde, HL 1777, — Ibid, XXVHI. 20. p, 400. Schreiben
an Herrn Rendant Ebel, Auszug. Zum Tlieil Fadenwürmer des Aals,
CucuUauus, lebendgebärend, zum Theil Bandwürmer des Aals betreffend,
mit Bemerkungen über verschiedene Bandwürmer (Bemerkungen dazu
von 0, F. Müller. Schriften der Berlin. Gesellsch. naturforsch. Freunde.
124 Würmer.
1781. VII. p. 133). — Versuch einer Naturgeschichte der Eingeweide-
würmer thierischer Körper. 1. Einleitung in die Geschichte der Ein-
geweidewürmer. 2. Beschreibung und Abbildung derselben. 3. Instrumente
und Vortheile zur Behandlung derselben. 4. Verzeichniss der Eingeweide-
würmer meines Kabinets. Blankenburg. 1782. Hervorzuheben sind die
Annahme der Vererbung p. 4 ff. und dass die mit dem Kothe abgehenden
Eier verloren gingen und nur etwa als Nahrung anderer Thiere Werth
hätten ; die Mittheilungeu über die Menge von Eingeweidewürmern in
einzelnen Fällen p. 25, p. 32 ; die Bekanntschaft mit lebend gebärenden ;
der Nachweis der Durchbohrung der Darmwand durch Taenia plicata
des Hasen p. 367; dass Hunde und Kinder durch Würmer die Stimme
verlieren p. 27 ; die Stellung der Blasenwürmer als Taeniae intestinales
neben die Taeniae viscerales und die Entstehung des eingestülpten Kopfes
an der Blase p. 245; die Erkennung der Köpfchen mit Gruben und
Haken beim Echinococcus mit Unterscheidung von Coenurus p. 158; die
Unterscheidung zweier „Gattungen" von Taenia cucurbitina beim Menschen,
der saginata grandis und der plana pellucida p. 278; die grosse Be-
weglichkeit von Bandwürmern, Taenia crassicollis, und die saugnapf-
artige Benutzung des Hinterrandes des letzten Gliedes p. 346. — Seine
Gattungen waren: Ascaris, Trichocephakis, Gordius, Cucullanus, Strongylus,
Pseudoechinorhynchus, Echinorhynchus, Planaria, Fasciola, Taenia, Chaos.
— Selbstanzeige dieses Werkes mit dem System. Leipziger Magazin
für Naturkunde, Mathematik und Oekonomie. 1781. p. 420. — Neueste
Entdeckung, dass die Finnen im Schweinefleisch keine Drüsenkrankheit,
sondern wahre Bandwürmer sind. Halle. 1784. — Erster Nachtrag zur
Naturgeschichte der Eingeweidewürmer von J. A. E. Goeze, mit Zu-
sätzen und Anmerkungen herausgegeben von J. G. H. Zeder. Leipzig.
1800. Eundwürmer, Hakenwürmer, Saugwürmer, Bandwürmer, Blasen-
würmer.
Jo. Ant. Scopol!. Annus V. historico-naturalis. Lips. 1772. p. 127.
Globus stercoreus im Hühnerkoth. Wahrscheinlich die früh vereinzelten
Glieder der Taenia proglottidea, nach Rudolphi die der T. infundibuli-
formis.
trodol. De vermibus ventriculum perforantibus. Eoux. Journal de
Medecine etc. XXXX. 1773. p. 145.
J. Christ. Polykarp Erxleben. Anfangsgründe der Naturgeschichte.
Göttingen und Gotha. 1773. IX. Von den Gewürmen. Helminthologie:
Intestina, Mollusca, Testacea, Zoophyta. Unter Intestina die Linne'schen
Geschlechter mit Einschaltung der Rödererischen Trichiuris und des Si-
punculus, dabei Myxine, auch Furia. Die Polychäten, auch Nais, stehen
unter den Mollusken, Serpula und Sabella jedoch unter den Testacea,
Biachionus und Taenia nach Pallas und Linne unter Zoophyta.
J. Theoph. Koelreuter. Observationes in Gado Lota institutae. Nova
Acta Petropolitana XIX. p. 424. Fasciola barbata et Gordius marinus in
appendicibus pyloricis.
Aeltere Quellen, 125
Blumeiil)acli. Göttingische Anzeigen für gelehrte Sachen. 1774.
Stück 154. Glaubte noch, dass die Bandwürmer durch nachträgliche Ver-
kettung der Glieder entstanden, womit er wohl der letzte gewesen ist. —
Handbuch der Naturgeschichte 1779-80. — Achte Auflage 1807. — Folgte
langsam und unvollkommen den Fortschritten der Disciplin. — p. 21.
Fand bei einem neugeborenen Hnnde den ganzen Darm voll Bandwürmer
(nach Davaine), — Abbildungen naturhistorischer Gegenstände. Göttingen.
1796—1805. Hydatis Finna suis, Hydatis erratica (Echinococcus Simiae
Cynomolgi). — Vergleichende Anatomie. 1805 (3. Aufl. 1824). § 83. Note.
Hielt die Cystengeschwülste nicht für Thiere.
Dan. C. Solander. Furia infernalis, vermis et ab eo concitari soli-
tus morbus, descripti. Nova Acta Regiae societatis scientiarnm Upsaliensis.
Vol. II. Upsaliae. Anno 1775. p. 44. lieber Vena medinensis angezogen
rKaempferus in Amoenit. exot. p. 524. Im Norden lieisst die Krank-
heit Sktitt i. e. ictus; bei den Finnen käskema oder leukaus-tauti. Der
Mythus der Krankheit hauptsächlich in Lappland, häufig auch am both-
nischen Meerbusen. Linne (Ammoen. Academ. III. p. 322) erhielt den
Wurm trocken von Ervastiis. Daselbst auch die Nachricht von Naaldyck
in Göthenburg (Holland) von 1631, mit dem holländischen Namen de
Viver und de Moord. Bericht über den Fall des stud. Martinus Salo
1754 in Mainz und andere zahlreiche. Der Wurm nur nagelbreit lang,
haarfein, an beiden Enden mit Häkchen. Solander meint sicher, es
sei kein Insekt, sondern ein Wurm; er nennt ihn Furia infernalis. Wenn
der vermeintliche Stich bemerkt wird, steigern die Symptome sich unge-
heuer rasch. Den Wurm selbst nennen die Schweden skättpil, die Finnen
Lankaus-nuäli. Hägardt sah auch die Hausthiere von einer dieser Paro-
nychia ex verme ähnlichen Krankheit ergriffen.
Mad. Nouffer. Traitement contre le Tenia ou ver solitaire, public
par ordre du Gouvernement, vers la fin de 1775. Bibliotheque physico-
economiqiie. Annee IV. 1785. Paris. 1786. p. 314. Seit zwanzig Jahren
in der Schweiz angewendet und oben schon erwähnt. Das „Speciflcum"
ist Radix Aspidii filicis maris. Vorkur und Nachkur. Tablettes vermi-
fuges aus Jalappe, Calomel, Corallina und Blanc d'Espagoe. Andere
Wurmmittel. Das Noufifer'sche Mittel wurde 1776 von der französischen
Regierung für 18,000 Frcs. angekauft. — Ibid. V. 1786. I. Paris. 1786.
p. 314. Semences de Cevadille als noch wirksamer. — Anonymus.
Precis d'un traitement contre le Tenia ou ver solitaire, pratique a Morat
en Suisse, publie par ordre du Roi. Paris. 1775, Auch Journ. de Physique.
VI. p. 460. Dec. 1775.
Stier. Lieber das Drehen der Schafe. Oekonomische Nachrichten
der patriotischen Gesellschaft in Schlesien. III. 1775. J. Beckmann's
Physik. Oekonom. Bibliothek. VII. 1776. p. 433. Komme nicht von den
Raupen in der Schleimhaut und den Stirnhöhlen, sondern von den Wasser-
blasen zwischen Dura und Pia mater, welche aus Vollblütigkeit ent-
ständen.
126 Würmer.
Mittel wider die Kegenvviirmer. N. Hamburg. Magazin. 89. St. 1775.
p. 476. Pferdemist als Schutz der zarten Pflanzen, welche von den Wür-
mern hineingezogen zu werden pflegen, und andere Mittel; auch das
Sammeln für medizinische Zwecke.
Pli. Fermiii. Description generale de la Colonie de Surinam.
Amsterdam. 1768. Uebersetzt Berlin 1775. II. p. 315. Phys. Oekon. Bibi.
VI. 1775. p. 369. Der Fadenwurm komme nur bei aus Afrika gekom-
menen Negern vor; ein Neger hatte auch einen Bandwurm.
Marcus Elieser Blocli. Beitrag zur Naturgeschichte der Blasen-
würmer. Schriften der Berliner Gesellschaft naturforschender Freunde. I.
1775. p. 335. — Beytrag zur Naturgeschichte der Würmer, welche in
anderen Thieren leben. Beschäftigungen der Berlin. Gesellschaft natur-
forschender Freunde IV. 1779. XXII. p. 534. Vom Hecht Fasciola lucii,
Taenia tricuspidata, Echinorhynchus haeruca, Ascaris acus, Taenia hyda-
tidis. Weiter Taenia crassa, Fasciola intestinalis, Larva oestri aus dem
Magen des Steinadlers, Ascaris lumbricoides (false!), Taenia Auserisy
T. lineata, T. infundibulum. Allgemeine Bemerkungen. — Beytrag zur
Naturgeschichte der Blasenwürmer. Schriften der Berlinischen Gesellsch.
naturf. Freunde. I. 1780. XVII. p. 335. Geschichte der ersten Form, ere-
mita (= tenuicollis). Ausser den schon genannten Autoren dafür noch
angeführt Härder, beim Hirschkalb, Bartholin, beim Reh. Pisiformis
als Abart dazu. Zweite Art der bandartige der Mausleber. Ausser den
genannten Autoren dafür noch H aller, Opusc. pathol. p. 81. Alle sahen
ihn für einen Bandwurm an; erst Pallas, Mise. zool. p. 168, entging
die Blase nicht. Dritte Art, der gesellige (Coenurus), war den Schäfern
lange bekannt. Ivans teer, Unterricht von der Zucht und Wartung der
Schafe. Leipzig. 1767. Letzterer vermuthete zuerst, dass aus den Körperchen
an der Blase Würmer entstehen möchten. Dass es sich auch hier um
wirkliche Blasenwürmer handle, zeigten erst Leske und Göze (Ebert's
Anmerkungen im Martinet'schen Katechismus der Natur). — Abhand-
lung von der Erzeugung der Eingeweidewürmer und den Mitteln wider
dieselben, eine von der Köuigl. Dänischen Societät der Wissenschaften zu
Copenhagen gekrönte Preisschrift. Berlin. 1782. Um den Preis hatten mit
Bloch konkurrirt Goeze, Abhandlung von der Erzeugung der Einge-
weidewürmer u. s. w. , und Werner, Vermium intestinalium praesertim
taeniae humanae brevis expositio (vgl. Ant. Sohn ei der, Monographie
der Nematoden p. 9). — p. 10. Wie die Gänse an der Taenia lanceolata
nur litten, so lange sie zur AVeide gingen. — p. 29. Wie liedi und
Klein wegen Mangels des Gürtels ausser der Begattungszeit gemeint
hätten, dass es zwei Gattungen von Regenwürmern gebe. — Breite Würmer:
Ligula, Fasciola, Taenia (16 unbewaffnete, 4 bewaffnete Arten); runde
Würmer (Vermis vesicularis, Echinorhynchus, Ascaris, Trichiuris, Gordius,
Cariophyllus, Cuculanus, Chaos intestinalis). Verzeichniss der bis dahin
von Spulwürmern gegebenen Abbildungen. — Zw^eiter Abschnitt von
der Entstehung, p. 37. Angeboren , eine eigene Klasse, p. 38. Zu-
Aelterc Quellen. 127
sammenstellung der Fälle von angeblichem Angeborensein. Zweifel
gegen die Nachrichten von Linne, Unger, Rosenstein über frei-
lebende. Es könnte zwar, gemäss den Betrachtungen über die Schwie-
rigkeit, dass die Eier an den rechten Ort gelangen (p. 42) und der
Ueberzahl der Weibchen, dieses Angeboreusein vielleicht mebr so ver-
standen werden müssen, dass nur jedem Thiere von Anfang an seine
bestimmten Würmer zukämen (Versuche der Uebertragung von Fischen
auf Vögel gelangen Bloch nicht, p. 43). Doch machen die Deduktionen
p. 45. gewiss, dass Bloch wirklich meint, dass die Würmer stets mit
der Geburt übertragen würden. Spitzfindige Einwendung hält er dabei
der Widerlegung nicht werth. Indem Schlaffheit der Organe und Schleim-
produktion die Würmer vermehre, richtet die Diätetik sich gegen solche. —
Die Therapie geht auf Schleim verdünnende Mittel, besonders Salmiak
mit Rhabarber und Jalappe; auf wurmbeunruhigende, das gefeilte Zinn
(das granulirte bei Als ton, medic. Essays, vol. 5. pars 1. p. 89) und
das Calomel, auf erstarrende, das kalte Wasser, und auf drastische,
Seammonium mit Weinsteinsalz , für Madenwürmer , Askariden ; für
Blasenwürmer die Punktion. In den Pulvern von Nuffert,
Herren schwand, Wagler sei nur das starke Abführmittel das
Wirksame; die quälende grosse Menge des männlichen Parrnkrauts
ganz überflüssig. — Uebersetzt als Bloch. Traite de la generation des
vers des iutestins et des vermifuges .... suivi d'un precis du traitement
contre les taenia public par ordre du roi (welcher nach Rudolphi 1775
zum zweiten Male edirt worden war). Strasbourg. 1788. Polypodium filix
mas und dann Abführmittel aus Panacea raercurialis, resina seammonium,
Gummigutt. — In der deutschen Ausgabe p. 23. führt Bloch den Blasen-
wurm der Maus als vermis vesicularis taeniaeformis auf. Er unterscheidet,
wie oben, von vesicularis eremita als Nebenart den pisiformis und dann
den vesicularis socialis (Coenurus) mit 3—400 in einer Blase. Beziehung
ebenso auf Hartmann (Mise. nat. cur. Dec. 3. an. 2. obs. 192) als den,
der zuerst den Blasenwurm der Maus gesehen und zuerst den eremita als
lebendes Thier beschrieben (Ibid. Dec. 2. an. 4. obs. 73. p. 152), auf
Tyson (Philos. Transact. 12. No. 193. lumbr. hydrop.), auf Pallas
(Diss. de inf. viv. p. 50. No. 6; Elench. p. 415; Mise. zool. p. 157), auf
Leske und Göze. — J. Beckmann's Pbysik. Oekonom. Bibl. XII. 1783.
p. 414. Dasselbe.
Forskai. Descriptiones animalium, quae in itinere orientali observa-
vit. Post mortem auctoris edidit Carsten Niebuhr. Havniae. 1775. Die
„Vermes'^ enthalten unter ,, Mollusca'^: Teredo, Limax, Nereis (caerolea,
pelagica), Priapus (Aktinien), Scyllaea, Holothuria, Sepia, Medusa, die
neue Gattung Salpa, Pterotrachea, Physsophora, Fistularia.
Anonymus. Beschreibung des Bandwurms, nebst den Mitteln wider
denselben. Kempten 1775 (nach Bibl. Modeer).
Doiilileday. 1776. Medical observat. and inquiries. V. p. 143.
Entleerung von Echinokokken durch Husten und Heilung.
128 Würmer.
And. J. Retzius. Leciioucs publicae de vermibus intestinalibus
imprimis humanis. Holmiae. 1776. Literatur. Ascaris, Fasciola (i. e.
Ligula), Gordius, Echinorhynchus, Plauaria „magis congriuim Distoma",
Taenia, mit Einschluss der Taeniae vesiculiferae. Behandlung der Frage
des Ursprungs, insbesondere Beleuchtung der ßloch'schen Argumente für
das Angeborensein der Wurmkeime.
Aiit. de ülloa. Hamburg. Magazin. XVIII. p. 264. Sah in Madrid
zwei in Marmor gefundene Würmer. In den folgenden Abhandlungen.
IV. p. 85. — Vers trouves vivans au millieu d'uu bloc de marbre a Madrid.
Dictionnaire des merveilles de la nature par A. J. S. 2. edit. I. 1783.
p. 48. Gordius?
J. S. Schröter. Abhandlungen über verschiedene Gegenstände der
Naturgeschichte. I. Leipzig. 1776. XIV. Von den Heuschrecken, p. 309.
Vorkommen von Spul- (= Gordius) und Fliegenwürmern bei grünen
Heuschrecken nach Frisch, p. 931. Ob die Würmer des Menschen
Regenwürmer seien. IV. p. 116, 127. Die Ergänzung von zerstückelten
Würmern nach Müller, Bonnet, Spallanzaui. — VIII. p. 182. Wie
die Sabellen ihre Häuser bauen (Mylius, Physikalische Belustigungen.
XXIX. St. p. 1460).
Dicqueiiiarre. Suite des observations sur la Physique et Ihistoire
naturelle. Journal de Physique. VIII. 1776. Sept. p. 222. Lärme marine
et sa chenille. — Menagerie marine. Ibid. XII. 1778. Oct, p. 281. —
Le Boudin de mer. Ibid. p. 285. — Ver du Havre. Ibid. XIII. 1779.
Janv. p. 19. Lumbricus marinus L. — Ver ä fourreau coniqiie. Ibid. XIV.
1779. Juill. p. 54. — Le ver long ou intestiniforme. Ibid. p. 484. Ob
Borlasia? — Insectes marins destructeurs des pierres. Ibid. XVIII. 1781.
Sept. p. 222. — Destructeurs de pierres seconde espece. Ibid. XX. 1782.
Sept. p. 228. — Nachricht von einem See-Insekt, das Steine zernagt (eine
Annelide). Nach Journ. de Phys. (oben) in Licbtenberg's Magazin für
das Neueste aus der Physik und Naturgeschichte. 2. Aufl. I. 3. 1785. p. 72.
— Von einer zweiten Art See-Insekten, die Steine zernagen. Ibid. II. 1.
1787. p. GS. — Memoire ä l'occasion d'un ver iuconnu trouve dans les
visceres de la Seche. Ibid. XXIII. 1783. Nov. p. 336. — Ueber einen
unbekannten Wurm, der sich in den Eingeweiden des Blackfisches findet
('? Bandwurm). Nach dem vorigen in Licbtenberg's Magazin für das
Neueste aus der Physik und Naturgeschichte. II. 3. 1784. p. 79. —
La pellicule animee. Journ. de Physique. XVII. 1781. Janv. p. 14.
Licbtenberg's Magazin für das Neueste aus der Physik und Naturgeschichte.
II. Aufl. I. 2. 1785. p. 25. Eine Seeplanarie mit 10—12 Augen.
3Iaur. Roff'redi. Memoire sur l'origine des petits vers ou aiiguilles
du ble rachitique. Journ. de Physique. V. Janv. 1775. p. 1. Davon spricht
Linne in der Anmerkung zu Chaos. — Seconde lettre, ou suite d'Obser-
vations sur le rachitisme du bled, sur les anguilles de la colle de fariue
et sur le grain charbonne. Ibid. Mars. p. 157. — Memoire pour servir
de Supplement et d'eclaircissemeut aux deux memoires sur les anguilles
Aeltere Quellen. 129
du bled avorte et de la colle de fariiie. Ibid. Yil. 1776. p. 369. —
Auch iu SaDimlimg brauchbarer Abhandlungen aus des Herrn Abt
Rozier Beobachtungen, übersetzt von C. E. W. I. Leipzig 1775. p, 29.
Needhani sah sie zuerst (Nouvelles observations niicroscop. C. VIII. p. 103,
105, 108, 225). Remarques sur les decouvertes microscopiques de M. Spal-
lanzani p. 162, 163.
B. F. Beiiiiig'. Westphalus, Dissertatio inauguralis zool. med. de
tlirudinibus, Ilardervici 1776.
Hastfer. Anzeige von der Leipziger Oekonomiscben Hocietät in der
Ostermesse 1776. J. Beckmann's Physik. Oekonom. Bibliothek. IX. 1778.
p. 97, nach Unterricht von der Zucht und Wartung der Schafe von Hastfer.
Drehkranke Schafe werden durch Trepaniren gerettet, wenn man die Stelle
der Blase im Gehirn getroffen hat, welche die Ursache der Krankheit ist.
Raiiftler. Anzeige der Leipzig. Oekonom. Societ. 177r>. p. 20. Sah
die kleinen Körpercheu auf der Oberfläche des Coenurus und vermuthete
dass Würmer aus ihnen entständen (nach Bloch).
J. Ch. Ebel. Etwas von Fadenwürmern, besonders in den Lungen
eines Frischlings. Beschäftigungen der Berlinischen Gesellschaft natur-
forsehender Freunde, III. 1777, XXVII, p, 420. Sah auch einen Gordius
(Erd faden wurm).
Jo. Eni. Imm. Walcli. Monoculi apodis historia exposita. Natur-
forscher. St, XH, p. 64 — QQ. Filarien in und um Apus cancriformis.
WiHiam Wriglit. Description and use of the Cabbage-barktree
(Geofifraea Jamaicensis inermis) of Jamaica, Philos, Transact. 67, for
1777, part I. London 1777, p, 507, Botanische Beschreibung, Dar-
stellung der Präparate, Dosen, Effekte gegen Würmer,
Car. Phil. Roudier. Observatio de verme 1 ped. longo, ex ingenti
tumore hypogastrii egresso. Dumangin, Colombier etc. Journ, de Mede-
cine. vol. 52. 1777.
Joli. Oi)lielius. Om Ascaris lumbricoides, huru den blifvit fördrifven,
Om Ascaris lumbricoides, med utehängande Kuippen, Kgl, Swenska
Wetensk. Academiens Haudlingar. XXXVII,
Mouleiiq. Observatio de taenia e tumore abdominis extracta, Du-
mangin, Colombier etc. Journal de Medecine. LVI. 1778. p, 330.
Bajoii. Observ, sur quelques bons remedes contre les vers de l'ile
de Cayenne, Journ, med. chir. XXXIV. 1770. p, 69, Spulwürmer in
Cayenne die häufigste Erkrankung (nach Davaine), — Memoire pour servir
11 l'histoire de Cayenne et de la Gyane francaise. Paris. 1777 — 78. I,
Dragonneau. — Physik, Oekon, Biblioth. X. 1779. p. 178. — Deutsche
Uebersetzung, Erfurt 1781, — Sammlungen zur Physik und Naturgeschichte.
Leipzig 1782. p, 597, Fadenwurm unter dem Namen Gordius bei kürz-
lich aus Afrika gekommenen Negern, Dabei solche unter der Conjunctiva
des'Auges.
(xruiicr. Von der Vena medinensi oder dem Dracunculo, Aus Acta
Acad.^Elector. Moguntinae scientiarum, quae Erfurt! est, ad annum 1777.
Bronn, Klassen des Tliier- Reichs. IV. 1. 9
130 Würmer.
Erfurt!. 1778. p. 257. Physik. Oekoii. Biblioth. X. 1779. p. 525. Sauim-
limg der älteren Nachrichten.
Christ. Rud. Hannes. De aphonia aliisque incommodis verminm
ejectione sanatis. Nova acta phys. med. VI. Norimb. 1778. p. 261,
De Senac. Traite des maladies du coeur. 2. edit. Paris. 1778. T. 1.
p, 251. Dass Peyronie bei mehreren Hunden Klumpen von AVürmern
zwischen Herzbasis und Perikardiura und auch in den Ventrikeln gefunden
habe (nach Davaine).
Joan. Casp. Rueff. De taenia seu verme lato. Nova Acta physico-
medica .... exhibentia Ephemerides sive observationes , historias et
experimenta a celeberrimis Germauiae et externarum regionum viris habita
et communicata, sing-ulari studio collecta. Tom. VI. Norimbergae 1778.
Obs. 5. p, 20. Citirt für weitere Bandwurmarteu Meadius, Monita et
praecepta medica. p. 6G] über die Schwierigkeit der Abtreibung Haenius,
Ratio medendi pars XII. p. 212, sei es mit Quecksilber, Asa foetida, Eisen,
Zinngeschabsel oder den sechshundert anderen Mitteln. Aufführung der
Heilmittel bei van Swieten. Am wirksamsten sei das Herren -
schwand'sche. Da dieses nie aufrichtig mitgetheilt wurde, führt R. es
auf: Tags zuvor fasten ausser Gersten- und Haferschleim, Abends drei
Unzen Mandelöl, hernach eine Unze Absynthsalz. Des Morgens in drei-
stündigem Zwischenraum zweimal das Spezifikum, Sal. absinth. ^fv, G.
guttae gr. 3 — 5, im Nothfall ein drittes Pulver.
Joan. Frid. Cons1)rucli. De membranosis concrementis cum pu-
rulentis sputis ejectis. Ibid. Obs. 31. p. 165. Aushusten membranöser
Gebilde (Echinokokken) ohne Organisation während zweier Jahre, dann
Heilung.
Ai'vity. Observation sur des vers sortis par le canal d'urethre.
Jouru. de Physique. XIII. 1779. Mai. p. 379. Ne verbum quidem, unde
harioleris, vermisne sit an insecti larva (nach Bibl. Modeer).
Dan. Com. Rauh. Dissert. inaug. de Ascaride lumbricoide, ver-
mium intestiualium apud homines vulgatissimo. Gottingae 1779. Vor-
nehmlich die Unterscheidungsmerkmale von Lumbricus terrestris, dessen
Borsten übrigens Ray, Willis, Pallas, Linne, schon gut kannten,
und anatomische Beschreibung. Versuche des A. Murray mit Spul-
würmern, welche in dessen Opusc. Vol. II. sich wiederfinden.
W. F. Freiherr von Gleichen, genannt Rusivorm, Zergliederung
und mikroskopische Beobachtungen eines Bandwurms, Taenia lata L.,
und eines Kürbiswurms, Cucurbitinus. Beschaff, d. Berlin. Gesellschaft
naturforsch. P'reunde. IV. 1779. X. p. 203. Besonders gegen die Auf-
fassung der Kalkkörperchen als Eier durch Andry. — Bemerkungen dazu'
von 0. F. Müller. Schriften der Berlin. Gesellsch. naturforsch. Freunde
H. 1781. VII. p. 134.
Paulus de Czenpinski. Dissertatio inauguralis zoologico- medica,
sistens totius regni aninialis genera. Viennae. 1778. p. 1. Classis I. Vermes.
Unter I. Zoophyta p. 22. Taenia und Furia. II. Mollusca. A. Nuda mutila.
Aeltere Quellen. 131
p. 23. Gorcliiis, Ascavis, Hiriulo, Liimbriciis, Sipunculus, Fasciola.
B. Nuda tentaculata. p. 25. Terebella. p. 26. Aphrodita, Nereis. C. Testacea.
p. 27. Sabella, Serpula.
Marigiies. Observations siir des Vers Teuia tronves dans le ventre
de quelques lapins sauvages. Journal de Pbysique par l'Abbee Rozier,
XII. 1778. Sept. p. 229.
John Hunter. Of tbe beat, and of animals and vegetables. Pbilos.
Trausaetions. 68. for 1778. I. London 1779. p. 138. Versnobe über Ein-
wirkung des Gefrierens auf Regenwürmer. Ganz und in der vorderen
Hälfte gefrorene starben. Bei Frieren der binteren Hälfte blieb der vor-
dere Theil lebend und trennte sieb von dem hinteren. — Transactions of
a Society for the improvement of medic. and chirurgical knowledge. Vol.
I. 1787. Echinococcus (Citat nach John Howship. 1836).
.T. llathkc. Jagtagelser henhoerende tel Indvolde ormenes og
l)loeddyrenes naturhistorie. Skrivter af naturhistorie Selskabet 1779.
Besonders Distomen, deren Porus er irrig, wie Fabricius in den An-
merkungen nachwies, für dorsal hielt und Echinorhynchen.
P. Camper, lieber die Lungenwürmer. Schriften der Berlin. Gesellscb,
Naturforsch. Freunde. I. (übergegangen in „Kleinere Schriften" III. L
Leipzig 1788 und Zusätze). Bei Kälbern. — Ueber die wahre und eigent-
liche Ursache der Krankheiten, die unter dem grossen und kleinen Viehe
als ansteckende Seuchen wtithen. Von der Gesellschaft naturf. Freunde
gekrönte Preisschrift. Beschäftigungen der Berliner Gesellscb. naturf.
Freunde IV. 1779. p. 95. Ob ansteckende Viehkrankheiten von Insekten
entstehen? „A. Kircher (Athanas. K. Scrutinium physico-raedicum con-
tagiosae luis, quae dicitur pestis. Lips. 1659.) scheint allen übrigen den
Weg gezeigt zu haben, denn er hat Würmer zur Ursache der Menschen-
pest gesucht, als wenn dieselben aus der Fäulniss entständen und durch
die Ausdünstungen verbreitet würden. Es sollen aber, wenn wir dem
Vallisneri glauben dürfen (Nuova idea de mal contagioso de'Buoi.
Opera omnia. T. I. p. 13—27), vor jenem schon Hauptmann, Faber,
Paolini u. a. eben diese, willkührlicb angenommene Meinung geltend
zu machen gesucht haben. Noch deutlicher haben sich die berühmten
Männer Bono -und Congrossi dafür erklärt und Würmer für die wahre
Ursache der Rindviehseuche ausdrücklich angegeben. Zu dieser Parthei
ist hernacb Vallisneri getreten, welcher versichert, dass er ebenso wie
Bono das Blut des verreckten Rindviehs voller Würmer beobachtet
habe .... Congrossi bat behauptet, dass sie anfänglich kriechende
wären , hernach aber wahrscheinlich in Fliegen verwandelt würden ;
könnten auch durch den Wind von einem Orte zum andern gebracht
werden." — Danach von Würmern und Insektenlarven bei den Insekten
und Zusätze dazu. Schriften. I. 1780. VIII. p. 112. Lebende Würmer
in der Luftröhre eines Kalbes als Ursache des Wurmhustens. Dieselben
dürfen nicht, wie bei Klein, Linne, Pallas, Müller mit dem Gordius
zusammengeworfen werden. Bemerkungen dazu von 0. F. Müller.
9*
132 Würmer.
Ibid. II. 1781. VII. p. 131. — Oeuvres cVhist. natur. Paris. 1803. III.
p. 190. Sah die Jungen in den Leibern der gestorbeneu Mutter über-
leben (nach Davaine). — Adr. GiU. Oamper (filius). Von den Krank-
heiten, die sowohl den Menschen als Thieren eigen sind. Durchaus mit
Zusätzen und Vermehrungen des Verfassers bereichert, und mit einigen
Anmerkungen teutsch herausgegeben von J. F. M. Her bell. Lingen.
1787. Diesem von P. Camper geschriebenen Werke war von der Hol-
ländischen Gesellschaft der Preis versagt. So wurde es unter des Sohnes
Namen herausgegeben (Rudolphi). IJ. a. Filarien und Cysticerken bei
Affen, Strongylus intlexus Rud. im Cavum tympani von Phocaena.
Co. Perel)00m. Descriptio et iconica delineatio novi generis vermium
Stomachidae dicti, in corpore habitantium (Ascarides monstrosae): acc.
observatio medico- practica de Lumbrico per urethrara excreto, nee nou
de Lumbrico alvino utut niortuo parturiente. Amstelod. 1780.
C. Fr. Happ. Vermium intcstinorum hominis historia. Diss. Lipsiae.
1780. Ascaris vermicularis, lumbricoides, trichiura, Stomachida Peere-
bomii, Taenia solium, caniua (cucumerina), lata, vulgaris. — Vermes
connatos esse: Hartsoeker, Andryus, Valisnerius, Clericus,
Ruyschius, Couletus, Pallasius, Phelsum. Für Kommen von
aussen: Leeuwenhoek, Swammerdam, Boerhaave, Bonn et,
Linne, v. Doeveren, Unzer. Nachdem die ältere Ansicht von gene-
ratio univoca zurückgewiesen, scheint dem Verfasser von jenen beiden
die erste die glaubwürdigere.
De Flaug'uergiies jun. Lettre sur le Phosphorisme des vers de
terre ä M. le Baron de Servieres. Journ. de Physique par M.
l'Abbe Rozier. XVI. 1780. Oct. p. 311. Lichtenberg's Magazin für das
Neueste aus der Physik und Naturgeschichte. II. Aufl. I. 1. 1785. p. 45.
(Bemerkungen des Herrn de Servieres dazu p. 48). Sah das Leuchten
mehrmals, aber nur im Oktober. — Der Meinung, dass es von dem Be-
gattungstriebe abhängig sei, widersprach Servieres. Ibid. p. 313. —
F. Lettre ä M. Formez. Sur la lumiere phosphorique de quelques vers.
Nouveaux memoires de l'Academie R. des sciences et belies lettres. Annee
1780. Berlin. 1782. p. 37. Regenwurm leuchtend im September 1771,
besonders der Sattel, wieder im Oktober 1775 und 1778. Bestätigung
durch andere Personen.
Kölpin. Merkwürdige Krankheitsgeschichte und Leichenöffnung.
Schriften der Berlinischen Gesellschaft Naturforschender Freunde. I. 1780.
XVin. 348. Echinococcus in der Leibeshöhle, der Leber, der Harnblase;
von Bloch im vorausgegangenen Aufsatze als Blasenwürmer. — Die
Hinweisung p. 350 hat nach Leuckart die Vermuthung des Vorkommens
des Cysticercus tenuicollis beim Menschen veranlasst, ohne dass aber die
Identität festgestellt wäre. Rudolphi meint, trotz der vermeintlichen
Bewegungen der inneren Membran, dass es sich um Echinococcus gehan-
delt habe.
Aeltere Quellen. 133
Mazeas. Observations sur des tubulaires ä Tube elastique et car-
tilagineux. Menioires de Mathem. et de Physique presentes ä TAcad. K.
des Sciences par divers savans (scavans etrang.). IX. 1780. Paris, p. 299.
Pinceau de mer (Sabella Spallanzanii). Nennt die gestreiften Kieuienfäden
Trompes ou sueoirs. Vergleicht nach Zergliederung mehr mit den vers
de terre, dann auch wieder mit denjenigen Würmern, welche Ellis in den
Korallinen gefunden , vojzüglich allerdings mit Ellis' Corallina tubularia
melittensis cum scolopendris suis, tentaculis duobus duplicato-pinnatis
instructa.
A. Martin Rolaiidssoii. Von einem besonderen Wurme, der wie
eine Spritze aussieht (Echinorhyuchus) aus Gadus Lota und dem Stink
(Osmerus), und Hydatides oder Wasserhülsen aus den Eingeweiden des
Stinks. Der Kön. Schwed. Akad. d. Wissenschaft. Abhandlungen a. cl.
Naturlehre, Haushaltungskunst und Mechanik für das Jahr 1780. Aus
d. Schwed. übers, v. A. G. Kästner. I. Leipzig. 1784. p. 42. Die die
Därme durchbohrenden Theile werden als Hydatides bezeichnet. Die
Würmer seien die Ursache des schlechten Geruches des Fisches.
E. Acliarius. Anmärkningar uit Hr. Martins Ron, rorande en
besynnerlig mask hos Norsen. Kgl. Wetensk. Acad. Nya Haudlingar.
Stockholm. I. 1780. p. 49. Echinorhynchus und Ascaris. — Animadversiones
quaedam physico-medicae de Taenia. Luudae. 1782. — Anmerkungen
zu Herrn Martin' s Nachricht von einem sonderbaren Wurme im Stink.
Der Kön. Schwed. Akad. d. AVissensch. neue Abhandlungen a. d. Natur-
lehre, Haushaltungskunst und Mechanik für d. Jahr 1780. Aus d. Schwed.
übersetzt v. A. G. Kästner. I. Leipzig. 1784. p. 47. Bessere Beschreibung
des Martin'schen Wurms als Acanthus, Rundwürmer der Schwimmblase
des Stinks, eine Fasciola und ein ? Trematode.
P. E. Hinze. Dissert. de Febribus et Variolis verminosis. Helm-
stad. 1780.
0. Fabricins. Fauna Grönlandica, Systematice sistens Animalia
Groenlandiae occidentalis hactenus indagata, quoad nomen specificum
etc. Hafn. et Lips. 1780. Zahlreiche Würmer, merkwürdiger Weise mit
eigenen grönländischen Namen. Der Echiurus forcipatus Reinhardt als
Holothurie. — Bidrag til Snylte-Ormenes Historia. Dansk. Naturh. Selsk.
Skrivter. HI. H. 2. Eingeweidewürmer verschiedener borealer Thiere.
Tinte-ormen (Vesicaria lobata). Nye Sämling of det Kongelige Danske
Videnskabernes Selskabs Skrifter. Anden Deel. Kjobenhavn. 1783.
p. 287. Zu vergl. Bartholin, cent. H. obs. 67. p. 293. Ova in porcis.
Die Finnen als wahre Blasen würmer. — Von dem Spiogeschlecht, einem
neuen Wurmgeschlecht, Nereis seticornis und N. filicornis, mit Abbildungen.
Schriften der Berlin. Gesellschaft naturforsch. Freunde. VL 1785. XV.
p. 256. — Beskrivelse og Afbilding over Krol-Nereiden (Nereis circinata).
Nye Sämling of det Kongelige Danske Videnskabers Selskabs Skrivter
trede Deel. Kjobenhavn. 1788. p. 191. — Zoologiske Bidrag. 7de Bidrag.
Om de 8 indvolde-Ormer- Arter, som i Zoologia Danica Vol. IL p. 46.
134 Wuriner.
Tab. 74. erc anförle iiuder Navnene Ascaris phocae, tubiilitera, bitida,
Kajae, Pleurouectis, Gadi, versipellis, Alcae. 1. Fiisaria s. Ascaris phocae.
2. Echinorbyncbus phocae. 3. Ophistoma phocae, 4. Fnsaria s. Ascaris
Rajae. 5. EcLinorhynchus Flatessoidae. 6. Fusaria s. Ascaris Gadi.
7. Ecliinorbynehus caudidus s. versipellis. 8. Alke-ormen. Det Kongelige
üanske Videiiskabernes-Selskabs Skrivter for 1809 og 1810. Siete Deels
foerste Haefte. Kjöbenbavn. 1818. p. 123.
M. Gr. Leske. Von dem Drehen der Schafe und dem Blasenbaiid-
wiirm als der Ursache dieser Krankheit. Leipzig. 1780. J. Beckmann's
Physik. Oekonora. Bibliothek. XI. 1781. p. 67 (Hydra hydatnia). Auch
Stralsunder Magazin I. p. 64.
F. C. H. Fiiclis. Commentatio historico medica: De Dracunculo
persarura sive vena niedinense arabum. Jenae 1781. Reichste Fundgrube
der älteren Quellen. Ausser den schon genannten für die Namen noch,
insbesondere teste Welsch: Stephanus Antiochenus (Vena saniosa);
Guil. Salicetus, Chirurgia, lib. 4, Vesalius Commentatio in Galeuum
92, Gerardus Bututus Bituriensis (vena vitis); Jo. Colle, Eluci-
darum Chirurgia sive comment. in Ebn Sin am Sect. 4. Tr. 2. c. 21
(Pustula vermicularis) ; Claud. Deodatus (vermis sub cute); Franc.
Pedemontanus, de apostemat. sanguineis. Sect. II. part. II. summ. I.
§ 2. p. 185 (Vena egrediens); A. R. Vogel, Aphor. de cognosc. et
curandis niorbis, p. 641 (coliibrilla); J. Bauhin us, Hist. fönt, admir.
BoUens. libr. I. c. 5, Casp. Seh wenckfeld, Hist. stirp. et front. Silesiae
p. 404 (Serpigo); Henr. Varenius, Nosologia herraet, et Galen, a. Joach.
Tanocio ed. Disp. XXI, Thes. 13 (Schuaderspulwurm); die Italiener
Dragoncella; Klein, Herpetol. p. 60 (Lumbricus aquaticus); E. Bancroft,
Naturgeschichte von Guiaua in Südamerika, a. d. Engl. Frankf. und
Leipzig 1780. p. 239 (Faden wurm, Haarwurm, Hautwurm, Nervenwurm,
Wasserkalb, Guineawurm); Sau vage, Nosologie methodique IX. Cl. 10.
Cachexie, Protub. No. 6. ord. 22. p. 355 (Dragonneau), Felix Plater,
Prax. part. III. cap. 3. p. 283 (Phlyctaena); Niebuh r (vgl. p. 133) in
der Gegend Loheia: Arx; im Coraitat Haleb und den Prinzipaten Furnadit
und Abuschar: Arkeb u. s. w., Pallas (Vitulus aquaticus). Vita pro
vitta = filum. Als älteste, welche ihn für ein Thier ansahen: Aetius
Amidenus, Paul Aegineta, Albucasis: esse vermem quinque pal-
marum, et dec^m, quid?, quod? viginti palmarum quoque iuterdum reperiri;
Natal. Montesaurus stellte ihn zu den Läusen, Cartheuser verglich ihn
mit der zweiten oder dritten Saite der Zither und sah ausser der äusseren
Hülle eine zweite, zarte Membran. Linds Versuch über die Krankheiten
der Europäer in heissen Klimaten. T. I. Abschn. II. cap. 2. p. 52. Engelbr.
Kämpfer Amoenitates exoticae. p. 526 u. a. Für eine Krankheit, nicht
einen Wurm sahen ihn an: Galenus (Varix), Alsaharavius, Avicenna,
Rhazes, Avenzoar. Jo. Jac. Whoyt, Gazophylaceum med. phys.
Leipz. 1751. p. 2246 hielt ihn für den Stich einer Fliege. Wie Amatus
Lusitanus verglich ihn auch Petit mit den Gerinnseln in Herz und
Aeltere Quellen. 135
Gefässen. Die Verwechslung mit den Crinones, vena bovina n. a. Die
Gegenden, in welchen der Dracimculus vorkommt: Indien, Insel Ormus,
Surinam, Bucharei, Aegypten, Land Jemen, Insel Gulbio im persischen
Meerbusen, St. Thomas, St. Croix, St. Jean, Russland, Arabien, Persien,
Senegal, Aethiopien, Guinea, Ostafrika, am Flusse Jaic, der in's kaspische
Meer fliesst (Fr. Hofmann, Diss. phys. med. Decas. Lugd. Batav. 1713.
Diss. III) und, schon aufgeführt, nach Schwenckfeld bei uns selbst. —
p. 21. Symptome (dafür besonders Schöller. Diss. inaugur. sist.
observ. super morbos Surinamensium. Götting. 1781. p. 40). — p. 25.
Prognose. — cap. 3. p. 29. Ansichten über die Entstehung: Welsch
(Tract. de vena medinensi) aus proprio semine in Lumoribus latente,
Gaillandat (nach Welsch, cap. 7. p. 181. Vgl. auch oben) durch Speise
und besonders Wasser die Eier in den Körper und durch das Blut in
das Zellgewebe gebracht, so auch de Cser (vgl. oben). — cap. 4. p. 33.
Behandlung.
J. C. Eiclihorn. Beiträge zur Naturgeschichte der Wasserthiere.
1781. Dessen Zirkelthier. Tab. VII. Fig. V, der Vibrio malleolus Müll,
ist eine Cerkarie. Er giebt ihm auch eine Andeutung von Mund und
Darm.
Schneider. Bemerkungen zu Ulloa, Physik, u. histor. Nachrichten
vom südlichen und nordöstlichen Amerika. T. I. Leipzig. 1781. Sagt
p. 248, dass bereits Agatharchides (Plutarch. Quaestiones. Sympos.
IX. p. 733. ÖQayMVTi«) den Medinawurm gekannt habe (nach Rudolphi).
Blas. Merrem. Vermischte Abhandlungen aus der Thiergeschichte.
Göttingen. 1781. u. a. p. 169. Taenia hydatigena unter dem Namen
Fasciola saccata.
J. A. Scopoli. Bemerkungen aus der Naturgeschichte. IL Aus
dem Lateinischen von K. Freiherrn von Meidiuger. Wien. 1781. I. Reise
nach Görz. p. 3. Wellenförmig sich bewegende Schlammwürmer. Ob
Lumbricus terrestris minor rubicundus des Sloane, Jamaica 2. p. 109,
oder ein neuer Fadeuwurm, oder Gordius gregarius ruber.
J. Hermann. Helminthologische Bemerkungen. Dqv Naturforscher.
Halle. XVII. Stück. 1782. p. 172. Zwei neue Kratzer, p. 180. Mazocraes
(? Octobothrium) von den Kiemen des Maifisches, aus der Ordnung der weichen
Würmer, Molluska. — IL XIX. St. 1783. p. 47 ff. u. 57. Brachionus
quadridentatus, B. patina, B . . . ., welche zusammenstehen mit Trichoda
und abgerissenen Vortizellen, und Vorticella macrura, welche ein Rotifer
ist. — p. 31. Taenia omphalodes der Feldmaus; Caryophyllaeus? (Fig. 5);
Fasciola Alosae. Cercaria (Fig. 20) = ein Infusorium. p. 36. Cucullanus;
verstümmelte und aufgeplatzte Askariden. III. XX. St. 1784. p. 160. ( — eine
wirkliche Cercarie ist Cercaria lemna auf Limnaeus stagnalis. — p. 171.
Taf. m. Fig. 61. = Ichthydium.
Joli. L. Otlhelius. Erfahrungen von der Ascaris lumbricoides. D.
Kön. Schwed. Akad. d. Wissensch. Abhandl. a. d. Naturlehre, Haus-
haltungbkunst und Mechanik. 38. auf das Jahr 1776. Leipzig. 1782.
136 Würmer.
p. 144. Das Nouffer'scbe Mittel helfe gegeu sie nichts. Vermuthuiig
lebender Jungen. — Erinnerungen bei Herrn Dr. Blom's Aufsatze vom
langen Spnhvurm. Ibid. p. 318.
C. M. Blom. Fernere Untersuehnngen und Bemerkungen vom langen
Spnlwnrm, Ascaris himbricoides. Ibid. p. 814. die heraushängenden Theile
seien wohl keine Jungen. Uebrigens die Anatomie noch wenig verstanden.
Du Roiideau. Memoire sur la saugsue medicinale. Jouru. de
Phjsique. XX. Oct. 1782. Beschreibung der inneren Theile, Versuch mit
Zerschneidung und unter der Luftpumpe.
J. Mayer. Abhandlung von den Würmern des Menschen. Ab-
handlungen einer Privatgesellschaft in Böhmen. Zum Druck befördert
von J. Edler v. Born. Prag. V. 1782. p. 77. Einleitung über die Unter-
scheidung der Regenwürmer von den Spulwürmern nach v. Hwieten,
Comment. § 1363, Klein, Diss. de origine et propagatione vermium,
Redi, Vallisnieri gegen Linne und Scopoli, unterstützt durch die
Beobachtung der Periodizität des GürteFs bei Murray (Diss.de vermibus
in Icpra obviis et lumbricorura setis). Beschreibung, wohl die früheste,
eines 8 — 19'" langen, C>2 Ringe zählenden Lurabriciden aus dem Trink-
wasser, an welchem Seitenstacheln nicht bemerkt wurden. — Nachricht
aus Rom von häufigem Vorkommen eines Fadenwurmes in Gängen des
Carrarischen Marmors. J. Beckmaun's Phys. Oekonom. Bibl. XVII. 1783.
p. 265. Sammlung physik. Aufsätze, besonders die Böhmische Natur-
geschichte betreffend. II. Dresden. 1792. p. 358.
Clial)ei't. Traite des maladies vermineuses dans les auimaux. Paris.
1782. 2 edit. 1787. Ascaris megalocephala als Strongle, Sclerostomum
armatum als Crinon, Dragouueau. Uebersetzung von H, A. A. Mayer
Göttingen. 1789.
N. I). Faick. Untersuchung der sogenannten Viehseuche, oder
Beweisgründe, dass diese Viehkrankheit nicht von pestilentialischer Art
sei, sondern von einer Übeln Verdauung und Würmern in den Mägen
herrühre. Hamburg. 1782.
H. Sander, Oekonomische Naturgeschichte für den deutschen Laud-
mann und die Jugend in den mittleren Schulen. Leipzig. 1782. p. 244.
Der Regenwurm; die Geburtsglieder in Mitten des Körpers, die Ergänzung
der Stücke, der geringe Schaden. — p. 245. Die Eingeweidewürmer. —
p. 248. Der Blutegel. — Danach die Schnecken als Würmer, die schon
mehrere Glieder haben. S. nimmt ,,in dieser Klasse alle Thiere zu-
sammen, die nicht unter andere Namen und Ordnungen gebracht werden
können, die aber unter sich so sehr verschieden . . . gebildet sind, dass
man fast nichts im allgemeinen mit Gewissheit von ihnen sagen kann".
— Kleinere Schriften, herausgegeben von G. F. Goetz. IL Frankf. a. M.
1788. XI. Von Blasenwürmern des Rindviehs, p. 198. Erfolgreiches
Anbohren des Schädels bei einem einjährigen, mit Coenurus behafteten
Stiere durch einen Schwarzwä,lder Burschen vermittelst eines Messers.
Aeltere Quellen. 137
J. Leber. Schmucker. Vermischte chiiurg. Schritten. Berlin. 1782.
Seeliger's und Schmucker's Methoden der Anwendung der Sabadillsanien
gegen Würmer (nach Davaine).
Max. Jacob, de Man. Successus antihelminthici Nouflt'eri in lunibricis
exturbandis. Nova Acta phys. med. VII. 1783. Obs. 27, p. 145. Tänie
war vermuthet; Q(y Spulwürmer wurden abgetrieben.
Fr. Wilh. Cappel. Vefminosa pullities, hepar praegrande. Decas
observationum , Appendix ad Nova Acta phys. med. VII. 1783. Obs. II.
p. 162. Neunundvierzig Spulwürmer in einer Knabenleiche.
(Fiiidetti. Dei vermi humani in generale etc. Firenze. 1783 (nach
Davaine).
Doebelius. Pratica venatoria. edit. o. Lips. 1783. p. 24 (nach
Riidolphi und Davaine). Dass das Wildschwein den Finnen nicht unter-
worfen sei.
P, Chr. Fr. Werner. Vcrmium intestinalium, praesertim Taeniae
huraanae brevis expositio. Lipsiae. 1782. J. Beckmann's Physikal.
Oekonom. Bibl. XII. 1783. p. 579. Continuatio II. Lipsiae. 1786. Contin. III.
Lipsiae 1788. — p. 548. Dass der Bandwurm im Palast wie in der
Hütte wohne. Uebertrug den Linne'schen Namen Taenia vulgaris auf eine
echte, anscheinend hakenlose wahre Tänie, welche gleich jener Form des
Linne (eines Bothriocephalus) auf den Gliedern zwei Pori, allerdings
marginale gehabt haben soll, wahrscheinlich eine Abnormität von T. saginata.
Sah zuerst die Finne beim Menschen, die Einstülpung des Kopfes an
der Finne in eine Art Vorhof der Blase. Nannte sie Finna. — Sah von
einer Frau in sechs Monaten 21 Tänien abgehen. Die erste und zweite
Fortsetzung sind von J. L. Fischer herausgegeben.
Franz y. Paula Schrank. Beiträge zur Naturgeschichte. Leipzig.
1776. p. 98. lieber die Filarien der Schmetterlinge. — Verzeichniss der
bisher hinlänglich bekannten Eingeweidewürmer nebst einer Abhandlung
über ihre Anverwandtschaften. München. 1783. 157 Arten; Verzeichniss
nach den Wohnthieren ; Klassifikation der Würmer, aus welchen „Gemein-
würmer, Helminthica'^, mit den Nereiden, und „Eingeweidewürmer, Intestina",
hierher gehören: stammbaumartige Tabelle der Verwandtschaft; Be-
ziehungen des Bindwurms, Ligula, zu Planaria, des Cariophyllinus zu
Vorticella, Brachionus und Bryozoen. — Förtekning pä nägra hittils
obeskrifene Intestinal- kräk. Dazu Ad. Mo de er. Tillagningar. Kongl.
Vetenskaps Academiens nya Handlingar for är XI. 1790, Stockholm,
p. 118 u. p. 126 und Der K. Schwed. Akad. d. Wiss. neue Abhandlungen
a. d. Naturlehre, Haushaltungskunst u. Mechanik auf das Jahr 1790. a. d.
Schwed. übersetzt v. A. G. Kästner u. H. F. Link. XI. Leipzig 1792. p. 111.
F. V. Paula Schranck. Verzeichniss einiger noch unbeschriebener Ein-
geweidewürmer, p. 118: Zusätze von Ad. Modeer. Bei Schranck:
Ligula petromyzontis, truttae; Trichocephalus anatis, compar, dispar, se-
cunda, boa, triquetra, crenata, talpae, frugilegi, capillaris, mucronata,
adiposa, salamandrae; Strongylus vanelli; Festucaria cyprinacea, boscha-
138 Würmer.
dis; Fasciola collurionis, upupae, percina, lanceolata, oervi; Ecbinorhyncbus
dobulae, nodulosiis, vesiculosus, collaris; Vesicaria tetragona, ligulata;
Taeiiia nympliea, silicula, sagittiformis , salvelini. Diagnosen lateinisch.
Die „Tiingmaskarne" (Zungenwürmer, Linguatulae) nicht berücksichtigt.
Mode er untersucht dazu, ob Ascaris crenata der Katze wirklich eine
neue Art oder Ascaris sesquipedalis L., oder Gordius filum Müll., und ob
Ascaris talpae die Ascaris lumbrici terrestris sei; Fasciola tineae; Taenia
urogalli. — Reise nach den südlichen Gebirgen von Baiern, unternommen
im Jahre 1788, München 1793. Drei Askariden, ausserdem Ligula, Taenia
und Vesicaria vom Saibling. — Sammlung naturhistorischer und physi-
kalischer Aufsätze. Nürnberg. 1796. VI. Observationes helminthologicae. —
Fauna Boica. Durchgedachte Geschichte der in Baiern einheimischen und
zahmen Thiere. III. Landshut 1803. U, a. Eingeweidewürmer. — Ueber
die Weise, wie sich Aufgussthierchen bei ihren Bewegungen benehmen.
Denkschriften d. k. Akademie d. Wissensch. für die Jahre 1809 und 1810.
München 1811. Classe der Mathem. u. Naturwissenscb. p. 17. Die Rad-
bewegung der Räderthiere.
Hill de Dumfries. Account of singular appearences from affections
of the liver. Medical and philos. Commentaries. II. 1784. p. 303. Ent-
leerung von Hydatiden durch Husten und Stuhlgang (nach Davaine).
John 3Iorgaii. Sur un serpent vivant dans l'oeil d'un cheval. Trans-
act. of the American philos. Society, held at Philadelphia II. p. 383.
F. Hopkiusoii. Account of a worm in horse's eye. Ibid. p. 183 und
Med. comment. vol. XL 1784. p. 166 (nach Davaine). Derselbe Fall wie
zuvor, Filaria. — Hopkinson. Wurm im Auge eines Pferdes. Morgan. Von
einer lebendigen Schlange im Auge eines Pferdes. Aus Transact. of the
Amer. phil. Soc. held at Philadelphia. II. 1786. p. 183 (?s. o.). In Magazin
für das Neueste a. der Physik u. Naturgeschichte V. 3. 1788. p. 162. und
in J. Beckmann. Physik. Oekon. Bibl. XV. 1789. p. 188. — Wurm im
Hühnerei. Askariden ähnlich, 18'^' lang. J. Beckmann. Phys. Oekon. Bibl.
IV. 1786. p. 188.
Herzog- F. C. Ludw. v. Holstein - Beck. Bemerkungen über die
Trichiuriden in den Gedärmen der Haasen. Naturforscher. XXI. St, 1785.
p. 1. — p. 7. Gegen Bloch: Vorkommen bewaffneter Tänien bei Vögeln,
T. infundibuliformis, T. serpentiformis, — p. 7. Distoma, auch eine ? Oxy-
uris von Coluber natrix. In Betreff der Trichiuriden bestätigte er die
Ansicht von Pallas und Göze, dass das dünne Ende das vordere sei.
Nach Göze's Anmerkungen ist nunmehr der Hase die fünfte mit Trichi-
uriden besetzt gefundene Thiergattung,
Cajetanus Montiu.s. De anguillularum ortu et propagatioue, Com-
ment. Bonon. VI. 1783, Darin auch die Nachrichten von den Würmern
in Aalen,
Wunder der Natur. Aus d. Franz. übersetzt. Leipzig. 1783. p. 461.
Würmer. Maden und Blutgerinnsel in Herz und Gelassen, zum grössten
Aeltere Quellen. 139
Theile schon vou uns aufgeführt, sind nicht lilar gesondert von Eingeweide-
würmern und sicheren Würmern im Herzen der Hunde (Panthot. Jour-
nal des Scavans in der rechten Kammer, fingerlang). Fragliche Würmer
im Urin (Planteovius und Alb recht), Erbrechen von Askariden.
Bandwurmmittel des Dr. Panthot: Calomel, Rhabarber, Aloe. Journ. des
scavans. IfiSO.
A. J. S. D. Dictionnaire des merveilles de la nature. 2. edit. 1783.
p. 451. Vers: Redi, Leeuwenhoek, Swammerdam, Rai et quan-
tite d'autres celebres naturalistes pensaient que ces fächeux habitans de
notre corps tiraient leur origine des oeufs des insectes qui se trouvent
dans l'air que nous respirons, dans nos alimens et dans nos boissons.
Ce Systeme etabli sur une multitude d'observations microscopiques, porte
avec lui tous les caracteres de l'evidence physique. Les mouches du
genre de celles qui peuvent engeudrer ces soites d'insectes, habitent les
endroits infectes par des odeurs fortes. EUes y deposent leurs oeufs. De
la la naissance des ascarides sur les parties genitales de rhonime, des
chevaux etc.
Berliner Beiträg-e zur Landwirthschaftswissenschaft. VI. Berlin. 1783.
p. 64. Vorbeugung der Finnenkrankheit durch Sprengung der Finnen im
Rachen durch Einführung eines glühenden Brandes. J. Beckmann, Physik.
Oekonom. Bibliothek. XIII. 1785. p. 193.
James BaTl)ut. The genera vermium exemplitied by various speci-
raens of the animals contained in the ordres of the Intestina et Mollusca
Linnaei. Drawn from nature. London. 1783, auch mit französ. Text.
Part. II. 1788 enthält nach Rudolphi nur Bivalven. Ob Part. III. er-
schienen, wusste R. nicht.
Besekc. Mikroskopische Beobachtungen über Thiere des süssen
Wassers. Schreiben an Prof. Leske. Leipziger Magazin zur Naturkunde,
Mathematik und Oekonomie. 1784. p. 327. Neue Arten von Rädertbieren.
P. Boddaert. Elenchus animalium. I. Roterodami. 1785. Introductio.
p. 5 : Haecce numerosa classis (Insectorum) ope Scolopendrae, atque Juli
ad molluscas Aphroditas transeunt, illis externa figura et interna structura
adfines, sicque natura per Aphroditas, Nereides, Serpulas ad Tubularias
et inde Zoophyta transit. . . . Ut itaque ramos , quibus animalia inter se
consanguinitate junguntur, perlustremus, necesse est ut internam fabricam
animalium noscamus.
B. N. Berkenmeyer. Ueber die Vermehrung des Blutegels. Der
Kön. Schwed. Akad. d. Wissenschaften Neue Abhandlungen aus d. Natur-
lehre, Haushaltungskunst und Mechanik f. d. Jahr 1784. Aus d. Schwed.
übers, von A. G. Kästner. V. Leipzig 1786. p. 80. Ausschlüpfen aus dem
Ei nach 3 Wochen, aus einem Laiche 150 Junge, welche 2 Monate unter
dem Bauch der Mutter zubringen.
Ciissoii. Remarques pratiques sur le Tenia. Journ. de Physique,
XXII. 1783. p. 133. De duplici taenia humana.
140 "Würmer.
Observations sur la Physique, sur l'Histoire naturelle et sur les arts
par Eozier et Monget le jeune. XXVI. 1785. p. 1, Fadenwurm (= Gor-
dius), vermeintlich Taenia aus einer Raupe. Physik. Oekon. Biblioth. XIV.
1786. p. 508. Sei schon von Degeer und von Lyonnet in den Anmer-
kungen zu Lesser's Insektologie I. p. 96. beschrieben.
Johnson (Lankaster) 1786. London medical Journ. VI. p. 293. Beob-
achtung der Entfernung von Echinokokken durch Husten, Heilung.
Underwood. Traite des maladies des enfants. trad. Paris. 1786.
p. 226 (nach Davaine). Dass fieberhafte Krankheiten durch verschiedene
Umstände die Würmer tödten und austreiben und so den Schein von
Wurmepidemieen erregen (nach Davaine).
Everard Home. Description of a new marine animal. Phil. Transact.
of the Royal Society of London, vol. 75. for 1785. Part. I. London. 1785.
XVII. p. 333. Serpulide, 5" lang, mit zwei Spiralkiemen und hirschhorn-
artigen Aufsätzen auf dem Deckel in brain-stone, with a postscript by
Mr. Hunt er, containing anatomical researches upou the same: Vorn
jederseits sechs Borstenhöcker. — The Croonian lecture on muscular
motion. Philos. Transact. of the R. Soc. 85. for 1795. VIII. p. 204.
Betrachtung über die Hydatiden, deren thierische Natur, Artunter-
scheidung. Beobachtung von Contraktion an den Säcken des Coenurus
und Sichtbarkeit der Fasern beim Trocknen. — Ueber den Bau der Athem-
organe in Thieren, welche eine mittlere Stelle zwischen der Klasse der
Fische und Würmer einzunehmen scheinen und in zwei genera der letzteren
Klasse. Juni. 1815. Philos. Transact. for 1815. II. p. 56. In Isis. 1817.
p. 28. Aphrodite aculeata. p. 30. u. 32. Blutegel (Bemerkungen von Oken).
— An account of the circulation of the blood in the class vermes of
Linnaeus, and the principle explained in which it ditfers IVom that in
the higher classes. Philos. Transact. 1817. 1. — Isis. 1818. p. 872. Ueber-
setzung. Hierher gehören davon Lumbricus (Arenicola) marinus und
L. terrestris im Vergleiche mit Teredo und Sepia. — Lectures on com-
parative anatomy. London. 1842.
F. H. Loschg'e. Nachricht von besonderen Eingeweidewürmern aus
der Harnblase des (grünen) Frosches. Der Naturforscher. XXI. 1785. p. 10.
Ist Distoma cygnoides.
Matthew Martin. Observations on marine vermes, insects etc. Fase. I.
Exeter. 1786. J. Beckmann. Physik. Oekonom. Bibl. 1789. p. 567. Sipuu-
culus nudus.
J. P. Falk. Beiträge zur topographischen Kenntuiss des Russischen
Reiches. II. u. III. 1786. p. 411. Gordius aquaticus ein gemeines Uebel
der Bewohner, auch schon bei Säuglingen. Hält ihn identisch mit dem-
jenigen der Thonufer der Flüsse. J. Beckmann. Phys. Oekon. Bibliothek.
XV. 1789. p. 84.
J. Andr. Murray. De ascaride lumbricoide. Opuscula. II. No. I. 1786.
Ad. Slodcer. Bibliotheca helminthologica seu enumeratio antorun)^
qui de vermibus scilicet cryptozois, gymnodelis testaceis atque phytozoois
Aeltere Quellen, 141
tarn vivis quam petrificatis scripsernut. Erlangae. 1786. Unter Gymnodela
sind Mollusca und Intestina des Linne begriffen. In dem sehr reichen
Schriftenverzeichniss werden häufig die Jahreszahlen vermisst. — Om en
mask-sjukdom uti Swinens Lungor, Ny Journ. uti Hushälln. 1791. Stron-
gylus in Schweinslungen sub nom. Ascaridis bronchiorum suis. — Inlecl-
ning til kunskapen om maskkräken (vermes), i almänhet. Kongl. Veden-
skaps Academieens nye Handlingar. XII. för är 1792. Stockholm.
I Nakne: Classen I. Dölgde Maskkräk. II. Odölgde maskkräk. II Betäckte:
Classen III, Oviudade skalkräk, Acochleata. IV. Snäckorne, Cochleata.
V. Musslorna, conchata. VI. Växtliknande, Phytozoa. — p. 243. Odölgde
Maskkräk. I. Ordningen : Tarmliknande Maskkräk, Helminthica. — p. 248.
Corpore uiutico: a, tereti : Gordius, Tagelmask ; Cucullanus, Mössemask;
Ascaris, Spolmask; Trichiuris, Härhals; Sipunculus, Spritzmask; Echino-
rhynchus, Kratsare; ß. corpore depresso: Taenia, Binnikemask; Fasciola,
Mask rem; Hirudo, Igel. Corpore aculeato autsetoso: f<) tentaculis nullis :
Lumbricus, raetmask; Furia, Dödskott (Corpus teres, lineare, aequale,
utrinque ciliatum aculeis reflexis, corpore adpressis); Nais, Slinga; ß) ten-
taculata: Nereis, Sjöblick; Aphrodita, Skummare, auch Hafsmuseu. p. 254.
II Ordningen. Mäng formliga maskkräk, Alloidea, disco longitudinali piano
inlero aut pede repentia. «) tentaculis nullis : Planaria, Flatmask ; Lobaria,
Flikmask: Scyllaea, Sjöwalp. ß) tentaculata: Liraax, Snigel, u. s. w.
p. 267. Anordnung der Gymnodela. Ordo I. Coloboma, artubus obscuris
*) corpore inermi: Mammaria (fehlt oben), Cucullanus, Gordius, Ascaris,
Trichuris, Sipunculus, Fasciola; **) corpore aculeato aut setoso : Echino-
rhynchus, Lumbricus, Furia. Ordo II. Arthreta, organis artubusve variis
distinctis (corpore ramis aut radiis prominentibus nullis), quibusdam re-
tractilibus. *) Corpore articulato: Taenia, Nereis, Nais, Aphrodita. **) Cor-
pore inarticulato. a) Irradiata: Hirudo, Scolex, Clio, Pterotrachea u. a.,
Tethys. ß) cirris radiantibus, retractilibus : Actinia, Holothuria u. a.
Ordo III.- Brachiata: Sepia, Lernaea, Lucernaria, Beroe, Medusa. —
Forts, ibid. T. XIV. 1793. 3 ff. und p. 23—24. Unter Acochleata tubulata:
Rhinotectus, Sabella, Terebella, Serpula (neben Tubipora, Dentalium,
Orthocera). — Slägtet Dödskott (Furia). Kongl. Vetenskaps Akadem. nya
Handlingar XVI. for är 1795. Stockholm, p. 143. No. 1. Skottpil, Furia
infernalis. No. 2. Drak-skolt, Furia vena medinensis. Vgl. Solander.
Acta nova Ups. I. p. 44 für die Gattungskennzeichen und Reske Anfangs-
gründe.
Liclitenl)erg-. Ueber einen Wurm in den Stirnhöhlen. Magazin für
das Neueste aus der Physik und Naturgeschichte. Neue Auflage. I. 1786.
p. 217.
Carl N. Helleiiiiis. Anmerkungen über die Würmer in der Leber
der Aalraupen (Gadus Iota; angeblich Hydatigena, wirklich eingekapselte
Nematoden). Der Kön. Schwed. Akad. d. AV. Neue Abhandlungen aus d.
Naturlehre, Haushaltungskunst und Mechanik für das Jahr 1785. Aus d.
Schwed. übersetzt von A. G. Kästner. VI. Leipzig. 1786. p. 178. —
142 Würmer.
Magazin f. das Neueste aus d. Physik u. Naturgescliichte. IV. 2. 1787.
p. 142.
Vitet. Unterricht in der Vieharzneikunst, übersetzt und mit Anmer-
kungen versehen von W. J. C. Henne mann. VI. 1785. Lemgo. J.Beck-
mann. Physik. Oekonom. Bibl. XIV. 1787. p. 238. Behauptet p. 246. gegen
Göze, dass der Genuss des finnigen Fleisches gefahrlich und zu ver-
bieten sei.
Hettliiig'or. Ueber eine Art von Bandwurm im Leibe einer Raupe.
Lichteuberg's Magazin für das Neueste aus der Physik u. Naturgeschichte.
III. 3. 1786. p. 31. — Taenia, ou ver solitaire observe dans une chenille.
Bibliotheque physico-economique. Annee V, 1786. I. p. 253. Ein 13" langer
Gordius in Chenille du Coignassier.
Carlier. Precis touchant le traitement des Betes a laine en maladie.
Bibl. phys.-econom. Annee VL 1787. I. p. 186. Les Hydatides avantcou-
reurs de I'hydropisie se passent en changeant les nourritures ; seul remede
contre le tourni, vertige ou avertin, lorsqu'il est cause par des vers au
cerveau : c'est de faire tomber quelques gouttes d'eau de vie dans chaque
oreille.
J. Gr. C. Batscli. Naturgeschichte der Bandwurmgattiing überhaupt
und ihrer Arten insbesondere. Halle. 1786. Corapilation von Göze,
Blochj Pallas u. a.; System mit den Nächstvervvandten , wobei die
Echinorhy neben wegen der Blase unter dem Rüssel neben den Blasen-
bandwürmern und die Planarien als Uebergang zu den Schnecken da-
stehen. — p. 121. hebt er hervor, dass die grosse, starke Tänie des Men-
schen von der flachen, zarten, durchsichtigen durch die Verzweigung des
Eierstocks zu unterscheiden sei. Den fraglichen Bandwurm des Menschen
nannte er Taenia dentata.
J. F, W. Herlbst. Gemeinnützige Naturgeschichte des Thierreichs
(Borowski Forts.). IX. Von den Würmern. VII. Classe. 1788.
Moyen de detruire une partie des vers de terre. Bibl. phys.-econom.
Annee VII. 1788. I. p. 174. Nächtlicher Fang; Walluussblätteraufguss.
Moyen de detruire ou eloigner le Ver du terreau (Anguillulae. Asche).
Bibl. phys.-econom. Annee VIII. 1789. I. p. 159.
B. Naii. Beschreibung eines neueren Geschlechtes der Eingeweide-
würmer, Beobachtungen und Entdeckungen aus d. Naturkunde v. d. Ge-
sellschaft naturf. Freunde zu Berlin. L 1787. p. 471. Pleurorhynchus, ein
zerrissener Nematode.
Ronssif. Dissert. de innocuo et egregio stannii in emnngendis ver-
mibus primarum viarum, imprimis taeniae speciebus, certis sub cautelis
usu. Heidelbergae. 1789.
Franc. May. Dissert. de stanni usu contra vermes. Heidelberg. 1789.
L. (x. Karsten. Museum Leskeanum. Lipsiae. 1789. Unter Vermes
als Ordo I. Intestina, mit Ascaris lumbricoides, Echinorhynchus gigas,
3 Hirudo, 4 Taenia, mit Einschluss der Blasenwürmer (Coenurus als
Taenia multiceps und T. vesicularis aus Leber des Schweins und des
Aeltere Quellen. 143
Schafes). In Ordo II. Mollusca mit 3 Aphrodite und einem Gehäuse von
Nereis tubicola Müller neben Sepia, Asterias, Echiuus.
P. C. AMldgaard. (V^orsteher der Thierarzneischule in Kopenhagen).
Beschreibung einer grossen Seeblase, Holothuria Priapus L. (Priapulus
caudatus) p. 133; Beschreibung zweier Arten des Steinbohrers (A. Deckel
mit Hirschgeweih , B. Deckel mit drei Platten ; Terebella bicornis und
Terebella stellata) p. 138; eines ostindischen Sandrohres, aus cylindrischen
Haarkrystallen (von Kieselsubstanz) gebauet (nahe Amphitrite auricoma
Müll.) p. 144; Zusatz dazu p. 353. Beobachtungen und Entdeckungen
aus der Naturkunde von der Gesellschaft uaturforschender Freunde zu
Berlin. III. 1789. IX. 1, 2 und 3. — Bemerkninger ved Linnei Sabella
Chrysodon og nogle Dyrplanten. Nye Sämling of det Kong. Danske
Selskabs Skrivter. Fierde Deel. 1793. p. 29. — Almindelige Betragtninger
over Indvolde-Orme, Bemaerkninger ved Hund-Steilcns Baendelorme.
Skrifter af Naturhist. Selsk. I. 1. Kjöbenhaven 1790. — Allgemeine Be-
trachtung der Eingeweidewürmer, Bemerkungen über den Bandwurm des
Stachelbarsches u. s. w, Schriften der naturforsch. Gesellschaft zu Kopen-
hagen. I. B. I. Abtheil. Aus dem Dänischen. 1793. p. 49. Die berühmte
Verfütterung der Ligula mit Gasterosteus an Enten,
Lettsom. Two cases of hydatids. Mem. of the med. Society of
London 1789. II. p. 33. Zwei Fälle von Entleerung der Hydatiden durch
den Urin. Heilung (nach Davaine).
(m, Shaw. Description of the Hirudo viridis, a new English Leech.
Dez. 2. 1788. Transact. of the Linnean Soc. I. 1791. p. 93. — Zoological
Lectures delivered at the Royal Institution, IL 1809. p. 124. Berück-
sichtigt von den „Mollusca nuda des Linne" nur die hervorragendsten :
Nereis gigantea L. (Terebella carunculata Gm.), N. noctiluca L. (welche
S. nicht als Hauptursache des Meerleuchtens ansehen will) ; p. 126. Nais
proboscidea, welcher Sepia und andere Cephalopoden, dann Radiaten
folgen. Serpula steht p. 168 unter der Mollusca testacea („man glaube,
dass der Bewohner, aber auch der von Dentalium der Terebella gleiche";
die hier abgebildete Serpula muricata ist aber keine Serpula, sondern
eine gewundene Schneckenschale mit Athemlöchern). Von Sabella heisst
es p. 169 ausdrücklich, dass sie nicht passend hergebracht sei, die so-
genannte Schale sei eine nur aus Sand gebaute Röhre und das Thier
der Nereis unter den nackten verwandt. Die „Worms in common lan-
guage", eine Abtheilung der Vermes von Linne folgen in Lecture VII.
p. 199. Besprochen werden Taenia und Filaria (welche von Gordius
kaum zu trennen sei; will, wie Rinmann, beobachtet haben, wie ein aus
dem Wasser genommener nahe dem Nagel in den Finger stach und ein
„whitlöw", verursachte). Geht p. 194 näher auf die gestachelte Fiiria
infernalis ein, an welche er nach Linne, Solander und Hagen glaubt.
J. A. Frölieli. Beschreibungen einiger neuen Eingeweidewürmer.
Der Naturforscher. XXIV. 1789. p. 104 ff. Echinorhynchus der Gans,
E. falcatus des Salamanders, Täoien der Gans, lanceolata, infundibu-
144 Würmer.
liformis, setigera mit Diagnose gegen villosa; Taenia dispar Salamandrae,
Ligula, Fleck, iiud Taenia (? Botbriocepbalus) aus Coregonus Wartmanui,
Vesiearia Truttae, Fuebsbaudwürmer. Von Trematoden: Fasciola verrucosa
der Gans, F. Salaniandrae, F. Truttae. Daneben Lingualula aus Hasen-
lungen, p. 105, 130, 140 if. Rundwürmer beim Habn, bei der Gans,
Uncinaria (Strongylus) vulpis und nielis, Ascaris vulpis und cati, Tricho-
cepbakis vulpis, Ascaris bermapbrodita (false) von Cbrjsotis-Papagay. —
Beiträge zur Naturgeschicbte der Eingeweidewürmer. Der Naturforscber.
XXV. 1791. p. (39. Fasciola ranae (= subclavata Goeze), longicoUis,
biruudinis, nodulosa (= Percae cernuae Müll.). — p. 72. Sab die lebenden
Jungen des Ampbistoma aus dem Mastdarm des Froscbes. — p. 82 ff.
Ascaris strumosa vom Mullwurf, vesicularis vom Pbasan, A. obtiisa der
Maus, A. tenuissima in Fröscben und Kröten , lauter Weibchen, A. mu-
cronata der Gans, A. (= Oxyuris) vermicularis der Maus, Filaria (= Gor-
dius) Chrysomelae tanaceti, Filaria Pbasiani. p. 100. Echinorbynclius
lucii. — Beiträge zur Naturgeschicbte der Eingeweidewürmer. Der Natur-
forscber XXIX, 1802. p. 5— 9G. p. 51. Festucaria (? Holostoma) strigis,
F. Otidis, Fasciola bepatica vom Hirsch, F. appendiculata, F. revoluta,
F. crenata, F. farionis. — p. 75. Hydatula (= Cysticercus) pisiformis,
Taenia marmotae, T. globulosa aus Milvus, T. undula (= serpentiformis)
aus Ente und Krähe, infundibuliformis, farciminosa des Staars und des
Huhnes, brevicollis des Kukuks, longirostris der Ente, stentorea von
Tringa. — p. 8. p, 18 ff. Rictularia cristata der Waldmaus, Filaria
pulmonalis des Hasen, F. milvi, F. strigis, F. tetricis, Tricbocepbalus
muris, Cucullanus percae, Ascaris suum, A. milvi, A. nisi, A. anceps
des Sperbers, A. aequalis des Bussard, A. bubonis, A. colbirionis, A.
retusa der Krähe, A. boscbatis, A. ardeae, A. parvula gleichfalls vom Reiher,
A. lagopodis, A. vesicularis, A. gallinarum, A. barengum, A. lucani. p. (53 ff.
Echinorbynclius buteonis, aluconis, boscbatis, auatis, tenuicollis, torquatus,
farionis, caudidus, gigas.
J. L. Fischer. Taeniae bydatigenae in plexu cboroideo inventae
historia. Accedunt nonnuUae alius argumenti de vermibus intestinalihiis
obsorvationes. Lips. 1789. Hauptsächlich über Finnen in dem Plexus
choroideus, welche er aber für von der Finne verschieden hielt.
Areliibald Menzies. Description of tbree new^ Animals foiind in
tbe Pacific ocean. Apr. 6. 1790. Trausact. of the Linn. Society. I. 1791.
p. 187. Aus dem Magen von Scomber pelamys Fasciola clavata, von
welcher er einen After angiebt; p. 188 Hirudo brancbiata.
James Bruce. Reisen zur Entdeckung der Quellen des Nils 17G8
bis 1773 (ed. Kinnaird). A. d. Engl, von J. J. Volkmann mit Vorrede und
Anmerkungen von J. F. Blumeubach. Leipzig 1790 — 1791. III. ,p. 38-40.
Filaria medinensis. — Voyage en Nubie, en Abyssinie etc. pendant les
annees 1768 — 1773. Tra^uct de l'Anglais T. IX. Paris 1791. p. 67
(nach Davaiue). Die Vermutbung dass die Bandwürmer in Abyssinien
Af^ltere Quellen. 145
vom Genüsse des rohen Fleisches kämen, dessen die Miihanimedaner sich
strengstens enthielten und so verschont blieben.
Saveresy. De la fievre jaune. T. I. p. 5—12. Citat von Rudolphi.
Gegen Christholm u. a., dass der Dracunculiis nicht in Amerika ein-
heimisch sei.
James Lind. Observat. sur des taeniae hydatigenae traitees avec
succes par l'usage du raercure. Journ. de med. chir. etc. 79. p. 345.
Paris. 1789. Trad. du Medic. Journal of London 80. p. 9G. Entleerung
von mehr als 1000 Hydatiden durch Erbrechen und Stuhlgang. Heilung.
Störck. Electuarium anthelminthicum. Störck's Mediz. Prakt. Unter-
richt für Feld- und Landwiindärzte. 3. Aufl. Wien 1789. No. 200. Auch
Dispensat. univ. Renssii. Argent. 1791. p. 272 (nach E. Zeis. Ueber das
Electuarium Störckii. Würtemb. Correspondenzblatt. VII. p. 277.
Otlimar Heer. De renum morbis. Halae 1790. p. 27. Durchbruch
von Echinococcen der Niere in die Lunge (nach Meckel und Davaine).
Berthelot. Observ. sur des taeniae hydatigenae ou hydatides.
Journ. de medecine, chir, etc. 84. p. 48. 1790. Entleerung von 1000
bis 1200 Hydatiden durch den Stuhl. Langsame Herstellung.
L. Pli. Funke. Naturgeschichte und Technologie für Lehrer in
Schulen. Braunschweig. 1790. I. p. 704. Die Eingeweidewürmer. „Die
genauesten Untersuchungen haben hinlänglich gezeigt, dass die eigent-
lichen Eingeweidewürmer nirgends anders als in thierischen Körpern
leben, und dass sie denselben angeboren sind. Eine in Ansehung ihrer
Folgen auch für die praktische Arzneikunde höchst wichtige Entdeckung!"
Kundwürmer: Spulwurm, Afterwurm, Haarwurm. Plattwürmer: Band-
wurm, langgliedriger und breiter, Blasenbandwurm, Riemenwurm. Nicht
besprochen Kratzer, Nelkenwurm, Kappenwurm.
J Riem. Phys. Oekonom. Quartalschrift oder Fortsetzung der Phys.
Oekonom. Zeitung. 1788. III. p. 215. J. Beckmann, Physik. Oekonom.
Bibliothek. XV. 1788. p. 520. Ascaris teres in einem Hühnerei. — Aus-
erlesene Sammlung vermischter oekonomischer Schriften. I. Dresden 1790.
Anzeige der Leipziger Oekonom. Gesellschaft, J. Beckmann's Physika!.
Oekonom. Bibliothek. XVI. 1791. p. 338, unter Registertitel : Blasenband-
wurm. Mit der Krankheit geborene Lämmer. Trepaniren ohne Erfolg.
H. 2. Abth. 2. Trepaniren mit Erfolg. — II. 1790. Beckmann's Bibl.
XVIL 1793. p. (U. Fortsetzung. — II. L. 4. 1791. Beckmann's Bibl.
ibid. p. 249. Neue Beobachtungen über Wurmblaseu der Schafe. —
Riem. Neue Samndung. p. 481. Trepaniren mit Erfolg, Eindickung des
Restes der Blase. Nutzen des Aderlassens zur Vernichtung der Blasen. —
J. Riem und G. J. Reutter, Riemisch-Reutterische ausführliche Praktik
des Veterinär- Trokarirens irrgehender Drehschafe. Dresden und Leipzig
1791. J. Beckmann's Physik. Öekon. Bibl. XVII. 1793. p. 92. - J. Riem,
Das Masiusisch-Gulkische (Meese und Gülke) ökonomisciie Testament
für Dum -Schafe; nebst Enthüllung eines sein sollenden Geheimnisses
(Glaubersalz) des H. D. Masius, das Schafdrehen gänzlich zu verhüten.
Bronn, Klassen des Thier - Reichs. IV. 1. IQ
146 Würmer.
Hedwig" u. Reutter. Ueber die Egelkrankheit der Schafe. J. Rieni's
Auserlesene Sammlung vermischter ökonomischer Schriften. I. Dresden
1790. p. 94, nach J. Beckmaun's Physikal. Oekonom. Bibl. XVI. 1791.
p. 342.
Balme (Puy). Fievre hectique laiteuse pendant laquelle furent
rendues des hydatides par les selles et le vomissement. Journ. de med.
chir. etc. 84. Paris 1790. p. 339.
Reutter. Askariden ähnlicher Wurm im Auge des Pferdes. J. Riem,
Auserlesene Sammlung vermischter ökonomischer Schriften. Dresden 1790.1.
J. Beckmann, Physikal. Oekou. Bibliothek. XVI. 1791. p. 342. Daselbst
gleiche Beobachtung von Wollstein im AVerke über die innerlichen
Krankheiten der Füllen, p. 241.
Foureroy. Medecine eclairee par les sciences physiques. Paris 1791.
I. p. 87. Entleerung von Hydatiden mit Stuhl und Urin (nach Davaine),
Ludwig' und Fischer. Neue Beobachtungen über die Egel der
Schafe. J. Riem's Auserlesene Sammlung vermischter ökonomischer
Schriften. II. 4. L. 1791. Dresden. Anzeigen der Leipziger Oekonomischen
Sozietät von Ostern 1791. J. Beckmaun's Physikal. Oekonom. Bibl. XVII.
1793. p. 249.
Franc. Zeiietti. De taenia, diri morbi caussa, felici cum successu
expulsa. Nova Acta. VIII. 1791. Obs. G. p. 17. Bei einem Jünglinge
hatten die Störungen sich bis zu heftigen Krampfzustäuden gesteigert.
Das Herrensehwand'sche Mittel half.
Franc. Bibiena. De Hirudiue. De Bononiensi scientiarum et artium
instituto atque academia commentarii VII. Bononiae. 1791. Comment.
p. 24. Opuscula: Sermo primus. p. 55. De alimentorum canali, deque
spinali meduUa. Sermo II. p. 68. De sanguifero quodam vasculo, de tracheis,
deque partibus genitalibus. III. p. 77. De hirudine raarina. IV. p, 84. De
iis quae hirudinibus accidunt in liquores varios conjectis, deque remediis
adhibendis, si quando hirndo in huniani corporis cavum aliquem irrepserit.
V. p. 96. De hirudinibus in duas, tresye distinctas partes resectis, nee
non de earundem respiratione.
J. Fr. Bilhuber. Sammlung von Beobachtungen über die sogenannte
Egelkrankheit unter dem Rindvieh und den Schafen. Tübingen 1791.
Will die Würmer in neugeborenen Lämmern gefunden haben. Die Kur
könne nnr eine vorbeugende sein, indem man gutes Futter und trockne
Weide gebe.
Franc. Xaver. L. B. de Wulfen. Descriptiones Zoologicae ad
adriatici Httora maris concinnatae. Nova Acta. Vlll. 1791. Obs. 51.
p. 255. Hirudo adriatica. — p. 270 fi". 28. Nereis cirrosa. 29. N. adria-
tica. 30. N. pellucida. 31. Aphrodite squamata.
Joan. Nicol. Nicolai. Dnae observationes clinicae, ex quibus apparet,
vermes plurimorum morborum, praecipue arthritidis esse causam. Ibid.
Obs. 45. p. 185, Die Krankheitserscheinungen verschwanden allmählich
nach Wurmmitteln, welche im ersten Falle Spulwürmer, im zweiten, bei
Aeltere Quellen. 147
einem Fleischer, eine Tänie abtrieben. Der erste Fall war, nach den
Symptomen, vielleicht zugleich eine Trichinose, welche 1787 in Rudolstadt,
17lii. Observationcs circa vermes intestinales,
Gryphiswald, 1793. Pars II. ibid. 1795, Einige Arten. — Betrachtungen
über die Eingeweidewürmer (Allgemeines über Organisation, Vorkommen,
Abkunft u. s. w.), Archiv für Zoologie und Zootomie von Wiedeniann.
IL 1. Stück. 1801, p. 1, — Fortsetzung (System). 2. Stück. 1802. p. 1.
und zweite Fortsetzung. III. 1. Stück. 1802. p. 61. — Neue Beobachtungen
über die Eingeweidewürmer IIL 2, Stück. 1803, p. 1, Neue Arten und
Revision. — Beschreibung des Strongylus gigas in J. A, Albers. Beiträge
zur Anatomie und Physiologie der Thiere. H. I. Bremen. 1802. — lieber
die Hydatiden thierischer Körper, Anatom, -physiologische Abhandlungen.
Berlin 1802. }>, 190, Ueber unbelebte und belebte Hydatiden, diese mit
verschiedenen Einwohnern. — Entozoorum sive vermium intestiualium
historia naturalis. I, 1808, 1. Bibliotheca (629 kritische Citate). 2. Physio-
logia entozoologica. 3. Entozoologia practica (de utilitate, noxa, antihel-
minthicis, insectis auimalium parasiticis. IL I. 1809, 1, Animadversiones
in geuera et species entozoorum. 2. Enumeratio spccierum (Nematoidea,
Acanthocephala, Trematoda), IL IL 1810. Enumerationis specierum conti-
nuatio (Cestoidea, Cystica, Ordinis incerti, Appendix). 3. Indices : systema-
ticus animalium, in quibus cntozoa hactenus reperta sunt, locis quibus
occurrunt adjectis; auctorum; alphabeticus entozoorum in volumine secundo
enumeratorum. Additamenta. I, p. 411, scheint Rudolphi zuerst die Taenia
echinococcus gesehen zu haben, welche er für blosse Köpfe ansah und
für die auf Darmzotten erzeugte Brut hielt, — Bemerkungen aus dem
Gebiet der Naturgeschichte, Medizin und Thierarzneikunde, auf einer
Reise durch einen Theil von Deutschland, Holland u. Frankreich, 2 Thle,
Aeltere Quellen. 155
Berlin 1804 ii. 1805. An verschiedenen Stellen Bemerkiiugen über Ein-
geweidewürmer, das Museum der Tbierarzneischule in Alford u. a. —
Erster Nachtrag zu meiner Naturgeschichte der Eingeweidewürmer. Der
Gesellschaft naturf. Freunde zu Berlin Magazin für die neuesten Ent-
deckungen in der gesammten Naturkunde VI. 1814. XII. p. 83 (ordnet
u. a. die Frölich'schen Mittheilungen ; Citate für Filarien , insbesondere
für F. Medinensis, und vieles andere), — Entozoorum Synopsis, cui acce-
duut mantissa duplex et indices locupletissimi. Berolini. 1811*. Wie keine
Ordnung des Thierreichs sich so vermehrt habe wie die Eingeweidewürmer.
Linnc kannte in der 12, Ausgabe 1767 deren nur 11, Gnielin 1790 in
der dreizehnten 299, Zeder 1803 deren 391. Rudolphi fülirte deren
1809 bereits ()03 auf, jetzt im Conspectus 993 und im Nachtrag noch
124, zusammen über 1100 aus 756 Wohnthieren. Er hatte in Italien die
Originale von Redi aufgesucht und besonders in Rimini und Neapel ge-
funden, Olfers schickte ihm brasilianische Arten, viele andere halfen
ihm, endlich erschloss Bremser ihm die grosse Wiener Sammlung, in
welcher die Stücke von Natter er die neuesten waren. Er hat die obigen
5 Ordnungen beibehalten. Die Gattungen der Nematoden sind Filaria
mit 76, Trichosoma mit 22, Trichocephalus mit 11, Oxyuris mit 3, Cucul-
lanus mit 17, Spiroptera mit 40, Physaloptera mit 5, Strongylus mit 38,
Ascaris mit 140, Ophiostoma mit 3 Arten im Conspectus. Unter Acantho-
cephala steht nur Echinorhynchus mit 98 Arten , unter Trematoda Mono-
stoma mit 30, Am})histoma mit 21, Distoma mit 161, Tristoma mit 3,
Polystoma mit 5 Arten, auch noch Pentastoma. Unter den Cestoidea
haben Caryophyllaeus, Scolex, Gymnorhynchus und Triaenophorus je eine
Art, Tetrarhynchus 12, Ligula 7, Bothrioccphalus 34, Taeuia 146; unter
den Cystica Anthocephalus 5, Cysticercus 14, Coenurus 1, Echinococcus 3;
92 Arten sind nicht genau zu bestimmen. Dass dem Scolex ähnliche
kleine Würmer zu Bothrioccphalus und Taenia gehören möchten, nimmt
Rudolphi an. — Physiologie. Bd. II. Abth. II. 1821. p. 239. Beobachtung
gleichzeitigen Vorkommens von zweierlei Art Bandwürmern bei einer
Kranken.
Gr. F. H. Collet Meyret. Memoire sur un ver trouve dans le rein
d'un chien. Journal de physique etc. par de Lametherie. Paris. 1802, T, 45,
p, 458.
Vaieriaiio Liiigi Brcra. Lezioni medico-pratiche sopra i principali
vermi del corpo umano vivente e le cosi dette malattie verminose. Crema
1802. — Uebcrsetzung von Weber s. u. — Franz. Uebersetzung: Traite
des maladies vermineuses, precede de l'histoire naturelle des vers et de
leur origine dans le corps humain , traduit de ritalien et augmente de
notes de M, M. Bartoli et Calvet neveu, Paris. 1804. — Extrait. Journ.
de Physique. T. 59. Paris. 1804. — Memorie fisico-mediche sopra i prin-
cipali vermi del corpo umano vivente e le cosi dette malattie verminose
par servire di supplimcnto e di continuazione alle lezioni. ])uhl. 1802.
Mem. L Esame di principali vermi umani. In Klasse der Insetti; Piesto-
156 Würmer,
somi s. venui piatti, Tenia, Fasciola, Linguatula; Fischiosomi s. vermi
versicolori, Fischiosoma, Ditrachicerosoma, Finna, Trichocephalus, Ascaris,
Hamularia, Gordius, Filaria, Cercaria, Chaos. — Appendice: Vermi mo-
strnosi, ibridi, metastatici. — 510 literarische Anmerkuugen. — p. 58. sah
bewaffnete und unbewaffnete Tanien von demselben Schweizer abgehen. —
II. Genesi de vermi umani („almeno i principali posseggono evidentissimi
gli organi inservienti alla riproduzione della propria specie"; „nessiin
verme puö dirsi con tutta ragione innato nel corpore umano"). — 89 lite-
rarische Anmerkungen. Crema. 1811. Sehr schwache Eintheilungsgrtinde.
Phantastische Anatomie. — Medizinisch praktische Vorlesungen über die
vornehmsten Eingeweidewürmer des menschlichen Körpers und die soge-
nannten Wurmkrankheiten; aus dem Italienischen übersetzt und mit Zu-
sätzen versehen von F.A.Weber. 1. Untersuchungen der vorzüglichsten
Würmer im Menschen. 2. Von de^' Erzeugung der menschlichen Einge-
weidewürmer. 3. Von Wurmbeschwerden. 4. Von der Heilung der Wurm-
krankheiten. Anhang des Uebersetzers. Leipzig 1803. — Compcndio
di elmintografia umana. — Idrope ascite simulante la gravidanza e cagio-
nato da vermi vesiculari ne' tessuti addominali disseminati, caso commu-
nicato li 20 giugno 1816. Ungeheure Menge von Hirsekorn- bis Nuss-
Grösse mit Atrophie der Organe. Nuovi saggi della Cesareo-Regia-Aca-
demia di scienze lettere ed arti di Padova. I. Padova. 1817. p. 1.
Gr. Montag'U. Description of sevcral marine animals found on the
south coast of Devonshire. 1802. Dec. 7. Transactions of the Linuean
Society. VII. 1804. p. 72. Gordius marinus (= Borlasia, bis 30 Ellen
lang) und annulatus. — p. 74. Sipunculus strombus. — p. 80. Amphitrite
volutacornis (Spirographis und drei Arten Nereis). — 1805 Jun. 18. IX.
1808. p. 108. Aphrodite clava, Amphitrite infundibulum, Terebella tenta-
culata, Nereis pinnigera. — 1807. Apr. 7. XI. 1815. p. 1. Aphrodita viri-
dis, Amphitrite vesiculosa, Nereis sanguinea, N. maculosa. — An account
of some new and rare marine British shells and animals. 1811. March 5.
Transactions of the Linnean Society. XI. 1815. p. 199, recte Tab. XIV.
fig. 6. 7. (Es ist daselbst ein Irrthum in der Figurenangabe.) p. 199.
Spio recticornis neben Doris unter Vermes mollusca. — XI. II. p. 179
(Isis. 1820. p. 431) Spio creuaticornis (filicornis Gm.) unter Vermes mol-
lusca; unter Intestina (Isis. p. 484) Branchiariiis (? Sphaerosyllis) und
Diplotis. — XII. II. Beschreibung von fünf Gattungen der Sippe Tere-
bella (Isis. 1820. p. 182. — Account of a species of fasciola which in-
fests the trachea of the poultry, with a mode of eure. Transactions of the
Wernerian natur. bist. soc. I. XII. 1811. p. 194. Epizootieen von Syn-
gamus in England 1806, 1807, 1808 bei Hühnern; Vorkommen auch bei
Phasanen und Rebhühnern.
Yauelier. Histoire des Conlerves d'eau douce. 1803, p. 18, 32 u. a.
Notommata als Cyclops lunula. Citat nach Balbiani.
Job. Ad. Schmidt. Ueber die Krankheiten des Thränenorgans.
Wien 1803. p. 73 (nach Bremser und Davaine). Hydatide der Thräneudrüse.
Aeltere Quellen. 157
Portal. Anatomie medicale. t. 5. Paris 1803. p. 198. Eine taubeu-
eigTosse H3'datide frei im Magen gefunden (nach Davaine). p. 418. Hyda-
tide zwischen Clioroidea und Retina.
J. F. W. Kocb. Mikrographie. Magdeburg 1803. 49. p. 132. Die
Essigaale, Vibrio aceti; 50. p. 138. Die Kleisteraale, Vibrio gliitinis.
42. p. 124. Beim Regenwurm dessen Nematoden.
L. Fortassiii. Considerations sur l'histoire nat. medic. des vers du
Corps de Thomme. These de Paris, an XII. 1804. p. 34. Die Beob-
achtung, dass diejenigen, welche sich mit Zurichtung frischer Fleisch-
waaren beschäftigen, häufiger als solche in anderen Gewerben an Band-
würmern leiden (nach Davaine).
J. C. Salatlie. Dissert. patholog. sur le tenia. Strassburg 1803.
p. 6. Acht zum Theil noch lebende Tänien nahmen die dünnen Därme
eines Metzgers ganz ein (nach Davaine).
Roeliette. Essai medicale sur les sangsues. Paris 1803.
J. R. Steiiimüllcr. Beschreibung der Schweizerischen Alpen- und
Landwirthschaft. II. Alpenwirthschaft des Cantons Appenzell u. s. w.
Winterthnr 1804. p. 140. Drehkrankheit beim Rindvieh. Bemerkungen
dazu von J. Beckmann, Phys. Oekon. Bibl. XXIII. 1805. p. 75, mit Be-
ziehung auf Beiträge zur Oekonomie, Technologie u. s. w. V. p. 194.
Laeiiiiee. Memoire sur les vers vesiculaires et principalement sur
ceux qui se trouvent dans le corps humain. Paris 1804. Mem. de la
Societe des medecins de Paris 1812. Bullet, de la Soc. de la Faculte
de Medecine de Paris. Cah. X. 1830. Vorzüglich maassgebend gewesen
für die Auffassung eingekapselter Blasen beim Menschen ^Is Acephalo-
cysten, eine Thierform zwischen den unbelebten Cysten und den echten
Blasenwürmern. — Sah Finnen beim Menschen. — Dictionnaire des sciences
medicales. Article. Crinon. 1813. Die Wurmaneurismen der Pferde. —
Traite de l'auscultatiou mediate (1819) 3e edit. t. II. p. 201. U. a. Er-
zählung einer Heilung nach Aushusten von Hydatiden.
Pompilio Pozzetti. Memoria sopra una straordinaria affezione
verminosa. Memorie di matematica e di fisica della societä italiana delle
scienze. XI. Modena. 1804. p. 158. Selbstbeobachtung. Ohnmächten,
Ausbrechen von bis zu 61 Spulwürmern. Nutzen des Tabaksyrups.
C. J. M. Lulliii. Observations sur les betes ä laine, faites dans les
environs de Geneve. J. Beckmann. Phys. Oekon. Bibl. p. 415. Die Richtung
des Drehens, tournoiement, tournis, lourderie kranker Schafe rühre her
von den Gewohnheiten beim Saugen; Trepaniren sei aussichtslos.
Ouyot. Dissert. de Chirurgie et obs. de chir., par J. N. Arrachart.
1805. Paris p. 228. Beobachtung der Filaiia in der Conjunctiva der
Neger von Angola, welche daselbst Loa genannt wird und nicht die
Filaiia medinensis sei, und deren Operation, nach Beobachtungen aus
1777 und früher.
Jr W. Liiick. Versuch einer Geschichte und Physiologie der Thiere.
Chemnitz 1805. p. 2. Sechste Klasse: Gewürme, Vermes, welche Fühl-
158 Wurmer.
faden haben und keine Venvandhing erleiden, mir einem Herzen, mit
einer Kammer oline Vorlvammern, und weissem kalten Blut wie die In-
sekten (welche Fühlhörner haben und sich verwandeln). Die Ordnungen
der Würmer p. 7: längliche, ohne merklich sichtbare Gliedmasseu (In-
testina), weiche mit Gliedmaassen (Mollusca), den Mollusken ähnliche
Schalengewürme (Testacea), mit beinahe knorpligem Körper mit fester
Kruste, Seeigel, Seesterne, Seepalmen (Crustacea), Polypen, Corallia,
nackte Pflanzenthiere (Zoophyta), Infnsionsthierchen (Infiisoria).
Thoiiias. Memoire pour servir a l'histoire des Sangsues. Paris.
1806, ausgezogen von Meckel. Vergleichende Anatomie. IV. p. 251.
A. Coiist. Dumeril. Zoologie analytique ou methode naturelle de
Classification des animaux rendue plus facile ä l'aide de tableaux synopti-
que. Paris. 1804. — Analytische Zoologie aus dem Französischen von
L. F. Froriep. Weimar 180(3. p. V. Bemerkungen des Uebersetzers
über die Schwäche in der Abtheilung der Eingeweidewürmer, p. 2H4.
VIII. Classe: Würmer (Branchiodelen und Endobranchien). p. 300.
IX. Classe: -Zoophyten, Darunter: I. Eingeweidewürmer, Helminthen.
(Man hielt alle Zoophyten der Organe mit Ausnahme derer der Bewegung
und Verdauung, beraubt). Die Räderthierchen p. 306 bei den Infusorien.
Joli. Fr. Phil. Braun. Systematische Beschreibung einiger Egelarten.
Berlin 1805. Darunter Amphistoma subclavatum als Hirudo tuba.
Peyssoii. Journ. de med., chir., pharm, de Corvisart etc. 1806.
XI. p. 441, fand im Herzen eines Hundes 5 — 6 Würmer von 8 — 10" Länge
(nach Davaine).
Okeii und Kieser. Beiträge zur vergleichenden Anatomie und Phy-
siologie. I. 1806. p. 103. Oken, Entwicklung der wissenschaftlichen
Systematik der Thiere. I. Regnuni animalium infimum. I. Aninialia epi-
dermoidea. Wurm = Oberhautthiere mit herrschender Linie. Die über-
mässige Ausbildung eines Systems giebt den spezifischen Charakter,
p. 109, die Thiere, deren epidermoidisches Sj^stem zum Charakter ge-
worden ist, sind die Würmer. Die Röhren seien malpighiseher Schleim
unter dem abgeriei)enen Epiderm zu Kalcherde verwandelt oder durch
Stacheln ersetzt. Rechnet dahin auch Furia, Thalassema, Hirudo, Gordius,
Planaria, welche drei letzteren sich wie die nackten Schnecken zu den
beschälten verhalten. — Oken, Lehrbuch der Naturgeschichte, entworfen
1812. Theilt die Würmer ein in Fusswürmer (Dentalium, I>nschwurm;
Serpula, Kragenwurm; Amphitrite, Halskiemer; Nereis, Rückeukiemer);
Fusslose (Lumbricus, Borstenwurm; Sipunculus, Rüsselwurm ; Hirudo, Napf-
wurm); Rundwürmer (Spulwurm, Geiselwurm = Trichocephalus, Faden-
wurm); Darmlose (Echinorhynchus); Plattwürmer (Einmündige, Saug-
würmer, Bandwürmer, Blasenwürmer). — Oken, Lehrbuch der Natur-
geschichte. III. Zoologie. I. Fleischlose Thiere. Leipzig 1815. p. 135.
IV. Classe. Thierklure — Leche (Leib, Haut, ohne oder mit Eingeweide,
ohne Gliederung der Kerfe) : Klurleche (Maden), Kerfleche (Muscheln), Bolk-
leche (Schnecken). — p. 139. I. Ordn. Klurleche — Maden. Selbständige
Aeltere Quellen. 159
Hautröhren, welche meist in Thieren und aus Thierstoflfen entstehen, als halb
aufgelöste, halb zu Mileu (quid?) geworden, halb ausgeartete Thiergefässe,
besonders Darmzotten. „Es ist keinem Zweifel unterworfen, dass die Ein-
geweidewürmer ohne allen Samen oder Eier entstehen, durch Ausartung
von thierischen Säften oder kleinen Gelassen oder Zellen, wenn sie sich
gleich nachher auch selber fort/Aipflanzen vermögen/' — p. 140. I. Zunft.
Madenmaden — Fieke. Fiekfieke (Finnen): Echinococcus, Coenurns, Cj-sti-
cercus; Flucktieke (Bandwürmer); Spullfieke. II. Zunft. Muschelmaden,
Flucke. Fiekflucke: Polystoma, Scolex, Distoma; Fluckflucke: Porocepha-
1ns, Tetrachynchus, Echinorhynchus ; Spullflucke: Lernäen. III. Zunft.
Schneckenmaden, SpuUe. Fiekspulle: Hamularia, Liorhynchus , Cucul-
lanus; Fluckspulle: Grordius, Trichocephalus , Oxyuris; SpuUspulle:
Strongylus, Ophiostoma, Ascaris. Axine ist unter den Lernäen p. o57.
p. 345. III. Klasse: Pflanzenkobe — Lungenthiere, Kerfe. I. Ohne
Verpuppung — Werren. a. Leib häutig gegliedert, keine gegliederten
Füsse. I. Ord. Wurzelkerfe, Würmer, Leib gegliedert, häutig, Füsse nicht
gegliedert, keine Häutung. — p. 347. Zünfte. I. Sternwiirmer (Echino-
dermeu). II. Armwürmer (Entomostraken und Cirripedien). IH. Glatt-
würmer (Piere: Gordius, Dero; Queise: Borlasia, Sabella, Polydora, Areni-
cola; Egel: Planaria, Helluo, Hirudo; Quappen: Phylline, Pontobdella;
ohne Namen: Sipunculus, Thalassema. IV. Fusswürmer: Nereiden,
Amphitriten, Dentaljen, Serpein. — Oken, Allgemeine Naturgeschichte
für alle Stände. V, II. Stuttgart 1835. Dritter Kreis: Athemthiere, Ringel-
thiere. Siebente Klasse: Fellthiere, Würmer p. 541. Ord. I. Weiss-
würmer. I. Zunft; Bandwürmer (Blasenwürmer, Bandwürmer, Einmundige;
unter letzteren neben Echinorhynchus die Pentastomen und der seltene
Nematode Prionoderma); II. Zunft: Saugwürmer (als napflos neben
Monostonia und Amphistoma auch Caryophyllaeus; als Einnapf Distoma,
als Vielnapf, neben Hexastoma = Polystoma und Tristoma, der Cephalo-
podenarm Hectocotylus); III. Zunft: Rundwürmer (einschliesslich An-
guillula). Ord. II. Rothwürmer. IV. Zunft: Kahle (neben Sohlenwürmern
oder Planarien und Napfwürmern oder Blutegeln parasitische Krustazeeu);
V. Zunft: Borstenwürmer (Nais, Clymene, Lumbricus, Arenicola, Tha-
lassema); VI. Zunft: Fusswürmer (Spio, Cirratulus, Nereis, Eunice, Am-
phiuome, Pleione, Polynoe, Aphrodite, Terebella, Amphitrite, Sabella,
Serpula, Spirorbis); VII. Zunft: Walzenwürmer (Borlasia, Siphunculiis,
Bonellia; dazu Holothuria). — Oken, Bau des Piers, Arenicola pisca-
tornm. Isis. 1S17. p. 466.
Viviaiü. Phosphorescentia maris. Genua 1808. Einer grösseren
Anzahl von Anneliden , Serpuliden, auch Planarien zugesc