0" H. G. BRONN'S Klassen und Ordnungen des THIER-REICHS wissenschaftlieh damestellt in Wort und Bild.>^^^. ^/p'- '^h^ Vierter Band. v VERMES. < bthlg. I. a. Mionelminthes, Trichoplax und Trematodes. Mit Taf. I — XXXIV und 41 Holzschnitten. Bogen 1 — 13 bearbeitet von Prof. Dr. H. Pa§-eii Stecher. Bogen 14 — 58 bearbeitet von Prof. Dr. M. Braun. 3^ Leipzig. C. F. Winter'sche Yerlagshandlun^. 1879 — 1893. 1^1 1 Inhaltsverzeichniss. Vermes. Einleitung ^*''^^- Literarische Quellen für Würmer bis gegen 1830 Geschichte der Kenntniss von den Würmern bis 1830 ' ' " ' ' 184 Autorenregister für den literarischen Theil •' . " " ' •>09 Neuere Versuche zur Eintheilung der Würmer ' 2r A. 3IioMeliiiiiithes Pgstchr . ! 253 Literatur .... ' ' „ 253 Geschichte I. CL Rhombozoa .... 1. Bau der Dicyemida • • . . - 2. Bau der Heterocyemida. ... .-,,.," 3. I^ortpflanzung ^gg 4. Entwickelungsgeschichte 273 5. Vorkommen und Lebensweise .y-Q II. CL Orthoneetidae 1. Geschichte .... ~, . 281 2. Bau der Orthonectiden '283 3. Eortpflanzung .^ . 4. Entwickelungsgeschichte . . ■ - 5. Vorkommen und Lebensweise " 29-> systematische SteUung und System der Mionelmintlios 093 5. Trichoplax F. E. Schulze [ 298 J. Plathelmiiithes Min „..^ L Trematodes Eud ^^'l oOo -»<5>c;~ Inhaltsverzeichniss zu Trematodes. Seite Litteratur: No. 1—791 307—406 Naclitrag und No. 792 — 865 553—566 Nachtrag iind No. 865 — 920 918—925 I. Monogeiiea v. Ben. (Taf. IX— XVII). A. Aeussere Verhältnisse 407 1. Gestalt 407 2. Körperauhänge 409 a. Membranöse Anhänge 409 b. Tentakel 409 c. Sangorgane (Seiteusaugnä])fe, Muudsaugnäpfe, hintere Saugorgane) . . 409 d. Klammerorgane (Haken) 414 3. Grösse 417 4. Farbe 419 B. Anatoraie 419 1 Körperbedeckiing 419 HautpapiUen ... 424 Hautdrüsen 425 Stacheln, Dornen, Haken 427 2. Musculatur 428 Hautmuskelschlauch 428 Parenchymmuskeln 429 Structur der Muskelfasern 430 Musculatur der Saugorgane und Function derselben 431 Muskeln zur Bewegung der Haftscheiben 434 Muskeln der Klammerorgane 435 Bewegungen des Körpers 436 3. Körperparenehym, Pigment, Kalkkörperchen , Fettti-opfen 436 4. Excretionsapparat 438 a. Terminalzellen 438 b. Capillaren 440 c. Hauptstämme 441 d. Endabschnitt • 444 e. Inhalt der Excretionsgefässe , Bedeutung derselben 445 5. Yerdaixungsorgane 446 a. Pharynx, Praepharynx, Pharyngealtasche 446 b. Oesophagus 451 c. Darm (unpaar, gegabelt, Commissuren, Structiu") 451 d. Darnidrüsen (PharjTigealdrüsen, Speicheldrüsen) 454 e. Nahi'ung, Verdauung 456 n luiialtsverzeicliniss zu Trematodes. Seite 6. Nervensystem 457 Topographie 457 Histolog. Structui- 463 7. Sinnesorgane 464 Augen 464 Tastorgane 460 8. Geschleclitsorgane 466 A. Männliche Geschleohtsorgaue 468 i 1. Hoden 468 2. Vas deferens 471 3. Vesicula seminalis 472 4 Copulationsorgan und üenitalhaken 478 ö. Prostata 479 6. Wagener'sche Sache, Vogt'sche Samenkapseln 479 B. Weibliche Geschlechtsorgane 479 1. Keimstock imd Keimzellen 481 2. Keimleiter (Germiduct) 4S3 3. Dotterstöcke 483 4. Vagina 486 5. Canaüs vitello - intestinalis 490 6. Ootyi) (SchalenMldung) 490 7. Uterus 491 C. Entwickelungsgeschichte 493 1. Zeit der Fortpflanzung 493 2. Begattung 494 S.Befruchtung 496 4. Bau und Ablage der Eier 497 5. Embryonalentwicklung 500 6. Postembrynonale Entwickelung 503 a. Polystomitm integerrimum 503 b. Diplozoon paradoxum 506 0. Gyrodactylus elegans 508 D. Biologie 511 Eaumparasitismus , bewohnte Organe, schädigender Einüuss, Häufigkeit . . 511 E. System öl4 System von Bui-meister, Dujardin, P. J. van Beneden, Taschenberg, Monticelli 514 Verzeichniss wegfallender Gattungsnamen 518 Discussion des Systems, Stellung der Temuocephala 519 System 522 F. G-eographische Verbreitung 546 n. Digeuea v. Ben. (Taf. XYDI— XXXIV). A. Aeussere Verhältnisse 567 1. Gestalt, sexueller Dimorphismus 567 2. Anhänge 574 a. Membranöse Anhänge 574 b. Tentakel 575 c. Hautfalten 57ö d. Saugorgane 577 «. Mundsaugnapf 577 ß. Bauchsaiignapf 577 /. Grössenverhältniss zwischen den Saugnäpfen 579 Inhaltsverzeichniss zu Trematodes. jjj Saite ()'. Secundiire Saugorgaue 579 1. Im Bauchsaugnapfe 579 2. Am Köqoer 580 3. Haftapparat der Holostomiden 581 e. Stacheln . 58^ ((. Anordnung am Körper 58-j /:?. Stacheln am Kopfe 584 y. Stacheln in Saugnäpfen und am Genitalapparat 584 d. Physiologischer Werth der Stacheln 585 3 Grösse 585 4. Farbe 587 B. Anatomie 587 1. Körperbedeckung 587 2. Structur der Stacheln 59a 3. Bau der Tentakel und Papillen 595 4. Hautdrüsen (Kopfdrüsen, Leimdrüsen, Bauchdi-üsen etc.) 595 5. Musculatur 601 a. Hautmuskelschlauch 602 b. Parenchymmuskeln 60S c. Structur der Muskelfasern 6 OS d. Bau der Saugnäpfe (auch Saugwarzeu und Saugscheibe) 610 a. Parenchym in den Saugnäpfen 615 ß. Drüsen in den Saugnäpfen 615 y. Grosse Zellen der Saugnäpfe 616 6. Excretionsgefässe i;nd Terminalzelleu der Saugnäpfe 619 f. Nerven der Saugnäpfe 620 'Q. Punction der Muskeln 621 e. Muskeln zur Bewegung der Saugnäpfe 622 f. Bewegungen 625 6. Parenchym (Pigment, musculöses Septuml 628 7. Excretionsapparat 631 a. Wimpertrichter, Terminalzellen . . . . • 635 b. Capillaren 636 c. Sammelröhren 638 d. Excretionsblase . 639 e. Topogi'aphie des Excretionsapparates 641 f. Inhalt der Excretionsgefässe 653 g. Verhältniss zwischen Excretionsapparat und Parenchym 655 h Function 656 8. Verdauungsorgane 657 a. Mundöffnung und Mundsaugnapf 658 b. Oesophagus und Pharynx 662 c. Speicheldrüsen 671 d. Magendarm (Darmschenkel) 672 e. Nahrung und Nahrungsaufnahme, Verdauung 677 9. Nervensystem und Sinnesorgane 680 a. Topograpliie des Nervensystems 682 b. Histologie des Nervensystems 687 c. Periphere Ganglienzellen 692 d. Endigung der Nerven 692 e. Sinnesorgane (Augenflecke, Tastorgane) . . . . • 693 10. Geschlechtsorgane 694 A. Allgemeine Schilderimg des Genitalapparates 696 IV Inhaltsverzeicliniss zu Trematodes. Seite « B. Männliche Geschlechtsorgaue 698 1. Hoden (Zahl, Lage, Bau, Sperniatozoen) 698 2. Leitungsapparat (Vasa efferentia, Vas deferens, Cirrus) . . . 703 3. Prostata 709 C. "Weibliche Geschlechtsorgane 710 1. Keimstock (Lage, Structur, Keimzellen) 710 2. Keimleiter 713 3. Eeceptaciüum seminis 713 4. Laurer scher Canal 715 5. Dotterstöcke und Dottergänge 720 6. Caualis vitello- intestinalis 725 7. Uterus (und Scheidentheil desselben) 725 8. Schalendi'üse 731 9. GeschlechtsöiTnung (Lage) 733 10. Geschlechtscloake (und Tasche bei Gastrothylaxj 737 11. Genitalien der getrennt geschlechtlichen Arten 740 12. Genitalien von Distomtim reticulatum Looss und Eurycoelum Sluiteri Brock 744 C. Entwickelungsgeschiclite 744 1. Zeit der Fortpflanzung 744 2. Begattung (Beobachtungen, Bedeutung des Laurer sehen Canales) . . . 745 3. Bildung iind Befruchtung der Eier 756 4. Form, Grösse und Zahl der Eier 763 5. Ueberblick über die Entwicklung der Digenea in histor. Folge . . 767 6. Specielle Entwicklungsgeschichte 774 776 777 a. Embryonalentwickelung Einüuss äusserer Umstände auf die Entwickelung Fm-chung, Hüllmembran 778 Bau der Miracidien 783 b. Umwandlung der Miracidien in die Larvenform (Tetracotyle) bei den Holostomiden 792 e. Umwandlung der Miracidien in Ammen 797 I. Schilderung 798 1 . bei Distomum cygnoides 798 2. „ Distomum hepaticum 798 3. „ Distomum macrostomum 801 4. „ Distomum ovocaudatum 803 5. „ Diplodiscus subdavatus 804 II. A^erbältniss von Sporocysten und Eedien S05 ni. Bau der Keimschläuche 807 «. Sporocysten 807 ß. Eedien 811 IV. Entwickelung der Eedien 813 K. Keimzellen und Keimepithel 813 ß. SpecieUe Entwickelung 815 d. Entwicklung der Larven (Cercarien) 818 e. Die ausgebildeten Cercarien 830 schwanzlose, stummelschwänzige, furcocerce Cercarien, frei- schwimmende Sporocysten und Eattenkönigcercarie. f. Die Degeneration der Keimschläuche 839 g. Die Entwickelung zum geschlechtsreifen Thier 841 I. bei Aspidogaster 841 IL bei Holostomiden (metastat. Trematoden) 843 I Inhaltsvei'zeichniss zu Trematodes. V Seite III. bei den digenetisshen Trematoden (s. str.) 845 1. Entwickelung mit zwei Zwischen-wirthen 845 Auskriechen der Cercarieu, Bewegungen derselben, Schwärmzeit, Einwanderung; Encystinmg und Ueber- tragung in den Endwirth. 2. Ausfall des zweiten Zwischen wirthes S51 .5. Veränderungen während des encystirten Zustandes . . . 857 4. Veränderungen nach Uebertragung in den Endwirth . . . 859 5. Das Verhalten der Cercarien liei Einfuhr in falsche Wirthe 863 (j. Entwickelungstabelle 864 h. Der Generationswechsel der Trematoden 866 D. Biologie 869 Arten bei wirbellosen Thieren 869 Eingekapselte Jugendstadien bei Wirbelthieren 870 Wohnsitze der Digenea 872 Digenea in Cysten, paarweise und freilebend 877 Vorkommen einzelner Arten in mehreren Wirthen 878 Verbreitimg der Gattungen bei "Wirbelthieren 879 Häufigkeit des Vorkommens 880 Einüuss auf die Wirthe 881 Alter der Digenea 882 <]. System 883 Geschichtliches, Dujardin, Cobbold, Stossich 883 System Monticelli's 1888 886 Das neue System Monticelli's 1892 889 Verzeichniss der Sjmonyme 893 System der Digenea 894 '". Geographische Verbreitung 917 r Vierter Kreis. Würmer. Vermes. Einleitung*. Der Name der Würmer ist in verschiedenen Zeiten von den mass- gebenden Schriftstellern mit sehr ungleicher Bedeutimg angewendet worden, wie das weiterhin genauer auseinandergesetzt werden wird. Auch heute sind, obwohl viele Fehler der alten Zeit ausgemerzt sind, die Schwierigkeiten der Umgrenzung des Kreises und der Feststellung innerer Beziehungen zwischen den Klassen keineswegs so befriedigend gelöst, dass mindestens in der Hauptsache das gleiche zoologische Mate- rial von allen Sachkundigen in diesem Kreise untergebracht oder gar in übereinstimmender Weise geordnet würde. Es giebt mehrere Klassen, welcbe einigen für Würmer gelten, von anderen aus diesen ausgeschlossen werden. Da übrigens die vorzugsweise umstrittenen Klassen der Bryozoen, Tunikaten, Brachiopoden , sowie, wenn man bei diesen überhaupt die Möglichkeit einer Zutheiluug annehmen will, der Echinodermen, nach der Stoifvertheilung des Begründers dieses Werkes, meines bekanntlich der Typenlehre ergeben gewesenen Amtsvorgüngers au der Universität Heidel- • berg, G. H. Bronn, bereits sämmtlich in früheren und seit Jahren ab- geschlossenen Bänden in damals nicht anstössiger Anordnung erledigt sind, schwinden praktisch für die vorliegende Aufgabe die Schwierigkeiten in Hauptpunkten. Dass die Gregarinen und ihnen verwandte Formen, welche eine Zeit lang auch von Autoritäten in den Kreis der Würmer gezogen wurden, von Herrn B ü t s c h 11 in der neuen Auflage des betreffenden Bandes der Klassen und Ordnungen bei den Protozoen, die Dicyemiden, Heterocyemidcn und Orthonektiden überhaupt noch nicht behandelt worden sind, während sie zu den Würmern zu stellen mindestens einige hervorragemle Zoologen für nützlich halten, dass der Bearbeiter der Arthropoden, Herr Gerstaecker, die Räderthiere von seinem Kreise auszuschliessen erklärt hat, hingegen, wie solches auch durchaus zubilligen, Herr Hu brecht dem Amphioxus einen an die Fische anzuschliessenden Abschnitt widmen wird, dürlte uns so ziemlich für den Rest der fraglichen Punkte massgebend sein. H Broun, Klassen des Tliier- Reichs. IV. 1. J- I 2 Würmer. Die Rädertliiere also sind es wesentlich, welche aus dem zweifelhaften Theile und neben solchen Klassen, welche jetzt von allen als Würmer angesehen werden, mit in unsere Aufgabe fallen. Ueber den Balano- glossus können in dieser Hinsicht ja weiterhin eingehendere Betrachtungen angestellt werden. Die Unsicherheit der Abgrenzung des Kreises nach den verschiedenen Richtungen hin ist die naturgemässe Folge des Reichthums baulicher Be- ziehungen zu den anderen Kreisen. Es treten dazu innerhalb des Kreises grosse Verschiedenheiten bei relativ geringer Höhe der Organisation, eine besondere Häufigkeit parasitischer, die Erkenntniss der ursprünglichen Verwandtschaften erschwerender Degradation und die Anwesenheit merk- würdiger, muthmasslich aus alter Zeit zurückgebliebener, jetzt vereinzelter Formen. Die Beziehungen der Klassen im Kreise zu einander sind da- durch mannigfaltig, schwach, leicht zu verschieben. So tritt die Zusammen- fassung der Klassen zum Kreise mehr in den Hintergrund als irgendwo; sie hat einen geringen Werth gegenüber den oberen Abtheilungen und den Klassen selbst, und es würde, wenn mit dem Plane des gesammten von Bronn begonnenen Werkes vereinbar, bequem sein, ganz von dieser Zusammenfassung abzusehen. Jedenfalls wird es nützlich sein, die De- finition des Kreises, soweit sie überhaupt möglich ist, vorzubereiten durch einige Einführung in die Materie. Zu dem Ende lassen wir vorangehen einen Ueberblick über die Kenntniss der Würmer im Allgemeinen. Dieser Ueberblick hat wegen der medicinischen Bedeutung vornehmlich der para- sitischen Würmer mehr in alte Zeiten zurückzugreifen, als bei den anderen Kreisen zu geschehen braucht. Weil es dem Einzelnen schwer fällt, den dazu gehörigen Quellen nachzugehen, ist der literarischen Belegung die- jenige Aufmerksamkeit zugewendet worden, welche überhaupt im Allge- meinen und mir persönlich die Verhältnisse gestatteten. Die literarischen Angaben sind für den ganzen Kreis zusammengehalten worden bis etwa zu dem Schlüsse der Zeit von Cuvier oder dem Jahre 1830 uud es sind für diese Periode etwa 900 Schriftsteller aufgeführt worden, einige von ihnen auch mit über jenes Jahr hinausgehenden Arbeiten. Alles aufge- zählt zu finden, würde kaum erwünscht sein. Ueber das hier gegebene Hinausgehendes, besonders solches, welches ich selbst nicht einsehen konnte, kann noch in Modeer Bibliotheca, Rudolphi Entozoorum historia und dessen Entozoorum Synopsis, Diesing Systema Helminthum und für die medizinische Kasuistik, insbesondere die französische und englische, in Davaine Traite des Entozoaires gefunden werden. Für einige Citate habe ich mich auf Mittelsmänner verlassen müssen, in anderen Fällen habe ich irrige Citate verbessern können. Die Literatur der Zeit nach dem Jahre 1830 auf die einzelnen Kapitel zu vertheilen, erschien leichter thunlich und versprach mehr Uebersichtlichkeit. So wurde für diesen neueren Abschnitt im Allgemeinen nur einiges zur Geschichte der Systematik angeführt und kritisch verarbeitet, um das eigene System zu gewinnen. Aeltere Quellen. Literarische Quellen für Würmer bis gegen das Ende der Zeit von G. Cuvier, um das Jahr 1830. 1550 a. Ch. Papyros El)ers, das hermetische Buch über die Arznei- mittel der alten Aegypter in hieratischer Schrift, herausgegeben von Georg Ebers, mit hieroglyphisch- lateinischem Glossar von Ludwig Stern. Leipzig 1885. Ist neol (faQf.my.Mv des Clemens von Alexan- dria, theilweise übersetzt und in Betracht genommen in einem medicini- schen Werke des Abu Sahl Ihsa ihn Yahya el Mesihi (Ebers I, p. 11). Nach dem Verzeichnisse des Inhaltes der Abschnitte (p. 25) be- treffen Würmer: 17. 2 — 4. Vertreibung des Heftwurms aus dem Bauche; 5 — 8 dessgl.; 9 — 13. Arzenei zum Abtreiben des Heftwiirms; 14 — 18; 19—18. 2; 18. 3—6; 7—15; 16—20; 21—19. 10. dessgl. 19. 11—19. Eine andere vorzügliche Arzenei, die man am Bauche anwendet; (19. 16. soll gegessen werden , wenn der Mann hat hletu im Leibe), 19—22. dessgl. 30. 1—8. Arzenei zur Vertreibung des Heftwnirms aus dem Leibe (7—8: djet-fet die Würmer selbst); 9—15. Arzenei zur Abtödtung des Heftwurmes; 16 — 22. Arzenei zur Vertreibung der Krankheiten, welche entstehen durch den Pentwurm; 21. 2 — 13. Arzeneien zur Abtödtung des Heftwurms (21. 6. äusserlich auf den Leib); 22. 1—2. Eine andere Arzenei; 2—3. Eine andere Arzenei zur Abtödtung des Pentwurmes; 3—5. 6—7. 7 — 9. 9—10. 11—12. 13—14. 14—15. Sämmtlich dessgl. 16—17. dessgl. von der Be- handlung des Pentwurms ; 17—19. dessgl. ; 19—23. 1. dessgl.; 23. 1—2. dess- gleichen. 85. 12. Mittel für angeschwollene metu (sonst Blutgefässe, nicht Sehnen). 6. 10—16. Die iirmit. Zur Durchsicht des Papyrus war mir freundlicher Erklärer Herr Professor August Eisenloh r. Explikationen des hierher gehörigen giebt es sonst noch von G. Scheut hau er, Beiträge zur Erklärung des Papyrus Ebers, Archiv für pathol. Anatomie u. Physiologie u. für klinische Medicin Bd. 85. 1881. p. 343, und, mir nicht zugänglich, von Lieb lein, in der Norwegischen Medicinischen Zeitschrift '? 1880. Die Stellen, in welchen die Verordnungen von mehreren Tagen sprechen, dachte ich, wie das auch Scheuthauer gethan hat, auf mehrtägige Kuren beziehen zu sollen. Herr Eisen lohr las aber daraus eine mehrere Tage in Anspruch nehmende Arzeneibereitung, welcher in Beziehung auf Granatwurzelrinde auch später Vortheile zugeschrieben worden sind. Die Ileftwurmkraukheit mit der Variante Hefu hat das Hieroglyphenzeicheu fi (fUt , im Pa- pyros das hieratische f\/\J!>^i ; Pent oder Penet wird hierogly- phisch IS ^J, hieratisch '^^•^ geschrieben. 4 Würmer. anno? Magi. Nach Plinius war es der Magier Osthanes, welcher, mit Xerxes nach Griechenland gelangend, daselbst zuerst die Kenntniss der reinen Magie verbreitete. C. Plinii secundi naturalis historia ed. Lud. Jan. Lips. 1870. Lib. 30. c. 6. (18) 54. p. 242 : Verniera terrenum catillo ligneo ante fisso et ferro vincto impositum aqua excepta perfundere et defodere unde effoderis Magi jubent, raox aquam bibere catillo, miro id processe ischiadicis adfiriaantes. ca. 900 a. Ch. Homer. Ilias XIII, 654 : wcts oy.voh]^, km yairj — y.ÜTO Taß'Eig. ca. 600 a. Ch. Bil)el. 2. B. Mose 16, v. 20 (die feurigen Schlangen). Vergl. F. Küchenmeister und F. A. Zürn, die Parasiten des Men- schen II, Aufl. 1881. Hiernach sagt der hebräische Text nicht einfach Schlangen, nachasch, sondern nechaschim, d. h. diejenigen Schlangen und Seraphim, welche brennen, so dass deutlich specialisirt ist. Die Behandlung der Frage an dieser Stelle ist ausserordentlich gründlich. — 4. B. Mose V. 6 (die Mannawürmer). — Sprüche Salomonis 30, v. 15. Luther hat übersetzt: „Die Igel (Blutegel) hat zwo Töchter, bring her, bring her!" Das hebräische Wort Aluiia, Haluka, Gnaluka ähnelt sehr dem Alaca, Alatha, Alag arabischer Schriftsteller und dem Namen Alax des Nilegels. Andere meinen, es bedeute das Wort an jener Stelle das Schicksal, wo- bei die gemeinsame Beziehung des Stammworts alaka, sich anheften, klar ist. Vielleicht wäre auch statt ,, Töchter" anders zu übersetzen. ca. 490 a. Ch. Hippys Illieg:iiius. InAeliani de natura animalium varia historia epistola et fragmenta recogn. R. Hercher, Paris 1858; de natura animalium lib. 9. 33. p. 158. De abrotani viribus: historia de mu- liere lumbrico intestino laborante. Tyson (s. u.) ist der Ansicht ge- wesen, dass hiermit der Bandwurm gemeint sei. ca. 410 a. Ch. Demoeritus von Abdera (geboren 460 a. Ch.). In Q. SereniScammonici de mediciua über (collectio Pisaurensis omnium poematum, carminum, fragmentorum latinorum. IV. Pisauri 1766. p. 133) XXXI Lumbricis et Tineis purgandis : „Demoeritus memorat menthae con- ducere potum". Vgl. übrigens unten. 484—408 a. Ch. Herodot. Musae 2. 68. rh aroua evdo&ev (fogkt 'Tiäv (.uGTov ßöellicov. von 427 a. Ch. an (lebte noch 386 a. Ch.). Aristopliaiies. Comediae emend. a Phil. Invernizio. II. Lips. 1794. Gcfrjysg p. 391. str. 1150—51: 71V/.V0V vsvovTsg eig t>)v yijv fwXig (= /noyig) , ügriEQ oi ay.whi'/.eg iv roig y.vTTCiQoig yivov/iisvoi. Hier. Müller, die Lustspiele des Aristophanes, übersetzt: „zur Erd stierenden Blick gekehrt, kaum, wie zwischen ihren Zellen Madenbrut, bewegend sich." Wenn nicht Würmer, sondern, wie es scheint, Maden und zwar der Wespen gemeint sind, sollte es heissen „in den Zellen". — ed. Fr. Dübuer, Paris 1842. Equites. p. 376-381. fiaysiQVXtög elg to OTOfi, elrcc ö'evöo&ev ti]v y?MTTav i^sigavTeg avrov axey'OusGd-' av y'avc^ory.cög xeyy^voTog tov TigorATOv , ei xalaL.c{.. Die Scholien erläutern, dass die Köche auf diese Weise bei den Schweinen nach Aeltere Quellen. c den Finnen sehen, weil ihnen sonst beim lebenden die im Fleische ein^-e wachsenen verborgen bleiben und erst beim Zerlegen sich finden würden, um 400 a. Ch. Ctesias. Operum reliquiae, coli. Bahr. Fraucof. l^2i. Indicorum excerpta. cap. 27. p. 255: on hv rto nora^Ui) rüiv 'Jvöiov axoj- h]^ yivsTat, to f.iev eidog, olov tieq iv raiq Gvxaig eivo&s yiveoß-ai, t6 ös ^r'f/.og 7ii]yeMV iina . . . e/ovoi de ödovTccg Övoo, Iva avio, y.ai Iva zß'rw . . . ausführlicher daselbst Reliqua fragmenta indica p. 255 nach Aelian. — Derselbe Gegenstand C. Plinii secundi naturalis historiae libri XXXVII ed. Lud. Jan. Lips. 1850. IX. 15 [17]. 46: In eodem (Gange Indiae) esse Statins Sebosus (wahrscheinlich zur Zeit Ciceros) haud modico miraculo adfert vermis branchiis biuis 60 cubitorum; coeruleos, qni nomen a facie traxerunt. his tantas esse viris ut elephantos ad potus venientes mordicus comprehensa manu eorum (bessere Lesart deorsum) abstrahant. — C. Julii Solini CoUectanea rerum memorabilium, recogn. Th. Mommsen, Berol. 1864. cap. 52, 41. p. 211—215: (Ganges) quem Statius Sebosus inter praecipua miracula ait vermibus abundare coeruleis nomine et colore. hi bina habent brachia longitudinis cubita non minus sena, adeo robustis viribus, ut elephantos ad potum ventitantes mordicus comprehensa ipsorum manu rapiant in proiundum. — Athen aeus, ex recens. Dindorfii. Lips. 1827. II. c. 122. p, 707 über Sepia: exu Se y.al oSövTag Svo , rov /iiev ävio, tov dt xcctw, ebenso bei rsv&ig und rev&og p. 714. — Ex Aeliani historia per Petr. Gryllium latini facti libri XVI, 1533. lib. 11. c. 14. p. 312: De scolopendra cetacea (sie mihi persuasi, quoddam etiam maximum cetum scolopendram esse), lib. 13. c. 48. p. 401. De verme indico. — Aeliani de natura aniraalium varia historia, epistola et fragmenta recogn. R. Hercher. Paris 1858. Nat. anim. lib. 13. c. 23, p. 231 : De scolopendra marina maxima: pedibus tanquam e scalmis (= a/.alaoig, Ruderpflöcken) appensis . . , (zu diesem Ausdrucke dürfte der eigenthüm- liche Verbindungssaum der Armwurzeln Anlass gegeben haben), — Auch die unten, bei Dillenius 1719 p. C, angeführte Stelle des Strabo über die neun Ellen langen ßdsUai in einem Flusse des Mohrenlandes wird theilweise hierauf beruhen. — Alberti Magni de animalibus lib. 24, p. 649 .. . unde et in Gange fluvio, in quo anguillae magnae sunt, vermes quidam esse dicuntur, qui bifurcata crura anterius habent sicut caucri qui longitudinem habent sex cubitorum et corripiunt elephantes et mergunt eos. p, 658 als „stacia''. — Conr, Gesneri lib. IV. qui est de piscium et aquatiliura animantium natura, Zürich 1558. p. 304: hoc monstrum habet brachia (sie legitur, non branchias) instar cancri, longitudiue septem (alias, sex) cubitorum (unius cubiti, valde saeva, Albertus) quibus ele- phantem corripit, et undis submergit. — Author. de nat. rer. p. 1227: Der Bischof Castellanus von Macon (um 1540) hielt das Thier für eine Lamprete. Unter diesen verstand Ambro sius Pare die Uaie und stellte zu diesen auch die Scolopendra cetacea des Rondelet und der Aelteren (vergl. Vallot, Ambroise Pare au 19 siccle. Mcmoires de l'Academie de Dijon 1835, Partie des sciences p. 14). — Franc. ß Würmer. Massarius (um 1535) glaubte die Sache zu bessern, indem er die Längenangabe nicht auf die Branchien, sondern auf den ganzen Wurm bezog. — Die Herausgeber des Plinius haben öfter, so die in usum del- phini, Lugduni 1606. p. 170, Paris 1685. p. 297, das Wunder hinlänglich abzuschwächen gemeint, indem sie statt sechzig Ellen sechs setzten; die Arme schienen ihnen bei einem Wurme eine Unmöglichkeit. — Gesner meinte, hätten diese Thiere Arme gehabt, so würde Plinius sie monstra, nicht vermes genannt haben. So auch in ausführlicher Untersuchung der Texte Aldrovandi (de animalibus insectis libri Septem. Francofurt. 1623. p. 286). Plinius aber hat ziemlich kritiklos abgeschrieben. — Die Deutung von Vallot findet man Comptes rendus hebd. des seances de l'Academie des sc. 25. 1847. Uebrigens nannten auch die alten Nordländer ihre Schnell- kriegschifife lange Würmer und Drachen; vgl. L. H. Historia Danorum et Norvegum navalis. Scriptorum a societate Hafniensi bonis artibus dedita, danice editorum nunc autem in latinum sermonem conversorum Tom. III. Hafniae 1747. p. 365. — J. F. Brandt (Untersuchungen über die zoo- logische Bedeutung des oSovTorvQavvog und axo^hf^ der alten griechischen und römischen Schriftsteller, Bulletin de l'Academie des sciences de St. Petersbourg III. 1861. p. 335) hat darauf aufmerksam gemacht, dass Schneider jene beiden Begriffe für identisch erachtet hat und bezieht selbst den odovTOTvgavvog theilweise und den öxwhji, dieser Stelle ganz auf das Krokodil. Diese Meinung für GxiöhfS. schien auch mir anfangs nahe zu liegen, ich habe aber sie aufgeben zu müssen geglaubt, bevor ich noch Brandt 's Arbeit kennen lernte. — Den Mund des angeblich achtarmigen Rieseukraken bei Teneriffa, Compt. rend. 53. 1861. p. 1263, schätzte B u y e r auf 0,5 m , das Gewicht auf 2000 kgr. ; Dekapoden erreichen eine bedeutendere Grösse. Ein phosphorescirendes Oel erhielt Grafv. Bosch (nach Ehrenberg, das Leuchten des Meeres, Abhandl. der Berliner Akademie v. d. J. 1834. p. 448, in Atti della Accademia di Siena VI. p. 317) durch Einkochen der leuchtenden Materie des Schwert- fisches. Leuchten der Cephalopoden ist oft erwähnt. 460—370 a. Ch. Hippocrates. Biblioteca iatrica, inchoav. et disp. J. F. Pjerer, Hippocratis opera, Altenb. 1806. II Sect. 5. de morbis lib. 4. c. 16. p. 317: De lumbricis latis et teretibus. — De morbis mulierum cap. 3. p. 396. — L Prorrheticorum lib. 1. c. 9. p. 335; c. 2. p. 380. — Hippocratis, medicorum omnium longe principis, Epidemiorum libri VI,, jam recens latin. don. L. Fuchsio interprete, Haganov. 1532. p. 15. A. — ed. de Mercy 1813: nQOi)(}r]Tixwv ■/■ p. 37. ()Xß' (132). p. 342. aQ^i (140). — Magni Hippocratis opera omnia ed. curavit C. Gottl. Kühn 1826 u. 1827. IL tieqI vovacüv. IV. p. 367 u. 368 lautet der zweite Theil dieses Kapitels: eon de otaiv odoiTioQeovoiv i] ralcciTicoQeovoi xcü Tijg xol- ?U)]g ß-EQi.iaivo^dvr,g 'egyetai ko t6 xcctoj xai fila/ei ix tov do/ov ccuToiöi tö 7ieffV6i]x6g. tovto te noieec xcd ccTtoTiQietcn, ano tov (XQ'/ov ij oniaoi 'eoyETai. 6j]f,uJLC( öä kOTLV ort ov rixtu, cc)J.. ovvMg eyei wg kyto Xeyio. infjv Tig iijTai, tov äv&Qwnov Tyv 'el^iLV&a xcd rpagf-iaxav Aeltere Quellen. n didol i] noTov, i]v f.dv rvx'J o civ&QMnog y.alwg nainG'/.Evaq^ikvog, i'^ioyj- rcti öh] OT()oyyvhiyEv6^tevi] töoneQ arpacga, y.cd vyn]g yiverai 6 civOmo- nog. )jv S^ ig ry)v (fa()f.iaxehxv 'i()/i]Tai, xcu evd-ela aTToo/j^yvvTai äno Tijg el^iivd-og, öxoGov ovo ij T^elg nijx^ag ij -xal Tihiov Tiolho, ov yiv^Tca Gvv T

Ü.^iiv&tov cn axQoyyvlai ysvvwvTai fih ev toIq avto ficUlov tvT£Qoig, (ÜOTB v.cu £/," avTnv kmßaivovGiv UtiV ÖTs Tr]v yaarkQa. noVv dt nltiovg avrca tüv äßy.aQiÖwv kv rolg naim yiyvovrai. Gnavm- Ttoci Ö',) Tijg nlatEiag U^uvOog yeveoig kariv, n t^^S y-ctl fiaxQOTari] yiy- verca, Tianv/.TUvoidvrt nolh'r/.ig äna6i rolg tvrtooig. — XVIII. B. Com- niCHtar zum Prognosticon des llippocrates, p. 138. ovav ös xcd ravtag {k'AitiVi'Jug) i) (fi'Gig caia rolg älloig TieQirro'ig MÜ-y xcctm^ ßklriov eariv i'jmn (h'io. — X. {hQaTiEvri'/.m /iuOoöov ßißliov |. p. 1020. rov ykvovg uTTo/.Thivng. ctnoxreveig di rolg nr/.Qoig (paQ/ndyMig. L.ojGai ^dv yao dvri- yovtai TÜJv hrtQMV, dnodavovGai ök Gvvexxevovvrai rrj xönQCo. Gvvvsx- xevovvTai dt 'C.(aGai f.dv hi gxotm&ügcu xai (äg äv elnoi zig ^a&v/jreg yivvöiuvui. tag fitv ovv GTQOyyvlag Ujuiv&ag ixctvov ctTioxTBlvaL ätpiv- xiiov. t'j nlccTtla Ök Igxvqot£qcov Selrai (fccg^iäxMV, bnolov Igti xui >} nxE- Qig, tri dt xcd i) xcdovfdvi] f(Gxa()ig. Auch XIX. Glossarium ad Hippo- cratcm. p. 36. aGxdoiÖtg. tluivdtg iG/val xal uixgal kv t(o dTiEvd-vGutvcü ivrtoo) yerviöusvoi. — V. p. 695. Pueris sunt familiäres ascarides. — XIV. ad Pisonem de Tbcriaca liber. k^dysi {dGXQdyalog = walirscliein- licli, weil zusaraiiiengestellt mit Hirschhorn, wirklich das Wiirtelbein oder vielleicht besser die Rindsklauen , nicht die Pflanze) GTQoyyvhjv tlinvda fitrd fuhrog nivufievog. — XII. p. 6. Succus calaminthae necat ascarides. — XVI. p. 146. Öio TTQog TToXXd oi xlvGxrjQtg XQi}Gi^is.vtvovGiv wg km .... ikfiivi')io}>, dGxaoiöiüv. ... — XVII. A. Commentar zu den Epidemien des Hi})pocrates. p. 932, tvioi i^dv ovv knl rcäg tlficvGiv, orav knl t6 öTOfia rF/g xoiliag kve^ifetGai ÖdxvcoGi , rag ßtj^dg cpaGi yivEG&ca S,}]Qdg . . . rvi'i öt uvQicr/.ig tiÖo/ntv dvEV ßir/J^v 'kXfiivdag ivo^XovGag rd xara Ti) oröfirc rTjg yccGToog ... — Aebulich p. 948, — VIII. p. 47. Lumbrici in intcstinis gignuntur. XVII. A. p. 304. Das überwiegende Vorkommen im Herbste. — XIV. ttsqI tvTZOQiGvwv ßißUov tqitov. p. 514. TZQog 'kX- l(n'i'>i/ xdnÖuuog (= nasturtium) fitrd i]Öv6g^iov mvöfnvog. — p. 515. n()6g 't'/.tnv/h(g nhadag xcu dGxaQidag: Nitrum, Nasturtium, Cardamomum, Piper ana = 1, ein Lüfl'el in AVein. — p. 549. xkoa^ kldffov (ji]vioag fincc oh'ov Tjalaiov ödg nulv dnulovTQOV. — p. 550. IvmvdQta xcd dmfvnxnxxcc xcct yol^v rrwoov ^u^ag kmOeig eig tov öfi(fa?.6v. — p. 272. Der Theiiak. XI. p. 804. Abrotanum. — p. 883. Mentha. — p. 885. i^iipi'ius. XII. p. 42. Semen brassieae. — p. 6. Cantharides. — p. 76. Aeusscrlicb F..li:i „laH i)ersieae. — p. 69. Melanthium inwendig und Aeltcre Quellen. 19 äiisserlicb. — p. 127. Myrrba. — p. 120. Scriphum (AbsiDthium ser.) in- wendig und äusserlicb. — ■ XIV. p. 790. tu ts Xs-youeva Ö^axöma ofioid i.OTL Tolg /aQüoig. fxsyahjv Öe cü^yijÖovcc iTiKfiget 'Aivovf^ieva, f^iixQov tiqo- y.vTirovtci. öei ovv diilovra wg im twv xiqocöv dnod^QHV y.al ovTcog ii,aiQ£lv. — XIII. p. 733. Maden in Gescbwüren. — XIV. negl stmoQiOTcov. I. p. 334. nQog rovg iv wcl axcoXtjxag. — II. p. 406. TiQog zd iv mcI axiohjxia nuQHGÖvouevci elg rag dxodg. um 190 p. Cb. n. Julius Pollux. Onomasticon, ed. Seher. Franco- furti 1608. Lib. 4. c. 25. p. 223. Draeontium (doay.ovTiov), nervosum quidam corruptiimque ; ex tibiarum femoruraque bulceribus excidens. raro qiiidem alios, Aetbiopes vero frequeuter infestans. (Serpentes, pustiüae flammeae et pungentes, maxime Collum et latera depascentes = Gürtel- rose, Zoster.) wabrscbeinlicb im Anfange des dritten Jabrbunderts. Didymus Alc- xandriiius (scbrieb nacb Suidas 15 ßüeber de re rustica; wabrscbein- licb der Arzt). Geoponica sive de re rustica Libri XX, Cassiano Basso (etwa 228 p. Cb. n.) scbolastico collectore antea Constantino Porpbyrogenneto a quibusdam adscripti graece et latine per Petri Ncedbam curas ad mss. fidem denuo recensi et illustrati ab Jo. Nico- lao Niclas. Lips. 1781. XIX. VII. neQi idoewg övöjv. Jidi/fiov. Coguo- scuntur aegrotantes sues, evulsis e cervice pilis. Si enim pili puri fue- rint, sani sunt: Si vero cruentati, aut sanies quaedam spissior circa pilos baeserit, aegrotant. Das steht übrigens ähnlich schon bei Ari- stoteles. um 218 p. Cb. n. unter Macrinus. Floreiitiims. Aus dessen ysojQ- iytxd sind zahlreiche Fragmente in dieselben ysconovixd des Cassianus Bassus scholasticus aufgenommen, darunter: Niclasii Geoponica T. III. et IV. lib. XII. c. 27. tisqi xaQÖdf.iov (De nasturtio): //er« ök r]dv6ouov xcu oivov Tiivouevov '4Xfivvdag xal raiviag ii,dyei. 220 p. Cb. n. Aeliaims. De natura animalium varia historia, epistola et fragmenta; recognovit R. Hercher. Paris 1858. Ausser schon Ange- führtem: De natura animalium lib. VII, 35. De scolopendra et Urtica. Scolopendra marina terrestri perquam similis est, quam primum ubi homo contigerit, statini pruritu mordetur, et simili atque is, qui ab Urtica ter- restri pungitur, dolori sensu afficitur (ex Aeliani historia per Petrum Gyllium latini facti libri XVI. 1533. lib. XI. c. 13. p. 312). In der ed. Gylliana XI. c. 15. dass die Seeskolopender, wenn sie die Angel be- rühren, die Fische verscheuchen. — Die Krokodile und Regenwürmer ed. Hercher IX. 3. p. 149. — Daselbst VIII, 9. p. 140. (Canes) lumbricis vexati frumeuti cristas devorant, ut Aristoteles ait. 230 p. Cb. n, Atlieiiaeus, recens. G. Dlndorf. Lipsiae 1827. II. Hb. 7. c. 125. p. 710. t6 äe tqitov rexovaa äyovog iori, yiverai, yaQ riva cr/Mh'jXia avTij kv rij v6t&qu, d rov yovov rov yivo/iievov xarwO-iei (be- zieht sich auf TQiyhi). — lib. 8. p. 772. tx rov oxwhixog fiaraßdUor- 2* 20 Würmer. Tog yiv6Tcasius, Arzt des Kaisers Julian. De cucurbi- tulis, scarificatione, hirudinibus, caet. in libro septimo. ed. Basil. class. 6. p. 7. c. 21. De Hirudinibus ex libr. Autilli eod. c. 22. Citat nach Kefer- stein (Erfurt), lieber den unmittelbaren Nutzen der Insekten. Abhand- lungen der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt. N. F, I. Sammlung. Erfurt 1827. p. 101. — Ad Eunapium. III. Basileae 1557. De virtut. simplicium. lib. IL Maulbeerwurzel, Farnkraut und andere Wurmmittel. — De loc. aflfect. curatione. lib. IV. Ad lumbricos. — Traduct. frang. I. p. 271. Ueber die Finnen (nach Davaine). um 540 p. Ch. n. Ai'tuis Aiitioclieims. Vgl. oben bei Leonidas, dem Arzt llerodotus und Archigen es. Medicina tetrabiblos. III. Serm. 1. Cap. 40. De lumbrico lato. Lumbricus latus transmutatio, ut ita dicam, est membranae iutestinis iutrinsecus agnatae in corpus quod- Aeltere Quellen. 21 daai auimatum (nach Lcuckart, Die Parasiten des Menschen). — ed. Med. art. princip. 1567 (nach Davaine) noch p. 492. de ascaridibus und an anderen Stellen die Medikamente. um 550 p. Ch. n. Alexander Tralliaiius. De linnbricis epistola graece et latine ex translatione Hieron. Mercurialis, cdita cum linjus variis lectionibus. Venet. 1570. Etiam ad finem libri Mercurialis de morbis puerorum. Fraucot". 1584. Ein Brief au Theodorus. Drei Arten von Würmern; al dt iilardai elg toüovto ijxovac fxeysOog, (äara y.cd ö?uo ovfinaQey.reivegTca Tot kvTEQco. Citat nach Tyson, de lundirico lato, und nach Rudolphi. — lib. 7. c. 4. Lumbricus duodecim cubitorum, a muliere bulimia laborante, hierae picrae beneficio, dejectus. Citat nach Schenck von Gräfenberg Lib. HI. de Bulimia. obs. 2. — De lum- bricis epistola. Venetiis. 1570 (nach Bibl. Modeer). 570 - 636 p. Ch. n. 8. Isidorus (von Sevilla) Hispaliensis episcopus. Opera omnia recensente Faustino Arevalo. IV. Romae 1801. Etymolo- giarum libri X (posteriores). Lib. XII. De animalibus, mit der Eintheilung: pecora et jumenta, bestiae, minuta animantia, serpentes, vermes, pisces, aves, minuta volatilia. c. 1. p. 39. Vervex dictus . . . vel quod vermera in capite habeant: quorum excitati pruritu, invicem se concutiunt, et pugnantes cum magno impetu i'eriunt. c. 5. De vermibus. p. 72. Vermis est animal, quod plerumque de carne, vel de ligno, vel de quacumque re terrena sine ullo concubitu gignitur : licet nonuunquam et de ovis nascan- tur, ut scorpio. Sunt autem vermes aut terrae, aut aquae, aut carnium, aut frondium, aut lignorum, aut vestimentoruni ; so: 2. Aranea, vermis aeris. 3. Sauguisuga s. u. 4. Scorpio, vermis terrenus, i[m potius vermi- bus adscribitur non serpentibus. 5. Cantharis (spanische Fliege, Lytta vesicatoria), vermis terrenus. 6. Multipes, vermis terrenus. 7. Limax, vermis limi dictus (so schon bei Terentius Varro, De lingua latina. rec. Spengel. Berolini 1826. p. 325 : limax de limo). 8. Bombyx, frondium vermis. 9. Eruca, frondium vermis. 10. Teredonae (Termites), lignorum vermes. 11. Tinea, vestimcntorum vermis. 13. Ilemicranius, vermis cai)i- tis. — Lumbricus, vermis intestinorum, dictus quasi lubricus, quia labitur, vel quod in lumbis sit. — Ascaridae . . . Costi (Cossi'?) ... 14. rediculi, vermes cutis. 15. Pulices. 16. Usia, vermis est porei, appellata, quia urit. Nam ubi momorderit, adeo locus ardet, ut statim ibi vesicae fiant. Damit ist wohl Rothlauf der Schweine, nicht die Finne gemeint. 17. Cimcx. 18. Proprie autem vermis est in carne putri nascitur, tinea in vestimeutis, eruca in olere, teredo in ligno, termes in lardo. 19. Vermis, non ut ser- pens, apertis passibus, vel squamarum nisibus repit, quia non est illi Spinae rigor, ut colubro, sed in directum corpusculi sui partes gradatim porri- gendo contractas, contrahendo porrectas, motura explicat: sicque agitatus perlabitur. — Sanguisuga, Vermis aquatilis, dicta, quia sauguincm sugit. Potantibus enim insidiatur, quumque illabitur faucibus, vel ibi uspiam adhaerescit, sanguinem haurit: et ({uum nimio cruore maduerit, id evomit, quod hausit, ut receutiorum denuo sugat. — p. 36. wird bei Isidorus die 22 Würmer. Benennung peuicilli, welche später Röhrenwiirmer bedeutet, nicht für solche, sondern für die zartesten Schwämme verwendet. — In den Noten zu Hemicranium die obige Stelle des Marcellus und zu Ascarides: tipulas reddit pro ascaridis Gaza. um 670 p. Gh. n. Paulus Aegincta zu Alexandria. P. A. medici opera, Joanne Guinterio Andernaco medico interprete. Lugduni 1567. Lib. 4. c. 58, p. 517. De dracunculis: In India et superioribus locis (Aegypto oder ut Arabia et Aethiopia) dracuuculi generantur, ceu ani- malia quaedam lumbricos imitautia, in partibus musculosis, puta brachio, femore, tibia : in pueris etiam latera sub cute perreptant et palam moveu- tur: deinde cum diu extremum aliquod dracuuculi remanserit (oder cum extremus dracuuculi finis aliqua in parte diu remanserit) locus suppurat, et cute ipsius adaperta, initium ipsius progreditiir : cum trahitur, dolores movet, praecipue abruptus. Quapropter nonuulli dicunt plumbeam molem ex dracunculo suspendendam ne uuiversim, sed particulatim molis pondere decidat. Alii vero hos damnant quod uihilo magis pondere molis plum- beae dracunculus abrumpatur et dolores validos (varios) concitet. jubent partem in aquam dimitti calidam, quo dracunculus tepefactus prorepat, deinde digitis ipsum membratim (sensim et paulatim) extrahere. — Ama- tus Lusitauus (vgl. unten) erzählt, dass ein Sklave, welcher von Memphis nach Thessalonice gebracht wurde, an diesem Wurm litt; dass die Bähungen des Paulus nichts halfen, dass aber Paratyas, ein ge- lehrter Arzt aus Arabien, das vorstehende Stück des Wurms auf ein Hölzchen wickelte und in vielen Tagen drei Ellen hervorzog (Schenck von Grafen berg p. 678). Dies ist gänzlich das jetzt noch übliche Verfahren. — Die Entstehung der Spulwürmer schob Paulus auf den Genuss unreifer Aepfel (Citat nach Franz ius, Historia animalium. 1651)), vermuthlich weil man in den abgefallenen Würmchen fand. Dass in der Lombardei Frösche, Kröten, Eidechsen u. dgl. Thiere im Uterus der Frauen entstünden, sei zuzuschreiben der Lebensart, welche so schlechte Säfte erzeuge; jenen liege der Putz mehr am Herzen als gute Lebensart. — hlj-iivd-LOT}] TU L.oa Lib. IV. De re medica. c. 59. p. 159. ex recens. Hierou. Gemusaei. Bas. 1535 (Citat nach Chr. Fuchs, de dracunculo). 891 p. Ch. n. Pliotius. Myriobiblon (Pathologiae cursus completus). ed. Migne. 104. Photius IV. 1860. p. 75. ex Agatharchide apud Plutarchum (Symposion lib. VIII. quaest. 9; siehe oben). 920—930 p. Ch. n. Abu Bekr Muliauinicd Ben ZakerUja el Bazi, gemeiniglich Rasis oder ßazes. Continens. lib. 15. c. 1. Gebrauch des Blutegels (nach Keferstcin). — Contin. lib. 21. (Simplicia) c. 290. p. 434. Regenwürmer gegen Gelbsucht und gegen Ohrenweh. — Citat bei Fuchs für Dracunculus: Rliases ad Almansorem de re medica. Libr. Vn. cap. 24. p. 179. ed. Basil. 1514. Vena civilis. — Id. ex edit. Hier. Suriani Monach. Benedictini. Venetiis. p. Bernard. Benatum. 1509. Lib. 26. p. 298. — Id. Commentar. lib. IX. cum exposit. Sillani. 1490 (Citat von Davaine). cap. de vermibus etc. Identificirte die Ausdrücke Aeltere Quellen. 93 ascarides und cucurbitinae, kannte aber daneben die parvi und rotiindi den Käsemaden ähnlichen. 1)80—1037 p. Ch. n. Abu AM el Hosciii Ben Abdalla Bon el- Hosciii Ben Ali cl-vSelicidi cl llcis Ibii Sinji; abgelüirzt Abo ab Ab in sceni, gemeiniglich als Avicenna Aboab Abin-sceni. Liber med. etc. Venet. 148G. Lib. III. dict. XV. Tract. I. lol. 314 (ed. 1562, leichter lesbar, fol. 328). Zur Heilung des Icterus: Lumbrici terreni sic- cati. — Lib. III. ten (= modus) 16. tract. 5. fol. 334. 1. De vcrmibus. 2. De medicinis vermiuni, quorum sunt tres. 3. De signis. 4. De cura. 5. De medicinis calidis interficientibus veruies et proprie longos. 6. De medicinis, (juae magis propriae sunt ascaridum. 7. De regimine vermium parvorum. 8. De clisteribus acutis interficientibus vermes. 9. De emplastris habentium vermes. 10. De cibatione eorum. 11. De cura casus et pro- jectionis (ed. 1562 contusionis) supra ventrem. — ed. 1562. fol. 350 (unter De vermibus). cum aderit materia et vestitur complexione ali(|ua, tribuitur ei magis conveniens, quod ipsa potest tolerare ex figuris et forniis et non prohibetur ejus praeparatio a perfectione uaturali, quae meretur. vel con- venit ei ex artifice potente et propter hoc creati sunt vermes et muscae, et quae cursu eorum currunt ex materiis putridis et humidis: (pioniam illae materiae magis convcuiens (ed. 1562 cum rectificatur) quod possunt suscipere ex forijiis est vita vel forma vermicularis aut vita vel forma muscae. Et illud melius est quam ut ipsae remaneant secundum i)utre- factionem suam. Et est cum hoc, quod ipsa possident super putrefactiones sparsas in mundo, et cibantur eis propter proportiouem et similitudincm et assumunt eas ab habitationibus hominum, et ab aere continentc eos. Et vermes quidem ventris sunt hujus generis. Et non est eorum geue- ratio ex ovi humore. ipsi enim non generantur a cholera rubra ueque nigra: quum una eorum est vehementis caUditatis: quare non gencratur ex ea vermis humidus, immo est contraria complexioni ejus: et altera est frigida et sicca. . . . immo materia vermium est phlegma, quando caictit et putrefit, et multiplicatur in intestinis, et remanet in eis. Et tu quidem scis causas multitudinis generationis phlegmatis .... — fol. 351. Et spe- cies vermium sunt (juatuor: longi, magni, et rotundi, — et lati, — et sunt cucurbitini vel ascarides — et parvi, et non diversificatur eorum gene- ratio, nisi secundum diversitatem illius ex quo generantur, et divcrsitatcm illius, in quo generantur Es ist nach dieser Stelle, wie man auch lesen oder emendiren wolle, kein Zweifel, dass Avicenna aus den Pro- glottideu von Bandwürmern eine vierte Wurmart gemacht habe, zweifelhaft aber, ob das Proglottiden waren, welche, häutiger vereinzelt abgehend, einer anderen Bandwnrmart angehörten als der lata. Davaine hat jene Stelle sehr ausführlich behandelt. — fol. 352. De medicinis calidis interficientibus vermes et proprie longos: Prassium, cardumen, lupiui amari, casia, cahiuicu- thum, grana aldemeest, costus amarus, epithymum, cartanuni, raenta, allium u. a. — Gegen Ascariden: Semina foeniculi, myrtus, origanuni, absinthuuu, anisum, nasturtium, semen atriplicis, oleum omphaciuum, theriaca magna u. a. 24 Würmer. — Nach G. Fr. Chr. Fuchs (De dracunculo. 1781. p. 8) war es Avi- cenna, welcher zuerst den lebendigen Dracunculus schilderte. Avicenna canon. libr. 3. fen 3. tr. 2. c. 21. ex edit. Bcued. Rinii p. 855. vena Me- dini. Bas. 1556. Esse qiioddam rubrum ad nigredincm declive, et quasi ranius villi nervei, idque variae magnitiidinis .... fortasse est ei motus manifestus sub oute, ac si esset motus animalis et quasi in veritate sit vermis. — Nach der Uebersetzung von Velsch (vide Ant. Schneider, Monographie der Nematoden) lautet die Stelle : Vena Medinensis est cum in quibusdam corporis membris pustula exoritur, quae intumescens deinde vesicam contrahit. Mox ea perforata prodit rubri quidpiam ad nigredinera vergenSj netjue cessat continuo i)rotendi. Interdum motum habet vermi- cularem sub cute, ac si is animalis motus et vere vermis esset ita ut quidam existimaverint animal esse quod gignatur. Nonnulli vero putarunt partem esse filamenti nervi corrupti et crassefacti. — Vgl. auch Sont- heimer. Zusammengesetzte Heilmittel der Araber nach dem fünften Buch des Canon von Ebn Sina a. d. Arab. übersetzt. Freiburg i/Br. 1845. p. 102. Gegen Würmer das Pulver von AI. Barmeky, Myrobalani chebuli und emblici und Barnadsch 1, Merkur 1, Turpethum 3, Zucker 6 partes; 10 Dirhem (1 D. = 72 gran) per dos. — p. 124. Syrup von Absynthium. — lieber Dracunculus c. 12. tract. 2. fen 3. lib. 4 (nach Schenck). — lib. I. fen 4. c. 22. p. 152. Gebrauch des Blutegels (nach Keferstein). — lib. II. tract. 2. litt. c. c. 202. p. 222. De Charatiu. Ge- brauch des Regenwurms. — Bei den Arabern hiessen die Würmer düd, die kürbiskernförmigen Glieder der Bandwürmer chabb-al-kari (vgl. Krehl nach K. Leuckart, Die Parasiten des Menschen. 2. Aufl. I. 1. p. 519. Krehl leitet solium ab vom syrischen schuschl c = Ketten. t um 1106 p. Ch. n. Abiil-Casim Clialaf Ablbas cl Zaträwi, ge- meiniglich Albucasis. Bei Schenck von Grafen b er g 1. c. p. 678. Dracunculi Galen o nomine tenus noti, posterioribus innotuerunt, Paulo (Aeginetae) dracontium dicitur et dracunculus. Arabibus vena, a sirai- litudine, medena ab urbe Medena, in qua id genus morbi frequens visitur. Est enim in Aegypto frequens et India. Nascitur sub cute (non quod Galenus conjectat intra venam) vermis satis longus (Albucasis decem et non raro viginti palmarum longitudinem excedere expertus est) sub- ruberque, qui motu suo cutem erodens, et inflammans, dolorem excitat, neque sanatur, nisi integer eximatur; abruptus enim acerrimos dolores excitat: qui vero negant esse animatum, sed humoris vi serpere, negli- gentius rem expendere. Est enim vermis non secus quam syrones nostri, non minus Dracontiis antiquitati ignoti (Thomas a Veiga comment. ad lib. 6. Galen, de loc. affect. p. 298. edit. Plantinianae). — Albucasi lib. 2. c. 91. Vena cruris. — Nach Fuchs: Method. med. II. p. 160. Dracunculum esse vel radicem plantae vel animal. — Lib. theoriae et practicae ex edit. Pauli Ricii physic. Caesar. Vindob. 1519. p. 118. c. 12. tr. 28: Vena exiens. esse venam admodum subtilis chordae. — Nach Schenck: AI Zaharir (Alsaharavius s. Acararius) auch in Aeltere Quellen. 25 Practicae c. 12. tr. 18. Veua exiens. — Nach Ramesay im Cap. de tusse auch über Würmer in der Luftröhre. Nach Fuchs und Schenck weiter: Aali Ben cl Abbas (f U94) oder Ilalyabatti c. 67. 1. 9. Practicae: Vena saniosa. — Auch als Ebn Aabassus in Guido de Cauliaco Chirurgia. Lugd. 1572. tr. 2. c. 8: Vena famosa. — Ueber Blasenwürmer: Beniveny, De abditis 111. t 11 62 p. Ch. n. Abu aiorwAii Abd ol-Malik Ben Abul-Ala Z<>hr Ben Abd el-Malik-Ibii Zolir, gemeiniglich Avenzohar. Nach Fuchs in Rectif. med. et Reg. II. tr. 7. p. 326. Translat. Paravicii: Dracunculum habere aliquid ad similitudinem nervi. Auch dieser erwähnt nach Rame- say der Würmer in der Luftröhre. — Citat nach Fuchs für Dracuncu- lus: Avenzoar teste Lange. Epist. 42, Lib. 2: Halalnachkidini. um 1200 p. Ch. n. Meliihart von Lüclitrini'en s. unter Chr. Franc. Paullinus 1687. 1250 p. Ch. n. Petrus de Albano. Differentia 101 (nach Davaine). War der erste, welcher die Meinung äusserte, dass die Tänien durch Vereinigung von Kürbiswiirmern entständen: filo uuius in alterum con- junctorum. 1193 — 1280 p. Ch. n. Beatus Albertus Ma^-nus Ratisbonensis episcopus ordinis praedicatorum. De animalibus libri XXVI. Operum tonius VI. Lugduni 1651 (geschrieben um 1260, jedenfalls zum Theil während des Aufenthaltes in Köln oder später). Lib. I. Tract. I. p. 6. De modis generationis animalium in universali. Quaedam autem repunt super ven- trem, sicut est reptio vermium, tarn aquaticorum, quam etiam terrestrium. — c. 6. p. 13. Et quaedam generant vermes incompletus, sicut apes et for- micae et pediculi, qui generant lendes (Nissen) .... (folgt Aufzählung lebend [auimalia] gebärender) . . . alia autem animalia ovantia et vermes facientia nota sunt . . . Quaedam . . . concipiunt ova et postea generant vermes, quia ova in ventribus eorum mutata sunt ad vermium (iguram, sicut piscis marinus longus qui vocatur chalene (Aristoteles), et vipera .... Vermem autem dico, quod ex toto quidem concepto formatur in totum, sed postea completur ad figuram processu tcmporis (dabei betont Albertus aber, dass auch diejenigen, welche „sibi similia'- gebären, erst ein Ei tragen, aus diesem ein wurmähnliches werde und sich vervoll- kommne) .... Animalium autem generantium vermes, quidani vermes moventur in eadem hora suae nativitatis, et quidam non faciunt hoc uisi post aliquot dies, sicut vermes formicarum et apum. — p. 14. Mnltipcda, sicut vespa et apis. Et aliquod invenitur viginti pedum, sicut (|uaedam species vermium in aures intrantium. Duo enim genera sunt vermium illorum : et inter has summas quaedam habent sex pedes, et quaedam octo, et quaedam decem et sie usque ad viginti, et ultra illum numerum apud nos non est inventus numerus pedum in animalibus. — p. lö. Hic autem praecipue pedibus et pinnis natat i)iscis vocatur Archosis, et multa genera multipeda marinorum, quae sie natant et moventur. — c. 8. p. 16. • • • ad- huc autem genus quod multa coutinet, est genus animalis rugosi corporis 26 * Würmer. (sind im Ganzen die Insekten) .... alia vero marina habentia pedes, nmltomm pedura sunt et quaedam non babent pedes. — Lib. I. tract. II. c. 3. p. 22. (Talpa) venatur lumbricos et vermes. — Lib. II. tract. I. c. 8. Bei Serpentes p. 111. In mari tarnen est animal quod 44 vocatur, pro- pterea quod tot pedes babere videtnr: et simile buic animali est aliud, quod nioratur in terra, et eodem nomine vocatur. Sed quod est in mari, est minus quam agreste, et moratur in locis petrosis et est rubicuudi coloris, et gracilium pedum .... Quaecnnque ergo talia pedes babent, non vere pisces sunt, licet cum piscibus in multis communicent. — Lib. IV. tract. I. p. 153. De diversitate marinorum sanguinem non babentium (Albertus brachte durch eigenes Sammeln die 8 Genera der Aelteren auf 10—11). 1. Malacbie. 2. Mollis testae (Cancer). 3. Durae testae (Ostrea concbilinm), 4. Hiricium marinum (Seeigel). 5. Mallue. G. Ligneum (vgl. unten). 7. Veretrale. 8. Serpentinum, quod simile sit colubro (c. 8. p. IGT. simile tyro serpenti et rubel coloris et alas (Flossen) babet pinnularum consequentes se in corpore suo multos et movetur motu alarum, et baec tamen videntur esse continua in interiori suo . . . accedunt etiam ad ligni naturam (Pflanzennatur), sed minus (juam praecedentia. 9. Pblegmaticum simile albumini ovi. 10. Spougia marina. — Sub ligneo autem continetur animal, quod vocatur stincus (ist nach lib. XXI. tract. I. c. 6. p. 571. ein fünfarmigcr Seestern, p. 660. als sturitus; der bekannte Fisch heisst p. 169. stinc oder spirinch) .... et ego puto, quod sint multo plura, licet sint ignota nobis. Quodlibet autem istorum geuerum raultas in se con- tinet specierum diversitates. — p. 154. Unter den Sauguine careutia ter- restria annulosa: der quadragiuta quatuor, der minder giftige Ohrwurm, das Glühwürmchen u. a. , auch geflügelte. — c. 7. De natura et dispo- sitione animalium corpora annulosa babentium. — p. 166. Sicut longum et multipes est animal quod vocatur 44; Würmer sind nicht dabei. — Tract. II. c. 1. p. 169. Bei den Sinnen werden zwar die „annulosi cor- poris" (nach den Fischen und den obigen Genera 1 — 3) auch als Wasser- thiere aufgeführt, als Beispiele aber nur Landbewohner : Tausendfuss und Biene. — Lib. V, tract. I. c. 3. p. 178. Bei der Begattung und c. 4. p. 179. bei der Ovation sind nicht allein ausschliesslich Insekten unter „Animal annulosi corporis" begriffen, sondern solche heissen sogar „Vermes volantes supra herbas et aquas" und ein Schmetterling aus der Familie der Sphingiden ist „vermis volans habens longam linguam". — c. 5. p. 181 ist animal marinum multipes ein Cephalopode und zwar gleich wie an anderen Stellen (z. B. lib. VIII. tract. II. p. 263) Octopus. — Tract. II. c. 4. p. 186. In isto autem genere gameu sive spongiae invenitur vermis, qui cum aufertur a suo loco, comedit pisces parvos. — Lib. VI. tract. II. c. 3. p, 205. Opinantur tamen quidam anguillas generari ex se invicem, 60 quod in anguillis quibusdam aliquando inveuiuntur vermes parvi filares, ex quibus putatur generari anguilla, sicut et nos superius diximus: et hi dicunt, (juod anguilla non generatur ex eo quod vocatur anchoron terrae, hoc est terrae intestinum sive terrae lumbricum, quod tamen dicit Avi- Acitere Quellen. 27 cell na principiiuii esse siiae generatioDis. Hoc enim iDtestimim per se generatui- ex luto et terra liumida putrescente .... Ex bis (putridis) igi- tiir probabilius generari videtiir, et non ex vermibus lilaiibus loiigis qiii ex aliquo vitio complexionis ejus in ventre suo invcniuntur ali(inando. — p. 206. In multorum autem piscium matricibus ex putrcdine bumorum generantur vermes alati, qui destriuiut ova impraegnationls. ... — Lib. VII. tract. II. c. 2. p. 231. Bei den Krankbeiten der Säugetbiere scbeincn die ,, Pustulae sub linguae" der Scbweine uicbt auf Finnen gedeutet werden zu dürfen. — p. 232. Der dem Vieb scbädlicbe „vermis viridis octo pedum, halkym^', dürfte Meloe variegatus sein. — c. 3. p. 234. Verniiculi cerac; Vermiculi qui teredo (Holzwurm) vocatur. — Lib. VIII. tract. III. c. 261. Est autem aliud genus solertiae in evadendo periculum in eo pisce qui vocatur scolopendria, propter similitudinem quam habet ad berbam illam (Farn) .... folgt das Ausspucken und Wiedereinzieben der Eingeweide, wie es die Alten erwäbnen, hier aber nicht nach Fang mit der Angel — für welchen das Gleiche berichtet wird vom „animal, quod dicitur aloky- los Graece", sondern unter Zerreissung des Netzes — hingegen unter jener Form lib. XXIV. p. 659. und hier zugleich unter Vergleich der Scolopendra mit dem landbewohnenden Centiipes. — Lib. XIII, tract. II. c. 6. p. 396. Genera apium et muscarum et vermium volantium, quae erucae vel bombices vocantur. — Lib. XV. tract. I. c. 1. p. 419. . . . talia aunulosa sicut sunt apiculae et pcdiculi et pulices, primum ova generant, ex quibus egrcdiuntur vermiculi, »{ui gusanes vocantur ... — c. 8. p. 4:2^. Nullo autem modo credibile est, quod ali(iuid generetur per alitiuam vir- tutem generativam in putrefactis, et non possit alio modo magis naturali generari. — Lib. XVII. tract. II. c. 1. De geueratione vermium, sive ex vermibus primam habentium generationem . . . Animalia vero anuulosi corporis sive sint gencrantia vermes ex coitn, sive non generantur ex coitii, sed per se, generantur primo etiara ex aliquo tali involuto in (luo susti- netur ne difHuat materia generationis ; et ideo superius dixinius, quod generatio omnium animalium primo est ex ovis. Rationabiliter autem di- citur, quod erucae quae sunt vermes in caulibns et aliis oleribus gcneiati, et hi qui generantur in arena simile dictis suae generationis habcnt prin cipium. — Lib. XXI. c. 9. p. 574. Ea autem quae secundum suum genus imperfecta esse videntur tam in membris quam in sensus et motus parti- cipatione, sunt vermium quaedam genera, sicut ea quae lumbrici terrae vocantur, quae magis ex vaporibus inclusis sub terra vel putrcdine radi- cum nasci videntur, quam per semen maris et foeminae. In bis cnim nullius omnino sensus Organa videntur distincta nisi tactus. Gustus cnnu in iis non perficitur nisi sugendo sicut radices plantarum sugunt Imniores: et ideo in talibus non invenitur nisi una via cibi per mcdiiun distenta longitudinis, sicut est via succi per radices: nee invenitur in eis diycrsa digestio, nee raembra digerentia, nee aliquid loco ipsorum, ncc ali<|nul vasorum sive intestinorum vestigia: sed totum corpus per longitiuhncm ex anulis componitur: et est in medio anulus majoris quam aUi spissitu- 28 Würmer. dinis, ad quem anteriores et posteriores in motu colligunt: nee moventur pede vel ala, sed potius alteram partem cor])oris ad medium anulum con- trahendo, et alteram ex eodern auulo protendendo : nee semper protendunt uuam et eandera, sed modo unam, et modo aliam: quia ad utraraque sui corporis extreniitatem moventur. Nee vident nee audiuut nisi forte soni fiant cum concussione : tunc tactu uon auditu sentiunt concussionem. Haec etiam odorare niliil omniuo videntur, nee gustum habere secundum quod Judicium saporum est, sed secundum quod est sensus alimenti, et sie est quidam tactus: propter quod etiam sugendo sumunt aliraentum. Nee egestioncs videntur emittere sicut neque plantae, sed aliquando iuvenitur UDum talium ad alterum extendi in anteriore medietate corporis super terram, et aptari sibi directa extensione ac si unum calorem quaerat ex altero: quod quidam putant esse talium animalium coitum: quod tarnen nulla ratione verum est: quia viae seminis in eis nullae prorsus inveniun- tur nee humescunt in tali conjunctione, sicut invenitur fieri in serpentibus quando coeuntcs complicantur. Ex bis autem aestimat Avicenna cum juxta aquas limosas sunt, anguillas generari: et hoc si verum est, tunc oportet isla quasi materialia semina et ova esse ad anguillularum gene- rationem. Haec igitur et bis similia talem suae imperfectionis habent modum. — Lib. XXII. tract. II. c. 2. p. 593. Vermes autem aliquando in ventribiis equorum superabundant, et hujus infirmitatis signum est, quod frequenter equus super latera volvitur et ventrem pedibus posteriori- bus scalpere nititur ... et nisi cito succuratur aotequam vermis intestina perforet, raro aut niinquam evadet. Nascuutur autem ex mala esa cum potus iuopia. Folgen Kuren. — Lib. XXIII. c. 19. p. 632 (nach Kaiser Friedrich). Si autem anguillae, hoc est, lumbrici longi comedunt fal- coneni .... Folgen die Heilmittel. — c. 21. p. 635 (nach Falkner Wil- helm). Quod si nasccntias astur habeat, accipe sanguisugas, et mitte eas in nasccDtias ... — Lib. XXIV (Natatilia) p. 648. . . . quod duae an- guillae ca})tae sunt in Germaniae partibus, quarum utraque multas habuit filaris quantitatis in utero, et matribus occisis ex ventribus earum niultae egrediebantur. — p. 649. Anguillam quidam de luto, quidam de lumbricis terrae, quidam de superfluitatibus piscium dicunt generari. — p, 655. In aestate quidam dicunt, quod (gobio) vermiculis quos in ventre gestat, vitiatur. — Lib. XXVI. De parvis animalibus sanguinem non habentibus, et de duobus accidentibus quae sequuntur illa animalia (Ringelung und Fertigkeiten). — p. 676. Bufo vermis quadrupes . . . lumbricos ali(|uando comedit (Bufo fusca = Bonax). — p. 676. Ciniphes (Schnaken) sunt vermes volantes longis cruribus. — Cantharides vermes sunt virides. — Cimex vermis est latus in parietum rimis. — Cicada vermis est, quem nos grillium (Heimchen und Grille) vocamus. — p. 678. Eruca vermis est longus. — Erigula (Zecke) vermis est. — Formica vermis est parvus. — Limax vermis est tardus, a limo sie vocatus. — Lanificus vermis est, qui et bombex dicitur, qui et sericum facit. primo vermis est. — p. 679. Multipes est vermis, qui et centipes vocatur . . per hyperbolem . . . quia Aelterc Quellen. «jg re vera iion habet nisi 44 . . . ingredinntur aurem. — Miisca vermis est notus duobus alis et oeto pedibus (fast überall giebt Albertus deu In- sekten 8 Füsse, zählt also ein Paar Taster oder Antennen als solche). — Papiliones sunt vermes volantes nuütorum colorum. — p. G80. Pediculus est vermis de putredine. — Rana vermis est quadrupes. — p. (581. Stellae figura vermis est, ut dicit Pliuius, qui uocte ut Stella lucet (Glühwurm). — Spoliator colubri vermis est coloris aurei, viridi colore interlucente, qui currit in pulvere in viis campestribus (Carabus auratus). — p. 682. De seta. Seta est vermis longus cubitalis adeo exilis ut seta vel pilus de juba vel cauda equi putetur: iinde et nomen accepit. Hie in a(iuis stanti- bus non raultum corruptis geuerari invenitur, et est adeo durus, quod conteri pede non potest: et si buUiatur, non emollescit. Ilaustus autem ab homine, cum cruciatu et langore vitam aufert. Aliter autem tactus non infert nocumentum. Hie vermis Caput non habere videtur, sed ad utramque partem natat. Forte autem hie de pilis nascitur equorum: quia pili equi in aqua positi staute vitam et spiritum accipiunt, et moveutur sicut multoties experti sumus (Gordius). — p. 682. De sanguisuga. San- guisuga vermis palustris est notus, eo quod sanguinem animalium sugat, sie vocatur. Hie vermis multorum modorum est: sed apud nos sunt nigrae in toto et planae, et sunt virgulas rubeas in dorso habentes, et aliquantulum rugatae, et hae sunt meliores: pedes non habent, nee ali- quod membrum, ut videtur (membra sind auch innere Orgaue): in toto enim similes sunt sicut columna (folgen die Vorsichtsmaassregeln beim Gebrauche, damit sie nicht eine Wundinfektion hinterlassen). Quaedam harum invisibiles sunt et filares et haustae in aqua adhaerent interius gutturibus hominum et animalium et indesinenter faciunt fluere sanguinem. Si autem locus ubi adhaeret, sale infundatur, fortiter statim exit san- guisuga: et si locus quem momorderit, nimium sanguinem fuderit, san- guisuga comburatur in testa, et pulvis ejus desuper ponatur. Hie vermis vulnus faeit triangulum: aviditate etiam sugendi dulcem sanguinem homi- nis suetum emittit, et alium continua recentiorem sugit. — p. 682. Hcorpio vermis est niger multorum pedum. — p. 683. Tappula (Hjdrocoris) ver- mis est. — Testudo (Helix) vermis est de putredine heibarum et viscoso rore geueratus. — Tinea vermis est a teuendo dictus. — Teredo vernns est ligni. — Tatinus (Dermestes) vermis est, qui in lardo porci nascitur, quando putrescit, et est vermis hirsutus. — Uria vermis est porci, ab urendo dictus, quia ubi mordet, vesicae surgunt ac si locus ustus sit (Rothlauf). — De verme. Vermis quod omnibus nomen commune est specialiter sibi lumbricos terrae vendicat, eo quod de sola terrae exalta- tione (? exhalatione) nasci dicatur. — Was Hb. XXV. p. 668, bei deu Sehlangen unter centupeda verstanden ist (serpeus est de generc draco- num, multos valde habens pedes), weiss ich nicht. 1210— 91275. Thomas von Coiitimpre. De naturis rerum. Cod. pergamentaceus Cracov. XX Libr. constaus, wahrscheinlich aus dem An- fange des 15. Jahrhunderts. Lib. IX. §. 38. Beschreibung der Seta 'O^ 30 Würmer. / (vermis est vel serpens); Vergleich mit Pferdehaar, nicht Ableitung von solchem. Für den Menschen, verschluckt, todbringend erachtet (nach Diesing, Sjstema helminthum). Die Beschreibung ist wohl ganz dem Albertus entnommen. im dreizehnten Jahrhundert. Nicolas Myrepsiis. De antidot. sect. I. cap. 298 (nach Davaine) scheint zuerst von einem Einflüsse des Mondes auf die Würmer gesprochen zu haben. um 1300. Ariiaiild de Villeiieiive. Breviar. lib. II. cap. 21 (nach Davaine). Ex phlegmate dulci fiunt longi et lati; ex phlegmate natural! fiunt breves et lati et isti dicuntur cucurbitini et quidem -dicunt quod isti cucurbitini generantur in ventre cujusdam maximi lumbrici, ([ui aliquando emittitur longior uno vel duobus brachiis, qui solium sive cin- gulum dicitur. geboren 1250. Petrus Apoiicnsis. Conciliator diiferentium philo- sophorum et praecipue medicorum p. 356 — 358 (nach Schenck von Grafen b er g). Rara et varia vermium symptomata. 1375 und 1403. Aelteste königliche Verbote des Verkaufs finnigen Schweinefleisches auf den Märkten von Paris und Einsetzung von jurcs langueyeurs de porcs (nach Davaine). Jo. Midi. Savoiiarola. Tractatus de vermibus, annexus ejusdem Practicae canonicae de febribus. Venet. 1498. Jo. Laiigius Lemberg. Epistolae medic. volum. bipartitum denno recognitum. Hanov. 1503. L. IV. ep. 13. p. 585. Zweifelt ob Dracunculus ein Wurm oder ein Nerv sei (nach Fuchs). um 1500. Ilicroiiimiis (xal>ucinus Faiieiisis. Commentarius de lumbricis alvum occupantibus et de ratione curandi eos, qui ab iis in- festantur. — De lumbricis alvum occupantibus et eorum cura. Venetiis 1547. Lugd. 1549. Eine gelehrte Compilation. Beschrieb die Tänie als einen Sack (Schleimklumpen), welcher die Cucurbitini enthalte. Bei Amatus Lusitanus, Tyson, Schenck, Rudolph! u. a. angeführt; bei Andry dafür, dass er einen Bandwurm im Wasser einen Tag leben gesehen haben wolle. — Cap. VIII. p. 25. Wahrscheinlich erste Erwäh- nung: In jocinoris ovilli capillique venis saepe mihi visa sunt animantia quaedam cucumeris semiuibus band omnino dissimilia (vgl. Davaine). Cosimus beobachtete 152G in Holland eine Leberegelseuche (nach Wolfgang Franzius). 1462 — 1536. Joaiin. Manardus Ferarieiisis (Commentator des Galenus). Epistolae medicinales. Lugduni. 1549. lib. 3. ep. 1. und lib. 4. ep. 1. lieber Bandwürmer; nach Schenck v. Gräfe nb er g und Davaine. Ilipi)ol. Bryllus. De vermibus in corpore humano genitis. Venet. 1540. Georg'. Kupfnerus. De aegritudinibus infantium. 1544. Appendix ad lib. Leouelli Fauentini de morb. puerorum. Sah die Mitesser, comedones, als lebende Thiere mit schwarzen Köpfen an; wonach Aeltere Quellen. g]^ Sehen ck sie dem Dracunculns anreihte, freilich wie die Mücke zum Elephanten (Schenck, Obs. 8). Vermiculi seil iit alii vohmt, pili infantiiim et puerorum miisculosas brachiorum, suranim atque teryi partes intestantes, veteribus incogniti. — Sah den Bandwurm als ein tSpolium des Darms an, die cucurbitini einschliessend, welche ihm Leben und Bewegung ver- liehen, und gab ihm einen Schnabel, gleich dem des Nadelfisches: in mncronem tanquam subulum desiisse. Amatiis Lusitanus (J. Rodriguez). Curationum medicinalium Cen- turia I. Florent, 1551. — Tom. I. continens Centurias quatuor. Tom. II. continens Centurias 5 — 7. Venet. 1566. — Cent. I. cur. 5. p. 75. De colici doloris a lumbricis evenientis curatione. ■ — cur. 56. p. 267. De lumbricis et aliis signis mortem minantibus (vorzüglich der Streit über die Prognose aus todt abgehenden Spulwürmern nach den Alten). — Cur. 6. p. 76. De lumbricis in stomacho genitis (das sind die durch den Mund entleerten) et non infestantibus et eorum curatione. Das Ausbrechen von Würmern ohne Krankheitserscheinungen. Gegen die Meinung des Aristoteles, dass sie im Magen nicht entstehen könnten (Lib. 4. Meteororum) wird theils die Erfahrung der Aerzte angeführt, theils, dass im Magen fauliger Schleim zu ihrer Erzeugung vorhanden sei. Die Entstehung aus pituita putrescente wird gegen Aetius und Paulus auch für die Bandwürmer aufgestellt. — Centuria IL Venetiis 1552. cur. 23. De vermium curatione. p. 67. Behandlung mit „Semen lumbricorum'', welcher zur Kur bei Säug- lingen den Ammen gegeben wird. — Cur, 40. p. 122. De puero, qui vesi- culam vermium plenam egessit (d. h. einen Ballen von Askariden). — Cent. V. cur. 46. p. 74. in qua agitiir de vermibus. Es seien aus einem von einem Mädchen abgegangenen grossen Rundwurme, als der Vater ihn zertreten hätte, andere Würmer hervorgegangen (natürlich waren das Darm und Genitalschläuche ; diese Geschichte hat aber die Nachfolgenden sehr beschäftigt). Das bestätige den Hippocrates (lib. 4. de inorbi- bus), welcher meinte, dass die Rundwürmer in den Gedärmen gebären und hecken könnten. — Cent. VI. cur. 34. p. 186. De puero saejjc in febre cum vermibus propter obstructiouem et malum vitae regimen inci- denti (kleine Würmer). — cur. 74. p. 225. De verme lato quatuor cubi- torum per os ejecto .... Die Gliederung am einheitlichen Leibe ist hier beschrieben, aber das dünne Ende des Wurmes wird Schwanz genannt, der Kopf als weiss und warzig bezeichnet. Hujus nunque lati lunibrici portiunculae, semina Cucurbitae, prae se ferunt, qui intra se nihil con- tinere ob corporis sui lati compressionem videtur, unde Hippocrates . . . — Cent. VIL Lugd. 1570. cur. 64. p. 199 (nach Fuchs). Dracunciilum lumbricum album esse. Verglich ihn auch mit den Gerinnseln in Herz und Blutgefässen. ~ Ocyrrhoes seu de venae sectioue copiosa methodus. Venet. 1542. p. 219. De hirudinibus. Auswahl nach der Farbe mit Bezug- nahme auf Dioscorides. lib. 6. c. 32; Vorbereitung derselben zum Saugen nach Galenus; Vergleich von deren Nutzen mit dem der Schröpt- köpfe ; Indikationen. 32 Würmer. 1514—1572. Aquatilium animalium historiae lib. I. cnni eorundem formis aere excusis, Hypolyto Salviaiio Typheniate Komae mediciDam profitente autore. Romae 1553. 1518—1564. Petrus Belloiiius Cenomanus. De Aqiiatilibiis libri 2. Parisiis 1553. Französisch: Pierre Belon du Mans. La uature et diversite des poissons, avec leurs pourtraits , representez au plus pres du uaturel. Paris 1565. — Lib. 11. Exauguium differeutiae ac divisiones. c. 12. p. 436. De dejectamentis marinis. Eruca marina. Quomodo ter- restres Verrucae stirpes vescuntur algis. Marinae autem colore et figura terrestres emularentur, nisi pedibus carereut. Horum loco villos habeut, in ordinem ad tergus utrinque dispositos, alumine fissili tenuiores, floccis septuaginta (piatuor tarn in prona quam in supina parte constantes, peni- cillis tubo intarctis similes : quibus pro piunis ac pedibus utimtur. Horum enim inferiores gressum, superiores natatum subministraut. Non natant autem more piscium piunis praeditorum, sed suis villis aquam impellnnt, ac perpetuo in imo considunt: moveri enim non possunt, nisi inferioribus villis aliquid pertingant. Coloribus tam numerosis variegatae sunt, ut nulla ars pictoria baue venustatem imitari possit. Sex digitis longiores, unico crassiores raro conspicies. Maculas permultas, albas et rubras utrinque in lateribus habent, lineam rectam , lividam in summo tergore, totidemque articulis loricantur, quot floccis constant. Supine pars nervo rubro distinguitur, quo se ipsas contrabunt ac dilatant, quatuor illorum ordinibus circumstipatur: totidemque in dorso lineas transversas luteas inter articulationes, quot villorum tubulos habent. Caeterum erucae inerti et niolli sunt corpore. Has testudines marinae, quae potissimum algas depascuutur, plurimum appetnnt, ut iis 'dissectis integras erucas plerumque repererim (mit Holzschnitten). 1492—1555. Eduardiis Wottoims Oxoiionsis. De differentiis ani- malium libri decem. Lutetiae Parisiorum 1552. fol. 188. Scolopendra marina. — fol. 195. Intestina terrae. Dabei auch solche in mari, qua algae fiunt, in stagnis et fluviis juxta ripas. — fol. 195 und 196. Para- sitische Würmer. — fol. 149. Hirudo und Caeruleus vermis. 1507—1556. Uuillaume KoiuMet. Libri de piscibus marinis. Lugduni 1554. An Fischen sah er zuerst die Pontobdella muricata, be- schrieb sie und bildete sie ab. — p. 398. Lampetra. — p. 494. Nereides. — Die raolles unter den Blutlosen enthalten Cephalopoden, Schnecken, Akti- nicD, Quallen; die Crustacea ausser Krebsen auch Echinideu. — Univer- sae aquatilium historiae pars altera cum veris ipsorum imaginibus. Ibidem 1555. De Insectis et Zoophytis liber. p. 108. De scolopcndris marinis. Nachdem Scolopendra marina unter Belluae marinae nach Aelian beschrieben . . . nunc de alia dicimus, quae ex insectis, terrestri scolopendrae similis, de qua haec Aristoteles ... (die Abbildungen scheinen zwei Arten von Nereis und eine Eunice darzustellen. — p. 109. De verme inixoogvyyorwfo (Sipunculus). — p. 110. De verme uaxQo- Qvy'/oTtoio. — De vermibus in tubulis delitescentibus. — p. 111. De Aelterc Quellen. 33 penicillo marino; de biriidine marina (Pontobdella); alles mit Abbildiuigen, welche die Späteren kopirt haben. — Im Lib. de diagn. morb. cap. 17 (Citat nach Schenck) nennt Ron de 1 et" den Bandwurm Tinea und er- klärt die Kürbiskernen ähnlichen Stücke für dessen Theile. — Nach der Mittheilung- des Casp. Wolff aus Manuskripten des Roudelet (Citat nach Schenck) hat dieser in verschiedenen, wenig bestimmt dargestellten Fällen aus der Harnblase gekommene Würmer gesehen. 1516 — 1565. C. (xesiieriis, Medicus Tigurinus. Historiae animalium lib. 4, qui est de piscium et aquatilium animantium natura. Zürich 1558. p. 1226. De verme microrhynchotero Rondelet, macrorhnchotero Rond. — p. 1227. De vermibus in tubulis. — Corollarium de vermibus aquatilibus nonnullis. — • p. 1229. Vermibus aquatilibus illos etiam, qui in piscibus innascunt adnumeremus (axioh'/y.ta). Belon fand sie an den Mesenterial- gefässen des Kaulbarsches eingekapselt. — Ligulae. — Rondeletius de lumbricis s. vermibus stagni marinis (Arenicola) und de iisdem Bel- lonius p. 597. — De scolopendris marinis Rondeletius p. 1009. — C. Gessner Thierbuch übersetzt von C. Forer. Zürich 1563. Theil 16. Von etlichen Meergewürmen. — fol. 156. Ein wunderbarer Haarwurni, eruca marina. — fol. 157, Hirudo marina, ein Meeregel, denen so in süssen Wassern, welche er Hirudo major und varia nannte, ganz gleich; Meernassel, Scolopendra marina. Vermis microrhynchoteros und macro- rhynchoteros, zwei Ellen lang mit Schnabel (i. e. Rüssel) im Letten. Vermes in tubulis delitescentes. — Von Scolopendra marina erhielt G. eine Abbildung aus Italien durch ßrasavolus. G. hatte nach Andry selbst einen Bandwurm. llumler hat 1558 bei einem Epileptiker Geschwülste an der Dura mater und Schädeklecke beobachtet, welche möglicher Weise Finnen waren (vgl. Küchenmeister, Quellenstudien über die Geschichte der Cesto- deu, deutsches Archiv f. Geschichte d. Medizin. II. H. 4. und Leuckart, die Parasiten. 2. Aufl. I. 1. p. 705). Hieron. Cardaims. De subtilitate libri 21. (1560). Basileae 1684. Hierher p. 316. Aufguss von Hanf zum Hervortreiben der Regenwürmer und der zu Fischköder dienenden Würmer. — Bei der „Magna metamor- phosis" der verschiedenen Pflanzengattungeu beim Faulen in IMerdedünger zu verschiedenen vermes, p. 667, sind wohl mehr Insekten iu's Auge ge- fasst. — Die ältere Ausgabe von 1560 hat die erste Stelle, wo sie p. 346 sie haben sollte, nicht, die zweite p. 730. 1568 und 1572 kamen wahrscheinlich im Mannsfeldischen Trichinen- epidemien vor. Nach dem Werke K. v. Weber, Anna, Churfürstin von Sachsen. Richter, Jahresber. d. Gesellsch. f. Natur- u. Heilkunde in Dresden 1865—1866. p. 78. Bei Fuchs De Dracunculo (s. u.) findet man aus dieser Zeit folgende Citate für die thierische Natur dieses Wesens: Jo. Actuarius. Opera. Paris. 1556. Lib. 4. Methodi medendi p. 311. — Thom. de Vciga. Comment. in Galeni opera I. Antwerp. 1561; comment. ad libr. de loc- Bronii. Klassen des Tliier-EeicUs. IV. 1. "^ ^4 Würmer. affect. Üb. 6. p. 298. No. 3. — Jo. Gorraeus. Defiu. medic. libri 23. Paris. 1568. p. 87. — Hieron. Mercurialis. Variet. lectionis Libri 6. Venet. 1587. Lib. 2. cap. 20. p. 46. — Für die Natur des Dracunculiis als einer Erkrankung hingegen neben früher erwähnten Autoren: Phil. Ingrassia. De tumoribus praeter naturam. Neapol. 1552. T. I. cap. 1. lib. 26, welcher ihn für einen Abszess hielt. — auch Ul. Aldrovandus. Serpeutura et draconum histor. libri 2. ed. Barth. Ambrosini. Bonon. 1640. p. 326. — und de Cavliaco. Chirurgiae T. 11. c. 8. p. 129. Lugd. 1572. IJahluiuus ßoiiseiiis. Epistolae 1564. Wird von Schenck an- geführt für einen Fall von Wurm aus der Blase, welcher, 1' 4" lang, sich auf Blutegelgrösse habe zusammenziehen können und längere Zeit gelebt habe. Jean do Clamorgaii. La chasse du loup. Lyon 1583 (frühere Aus- gaben 1570, 1574) fand öfter in der Niere der Wölfe Schlangen i. e. Strongylus gigas (nach Davaine). Cornelius Oenima. De naturae divinis characterismis. Antverpiae 1575. Lib. L Cosmocritica. p. 190. . . . Nonnulli ad solem expositi (in einer grossen Epidemie) serpentes magnos et parvulos copia rejeceruut (wohl Spulwürmer). — I. p. 103. Omnem fidem superat anguillae vivae per inferiora secessus in puella annorum quatuordecim cui et ab initio affectus praesens aflfui anno 1572; mit Holzschnitt. Dieses war kein Wurm, sondern ein sogenannter foetus in foetu, dessen Abbildung einen Theil der Wirbelsäule, Knochen, Haare u. s. w. zu zeigen scheint; nach n. p. 75 wäre dies 1571 geschehen, der „Aal" eine Elle lang gewesen; gestavat illum velut foetum per novem menses. — H. cap. 2. p. 40. lieber eine 1552 beobachtete schreckliche Viehseuche durch Würmer der Leber. — n. p. 201. Ein wirklicher Wurmabszess, welcher mit Nashornpulver be- handelt wurde, bis die Natur sich half; der „Aal", V/^' lang, daumen- dick, habe gelebt, d. h. , in Wasser gebracht, sich bewegt. — Gemma wird von Franzius auch für Würmer in Tliieren citirt; siehe über ihn auch bei Tyson. J. ßauliinus. Historie von etlichen wüthenden Wölfen um Mümpel- gard und Beifort. Mümpelgard 1591. Etwa 1—2' lange Schlangen (Stron- gylus gigas) in Nieren alter Wölfe. Thaddaei Diini Locarnensis medici epistolae medicinales . . . eju^dem de Hemitritaeo sive de febre semitertiana libellus, item niiscellaneorum de Ee medica liber. Tiguri 1592. Miscellanea med. cap. 15. p. 155. De Inmbrico lato (mirae longitudinis). Daselbst kommt für einen, 1571 ab- gegangenen, mehr als 20 Ellen langen Bandwurm die Bezeichnung vor: squamosus instar serpentis, nisi rectius geniculatus dicatur, übrigens, da der Kopf fehlte, totus sui siniillimus. Er wurde im Ofen getrocknet und Dun US bekam ihn im Kanton Zürich zu sehen. R. Leuckart (die Parasiten des Menschen 2. Aufl. I. p. 517) glaubt mit einiger Wahrschein- lichkeit annehmen zu dürfen, dass dies die erste Beobachtung von Bothrio- cephalus war. D. schliesst die Anführung der Stellen aus Galeuus und Aeltcre Quellen. 35 Paul Aegineta mit „si quod Paulus Aegineta sciibit, verum sit, interiorem intestinorum tunicam in hoc aiiimal permutari, miiuiii iioii est, dysenteriam inde subsequi." Ferraiite Imperati. Historia naturale nell' quäle ordinatamente si tratta di diversi conditioni di Minere, Pietre pretiose e altera curiosita, con varie historie di plante e animali. Neapoli 1559; Venezia 1072. — Dell Historia naturale. Napoli 1599. Lib. 27. p. 732. Vermichiara, Alcyonio milcsio, Alcyonio tergo di Dioscoride, ein Convolut von etwa eine Linie dicken Wurmröhren. — Historia naturalis. Libri 28. Colouiae et Lipsiae 1G95, autore ? N. A. Stelliola. geb. 1493. Dreizehn Bücher des hochgelehrten und weit beriiniptcn Herren, D. Tlieoplirasti Paracelsi, Eremite paragraphorum etc., jetzt zum ersten Mal mit allem Fleiss in Truck geben und aussgehn lassen. Basel 1571. Das ander Buch Theophrasti Paracelsi de morbis vermiuin. §. 1. Vermium generatio tria habet priucipia. Primum ex nutriraentis/ idque in stomacho et non in intestinis, ut putant: et ex eleraentis (ut muscae) et unum ab extra et a spermate animantium (auss dem Laich der Thieren) in viris vero in stomacho crescunt, et possunt tunc migrari in hepar. Faeminis autem in matrice, si bibunt sperma, crescit vivum potum sperma tamdiu, atque alias et fit monstrum, postea affligunt et in- festant, et cibum appetunt, et nonnunqiiam durat in annos etc. — Ver- mium generatio tria priucipia habet/ primum ex nutrimentis, secundum ex minerabilibus, tertium ex elementatis. Vermium generatio fit ex putre- dine sed non ab omni putrefactione generantur vermes. Ex tribus causis generautur vermes, nascitur in stomacho, nee putredo est in causa geue- rationis. Vermium (i. e. zur Wurmerzeugung geeignet) putrefactio si fuerit in stomacho, et non expellitur per virtutem expulsivorum , tunc nascuntur vermes, et putredo quasi hospitium est vermium. iSecunda causa ex minerabilibus, dann es unmöglich ist, dass im Fleisch, im Blut, im Marck Wurm mögen werden, sondern die nemmen ihr Principium auss keiner Faulung, sonder wachsen ex mineralibus. Es wirt auch generatio vermium, so man -sperma in einem Wasser trinket, oder von einem Viscli- rogen, so ein sperma in exultatione ist. Generantur auch vermes, wann einer ein Fröschleichen trincket. . . In raulicribus, w^aun sie ein sollich Leich trincken, so nimpt es matrix an, nit als in den Mannen, denen dann die Wurm im Magen wachsen Stellraiert sechs Monat . . . und also wirt ein monstrum daraus . . . dann begert es sein cibum und geschwüUet dann der Bauch auf. §. 2. Ex primo principio tria sunt genera, erudum, chimesum et excrementum. Ex secundo principio fiuin- quegenera: venarum, concavitatum, medullae, intestinorum et membrorum regionum. Ex tertio quatuor genera; putrefactionis, a<)Uositatis, chaos et caliditatis. Notabilia. Ex crudo sunt veluti lumbrici tcrrestres, und Regenwurm. Ex chymo, Spulwurm lang und klein. Ab excrementis sunt vermes candidi et subflavi cum pedibus. Ubi vermes vexant intcrpolatini/ Signum est, quod in stomacho sint. Quibus permauct longa oris annnn, 3(3 Würmer. simipto quoque eibo^ signnm quod vermes sunt putrefacti in stomacbo. Theriaca Mandragorata pellit vermes si esurieDtibus exbibeatiir . . . lu iutestinis non fiiint ex pntvefactione, sunt longi, flavi, teudentes colore ad vnbenm, et tum in exerementis videntur Lunipenwiirm. Vermes uibil tam pellit ex intestiuis atque colecynthis, in regiouibus sc. cerebii, cordis . . . Ab excrementis giebt Würmlein weiss . . . baben kleine Füsslein . . . Die regiones baben aucb würm, als in cerebro ist durcb anatomiam erfunden worden ein Wiirmlein, das piam und duram matrem durcbstocben bat, davon dann l'renesis kommen ist. Aucb in corde seind durcb anatomiam erfunden worden , in regioue splenis et fellis miigen Avürm werden, aber in renibus mag kein Würm werden propter urinam. Aber in pulmone mögen aucb Würm generiert werden. §. 3. Würmer in Nüssen und P^'rücbten (abbängig von sperma oder monstruosum spernia). Alle (diese) Würm wacbsen ex spermate und nit ex putrefactione. §. 4. über sperma. §. 5. Muscarum generatio ex aere procedit, lacertarum ex terra, araneae ex igne, serpentes vero ex aqua, pulices e mineralibus ... De cura ver- mium . . . Omnes autem purgationes in vermibus vanae sunt, nisi ea vermes occidantur . . . die stück so ausswendig die Würm tödten , die tödten die Würm aucb inwendig ... Myrrben, Oleum de colcotar, Colo- cintis, Oleum Hjpericonis, Kupfervitriol. — Aurelii Pbilippi Tbeo- phrasti Bombasis von Hobenbeim Paracelsi .... Opera, durcb Joannem Huserum Briscoium in zeben unterscbiedlicbe Tbeil, in Truck gegeben. (Basel 1590) Strassburg 161G. p. 630. Von Würmern: Wiewol der Würm viel seind, so ist docb der Würmer Stamm nur ein Stamm, und aucb ein Ursprung ibr aller: das da aber tbeilt von einander, den also, den also, das giebt die materia darauss sie wurden: dieselbig aber im Grund nimpt, sie sei wie sie wöll, nur ein Artzney an, das ist die Artzney für die Wurmen. — Causa. Ein jeglicher Wurm der wachst auss zwo Ursach, auss feuli, und aus dem sperma. Von der Sperma ist es also; wo ein Sperma des Wurmen etc. in Menschen kompt, und wird nit gedewet, etc., so gebt es durcb die natürliche Wärmi in ein Wurm, id est monstrum vermium: quare: quia non est in loco suo, id est, ma- trice, ergo monstrum fit, ut bomo generet gnomos, item gigantes etc. Die andere ist die feulung. Nun macht ein jegliche feulung ein Wurm, so sie nach dem Himmel und Mond faul wird, sonst nicht. Als die Käss, so im Augstmonat, im Hewraonat gemacht werden, die faulen alle, etc. Und also sind mehr Monat im Jahr, darinn es beschicht: darumb ist generatio vermium , putrefactio v^oelica. Also aucb aus grosser Ilitz wer- den Würm: Als ibr secbt im Sommer, da faulen alle Ding, was da ist, auss der grossen Hitz. Nubn ist das der Grundt, so im Leib also aucb ist ein Augustus, Junius etc. caniculares, so faulen auch darum die partes corporis und alsdann wachsen auss ihnen Würm, etc. Also auch im Menschen dermassen der gantz microcosmus ist, und in seinen partibus ihm solches begegnet. — De loco. Nubn aber von der statt da sie werden, wissen, dass sie allein wacbsen in den Ohrten, da laulen mag: Aeltere Quellen. n-. In Ohren, Zähnen, Gedärmen, Magen, niatricc. Und sonst nicht: Es war dann wiinderbarlich des Himmels Lauf vcrjrret FAn Frauen die zu viel Hitz, gebiert nicht gesandt Kinder, alles auff Wiirm geneigt. — Empfahl bereits das Zinn gegen Wärmer, ed. Basel, p. 245. 1494—1555. (j(co. Agricola. De animantibus subterraneis liber. impr. Frohen. Basileae 1549. (seorsim ed. a Johanne Öigfrcdo. Witen- bergae 1614). p. 70 (71) (Talpa) vescitur . . liimbricis. — p. 72 (73) spondjlis verniis = Engerling. — Vermis quadrupes = Meloe. — p. 73 (74) Ascarides etiam, qui snnt vermes parvi, non unius et ejusdcm coloris : nam alii candidi, alii nigri, sacpius aratro excitantiir .... vastant sata. — At liimbricos, qui item intra terram gignuntur et oculis careut, pluviae eliciunt. Concinne igitiir Euclio Plautinus, solicitus de aula auro referta, inquit ad Strophyhmi: Foras, foras luuibricc, (jui yiih terra crcpsisü modo Qui modo iiusquam comparcbas, nunc qiiom comparcs, pcris. Index zu ed. 1614. Ascarides, Erdworni; Lumbricus, Reinworm; Spon- dylus, Engerle. 1500-1590. Bcniard de Palissy, Oeuvres, ed. 1. 1557. Lyon, p. 210. ed. Paris 1777. p. 672. ed. Paris par Anatole France 1880. p. 301: Aussi on y cueille de Tabsinthe appelec Xaintouique, ä cause du pays de Xaintongc. Ladite herbe a teile vertu que, quand on la iait bouillir et prenant de sa decoction, od en destrempe de la iarine pour en teire des bignets fricassez en sein (graisse) de porc ou en beurre, et que l'on mange des dits bignets, ils chassent et mettent hors toiis les vers qui sont dans les corps, taut des bommes que des enfants. Au paravant que j'eusse la connoissance de ladite herbe, les vers m'ont Iait mourir six enfans, commc nous l'avons connu taut pour les avoir fait ouvrir, que par ce qu'ils en rendaient souvent par la bouche; et quand ils estoyent pres de la mort, les vers sortoyent par les nasaux. Les pays de Xain- touge, Gascogne, Agenes, Quercy et le pays devers Toloze sont fort sujets ausdits vers, et y a peu d'enfans qui en soyent exempts: ä cause (pie les fruits desdits pays sont fort doux. Je le di parce qne les mcdccins de Paris m'ont atteste que c'estoit chose rare de trouver des vers es en- fans dudit Heu: toutesfois es pays des Ardennes ils y sont fort sujets. Je ne sgay si c'est a cause de la biere ou des laitages. Je ne puis rendre tesmoignage sinon des pays que j'ay frequentez. Jo. 8clieiick de Gräfenlierg-. Observationes medicac rariores. Erste Ausgabe. Francof. 1600. — Folioausgabc. Lugduni 1644. — Eine Fund- grube für die Quellen. Nach der zweiten Ausgabe, welche vieles unter- dessen über Würmer Gedrucktes mit berücksichtigt: Lib. V. caj). Syroncs, Pediculi, Üracunculi. obs. 6 et 7. p. 677. 678. De dracunculis Acthiopiae et Indiae propriis: Graecis, veluti Galeno, nomine tenus cogniti (Ich kenne die Stelle bei Galeuus nicht, es dürfte wohl revojv heisscn, was Sehne und Nerv bedeutet). — Vermis intercutaneus, alias a Dracnnculo . . . . passio boviua (Oestrus) a similitudiuc dicta. — Dracontiou (von 38 Würmer. (Uoy.siv, ÖQcrAEiv oder deoxsüd-ai), draciinculiis ut scribit introdiictionis seu medici author, malum est cutis varici simile, magnumque dolorem, dum paulliilum prominens movetur, coucitans. Aetius autem ex Leonida dra- cunculum lumbrico similem esse dielt, interdum magnimi, alias parvum reperiri et frequentiiis quidem in eruribus, aliquando vero et in brachiorum musculis oriri et consistere: nasei autem in Aetbiopia atque India, maxime pueris, lumbricis latis non absimilem, moverique sub cute sine molestia. — Ausser scbon angeführten werden für Dracnnculus citirt Agricola, Fuchsins, Robert. Constantinus in lexico, Wierus in libello Ger- manico de morbis incognitis, Paraeus lib. 7. cap. 21. chirurgiae, welcher ihn für einen blossen Abszess hielt. Die Griechen und Araber erklärten gleichmässig die Krankheit für jenen Orten eigenthümlicb. — De passione bovina. lib. V. obs. 7. p. 678. Mit Quellen aus Alzaharavius, Avcn- zoar und Albucasis. — Lib. IIL obs. 1—5. p. 481, 482. Würmer der Blase. 2. Ein gar nicht detaillirtes Abgehen mit Blut bei Dodonaeus in Annotat. ad. cap. 97. Beniveny de Abditis. — 3. Ex observ. Joan. Visceri, ein kleinfingerlanger Wurm abgehend mit Blut, angeblich lebend. — 5. J. Gramer, einer spannenlang und zwei Fälle von Wür- mern im Urin „kleiner als Wanzen". — Lib. II. Vermis cordis. obs. 1 — 3. p. 258, 259. — 3. Aus Joh. Hebenstreit libello de peste: Depreheusus est vermis albus, praeacuto rostello, eoque corneo praeditus cordi adhae- rescere. — Die Italiener schrieben mehrfach die Mondsucht den an das Herz tretenden Würmern zu, womit sie wohl aufsteigende Spulwürmer gemeint haben, — Wiederholt wird über im Herzbeutel gefundene Wür- mer berichtet. — Lib. III. De Bulimia. obs. 2. lieber hundert Würmer abgetrieben. Donatus Hist. mirab. med. lib. 4. cap. 2. — De Vomitu. obs. 11. Vermes per vomitum expulsi; nach Gabucinus, Holler, Do- donaeus, Wolph. — 12. De vomitu atrae bilis, una cum vermibus et scarabaeis nach Forestus. lib. 18. obs. 19. unter Bezugnahme auf Gordon ius, dass Würmer, Schlangen und Skarabäen im Körper und ausserhalb aus faulen Stoffen entstünden. — 13. Vermes erucis similes in febrili paroxysmo per vomitum expulsi. p. 318. nach Paraeus. lib. 24. cap. 19. — p. 355. De lumbricis (numerus prodigiosus). obs. 1 — 4. — 2. Hundertachtundvierzig nach Benivenius. cap. 85. de abditis; über fünfhundert nach Brassavolus. comment. ad Hippocr. aphor. 26. lib. 3; vierhundert bei P. P. Pereda. de curand. morb. lib. 1. cap. 5; hundert- siebenundsiebzig bei Gabucinus comment. de lunibr. cap. 13. — 3. lieber hundert fusslange, J. J. Weckern s, Observat. — Ilara et varia vermium symptomata. p. 356 — 358. obs. 1 bis 6. — 5. Perforationen durch Magen, Nabel, Leisten u. a. , Omniborus, lib. 4. cap. 13. art. med. infantium; Petr. Forestus in schol. ad observ. 35. lib. 7; manch- mal die Fistel dem Austreten des Wurms vorhergehend; Ilippocrates. Epidem. lib. 7. text. 105; Alex. Trallianus. Epist. ad Theod. de lum- bricis; Aegineta. lib. 4. cap. 57; Avicenna. lib. 3. Fen 16. tr. 5. c, 1, — Lib. VI. Praesagium ex vermibus aus Lemnius. lib. 1. cap. 22. Aeltere Quellen. og de uiiiac. occult. iiat. nach Hippociates. — Lati et Ciuurbitini. Die Stellen aus Hippociates, Aegiueta, Aetius, Alex. Trallianus epist. de liinibr., PI in ins (cucurbitiui lati, a semiuis Cucurbitae simili- tudiiie dicti in plenioribus intestiuis procreantur, qui (iiiando(|ue inviccni compacti, incredibilem longitudiuem 15 pedum compleut), Alex. Bered. in i)rooeniio lib. 21. pract. — Das Ausbrechen von Bandwürmern sah Schenck selbst zweimal. — p. 360. Rondelet nennt sie Tinea (piod veliiti Tinea marina albus est et longus, et latus a latitudine dicitur. Er vergleicht die Kerbung mit der der Scolopendra, sine oculis, band ali- quibus partibus distinctus erat. — p. 90. b. 13 Ellen Gesnerus lib. 3.- epist. ad Fabricium ; 18 Eichstädter Ellen von 2^/./ Jac. Oethaeus. observ. ; 20 Ellen Alex. Camerarius. Disputationis thes. trigesima. Tubinga 1574. Sie werden dann öfter Schlangen verglichen und heissen Lumbrici. Aus Platerus s. u. — p. 362. Ascarides. 1 et 2. obs. 1. cui- dam non tantum rectum' intestinum et anum, verum etiam nates et femora foedarunt. — • p. 363. De monstrosis et a communi forma prorsus evarian- tibus. Schlangen, Eidechsen, Aal, Tausendfuss, behaarte Würmer, Steine, Knochen, Käfer. — p. 304. Remedia nova et rara. I. ad lumbricos prae- clarum et novum remedium, veteribus incognitum, at de experimento cer- tissimum: Corallina, niuscas niaris (pulver. 5 1). Circumforanei in plateis venditant. P. A. Matthiolus. Die Verkäufer rufen Gy.oth]xod6Tr(vov, o/AohjxoäoTca'ov. Dioscorides und Galen hätten dessen Wirkung nicht gekannt. Anton. Musa Brassavolus in examine Simpl. erzählt, ein Greis habe nach Scordium und Corallina 500 Würmer entleert. Ge- meint war die weissgraue, im Alter röthliche Corallina. Auch Lenin ins und Mercurialis de morbo pueror. libr. 3. cap. 10. — II. ad puerorum vermes remedium aliud rarum: Argeutum vivum nach Matthiolus lib. 4. Epistolarum, Epist. ad Stephan um Laurentium Caesareum, et Brassavolus in Examin. Simpiicium. — Lib. III. De mesenterio. obs. 7. Echinokokkusblasen in verschiedenen Grössen und zum Theil ^■erkalkt unter dem Titel Strumac in mesenterio circiter septuagiuta p. 387. bei einem wegen Diebstahl gehenkten schwarzen Freigelassenen; obs. 8. p. 387. unter dem Titel mesenterium .... cum infinitis abscessibus, suis singulis tumiculis conclusis, oleosis, melleis, sebaceis, albugineis, aliisque huniori- bus refertis; die obs. 7. des Joan. Phil. Ingrassias tract. 1. cap. 1. de tumoribus praeter naturam; obs. 8. Pareus lib. 23. cap. 36. Der zweite Fall führte zur Wassersucht. — Lib. III. de Jecore obs. 4. p. 392. J o a c h. C a m e r a r i u s. 1574. Der Chirurg V o 1 c k e r öffnete einen Tumor unter dem Processus ensiformis, und es entleerte sich eine Menge Bhisen, über dreihundert in drei Tagen und vier bis fünf Tagen, im Gewichte von mehr als vier Pfund und die einzelnen bis zu Ilühnereigrösse. Der Kranke lebte noch über ein Jahr und man fand bei der Sektion noch eine Geschwulst, abscessus, mit vielen Blasen am Zwerchfell, eine in der Lunge und eine zwischen Leber und Colon. — p. 394. Vermes in Jecore. Eindringen von Spulwürmern in den Ductus choledochus und in die 40 "Würmer. Substanz der Leber. Joan. Wierus de praestig. Daemon. lib. 4. cap. 16. Casp. Bau hin US de observat. propriis. Padua 1578 sah sehr viele Würmer, theils lebend, tbeils todt, oblong, weich, bucklig in den Leber- blutgetasseu (Leberegel?). — Vesicac a jecore. p. 394. Christ, a Vega Comni. ad aphor. 55 lib. 7, apborism. Hippocratis. Fand oft mehrere Blasen in der Leber, welche er für die Ursache der Bauchwassersucht ansah. — Lib. L De capitis dolore. Dolor capitis ex vermibus aliisque animalculis in cerebro genitis. Am beachtenswerthesten Obs. 2. p. 45. Coiter in append. observ. Anatom, et Chirurg, fand Würmer in der Hohlvene der Schafe. — Die übrigen Mittheilungen geben keine bestimm- ten Beweise. — obs. 4. p. 46. Peucerus de praestig. medicor. p. 310. an- geblich ein lebender, fingerslanger lumbricus totus rubeus (? ob ein Blut- gerinnsel). 1522 — 1606. Ulyssis Aldrorandi Philosophi ac Medici Bononiensis Historiara naturalem in patria olim profitentis, de animalibus insectis libri Septem (1602). Francofurti 1623. Das System bei der Vorrede. — p. 253. liber sextus, qui est de vermibus et primum de iis in genere. — p. 256. Genei»atio . . . quapropter nulla ratione per coitum propagari dicimus. — p. 270. De vermibus in caeteris animalibus nascentibus. Locus. — p. 271. Die aus Fischen, Heuschrecken u. s. w. — p. 276. De lumbricis terrestri- bus. Coitus eorum. — p. 285. De scolopendra marina. — p. 286. De vermibus in tubulis delitescentibus. — p. 288. cap. X. De seta vel vitulo aquatico . . . Vituli . . . hos vermes aliquando deglutiunt. . . . Deglutiti illi circa guttur et arteriam haerent. — p. 288. cap. XL De Hirudine. Er scheint drei neue Arten gekannt zu haben nach Moquin'-Taudon: Haemopis sanguisuga, Piscicola geometra, Nephelis octoculata. — De re- liquis animalibus exanguibus libri quatuor, post mortem editi. Francoi'. 1623. De testaceis. p. 83. At vero animalia quaedam verme nascuntur, tum exanguia, quae non ab animalibus gignuntur, tum etiam sanguinca, ut mugilum genus quoddam et aliorum fluviatilium piscium : ad haec, An- guillarum genus. — Talem aiitem generationem esse ex ovo aut verme (i. e. Larve) fatemur. — Abbildungen von Röhrenwürmern Taf. XVll. Fig. 32. und 33. (Vermes in tubulis delitescentes Rondeletii) neben Ver- metus; fig. 27. Penicillus marinus Rondeletii. — p. 50. Squilla, der Krebs, s. caris marina, wohl in Verwechslung mit der Pflanze Scilla, als Mittel zur Abtreibung der Lumbrici, gemischt mit Rad. Bryoniae; bei Galenus sei Caris zu lesen. — De piscibus libri quinque. Francof, 1623. p. 207 a. Dass Plinius unter Lumbricus aalähnliche Fische verstanden habe, sei nach dem Vergleiche mit Aristoteles nicht anzunehmen; für lüov stehe statt lubricus lumbricus. Als Taenia gingen verschiedene , seitlich zusannuengedrückte und gestreckte Fische, meist ohne anale Flosse. — p. 108, cap. XXX. Unter den Zoophyten, welchen die Holothurien ein- gereiht sind, spielen keinerlei Würmer eine Rolle. — Historia mon- §trorum. p. 331) (nach Davaine). Ein Wurm im Hühnerei. Aeltere Quellen. ^j Felix PlatiM*. Opus praxeos medicae. 1602. T. II. (Citat nach R. Leiickart, die Parasiten). De animal. excret. Unterschied von Luni- briciis latus oder der Tacnia intcstinorura den Vermis cucurbitiuus. — Observationum libri 3. editio III. Basileae 1680. p. 8(55. In aninialium excretione observationes. Veriniura copia in intestinis; 20 hiinbrici in einer sezirten Leiche „quod et in porcis f're(|uentcr inveuitur". — Lum- bricoruni invicem convolutorum excretio. — p. 867. Vermis ex unibilico prodiens. — Lumbricoruni cum faecibus alvi, ex ulcusculo in umbilico, exitus. — Vermium cum cibo in inguine exitus (anno 15!»o). — Ejusdcm observationum selectorum niantissa opera Francisci Plateri. Hasileae 1680. p. 35. Vermis prodigiosus rcjectus (anno 1648); ein schwarzer Wurm mit achtzehn Füssen. — p. 36. Animalculum mirum diu in corpore nutrituni, enecatum, consumtum, per alvum rejectum, absque ullo mortis discrimine (Entleerung eines Abszesses mit Knochen, vielleicht Ibctus in foetu). — Nach P. obs. lib. 3. p. 891. Praxis. Tom. III. ed. 2. cap. 13 (Citat nach Tyson) thucn die Bandwürmer an allerlei Fischen grossen Schaden, machen einige im Sommer springen; finden sich auch oft in Hunden und Ochsen, selten in Kälbern. Er nennt sie Ligula. -- obs. p. 362 (nach Schenck) von den Bandwürmern: Hi nullani in se cavi- tatem habent, sed ex una tautum crassa, alba, mucosaque mcmbrana constantes, nigris maculis transversim distinguuntur, nee motum ulhim edunt .... aliis quoque locis, uti et in reliquis quof(Uc animalibus nata, quae tamen animalia non sunt, saepe invcniuntur, primum conjecturari et asseverare coepi. — Nach Schenck in betreff der Blasen: Platerus sah solche häufig bis zu Apfelgrösse auch in der Milz, wasserhcU, röth- lich ; zitronenfarbig aus der Gallenblase. Die Fleischer zeigten ihm solche aus dem Mesenterium des Schweins. — Es scheint, dass Plater beim Menschen den Cysticercus tenuicollis beobachtet hat. Bonetus. Sepulchretum. Observ. Lib. III. p. 635 (nach R. Leuckart, Parasiten). Casp. Sclnveiiekfcld. Therotropheum Silesiae. 1603. p. 414. De Alburnis. Meinung, dass aus deren Würmern die Aale entständen. — p. 556. Vorkommen des Dracunculus bei uns. — Von Stephan us a Schwenfeld ist nach Cajetanus Montius die Aalerzeugung auch den Heringen, Barschen und anderen Fischen zugeschrieben, also auch bei diesen Fischen die sogenannte Filaria oder Agamoncma piscium ge- sehen worden. J. J. Graft. De lumbricis epistola Guil. Fabricii llildani «bs. Cent. 2. p. 273. Genevae 1611 (nach Bibl. Modecr, s. auch bei Fabri- cius Hildanus). . . Philibert. Sarazenus. De latis lumbricis historia. G. Fabr. llildani obs. Chirurg. Gcuevae 1611. Centur. 2. obs. 71. p. 268 (s. auch bei Hildanus). Marcellus Donatus. De historiis med. mirabil. Libr. VI. ed. Horst. Francof. 1613. Lib. IV. p. 502. Ueber den Dracunculus im Sinne des Galenus. 42 Würmer. Adrian. Spigeliiis (van der Spiegel). De lumbrico lato über. Patavii. 1618 (cum ejiisdem Lunibrici icone etnotis). Etymologie. Geschichte, p. 25. Auseinandersetzung der verschiedenen Mischungen von Schleim, Koth, Galle, durch welche die verschiedenen Würuierarten hervorgebracht werden. — p. 11. Nannte neben der Tänie der Griechen, eine zweite Art T. degener, welche nicht bandartig, sondern gegliedert sei, deren Glieder wahrscheinlich die cucurbitinae der Alten seien, aber sich nicht zum Wurme zusammensetzten. Kannte den Bandwurmkopt' nicht, sagte aber ,,a multis vero creditur caput esse exiguum cum paucis quibusdam pedibus more araneorum'^ Er sah einen von Breite eines kleinen Fingers (p. 12); suchte zu beweisen, dass immer nur einer im Menschen entstehe und nie zweimal im selben Menschen (c. 16. p. 31. auf Autorität von Actuarius. Lib. I. Meth, e. 21). Fand (cap. 0. nach Fuchs) eine Filarie im Schenkel des Distelfinken, (nach Andry) IGOl vier spann- lange Würmer in der Vena cava, (nach Rhodius) als erster 1622 eine Filarie im Glaskörper eines Plerdeauges. Jo. Rhodius. Obs. med. Cent. I. Obs. 59. 1622. Erzählte von einem zweiköpfigen Bandwurm (nach Tyson). Cent. II. obs. 72. p. 89. De car- dialgia ab hirudinum morsu. — Derselbe über Würmer im Urin bei Kin- dern (nach Dictiounaire des merveilles de la nature) ; anderes siehe unter Bartholin US. Ilicrouimiis Merciirialis. De internis puerorum raorbis. Tractatus varii. Lugduni 1623. Domiiii Petri Forcsti Alcmariani, medicinae doctoris experientissimi, inclytae reipublicae Delphensis medico-physici ordinarii observationum et curationum medicinalium ac chirurgicarum, opera omnia. Francof. 1623. Lib. 21. obs. 26. Sah zwölf Bandwürmer auf einmal entleeren (nach Tyson). — Lib. 22. obs. 26. De puero octo annorum ex vermibus labo- rante. — 27. De adolescente octodecim annorum ex vermibus laborante. — 28. De vermibus ex nare projectis. — 29. De puero per tres menses in lecto decumbente et contabescente, qui dejectis vermibus mox conva- luit. — 30. De nigra dejectione, cum vermibus. — 31. De quibusdam pueris vermibus laborantibus, cum variis symptomatis. — 32. De rustico ([uodam, infinitos vcrnies per inferiora dejiciente. — 33. De infante ver- niiculatione laborante. — 34. De lumbricis teretibus et rotundis. — 35. De infante duorum ferre annorum, ultra ccntum vermiculos per alvum excer- nente. — 36. De quodam adolescente, latos vermes habente. — 37. De vermibus ascaridibus dictis. — In den Scholien über Literatur, Artunter- scheidung, Lehre von der Entstehung, Symptomatik, Behandlung wird p. 362. obs. 37. Garcia Lopius Lusitanus für das Vorkommen von Askariden im Gebärmutterhalse citirt. — Opera omnia. Rothomagi 1653. I. p. 196, dass 1545 in Savoien ein pestartiges Fieber mit Erbrechen von Würmern die kräftigsten jungen Leute weggerafft habe (nach Davaine). J. Rup. Sultzbcrger. Dissert. de vermibus in horaine, resp. Michael. Lipsiae 1628. Aclterc Quellen. 43 H. Power. Experimcutal philosopby in tvvo hooks. London 1G34. Unter anderem Observ. microscop. de vibiionibus angiüllulis (naeb Bibl. Modecr). Insectoruni sive uiiuiniorimi animalium tbeatrum olini ab Edoardo Wottono, Conrado Gesnero, Tbomaque Pen nie iucboatum: tandem TliO. Moiifeti Lundinritis operfi siimptibusque maximis con- ciunatum, aiictum , perfectura : et ad vivuni expressis iconibus sujjia quingentis illustratum. Loudini 1634. — Lib. 2. cap. 18. De verniibus vegetabilium bexapodis. — 20. De vermibus iVuctiiuni etc. — 21. De usu verniiimi. — 22. De animaliuKi vermibus bexapodis et primura de pedi- ciilis boniinum. — 23. De pediculis briitorum. — 29. De apodis sivc dc- pedibus iusectis: ac primimi de terrae intestinis. — 30. De animalium lumbricis. — 31. De lumbricorum intestinonim descriptione. — 32. De limibr. intest, ortu. — 33. De signis et curatioiie lumbricorum ex Gabucino. — 34. De lumbricis extra intestina nascentibus et praesertim de eulis. — p. 40. De insectis aquatilibus depedibus, ac primnm de oripe (V ob Larve von Telepborus). — 41. De Hirudine. — 42. De lumbricis aquaticis (obne „iiodus" oder „torques collaris^'); dabei Larven von Chironomus. — Cilirt wird nacb Weckerus ein 20' langer Lumbriciis aus dem Mittelmeer. Dan. Scnucrt. Hypomnemata physica. Frankfurt 1636. p. 524. Ita tarnen corpus nostrum dispositura est, ut ex eo vermes aliqni nasci pos- sint, qui tarnen non actu iuere in corpore, sed materia illa potentiam habuit, ut ex ea vermes tierent. — Opera. Paris 1641. IIL lib. IlL p. 38. Dass die Spulwürmer im Frübjabre bäufiger seien (Citat nach Davaine). lt. Oartz. Dissertatio de lumbricis. Lugd. Batav. 1640 (nach Hibl. Modeer). Jo. Walceus. Dissert. de lumbricis intestinorum : resp. Hörn. Lugd. Batav. 1641 (nach Bibl. Modeer). Jo. Mich. Felir. De biera picra seu de Absynthio, 1644. (Lips. 1667. Rudolphi.) p. 125. Beschrieb vom Bandwurm : capitulum atrum et vcrru- cosum, trium papaveris seminum, apte cunjunctorum formam exprimens, desinentem (Bothriocephalus). 1577—1657. Fortuiiatus Liectus de monstris, ex recens. Ger. Hlasii Amstelodami 1665. cap. 81. p. 244. Erzeugung der Würmer und Schlangen im Leibe durch Ernährungsschwäche im End)ryo ; Unschädlichkeit der aus gutartigen Stoffen erzeugten im Vergleiche mit den aus dem Kothe entstandenen. — De spontaneo viventium ortu 111. c. 51 (Citat nach Fuchs). Die Meinung, dass die Schlangen, von welchen die Israeliten ge- bissen wurden, Dracunculi gewesen seien. 1603 — 1675. Joaimcs Joiistoiius. Tbeatrum universale omnium animalium insectorum. Heilbr. 1757. p. 204. Scolopendra marina und vermes in tubulis delitescentes bei den Insecta aquatica multipedia. — p. 206. Ilirudo unter Insecta aquatica apoda neben Stella, llippnrinupus, Uva marina. — Historiae naturalis de Exanguibus aquaticis libri IV. Heilbrunn 1767. — Die ältere Ausgabe: Historia naturalis. Amstclod. lObö. 44 Würmer. 1657. 1665. de Exangnibus aqiiaticis üb. IV. Lib. 3. De testaceis aqiia- tici.s. p. 53. Penicilli. — tab. 17. Tiibnli in quibus vermes, vernies in tnbulis, tubuli alii parvi, Peuicilliis Meer-Bensel. — Historia naturalis. De Insectis libri III. Amstelodauii 1657. lib. 3. De iusectis terrestribus apodibus. art. II. p. 135. De Vermibus, (pii in animalibus nascuntiir. In üviiini bepatc reperiri nnlliim dubiimi. Filarien der Fische, Eingeweide- würmer der Pferde nach P aschal ins und Ruinus, Gordien der Heu- schrecken u. a, vermischt mit Dipterenlarven ii. s. w. — art. III. p. 136, De Vermibus qui in bomine. Mit dem Harn entleerte Würmer. Dracontia in brachiis, cruribus etc. Ascarides. Vermes lati seu teniae. — p. 137. De teredine et lumbrico terrestri. — De serpeutibus libri II. lib. 1. De serpentibus vulgaribus. p. 31. De hydro marino et scolopendia maritima, die letztere wohl eine Annelidc. — Vermes in genere sind wesentlich Kaupen und Maden. 3Iarc. Aurel. Scvcriiio. Zootomia democritaea. Norimbergae 1645. p. 299. Fand zwei Lumbrici, dem Lumbricus terrestris verus an Gestalt gleich, den einen handlang, den andern tingerlang im Ileum des Schweins so anhängend, dass aussen ein Knötchen vorsah, und schloss, dass so die Lumbrici in den menschlichen Eingeweiden hingen und jenes Knöt- chen vom Bisse des Lumbricus entstehe (Echinorhynchus gigas). — p. 313. Ein kleiner Lumbricus von Stärke der Ureteren bei der Katze im Duo- denum. — p. 348. Lumbrici ad motum utuntur fibris longis transversisque (die auch berührten Vermes sind hier Kaupen, bei welchen der Bewegung der Spanner gedacht wird). — p. 394. In phalangii capite vermiculi duo, qui hemitritaeo prosunt. Dil. (juillielmus Faljricius Hilclaiuis. Observationum cenluriae. Lugduni 1641. — Opera observationum et curationum medico-chirurgicarum quae extant omnia. Francofurti 1646. Centur. VI. obs. 38. p. 546. De lato lumbrico et vulnere gravissinio capitis. Der Wirth zu den Käblüten habe im Laufe der Zeiten über 100 Ellen Bandwurm entleert. — Centur. II. obs. 70 (aus dem Jahre 1609). p. 142. De lato quodani et longo lumbrico historia. Mit Abbildung ohne Kopf. Verwahrte ihn getrocknet, stellte seine kurze Beschreibung dem Gerüchte über das Monstrum Paternicanum Aventiu. entgegen. — obs. 71. p. 144. De latis lumbricis historia altera. Brief des Philibertus Sarazenus in Leyden 1609 beschreibt eine Bandwurmabtreibung. — p. 145. Joh. Jac. Crafftius. Durchbohrung der Magenwand. — p. 146. Durchbohrung der Bauchdecke im Hypochon- drium durch Würmer mit tödtlichem Ausgange. — obs. 72. p. 146. De latis lund)ricis mirae longitudinis. Historia tertia. Bemerkungen über den Widerwillen der Würmer gegen Galle, während er doch selbst cent. L obs. 60. p. 48. deren Vorkommen in der Gallenblase neben einem Steine beobachtet hatte, dieses als postmortal, wo die Blase mehr mit Wasser gefüllt sei, betrachtend. Bandwurmfälle, obs. 73. p. 147, De latis lum- bricis historia quarta. Fälle von Bandwurmabtreibung. — p. 795. Lum- bricorum succi usus et praeparatio. — cent. I. obs. 56. p. 46. De vermi- Aeltcre Quellen. 45 culis, abscessu in vcsica putride riipto, cum urlna excretis. Scheint ein Abszess zwischen Blase und Mastdarm gewesen zu sein. — obs. 57. p. 48. Colica ex vermibus, qnomodo curata; über 70 S})ulwiirnicr bei einem Kinde von zwölf Jahren. — obs. 59. p. 48. Ex vermiuni abundantia erosio gingivanim, ex qua tandem mors sequuta est. Aufressuiig des Darms und Eintritt der Würmer in die Bauchhöhle. Panarolus. Cysticercen auf dem Corpus callosum (vgl. Küchen- meister, Quellenstudien über die Geschichte der Cestoden, Deutsches Archiv für Geschichte der Medizin. Bd. II. H. 4). Nie. Tulpiiis. Observ. medicae, ed. Amstelod. 1G52. II. c. 42. Sah 40 Ellen Bandwurm in einem Tage entleeren (nach Tyson). Er hatte 1651 den Bandwurm als biceps beschrieben, gleichwie mit Schnecken- hörnern, nach Angabc des Henricus a Rügen, eines Verwandten des Patienten, welcher den Bandwurm entleert hatte. Er Hess dies aber her- nach weg und gab angeblich nach der Natur eine bei Tyson wieder- gegebene, sehr wunderliche, wie mit Augen und einem Schnäbelchen ver- sehene, jedenfalls das Ilinterende betreffende Abbildung. Bei der ersten Beschreibung sagt er ,, circa apicem summum villosum, attamen sine ullo oris hiatu". — Observat. medicar. libri 4. Amstelod. 1072. iuter alia de animalculis in hominum, aliorumque animalium visceribus repertis tractat. ibid. 1716. Leiden 1740 (nach Bibl. Modeer). — Obs. de sanguisugarum usu. Obs. med. Ed. V. Lugd. Batav. 1716. Lib. IV. cap. 14. p. 302. Olaiis Worin. Museum Wormianum. Arastelodami 1655. p. 255. Erhielt aus Norwegen unter dem Titel Vermes marini einige Seestern- arme. Er scheint au der Diagnose kaum gezweifelt zu haben, ohne die mehr als 200 Jahre spätere Wurmtheorie für die Echinodermen vorzu- ahnen. — p. 214 erwähnt er die Tamarinde und p. C)S gci)nlverte Astroites, Steinkorallen, als Mittel gegen die Würmer der Kinder. (xodofr. Celliiis. Commentaria in libros Galeni de curandi ratione per sanguinis missionem, de hirudinibus. Argentorati 1652. Wartliou. Adenographia. 1656 (nach Davaine). Sah Hydatidcn mit dem Urine entleeren. P. Borellus. Tractatus de vernnbus aceti. 1655. Angehängt Obser- vationum microscopicarura Centuria. 1656. p. 7. De vermibus aceti: Ver- mes serpentiformcs, summitatem liquoris petunt respirandi causa. Waren also Essigfliegenmaden. — Obs. de haeraoptoide ab hirndine inscie dc- glutita. Hist. et obs. medico-physicae. Francof. et Lips. 1676. 8. ccut. 1. obs. 24. p. 33. Ileiirieiis a Moiiiicheii beobachtete 1655 zuerst die Wunnknoton an der Speiseröhre des Hundes. Thomae Bartholiui epist. med. cent. 11. Hagae comit. 1740. op. 56. p. 592 (nach Davaine). Wolf»-. Fraiizius. Historia animalium, jam denuo cmcndatins et correctius edita. ed. (>. Wittembergae 1659. p. 962. Pars V. cap. 5. De vermibus, lumbricis etc. „tamen hi vermes per medium dissecto corpore utraque parte vivere solent ... et naseuntur vermes in cori)oribus homnuim 46 Würmer. qiiandoqne naturalibus prursns similes, quantloque ut alias et jam aliae res, monstrosi valde et naturalibiis prorsus dissiniiles in iutestinis unde tandem in alia membra solent serpere prae fame. Fübrt Aldrovandi für die natürliche Entstehung an: vermibiis ex homine expulsis verrai- ciilos alios repertos fuisse, adeoque qiiosdam vermes intra horainem gene- rare alios vermes, sieut ex insectis generantur iuseeta. — p. 966. Liim- brici in intestinis triplices lati, teretes, valde parvi (Ascarides) qui naseun- tur in podice. — p. 1024. Lumbr. marinus. — Einiges ans den Citaten des Franz ins schon oben erwähnt. — Historia animaliura cum com- mentario et supplemento Joh. Cypriani. Dresdae 1687. P. V. cap. 9. De pancis aquatilibus insectis. p. 717. Sunt vermes qui nascuntur in tubulis vel siphunculis testaceis, rotundis, asperis, caudidis, levissimis, modo rectis, modo contortis et replicatis inter saxa marina et super con- charum vetustarnm tectis et sunt illi scolopendrae rnbrae similes. Sunt vermes, qui dicuntur vituli aquatici, quod a vitulis nou sine noxa bibantur. Sunt hirudines, quas . . . imbibi constat (Galenus); diese weitläufiger. Eruca marina, Hippocarapus, Lepus marinus, Scolopendra est alia marina, alia terrestris. Vescuntur scolopendris marinis, quasi vcrmibns pisces. — ■ Testacea und Crustacea stehen unter Pisces. Leon. Kotellus. De incidendae venae, cutis scarificandae et hiru- dinum applicandarura modo, Opera omn, 1060. p. 74. Fortuuat. a Juvattis. De Lumbricis. Basil. 1662 (nach Bibl. Modeer). J. Oodaert. Metamorphosis et historia naturalis Tnsectorum cum commentariis Joann. de Mej. Medioburgi. I. 1662. p. 52. Die Essig- älchen. p. 45. Eingeweidewürmer und Symptome derselben. — Uebrigens Vermischung der Würmer und Insektenlarven. Lazarus Kiverius. Opera medica uuivers. Lugduni 1663 et 1738. p. 310. Erste Erwähnung eines akuten Fieberzustandes aus Anlass von Würmern (nach Davaine). Fred, lliiyscli. Fand 1665 und einige Male weiterhin eine unge- heure Menge kleiner Würmer (Strongylus armatus) in Arterienerweiterungen des Pferdes. Opera omnia anatomica-medico-chirurgica. I — IV. Amstelod. 1721 — 1724. Dihicidatio valvularum, access. Opera omnia. 1737. Obs. anatom. cap. IV. obs. Vf. mit Abbildungen; obs. auat. chir. cent. p. 61. Sah den Strongylus gigas beim Menschen. Opera omnia obs. anat. chir. cent. obs. Ol. — Dilucid. valv. obs. 2. thesaur. VI. 113. — Leberegel. Dil. valv. cap. IV. obs. 18. ■ — Vermes in bronchiis pulmonum reperti, qui admodum tenues. Thesaur. anatom. VIII. No. 95. p. 24. Amstelodami. 1744. Ligula bramae; nach Rudolph! und Davaine. Joli. Christ. Froiiiaiiii. De convulsivis motibus a vermibus et re- medio ad hos. Mise. cur. med. phys. Acad. natur. curiosor. Decur. I. an. 6 et 7. 1675 et 1676, gedruckt 1677. p. 248. Fand bei einer grossen Leberegelseuche in 1663 die Egel auch bei ungeborenen Jungen. — De verminoso in ovibus et juvencis reperto hepate. Ibid. obs. 188. p. 249. Im Frühjahre 1666 fand ein Metzger keine Leber gesund. Man nannte Aelterc Quellen. 47 das Uebel Egeln, die Leber egeliclit und schob die Erkrankiing auf den Genuss des Egelkrautes, Serpentaria, oder die Nunnnularia. F. glaubt' der Name dieses Krautes sei mehr auf die Form der Pdätter gegründet. Ausfiibrliche Abhandlung. — De salubritate carnium animaliuiu hepate verminoso laborantium. obs. 189. p. 255. R. Hooko. Micrographia or some physiological description of minute bodies made by maguifying glasses, with observations and incpiiries there upon. London 1GG7 und 1745. Unter anderen die Vermiculi aceti be- treffend. Pecqiiot. Extrait d'une lettre de M. P. a M. . . sur le sujet -des vers qui se trouvent dans le foie de quelques animaux. Journal des scavants 1668. p. 66. Für Leberegel der Schafe Citat von Daubenton (Buffon, Allgemeine Geschichte der Natur, übersetzt von B. J, Zinck 1750) und von Davaine. IVilL Ramesay, Leibarzt Carl's IL Elmintologia or some physical considerations of the matter, origination, and several species of wormes, criiciating every part of the bodies of mankind, of all ages and consti- tutions, whereby it doth probably appear to be an epidemical disease, killing more, thcn either the sword or plague. London 1668. R. detinirt p. 4 : Worms are certain vermiculae and creeping creatiires, in the whole kind preternatural, ingendred in the intestines and all other parts of the body, of a thick gross, viscid humour or matter, having a vital principle in itself of its kind, stirred up and occasioned of a quickning and in- livening heat by putritication, hindring the function of the intestines and other parts of the body affected. Er denkt aber p. 9. auch an die Mög- lichkeit der Entstehung aus durch contagium belebten Effluvien oder wurmartigen, atomartigen Körperchen oder Fermenten, welche von ver- dorbeneu Körpermassen aus durch die Luft fliegen. Zu den Nachrichten über Würmer ungewöhnlicher Gestalt hat er sich eine Tafel mit 25 Ab- bildungen gemacht, welche meistens wunderbar genug ausgefallen sind. Einige lassen sich als Blutgerinnsel erkennen. — p. 23. Die Stellen, au welchen Würmer gefunden werden. Untersuchung über die Ursachen bis auf die Hexen. Er bespricht dabei alle Nahrungsmittel, Fleischartcn u. s. w., Wasser, Wein, Schnaps; Schlafen, Wachen, Stuhlverhaltung, Körper- bewegung, Stimmung, Einbildung. In der Kur beschränkt er sich auf diessbezügliche allgemeine Rathschläge und giebt keine Rezepte. Lazarus Messoiieiiius (Th. Bartholinus de luce hominum et brutoruni IIL Havn. 1669. p. 268). Hielt den Dracunculus noch für venac excres- centiam (nach Fuchs). Joli. Bottiiis. De natura vermium et lumbricorum in — de ortii et natura sanguinis. London 1669, angeführt in P. J. Sachs, Scholien zu Simon S chultzius, Vermium in virorum corporibus generatio singularis, in oculorum jjalpebris et auriuni cavitati- bus. Mise. cur. med. phys. Acad. nat. cur. 1671. Lips. obs. 24. p. 4;}. In beiden Fallen scheint es sich nicht um Würmer, sondern um 48 Würmef. Dipterenlarven gehandelt zu haben, so auch bei J o. Pilas, Vermls ex Spina dorsi, ibid. obs. 109. p, 180; bei Jo. Ferd. Hertodius, Vermes capitis, aus der Nase entleert, ibid. obs. 147. p. 220, wozu Sachs im Scholion zahlreiche Beispiele giebt, nicht minder bei Laur. Gi seier, Vermes in ulccrato cancro, ibid. obs. 148. p. 232. und bei Ehrenfr. Hagen dorn de vermibus aliquandiu post variolas cum urina rejectis (vermiculi alati, ((uid?), welche, so lange der Urin warm war, sich be- wegten. Joli. Falber, Lynceus. Not. in Recchum fol. (310. in P. J. Sachs Scholion zu Thom. Bartholini sanguis verminosus. Ibid. an. 1. 1070. Lips. 1G70. obs. 50. p. 147. Platte Würmer aus den Gallengängen des Rindes, bei den italienischen Metzgern Riscoli genannt. Faber wundert sich, dass sie solche bittere Stellen den süssen Blutbahnen vorzögen. Dieselben in der Gallenblase des Menschen (D. Galenus Wierus Hildano narravit cent. I. obs. 60. s. o.), im Leberblute des Menschen (Barth olinus in An. reform. L. I. c. 14. p. 80), bei Schafen und Rin- dern in den Darmschlingen (Hauptman de viv. mort. imagin. p. 201), in der Leber des Hundes (T ardin. Borelli cent. III. obs. 33). IL Dappert. Dissert. de Vermibus. Lugd. Batav. 1671 (nach Bibl. Modeer). F. Kedi. Experimenta circa generationem insectorum. Amstelodami. 1671. p. 302. Vermes vervecini vel arietini hepatis (neben vermes cervini capitis). Nimmt an, dass sie vom Gallengange in's Blut gelangen. — O.sservazioni intorno agli animali viventi, che si trovano negli animali viveuti. Firenze 1684. — Neapoli 1687. — De animalibus vivis, quae in corporibus animalium vivorum reperiuntur, observationes ; latine reddidit P. Costa. Amstelod. 1705. — Opera. Venezia 1687; Neapoli 1741; Venezia 1742; Neapoli 1762. — Opuscula naturalia. Amstelod. 1686. — Opuscula varia physiologica. Lugd. Batav. 1729. — Was Redi wohl am meisten Namen machte, war der Nachweis, dass die sogenannten Würmer im Fleische aus den Eiern der Schmeissfliege kämen und durch deren Abhaltung zu vermeiden seien, sowie der Nachweis gleicher Beziehungen zwischen sogenannten Würmern und anderen Insekten. Dieses wirkte zugleich auf die Begrilfe von der Entstehung der Eingeweidewürmer und reinigte diese Klasse. Er gab aber in dem Werke de animalibus vivis etc. ausser- ordentlich reiche Kollektaneen für diese Klasse selbst, welche untermischt waren mit anatomischen Daten theils über diese parasitischen und andere Würmer, theils über zum Vergleiche herangezogene Thiere, insbesondere die Schnecken, theils über die Wohnthiere. An die Fadenwürmer eines zweiköpfigen, bei Florenz gefundenen Schlangenmonstrums, welche den Anfang machen, reihen sich solche anderer Schlangen , vaterländischer und ausländischer Eidechsen, so des Varanus, der Schildkröten des Landes und des Meeres. Den Würmern gemeiner Thiere, des Hundes, der Katze, der Ratte, des Igels, der Fledermäuse folgen die von allerlei Beute, welche die Hoijägerei lieferte, des Fuchses, Dachses, Stein- und Edelmarders, Aeltere Quellen. 41) des Iltiss, Wolfes, Rehes, Sperbers, Falken, der Raben, Krähen, Störche, Reiher, Ohreulen, und von den Thieren der Hofmenagerie und des Giardino Boboli, Löwen, Bären, Antilopen, Adler, Schuhu, Schwan, Schneehühner, denen zahlreicher, auch seltner Fische die des Delphins, auch einige aus wirbellosen Thieren, (?) an den Ovarien eines Krebses, au Magen und Ovarien von Locusta gefundene. Solche Parasiten beschrieb er aus allerlei Theilcii, aus dem Verdauungsapparat, anfangend mit dem Oesophagus der Hunde u. a., den Vormagendrüseu von Wasservögeln, den Pylorialanhängen der Fische bis zur Kloake, der Bursa Fabricii und darüber hinaus, in After- taschen und Leistengrubendrüsen, aus Trachea, Bronchien, Lunge, Luft- säcken und Schwimmblase, aus Nieren und Harnleitern, mit besonderer Aufmerksamkeit in Cysten eingehüllte an den verschiedensten Organen, zumeist am Mesenterium, theilweise auch schon in Zerfall. Er fand beim Steinmarder und Hunde den von Andrea Cesalpino und anderen bereits beschriebenen Niereuwurm wieder. Er unterschied ihn, wie den Spulwurm des Menschen, von den Regenwürmern, deren Anatomie von Willis (s. hiernach) er begreiflicher Weise kannte und in der Be- schreibung des Nebendarms sowie durch Unterscheidung von Arten mit und ohne Sattel erweiterte, auf Mangel der Ganglienkette und auf die Verdauungs- und Geschlechtsorgane. Letztere beschrieb er auch von den Spulwürmern, von denen er Männchen nur wenig sab, und von See- und Süsswasserblutegeln. Zur Probe für die gegen Eingeweidewürmer an- e-esebenen Heilmittel machte er verschiedene Versuche an Regenwürmern, b'^o im Ganzen mit sehr unbefriedigendem Ergebniss. Er sah, dass das Wasser, in welches Eustrongylus gigas gelegt wurde, in die Leibeshöhle, nicht in den Darm eindrang. Vom Menschen kannte er Lumbrici teretes s. ro- tundi, Ascarides, Lumbrici lati und Cucurbitini. An dem Bandwurme sah er, wie bei dem von Katzen, Hunden, Wölfen, am Vorderende vier Punkte (Sauggruben). Er sab beim Hasen, ausser Oxyuris, den Cysticercus pisi- formis und den ihm vom Vieh bekannten Leberegel. Dass jener das Ei zu diesem sei, musste er verwerfen, da die Flüssigkeit nicht gleich der der Eier durch Kochen gerann, das erste chemische Experiment über diese Flüssigkeit, später für Hydatiden von diagnostischem Werthe. Die Zahl der Würmer in einer Colonbucht einer Landschildkröte berechnete er auf 72,000. Dass die Filarien bei Fischen etwas mit der Fortpflanzung der Aale zu thim hätten, konnte ihm nicht mehr einfallen, da er das Hinabgeben der Aale zum Meere für das Laichgeschäft und das Wieder- aufsteigen der jungen Aale kannte, deren Fang im Arno nach Millionen zählte. Es handelt sich in den Beobachtungen des Redi meist um Nema- toden. Doch kommen ferner nicht allein, wie man schon aus obigem er- sieht, Bandwürmer nebst Blasenwürmern und Trematoden vor, sondern auch andersartige Scolices von Bandwürmern und Echinorhynchen. Trotz un- genügender Beschreibung und gänzlichen Mangels systematischer Führung . lassen sich durch die Angabe der Wohnthiere und Sitze die meisten auf geführten Arten ziemlich sicher feststellen, wie das Gmelin, Rudolphi, , 4 Broun, Klassen des Tliier - Reichs. I\ . 1 . ^ 50 Würmer. Die sing und andere unternommen haben. Von Würmern anderer Gruppen, als schon erwähnt, finden wir noch die Scolopendre, Lumbri- chetti e vermicciuohizzi in selbst gemachten Wohnungen auf Microcosmus marinus und Istrice mariua oder Aphrodite hystrix, über deren Identi- fizirung mit der von Jacob Öliger beschriebenen Form Redi Zweifel hegt. Thom. Willis. De anima brutorum quae hominis vitalis ac sensi- tiva est. Oxonii. 1672. I. p. 47. Lumbrici terrestris descriptio. Inter Brnta sanguinea frigida, lumbricus terrestris, infimi licet ordinis jure cen- setur; utpote cujus humorem arroifia patet cruentum esse: animalculum hoc, licet vile et contemptibile habetur, organa vitalia, nee non et alia viscera, et membra divino artificio admirabiliter fabrefacta sortitur; totlus corporis compages (uti et plurium insectorum exanguium) musoulorum annularium catena est, quorum fibrae orbiculares contractae, quemque annuluni, prius ampliim, et dilatatnm, angustiorera et longiorem reddunt. Nam proinde cum portio corporis superior elongata, et exporrecta ad spacium ulterius extenditur, ibidemque piano affigitur, ad ipsum quasi ad centrum portio corporis inferior relaxata, et abbreviata facile pertrahitur: Peduneuli serie (piadruplici, per totam longitudinem lumbrici disponuntur; his quasi totidem uncis , partem modo haue , modo istam, piano affigit, dum alteram exporrigit aut post se ducit. Supra oris hiatum proboscide, qua terram perforat, et elevat, donatur Supra oris hiatum, cere- brum mole perexiguura, ac instar bullae albescens apparet: dein paulo inferius, Oesophagus cum musculis locatus, ductu inde recto, ad veutricu- lum descendit. Juxta suramitatem oesophagi, cor palpitans, et reciproeas systolwj/ et diastoL'lj' vices (sicut in Brutis perfectioribus) habens, locatur: ex utroque cordis latere, et inde paulo inferius, corpora albicantia, et nonnihil globosa, utrinque in tres velut lobos distinctos constituuntur. Horum duo superiores nitidius albescunt, et minores sunt; infimus globu- lus, utrinque duplo major, et instar farciminis oblongus existit; inter haec corpora albicantia, et magis retro, globuli alii minores, (juasi carunculae exiguae et subflavae in duplici serie, scilicet utrinque modo quatuor, modo quinque, aut plures disponuntur. Ductus sajiguinifcri insignes medio horum corporum incedunt, inque iis pulsatio notabilis , velut in cordis vicinia, conspicitur. Quibus nominibus praedictae partes insigniri debeant, et qui- bus usibus inscrviant, diu ambigebam, quippe nuliam in iis cavitatem dissecando, aut per fistulam insufflando deprehendere potui: ex his auteni globuli ([uidam aperti, et expressi humorem lacteum exudabant, unde su- spicio statira orta est, eos corpora spermatica esse; quod item verisimilius vidcbatur, quoniara in omnibus lumbricis hae partes non eodem ritu con- formantur: porro satis obvium est, lumbricos coeuntcs, non sicut pleraque alia bruta, directo sexus utriusque situ, circa caudas, sed prope capita, rautuis ex adverso amplexibus sc stringere. Tandem mihi saepius, et peuitius in(iuirenti, res extra dubium sistebatur: nam forte lumbricum quendam gravidum dissecans, corpora albicantia majora, et sub farciminis speeie oblouga, ovis quamplurimis referta comperi : Porro e regione horum Aeltcre Quellen. 51 corpornra in pectore Inmbrici, duae papillae candicantes, cum foramimilis eminent, quae Iiimbrici piidenda esse videntur Infra haec corpora albicantia, ventriculus mole insignis, et cavitate satis ampla pracditus, in tres regiones, seil ventres divisiis, locatur. Ex horum infuno intestinum procedeus, diictu recto, et longo iisqiie ad caudam det'ertur, et toto spatio a singulis musculorum aunularium interstitiis ita compriniitur, ut, instar coli in perfectis animalibus, in plures quasi cellulas divisum appareat. Intestino hoc per longum dissecto, et stercoribus amotis, in fundo ejus, vas subflavi coloris toto ductu, sc. a cauda usque ad ventriculum, dispo- nitur; ibidem vero emergens, et stomacbi parietes perreptans, usque ad Caput exporrigitur: hoc vas revera tiibus est, qui per tistulam inflatus cavitatem amplani prodit; cnmque ductibus et vasis istis, quae Malpigius super insectorura ventriculum et intestina exporrigi notavit, analogus videatur, eum hepatis ac mesenterii loco esse jure suspicamur. In quibus- dam lumbricis circa caudam ex utroque intestini latere plura interdum ova, tunc ad excludendum parata, reperimus, quae qiiidem a partibus genitalibus illic descendisse visa, per ductus in anum patentes foras edun- tur. Haec de lumbrici supinati, et aperti partibus internis : si pronus idem teneatur, in summitate dorsi, juxta niarginem cujusque annuli, Ibramina toto lere ductu a capite ad caudam continuantur; quibus si per fistulam insufflaveris , mox partes subjectae intumescent, intestini stercoribus, huc, illuc, sursum, aut deorsum propulsis : bis foraminibus, si premautur, liumor albus, viscosus, et interdum lacteus exudabit, qui videtnr mucus cavitates istas illinens, et contra aeris inclementiam munieus. Procul dubio haec foraminula totidem tracheae sunt, quae, procut in exanguibus insectis, numerosae ac per totum corpus dispeisae, pulmonum vices supplent, atqne aerem pro inspirando liquore vitale nitrosum hauriunt, eundemquc mox effoetiim egerunt. Attamen contra hoc objicitur, quod lumbricis res])iratio minima, ac interdum fere nulla, snfficiat. Quippe nonnunquam illi, supra tres menses alta tellure reconditi, latere ac vivere possuut; quinimo si trachearum foramina oleo illinantur, illi, non prout insecta exanguia, statin! emoriuntur; sed oleo immersi, adhuc illae, si in eo natant, et diu supersunt : attamen si calorem iis vel moderatum adbibeas, cito intcreunt : idem fere de piscibus,'ac imprimis testaceis et crustaceis, observamus. Icones lumbrici anatomen exhibentes in tabula quarta dcscril)unnir. G(. Reitmeyer. Dissertatio de lumbricis. Altdorf 1673 (nach IJibl. Modeer). Oiiil. Heilerden. Observatious on Ascaiides. Act. med. anglica. I. p. 45. . ^ ., Tlieod. Kerkriiig'. Specilegium anatomicum. Amstelodami 1070. obs. 7.i. p. 153. Beobachtete bei Hunden zahlreich den Strongylus gigas, auch p. 121 im Ureter. — p. 154. De ascarldibus copiosissimis in ibetu; smuil de Ascaridibus lumbricoidibus in foetu sex et dimidii mensium \Tntriculo congestis. „Authentischer" Fall von Vorkommen von Würmern m einem Fötus von 6V. Monaten. Die Würmer, ähnlich den gewöhnlichen der 4* 52 Würmer. Kinder sollen innerhalb einer Membran im sehr erweiterten Magen ge- legen haben. Man wird wohl annehmen dürfen, dass es sich um Fliegen- maden gehandelt hat, nachdem eine Fliege Gelegenheit gehabt, in den Schlund des geborenen Fötus ihre Brut abzulegen. Nicht minder dürfte dies gelten für die au einer anderen Stelle angeführten, „die gan- zen Eingeweide füllenden, kaum nadelspitzgrossen" Würmer (nach Da- vaine u. a.). J. Th. Sclieiick. Dissertatio de vermibus intestinornm. resp. Rynerus. Jenae 1670. P. s. Syh^ Boceoiie. Recherches et observations naturelles touchant le corail. . . Le sangsue du Xiphias. Paris 1670. Graspar de Reies, Elysius jucundarum quaestionum campus. Franco- furti 1670. p. 426, Th. Bartlioliims (s. u.), Franc. Raiiehiinis, de morb. puerorum sect. 2. cap. 6. p. 348. und Petr. Borelliis, Histor. et ob- servat. medico-physicar. centuriae Francof. et Lips. 1676. cent. I. obs, 28. p. 38. waren nach Fuchs sämmtlich Vertreter der thierischen Natur des Dracunculus. Clir. Fr. Garmaiiii. Vermes intestina perforantes, restituto aegro. Mise. cur. med.-phys. Acad. nat. cur. an. 1. 1670. Lips. obs. 145. p. 321. Heiiricus Volgiiadi. Vermes intestina perforantes morieute aegro; ibid. obs. 146. p. 322. Appendix, p. 35. Saiii. Ledelius. Ibid. an. 3. 1672. De verme bicipiti. Ein Bauer soll auf ein von diesem Arzte erhaltenes Abführmittel einen zweiköpfigen, fingerlangen Wurm entleert haben. — Observ. de hirudinibus pnellam enecautibus. Ibid. an. 2. obs. 142. p. 310. mit Citaten von verschiedenem dahin Gehörigen. — De epilepsia a verme. Ibid. Dec. III. an. 2. 1694. Lips. 1695. Obs. 133. p. 194. Angeblich nach mehrjährigem Bestehen durch Ausbrechen eines Wurmes geheilt. — De ascaridibus ani men- struatim prorumpentibus. Ibid. an. 5 et 6. 1697 et 1698. Francof. et Lips. 1700. obs. 218. p. 503. — De evomitione vermis (Spulwurm). Ibid. an. 7 et 8. 1699 et 1700. Berol. Francof. Lips. 1702. obs. 61. p. 101. Martin Lister. Letter concerning animated Horse-hairs, rcctifying a vulgär error. 12. Apr. 1672. Philosoph. Transactions, giving some accounts of thepresent undertakings, studies and labours of theingenious inmany con- siderable parts oftheworld. VII. fortheyear 1672. London. Unter Beziehung auf Aldrovandi, welcher die Meinung, dass der Gordius aus Heuschrecken komme, schon kannte, aber nicht billigte. Lister fand ihn in flachen, schwarzen Käfern ('? Blatta). — Part of a letter from Fort St. George in the East-Indies, giving an account of the long worm which is troublesome to the inhabitants of those parts. Ibid. XIX for the years 1695 — 1697. London 1698. p. 417. Der Autor selbst litt an dem Wurm und halte das Abreisseu desselben schwer zu büssen. Tli. Bartholiiius. Sanguis verminosus. Mise. cur. med.-phys. Acad. nat. cur. an. 1. 1670. Lips. obs. 50. p. 147. Sein Chirurg habe „vermi- Aeltere Quellen. c_o uantem sanguinem^' aus der Ader gelassen „qiiod etiain alii videriint aiithores, ex sauguiuis putrediuc, forsan ex assiinitis veruiiculis . 1687. Norimb. 1707. Obs. 31. p. 85. Ein Mönch in Mailand habe mit dem Urin zwei Würmer von drei Ellen Länge entleert. J. Dan. . Nach Mein hart von Lüchtringen (um 1200), Fragmenta rerum mirabilium ad an. 977 ging Astihulf elend zu Grunde, weil er die ihm anvertrauten Reliquien des Crispus und Crispinianus von profanen Händen hatte an- fassen , sie sogar hatte anspucken lassen. Nach sehr schweren Erschei- nungen, Krämpfen, Bluthusten, Herzklopfen, Bauchgeschwulst, Geschwüren, Harnverhaltung entleerte er durch Mund und After eine Menge Würmer, welche auch noch 1039 an der Leiche krochen. Diese Geschichte wird auch erwähnt von Dithmar, Bischof von Merseburg, Alexander Comes delnsula, 1180, und von Späteren. Paullinus beleuchtet sie mit Betrachtung der Eingeweidewürmer, falscher und wahrer, an Hand einer ungemein reichen Literatur. — 78. Heilung angeblicher Wutli bei einem Hunde durch Abtreibung eines ungeheuren Spidwurms mit Theriak, Mithridat und Silber. — De lurabrico terrestri schediasma, variis memorabilibus, curiositatibus, et observationibus illustratum. Francof. et Lips. 1703 (nach Bibl. Modeer). Joli. Jacol). Wepforus. De apoplexia. 1675. p. 56. Dass die Dreh- krankheit der Schafe und Rinder durch eine Wasserblase im Gehirne veranlasst werde. — De cicuta a(iuatica. Basil. 1679. Fand bei einer kleinen Katze den Darm ganz voll Spulwürmer (nach Brera und Davaine). — Ventriculi tumor verminosus cum foUiculo. Mise. cur. s. ephcmerid. Decur. IL an. 7. 1688. Norimb. 1716. obs. 16. p. 26. Bei einem Hunde eine Geschwulst am Magen mit Würmern. Annahme der Verbreitung des Samens mit dem Blutstrome. — p. 33. Wahrscheinliche Beobachtung von Echinorhynchus gigas. — De vermibus ventriculi lupini. Ibid. an. 8. 1689. Norindj. 1690. obs. 1. p. 2. In einer Geschwulst der Magenhaut von Heyse gefunden. — Ibid. an. 9. 1690. p. 440. Grandines pulmonum aliorumque partium cum phthisi. Beim Menschen in den Eingeweideu verbreitete Finnen. Die Muskeln wurden nicht untersucht. Auch Finnen von der Henne, den Haseueingeweiden, Schweinelungen. Hielt erst die inneren Membranen für einen Wurmkörper, wurde aber bei weiterer Zer- gliederung daran irre. — an. 10. obs. 171. Dracunculus. Dan. Crügerius. Contra lumbricos remediiim novura. Ibid. an. 7. obs. 241. p. 454. Zu den bis dahin gebräuchlichen Mitteln, Santonicum, Corallina u. a. werden als Hausmittel Asche von Hopfenzwcigcn und nach Matthiolus Hopfensamen aufgeführt. Jo. Mattli. Fal)cr. Vermes ventriculi liipini. Addenda ad Decas 11. an. 8 (Append. zu Mise. cur. an. 9. 1690). Norimb. 1691. p. 455. Erwähnt unter anderen des in der Niere des Prinzen Ernst gefundenen Wurmes nach Janson. Doceomens. in Mcrcur. Gall. Belg., des in der Wolfs- niere von Job. Bau bin. Joacliimus Jimgius (1587-1657). Historia vermium e mss. schedis B. Autoris a Johanne Vagetio, aliisque viris p. m. praeclaris hdeliter 64 Würmer. eruta et erudito orbi, qnaDtiim per obvenientem calamitatem liciiit, com- rannicata. etc. Hamburgi 1691. Als das Haus mit den naebg-elasseneii Manuskripten des w. Rektor Jung ins in Hamburg sowie mit daraus gemachten Auszügen abbrannte, erlitt der Kurator des wissenscbal'tlicben Nachlasses Vagetius selbst tödtliche Brandwunden. Das hier von Jo. Garmevs herausgegebene ist auch in Betreff des behandelten Gegen- standes nur ein Bruchstück. Es handelt fast nur von Insektenlarven. Es kommen vor die hyita und der Wurm in den Klauen der Schafe, wenige alte Stellen über Eingeweidewürmer. Von den Regenwürmern heisst es, wohl im Anschluss an Mo uff et, p. 26.: Lumbrici nee per sinus moventur, ut serpentes, nee fluctuatim, sive arcuatim, ut Erucae bi- pedes (Spanner), sed contrahendo corpus in minorem et extendendo in majorem longitudinem. Es ist möglich, dass ein zweiter Abschnitt de Vermibus in volatilia non transformabilibus vorhanden war. Uebrigens finden sich in diesem schon Schemata für Eintheilung der Tintenfische und der Krebse. U. Heiiitke. Lumbrici morborum symptomatorumque gravium causae. Mise, cur. s. ephemer. Decur. II. an. 10. 1691. Norimb. 1692. obs. 47. p. 93, Als Medikamente Absinth, Jalappa, Sem. Santon., Calomel, Rhabarber. Joh. Christ. Maekius. Post vermem aculeatura puer et post lum- bricos rejectos alii reviviscunt. Lumbricus in se ipsum constrictus excer- nitur. Ibid. obs. 104, p. 187. Neben zahlreichen kleinen Würmern einem Knaben angeblich eine Insektenlarve mit sechzehn Füssen und starken Kiefern abgegangen, obs. 105. p. 190. J. F. Below. Dissert. de vermibus intestinorum. Ultrajecti 1691. Pli. Boiininii. Observationes circa viventia, quae in rebus viventi- bus reperiuntur, cum micrographia curiosa. Romae 1691 (nach Bibl. Modeer). Aiit. v. Leeuiveiilioek. Extract of a letter concerning the salts of wine and vinegar etc. Philos. Transact. vol. 15 for 1685. London 1686. No. 170. p. 964. Vinegar eels. Ueber die Thorheit, dass manche diesen die Schärfe des Essigs zuschrie])en. — Anatomia seu interiora rerum ope microscopiorura detecta. Lugd. Bat. 1687. 1. p. 69. Würmer von Fröschen. — 2. p, 36. Dass die Comedones keine Würmer seien. — Continuatio epistolarum, Ibid, 1689. Aus Würmern in Fussgeschwüren Fliegen er- zogen. — Arcana naturae detecta. Delph. 1695, — Lugd, Bat, 1722. p, 43. ed. Delph, Bat, p, 45: Brief vom Sept. 1683. — Epist. 75. oct. Kai, Quintil, 1692, circa mensem Majum exiguos rubros vermiculos (sc, Cucul- lanus elegans, nach Bloch 's Meinung, 1782, p. 2G, Echinorhynchus) in- veni in Anguillularum intestiuis, ex quibus postea fierent Anguillae. Ar cana naturae detecta, Lugd, Batav, 1722, p, 313, ed. Delph, Batav. 1697, p. 319, 343, — Letter concerning the worms in sheeps livers, gnats, and animalcula in the excrements of frogs. Philos, Transact. vol. 22. for 1700—1701, London 1702, No, 261, p. 509. L. wollte die vermeintlich mit dem Getränke einwandernden Würmer im freien Wasser suchen und Aeltere Quellen. (35 fand Miickenlarveii. Er glaubte, tlass die Würmer in die Gallengünge einwandern. — Arcaua naturae, epistolis ad cel, Philosophorun« coUcgiuni comprebensa. ed. 2. Lugd. Batav. 169G. p. 5. Anguilhilae vivae in aceto. — Continuatio arcanoruni naturae detectorum, qua continetnr ((iiidqnid bactenus ab auetore lingua vernacuLa editum, et in linguam I^atinam transfusum non fuit. Delpbis Batavorum 1()97. p. 57. Würmer in Magen und Leibesböble des Härings und Vermutbung über die Weise des Ge- hingens in letztere. Bebandelt übrigens aucb Insektenlarven als Vermes. Ebenso in ed. Lugd. Batav. 1722. — Epistolae ad Soc. R. AngHcam. ed. Liigd. Batav. 1719. Epistola 144. v. Febr. 1702. De animalculis repertis in aqua canali plumbeo reperta (Rädertbierchen). — A letter to tbe Royal Society concerning Animalcula on tbe roots of Duck-weed. Pbilos. Transaet. for 1704-5. London 1706. No. 295. p. 1784. Melicertes. No. 289. p. 1525. Rotifer. — Letter concerning wornis observ'd in sbeeps livers on pasture grounds (3. Novbr. 1703). Pbilos. Transaet. vol. 24. for 1704 — 1705. London 1706. No. 289. p. 1522. Da aucb obne eine Ueberscbwemmung der Weiden die Scbafe Leberegel, bottiens, bekamen, glaubte er die Ur- sacbe dazu (Animalcules) nur auf dem Lande sucben zu dürfen und bielt dafür, dass den ganzen Winter bindurcb tiberscbwemmte Weiden frei da- von sein möcbten. Aus einer Probe Erde trieb er gestreckte weisse Wür- mer, Encbyträiden , aus. — Continuatio epistolarum datarum ad longe celeberrimara Regiam societatem Londinensem. Lugd. Batav. 1715. p. 95. Deutliche Bescbreibung von Rotifer. — Arcana naturae detecta. ed. Lugd. Batav. 1722. p. 365. epist. 78. vom Febr. 1694. De Verme multimembri, quem Vermem latum vocant (und über äbnlicbe Würmer in Anguilla, Rbombus, Trutta, Cyprinus latus (Bracbsen), letztere in der Leibesböble). Meinung der Uebertragung der Embryonen solcber Würmer von Fischen auf den Menseben mit dem Wasser; Widerstand der Würmer gegen Heil- mittel, besonders gegen Sem. Santon. Casp. Commelinus. Dissert. de Lumbricis. Lugd. Batav. 1694 (nach Bibl. Modeer). Jo. (xeorg. Urubclius. De verme umbilicali bistoria. Mise. cur. s. Ephemer. Dec^IV. an. 1. 1694. Lipsiae. Wegen Leibschmerz wurde eine Schmerle aufgebunden, welche ihrerseits vom Wurme in vier Stunden verzehrt wurde nebst einem Theile einer zweiten, ihrer Aufgabe, den Wurm hervorzulocken, jedoch nicht nachkam, indem dieser nicht durch- brach, sondern durch den After abging. Hierbei die Literatur des „Vermis umbilicaris". Aml)r. Steg-maimus. De oleo lumbricorum (terrestrium) optimo trau- matico interno. Ibid. obs. 9. p. 24. Zwölf bis fünfzehn Tropfen als herr- liches schmerzstillendes Mittel. R. W. Craiise. Diss. de hirudinibus. Resp. J. L. Kamp er. Jeuae 1695 (Citat nach Dana). Thomas Molyiieiix. Account of a not yet described Scol()i»cndi-a marina. Philos. Transaet. 19. for 1695-1697. London 1698. No. 22j. 5 Brunn, Klassen des Tliiei-Keichs. IV. 1. *' (5ö Würmer. p. 405. mit Abbildungen, (Aphrodite) 72 Füsse, 72 Flossen, breiter als die von Rondelet, Gesner, Greviniis, Aldrovandus beschriebene Scolopendra marina. Nennt sie Scolopendra marina a capite latiori versus caudam sensim gracilescens, limbo, pulcherrime hirsuto spiniilisque crebris interstineto e mare hibernico. Dale No. 249. meinte, dieser Wurm sei von Rondelet als Physalus beschrieben. Molyneux widerlegt das vol. 21. for 1699. London 1700. No. 251. p. 127, gestand aber der oben ange- führten Mittheilung von Oligerus die Priorität zu, wie sie auch Aldro- vandus Lib. V. de Insect. cap. 15. p. 636 als Scolopendra marina lato corpore subcastaneo velut pedibus iunumeris longiusculis aurei coloris schon beschrieben habe. Petr. Rommelius. De tumore magno lateris sinistri a vermibus. Mise. cur. s. Ephemerid. Dec. III. an. 4. 1696. Francof. et Lips. 1697. Obs. 18. p. 39. — De asthmate a verme. obs. 19. p. 41. Schröter. Ibid. obs. 46. p. 123. De atrocissima cephalalgia ex teredinibus, quae per aurem dormienti viduae irrepserunt, causata. Führt dabei als Beweis der allgemeinen Verbreitung der Würmer au: dum nee parvam in sectione foetus mortui statim a partu animam exhalantis ad- invenerim vermium copiam. Marcello Malpiglii (1628—1694). Opera postuma. London 1698. Beschreibung der Finnen als Würmer mit einem Wortlaut, welcher sehr wahrscheinlich macht, dass er Hartmann nachging. — Die Leberwürmer des Menschen und der Thiere werden cucurbitini genannt. — Wurm- hydatiden beim Igel. Joli. Lanzoni. De vermibus per tussim rejectis. Mise. cur. s. Ephem. Dec.IIL an, 7 et 8. 1699. et 1700. obs. 72. p. 118. Bei Peripneumonie mit ge- waltiger Blutung und Tod. Er führt dazu an Fei. Platerus, Prax. tom. III. De animal. excretis. c. 13. lib. 2. p. 786. — De verminosi abdominis tumore. Ac. Caes. N. cur. Ephemerid. sive observ. medico-physicarum Centur. 1. et 2. Francof. et Lips. 1712, obs. 39. p. 108. Wurmabszess einige Finger breit vom Nabel mit Kanal vom Ileum aus. Tod. — Vermis per vomitum ejectus. Ibid. Centur. 5. et 6. Norimbergae 1717. Obs. 95. p. 177. Ein Wurm von 27 Palmen (die kleine Palme gleich Vi Fuss) Länge ausgebrochen von einem Herrn von Royer, welcher seinen Ileisshunger mit bis 64 Pfd. Speise und Trank an einem Tage nicht stillen konnte. 0. Bidloo. Brief an Leeuwenhoek wegens de Dieren in de Lever der Schapen. Delft 1698 (nach Bibl. Modeer). Lugd. Batav. apud Jordan, Luchtmans. 1698. Inhalt in Phil, transact. vol. 22, for 1700—1701. London 1702. No. 263. p. 571. Beschrieb Augen, Herz und eiartige Körperchen, hundert gleich einem Sandkorne; nahm 870 Würmer aus einem Thiere, Sie fänden sich in Hirschen, Kälbern, Menschen, Glaubt, das Vieh esse die Eier mit; sie kämen mit dem Chylus in's Blut und dann in die Leber, Allgemeine Betrachtungen über die Würmer als Krankheitsursachen, Ver- stopfung von Organen, im Blute u, s. w, — Exercit, anat, chir. decas, Lugd. Batav. 1704, p, 18 (nach Davaine). Eine Mittheilung des Cossonius Aeltere Quellen. (;7 über Entleerung von mehreren Pfund Hydatiden mit dem Stuhlgange. — Bei II. Meissner, Schmidt's Jahrbüclier 1871. 152. p. 116. finde ich Bidloo an. 1(>99. citirt für Behandlung der Muskelechinokokkeu. Cliaras. Hist. de l'Academie Royale des sciences. ed. 1733. Tome II. p. 131. Aus 1694 ein Fall von Echinoeoccusblase, grand nombrc d'especes d'oeufs ou de poches fermees, am Schenkel einer Nonne ; ganz zusammen- geworfen mit Abszessen. Engell). Kämpfer. Dissert. medica inaugur. sistens decadem ob- servationum exoticarum. Lugd. Batav. 1694. U. a. De Dracunculo Per- sarum. Auch in K. Amoeuitatum exoticarum politico-physico-medicaruni, Fasciculi V. Lemgov. 1712. III. obs. 4. p. 524. Dracunculus persarum in littore sinus persici. Zweimal lebend aus dem Hodensack extrahirt (nach Rudolph!). Dodart. 12. Juni 1697. Regiae scientiäe Academiae historia. lib. V. cap. 5. § 8. p. 454. auct. J. B. du Hamel. Paris 1701. Fall von Hyda- tiden, deren Ursprung er in der Erweiterung der Lymphgcfässe sucht. Ilcnr. Snellen. Dissert. de animalculis in ovino aliorumve animan- tium hepate detegendis. Lugd. Batav. 1698 (nach Bibl. Modeer). Cocliou Dui>uis. Histoire de l'Academie Royale des sciences. cd. 1733. Ein Fall einer fünfzehn Pfund schweren Echiuokokkusblase im Leibe eines Mädchens. Mery. Strongylus gigas (ver de 2^2 pieds de longueur) aus den Niereu des Hundes. Ibid. Tome II. p. 211. aus 1698. Beschreibung der llaut- muskulatur. Martin Martin. Observations in the North ■ Islands of Scotland. Philos. Transact. 19. for the years 1695 — 1697. London 1698. p. 728. The children of Ferintosh in Ross, are taught from their infaucy to drink acpiavitae, aud are observed never have any worms. Soye. UIceration of the colon with a clew of worras. Ibid. p. 718. Gr. E. Stalil. Diss. de sanguisugarum utilitate , respondente J. Jer. Colero, Hai. 1699; 1718. — Diss. de Lumbricis terrestribus , eorumque usu medico. resp. J. C. Fritschio. Hai. 1698. 1718 (nach Dana und Bibl. Modeer). llcinli. Wagner. Obs. de verme fasciali 12 ulnarum innoxie per alvum excreto. Nov. Litt, maris Balthic. 1699. p. 300. — Anatome juvenis lumbricis vesicae urinariae et tabe defuncti. Acad. Caes. Leop. Natur, cur. Ephemer, sive observ. medico-phys. Centur. 1. et 2. obs. 170. p. 363. Fistel zwischen Harnblase und Colon. J. C. Bautmann. De verme in lapide reperto. Mise. cur. s. Ephcm. med. phys. Germ. Acad. nat. cur. Dec. HI. an. 7. et 8. 1699 et 1700. p. 51. obs. 28. lloiigliton. Bulimia caused by worms. Philos. Transact. vol. 22. for 1700-1701. London 1702. No. 264. p. 598. C. Ph. Limmer. Diss. de vermium in corpore humane gcuerationc. 1699 (nach Bibl. Modeer). 5* ^8 Würmer. Nicolas Andry. Traite snr la generation des vers clans le corps humain. Paris 1700. — Paris 1741. I. IL — Eclaircissement sur le livre de la generation des vers dans le corps de rbomme. Paris 1704. — De la generation des vers dans le corps de Thomme, de la nature et des especcs de cette maladie, de ses eifets, de ses signes, de ses prognostics: des moyens de s'en preserver, des reraedes pour la guerir etc. Amsterdam 1701 (suivant la copie de Paris), avec trois lettres ecrites a Taiiteur sur le sujet des vers; les deux premieres d' Amsterdam par M. Nicolas Hart- soeker (von 1699) et Tautre de Rome par M. Georges Baglivi. Auch mit Abbildung des 1698 abgetriebenen, sehr grossen Bandwurmes mit dem gut erkannten und ziemlich gut abgebildeten Kopf mit den so- genannten Augen, den warzigen Erhebungen an den Kanten der Proglot- tideu, auf welche zu ein blauliches Gefäss führen soll, nach der Abbildung 16', aber nach der Beschreibung nur 4 Ellen und 3" lang. — In der Kritik sagte der k. Leibarzt M. de Saint Yon: Les gens aisez mangent et boivent si 6pouventablement, et les miserables vivent si pauvrement, qu'il est impossible que dans les uns et dans les autres, il ne s'engendre une tres grande quantite de toutes sortes de vers. — Bezieht in der Ein- leitung sich auf das Monstrum von Payerne des Fabricius Hildanus. Nennt den Bandwurm Insecte. Die von ihm gegebenen Nachbildungen lassen annehmen, dass »Spigelius ein Stück Bothriocephalus, Fabricius vielleicht ein Stück von Taenia serrata des Hundes dargestellt habe, wäh- rend die Figur des Tulpius, mit Missverständniss über das Vorderende, wohl einen ganzen Bothriocephalus mit verzerrtem, hier dem Kopfe eines Hundes verglichenen Hinterende hat darstellen sollen. Auch T. cucume- rina ist abgebildet. Er schliesst sich der Meinung von Platerus (Mit- theilung bei Sennert. lib. HI. p. 2. cap. 5) an, dass es beim Menschen zwei Bandwurmarten gebe, und setzt der hier betrachteten Taenia solium mit schwarzem, mit vier Oeffnungen versehenen Kopfe, comme un poireau, welche ihren Namen davon habe, dass sie stets allein vorkomme, und welche vermuthlich Taenia saginata Göze war, die Taenia ordinaire ent- gegen, bei welcher man nie einen Kopf sehe (? Bothriocephalus). Zwischen den Würmern werden auch Insekten, Tausendfiisse, Insektenlarven, Milben, ein Bluttrombus abgebildet. — p. 52. le long du millieu du corps, par dessus, comme une longue epine pleine de noeuds. — p. 55. Die mam- melons als poumons. Die globules (Knlkkörperchen), nach Bellestre, welchem A. beitritt, Eier, könnten vielleicht aus den mammelons hervor- gehen , vielleicht zwischen den Ringen , indem die Verbindungen sich gleich Kiemen öffnen und schliessen möchten. — p. 57. Quand les oeufs sont sortis du ventre du ver, ils grossissent, et ne pouvant prendre dans les intestins assez de nourriture , pour se developper entierement, et y faire eclotre leur ver, ils sont entrainez avec les excremens; la raison pourquoy ils n'y trouvent pas assez de nourriture c'est que le ver d'oü viennent ees oeufs, consume seul toute la nourriture qni leur serait ue- cessaire . . . . il faut remarquer que cette sorte de ver se nourrit de ehyle, Aciterc Quellen. gg aussi celui-cy eu etcait-il tont plein quand il est sorti, et il rendit bcau- coup qiiand je Pens mis daiis l'eau de vie . . . p. 58. A. glaubt, der Wiiini stecke mit dem Kopfe im Pylorus, nur die Galle halte ihn vom Auisteigcu in den Magen ab; theilt des Hippocrates Meinung, dass dieser Wurm vereinzelt lebe. — p. 60. Dieser Wurm sei beweglicher als der gemeine, welcher, wie Platerus bemerkt, mehr von der Pflanze an sich habe. A. tritt Fernel und Perduleis entgegen, welche ihn mit dem gemeinen und selbst mit der cucurbitaire (d. i. der vereinzelten Proglottide oder einer Kette solcher ohne Kopf und Hals) identifizirten, während Aetius, Aegineta, Arnauld de Villeneuve, Manardus, Trallianus, Aldrovandus eine sehr lange Art vom communis und cucurbitinus ver- schieden annahmen. Die Art der Bewegungen führt A. für die Einheit- lichkeit in einer Kette von cucurbitinae an. — p. 64. Die schuppige Be- schaffenheit, nach Dunus, versteht A. aus der Gliederung. — p. 61). Würmer im Magen eines Hundes unter einer Membran. — p. 70. Wurm- tumor im Becken. — p. 71. Einige Würmer nähmen mit dem Alter die Form von Fröschen, Skorpionen, Eidechsen an, bekämen Hörner (? Fühl- hörner), einen Gabelschwanz, Vogelschnabel, würden haarig (Raupen ? aufwachsende Pilze V), schuppig wie Schlangen, wofür die Quellen bei Wierus u.a. angegeben werden. Sie seien nicht wirklich solche Thiere, sondern hätten nur den Anschein. — p. 79. Die Oxyuiiden als ,,appellez ascarides'^ Gute Symptomatik, besonders für Spulwürmer. Die Durch- bohrungen anerkannt, aber nicht für Taenia, wegen der schon dem Spigelius de lumbr. lato cap. 6. und dem Senuertus lib. 3. p. 2. sect. 1. cap. 5. bekannten Weichheit des Kopfes. — p. 256. Ein Brief von Georgius Baglivius in Rom vom 14. July 1699 spricht sich dar- über aus, ob der Bandwurm aus einem Ei komme, woher seine grosse Länge, ob er sich im Menschen erzeuge. Man müsse, wie für alle Pflan- zen, so für alle Thiere, vollkommene und unvollkommene, den Ursprung aus dem Ei annehmen. Fäulniss, Gährung, Wärme trieben nur zur Ent- wickelung: „Ce que nous disons des insectes en general, se peut dire en particulier des vers qui s'engendrent dans le corps humain, ils ne viennent point d'un suc corrompu, comme se l'imaginent les faux Galenistes, mais un suc corrompu echauffe et reveille les oeufs de ces vers, qui cclosent par ce moyen. Le ver plat tire donc son origine d'un oeuf de son espcce." Danach aber bleibt doch die Meinung, dass der Bandwurm schon im Un- geborenen entstehe und seine Länge erst in Jahren erreiche, entsprechend den Gesetzen seiner Art. Er fügt sich hierfür dem Hippocrates und vergleicht solches mit anderen hereditären Krankheiten. Er glaubt, dass der Fötus die Eier in einer Art Lymphe zur Entwicklung bringe, welche er mit dem Munde aufnehme; woher aber die Eier kommen, ist nicht gesagt. Er hält für möglich, dass Bandwürmer sich auch im Erwachsenen erzeugen. Ueber Versuche, welche er mit Eingeweidewürmern früher ge- macht (1694. Praxeos lib. L), die Einwirkung von allerlei Mitteln auf die entleerten betreffend, berichtet er hier wieder. — p. 231. Ein Brief von 70 Würmer, Hartsoeker, in welchem dieser scliwer versteht, wie das Vorkommen eines so imgeheureu Thieres, von welchem man doch in den Gewässern nichts sehe, sich vertrage mit dem nicht aufzugebenden Gedanken, dass alle Thiere und Pflanzen aus einem Samen kämen. Er meint, diese Thiere möchten als Männchen und Weibchen in den Därmen leben, mit dem Menschengeschlecht geschaffen und mit ihm vergehend ; die Eier möchten mit den faeces entleert auf Kräuter und dergleichen kommen und zufällig mit verschluckt werden. „Enfin il semble que tous les animaux ayent ete faits pour se servir de nourriture les uns aux autres, les grands man- gent les petits et en sont maugez." — Im zweiten Brief ist Hartsoeker geneigt, alle Krankheiten auf Würmer zu schieben, auch die Venerie auf eine unzählbare Menge unsichtbar kleiner Insekten, So heile man sie durch Quecksilber. — Eclaircissement sur le livre de la generation des vers dans le corps de l'homme contenant des Remarques nouvelles sur les vers, et sur les maladies vermineuses, avec les reflexions sur l'opinion de ceux qui croyent que la moelle ne nourrit pas les os et qu'elle a du sentiment. — II. edition . . . angmentee de la lettre de Mr. Lemery, 1705. Bezieht sich auf einen Brief, gedruckt Novbr, 1703 in Memoires de Tre- vaux. Dieser Brief selbst steht p. 47. Richtet sich namentlich dagegen, dass allerlei Krankheiten durch die mit dem Blute cirkulirenden Würmer entständen und weist das Phantastische und Voreilige dieser Hypothese nach. Er selbst sieht mehr die Säfteverderbniss als Krankheitsursache an und betrachtet die Würmer als deren Folge oder durch sie begünstigt. Kritisirt die Meinung, dass, wenn die corps globuleux Eier seien, diese sich nicht entwickeln sollten, weil der alte Wurm alle Nahrung wegnähme, da sie doch zur ersten Entwicklung nur der Wärme bedürften, sich auch für sie immerhin ausreichende Nahrung finde. — Eine sehr gut geschrie- bene, scharfsinnige Kritik der faiseurs de Systemes, welche eine Hypo- these, weil sie zwei oder drei Phänomene erkläre, gleich auf Alles an- wendeten. — Epistola ad Georg. Baglivium de lumbricis latis, in Baglivii Oper, medic. p. 687 (Citat nach Bibl. Modeer). — D, Nicolai Andry, Medici zu Pariss gründlicher Unterricht von Erzeugung der Würmer im menschlichen Leibe, anitzo aus dem französischen übersetzt, nebst denen desswegeu fürgefallenen Streitigkeiten. Leipzig. 1716, p. 1. Wurm stehet unter der Klasse des Ungeziefer. Alle kleinen heisscn Wurm (grosse sind Schlange, Skorpion, Frosch), so die Insekten; von ihnen kriechen einige, andere nicht. — p. 8. Wie die Würmer in dem Leibe anderer Thiere wachsen (vermittelst Samen; sah Milben aus dem Ei schlüpfen). Bezieht sich auf Hartsoeker 's bekanntes Bild vom Spermatozoon. Lucretius führe die Beständigkeit der Gestalt für die Beständigkeit der Zeugungen an. — p. 15. vergleicht Andry die Infektion der Früchte mit der des menschlichen Geistes. — p. 18. denkt er an Uebertragung der Krätze von mit Ungeziefer (Gamasiden) besetzten Käfern, Die kleinen Thierchen, welche Fliegen bissen (Hypopus), würden vermuthlich wieder von anderen gebissen. — p. 24. hält wohl auch möglich, dass die Wurm- Aeltere Quellen. n-, keime schon im Samen enthalten seien. Fall von Caspar Wolphiiis über Abgang- eines Bandwurms von einem noch gestillten Mädchen. — p. 82. Citat von Würmern in Schöpseulebern aus den französischen Tage- registern 1G68, von Strongylus in Hundeniere nach Mery und K er krin- gln s (obs. 57 et 59). Nadelfeiue, blassrothe, V2'' lange Würmer in Austern. — p. 33. Würmer im Kopfe. — p. 38. Würmer, welche in der Nase wachsen, aus ihr heraus kriechen, oder an der Wurzel sitzen (viele Citate). — Ohrwürmer. — Würmer der Zähne. — In der Lunge (Fer- nelius Pathol. De morbis intest.). — In der Leber, Vena portae, nach C. Banhinus de obs. propriis bei einem Kinde, roth, rund, länglich, weich. — Im Herzen. — Im Geblüte bei Aderlass (ßhodius. Cent. 3. obs. 6; Kiolanus. Encliir. d. Anat. p. 147; Etmüller, Schröder. Di- lucid. phytolog. class. 2. de aceto; und nach ihm selbst gewordenen Mit- theilungen). — Die Dalberes der Kälber bei den Bauern in t/anguedoc. Borellus. cent. 3. obs. 4. — In der Blase, Tulpius obs. med. lib. 2. c. 4., theils wie die in den Gedärmen, theils wie Motten und sechsbeinige. — Helcophagi in Geschwüren und Geschwülsten. — Mitesser bei Etmüller de morb. inlant. Dracunculi. — p. 54. Dracunculi, auch bei Stieglitzen nach Sp ige lins. Für die thierische Natur nach Thomas de Veiga und Graf Scaghen. — Die Nabelwürmer oder Zehrwürmer nach Et- müller und Sennertus. — p. 64. Taenia unbeweglich und kopflos; von solium, welchem die cucurbitiui zuzuschreiben, zwei Arten. Die „Augen", welche Mery für Naslöcher hielt, sah A. gewölbt. — p. 90. Die Gestaltähnlichkeit mit Fröschen u. s. w., wie oben. — p. 94. Von den Wirkungen der Würmer im menschlichen Leibe : 1. Derer ausserhalb der Därme, p. 96. Würmer im Blute, wie andere im Essig, sehr dünn und klein; Blutharnen; Thomas Mermann trieb einer Frau einen eine Elle langen Wurm durch die Blase ab. p. 98. Die Behandlung der Mitesser in Aachen, p. 100. Die venerischen Würmer. — 2. Derer in den Gedärmen, p. 102. U. a. Sprachlosigkeit von Würmern nach Alex. Benedict, und Forestus lib. 6. obs. 39. — p. 105. Darmdurch- bohrung (Herodius Agrippa, Crafftius bei G. Fabricius, Holle- rius de morb. int. lib. 1. c. 54, Nicol. Florentinus serm. 5. tract. 8. cap. 54, Forestus lib. 7. obs. 35 in scholiis, Trimavellius de rat. cur. lib. 9. cap. 11), Vergehen der Milch. — p. 131. Würmer im Wein, (am Zapfen, wohl Larven von Drosophila cellaris) als Ursache der Wür- mer im Leibe angesehen. — p. 132. Von den Kennzeichen der Würmer. — p. 145. Von den Mitteln sich vor den Würmern zu bewahren. — p. 146. Warnung vor den Würmern im Essig. Auf die Frage von Le- mery, wie dann der Traubensaft, welcher auch Würmer enthalte, ver- ordnet werden könne, entgegnet A., dass er in diesem nie Würmer ge- sehen habe. — p. 164. Vom Hervorkriechen der Würmer und was daraus zu vermuthen. — p. 178. Die Erzählung des Amatus Lusitanus, dass aus einem zertretenen Spulwurm viele andere gekrochen seien. — p. 180. Von Mitteln gegen die Würmer, vor denen man sich hüten soll, z. B. 72 Würmer. Pulver von gedörrten Spulwürmern, welches Würmer erzeugen könne; Semen contra, weil zu hitzig; Absud von Tabak oder Nussblättern, welche übrigens gegen Regeuwürmer gut seien, p. 118. Nachahmung der Ver- suche des Georg. Baglivius (de praxi medica cap. 9. 1694) über Wir- kung von allerlei Substanzen auf Würmer, selbst Champagnerwein. Der Bilsenkrautrauch gegen die Würmer in den Zähnen. Die Beweise des Forest US lib. 14. obs. 7. in scholiis p. 96. Gegen die Darmwürmer be- sonders Korallenmoos, Oel, Reinfarrn, Farrnkrautwurzel. — p. 239. Die Durchbohrung der Därme durch Würmer. — Nach Zweifeln fand A. die Meinung des Borellus cent. I. obs. 89. 90. bestätigt , dass man die Wurmmittel bei abnehmendem Mond nehmen müsse. — p. 244. Von den Samenwürmern. — p. 259. Die Einschachtelungstheorie für Fortpflanzung, p. 261. cap. 12. Schlusssätze. U. a. Ein Wurm höhlt Athem, hat Lungen und Blut (Insekten), kommen aus Eiern, diese kommen mit der Luft und Nahrung. — Weitere Auflagen von De la generatiou etc. Paris 1718, dazu 19 Tafeln, und 1741. P. Oottfr. Sperling". Diss. de vermibus in primis viis, resp. Bothius. Witembergae 1700 (nach Bibl. Modeer). PyiTli. Maria Gabbrieliiis. De orthopnoea c vermibus. Mise. cur. s. Ephemer. Decur. IIL au. 7. et 8. 1699 et 1700. Berol., Francof. et Lips. 1702. obs. 188. p. 307. Georg". Toi). Durrius. De vermibus umbilicalibus. Ibid. obs. 150. p. 268. Fand in einer Grandel, welche einem Knaben wegen der Schmer- zen auf den Nabel gelegt worden war, einen spannelangen, von der Mutter des Knaben für die Eingeweide der Grandel gehaltenen Band- wurm, dessen Dicke der Wunde des Nabels zu entsprechen schien. Glaubte, der Wurm sei aus einem mit Speise oder Trank genossenen Ei im Darme ausgeschlüpft, dann in die Nabelgefässe gelangt uud durchge- brochen. — Im Scholion hierzu von Schrök viele ältere Stellen. Joli. Mauricius Hoifmaiiiiiis. De diarrhoea cum excretione pelli- cularum plurimarum. Ib. an. 9. et 10. Norb. Francof. Lips. 1706. obs. 6G. p. 124. Scheinen Hydatiden gewesen zu sein. Einige hielten sie für Band- wurmtheile. — Mantissa observationum selectiorum. Appendix ad Ephem. Acad. Caesar. Leopold. Carol. nat. curios. in Germania centurias 9. et 10. Augustae Vindelicorum. 1722. Obs. 26. De vermium excretorum copia. Ein Hut voll fingergliedlanger Würmer entleert, angeblich vielfüssig und mit spitzem Munde. — Centur. 9. et 10. p. 458. De ascaridibus per vul- vara rejectis. Timaeus a Güldenklee, Cas. medicinal. Lib. IV. cas. 6. Dass man bei einem Kaiserschnitt einer eben Gestorbenen im Uterus nichts gefunden habe als Schleim und einen ungeheuren Haufen Aska- riden. — In dem hier aufgeführten Falle habe der betreffende Bauer ver- sichert, dass die Würmer gewiss aus den Geschlechtstheilen der Frau kämen. Diese entleerte aber auf ein Abführmittel eine ungeheure Menge von Askariden mit den faeces. (P 1 a u t u s : Pluris est oculatus testis unus, quam auriti decem.) Aeltere Quellen. 73 Davies. Letter containiug a relation of a person who voided many Hydatides in the iirine. Pbilos. Tiansact. vol. 22. for 1700—1701. London 1702. No. 273. p. 897. Eine Frau entleerte ein Dutzend Blasen vom Ansehen der Fischblasen, die grössten anderthalb Zoll. Du Ycriicy. Sur l'Hydropisie. Histoire de rAcadcuiie R. des scicnces. annee 1703. avec les memoires de mathcmatique et des physi(|iies pour la meme annee. Paris. 1720. Memoires (aus 1703). p. 164. Ungeheure Cyste im Unterleibe einer Jungfrau von ziemlich 60 Jahren mit zahllosen, zum Theil als Abszesse bezeichneten Cysten. Bei den Punktionen schei- nen Blasen nicht abgegangen zu sein. — p. 167. Desgleichen bei einer Frau, Hydropisie enkystee. Du Verney glaubt, dass sie allein Frauen zukommen, vielleicht das Hydroarion im Auge habend. — Ibid. 1700 be- richtet D. über einen vier Zoll langen Wurm in der Stirnhöhle eines Hundes (nach dictionnaire des merveilles de la nature). J. Pli. Eysel. Dissert. de vermibus. Erfurti. 1704 (nach Bibl. Modeer). IVolphiiis. Observat. chirurg. med. libri duo. Libr. IL in Scholiis Quedlinburgi. 1704 (s. bei Andry). Joliii Lafagc. An account of a dropsical body. Philos. Transact. vol. 24. for 1704. London. 1706. No. 299. p. 1977. Eine ungeheure Menge von Hydatidcu verschiedener Grösse und Farbe auf dem Peri- tonaeum. W. Musg-raTC. Ibid. No. 295. p. 1797. A letter concerning hyda- tides voided by stool. Wurden in grossen Mengen von Grösse eines Nadelkopfes bis zu der eines Eies entleert, eine von Gänseeigrösse durch Erbrechen. Die Patientin glaubte nach ihren Empfindungen, dass die Blasen aus dem Magen kämen. Genesung. M. sah kein Thier, vielleicht weil er kein Mikroskop hatte. W. Cowper. Ibid. vol. 25. for 1706—1707. London. 1708. No. 307. p. 2304. Of Hydatides inclosed with a strong crust in the kidney of a sheep. Anthony Havendcn. Ibid. No. 308. p. 2344. On Observation of a tumor on the neck füll of hydatides, cured. Eine Geschwulst im Nacken einer Frau, seitlich zu den Jugularvenen und beiden Schultern ausgedehnt mit 60 Cysten, in 7 Jahren zu ihrer Grösse erwachsen. — Un tumore ncl collo con vescichette piene di acqua. Saggio e transazzioni tilosofichc della societä regia compendiate da Beniamino Mottes dal anno 1700 al 1720 tiadotte dall' idioma inglese. IL Napoli 1731. p. 95. W. ßomberg. De verme in hepate. Ac. Caes. Leop. Nat. cur. Ephem. Decur. 3^ au. 9. et 10. Norimb. Francof. Lips. 1706. Obs. 47. p. 69. Leberegel in der Leber des Kalbes, welche E. für Vermcs cucur- bitini hielt. Dolacus. De opio antlielminthiaco. Mise. cur. s. Eplicmerid. Dec. HL an. IV. 1696. Francof. et Lipsiae 1697. Obs. 62. p. 151. Nach 3 gran gingen 20 Spulwürmer ab. — Encycl. med. Francof. 1684—1691. Lib. VL cap. 10. (Joh. Dolaei opera omuia. Francof. 1703) De infantum et pucrorum 74 Würmer. morbis. p. 577. De vermibus et lumbricis. Aiiffiibrung der Meinungen der Galenici, des Paracelsus, Helmontius, Willisius, Syl- vias, der Cartesiaui. Dolaeus meint, dass die Eier mit der Speise aufgenommen würden. Die Heilmittel. Einige der Alten sagen schon: ex lacte nunquam in lactantibus lunibricos generari. Hingegen: quem- admodum mihi videre licuit in foetu mortno statim a partu expirante et a me exenterato, in quo glomos vermium invenivi. — Wann war dieser Foetus sezirt worden? Waren die Würmer Maden? Just. A^est. De verme umbilicali, respoud. Scheel. Erfurt. 1710 (nach Bibl. Modeer). J. ßajus. Historia Insectorum, Opus posthumum. Soc. Lond. edit. London 1710. Etiam de Lumbrico, Taenia et Hirudine quaedam habet (nach Bibl. Modeer), vgl. unter Cuvier-Griffith. Kay theilte die Thiere ohne Blut in Pedata, welche die MoUia (= Cephalopoden) und die Crustacea (einschliesslich der Insekten) enthielten, und in Apoda mit Mollia (= Limaces) und Testacea, blieb aber lieber bei der aristotelischen Eiutheihing in Mollia, Crustacea, Testacea, Insecta (nach Carleer). I>ouillet. Hist. de l'Acad. Eoyale des scicnces. annee 1730. p. 42. Grosse Epidemie von Spulwürmern nach einem sehr leichten Winter in Beziers (nach Davaine). Rene Aiit. de ßeaiimur. Des differentes manicres dont plusieurs especes d'animaux de mer s'attachent au sable, aux pierres et les unes aux autres. Hist. de l'Acad. R. des sciences annee 1711. avec les Me- moires de Math, et de Phys. Paris. 1730. p. 126 für die Würmer; in den Abbildungen wirkliche Regenwürmer. — Annee 1714. Paris. 1717. Me- moires p. 203. nennt derselbe eine Insektenlarve von elf Segmenten : espece de Ver aquati(|ue asses singuliere. — Meraoires pour servir ä l'histoire des Insectes. Paris. 1734 — 1742. In praefatione ad tom. VI. aliqua de partitione vermium dissertat. Eine in der Geschichte der In- sekten citirte Anatomie des Blutegels von Dom. AUou scheint nur Manu- skript zu sein (nach Morand). — Tom. II. 1736. Mem. X. über die Larven im Wasser und Mem. XI. über die parasitischen Larven, das Meiste schon viel früher der Akademie mitgetheilt. Tom. IV. 1738. Mem. IV. p. 161. Tous les insectes, qui par la suite doivent paraitre sous la forme des mouches, portcut le nom de vers; il serait a souhaiter qu'ils en fussent seuls en possession, qu'il ue leur füt point commun avec des insectes qui doivent deveuir des scarabes, des sauterelles, des punaises ou avec des insectes, qui ont subi d'autres metamorphoses et avec d'autres qui conser- vent leur premiere forme pendant toute leur vie, comme fönt les vers de terre. So ist Ausgangspunkt der Betrachtung der Insekten mehr die Larve als der erwachsene Stand. — Tom. VI. 1742. p. 22. Erster Nachweis der Sphaerularia bombi in Millionen von anguilles in unfruchtbaren weiblichen Hummeln. — Man glaubte bis dahin nicht allein, dass die Flöhe entständen, etwa wie bei Shakespeare der Fuhrmann sagt, son- dern (vgl. C. G. Bauer de geueratioue insectorum in corpore humano, Aelterc QucUeu. 'jr Altorfii 1740), wie ähnlich die Alten, Hess noch Dippelius Ameisen aus Honig- und Mehl, Seidenraupen aus Kalbfleisch und Weidenblättern, Helmolt Mäuse aus Walzen und Menstrualblut entstehen. — J. M. lloff- manu. Syutagm. pathol. therapeut. lib. IL cap. 154. wird citirt für einen Fall aus der Schweiz, in welchem eine aussergewühnliche Wurniinlcktion von Pfarrerskindern geschoben wurde auf die Milch von Kühen, welche aus der Cisterne vom moosigen Dache herabgeflossenes, mit Wurmcicrn geschwängertes Wasser zu trinken pflegten. — Animaux coupes et par- tages en plusieurs parties, et qui se produisent tout entiers dans chacune. Hist. de l'Acad. R. d. sc. 1741. Paris 1744. p. 33. Bericht über die Ver- suche von Trembley, Bonn et, Lyonnet, die des letzteren bei einem Wurm von Dicke einer Saite und 3V/'' Länge mit Theilung in 30—40 Stücke. M. Albcrti. Dissert. de morbis ex vermibus. lialae. 1725 (nach Bibl. Modeer). J. N. Pccliliii. Lib. L obs. 19. Reliquorum infirmi ventris viscerum hydatides, itemque hydatidum ortus et species. Acta erud. Lips. an. 1708. Jul. p. 311. — an. 1725. JuL p. 269 (Citat nach G. H. Kannegiesser). — Observ. physico-med. libri III. Hamburgi. 1691. lib. I. Obs. 64. p. 155. Wie die Schweine in manchen Jahren viele grosse Würmer fest am Darm sitzen haben (Echinorhynchus gigas). Grottlicl). Biiddacus. Abscessus inguinalis, innumerabllia ovula seu vesiculas continens, curatus. Acad. Caes. Leop. Nat. cur. Ephemer, sive observ. medico-phys. Centur. 1. et 2. obs. 104. p. 214. Der Tumor platzte von selbst und entleerte eine grosse Menge „Eier" oder Blasen von der Grösse einer Erbse bis zu der eines Taubeneies, theils mit hellem, theils mit dotterartigem Inhalte. Die Höhle fasste über ein Pfund Einspritzung. Anton. Yallisnicrius (1671—1730). Considerazione ed espericnze intorno al cervello impietrito ed alla generazione de vermi ordinarj dol corpo umano. Padova. 1710 (der Abschnitt über die Würmer auch mit Titel für sich). Hunc librum emendavit Em. König. Acta Helvet. vol. I. p. 27. Die Eingeweidewürmer entständen keineswegs von Insekteneiern, seien ein Geschlecht für sich, könnten nur im Körper von Thieren leben, erzeugten Eier, gingen von den Müttern auf die Kinder über. Die Taenia solium entstehe durch Verkettung von Kürbisswürmern, wofür er deren Lebhaftigkeit und Versorgung eines jeglichen mit Haken, sowie den Mangel eines durchgehenden Gefässsystems beim Gesammtbandwurm als Gründe beibrachte. Es gebe aber auch eine nicht so zusammengesetzte Taeuia (wahrscheinlich serrata) und e*- sah deren Kopf. Den Strongylus gigas unterschied er vom Spulwurm. — Prima raccoltä d'osservazioni etc. Venez. 1710. Würmer in Aalen. — Nuove osservazioni et esperienze in- torno all ovaja scoperta ne' Vermi tondi del uomo, e de' Vitelli con varie lettere spettauti alla Storia medica e naturale. Padova. 1713. Anatomie der Weibchen vom Spulwurm und Kälberwurm, hielt sie für hermai)lHo- ditisch und die Männchen für eine besondere Art. — Ed. II. 172(). Bei- gefügt Nuova Giunta di osservazioni e di esperienze all' istoria mcdica c 76 Würmer. naturale, non solameuti del SigDor V., ma di altri celebri Autori etc. — Raccolta di varj trattati dcl A. V. accresciuti con aunotaziouj e ginnte, e con figure in ramc. Veuezia. 1715. Danmter Niiove osserv. fatti uella costitiizione verminosa ed epidemica seguita uelle cavalli, cavalle e puledre. Betrifft den Gastrus equinus. Ferner Nuova idea del mal contagioso di bnoi. Die Idee des Cogrossiis von mikroskopischen Würmern im Blute. Endlich De' vermi pestilenziali. — Observatio de vermiculis Pique et Culebrilla (vena medinensis) incolis Americae familiaribus et infertis. Acta phys. med. III. p. 18. obs. 5. Von einem Unbekannten an V. mitgetheilt. p. 22. De culebrilla . . . nemo facile vitio vertet, si dicamus in nobismet et aninialibus ipsis extare ovula, unde illud (insectum) excludatur et nas- catur. Ausziehung in 14 Tagen. Vorkommen nur beim Neger und Hunde (nämlich zwei kleine im Herzen, also in Wirklichkeit nicht hergehörig). — Miras vesicularum partus. Acad. Caes. Leop. nat. cur. Ephemer, sive ob- serv. med. phys. Cent. 3 et 4. Norimbergae. 1715. Frühgeburt mit Hyda- tidenmole unbestimmten Charakters. — Lettre critique ä l'auteur du Livre de la gencration des vers dans le corps de l'homme. Paris. 1727. — Del' origine de' vermi ordinarj nel' corpo humano. Venezia. 1732. Traductio par Leclerc (Davaine). — Opere fisico-mediche, raccolte da Antonio suo figliulo. I — III. Venezia. 1733. De morb. intern. Lib. I. cap. 54. Sah eine Frau eine Schleimmasse entleeren , zwei Ellen lang und zahllose Cucurbitini enthaltend. Holler hielt solche Schleimmassen für von den Würmern gemacht (nach Davaine). M. eil. Sehrader. Disscrt. de hirudinibus. Erfurt. 1713 (nach Bibl. Modeer). (lOttlol). Seliol)erus. De partu magico ovoruni gallinaceorum in viro lethali. Ac. Caes. Leop. natur. cur. Ephem. sive observ. niedico- physicarum Centur. 1. et 2. Francof. et Lips. 1712. Obs. 26. p. 85. Ein Schneider, welcher angeblich armen Weibern Eier gestohlen hatte, ent- leerte unter schrecklichen Schmerzen, Krämpfen und dem Gackern der Hühner verglichenem Schluchzen über hundert „Eier'' und starb (das waren selbstverständlich Echinokokkusblasen). S. Lemery. Dissert. sur la nourriture des os. Paris et Leyde. 1709. Holländisch bei Deventer Tractatus de ossium morbis. Leid. 1739. Deutsch Dresden 1739. Mit drei Briefen de generatione vermium (deren erster von 1703; vgl. bei Andry). Gegen die vermeintlichen Bandwurmeier des Andry (nach Rudolphi). — Echinokokkeusack mit zum grossen Theile verkalkten Blasen am Bauche einer Nonne. Hist. de l'Academie R. des Sciences, annee 170. Paris. 1732. p. 36 (nach Davaine). .^iidolplie. Description d'un ver Tenia. Hist. de l'Academie R. des Sciences, annee 1709. Paris 1733. p. 29. Ein Bruchstück. G. nennt ventre, Leibeshöhle, einen Theil eines Bandwurmgliedes, welcher die Ein- geweide einschliesst, und drückte vermeintliche Eingeweide heraus. Er sah abwechselnde Oeffnungen am Rande, von welchen ein Kanal ein- wärts verlief; bezweifelte, dass dieser eine Trachee sei, wofür Andry ihn Acltcre Quellen. -jy gebalten hatte. Das Glied sei fast nur eine Haut, welche ein Muskel mit gekreuzten Fasern sei. G. war ungewiss , ob die cucurbitaires wirklich von einer Taenia herrührten, ob sie überhaupt lebten, ob sie einer anderen Art angehörten. Er erwog die Frage der Erblichkeit, da der Vater des Patienten auch einen Bandwurm gehabt habe (die Lebensgewohnheiten und damit die Ansteckungsgefahren sind es, welche von den Eltern auf die Kinder übergehen). Man habe Bandwürmer von K398" Länge ge- sehen. Vielleicht erreichten sie diese Grösse nur im chylus und würden, wo frei lebend, nicht erkannt. Joli. Leoiili. Frisch. De mustelae fluviatilis rapacitate et de taeniis in stomacho hujus piscis. Miscellanea Berolinensia ad incrementam seientiarum ex scriptis Societ. Reg. Seientiar. edita. Fand im Magen sechs Stück bis zu 4' Länge neben kleinen in den Appendices pyloricae. Hat die Theorie, dass die Tünien mit dem hinteren Theile, wo die Geschlechtsorgane liegen sollten, einander umfassen könnten ; so seien, da dieser Fisch ohne Zweifel mehrere seines Gleichen verschluckt habe, deren Tänien bei ihm verblieben und deren Menge sei so zu erklären. — Continiiatio IL Bero- lini 1727. p. 42. De taeniis in anserum intestinis. Er hatte sie schon 1710 gefunden nnd kurirte sie mit Salvia und Hyssopum. — De taeniis in piscibus. ibid. p. 43. Besonders in Alburnus (Güster), auch im Karpfen und Blei, an den Pseudobranchien. — Vestigia generationis taeniarum sive vermium latorum in piscibus et avibus ; unter der Haut oder aus den Blutgefässen der Blauracke. — Item de lumbricis et taeniis in superticie hepatis piscium et murium. p. 44. Die Zeichnung, wenn sie nicht bloss schematisch ist, würde fraglich machen, ob Cysticercus fasciolaris gemeint sei. — Observationes ad anatomiam lumbricorum in visceribus pertinentes, ad confirmaudam hypothesin, Lumbricos in visceribus esse Larvas seu, ut vocant nymphas taeniarum. p. 40. Nennt die Geschlechtsöffnnng und)i- licus und hält die Genitalröhren für junge Tänien. — Ibid. Continuatio III. sive Tom. IV. Berolini 173L p. 392. Obs. de lumbricis in locustis (ge- funden 1727). Ibid. p. 393. Ausserdem Dipterenlarven. Glaubt, dass sie sich in die Haut bohren, oder ihre Eier anlegen, betrachtet sie also gleich verschiedenen parasitischen Insekten. Fand viele grössere und kleinere Würmer in der Erde. — Obs. de taeniis in pisciculo aeu- leato, qui Sticherling vocatur. Ibid. p. 395. — Obs. de taenia capitata. Ibid. Contin. V. sive tom. VI. p. 121. 1740. Aus Cobitis aculeata sive Lampreta minor, Bitzker, fusslaug. — De taeniis, quae in jecore piscium inveniuntur, imprimis vero in Lucio pisce. Ibid. p. 129. Auch Lumbrici in der Leber von Alburnus, welche im Wasser die Eingeweide ausstiesseu, diese für Tänien gehalten. Auch vom Wurm in der 8chaflcbcr und der Möglichkeit, dass Menschen ähnlich behaftet seien. — Beschreibung von allerlei Insekten in Deutschland, nebst nützlichen Anmerkungen und nöthigen Abbildungen von diesem kriechenden und fliegenden inländischen Gewürme. 1720. I. und IL in neuer Auflage 17G6 und 1753. Nahm leb- haft Antheil an der Zutheilung der Maden zu den Insekten, unter anderen 7^ AViirmer. bei Gastrus und Oestrus. — In den Phjsikal. ii. Medizin. Abhandlungen der Kön. Akad. d. W. zu Berlin, übersetzt von J. L. C. Mümler stehen die Aufsätze von Frisch wie folgt: I. 1781. p. 155. Von Bandwürmern in den Gedärmen der Gänse. — p. 156. Von Bandwürmern in den Fischen. — p. 158. Spuren der Erzeugung der Bandwürmer in Fischen und V()geln, wie auch von den Spulwürmern in der Oberfläche der Leber der Fische und Mäuse. — p. 161. Beobachtung zur genaueren Kenntniss der Spuhl- würmer, zum Beweis der Hypothese, dass diese bloss Larven oder Nym- phen der Bandwürmer sind. — p. 460. Von Spuhlwürmern in Heuschrecken. — II. 1781. p. 127. Von der Gefrässigkeit des Flusswiesels (Mustela fluviatilis) und von den im Magen dieses Fisches gefundenen Bandwürmern. — p. 129. Von dem Bandwurme in einem gewissen stachlichten Fische, der in der Mark Brandenburg Stichcrling genannt wird. — p. 421. Von dem Bandwurrae mit dem Kopfe, Taenia capitata. — p. 432. Von den Bandwürmern in der Leber der Fische, vorzüglich des Hechtes, Joli. Tauber. Dissert. de lumbricis. Lugd. Batav. 1714 (nach Bibl. Modeer). Dan. Clerieiis (Ledere). Historia naturalis et medica latorum lumbricorum intra hominem et alia animalium nascentium ex variis autori- bus et propriis observationibus; acccssit de ceteris (piotjue hominum ver- mibus etc. Genevae. 1715 (nach Bibl. Modeer und Rudolphi). 1711 (nach Davaine). — A natural and medical history of worms, bred in the bodies of man and other animals. London. 1721. Ein Schatz für die wörtliche Anführung älterer Autoren. Griiillaimic Dami)ier. Supplement du Voyage autour du Monde. Ronen. 1715. T. III. p. 340 (nach Davaine). Das gewöhnliche Vorkommen der Filaria medinensis auf Curacao. Godofr. David. Mayerus. Bulimia periodica ex verme. Ac. C. L. nat. cur. Ephemerid. Cent. 3. et 4. Norimbergae. 1715. obs. 140. p. 318. Laurent. Heisterus. Vermes in columbis singulares. Ibid. obs. 196. p. 467. Fadenwürmer im Magen, kleinfingerlang, angeblich Todesursache. Kur mit Quecksilber im Trinkwasser erfolgreich. — De lumbricis in cavo abdominis repertis, intestinisque ab iis perforatis. Norimb. Ephemer. 1727. obs. 172. p. 391. Christ. Gottliard. IVilliscIi. De vermibus, mira symptomata exci- tantibus, et praesertim de verme per umbilicura excreto (Spulwurm, zwei Spannen lang). Il)id. Cent. 5. et 6. Norimbergae 1717. obs. 48. p. 70. Joli. Greorg-, Hoyer. De serpente ex puella depulsa. Ephemerid. Ibid. Obs. 72. p. 330. Will die einem Kinde abgegangene, eine halbe Elle lange Schlange ein Paar Monate lebend bewahrt haben. — obs. 73. p. 332. De duobus vermibus articulatis in qualibet ani depositione articulum certum, ascaridibus vivis plenum, demittentibus. Einem Kantor seien zwei 6 — 8 Spannen lange, bandwurmähnlich gegliederte Würmer abgegangen, deren Glieder jedes mit in drei Reihen geordneten Askariden (? Oxyuriden) gefüllt gewesen sei. Wahrscheinlich ein Schleimstreifen, vielleicht ab- Aeitcrc Qacilcn. ^g gestorbene Bandwürmer mit anhaftenden Oxyuriden. — De raris et curiosis in anatomicis variorum cadaverum seetionibus repertis. Acta pbys. med. V. Norimbergae. 1740. Obs. 68. p. 251). In alio (puero), siniiliter pro fasciato declarato, lumbricorum incredibilis copia notata fuit, ita quidcni, ut in- testina ab apice ad calcem uscpie, seu a gula et oesopliago iis(iue ad in- testinum rectum, iisdcm referta essent, ipsaque intestina tenuia ab ingratis istis hospitibus perforata deprehenderentur, simulque dimidia lumbricorum pars intra intestinum conspiceretur. Er glaubt, die Würmer seien vor dem Elixirium proprietatis Paracelsi aus dem Darm geflüchtet. Polyc. Grottl. Scliacher. Dissert. de taenia respondente Hahn. Lips. 1717. — Panegyris medica. Lips. 1719. Strongylus gigas aus der Hundsniere (nach Rudolphi). — Wohl dasselbe: Programma de lumbricis reuum, maxime caninorum. Lips. 1719 (nach Bibl. Modeer). (x. A. Dem. Dissert. de usu Lumbricorum antispasmodico. Giessae. 1718 (nach Bibl. Modeer). Anonymus. Von Gallenwürmern eines Schafes, die man in den Ductibus hepati-cysticis gefunden. Sammlung von Natur- und Medizin- Geschichten. Breslau. 1718. Sept. 3. p. 694. act. 8 (nach Bibl. Modeer). Matlmrin de Lignac. Diss. sur la gencration des Insectes dans le Corps. Journal des Scavants. 1718. p. 576 (nach Bibl. Modeer). ßud. H. Runge. Dissert. de vermium genesi in corpore humano. Bremae. 1719 (nach Bibl. Modeer). Ilouaut. Echinokokkentumor am Vorderarme einer Frau nach acht- zehumonatlichem Wachsthum mit etwa 200 Cysten von 2—4'" Durch- messer; für verhärtete Drüsen gehalten; operirt von Sievert. Ilist. de l'Acad. R. des sciencos. 1717. Paris. 1719. p. 27. Moranrt. Extraktion des Sackes einer encystirten Hydropsie bei einem Invaliden. Ibid. 1718. Paris. 1741. p. 27. und 179. Paris. 1721. p. 38. An der Leber; scheint kein Cysticercus oder Echinococcus ge- wesen zu sein; Sektion. — Observations sur des sacs membraneux pleins d'Hydatides sans uombre, attaches a plusieurs visceres du bas ventre, et decouverts par l'ouverture d'un cadavre. Ibid. 1722. Paris. 1724. Mcmoires. p. 158. — Sur la formation des Hydatides. Beschreibung von Blasen, welche mindestens zum Theil Echinokokkusblasen waren, mit Theorie von deren Entstehung aus Abschnitten der Lymphgefässe zwischen den Klappen, wobei die Zahl der Hüllen bestimmt werde durch die Zahl der auf die einzelne Hydatide fallenden Klappen, und mit Bekämi)fung der Theorie von deren Entstehung aus Drüsen. Versuche, den llydatiden- inhalt gerinnen zu machen. Continuation an. 1723. p. 23. — Observatmns sur l'anatomie de la sangsue, premier memoire. Ibid. 1739. Paris 1741. Memoires. p. 189. Johan. Linders. Tanckar om Matkar och Skrijdfää i Mcnniskiaus Kropp. Stockholm. 1718. Betrachtung der Eingeweidewürmer des Men- schen nach den Regionen des Körpers. Die Dracunculi heissen Dralc- matkar. 80 Würmer. Joli. Ad. luilmiis. Von Gallenwürmern bei Scliweinen. Sammlung von Natur- und Medizin- Geschichten u. s. w. Breslau. Sect. X. 1719. p. 596. — Phocae Anatome. Acta physico-medica Acad. Caes. Leop. . ., exhibentia Ephemerides. I. Norimbergae. 1727. Obs. 5. p. 11. Sehr feine lebende Würmer im Magen des Seehundes, Sani. Steiirliiiiis. Scabies humida vermicularis, chronica difficulter curabilis, domestico (Kuhmist) curatur. Ephemerid. Cent. 7. Norimb. 1719. Obs. 22. p. 49, . . . expulsis per urinam et scabiem tenuioribus instar tila- mentorum vermiculis, demonstratis iisdem in vase vitreo .... similes ver- miculi observati in variolis diu in cutis superficie haerentibus. Herrn. IVerii. Eiigell)ert de Westlioyen. Mulier, iutestino in regione hypogastrica lumbricorum immanitate peri'orato, plane perfectaque sanata. Ibid. Cent. 8. Obs. 7. p. 263. Vit. Riedliiuis. Vomitu rejecta. Ephemerid. Ibid. Obs. 25. p. 290. Eine Frau mit geschwollenem Leib und geschwollenen Füssen entleerte durch Erbrechen mit Blut in Zwischenräumen vier- bis fünfmal Blasen mit Blut gefüllt, bis zur Grösse von Hühnereiern und den Uterinmoleu ähnlich. Trotz angeblich sehr dienlicher Behandlung mit Eisen starb sie unter Vermehrung der Leibesanschwellung. El. Camerarius. Mira vermium foecunditas. Ibid. obs. 43. p. 317. Eine Bäuerin entleerte in bis dahin acht Monaten täglich 15 — 20 und mehr Bandwurmglieder, eine andere 15 Ellen auf einmal. Theodor. Zwiiigerus. De cardialgia hirudinosa. Ephemer, cent. VII. Norimbergae. 1719. obs. 25. p. 59. Ein armer, verkommener Müller, nach unvorsichtigem Trinken mehrere Monate mit heftigen, wechselnden Magen- schmerzen geplagt, brach auf Brechmittel fünf Blutegel bis zu Finger- länge und etwa ein Pfund frischen Blutes aus und genas. Joli. Jaeol). Dilleiiius. De hirudinibus et duobus papilionibus. Ibid. centur. VIII. Norimbergae. 1719. obs. 57. p. 338. Insecta apoda (ni ad serpentium genus cuidam referre placent, cui, si vera est, Strabo- niana assertio favere posset, de hirudinibus in Mauritaniae quodam flumine septenorum cubitorum, quibus perforata sit gula, per quam spirent, et Omnibus foramen exile in medio, ab ore et alvo unus continuus ductus. Wie es scheint, eine der Geschichten, zu welchen Blutegel, Neunaugen und Haie zusammen gewirkt haben, s. o. p. 5). Anatomie, Lebensweise, Gebrauch. Ihm ist auch der Vorschlag bekannt, die Blutegel hinten abzu- schneiden, um sie ausgiebiger saugen lassen zu können. Das Blut aber, meint er, fliesse ohnehin hinlänglich nach. Die verschiedenen Arten von Blutegeln, Morand fand des Dillenius Beschreibung des Blutegels minder korrekt als die von Poupart. Heiir. Iluyscli. Observationes de abditis hominum brutornmque peregriuis, vermibus, aliisque animalibus, aut eorum partibus. um 1720 (nach Bibl. Modeer). A eitere Quellen. j;;;i M. B. Valentin. Amphitheati-ura zootoinicum, tabiilis neueis ex- Inbens historiam animalium anatomieam; Fraucof. et Gissae. 1720. 1742. inter alia Anatome lurabrici terrestris (nach Bibl. Modeer). Joh. Sjilzmiinnus. Diss. de verme naribiis exciisso. Argentor. 1721 (Citat uaob J. IS. Albrecbt). J. F. de Pr^''. Disputatio tractans Millepedes, Formicas et Lum- brieos terrestres, qiiarum usimi haec insecta habeaut in Mediziua. Erfordiae. 1722. * Joh. Thorpe. Hydatidum iugeuti copia iii abdomiue repertorimi bistoi-ia. Phil. Tiansact. vol. 33. ibr 1722—1723. Loudoo. 1724. No. 370. p. 17. 7000 — 8000 Blasen verschiedeuer Grösse bei Barou von Peiiteridder glücklich durch Einschnitt entleert. E. H. Wedeliiis. Dissertatio de vennibns, respoud. Linduer. Jenae. 1724. Heriii. Boerliaave. Aphorism. de cur. etc. Verscliiednes über Wür- mer, [I. a. Aphorism. 1134. p. 270. Lugd. Batav. 1728, dass die Hunds- wutb von den Würmern in den Nieren (Strongylus gigas) komme. Dan. Turner. Tvvo cases of insects voided by the urinary species. Pbilos. Trausact. vol. 33. for 1724—25. London. 1726. No. 3.41. p. 410. Der erste, ein 4" langer Spulwurm aus der HainriUire eines IG Monate alten Knaben genommen. Der andere, vermuthlich eine Insekteularve mit rothem, hartem Koptschild und gegabeltem Schwanz. Petit. Sur le Dragonneau, Histoire de l'Acad. R. des sciences 1724. Paris. 1721". p. 23. Nach Allem was er gesehen habe, müsse er annehmen, die Griechen, Ptömer und späteren Reisenden hätten etwas, was ebenso wenig organisirt sei als die Polypen im Herzen und in den Gelassen, für einen Wurm angesehen, und es sei der Dragonneau ebensowohl für die warmen, als für unsere Klimate zu bezweifeln. Observationes anatomicae. I. Turaores vesiculosi. Commentarii Aca- demiae scieutiarum Imper. Petropolitanae Tom. I. ad ann. 172(). Petro- poli. 1728. p. 379 und ad an. 1728. Petrop. 1732. p. 277. IV. Physi- kalische und medizin. Abhandlungen der k. Akademie d. Wiss. in Peters- burg; a. d. Latein, übersetzt von J. L. C. Mümler. 1. Riga. 1782. p. 391. Im ersten Falle eine Echinokokkusgeschwulst der Leber mit Blasen von Grösse der Erbsen bis zu der der Taubeneier, ül)er 9000 Stück; im zweiten Falle eine solche Geschwulst an den Fallopischen Rühren einer Frau. Joan. Boeelerus. Ad exteros medicos epistola. Strassbni-g. 172ft. Daraus Extract of two uncommon cases of tumours of the abdomeu. Philos. Trausact. vol. 35. for 1727-1728. London. 1729. No. 405. Davon betrifft der zweite Bericht (p. 564) einen Tumor von C Pfand mit zahl- reichen Hydatiden, starker Peritonealverdickung und 5() Strassburger Pinten Flüssigkeit im Leibe. Cornel. Stalpart van der Wiel. Observationumrariomm mcdica- rum, anatomicarum, chirurgicarum ceutnriae. Leidae. 1727. In j)ast. ccut. Broiui, Klassen des Thier-Reichs. IV. 1. 82 Würmer. obs. 29. De vermibus ex utero prodeimtibus (nach Bibl. Modeer). — Ob- servations rares de Medecine etc. Paris. 1758. p. 302. obs. 29. Eine Hebamme sah eineu eine Viertelelle langen Wurm längs des Nabelstrangs des Neugeborenen eingehüllt und einen kleinen in der Placenta. Waren wohl nur Pfropfe von Blutgerinnseln in den Gefässen. Christ, Mich. Adolphiis. Vermes ordinario luem veneream comi- tantes. Act. phys. med. I. Norimbergae. 1727. obs. 242. p. 549. — Vermes referri possunt ad morbos epidemios. Acad. Caes. Leop. Ephemerid. etc. Cent. 3. et 4. Norimbergae 1715. obs. 99. p. 229. Die Würmer seien häufig bei Westwinden und warmer, feuchter Luft. Joh. Melch. Verdries. Exercitatio de pullitie verminosa in primis viis nidulante. resp. Rencker. Giessae. 1728 (nach Bibl. Modeer). Deslaiules. Observations sur nne espece de ver singnliere, lettre ä Mr. de Reaumur. Plist. de l'Academie des sciences avec les memoires de mathematique et de physique. 1728. Paris. 1753. Memoires. p. 401. Auf dem Boden eines Schiffes, welches von der grand banc ('? Neufundland) kam, fand sich eine grosse Menge Röhrenwürmer von 2 — 3' Länge, mit der Scheide 4 — b'", ohne sie 1 — 2"' dick, angesiedelt, die Scheide wie weiches Leder, die Würmer mit einem schirmartigeu „Fuss" (d. i. Kopf- schirm). Jae. Tlicod. Klein. An anatomical description of worms, found in the kidneys ofwolves. Philos. Transact. vol. 36. for 1729 — 1730. London 1731. No. 413. p. 2G9. Von Seewald in Ostpreussen 1726, zwei Männ- chen und ein Weibchen des Strongylus gigas. Von jenem der Kopu- lationsapparat geschildert, von diesen eine unglaubliche Menge von Eiern. — Descrizione anatomica di alcuui vermi trovati ne reni de lupi in una lettere al Cavaliere Haus Sloane. Saggio delle transazioni filos. d. Soc. Regia. . . . 1720—1730. tradotte dall idiome inglese. V. Napoli. 1784. p. 64. — Historiae piscium naturalis Missus I. Gedan. 1740. p. 27. Würmer aus der Trommelhöhle des Braunfisches mit Abbildung. — Tentamen her- petologiae. Leidae et Gottingae. 1754. Die Klassen der Würmer: Lum- bricus corpore tereti, Taenia corpore longissirao articulato, Hirudo ventre sessili, cauda terete. — Herpetologiae tentamen, cum perpetuo coramen- tario: Accessit J. A. Ungeri Obs. de Taeniis, latine reddita cum dubiis circa eandem. Ibidem 1755. Ordo I. Anguis. Ordo H. p. 58. Vermis; Lumbricus terrestris, aquaticus, animalium ; Taenia ; Hirudo ; mit den ana- tomischen Abbildungen des Strongylus gigas nach der erst genannten Schrift. Klein theilte Wirbelthiere und Wirbellose zusammen ein in Pedata und Apoda. Dabei kamen die Reptiha nuda (Lumbrica und Li- maces), membranacea (Angues), testacea (conchae, tubuli, echini) unter die Apoda, zu welchen auch gehörten Pinnata (Cetacea und Branchiales), Radiata und Anomalia. — Descriptiones tubulorum marinorum. Gedani et Lipsiae. 1783. p. 16. Tubuli marini. gen. I. Penicilli. gen. IL Dentales, gen. III. Solen etc. — Untersuchung unterschiedlicher Meinungen von dem Herkommen und der Fortpflanzung der im menschlichen Körper be- Aeltere Quellen. oo findlichen Würmer. Hamburgisches Magazin XVIII. 1. Stück. 1757. p. 19. Seien dem Menschen nach dem Sündenfall zugekommen, ihm eio-enthüm- lich, wie die Läuse, fänden sich nicht in anderen Thieren, kämen auch nicht anderswoher. Eine Generatio aequivoca sei nicht zulässig. Er wisse aber nicht die Schwierigkeit zu lösen. J. L. Aron. Dissert. de lumbricis. Trajecti. 1728 (nach Bibl. Modeer). Stepli. Coulet. Disputatio medica de Ascaridibus et Lumbrico lato, in quo historia naturalis, cum ascaridum, tum coaduuationis eorum ad quascunque lumbrici lati species, de quibus hactenus disceptarunt, con- ficiendas omnes hac de re controversiae simplicissimo omnium systemate penitus tandem derimuntur. Lugd. Batav. 1729. Hielt zwar den Band- wurm für ein zusammengesetztes Thier, Hess ihn aber durch Vereinigung der Askariden, i. e. Oxyuriden entstehen, für welche er die Bandwurm- glieder ansah. J. Brul)be. Nachricht was von dem .... Anlegen der Blutegel zu halten sei. Gotha 1729 (nach Bibl. Modeer). Oarciii. Memoirs contaiuing a description of a new family of plants called Oxyoides : some remarks on the family of plants called Musa, and a description of the Hirudinella marina, or Sea-leach. Phil. Transact. 3G. for 1729—1730. London. 1731. No. 415. p. 387. Ein Distoraa aus dem Magen einer Bonite (? Pelamys sarda); insbesondere Beschreibung von dessen Bewegungen. — Dasselbe Hist. de l'Academie Koyale des sciences. annee 1730. Paris. 1732. p. 43. — Comment. liter. Norimberg. 1735. p. 262. Andr. Elias Büclmer. Aphonia, cum diarrhoea cruenta complicata, a vermibus producta. Acta phys. med. H. Norimb. 1730. Obs. 02. p. 145. Die Erscheinungen verschwanden, nachdem ein Spulwurm von l^^ Elle ausgebrochen worden war. .Toll. Cliristoplior. (jötzius. Remedia variorum affectuum varia, usu confirmata, et euporista. Ibid. Obs. 195. XXII. p. 448. Lumbrici. Eine Frau habe ihm erzählt, dass ihr Töchterchen durch einen pulveri- sirten Spulwurm von den Würmern befreit worden sei. Pachelbel de Gehag, Stadtarzt von Wunsiedel, habe die gelben Eüben als vortreff- liches Anthelminthicum bewährt gefunden. — Inflamraatio tibiae ab hiru- dinibus igne crematis. Ibid. Obs. 197. p. 454. Ein Mann hatte den au seinem Schienbeine vollgesogenen Blutegel ins Feuer geworfen. Soiort hatte das Bein geschmerzt, war roth und dick geworden. Als der Mann die Asche in fliessendes Wasser warf, erloschen alsbald die Erscheinungen. Petrus Naiiiüus. De glandularum strnctura, divisionc, at(iue nsu. De Bononiensi scientiarum et artium instituto at(iue academia comnien- tarii. I. Bouoniae. 1731. p. 131. Die Menge in der Leber gefundener Blasen erregte ihm die Meinung, dass die Leber nur ein Haufen (conge- ries) von Gallenblasen sei. 84 Würiner. Oeoffroy le jeiiiie. Tenia daiis une tauche. Rist, de l'Academie S. des Sciences, annee 1710. Paris. 1732, p. 36. Nicht so gegliedert wie die des Menschen und mit einer Mittelläugsrinne; wohl Ligula. Jo. Jac. Sclieuclizerus. De molis vesiculosis in omaso hovillo, Act. }3hys. med. vol. III. Noriinb. 1733. obs. G5. p. 134. Hydatiden im Ge- sammtgewicht von 53^1.^ Unzen. Alex. Cainerarius. De Hydatidiim copia in steatomate hepatis. Ibid. I. obs. 120. p. 377. Vesicae, figura exacte rotunda, multitudine vel qninquaginta, magnitudine varia, a piso majore ad et ultra ovum colum- binum . . . ova dixisses, sine testa . . . libera; nisi quod eorum aliquot subincludebantiir membranae simili commune. . . . Siehe auch bei Pohlius. Pk. Jac. Weig-aiit. De bubonibus verminosis. Ibid. Obs. 7. p, 39. Beiderseits ein Spulwurm durch einen Bubo ausgetreten. Heilung. Saiii. de Drautli. Dissert. de Animalibus Humanoriim corporum infestis hospitibus. Halae. 1734 (nach Bibl. Modeer). Laiir. 3Iaiieiitus. De vermibus hiimani corporis per urinam excretis. Etwa einen Monat nach heftigen Unterleibserscheiuungeu wurden von einer Frau fünf fadendiinne, iingerlange Würmer mit dem Urin entleert, 7 — 8 Juhre später ein starker Spulwurm. Maloet. Sur des Hidropisies enkistees dans les poumous et daus le foye. Hist. de l'Acad. R. des sciences. annee 1732. Paris. 1735. p. 25. Eine Cyste in -der Leber, eine in jeder Lunge bei einem Invaliden. Die Theorie der Lymphgefässerweiterungen als Quellen von Cysten wird hier dahin modifi/.irt, dass die ausgetretene Lymphe die Häute bilden könne. Die Blasen in der Leber waren gelbgrün. — Genaueres Ibid. Memoires. p. 260. Werlliove. Commerc. litter, 1734. p. 371. Dass einer Frau auf einniRl fünf Bandwürmer abgingen (nach Davaine). Caroli Liimaei etc. Systema Naturae. Lngd. Batav, 1735. Thes. 10. In tubo intestinali hominum tres species animalium occurrunt, lumbrici nempe, Ascarides et Taeniae. Quod lumbricus intestinorum una eadem- que Sit species cum lumbrico terrestri vulgarissimo, monstrat figura omnium partium, Quod Ascarides iidem sunt cum Lumbricis illis minu- tissimiSj in locis palustribusque ubique obviis, ex autopsia clarissime patet, Taenia hucusque pro specie parasitica habita est, quum in hominibus, canibus, piscibus etc. frequentissiine solitaria reperta fuerit, et maximum negotium illis facescat, qui in indaganda geucratione animalium diligentem operam contulerunt. Ego vere in itinere lieuterholmiano-Dalekarlico anno 1734 constitutus in praesentia sei)tem sociorum meorum hanc iuter Ochram acidularem Jaernensem invcni, quod maxime miratus sum; quum aqua acidulari ejusmodi taenias expellere plurimi tentant. Hinc sequitur vermes non oriri ex ovis insectorum, muscarum et similium (quodsi fieret Aeltcrc Quellen. )i,^ nunquam multiplicari possent intra tubum intc!>tinalcm et secundum giadiis metamorphoses perireiit) sed ex ovis vermium praedictornm , iiiia cum aqua bibendo haustis; unde patet medicanienta luscctis adversa non per coDsequens vermes necare. — Unter den Insekten steht bei Scolopendria (pedes 20 et ultra) zwischen Scolopendra terrestris und Julus: Scolopendra marina. Unter VII Vermes: Reptilia nuda (die echten Reptilien stehen unter Amphibia) , artubus destituta mit Gordius, Tuenia, Lumbricus, Hi- rudo, Limax. Unter Gordius stehen: Seta aquatica und Vena Medina; unter Taenia: Lumbricus longus; unter Lumbricus: Intestinum terrae, Lumbricus latus, Ascaris ; unter Hirudo: Sanguisuga. — In der zweiten Abtheilung der Vermes , Testacea, steht bei Dentalium : Tubus vermicu- laris. Die dritte Abtheilung der Vermes sind die Zoophyta. Linne gab also allen Thieren, welche nicht Säuger, Vögel, Reptilien, Fische, Insekten sind, den Namen Würmer, aber er schied die Insektenwürmer, welche Ray noch dabei hatte, aus. C. Liiiiiaei, Naturae Curiosorum Dioscoridis secundi, Systema natu- rae, editio IL Stockholmiae 1740. Regnum animale. p. 62. und 63. Classis V. Insecta. Ordo IV. Aptera. 180. Scolopendra. S. marina. Classis VI. Vermes. Ordo I. Reptilia mula, artubus destituta. 181—185: Gordius, Taenia, Ascaris, Lumbricus, Hirudo. Der Lumbricus latus fällt unter Taenia und L. longus lallt weg. So bleibt unter Lumbricus allein In- testinum terrae. In Ordo 111. Testacea stehen unter Dentalium: Tubus vermicularis und Penis vencris (wahrscheinlich Aspcrgillum). Die Zoo- phyten bilden hier die zweite Ordnung der Würmer (Chaetopoden, nackte Mollusken, Medusen, Echinodcrmen). Die vierte Ordnung sind die Litho- phyten (Madreporen, Serpulaceen u. s. w.). C. Liiiiiaei. Archiatrici Reg., Med. et Bot. Profcss. Upsal. Systcnja naturae. ed. VI. Stockholmiae. 1748. Animale Regnum. Classis VI. Vermes. Ordo I. p. 7L Reptilia 210—215: Gordius (Seta aquatica und Vena medi- nensis), Ascaris (limosae und animales), Lumbricus terrestris, teres,^ maxi- mus, Taenia paludosa, lata, Fasciola (Hirudo-limax, Vermis cucurbitinus), Hirudo sanguisuga und teres. Ordo IL p. 72. Zoophyta: 218 Nereis = Scolopendra marina, Aphrodita = Mus marinus. Ordo HL p. 35. Denta- lium, darunter penicillus (wahrscheinlich Asi)ergillum), tubus vermicularis = Teredo. C. Liimaei, Equitis de Stella polari etc. Systema naturae. Tom. I. edit. X. Holmiae. 1758. p. 639. zu Scolopendra marina, welche noch mit andern Skolopendern unter Insecta aptera steht: in oceano atlantico; cor- pore pallido, linea dorsali ruta. - Class. VI. Vermes. Deren Ordnungen sind Intestina, Mollusca, Testacea, Lithophyta, Zoophyta. Unter den letz- teren steht p. 819. Taenia mit: stirps liber, monilitbrmis aiticulatus, meui- branaceus, articulis intus floriieris; os ad singulum artieuluni propmun, und mit vier Arten. Die Vermes intestina enthalten Gordius aquaticus, argillaceus, medinensis; Furia inlernalis (corpus fililorme, aequale aculeis 86 Würmer. distichis reflexis), Lumbricus terrestris, marinus (Arenicola), A^caris vermi- cularis, welche auch beim Pferde und im Süsswasser in faulenden Pflanzen- wurzeln vorkommen sollte, und lumbricoides, Fasciola hepatica, welche er nicht minder im ISiisswasser gesehen haben wollte (etwa Plajiaria torva), und intestinalis (Ligula), Hirudo mit acht Arten, Myxine und Teredo. Unter Vernies mollusca stehen Nereis mit fünf Arten, unter welchen Nais, Aphrodite und Priapus mit je zwei Arten. Unter den Testacea bildet den Schluss Serpuia mit vierzehn Arten. C. V. Liniie. Vom Bandwurme. Auserlesene Abhandlungen aus der Naturgeschichte, Physik und Arzneiwdssenschaft. Nach den Amoenitates (Diss. de taenia. Amoen. academic. II. 1762), übersetzt von E. J. T. H. II. Theil. III. p. 101 tf. Ausbrechen von Fliegenmaden ; Eintheilung der Klasse der Würmer nach Systema naturae ed. 6 ; kürzere Bemerkungen über „kriechende Würmer" (Gordins, Ascaris, Lumbricus, Fasciola, Hi- rudo) in den Därmen , wobei Spulwürmer Oxyuris sind, und Regenwurm und Ascaris lumbricoides zusammengeworfen werden. Dann von Band- würmern, von Taenia solium, welche, wie er meint, durch postobitale Veränderung, auch in einer magereren Gestalt erscheine, sprossend wie Sternkorallen, deren abgetrennte Glieder die Vermes cucurbitini sind, von Taenia vulgaris, i. e. Bothriocephalus (nach Leuckart B. latus, nach Grassi B. cordatus Leuckart), von Taenia lata, besonders beim Hunde, i. e. y Taenia serrata, von Taenia canina, i. e. cucumerina, auch beimMenscheu. Auffassung der Geschlechtsöffnuugeu als Mäuler, des Penis als Schnabel, Leugnung des Kopfes. Reiche Berücksichtigung- der Quellen, welche von uns meistens schon aufgeführt sind. Für Fasciola intestinalis, i, e. Ligula und V ein Bothriocephalidc, noch Fauna suecica 1268 (Taenia continua), Spöring, Acta Stockholm. 1747. p. 108, Plater, Prax. p. 993. Fasciola hepatica p. 112. im Magen des Stichlings und eine Elle lang im Brachsen. Zu T. solium Fauna suecica 1267, Plater prax. 993. Vermes cucurbitini, Bewerus Thes. 202. Zu T. vulgaris Fauna suec. 1266. Zu T. canina Ruysch obs. 84, Spöring, Acta Stockh. 1747. tab. 5. flg. a, — p, 128. Der Bandwurm ist gleich einem sprossenden Polyp. — p. 129. Er ist aus vielen zusammengesetzt, ein Pflanzenthier. Mit dem vereinzelten Vor- kommen (solium) habe es seine Richtigkeit. — p. 132. Die Kürbiswürmer wüchsen zu Bandwürmern an. Ueber das Vorkommen bei säugenden Kindern. Die Angabe des Hippocrates (De morb. lib. 4) über das Vorkonmien mit dem Meconium nach Mittheilung von Wehmüttern von Spigelius nach den Angaben derer in Italien und Deutschland be- zweifelt. — p. 133. Der Fund von Bandwürmern im Sumpfe bei Jerua auf der dalekarlischen Reise (s. o.). Es waren das nach Steenstrup (Overs. Kongl. Danske vidensk. selsk. forhandl. 1857. p. 166. übers. Hallische Jahrbücher für die gesammten Naturwissenschaften. 1859. 14. p. 475) aus Stichlingen ausgebrochene Schistocephalus solidus. Ebenso nach Me- nanders Diss. de Satagundia p, 29 im Sumpfe Pispala. Doch leugnet L. Aeltere Quelleu. . o^ p. 134 das Eierlegen nicht. Citate für das Aneiuauderlcgeu von Theilehen zu Organen und Tliieren, Verdeil, Bern. Magazin 1. St. I. p. 215, AI binus, Taddaeiis, Savonarola, Alex. Beucdictiis, Coule't. — p. 135. Das Aneinanderhängen der den Kürbiskerueu oder Spulwürmern verglichenen Theile. — p. 136. Das Wachsthum am dünnen Theile. — p. 137. Die Häufigkeit des Vorkommens an der See und an Flüssen. — p. 138. Berührung der Heilmittel. Das Gummiguttä als Ingredienz des Purgirmittels der Frau Nouffer u. a. C. Liime. Oratio de necessitate peregrinationiim intra patriam, ejusque elenchus animalium per Sueciam observatorum. Lugd. Bat. 1743. In Class. V. Insecta. Ordo IV. Aptera: 1. Scolopendra marina Raj. Ins. 44. In Class. VI. Vermes. Ordo I. Reptilia: Gordius (Seta aquatica Merr. Pin. 207), Taenia (Verniis in homine cucurbitinus Merr. Pin. 2ü(i), Lum- bricus (1. L. terrestris minor Kaj. Ins.; 2« L. major Raj. Ins. 1; 2ß L. intestinorum teres Raj. Ins. 2). — 2. Ascarides Medic, Hirudo (H. san- guisuga Merr. Pin. 207); endlich Limax. C. V. Liiiiic (von Juni 1763 an steht das „von''). Musaeum Seren. Reginae Ludovicae Ulricae etc., in quo auimalia rariora exotica, impriuiis insecta et conchilia describuutur et deuominantur. Holmiae. 1764. IL Testa- cea von III. Mollusca getrennt. Unter jenen Serpula; unter diesen nur Echinus und Asterias. Diese beiden bilden hingegen bei A. Seyler, Syst. Verzeichniss der Seyler'schen Naturaliensammlung (Kempten 1810) allein die Crustacea. Aehnlich hat sich der Begriff der Mollusca und der Helminthes verschoben. Caroli a Liiiiic Systema naturae. Tom. I. pars 2. editio XII rcibr- mata. Holmiae 1767. Classis VI. Die Vermes enthalten hier Tardigrada, Imperfecta und die fünf Ordnungen der elften Ausgabe: Intestina, Mol- lusca (nuda), Testacea (mollusca domiporta), Lithophyta, Zoophyta. In Betreff' der „Autores" sagt er, Intestinorum vix uUi, molluscorum praeter Bohadschium pauci. p. 1075. Intestina, corpus filiforme, aequale, leve. Gordius, mit aquaticus, argillaceus, mediuensis, marinus, i. e. Filaria aus dem Häring, und lacustris; Ascaris, die zwei gemeinen Rundwürmer des Menschen ; Lumbricus terrestris und, nach Bellon, marinus ; Fasciola hepa- tica, intestinalis, barbata (welch letztere, wie Bloch gezeigt, Echino- rhynchus ist); Sipunculus nudus, i. e. macrorhynchoterus (steht macro- rhynchopterus) Rondelet 2. und saccatus, i. e. macrorhynchoterus 1., welcher von einer häutigen Membran eingeschlossen sei; Hirudo indica, medicinalis, sanguisuga, octoculata, stagnalis, complanata, heteroclita, gco- metra, miiricata; endlich Myxine glutinosa. Lumbricus, Sipunculus, Fas- ciola sind Pertusa laterali poro, die übrigen Imperforata, poro latorali nullo. Unter Mollusca p. 1084. als fünfte Abtheiluug, ore antico, corpore pedato Aphrodite mit vier, Nereis mit elf Arten. Serpula und SabcUa, getrennt durch Teredo, folgen am Ende der Testacea. Die Empfindung der Verwandtschaft mit den nackten Anneliden kommt etwas zum Aus- druck durch Zusätze, bei Serpula: auimal Sabella; bei Sabella: ammal gg AVürmer. Xereis; und bei »Sabtlla nlveolata: geiiiis hoc niulta habet conimunia cum Nereidibus. Taenia und Furia stehen bei den Zoophyta loconiotiva. Die Arten sind bei Serpula auf sechzehn , bei Sabella auf sieben vermehrt. — p. lo2ß. Chaos redivivum, die wiederauflebenden Weizcnälchen. Auserlesene Abhandlungen aus der Naturgeschichte, Physik und Arz- nciwissensehaft (nach den Amoenitates) übersetzt von E. J. T. H. Leipzig. 11. 1777. p. 126. Anmerkung. Planarieu als veimeintlich freie Fasciola hepatica. — Om Gordius Medinensis. Vetensk. Acad. Handlingar. 1768. p. 147. Der König habe ihm einen solchen gezeigt, von blasser Farbe, der eben lebend bei Gothenburg gefangen worden sei. War selbstver- ständlich keine Filaria Medinensis. C. a Liiiiie, equitis aurati de Stella polari archiatrici Regii etc. Systema naturae. Editio XIII., cura Jo. Fr. Gnielin. Lipsiae 1788. T. I. P. VI. Ciass. VI. Vermes. I. Intestina, animalia simplicia, nuda, artubus destituta. 1. intra alia animalia degentia, oculis nuUis: Ascaris, Tricho- cephalus, Filaria, IScolex, Ligula, Linguatula, welche nicht hierher gehört, Strongylus, Echinorhynchus mit 48 Arten, Haeruca, Cucullanus, Caryo- phyllaeus, Fasciola mit 39 Arten, Taenia mit 36 Arten, Furia und ! Myxine. Die verschiedenen Nematoden haben zusammen etwa 120 Arten. 2. extra alia animalia habitantia — poro laterali nullo: Gordius, Hirudo — poro laterali pertusa: Lumbricus, Sipunculus, Plauaria. Ausser diesen Intestina enthalten die Vermes noch Mollusca, Testacea, Zoophyta, Infusoria. Unter II. Mollusca ore antico — corpore tentaculis anterius cincto: Terebella — corpore pcdato : Aphrodita , Amphitrite, .Spio, Nereis, Nais. Unter III. Testacea sine spirula regulari : Serpula und Sabella. Die Gattungen frei lebender und Röhreuwiirmer enthalten zusammen bereits mehr als 250 Arten. Unter V. Infusoria stehen das Räderthier Brachionus, Frucht-, Kleister-, Essig- und Mcernematoden, Vibrio anguillula, aceti, glutinis, marinus und Cercaria. — Linne leitet wie Martin in den Abhaudl. d. Schwedischen Akademie. XXII. p. 301. die Lepra von den Fadenwürmern oder Gordii ab, welche man häutig in den Fischen findet. Amoenitates academicae VII. Holmiac. 1761). J. Beckmann Physikal. Oekonom. Bibl. I. 1770. p. 200. Beckmann fand deren selbst in Häringen. Hannoversches Magazin 1769. p. 666. S. Kurze Nachricht von verschiedenen Würmern bey den Austern und ihren Eigenschaften. Nach Recueil de differens traitez de physique et d'histoires naturelles par Mr. Deslandes. Bruxelles. 1736. p. 208. Ham- burgisches Magazin. XIX. St. 1757, p. 444. klein, röthlich. Auch noch weisse glänzende Würmer, welche mau erst blosslegcn muss und welche leuchten. Joli. Sel)ast. All)reelitiis. De lumbricis teretibus, tribus divcrsis e locis incongrnis excretis. Act. phys. med. IV. Norimb. 1737. Obs. 51. p. 158. Erzählt von einem einem Kinde durch die Nase abgegangenen Spulwurm (sine dubio ex ventriculo progressus), welchen die Mutter als aus dem Hirn kommend ansah, nicht anders glaubend, als dass er dasselbe Aeltere Quellen. g9 gäuzlich verzehrt habe. Er demonstrirle ihr die Unmöglichkeit am Schädel und Hess den Wurm herausziehen. Zugleich Fälle von Wurmabszessen am Nabel und in der Leistengegend. — Motus spasmodici vagi, vulgo die Kriebel- und Krabelkrankheit, observati in puero 10 annorum a vcr- mibus. Ibid. VII. Norimb. 1744. obs. 104. p. 368. Behandlung mit Mer- curius dulcis und Jalnppa. — De lumbricite elegantissimo. Act. phys. med. VI. Norimb. 1742. obs. 30. p. 116. Er besitze kleine verschlungene Lum- briziten, wie sie in der Erde sich zu bewegen scheinen, aus deul Pappen- heimer weissen, spaltbaren Steine (Uberraanshofer Steinbruch). Butt- nerus, Ruder, diluvii testibus p. 226. § 136 habe sie bei Querfurth beob- achtet. Die hier dargestellten fand er bei Lautera im Orlassgraben. Biircli. Dax. Mauehart. Diss. de Lumbricis teretibus in ductu pau- creatico repertis. Tubing. 1738 (nach Bibl. Modeer). D. Riieker. Obs. de diagnosi vermium intestinorum Comm. litt. Norimb. 1741. p. 330 (nach Bibl. Modeer). J. B. Bianclii. De naturali in humano corpore vitiosa morbosaque generatione historia. Aug. Taurinorum 1741. Der dritte Theil handelt von der generatio morbosa oder verminosa. Die Würmer leben in oder ausser dem Nahrungskanal. Die ersteren sind theils natürlich, theils krankhaft. Die Tänien seien vielleicht Monstra der runden Würmer. Nach Davaine p. 339. ein Fall von AVurndvnoten an den Bronchien eines Mönches. F. E. Bruckmaim. De vermibus, quibus Helgolandi ad piscalura hamatilem iitnntur. Comm. litt. Norimb. 1742. p. 38 (Bibl. Modeer). H. P. Jiicli. Dissertatio de Lumbricis terrestribus eorumque usu medico. Erfurti 1742 (nach Bibl. Modeer). Ch. Boimet. An abstract of some new observations upon insccts, letter to Sir Hans Sloane, translated. Philos. Transact. vol. 42. for the years 1742—43. London. 1744. No. 470. p. 468. Eine Naide; Beob- achtung des grossen Blutgefässes, seiner Kontraktion und seiner Zweige. Künstliche Theilung. Durch einen parasitischen Nematoden Acranlasste Annahme der Viviparität (p. 482). Wahrnehmung der Borsten u. s. w. — Traite d'Insectologie. Paris. 1745. I. Naturae scala, nach Job. Hermann Tabula affinitatum animaHum. Argentorati (1783). p. H. Immer mit Hauptpunkten und Uebergängen: Serpentes, Limaces, Helices, C o n c h y 1 i a, Serpulae et Sabellae, Tiueae, I n s e c t a , Gallinsecta, Taenia, Polypi, Medusae, Mimosa sensitiva, Plantae u. s. f. — Abhandlungen aus der Insektologie von Bonnet und anderen Naturforschern. Aus dem Französ. mit einigen Zusätzen von Job. Aug. Ephr. Goeze. Halle 1773. Die Würmer bilden den Anfang, und es sind die Beobachtungen über die Tänie hierhin übergegangen. — Considcrations sur les corps organises. I. Amsterdam. 1762. Cap. V. Nouvelles refiexious sur les germes et sur Toeconomic organique. 72. p. 50. Reflexions sur l'origine des vers, be- sonders der Taenia. Anknüpfend an die Fliegen, welche ihre Eier ni die Nase der Schafe und in den Schlund der Hirsche legen, erwartet Bonnet von feineren, eindringenderen, glückhchcren Versuchen den Bc- 90 Wurmer. weis dafür, dass der UrspruDg der Eingeweidewürmer der Menschen der gleiche sei, wie der der anderen Thiere. Er nimmt übrigens an, dass die Tänie leicht aus der Schleie in den Menschen komme, wobei etwa die unsichtbaren Eier mit der Nahrung in die Schleie kämen. Er glaubt im ganzen an die Transmigration, obwohl er sich die Schwierigkeit nicht verhehlt, dass ein im Freien lebendes Thier an den Aufenthalt in Einge- weiden gewöhnt werden solle. — Chap. XI. 204. p. 202. Refutation de l'opinion singuliere de Vallisnieri sur la formatiou du Taenia ou Soli- taire (i. e. die Einheitstheorie) mit Anführung Reaumur's mit einem Briefe vom 17. Aug. 1747, in welchem dieser es nicht für unmöglich hält, dass die vers cucurbitaircs sich zuweilen aneinander hängen möchten. — IL Chap. I. 250. p. 17. Tres petits vers sortis de l'interieur de quel- ques portions du grand Ver (de terre). Er erkannte, dass diese Würm- chen keine jungen Regenwürmer waren; die Schwänze hätten einen flossen- artigen Busch von Haaren gehabt (Gregarineu). Sie schienen aus dem Darm gekommen zu sein und schwammen rasch. — Chap. IV. 310. p. 142. Refu- tation de l'opinion de Mr. de Buffon sur la generation des Vers dans les enfans et sur les generations equivoques. — Chap. VI. Decouvertes micro- scopiques de Mr. Needham, Remarques sur ces decouvertes. 330. p. 210. Les filamens dans la farine du bled uielle, compares aux anguilles de l'eau douce (N. hielt sie aber für Zoophyten). Weitere Bemerkungen über diese Anguilluliden p. 219. — ed. 1862. I. Chap. XL 192. Expe- riences de l'auteur sur des vers aquatiques, qui multiplient comme les polypes de Boutures. Idee de l'orgauisation de ces vers. Regularite de la circulation du sang jusques dans les moindres portions. Echelles des accroissemens des parties coupees. Ver qui repousse successivement douze tetes. p. 187. — 193. Que les vers de terre multiplient aussi de boutures. p. 190. — IL Chap. I. Observations sur la reproduction des vers de terre, sur celle des vers de l'eau douce, et sur la regeneration des pattes de l'Ecrevisse. Hierher 243—251. p. 2—21. — 259-261. p. 34—39. — Daselbst p. 269 auch der Brief Spallanzaui's vom 29. Aug. 1778 über einen Bandwurm des Hühnchens und von Göze vom 30. Januar 1778, u. a. über den Hakenkranz; die Eierhaufen, die Fort- pflanzung durch Bildung von Ringen ; die Hydatigeue der Mausleber nach Pallas; 3400 Bandwürmer bei einer Neunauge; Marigues (Journal de Physique. Sept. 1778) Bandwürmer in der Bauchhöhle und auf der Leber des Kaninchens (i. e. Cysticercus pisiformis); I. 311. Brief an Spallan- zani über den Bandwurm im Hühnchen von 1770; Brief von de Geer vom 30. Jun. 1763: dass man bis dahin Bandwürmer nur in Mensch und Hund, jetzt aber auch mehrere im Auerhahn gefunden habe, welche er bewahre. — Bonn et habe aber schon vor vielen Jahren eine ähnliche Beobachtung gemacht und der Bandwurm sei bei den Fischen, besonders der Schleie, gemein. — Dissert. sur le ver nomme en latin Taenia, et en francais solitaire, oü apres avoir parle d'un nouveau secret pour l'expulser des intestins dans lesqnels il est löge, qui a eu d'heureux succcs, l'on Aelteie Quellen. y| donne quelques observatious sur cet Insecte. Memoires de niath. et de physique presentes ä i'Academie R. des sc. par divers scavans. I. Paris. 1750. p. 478. Boerhave sah einen von oO Ellen. Vortheil der Ab- treibung- im Ganzen. Das Mittel von Herrenschwand in Morat. Dieser fand iu Basel zu seinem Erstaunen überall die zweite Platcr'sche Art (p. 482). In Genf findet sich die Art ii epine (Andry), ä anncaux conrts (Bonn et). Faserige Anhänge. Die Angaben der älteren Autoren über die wechselnde Lage der Papillen, welche im getrockneten Zustande die Benennung a epiue veranlasst haben. Die schon von Clerc gesehenen Lateralgetasse verglich B. den Tracheen. Die Einzelnheiten sind beson- ders mit Beziehung auf die Deutungen von Tyson behandelt und Leuckart hat ausführlich gezeigt, wie Bonn et der Gliederkette des Bothriocephalus den Kopf der Taenia saginata Göze irrig zugetheilt uud, obwohl er selbst 1777 dies erkannt, doch dadurch bis auf Bremser viele Verwirrung gestiftet habe (R. Leuckart, die Parasiten des Menschen. IL Aufl. I. 1. p. 522). — Nouvelles recherches sur la structure du Taenia. Observatious sur la Physique etc. Paris. IX. L777. p, 243 ff. — Lettre sur les sangsues considerees non conime baromctres mais comme thermo- metres. Journal de Physique. V. 1775. p. 70. — Werke der natürlichen Geschichte und Philosophie (meist im Journal de Physique de l'Abbe Rozier). 1781. Uebersetzt Leipzig 1783—85. I. p. 71. Schreiben an Herrn Valmont de Boniare über einen besonderen Umstand mit dem Blut- egel (Empfindlichkeit für Temperatur, nicht für Luftschwere). — Ebenso I. p. 213. Brief an Öpallanzani von 1766. Die Regeuerationsversuche durchschnittener Regenwürmer des Spallanzani betreffend. — p. 208. Neuerliche Untersuchungen über den Bau des Bandwurms (erste Abhand- lung siehe oben, 1750). Sehr maassgebend für jene Periode. Sichere Demonstration des Kopfes; die schmalriugige Form, Bothriocephalus, die breitringige, Taenia. Nachtrag p. 248. Vorzüglich Mittheiluugen nach Butini, welcher den Kopf leugnet. Selbstinjektion. Citirt Winslow Werke IIL p. 76. — p. 258. Das Citat nach E. König. Acta Helvetica. 1751. p. 29. — III. p. S2. Brief von Spallanzani über den Ursprung des Bandwurms. Für Abkunft von aussen: Ein im Wasser zu leben be- stimmter und in unsere Gedärme gebrachter Wurm würde ohnstreitig darinne, wenn er nicht umkäme, sehr verstellt werden . . . und pflanzte sich dieser Wurm hier fort, so würden seine folgenden Generationen noch weit verstellter ausfallen. — p. 155. Brief an Malpighi (Schmeicheluame für Spallanzani, welchen er auch Redi nennt). Ueber die Priorität von Fontana oder Roffredi betrefls Beschreibung der Needham'- schen Getreideälchen. Brief von de Saussure über Fontana vom 23. Nov. 1772. In Antwort Distinktion zwischen lAIntterkorn und IMchl- thau. Wiederbelebung. — p. 164. Genauer definirende Antwort Spal- lanzani's (Baker 1771, Needham, Journal de Rozier 1775). Brief p. 167. p. 170. p. 174. Das Plagiat von Roff"redi äusserst wahrscheinlich gemacht, p. 179. dass Fontana sie Bounet, zugleich Trembley und 92 Würmer. de Öaussure zuerst persönlich clemonstrirte. 177(3 Mai antwurtete Rof- iredi im Journ. de Physique. — p. 345. Reizbarkeit des „thieriscbeu Leims", der Thiergallerte. — Betrachtiiog über die Natur, herausgeg. vou J. D. Titius. Leipzig. L Aufl. 1766. II. Aufl. 1772. III. Aufl. 1774. IV. Aufl. 1783. Nach der dritten Auflage p. 55. Würmer sind uueigentliche Insekten, p. 154. Ergänzung zerschnittener Regenwürmer, dabei erwähnt, gemäss Traite d'Insectologie T. II. p. 211. und Considerat. sur les corps organises T. II. p. 5. die denen der Insekten verglichenen Stigmata; dieses nach der Anmerkung im Briefwechsel mit Spallanzani zurückgenommen. — p. 156. Entsprechende Wiedergeburt aus Stücken bei Würmern des süssen Wassers. — p. 203. Dieses viel genauer. — p. 61. Würmer in Schalen als Uebergang von den Insekten zu den Schalthieren. — p. 62. Die Ver- ästelung der Leiter der Natur. — p. 328 ff. Zusammensetzung vieler Arten langer Würmer ohne Füsse und im Wasser lebender Tausendfüsse, gewisser Blutegel, des Bandwurms, Regenwurms, aber auch der Polypen, Meernesseln, Seesterne, fast ganz aus gleichartigen Theilen. Herz, Ge- lasse, Magen, Nervenstrang der „langen" Würmer; höhere Organisation der Regenwürmer. — Oeflfnung, sie umgebende Gefässe (Ovarien), weisse Körnchen, gänzliche Aehnlichkeit der Ringe beim Bandwurm (Bothrio- cephalus). Anmerkung nach Bonnet's Abhandlung in den auserlesenen Abhandlungen der Pariser Akad. d. W. p. 166 übersetzt. Bonn et mit Andry gegen Vallisnieri für die Einheit des Wurms. Beweis der Kontinuität der Kanäle durch Einspritzung; Differenz des Kopfes. B. schrieb an Sp. 1770 über ein winziges Baudwürmchen des Huhns. Sp. kennt solche von Fischen und Schafen. — II. p. 130. Beobachtung des Herrn Flaugergues über Leuchten der Regenwürmer und Gegenbeobachtung von B. — 4. Aufl. p. 125. Anatomie der Würmer. — p. 126. Struktur des Bandwurms. Die „Narben" der Ringe als Mäuler mit Saugspitzen und After, die austretende purpurfarbene Materie (bei Bothriocephalus) als Exkremente, die Säcke als Därme. — I. p. 416 und II. p. 16. Gegen die Möglichkeit der Vereinigung anorganischer Theilchen zu Aeichen des bled rhachitique ou abortc, dem Roffredi beipflichtend, das Einzelne nach Roffredi und Fontana. — Nouvelles rccherches sur la structure du Tenia. Journ. de Phys. IX. 1777. — Traite d'Insectologie, ou observations sur quelques espcces de Vers d'eau douce, qui coupes par morceaux, de- viennent autant d'Animaux complets. Paris. 1754. — Abhandlungen aus der Insektologie, übersetzt und mit Zusätzen herausgegeben von J. A. E. Göze. Halle. 1773. — Considerations sur les corps organises, ou Ton traite de leur origine, de leur developpement, de leur reproduction etc. Amsterdam. 1762. — Betrachtungen über die organisirten Körper, übersetzt und mit Zusätzen herausgegeben von J. A. E. Göze. Lemgo. 1775. — AVerke der natürlichen Geschichte und Philosophie. 1781. Ueber- setzt Leipzig 1783—1785. III. p. 159. Wiederbelebung von Räderthierchen („Dachrinnenpolypen") nach Monaten und Jahren. — Oeuvres completes V. Sur les vers d'eau douce. Aeltere Quellen. (13 (xottl. Heiiir. Kaiiiiegiesser. Tumor abdominis insignis, copiosa hydatidum exclusione ex utero curatus. Act. phys. med. VI. Norimb. 1742. obs. 89. p. 310. Fügt den augefübrten älteren Fällen hinzu eine llyda- tidengebnrt bei einer Frau von 70 Jahren zu Kiel, welche lange einen dicken Leib und Furcht vor Wassersucht gehabt hatte und durch diese Entleerung von über hundert „Windeyern" während sieben Wochen sehr erleichtert wurde und noch drei Jahre mit geringer Wiederkehr ihrer üebel lebte. Die Schichtung der Membranen, welche die Echinokokken beweist, lässt in den Abbildungen sich gut erkennen. Jo. Phil. Wolfflus. De dysenteria vermiuosa cum pustulis s(|uamo- sis, crustae lacteae similibus conjuncta. Ibid. obs. 95, p, 334. Tödtlicher Ausgang unter Abgang zahlreicher Spulwürmer (wohl typhöse Darm- geschwüre). — De asae Ibetidae virtute authelminthica. Ibid. IX. 1752. obs. 14. p. 41. Tliom. Lord. Letter concerning some worms whose parts live after they have been cut asunder. Philos. Transact. for the years 1742 — 43. London. 1744. p. 522. Dan. Hoffmaimus. Observatio Lumbrici totius corporis tumoris et epilepsiae causa. Acta phys. med. VI. Norimb. 1742. obs. 127. p. 425. Saiii. Ernst. Dissertatio physico-raedico-inauguralis de Taenia se- cuuda Plateri. Basileae. 1743. Sei mehr eine Kette von Thieren, als ein Einzelwesen. Die ganze Kette habe einen gemeinsamen Kanal mit einem Astwerk von Milchgefässen (nach Rudolphi). J. tx. Böttieher. Vermis ex genere soliorum, 21 ulnarum lougitu- dinem aequans, saevissimos admodumque diuturnos cruciatus producens, frustulatim tandem expulsus. Acta nov. VIL Norimb. 1744. obs. 20. p. 63. Nach und nach 21 Ellen abgegangen, ohne Kopf. Joaiiii. Orashuis. De natura et ortu hydatidum. I. Ibid. obs. 120. p. 408. Literatur. Schon bei Hippocrates, Galenus, Aretaeus. de caus. et sign. morb. diuturn. lib. II. cap. I, Piso Observ. Sect. III. cap. VII. u. a. — p. 412. Unicns tandem Edm. Tylo (Bon et Sepulchr. IL p. 508, ist wohl Edw. Tyson) singularum de hydatidibus condidit hypothesin, eas nimirum peculiare insectorum, seu vermium, genus esse, in animalium corporibus genitum. Beachtenswerthe Citate p. 414. G. selbst leistet nichts. William Watsoii. An Observation ofHydatides voided per vaginam. Phil. Transact. vol. 41. for 1739-40. London. 1744. No. 460. p. 711. Die Entleerung dauerte zwei Monate. Lc Cat. Two medico-chirurgical observations, translated. I. An^ob- servation on hydatides, with conjectures on their formation. Ibid. p. 712. Freiwillige Entleerung durch einen Abszess im rechten Hypochcmdrium. Tod. Bei der Sektion wurde der Tumor noch mit Hydatiden gefüllt ge- funden. Le Cat schrieb die Hydatiden einer Entartung der Lymph- körner zu. 94 Würmer. IV. A. Kelliierus. Synopsis observationum medicarura et physicarum, quas decnr. III. ac centuriae X. Ephemeridnm Acad. Caes. Leop. Caiol. ... ab anno 1070 iisque ad annum 1722 pnblicatavum continent. Norim- bergae. 1739. p. 1320. Vermes. Joli. Adaimis Liiiipreelitiis. Verbis non lierbis, domatnr atrocitas verniis. F^in verrückter scblesischer Ritter, mit Würmern bebaftet, war mit Arzneimitteln niebt zu beilen, wurde aber dnreb gesebicktes Eingeben auf seine Verirrung kurirt. J. H. Selniltze. Dissertatio de himbricis effVactoribus, resp. Bureb. Henr. Bebaeus. Halae 1740 (nacb Bibl. Modeer). Henri Miles. Observations on tbe moutb of tbe Eals in Vinegar and also on a stränge aqnatic animal witb a drawing and a description of tbe Said animal by Mr. Baker. Pbilos. Trausact. 42. for 1742—1743. London. 1744. No. 409. p. 410. Joaini. 3Iartiii. Wolffiiis. De abscessu in inguine rupto, indeque prodeuntibus lumbricis, flatibus et cibis semicrudis. Act. pbys. med. VII. Norimb. 1744. Obs. 129. p. 473. Bleibende Kotbfistel. Toi). Hein*. Haelino. Vermis in pectore inventus cordi((ue affixus Ibid. Obs. 14. p. 53, Von Länge einer Handbreite um das Herz liegend bei einem Manne von barter Lebensweise. Citat für in ventriculo cordis in febris pestilentialibus: Vidius de morbis cordis. Verm. cordis. Acta erud. Lips. an. 1719. Aug. p. 337. Job. Hebenstreitius Lib. de peste in Zwingeri tbeatro. p. 352. Vineeiit, Meiig'liinns. De vesiculis quibusdam cum urina eniissis. De Bononiensi scientiarum et artium instituto atque academia commeu- tarii. II. L Bononiae. 1745, p. 142. Von Erbsen- und Bobnengrösse mit verscbiedenfarbigem Inbalt. Bebaudlung mit Terpentin. Turbei'vill Needliam. Nouvelles decouvertes faites au microscope, traduites de l'Anglais ti Leide 1747. cbap. VIII. 99. Des anguilles [qui sont dans le ble gate par la micelle (Brand). Hamb. Magazin. I. p. 3. — A Summary of some late observations upon tbe generation, composition, and decomposition of animal and vegetable substances. Pbilos, Transact. vol. 45. for 1748. Lond. 1750. No. 490. p. 030. p. 051: Wbeaten fila- mentous zoopbytes. — Nouvelles observations microscopiques avec des decouvertes interessantes sur la Composition et la Decomposition des corps organises. Paris. 1750, Cbap. 8. p. 103. Des anguilles qui sont dans le ble, gate par la uielle. Wiederbelebung nacb zwei Jabren. Vermutbung des Landvolks, dass sie mit der Aussaat in die Erde kommen und dann in's junge Getreide einwandern (Bradley). Dessen Mittel zur Verbin- derung. — Lettre de Needbam en reponse au memoire de Roffredi dans le Journal de Pbysique de l'Abbee Kozier. 1775. p. 227. Wieder- belebung der Weizenälcbeu durcb Baker nacb 27 .labren. Nils Rosen (v. Rosensteinj (berübmter Kinderarzt). Ron angäende Binnike Masken, giorde ocb insäude. Vetensk. Acad. Handling. 1747. — ■ Ron om Maskar, ocb i synnenbet om Binnike Masken. Ibid. 1700. — Aoltere Quellen. t)r, Untersuchuug vom Baudwurme. Der k. scliwed. Akad. d. Wiss. Abliand- lungen a. d. Naturlehre, Haushaltungskunst und Mechanik auf das Jahr 1746 aus dem Schwedischen übersetzt von V. A. Gottho,ld Kästner. IX. Hamburg. 1753. p. 128. Die Fischer werfen die Brassen im Mälar- see weg, wenn sie Bandwürmer haben, weil solche eine unheilbare Krank- heit erzeugen, und erkennen das schon von Aussen. Die Symptome der Bandwürmer. Citirt: Vieussens. Observation sur la maladie de Älr. Menot de Bergeret. Benutzte Alston's (Edinburgh Medical cssays V. L. I. T. p. 89. Uebersetzung in Altenburg p. 97.) Zinnpulver mit sehr un- gleichem Erfolge. Rothen's Essentia catholica purgans schlage nie fehl. — Nils Rosen v. Rosenstein. Anmärkningar om Binnekemasken. Act. Holm. VHl. 174G. — Ron om insecter i menniskjans kropp. Ibid. Vol. XIII. 1751. — Afhandling om maskar hos Menniskjor, i synnerhet om Binnikemasken (i. e. bei Linne Taenia). Ibid. vol. XXI. 1759. — Nils Roseen. Untersuchung von Würmern und besonders vom Band- wurme. Der k. schwed. Akad. d. Wissenschaften Abhandlungen aus der Naturlehrc, Haushaltungskunst und Mechanik für 17G0. 22. Uebersetzt von A. G. Kästner. Hamburg und Leipzig. 1762. p. 159. Die Quellen des Leidens; dass bereits ein vierjähriges Kind einen Bandwurm hatte; der Nachtheil auch der Ausdünstungen und des Unflathes der Würmer; Durchbohrungen u. s. w. Nennt die Geschlechtsötinungen der Bandwürmer Saugröhren und glaubt, sie dienten der Ernährung. Verschiedene Fälle und Kuren. — Underrättelse om barns sjukdomar och deras botemedel (Historia variorum vermium intest, hominum). Stockholm. Edit. eniendatior. 1771. — Traite des maladies des enfants. Traduct. Paris. 1778. — Nach einer Stelle, gemäss der Uebersetzung von L. de Villebrun, laut Citat aus Hasselquist's Reisen in Palästina, wurden in Egypten 20—30 Tropfen Petroleum gegen Bandwürmer genommen. 0. Meilhac (Argental) bestätigte in zwei Fällen den Erfolg. Gazette des HApitaux. 63. 1865. Mart. Triewald. Untersuchung, wie Blutegel und Eidechsen (i. e. Salamander) aus Karauschenteichen zu vertreiben sind. Abhandl. d. k. schwed. Akad. d. Wissensch. a. d. Jahr 1746. Uebers. Hamburg. 1752. p. 221. H. D. Spöruis;-. Bericht von einer Frau, bei der ein Stück Band- wurm durch ein Geschwür im Unterleibe gegangen ist. Der k. schwed. Akad. d. Wissensch. Abhandl. aus d. Naturlehre, Haushaltungskunst und Mechanik auf das Jahr 1746. aus dem Schwed. übers, von V. A. Gotth. Kästner. IX. Hamburg. 1753. p. 117. Drei Ellen aus dem rechts aufge- brochenen , später heilenden Geschwüre herausgegangen. Mau triel) da- nach den Wurm unvollkommen ab durch Branntwein mit Ameisen dige- rirt. Sp. glaubt, der Bandwurm habe seinen Aufenthalt im Wasser und die Jungen würden beim Trinken verschluckt. Die Möglichkeit, dass er von Fischwürmern komme (vgl. auch Artedi Ichthyologie. Chipea, Os- merus). Bericht über Abgang eines Bandwurms von ungeheurer Länge bei einem Knaben. Nachdem die Schweine davon gefressen, noch em 9G Würmer. ganzer Hut voll abgegangen auf Bilken's Elixir oder Hiäriies Testa- ment, dass man es für die Därme selbst hielt, ohne dass ein Kopf dabei war. — Act. Holm. 1747. vol. VIII. p. 108. — Kgl. Svenska Aeademie Handüngar. Berättelse om en Qwinna, hos hwilken et stycke af en Binui- kenmask kom iit genom en Bolde i Ljumsken. Fr. Hoftmaiin. Opera omnia phvs. med. III. P. 4. Genf. 1748. cnp. 7. obs. 3. p. 35Ü. Verordnete die Wurmmittel mit Rücksicht auf die Mond- phasen. — p. 260. Aphonie von Würmern. I. p. 332. Schleichende, den Wechselhebern ähnliehe, aber unregelmässige Fieber von WUraiern (nach Davaine). Joaiiii. Christ. Themelius. De copiosa materia puruleuta, cum 32 lapillis in vesica feilea reperta, et tribus in ductu hepatico latitautibus lumbricis. Act. phys. med. VIII. Norimb. 1748. Obs. 10. p. 29. Duos lumbricos, sccuüdum caualis situm positos, ita exsiccatos, ut nihil nisi ex- uviae superfuerint, lutea materia tartarea obductos simul ofifendimus. Praeter hos et unum enecatum deprehendimus recentem, qui superiore parte ad dimidium in vasculo qiiodam hepar intrante absconditus erat. . . . Joaini. Cour. Triimpliiiis. Abscessus in iuguine, ex quo lumbrici et feces alvinae prodierunt, feliciter consolidatus. Ibid. obs. 58. p. 235. Jo. Mavt. Breliiii. Lumbrici teretes variolis obsessi, ab infante vario- loso excreto. Ibid. Obs. 80. p. 286. Ante lethalem eventum .... permulti adhuc vivi . . . exceriiebantur lumbrici teretes, a capite ad caudam usque similibus variolis, ejusdem coloris et simili fere magnitudinis, undiqua- que obsiti, per aliquot adhuc horas iiiter excrementa dejecta viventes. Ulcus intestini coli verminosum, feliciter sauatum. Ibid. VI. Norimb. 1742. obs. 93. p. 327. Vorn und hinten in der rechten Seite Wurmabszesse mit Entleerung von 11 und 4 Spulwürmern. .Jaiiios Shcrwood. A letter concerning the minute eel in paste being viviparous. Philos. Transact. vol. 44. I. for 1746. Londou. 1748. No. 482. p. 395. Jo. Hieroii. Knipliof. Progr. de trito dicto: quemque suus vellicat vermis. Ein jeder Mensch hat seinen Worm. Erford. 1748, — Dissert. de pediculis inguinalibus, insectis et vermibus homini molestis. Erfurt. 1759, §. 18. p. 16. Vom Blutegel. De la Condamiiie. Relation abregee dun voyage fait dans l'inte- rieur de l'Amerique meridionale, depuis la cote de la mer du sud, jusques aux rotes du Bresil et de la Guiane, en descendaut la riviere des Ama- zones. Histoire de l'Acad. R. des sciences. 1745. Paris. 1749. Memoires. p. 471. Ver qui croit dans la chaire, heisst bei den Mainas Suglacuru, zu Cayeune ver macaquc. Entstehe vom Stich einer Fliege, werde bohnen- gross. Hier "ist also eine Verwechslung mit dem Sandfloh. Ciodf. Dubois. Dissertatio de Taenia, 9. Mai 1748, in C. Linnaei Amoenitates Academicae. II. 1751. p. 59. Um die Bandwürmer verständ- lich zu macheu, müsse man Analogieen ziehen zwischen Thieren und Pflanzen, man bedürfe der Kenutuiss der besonderen Fortpflan/ungs- Aeltere Quellen. 97 modalitäten bei den Polypen (Bäek's dritter Polyp), der Förderung der Insektenkunde und zahlreicherer Bandwiirmexemplare von Krauken , um den Mund oder Schmerz bringenden Apparat zu untersuchen (Rosen, Spöring). Linne stellte die Untersuchung des Kopfes als Thesis. Von der Klasse der Würmer (Linne ed. VI) kämen im Darm nur die Reptilia vor. Hirudo wird ausgeschieden als lebend gebärend oder eierlegend, Gordius- als nicht lange im Leibe bleibend, mit ihm Vena Medinensis. Fasciola (Taenia continua der Fauna suecica) komme oft in Flüssen vor, melonenkerngross an Steinen, in Gasterosteus , in Brama (bedeutet im ganzen Ligula). Ascarides (p. 32) sind die Oxyuriden, Lumbricus um- fasst Regenwurm und Spulwurm. Von diesen sei nach Roberg ein Pferd durch Darmentzündung gestorben. Taenia: corpore simplicissimo articulata: 1. osculis marginalibus. 2. osculis lateralibus geminis. Ver- theilung der Literatur auf die zwei Arten, wobei weniges, dessen nicht schon von uns erwähnt worden wäre. p. 63. Nach Iter Gottland. p. 280 die Mittheilung, dass sie 1741 bei der grossen Karlsinsel einen Gordius (? Nemertes) in sehr kleine Theile getheilt hätten, welche das Leben be- halten hätten. — Wiederholt in S. S. Beddeus. Dissertatio inauguralis medica de Verme Taenia dicto. Viennae. 1767 (nach Bibl. Modeer). Chr. (xottL Kratzenstein. Von der Erzeugung der Würmer im menschlichen Körper. Halle 1748. Jo. Cliristopli. Polilius. De Hydrope saccato ab Hydatidibus. Acta phys. med. VIII. Norimbergae. 1748. obs. 111. p. 388. Am Zwerchfell ein Sack, eine Elle und zwei Zoll breit, mit mindestens 209 Hydatiden, zwei von Mannsfaustgrösse, alle von einander getrennt, von zwei Mem- branen umhüllt, die äussere wieder spaltbar (Abbildung Tab. VII), der Inhalt zwar nicht durch Kochen, aber theilweise durch starken Alkohol gerinnend, die Häute durch längeres Kochen mit Schwefelsäure zu einer bläulichen schleimigen Masse gelöst. Auch andere Reaktionsversuche. Das Uebel schien seit mehr als sieben Jahren bestanden zu haben. Lite- ratur zum Hydrops saccatus. P. hält die Hydatiden wieder für varices vasorum lymphaticorum. In more habent hydatides, inter cellulas pingue- dinis nasci, uti grandines, quo morbo sues, copiosum adipem gereutes, saepe laborant, id docent. Ejusmodi in pinguedine humana enutritas hydatides enarrat, simulque de hydrope saccato memorabile refert exem- plum Alex. Camerarius (Act. phys. med. I. obs. 160. Blasen zwischen Muskeln und Haut des Bauches und verschiedene Säcke in der Bauch- höhle, aber mit Ursprung vom Ovarium. Der Sack wog 12 Pfund, die Flüssigkeit 35 Pfund). Laur. Balk. Museum AdolphoFridericianum. 31. Mai 1746. Upsala. In C. Linnaei Ammoenitates Academicae. Holmiae et Lipsiae. I. 1749, p. 325. Class. VI. Vermes. Nur Sepia und Aphrodita nitens (Faun, suecic. 1284). Bronn, Klassen des TMer - Eeiclis. IV. 1. • 7 98 Würmer. eil. Dioiiis. Dissertation sur le Taeoia ou ver plat, avec une lettre sur la poiidre de Sympathie etc. Paris. 1749 (nach Bibl. Modeer imd Davaine). Machte wegen membranartigen Sclileimiiberzugs eine Tenia ä enveloppe. Vianelli. Nnove scoperte intorno alle luci notturne dell' acqua ma- rina. Venezia. 1749. (nach Ehrenberg). Wahrscheinlich Nereiden. A. J. ßösel TOn ßosenliof. Der monatlich herausgegebenen Insekten- belustigungen I. Theil. Nürnberg. 1746. Collect. III. p. 20. Filarie von Sphinx euphorbiae. — Collect. IV. p. 64 und 65. von Bombyx Salicis, purpurea und anderen Insekten. — IL Theil. 1749. Sammlung der Mücken und Schnaken, p. 30. Hält für möglich, dass die Spulwürmer ihren Ur- sprung von einer Mücke hätten. — p. 58 und 144 von Filarien der Gryllen und Cikaden. — III. Theil. 1755. p. 327. Art Würmer, welche von dem Krebs ihre Nahrung haben (Branchiobdella s. Astacobdella). — Ibid. 92 und 93. Suppleraentstabelle p. 567. Beschreibung dreier Schlänglein oder Würmer, welche gleich den Armpolypen sich vermehren, wenn sie zerschnitten werden. - Historia naturalis ranarum nostratium. Natürliche Historie der Frösche hiesigen Landes. Nürnberg. 1758. p. 24. Polystoma ranae s. integerrimum. Alg'Otiis Falilbergius. Acta Holmiensia. 1750. Nahm aus Aalen, angeblich aus einer Blase beim Nabel, 40 bis 3 Finger (? Querfinger) lange Würmer mit rechter Aalgestalt, Mund, Augen, Schwanz, Kückenflecken. Hierauf stützte Linne seine Meinung von der Viviparität der Aale. — Uebersetzung dieser Abhandlungen der kön. Akad. der Wissenschaften von A. G. Kästner. XII. 1754. p. 199. Mit zustimmender Anmerkung von De Geer. Bnifoii. Histoire naturelle generale et particuliere avec la description du cabinet du roi. Paris. 1750. — Allgemeine Historie der Natur, über- setzt von B. J. Zink. 1750. I. 2. p. 146 und 219. Leitete die Eingeweide- würmer, Taeniae, Ascarides, ab vom Uebermaass einer, den Pflanzen und Thieren gemeinsamen, im Samen am deutlichsten kenntlichen belebten Materie, einer Art von allgemeinem Samen; bei Kindern von der nicht verdauten Milch. — II. 2. p. 87. Er sah sie auch bei Pferden und Eseln als eine natürliche Folge von deren Nahrung und Verdauung an. — p. 154. Die Gastruslarven sah er für Würmer au. — p. 213. tab. 12. Darstellung von Leberegeln aus der Eselin (Daubenton). — III. 1. p. 18. Fund von Leberegeln bei vielen Schafen, aber nicht bei ungebore- nen Lämmern (aus 1754. Da üben ton); auch p. 45. beim Ziegenbock. — III. 2. p. 51 heissen auch die Oestruslarven vom Hirsche Würmer. — IV. 1. p. 179. tab. 40. Beschreibung des Leberbandwurms der Maus (Daubenton); derselbe fand sich häufig, auch im Gallengang. — Citate schon erwähnter Autoren. — Da üben ton beobachtete 1768 eine schlimme Epidemie von Lungenwürmern bei Schafen im Canton Bourgogne, Montbard, Villiers u. a. Instruction pour les bergers. 3. Edit. Paris, an. X. p. 269 (nach Davaine). Aclterc Quellen. 99 Gri'iseliiii. Observatious sur la Scolopeudre luisante et la Baiilon- viaüa. Venise. 1750 (nach Elireuberg und Modeer), Eine Anuelide, nach Linue in Amoenitates Academ. III. 1787. Nereis phosphoraus. Franc, (xiiiaimi. Trattato delle raalattie del grano in erba. Pesaro. 1750. a vermibus eos provenire. — De Insectis, quae per sectionem cor- poris multiplicantur. Nuov. raccolt. d'opusc. scientif. vol. 45 (nach Bibl. Modeer). Nollet. Mera. de l'Acad. de Paris 1750. p. 81 (nach Ehrenberg) eine leuchtende Nereide. U. Fort. Biaiicliini. Lettere medico-pratiche intorno all' indole delle febre maligne e de' loro principali remedi, colla storia de vermi de corpo umano e dell' uso del Mercurio. Venez. 1750 (nach Bibl. Modeer und Rudolphi). J. 15. L. Chomel. Diss, An tumidis haemorrhoidibus hirudines. . . . ? Paris. 1750 (nach Bibl. Modeer). Adler. C. Linnaei Ammoenit. academ. III. p. 202. Leuchten der Nereis phosphoraus und der Nereides Sertularias fabricautes (nach Ehrenberg). Email. König". Observationes de Ore et Proboscide Vermium Cu- curbitinorum. Acta Helvetica physico-mathematico-botanico-medica. Basil. 1751. I. p. 27. Citirt Vallisni erius Considerazioni. Sah eine Proglot- tide den Penis rüsselartig ausstrecken und zurückziehen. Zeigte das dem Dr. Herren seh wand. Es seien diese Stellen nicht Luftlöcher, wie es Andry gemeint, Vallisni erius aber zurückgewiesen, indem dieser sie für Exkremente hielt, vielmehr hiernach Mäuler. Vallisnieri hatte mit Mal- pighi den Mund am schmalen Ende gesucht. Die Einspritzung durch den vermeintlichen Mund durch Ernst (Dissert. de taenia secunda Plateri) die ganze Kette durchdringend, also mit Zerreissung. Aus der Meinung des Vallisnieri entstand die Fiktion, dass die an einander hangenden minder schädlich seien als die einzelnen Cucurbitini. Joh. Mall>ois. Dissertatio de intestinis et vermibus in iis nidulan- tibus. Lugd. Batav, 1751 (nach Bibl. Modeer). \ic. Willius. Obs. I. De abscessu musculorum abdominis in foemina gravida, et lumbrico in abscessu reperto. Acta Helvetica, physico-mathe- matico-botanico-medica. I. Basileae. 1751. p. 73. Der sehr grosse Abszess hatte sich während mehrerej* Wochen ausgebildet. Einige Tage nach Er- öffnung kam ein spannenlanger todter Spulwurm heraus, ohne dass eine Darmöffnung bestand. Jos. Kaiilin. Lettre conten. des observat. sur le teuia. Paris. 1751. Sah einen Bandwurm von 26' im Darme eines Lammes von noch nicht drei Monaten Alter. Petr. Adr. (ladd. Försök til en oeconomisk Beskrifning öfver Sata- cunda Häraders norra delan. Stockholm. 1751. — Physika!, ökon. Be- schreibung des uördl. Theils von Satacunda in Finnland. A. d. Schwed. von J. C. D. Schreber. In Dav. Gott fr. S chreber's .Neuen Cameral- 7* 100 Würmer. Schriften, V. Halle. 1766. p. 301. Die vielberufene Auffindung einer ge- meinen Tänie in einem gelben Bachwasser. Friedr. Hasselquist. Reise nach Palästina in den Jahren 1749 bis 1752. Aus dem Schwedischen. Rostock 1762. p. 587. Ueber den Band- wurm der Aegypter. J. A. Unzer. Beobachtung von den breiten Würmern, Vermes cucur- bitini. Hamburg. Magazin. VHI. 3. Stück. 1751. p. 312. Ableitung von graurothen, auch in an einander hängender Reihe gefundenen, theils leben- den, theils todten Würmern im Brunnen. — Anmerkung von dem Bind- wurm. Hamb. Magazin. VIH. No. 6. p. 3. — Observatio de taeniis, post Kleinii Herpetologiae tentamen (s. p. 82). p. 67. 1755. — Samml. kleiner physikalischer Schriften. Rinteln und Leipzig. 1766. p. 260 (Essigaale be- treifend, nach Göze). Saleiitiii. Eni. Eugen. Coliausen. Lumbricorum latorum et cucur- bitinorum specificum antidotum. Act. phys. med. IX. 1752. Obs. 13. p. 34. Citirt die Fälle von sehr langen Bandwürmern, Plinius, Plater, Sen- nertus. Inst. med. libr. III. part. IL §. 1. cap. 4. p. 204, Act. med. Berolin. Decad. I. vol. IL p. 59 und Schenck. Er liess nach Lucas Tozzi die Speisen mit viel Oel, Lauch, Lorbeerblättern bereiten, gab dann Rad. Chinae mit Filix feraina u. a., ein Pflaster mit Oel von Tana- cetum, Absynth, Raute u. a. auf den Bauch, endlich Grana Tilli mit dem besten Erfolg. Joan. Herrn. Fürstenau. Tremor universalis a vermibus. Ibid. Obs. 28. p. 146. Behandlung mit Mercurius vivus. Hill. History of animals. London. 1752. Hielt bei Gordius das Hinterende für das Vorderende (Literatur zu Gordius bei Berthold). Beschrieb Glossiphonia sexoctulata (nach Mo quin Tandon). Charles Aiston. Observations on the anthelmintbic virtues of tin. Medic. essays and observat. by Soc. of Edinburgh. V. 1752. part 1. p. 77. J. Bnrserius. Epistola de anthelminthica argenti vivi facultate. Floren- tiae. 1753. J. Christ. Sehaeffer. Die Egelschnecken in den Lebern der Schafe und die von diesen Würmern entstehende Schafkrankheit. Regensburg 1753. 2. Aufl. Ebendas. 1762. Uebersetzung in's Holländische durch J. F. Müller. Amsterdam. 1782. Angeführt Gesner, Aldrovaud, Jonston, Lesser, v. Hohberg, Hanov. Seltenheiten der Oekouomie und Natur p. 203, Derham, Kratzen stein, bei den beiden letzten als Kürbisswürmer. Wahrscheinlich nach Mittheilung der Pariser Akade- mie der Wissenschaften bei einer Frau, nach der Breslauischen Sammlung (Sehaeffer p. 21) auch beim Schwein, oft in Hirschen. Nach Scbaefifer's Meinung, welche sich an die von Gesner, Aldrovand, Jonston an- schliesst, kämen sie von aussen, wo er die Planarien mit ihnen identi- fizirt, und zwar, da Leeuwenhoek (Epist. de ortu et defluvio capillorum p. 39) den Weg durchs Blut widerlegt habe, durch den Gallengang in Aeltere Quellen. 101 die Leber. Sie könnten (p. 30) vielleicht das zweite oder dritte Ge- schlecht sein und im Laufe der Generationen die Fähigkeit, im Wasser zu leben, verloren haben. — p. 31. Die Zahleuminderung durch die Zer- streuung der Brut. Meinung der Fortpflanzung und Vermehrung im Schaf. — Hiessen schon zu Gesner'sZeit bei den Metzgern Egel, in Holland nach Leeuwenhoek Botten, in der Normandie nach Gesner Duves. Wie Linne von der Egelschnecke, Hirudo limax, so spreche Reaumur von Sangsue-limace. — Die grünen Armpolypen, die geschwänzten und unge- schwänzten zackigen Wasserflöhe und eine besondere Art kleiner Wasser- aale. Regensburg. 1755. Letztere in Abschnitt IV. p. 75. Nais, deren Ringel, Borsten, Blutgefässe. — p. 87. Künstliche Theilung. — p. 88. Meinung der Abstammung einiger Eingeweidewürmer auch von diesen. (iiüL Krauier. Theoremata ph3sico-medica de Lumbricis corporis humani. Viennae Austriae 1753. Askariden mit Fliegenlarven im Käse verwechselt. Spulwurm, Bandwurm, Kürbisswürmer, Dracunculiis ent- stünden in den Eiern ihrer Art und die Därme seien ihr Himmel (nach Riidolphi). H. Baker. Zum Gebrauch leicht gemachtes Microscopium. Zürich. 1753, p. 80. Essigaale. — Beiträge zu nUzlichen und vergnügenden Ge- brauch und Verbesserung des Mikroskopii. Uebersetzt. Augsburg. 1754. n. Cap. III. p. 320. Aale im Teig (Sauerteig) mit lebenden Jungen unter Bezugnahme auf Sherwood Phil. Transact. No. 478 für Essigälchen, auf Gel Ins für die Viviparität und für Aale in verbranntem oder verdor- benem Waizen auf Turberville Needhaml743, dessen Untersuchungen B. 1747 wiederholt hatte. — Cap. VI. p. 348. Von dem Radmacher oder dem radförmigen Thier, Brief an den Präsidenten der K. Gesellschaft zu London Martin Folker. 1745. Jan. 16. Rotifer. Erste Entdeckung bei Leeuwenhoek. Kauapparat als Herz. — Cap. VII. p. 380. Unterschied- liche Gattungen von Thieren mit Rädern. — Cap. VIII. p. 384. Thiere mit Schalen und Rädern. — Cap. XII. p. 411. Beschreibung von drei Wasserthierlein; dabei Nais, gefunden im September 1743. Miles fand deren mehr. Dessen Brief p. 413. Selecta physico- oeconomica. Stuttgart. II. 1753. p. 461. Gegen die Finnen der Schweine wird verordnet Eisen und Ablöschen von Eichen- koblen oder Farnkrautwurzel im Getränk. ^y. van Doeveren. Abhandlung von den Würmern in den Gedärmen des menschlichen Körpers (erschienen 1753 Lugd. Batav. als Inaugural- dissertation. Dissertatio de vermibus intestinalibus; praecipue de taenia; ins Französische übersetzt 1764 als Observations physico-mcdicales sur le ver solitaire etc. Lyon et Paris) aus dem Lateinischen übersetzt und mit Zusätzen vermehrt von Th. Thom. Weichardt. Leipzig. 1776. Reichste Literatur im Cap. 3. über Vorkommen von Würmern in den ver- schiedenen Körpertheilen, aus welcher Vieles noch nicht angeführt wurde : Desportes Histoire des maladies de St. Dominique. I. Paris. 1770. p. 141. Fast in allen Körpertheilen, wahrscheinlich FÜegenmaden. — 102 Würmer. l'aiii». Akad. 1700. p. 40. Im Hirnsinus. — Hildanus. Obseivat. edit Henningeri. 1713. Argent. p. 288. Unter zerbrochenen Schädelknochen (Maden). — Forestiis. IX. I. Hildanus. I. 26. lieber der Dura matcr. — Bonnet Sepulchr. I. 116. Forestus. IX. 2. Bianchi. p. 316. In Gehirn- höhlen und Plexus (? Faserstoffkoagula). — Cent. I. bist. 64. Im Gehirn. — Im Heizen nach Ephemerid. u. a., auch bei Vögeln nach Paullinus Mise. cur. Dec. II. 6. 8enac. Traite de la striicture du coeur. T. 2. p. 437. nach de la Peyronie bei Hunden. Uebrigens tritt der Herausgeber mit Beziehung auf Pallas Diss, de ingestis viventibus. L. B. 1760 in Ed. Sandiforti thesauro dissert. Roterodami 1768. dafür ein, dass es sich um polypenartige Gewächse handle. Im Herzbeutel: Bagliv, Brief an Andry (de lumbr. lato; in opera p. 699); Trarillianus Lib. 7. c. 11; Mesne de aegrit. cord. cap. 1; Barbette Chir. L. 3. p. 4. — In Lungen, Schlund, Kehle: Ruysch, Thes. VIII. No. 95 ; Avenzoar Lib. I, tract. 2 ; Alza- ravius Cap. de tiissi; Bennivenius de abditis morborum causis. c. 77; Aloysius Mondella Dialog. 6; Fernelius de pathol. morb. et sympt. c. 10. p. ra. 568; Mise. cur. dec. IL a. IV. obs. 63; Vallisnieri und Sartulianus in Galeria di Minerva. T. VII. p. I. obs. 7; Bianchi. p. 339; Forestus XXI. 26; Hai 1er. Opusc. pathol. p. 20. Klumpen von Würmern im Schlünde; Svvammerdam Bibl. naturae p. 803. luden Lungen der Frösche; Redi obs. de viperis; in der Luftröhre der Viper; Ebod. Opuscula. III. p, 32. in den Bronchien des Igels; Frisch. Mise. Berol. 111, p. 43. beim Karpfen; Wepfer de Cicuta, p. 300. in der Kehle des Storches; Clerc. p. 310. durch den Husten entleert. — In den Biüsten (Maden): Bald. Ronsaeus. Mise. ep. 10. — In der Leber: Bidloo; Bond Medizin. Bemerkungen und Untersuchungen einer Ge- sellschaft von Aerztcn (Medic. observ. and inquiries) in London. I. 68., auch Bemerkungen über Würmer in der Hundeleber. — Im Ductus hepa- ticus Pallas. Halleri Pr. de calculis biliariis (opusc. pathol. p. 81); Mise. cur. dec. III. an. 11. obs. 193; Rhodius obs. circa viventes p. 29. und opusc. III. p. 218; Horstii obs. L. XL 11. — In der Pfortader: Spigelius. De lumbrico lato c. 5; Morgagni. Opusc. miscell. I. p. 25 (Opera. Venet. 1762). — In den Nieren: Ruysch. Obs. anat. 64. Ephera. n. c. Dec. I. an. 3. obs. 261; Phil. Transact. abridged. vol. III. p. 120; Journal de Van der Monde IX. No. 6. — In ausgedehnten Darmdrüsen : Miscell. cur. Dec. II. an. 7. 16; Dec. HL an. 6. 225; Redi. Opusc. 111. p. 226. — In der Harnblase: Aloys. Mondella Dialog. 4; Schenck. Obs. p. 551; Benivenius. van Doeveren glaubt, es habe sich um Fliegenmaden in der Harnröhre gehandelt, deren Puppen Ruysch ab- gehen sah. — In der Gallenblase: Spulwurm. Beuth. Etwas von Fiebern. Leipzig 1771. — Im Ductus pancreaticus: Mauchart. Diss. de lumbrico terete in ductu pancreatico reperto. Tubingae, 1738. — Im Nabel: Die Nabel- oder Geizwürmer. ■ — Im Hühnerei: Hieronymus Fabricius nach Lintus. — Im Eigange der Hühner: Cajetanus Montius- Comment. Bonon. Instit. IV. p. 330. — In verschiedenen Venen. — Sehr Aeltere Quellen. 103 viele Beispiele von Würmern in Kopf und Nase. Die Würmer in den Zähnen, deren Austreibung durch Bilsenkraut nach Schäfer (1757) be- kämpft wird. Die Chegas in Jamaica, die Würmer unter der Zunge der Hunde und Hirsche, in der Haut der Menschen. Gegen die Annahme der Crinones als Würmer. — p. 40. Dracunculus. — Die Klassen der Würmer nach Pallas: Furiae, Gordii, Madenwürmer, Spulwürmer, Bandwürmer, Fasciolae. Gegen die Vermischung der Spulwürmer mit den Regenwür- mern. — p. 83. Beispiele sehr langer Bandwürmer. Die alten Meinungen über dieselben und ihre Entstehung. — p. 105. Cysticercus fasciolaris. — Neigt am meisten zur Annahme der Entstehung aus Eiern und der Ver- breitung solcher mit den Entleerungen. Hält es für ganz begreiflich, dass aussen in Erde oder Wasser lebende in den Eingeweiden vergnügter auf- wachsen, namentlich nach Beispiel der Oestriden und des Dracunculus. Das endemische und epidemische Vorkommen (p. 113), Bouillet, Baglivius, Chesneau dienen ihm für seine Hypothese zum Beweise. Er hält auch den Transport mit dem Blute für möglich. — p. 130. Ueber die Artberechtigung verschiedener Bandwürmer bei Thieren. Linne's an- geblicher freier Bandwurm, Syst. nat. p. 263; Diss. de taenia p. 93; auch Unzer. Hamb. Magaz. VIII. p. 312; Comment. de rebus in medicina et historia naturali gestis. II. p. I. p. Q6. — p. 146. Bessere Merkmale für die Artunterscheidung der menschlichen Bandwürmer. Vergleich mit denen des Hundes von Haen. Ratio medendi. IX. in appendice. — Ueber das Vorkommen in Mehrzahl: Morgagni, Schulze, F. Hoffmann. Suppl. II. op. part. II. p. 595, Linne, Frisch, List er. Phil. Transact. ab- ridged, III. p. 120, Haen. wie oben p. 231. und XL p. 290, er selbst bei Gobius, Werlhof. commerc. liter. nov. an. 1734. p. 731, C. Dionis. Dissert. de taenia. p. 26, Bandwürmer verschiedener Art zusammen; Bonnet. Memoires pres. vol. I. p. 529. — Er nimmt das Kopfende richtig an. Denkt darüber nach , ob die Natur des Bandwurmes es als etwas Nothwendiges mit sich bringe , dass er von Zeit zu Zeit Gelenke ablege. An diesen finde man nie einen Kopf. Auf die Rauhigkeit, wenn man gegen das Kopfende zu streiche, machte aufmerksam J. Raulin, Traite des maladies occasiouees par les promptes et frequentes variations de l'air ä Paris. 1752, p. 451. Das was Bonnet als Kopf angesehen, schien ihm vielmehr ein Werkzeug zum Saugen, so kein eigentlicher Kopf, son- dern nur ein Maul vorhanden zu sein. Diesen Theil sahen Tulpius, Andry, Giere (Hist. lumbr. lati), Raul in, — p. 164, Halte sich in dicken und dünnen Därmen auf. — Die Araber vorzüglich waren der Meinung, dass der Bandwurm eine Kette von kürbiskernartigen Würmern sei, Coulet (De Ascaridibus et Lumbrico lato) hielt mit letzteren die Madenwürmer identisch, Vallisnieri glaubte, sie hingen durch Häkchen zusammen, van Doeveren glaubt vielmehr, der Bandwurm wachse wie die Polypen und vergleicht ihn mit Skolopendern. Die Gefässe, welche Winslow zuerst iujicirte, vgl. Andry. I. p. 252. D. L. Vieussens 1 04 Würmer. Obs. sur la maladie de Mr. Manot de Bergeret, attaque du ver solitaire. Paris. 1743. p. 37. und bestätigt diirch Bignoni, führte D. für die Ein- heit des ganzen Bandwurms an. v. Haen sah deren Querverbindungen. Doch waren Lage und Zahl noch nicht ganz sicher. Die Zusammen- setzung nahmen auch an Savonarola, Forestus, Augenius, Pede- montanus, Herc. Saxonia, Alex, Benedictus, Benivenius, Aldrovandus, Wedelius, Borichius, Vallisnierius, Clerc, Scardona, Bianchi, Coulet, Ernstius, Werlhof, Brendel u.a. — D. scheint am meisten geneigt, die Ernährung durch die Säugöffnungen des Kopfes anzunehmen; die seitlichen Oetfnungen schienen ihm zum Kriechen und Anheften zu dienen. Tyson nahm pflanzenartige Ernäh- rung an. Kosen st ein sah in einem auf den Tisch gebrachten Brassen die Bandwürmer noch lebendig (von Kinderkrankheiten. Ausgabe des Herrn Prof. Murray. 1768). D. glaubt, ein Hund werde Bandwürmer be- kommen, wenn man ihn nur Wasser trinken Hesse, in welchem Aale und Schleien lebten. — Die Ursachen der Schädlichkeit der Würmer, darunter auch deren eigene Entleerungen. — Die Therapie. Aller Mittel wird ge- dacht, auch des Herrenschwand'schen, nicht genau bekannten, p. 338. Das No uff er 'sehe Mittel, Filix. D. ist gegen die Meinung des Vallis- nieri, dass aus dem Pulver verbrannter Spulwürmer wieder Würmer entstehen könnten. Gr. Anmerkungen über das in denen Edinburgischen Medizinischen Versuchen, und zwar in des fünften Bandes erstem Theil p. 97. teutscher Uebersetzung (von Als ton) angerühmten Zinnpulver (mit Theriak) als einer besonderen Arzney gegen die Würmer in dem menschlichen Leib. Selecta physico-oecouomica III. XHI. Stück. 1754. p. 41). Liidov. Godofr. Klein. Mola intestinorum verminosa. Acta phys. med. X. Norimb. 1754. Obs. 74. p. 253. Einem sehr gefrässigen, meist mit Brei genährten Kinde ging ein harter mit Askariden gefüllter Klumpen ab. C. Deodat Zaiupoiii v. Cartoceto. Abhandlung von der Erzeugung der gewöhnlichen Würmer des menschlichen Leibes, Brief an den ersten Arzt von Rimini, Johann. Bianchi. Nach De origine vermium corporis huniani in Raccolta d'opusculi scientif. e filolog. XL. VIL p. 83. im Allgem. Magazin d. Natur, Kunst u. Wissenschaften. II f. 1754. Leipzig, p. 160. Die Aristotelische Auffassung in der peripatetischeu Schule. Der Kampf von Steno, Graaff in der Entwicklungslehre. — p. 168. Die Tragweite der Wurmbeschwerden. — p. 178. Will gesehen haben, dass Ascaris lumbricoides achtundzwanzig lebende Junge gebar. Berührt den Streit zwischen Vallisnieri und Philipp del Torre, Bischof von Adria, welcher der Ansicht war, dass die Eier eingebracht würden. Pater Thoriibia. Beiträge zur Naturgeschichte Spaniens. 1754. Zog von einer Schildkröte leuchtende Insekten, -Polynoe (Citat nach Ebrenberg). Aeltere Quellen. 105 GrOiitarcl. Einlache Cystengeschwulst mit eigener Membran im Gehirne. Hist. de l'i^cad. R. des sciences'annee 1754. Paris 1759. p. 63. — De Taenia. Vandermoude, Recueil. V. 1756. p. 261. Sibille. Commimique k l'Academie de Chirurgie, en l'evrier 1755. Diirchbruch einer Echinococcusgeschwulst am Peritoneum. Bureau. De uova vermium intestinalium specie. Vandermonde, Kecueil periodique d'observations de medecine etc. IV. 1755. p. 341. J. H. Jäiüscli. De vermibus et praecipue de specie ilia vermium intestinalium quam Taeniam vocamus. Dissert. inaiiguralis medica, praes. Kaltschmied. Jenae 1755. Macht p. 20 die Ansicht, dass die Cucurbitini Einzehvürmer seien, welche kettenartig, der Grösse nach geordnet, sich aneinander hängten, lächerlich. — p. 29. Den Ursprung der Würmer führt er auf von aussen eingeführte Eier zurück, für jeden Wurm auf ein spezifisches „ex ovulo suae speciei'^ (p. 39). — p. 41. Bestreitet den solitären Charakter der Taenia. Er sagt nicht ausdrücklich, dass die Cucurbitini nur Stücke von Taenia seien, aber es scheint deutlich, dass er das annimmt. — p. 53. Therapie, p. 55. Die Specitica. Thorbcru Berg-maim. Abhandling om Iglar. Kgl. Swenska Wetenskap Acad. Handlingar. Stockholm 1745. XVIII. — Untersuchung des Coccus aquaticus, eines braunen Egels mit acht Augen, Linne Fauna suecica No. 725, in den übersetzten Abhandlungen der K. Schvred. Akad d. Wissensch. XVIII. a. d. J. 1756. Hamb. et Leipzig 1757. p. 187. — Abhandlung von Egeln. Ibid. XIX. 1757 (1759). p. 294. Deren Unter- schiede von Fasciola, Zwitterthum u. a. Abhandlung von Egeln. I. Stück. D. k. Schwed. Akad. d. Wissensch. Abhandlungen a. d. Naturlehre, Haus- haltungskunst und Mechanik auf d. Jahr 1757. XIX. Hamb. u. Leipzig 1759. p. 294. Die Augen, gegen Morand (s. o.). Arten: medicinalis, sanguisuga, i)iscium, octoculata, binoculata, sexoculata. Christ. Everli. de Lille. De palpitatione cordis. Zwollae. 1755. p. 133 (Citat nach Davaine). Seine Tochter von elf Wochen, nur von der Mutter gesäugt, gab ganze Ballen von Würmern ab. Frank Nicholls. An account of Worms in animal bodies. Phil. Transact. Vol. 49. I. for 1755. London 1756. 39. p. 246. Darunter Leberegel und die bei deren Anwesenheit in den Galleugängen sich findenden kalkähnlichen Ablagerungen; auch die Filarien der Kälber- lunge, die Filarien des Dorsches und die Ligulen des Bley. — Nachrichten von Würmern Jn thierischen Körpern. Brief an Dr. Birch. Aus London Magaz. Dezbr. 1756 in Hamburg. Magazin XIX. 2. St. 1757. p. 219. Physikalisch -Oekonomische Wochenschrift. I. 1756. p. 1185. Mittel wider die Regenwürmer. Pferdemist zur Nahrung, Nussblätter- oder Nussschaleuabkochung zur Vertreibung. Nächtliches Fangen. Der Schaden, welchen sie durch Hinabziehen junger Pflanzen und, wohl fälschlich, durch Durchbohrung weicher ^Wurzeln thun.- Behandlung zur Zurichtung für den medizinischen Gebrauch. 106 Würmer. Dalestre. De vermibus in tumore scirrhoso. Vandermonde, Recueil periodique d'observations de medecine, de Chirurgie et de pharmacie. V. 1756. p. 281. Barattc. De vermibus in sanguine. Ibid. VI. 1757. p. 300. P. Duguid. The anthehiiintbic virtue of the bark of the wild Cabbage or Bulge- water tree. Essays aud Observations, physical and literary read betöre a Society in Edinburgh. II. 1756. p, 264. Zwölf Askariden im Appendix vermiformis eines siebenmonatlichen Kindes in Jamaica. Die vegetarische Lebensweise als Anlass. Die überaus kräftige Heilwirkung der gedachten Pflanze. Cabbagebark-tree = Geofifraea Jamai- censis inermis. Nicolas du Saulsay. Journ. de Medecine. 1757. VI. p. 380. Epi- demische Dysenterie in Fougeres mit massenhaften Spulwürmern, Heilung durch Anthelminthica (nach Davaine). Bousciuet. De vermibus in sanguine. Ibid. 1757. VII. p. 65. Baron. Concretion osseuse dans la tete d'un boeuf. Hist. de l'Academie R. des sciences. 1753. Paris. 1757. p. 134. Vielleicht ver- kalkter Coenurus. Aehnliche Fälle von Duvernoy. Hist. de l'Acad. 1703. p. 26. und bei Bartholinus. Leautaud. De vermibus ex aure hominis extracto. Vandermonde, Recueil periodique. VIII. 1757. p. 145. — Observatio tumoris magni, vermibus pleni. Roux Journal de medecine, Chirurgie, pharmacie etc. XVII. 1762. p. 550. Le Bailli d'Iiigiielmcn. Observation d'une jument, qui rendit un grand nombre de vers vivans et des petites pierres. Hist. de l'Acad. R. des sciences. 1754. Paris. 1759. p. 65. Nils. Crisler. Om Blod-Iglar och deras nytta i Medicinen. Kgl. Swenska Wetensk. Academiens Handlingar XIX. 1757. — Vom Gebrauche der Blutegel in der Heilungskunst. Ibid. Uebers. Hamburg u. Leipzig. 1759. p. 94. J. Baster. Observationes de Corallinis, iisque insidentibus polypis, aliisque animalculis marinis. Philosoph. Transact. Vol. 50. I. for 1757. London. 1758. 32. p. 258. dabei Taf. 10. flg. III und 1—5 verschiedene polychäte Anneliden ohne Namen, theils mit zwei, theils mit vier Augen. Dieses und Opuscula subseciva. 1760. I. p. 31. Citat aus Ehrenberg für Meerleuchten. Dabei wahrscheinlich Synchaeta baltica. — Opuscula subseciva. p. 77. Penicilla marina: Scolopendra major, tubularia. — p. 79. De Serpulis sive vermibus tubos lapideos incolentibus: spirorbis, triquetra, arenaria. — II. 1760. p. 57. Anmerkung k. Protest gegen Linne's Zoophyta, unter anderen Taenia enthaltend, „quia plane nihil in se habent radici simile, multo minus eadem ulli adhaerent corpori. — p. 82. Hirudo piscium, warzige Pontobdella muricata, grösser als der Rösel'sche (Branchiobdella astaci). Insektenbelust. Suppl. III. p. 199. — Natuurkundige Uitspanningen beheizende eenige Waarnemingen over sommige Zee-plauten en Zee-insecten. Haarlem. 1762 — 1765. Hierher: Aeltere Quellen. 107 Eerste Stuckje p. 35. Van eenige andere Zee-insecten (Leuchtende Anneliden, abgebildet Tai". IV). Tweede Htnckje p. 88. Van de groote gepluinidc Kokkerscolopendra. — p. 90. Van de Serpula's of Wurmtjes die in Steene kokertjes woonen. — p. 1'4. Over de Bloed-zuigei- der Vissen. — Tweede Deels tweede iStuck. p. 65. Van de Zee- muizen Polynoe, Aphrodite). — Tweede Deels derde Stuck, p. 147. Van de Nereis, of Zee-Duizend-Been. Cousin. Observatio de verme per urethram ejecto. Acta Helvetica physico-niatbematico-botanico-medica. Basil. 1757. VI. p. 192. D. Vaiulelli. üissertationes tres de Aponi thermis, de uonnuUis Insectis terrestribus et Zoophytis marinis et de vermium terrae repro- ductione, atque Taenia canis. Padovae. 1758. cap. 2. Ueber das freie Vorkommen der kleinen Würmer der Pferde in der Leibesböhle. — Dissert. III. C. 3. p. 132 ff. in Titius Neuen gesellschaftlichen Erzählungen. IV. 1762. p. 158. Beschränkung der Angaben Keaumur's über Regene- ration zerschnittener Kegenwürmer auf solche, in welchen Mund, Schlund, Magen, Anfang des Darms, Gehirn, Herz, Eierstock behalten sind. Alb. Scl)a. Locupletissimi rerum naturalium thesauri accurata de- scriptio. I. Amstelüdami. 1734. Tab. 81. fig. 7. p. 131. Millepeda marina Amboinensia, — fig. 8. p. 132. M. marina Belgica. — T. 90. fig. 1 — 3. p. 141. Eruca s. Scolopendra marina longissima. — III. 1758. Tab. 4 fig. 7, 8: p. 9. Eruca marina von Zandvoord auf einer Tafel mit Cephalo- podeu. Er ordnet zwar Seesterne und Seeigel zusammen, hat die Conchae anatiferae gleich neben den Krebsen, aber auf derselben Tafel. III. 16. auch die Pholaden und die Seefeder und fig. 7. (p. 39) das Penicillum marinum mit Geweih tragendem Deckel. — Tab. 100. fig. 8. p. 189. Die zusammengepackten feinen Wurmröhren, Nidus vermium marinorum, neben Hydroiden, Corallinen, anderen Algen. Stylvolie Kupfer. — In II. p. 70. Tab. 6S. Fig. 7. als „Ver d'Afrique de la figure d'un serpent" eine Eidechse mit unvollkommenen Füssen. — In IV. Tab. 65. Fig. 7, 8. p. 73. als „ver aquatique, qui se construit de petites demeures comme des teignes'»: Trichopterenlarven. D. C. E. Berdot. Obs. de lumbrieis e cubito erumpentibus. Acta Helvetica physico-mathematico-botanico-medica. T. VII. Basil. 1758, p. 177 (nach Bibl. Modeer). J. L. Müller. Von Erzeugung der Würmer im menschlichen Leibe. Hamburg. Magazin XX. St. IV. 1758. p. 424. Lesser. Theologie des Insectes II. 1742. p. 223. Deutsche dritte Ausgabe v. 1758. p. 408. Betrachtungen über Filaria Medinensis unter dem Namen der Culebrilla. Borlase. Corwal's natural history 1758 (ßorlasia). Citat nach Quatrefages. Richard Oram. An account on the case of a boy troubled with convulsive fits cured by the discharge of worms. Philos. Transact. 50. II. for 1758. London. 1759. 66. p. 518. Der Knabe nahm in seinem 108 Würmer. Blödsinn ein Viertel Pinte Farbe aus Leinöl, Bleiweiss und Russ und entleerte eine unendliche Menge von Fadenwürmern in tintenscbwarzer Brühe, worauf er alsbald sich au Körper und Geist wesentlich besserte. Jolm (xaze. An account of tbe same subject. Ibid. p. 521. Nach diesem hatte die Krankbeit vom siebenten bis elften Jahre gedauert. Bisson. Observat. sur une hydatide survenue ä la suite d'un sarco- cele. Journ. de med., chir. etc. 1759. XL p. 455. Moulblet. De vermibus qui per renes et urethram infantis exierunt. Vandermonde, Journal de medecine, Chirurgie, pharmacie etc. IX. 1758. p. 244 (nach Bibl. Modeer). Isacus Palmaeriis. Ovis, Dissertatio 58, praeside C. Linne, in C. Linnaei Ammoenitates Academicae. IV. Holmiae. 1759. p. 185. Fasciola hepatica als Ursache der Leberentzündung und ihrer weiteren Folge- krankheiten : me vero judice, caussa non propie in aqua, sed in contentis aquae quaerenda. — Vermes hi in omuibus fere rivulis et paludibus foliis . . . adhaerent. — p. 187. Vertigo aus Hydatiden inter meninges et cerebrum, uti Job. Jacob. Scheucbze'rus (It. Alpin.) in rupicapris observavit. 3L D. L. C. D. B. Dictionnaire raisonue et universel des auimaux. I. 1759. p. 174. Ascaris. — IL 1759. p. 56. Dragonneau. — p. 158. Fasciola. — p. 279. Gordius. — IV. 1759. p. 456. Ver, p. 457. Ver de terre ; p. 465. Ver solitaire. Jolm Andrew Pcyssoncl. Observations upon the Sea Scolopendre, or Sea millipes. Phil. Trausact. giving an account of the present under- takings, studies, labours of the ingenious in many considerable parls of the World, vol. 51. I. for 1759. London 1760. VI. p. 35. Sah einen vierkantigen Borstenwurm den Rüssel auswerfen und hatte mehrere Stunden einen brennenden Schmerz von den in die Haut gedrungenen Borsten. C. F. Hoffberg". Cervus Tarandus. Dissertatio in C. Linnaei Amnioe- iwtates Academicae. IV. Holmiae. 1759. 57. p. 164. Drehkrankheit, Vertigo, Ringsjuka. Angeblich nur wenn rechtsdrehend heilbar. Bourgelat. Memoire sur des vers trouves dans les sinus frontaux, dans le ventricule, et sur la surface exterieure des intestins d'un cheval. Memoires de Matbematique et de Physique, presentes ä l'Academie R. des sciences. III. Paris. 1760. p. 409. Die Thierärzte Caracciolo, Ruini, Liberati, Francini, Soleysel und de Garsault hätten die Magen- würmer der Pferde (Gastrus) beschrieben und deren drei, oder Soleysel vier Arten im Darme unterschieden. Im Darme sei die erste Art ein grosser Spulwurm ; die zweite (moraines), stamme gleich denen im Magen von Fliegen ab ; die dritte, von nadelähulicher Gestalt, durchbohre sicher zuweilen die Darmwand. Die englischen Betrachtungen. Würmer in den Sinus frontales der Rinder habe Verheyen wahrgenommen. B. liess ein Pferd solche ausniessen und fand bei der Sektion noch drei in den Sinus, eine grosse Menge Faden würmer (Scorseri o Filandre des Caracciolo?) Aeltere Quellen. 109 und eine Menge Gastrus im Magen. Er hält dafür, sie seien mit der Nahrung dorthin gelangt. Ant. Martin. Anmärkningar öfvar den sä kailade Spitelska som angriper Fisk och Boskap, samt äfven Menniskjor i Norrige. Kgl. Svenska Wetensk. Academiens Handlingar. XXI. 1759. Ascarides. — Om Gordier, knut aller Trädmaskar, fundne hos Menniskjor. Ibid. XXII. — Von den Fadenwürmern bei Menschen und Thieren. D. k. Scbwed. Akad. d. Wissenscb. Abhandlungen a. d. Naturlehre u. s. w. auf 1771. XXXIII. Leipzig. 1775. p. 258. Phys. Oekon. Biblioth. VI. 1775. p. 431 (als Gordii). Vermuthung der Uebertragung auf den Menschen durch Genuss von Fischen, z. B. des Eperlanus. — Om en särdeles Mask som liknar Sprutor, och gör hydatides eller watuhölsor i Norsens Inelfvor. Kgl. Vetensk. Acad. Nya Handlingar. Stockholm. I. 1780. p. 44. Echinorhynchiis. Prang-e. De caraphorae virtute authelminthica. Götting. 1759. Joli. Plauens. (Bianchi) Ariminensis. De conchis minus notis etc. ed. II. duplici appendice aucta. Romae. 1760. Cap. XX. p. 110. Tab. V. D. u. E. Mentula cucnrbitacea marina (Camillo Ranzani (1817) bezieht sich hierauf für Thalassema). Appendix II. Cap. 22. p, 111. Seta palustris. J. B. Morg'ag'iii. De sedibus et causis morborum per anatomen indagatis libri quinque. Venetiis. 1760. epist. 38. § 44. Glaubte die Wasser- blasen (Redi, Hartmann, Tyson) seien nicht alle von einer Art. — ep. 21. Cysticercus in der Herzwand eines alten Mannes. — ep. 34. Vermuthung, dass die Spulwürmer Darmeinstülpung machten. — Epist. anatomicae. 1764. epist. 9. Wurmknoten der Hausthiere, deren er fast bei jedem Hunde am Oesophagus fand. — epist. 14. Darmdurchbohrung durch einen Wurm beim Huhn. — Beobachtung des später als Trichiurus und Trichocephalus beschriebenen Wurms. — Würmer von verschiedenen Thieren. Be- trachtung des Bandwurmes als eines einheitlichen Thieres. J. D. Titius. Anmerkungen über allgemeine Eintheilung der Thiere. Neue gesellschaftliche Erzählungen. III. 1760. 19 u. 20. p. 289 ff. Kritik Linue's. — p. 303. Die Würmer. Die Schalthiere lassen sich nicht durch- gehends zu den Würmern zählen (Linne's Merkmal, dass die Muskeln des Leibes mit einem Ende an einen gewissen Grundtheil angewachsen seien, bezieht sich wohl auf den Rückziehmuskel der Gehäuseschnecken). Einige Schalthiere wohnen in ihren Schalen nur gleichwie in Hütten, Scheibelhüther, Ostroeci, andere sind mit ihnen bekleidet, Scheibelhäuter, Ostracodermata (Fischer und Klein). — p. 307. Die Würmer im menschlichen Körper entspringen aus Samen ihrer Art, nicht so unbe- stimmt aus allerley fremdem Zeuge. — Eintheilung nach den Elementen; Untereintheilung nach den Bewegungsorganen; so kommen Gewürme neben die Schlangen und sind gänzlich getrennt von den Testacea und den Insekten. — Neue gesellschaftliche Erzählungen. IV. 1762. p. 303. Igel an den Kieraendeckeln der Brassemen mit 17 — 20 Ringeln und mit Napf mit neun und mehr Speichen. 110 Würmer. Petr. Sim. Pallas, üissert. medica de infestis viv. intra viventia Lugd. Batav. 1760 (nach Bibl. Modeer). Amstelod. 1760. p. 50 No. 6. Taeuia hydatoidea. — Elenehus Zoophytonim. Hag. 1766. Holland. Ueber- setz. durch P. Boddaert. Lyst der Plant-Dieren. Utrecht. 1768. Deutsche Uebersetz. von Chr. Fr. Wilkens; herausgeg. von Jo. Fr. Wilh. Herbst. Nürnberg. 1787. Vergleich der damaligen Dispositionen. Erste Ordnung: Würmer ohne Gliedmaassen, Intestina (Gordius, Ascaris, Lumbricus, nebst Lumbricus raarinus) , Fasciola (mit Planaria), Slpunculus, Hirudo, Myxine, dann von Bloch Ligula, Vermis vesicularis, Echinorhynchus, Triehiuris, Chariophyllius, CucuUanus. Zweite Ordnung: Würmer mit Gliedmaassen, Mollusca, darunter die Gattungen 4. Aphrodite, 5. Nereis, 10. (zwischen Holothuriae und Triton) Terebella. Dritte Ordnung: Schalgewürme, Testacea. — Bandwurm mit 7 Arten, unter welchen aber ein Echinorhynchus, und Cysticercus bei den Zoophyten. — Taenia osculis obscuris p. 52. oder Heruscula ist wie Taenia heruca des Elenehus Zoophyt. No. 7. p. 415., wie Bloch gezeigt, ein Echinorhynchus. — Miscellanea Zoologia. 1766. No. XIII. p. 157. Brachte zuerst die Blasenwürmer, nämlich eremita = tenuicoUis, unter die Bandwürmer, was Linne erst in der zwölften Aus- gabe des Systems der Natur that. Dabei Literatur. — Mise. Zool. p. 168. Auch bei dem bandartigen in der Leber der Mäuse entging ihm die Blase, welche die anderen nicht bemerkt hatten, nicht. — Beschreibung der hauptsächlich im Unterleibe wiederkäuender Thiere anzutreffenden Hyda- tiden oder Wasserblasen, welche von einer Art von Bandwurm ihren Ursprung haben. Stralsunder Magazin. 1. p. 64. 1767. — Miscellanea Zoologica. Lugd. Batav. 1778. VIII. p. 72. Aphroditae. p. 74. Serpulae inquam, cum Nereide et Aphrodita indolem et fabricam communem habent atque in unum ordinem (gegen Linne) conjungi debent, qui ad Zoopbyta gradum efficit, atque cui forte non inepte Lumbrici, Hirudines, Ascarides, Gordii, imo Taeniae adnecterentur. Füsse der Aphroditen mit Borstenbündeln, Kiemen und Cirren. Neun Arten. — IX. p. IIH. Nereides: cylindraria und conchilega oder errantes und tubicolae. Be- ziehung der letzteren zu Serpula; bei diesen solche mit nicht schaligen, sondern von Sandkörnern gebildeten Röhren. — X. p. 139. Serpula gigantea (■? Pectinari'a.), — XI. p. 146. und in Spicilegia zoologica. I. fasc. 10. Die erste, vortreffliche Beobachtung einer borstentragenden Gephyree als Lumbricus echiurus, dabei die dürftige des von J. Gaertner beobachteten Thalassema Neptuni als Lumbricus thalassema. — XIII. p. 170. Taenias omnes capite gaudere. — Id. Frankfurt a/M. In Observations sur la physique, sur Thistoire naturelle et sur les arts par l'Abbe Rozier. V. 1771. — Lacerda apoda (Fseudopus) descripta. Novi Commentarii Academiae Petropolitanae. XIX. 1774. p. 435. Trichocephali in ventriculo. — Vergleichung einiger in Schweden, Russlaud u. s. w. bemerkten tödt- lichen Krankheiten, die man füglich unter dem Namen der Brandbculen zusammenfassen kann. Neue Nordische Beiträge zur physik. und geograph. Eid- und Völkerbeschreibung, Naturgeschiolite und Oekonomie. Aeltcre Quellen. 111 Petersburg imd Leipzig. I. 1781. p. 113. Betrifft die Furie. — Ibid. Be- merkuugen über die Bandwürmer in Menschen und Thieren. p. 43. Wie die nomadischen Völker den Eingeweidewürmern wenig ausgesetzt seien. Zwanzig Arten Bandwürmer, dabei der Irrthum Bonnet's in Betreff der Taenia lata. p. 64. Sammlung älterer Fälle von Echinococcus. I. p. 43. und II. p. 80. Dass die Entozoen aus Eiern von ihres Gleichen ab- stammen, welche umhergestreut Veränderung der Umstände ertragen, erst wieder zu Würmern erwachsen, wenn sie mit Speise und Trank an eine dienliche Stelle gelangen, auch durch das Blut in allerlei Organe und selbst auf den Embryo übertragen werden. — J. Beckmann's Physika), oekonom, Bibliothek. XII. 1783, p. 14. 18. — Naturgeschichte merk- würdiger Thiere durch den Verfasser verteutscht. IX. Sammlung. Berlin u. Stralsund. 1777. (nach den Spicilegia zoologica). p. 21. Gryllus onos gleich Gryllus viridis und verrucivorus häufig besetzt mit Gordius. Meinung jenseits des Balkans, dass die Gordius Geschwüre verursachen und dem Trinkwasser die Eigenschaft geben, Geschwüre zu veranlassen. — X. Sammlung. 1778. p. 3. Der stachelschwänzige See-Pieraas, Lumbricus echiurus; p. 10. Der eicheiförmige See -Pieraas mit der langen Zunge, Lumbricus Thalassema (= Thalassema Neptuni Gaertner); p. 12. Lumbricus edulis; p. 15. L. phalloides; p. 20. L. oxyurus; p. 22. Fasciola ventricosa, ein Distoma aus Amboina; p. 25. Fasciola quadrangularis; p. 27. F. fusca; p. 30. F. punctata. — Einige Erinnerungen, die Bandwürmer betreffend, in Beziehung auf das 12. und 14. Stück des Naturforschers. Neue Nor- dische Beiträge. II. p. 58. Besonders und zum Theil nicht gut syste- matisch gegen 0. F. Müller. J. U. Röderer. Göttinger Gelehrte Anzeigen. 1761. No. 25.p. 243. Pro- gramma de taenia. Götting. 1760. — Nachrichten von den Trichiuriden. Vgl. Wagler. Gfiiettard. Sur le rapport qu'il y a entre les coraux et les tuyaux' marins, appeles communement tuyaux vermiculaires ; et entre ceux-ci et les coquilles. Hist. de l'Acad. R. d. sc. 1760. Paris 1766. p. 6. und Memoire«, p. 114. Als Beweis der Uebergänge zwischen den beiden Klassen. Ab- bildungen. — Memoires sur differeutes parties des sciences et arts I. 1768. Observations detachees d'hist. nat. I. p. 85. Sur des vers ascarides des Harengs. Gegen die Meinung, dass solche auf den Menschen übertragen werdcD, in ihm leben, oder sich in ihm wieder zusammensetzen könnten. J. van den Bosch, Medici Hageni Historia constitutionis epide- micae verminosae, quae annis 1760, 1761, 1762 et initio anni 1763 per iiisulam Overflacque et contiguam Goede-reede grassata fuit. 1769. — ed. nova. Norimbergae 1779. Sagt fast nichts über Natur und Beschaffenheit der Eingeweidewürmer selbst, weil diese weniger die medizinische Praxis, als die Naturforscher angehe. Beschreibt ein epidemisches fauliges Fieber und giebt allerlei Krankengeschichten, welche er auf Würmer bezieht. Martin Frobenins Lederiuüller. Beobachtung der Aale im Kleister und der Samenthierchen. 1757. Dez. 11. Fränkische Sammlungen von 112 , Würmer. Anmerkungen aus der Naturlehre, Arzneygelahrtheit, Oekonomie und den damit verwandten Wissenschaften. III. 17. Stück. 1758. p. 387. — Mikro- skopische Gemüths- und Augenergötzungen. Erstes Fünfzig, 17G0. Nürn- berg p. 33. Die Aale im Essig und Kleister. — 1763. p. 165. Taf. 84. Zweierlei Arten von Wasseregeln: Piscicola und Clepsine. — Taf. 82. f— h. Abbildung der „Stachelschlängelchen^' (Nais), welche die allerliebste Speise des Polypen sind. — Mikroskopische Beobachtungen. Frank. Sammlung, IV. p. 47. Observationes de Vibrionibus et Anguillulis (nach Bibl. Modeer). — Fr. Chr. Mahling. Mikroskopische Beobachtungen der Kleisteraale und der Thierchen in Fleischbrühe, cum annotat. Ledermülleri Frank. Samml. VI. p. 221. L. A. J. Kleisteraale. Fränkische Sammlung. 1757 Oct. 3. IV. 19. Stück. 1758. p. 49. F. C. Mahling. Versuch mit den Aalen im Kleister. Ibid. 1758 July 20. IV. 21. Stück. 1758. p. 229. Biselioft*. Neue optische Beiträge. Frankfurt und Leipzig. 1760. p. 24 — 26. (Citat von Göze für Essigälchen). J. Baptist. Boliadscli. De quibusdam animalibus marinis, eorum- que proprietatibus, orbi litterario vel nondum, vel minus uotis, über. Dresdae 1761. Cap. V. p. 93. — Beschreibung einiger minder bekannten Seethiere und ihrer Eigenschaften. Aus d. Latein, übersetzt und mit einigen Anmerkungen vermehrt von Nath. Gottfr. Leske. Dresden 1776. 5. p. 84. De Syringe (Von dem Spritzwurm, Sipunculus nudus Lin.). Sipunculus als Zoophytorum novum genus, .... quodsi vero illud ad vermium ordinem melius reducendum fore quispiam sentiet, me sibi contra- rium non hahebit. Cum enim tentaculis seu artubus destitutum sit, inter vermes locum meretur. Ad zoophytorum ordinem vero eodem jure per- tinet, quo Tethys,' quoque tentaculis destituta, in eo a Cl. Linnaeo posita est. — Bei Leske zu den Stellen aus Rondelet und Gesner die spätere Art: Sipunculus saccatus L. Amoenit. academ. Linnaei p. 254; dasselbe Kupfer von Müller abgestochen in IJebersetzung von Linne System IV. I. Taf. I. hg. 7 von Lager ström in China gesammelt, von Linne erst zu den Nereiden, dann hierher gestellt. E. Dietrich Salomoii. Om Blöd Iglars Bruki Medicine. Act. Holm. — Bemerkungen vom Gebrauche der Blutegel. D. K. Schvved. Akad. d. Wiss. Abhandlungen a. d. Naturlehre u. s. w. 22. für 1760. Ilamb. n. Leipzig. 1762. p. 132. — Weitere Untersuchungen vom Gebrauche der Blutegel in der Arzneikunst. Ibid. 26."' auf 1764. Leipzig 1767. Be- sonders Anwendung ^gegen^Hämorrhoidalbeschwerden. — Das erste re- censirt in Comment. phys. med. Lips. XI. pars 2. 1763. p. 198. Memoire historique sur les sangsues. • Gazette salutaire. XXII — XXIV. von 1762. Observation sur un mal de tete des plus violents, gueri par le Moyen des Sangsues~(Citat von Dana-Krüniz). Murk von Plielsiim. Historia physiol. Ascaridum. Leovardiae 1762. ~- Uebers. von Weise. 'Altenburg 1781. — Natuurkuudige verbände- Aeltere Quellen. 113 ling over de VVomieii, welke veltyds iu de Därmen der Menschen ge- vonden worden. Leeuwaiden 1763, — Historia pathologica Ascaridiim. Leovard. 1769. Uebers. von Weise. Altenburg 1782. — Brief an den Herrn M. Honttuyn. Leovard. 1770. — Abhandlung von Springwürraern herausgegeb. v. Weise. Gotha 1781 (nach Herbst und Rudolphi). — Brief nn Cornel. Nogemann over de Gewelw-Slekken of Zeeeegeln: war achter gevoegd zyn twee beschry vingen , de eene van zekere sort van Zeewier, de andere van Maaden in eene vuile Verzweringe gevonden. Rotterdam 1774. C. Gf. Wagier. Dissert. de morbo mucoso praes. J. G. Rüderer. Götting. 1762. Novum geuus vermium sub nomine Trichiuridis detexerunt. — Traduct. Paris 1855. — H. A. Wrisberg. Roedereri et Wagleri tractatus de morbo mucoso, denuo recensus editus. Göttingae 1783. — Auf diese Schrift, welche die Entdeckung des Trichocephalus dispar enthält, be- züglich sagt J. Grätzer (die Krankheiten des Fötus, Breslau 1837): „Memorabile est, ipsum foetum, raortuum semper, morbi matris esse parti- cipem.'* Es zeigte sich zwar die Schleimhauterkrankung auch beim Fötus. Die Würmer aber kamen bei demselben niemals vor. — Die Verfasser erwähnen, wie verunreinigt in den damaligen Kriegsläufen Göttingen ge- wesen sei und wie man sich mit schmutzigem Trinkwasser habe begnügen müssen. Der Naturforscher. XII. Stück. Halle 1778, p. 178. Bemerkungen über die Beziehungen dieses Trichocephalus dispar zum Wurme der La- certa apoda von Pallas. Heiir. Hannes. Diss. med. inaugur. de hlrudinibus. Duisburg 1763. Postel de Franci^re. Observatio de taenia s. verme solitario. Ronx, Journal de Medecine etc. XVIII. 1763. p. 416. XXVI. 1767. p. 415. Einer der letzten Anhänger der Lehre, dass die Kürbisswürmer sich zu Randwürmern zusammenthäten (nach Davaine). Consolin. De vermibus cucurbitaceis. Ronx, Journal de Medecine etc. XX. 1763. p. 445. An account of some of the natural things, with which the intelligent and in(|uisitive Sgr. Paolo Boecone of Sicily hath lately presented the R. Society and enriched their repository. Philos. Transact. VIII. for 1763. No. 99. p. 6158. III. Vom Blutegel in Schwerdtfischen. Lorenz Montin. Fasciola intestinalis med en grusvelig mängd af Here slags maskar, fundre hos en menniskia, och hiiru de utelrefvos. Kgl. Swenska Wetensk. Academiens Handlingar. Stockholm 1763. — Aus- zug eines Falles von einer Fasciola intestinalis mit mehrerlei Würmern bei einer Krankheit. D. Kön. Schwed. Akad. d. Wissenschaften Abhand- lungen aus der Naturlehre u. s. w. f. 1763. 25. Uebersetzt. Leipzig 1766. p. 122. Raisin. De verme cum urina ejecto. Roux, Journal de Medecine etc. XIX. 1763. p. 458. Bronn, Klassen des TLier-Keieha. IV. 1. 8 114 Würmer. Aymeii. Second memoire siir les maladies des bles. Memoires de Mathem. et de Phys. presentes a l'Acad. R. des scieuces par divers savans. IV. 1763. Paris. 374. Needham habe die bewegten Fäden des Mutteriiorus für Auguillae gebalten. „Le mouvement des fibres n'est du qu'aux corps globuleux de la seve, contenus dans les vais- seaux farineux.'' P. J. Bergiiis. Beskrifning pä et Sjökräk, som är et slags Teredo, jemte närmare utstakning af Teredinis geniis (Sabella cbrysodon). Kgl. Swenska Wetenskap Academiens Handlingar, Stockholm 1764. 26. p. 225. Passerat de la Cliapelle. Vier Verblutungen durch Blutegel. Samm- lung auserlesener Wahrnehmungen aus der Arzneiwissenschaft, der Wund- arznei — und der Apothekerkunst. VlII. 2. St. Strassburg 1764. p. 67 (nach Dana-Krtiniz). Dar. Cranz. Historie von Grönland. Barby 1765 und 1770. Be rührt einige grönländische Würmer (nach Bibl. Modeer). 31. (xriil)!). Et sältsamt Sjökräk (Sabella cbrysodon L.). Kgl. Swenska Wetensk. Academiens Handlingar. 1764. 26. p. 221. Be Thomas. Observ. sur le ver solitaire. Journal de Medecine t. XXHI. Paris 1765. Gfuenaud. Vers trouves dans un roc. Memoires de l'Acad. de Dijon. I. 1769. p. LXH. 1765. Acht bis neun Fuss tief bei Semur im Granit von verschieden geneigten Lagern fand sich Wasser und nahe diesem mehrere Würmer, der längste 10", andere 4 — 5^,V' lang, wie Violinsaiten dick, rosenroth bis dunkelbraun und mit einer dunkleren Achse. Ob Gordius oder eine Lumbricide? Joh. Philipp, de Limhoiirg-. Observationes de Ascaridibus et Cucurbitiuis et potissimuin de Taenia, quam humana quam leporina (diese 1757 im Darme gefunden). Philos. Transactions. 56. for 1766. London 1767. XVII. p. 126. Abbildungen. Die Glieder des Bandwurms heissen Segmenta oder annuli, eine Reihe solcher heisst frustulum. Der mensch- liche war mit Mercurius dulcis und Purgirmitteln abgetrieben. Beschreibt an einem Ende der Glieder oder der Basis einen sulcus oder hiatus. Die eigentlichen Askariden haben nichts zu thun mit der Tänie und den Cucurbitini,', welch letztere allerdings bei Coulet Askariden heissen. Spricht gegen die Lehre, dass die Cucurbitini sich an einander hingen. Deren Verschiedenheit unter einander, sowie die Gliederung anderer Würmer sprächen dafür, dass sie Theile eines Wurmes seien. Er gehört zu denen, welche den Kopf nicht fanden. Führt ausser Tulpius und Andry als solche, welche einen Kopf beschrieben, au: Raul in, Maladies par les variations de l'air; Thomas, Journ. de medecine Juiliet 1765. Caput Andrjanum speciem porri aut Verrucae, Tulpianum colubrinum, Raulinum specie rostri cum duobus punctis nigris ad duo latera; Tbomas ut punctum nigrum, quäle in fructiuim insectis. Die Beweise gegen das Aeltere Quellen. 115 Einzelnvorkommen. Für die Entstehung aus mit Nahrung oder Wasser eingeführten Eiern. Christ. Weber. Observ. de Taenia. Observationes medicae. I. 1764. p. 32. Im Bandwurme jederseits durch die ganze Länge ein Kanal mit Querverbindungen. (jeiitebrüek. Gesammelter Unterricht von Schafen und Schäfereien. Leipzig 1766. Kannte die Blasen im Gehirne drehkranker Schafe. (w. Gr. Müller. Von der Erzeugung der Würmer im menschlichen Körper. Hamburgisches Magazin oder gesammelte Schriften zum Unter- richt und Vergnügen aus der Naturforschung und den angenehmen Wissenschaften. XX. 1766. p. 424. ßoMu. Epistola ad Gl. Postel de Franciere de taenia. Roux, Journal de Medecine etc. XXV. 1766. p. 222. Fall von ungeheuer (30') langer Tänie, welche trotz apfelgrosser Aufknäuelung vom Pylorus bis fast zum After reichte (nach Davaine). Masars de Caz^les. Sur le tenia ou ver solitaire et plus particu- lierement sur un tenia perce a jour. Ibid. XXIX. 1768. p. 26. Ein Bandwurm mit durchlöcherten Gliedern. Gemeiniglich sind das Bothrio- cepbalen. Rüssel. Medic. observ. and inquiries. London. 1767. t. IIL p. 146. Entleerung von Hydatiden mit dem Urin. Heilung (nach Davaine). C. de (jreer. Memoires pour servir ä l'histoire des Insectes. I — VI. Stockholm 1752—1777. I. p. 551—553. Filarien der Raupen von Pha- laena ziczac und alni. — 11. p. I. p. 553 — 555. Filarien von Phry- ganeenlarven und Gryllen. Djur som med en sträng i ändan äro fästade wid andre lefwande Djur, uptäckte. Swenska wetensk. Academiens Hand- lingar XXIX. 1767. — Rede von der Erzeugung der Insekten, vor der kön. Akademie der Wissenschaften gehalten. Neue Sammlung verschie- dener Schriften der grössten Gelehrten in Schweden. Aus dem Schwe- dischen. I. 1774. Copenhagen. p. 258. Auch übersetzt von Goeze im Naturforscher. V. St. 1775. Halle, p. 231. Der Hermaphroditismus der Regenwürmer mit Nothwendigkeit der Paarung und die Beobachtung dieser letzteren. J. E. Gruimerus. Beskrifning pä tre Sjökräk, Sjöpung ar kallade. Kg]. Swenska Wetensk. Academiens Handlingar XXVIII. — Söe Musen, Aphrodita aculeata Lin. beskreven til sin udvortes og indvortes be- skaftenhed. Kgl. Norske Videnskabers Selskabs Skrifter. IV. p. 59. (xiiattaiii. Selbstthätige Eröffnung einer Bauchgeschwulst bei einem Koch in Rom mit Entleerung von etwa 300 Hydatiden. Hist. de l'Acad. R. des Sciences. 1767. Paris. 1770. p. 44, De externis aneurismatibus. Romae. 1772. p. 119. Die Fistel blieb sechs Jahre. Guattani hatte auch schon als Student eine solche Geschwulst gesehen. — Von einem Faden- wurm, der im cnrrarischen Marmor lebt. Aus ,, Kurze Auszüge und Nach- richten aus Briefen an den Herausgeber" in J.Mayer, Sammlung physi- kalischer Aufsätze, besonders die böhmische Naturgeschichte betreffend. 8* 116 Wurmer. II. Dresden 1792. p. 358. Mort occasionne par les sangsues. Gazette salut. XXI. 1767. — Observation siir des vomissements de sang, produits par une sangsue, qui avait ete avalee avec de l'eau. Gazette litter. de Berlin 1767. p. 416. (Citate bei Dana übersetzt von Krüniz). ßüdig-. Frid. Ovelgrüii. Fluor albus cum ascaridibus ani, uteri pu- tatitiis, post puerperium. Nov. Acta pbys. med. III. Norimb. 1767. Obs. 60. p. 274. Hierauf bezieht sich die Bemerkung, welche irrthümlich am Schlüsse von p. 72 abgedruckt ist und citirt sind hier Hoffmann und Guldenklee. Lud. Zuccoiii. Giornale d'Italia spettante alla scienza naturale, e principalmente aH'AgTicoltnra etc. V. 1768. p. 129. In J. Beckmann's Physik. Oekon. Bibliothek. II. 1771. p. 152. Gegen Anonymus. Aale im Essig sind keine Kaupen, welche sich in Fliegen verwandeln. Feiice Foiitana. Ibidem p. 44. resp. p. 150. Wiederbelebung des eingetrockneten Gordius aquaticus und der Räderthiere. — Lettre sur l'ergot et le Tremella. Journal de Physique par M. l'Abbee Rozier. VII. L 1776. p. 42. Anguillulae und spontane Bewegung der Organismen auf der Gränze des Thicr- und Pflanzenreiches. — Lettre sur la maladie des betes ä laine nommee Folie: sur le Tenia des animaux, traduite par Mr. de C. Journal de Physique. XXIV. 1784. Mars. p. 227. In ovibus ver- tiginosis hydatides reperiri a Pallasiana diversas; taenias oviparas esse. J. Petr. Mar. Dana. De hirudinis nova specie, noxa, remediisque adhibendis. Miscellanea Taurinensia III. 1766. p. 199. Observation sur une nouvelle espece de Sang-sue, trouvee sur les Alpes (Fasciola alpina L. kSoure der Piemontesen); mit getrunken den Tod bringend. — Journ. de Physique A. 1771. July p. 54. — Beschreibung und Abbildung einer gewissen neuen und schädlicheo Gattung Egel (Hirudo alpina) und der dawider zu gebrauchenden Mittel; mit Kupfern und mit einer Anzeige der vornehmsten Schriften von den Blutegeln und deren Gebrauche be- gleitet. Uebersetzt von J. Ge. Krüniz. Neues Hamburgisches Magazin. 43, Stück. Leipzig 1770. p. 14. — Extrait d'un Memoire de M. Dana sur les dangers qu'il y a d'avaler une espece de sangsue, qui se trouve dans les Alpes et sur les remedes, auxquels il faut avoir recours contre ce danger. Gazette salutaire. No. XXXII. 1767. — Observations sur une nouvelle sangsue des Alpes (Hirudo alpina). Observations sur la physique, sur l'histoire naturelle et sur les arts par l'Abbee Rozier. I. p. 165. — Auch in Sammlung brauchbarer Abhandlungen aus des Herrn Abt Rozier Beobachtungen, übersetzt von C. E. W. I. Leipzig 1775. p. 1. — Bei der obigen Uebersetzung das Verzeichniss der vornehmsten Schriften von der Naturgeschichte der Blutegel und vom Schaden, welchen die Blutegel durch ihr Beissen verursachen, oder wenn sie unversehens hintergeschluckt werden, oder wenn sie sich allzuhäutig an den Körper ansetzen. All)!*. V. Haller. Opuscula pathologica. Lausanne 1768. p. 2G. Obs. 10. Erster Fall vom Eindringen von Würmern in die Luftwege (Citat von Aronsohn und Davaine). Aeltere Quellen. 117 Lazaro Spallaiizani. In Anmerkimg zu C. Bonnet, Betrachtung über die Natur, übersetzt von J. D. Titiiis. III. Ausg. (erste 1766) 1774. p. 359. Wiederbelebung von Rotifer und Seta equina durch Fontana, Beschreibung von Rotifer durch Spallanzani. — Prodromo d'un opera sopra le riprodnssioni animali. Modeua 1768. Französisch Geneve 1768. — Prolusio operis de animalibus Microscopio visibilibus. Mutinae 1770. — Saggio di osservazione microscopiche concernenti il Systeraa della gene- razione de Signori di Needham e Buffon. Modena 1765. — Andere Arbeiten 1769, 1776, 1777. — ■ Nachricht von verschiedenen Seebeobach- tungen, aus Briefen des Herrn Bonnet. Journ. de Physique. 1786. Lichtenberg- Vogt, Magazin für das Neueste aus der Physik und Natur- geschichte. V. 2. 1788. p. 71. Sabella (Spallanzanii). — Beobachtungen über verschiedene Merkwürdigkeiten des Meeres. Memorie di matematica e fisici della societä Italiana in Sammlung zur Physik und Natur- geschichte. IV. 1792. p. 317. L. E. Hiiidscliel. Gedanken über die Heilungsart der hinfallenden Sucht. Berlin 1767. Französisch 1769. Leitet diese Krankheit öfter von Würmern ab. Pere. De vena medinensi. Roux, Journ. de Med. etc. XXXXII. p. 121. Yalmoiit de Bomare. Dictionnaire raisonne universel de l'histoire naturelle. XII. 1769. Wirft unter Ver zusammen: ver ä soie, ver des noisettes, luisant, de bled u. a. mit ver des enfants, de Guinee, macaque ou Culebrilla, ver cucurbitaire, solitaire, ver de digues und vermes tubu- lati. — In Ed. IV. vol. XII. 1780. p. 1 werden drei Gattungen von Wür- mern unterschieden: nackte, Röhren bauende. Schalen bewohnende. Die erste Gattung enthält Limax, Lumbricus, Taenia, Hirudo. p. 70. Ver solitaire. p. 72. Ueber das Herren seh wand'sche (nach Vogel Gummi- gutt, Absynthsalz und Eschenholzkohle) und p. 78. das Nouffer'sche Mittel; das Zinn und Opium welches nach Marc. Müller guten Erfolg gehabt hatte. Die jener Zeit zweifelhaften Punkte, Bonnet, Tyson, Andry, Tissot u. a. — p. 80. Ver de terre. — p. 82. Beschädige nie Wurzeln oder andere Kulturen. — p. 83. Die von Redi für Eier gehaltenen Körperchen in weissen Körpern (Psorospermien). — Die Regen- würmer sah Anderson (Hist. nat. d'Islande) nach dem Regen in so grosser Menge hervorkommen, dass die Isländer glaubten, sie fielen vom Himmel. — p. 85. Die medizinischen Wirkungen des Regenwurmes. — p. 87. Ver d'urine de Goedard (eine Fliegenmade). — Die Tubuli vermium intestiniformes auf Tab. 93 und 94 sind Schnecken, Vermetiden, Magiliden. La Borde. Observatio de Taenia. Roux, Journal de Medecine. XXXI. 1769. p. 35. Hans Ström. Beskrivelse over Norske Insecter. Act. Havn. X. 1769. p. 1. Multa ad vermes spectant (nach Bibl. Modeer). Moiigiii. Observatio vermis tunica conjunctiva oculi exemti. Roux, Journal de Medecine etc. XXXII. 1769. p. 338. Bosse. De vermibus in pustulis cutis inventis. Ibid. p. 336. 11g Würmer. D. Weser. Hirudo medicinalis, pracside C. v. Linne proposita 6. Mart. 1765. C. a Linne. Ammoenitates Aeademicae. VII. Holmiae. 1760. Diss, CXXVII. p. 42. Die von W. angeführten Autoren sind meist schon oben berücksichtigt. Es ist noch nachzuholen von p. 40, Z acutus Lusitanus. Hist. med. princ. 1. 1. Obs. 3. Entfernung eines in den After gedrungenen Blutegels mit Rauch von Kuhdünger und Waiizen- pulver und durch Zuiebelklystiere. Biiict. De taenia. Roux, Journal de Medecine etc. T. XXXIV. 1 770. p. 217, J. Fr. Iloffinann. De cornu ammonis nativo litoris bergensis in Norwegia. Acta Mogunt. II. p. 1. — Observationes ulteriores de tubulis vermicularibus marinis, cornua ammonis referentibus. Ibid. p. 16. 1770. S. 0. (xmelin. Reise durch Russland. St. Petersburg. 1768. I. p. 120. Hirudo teres pili ad instar tenuis flavescens linea dorsali fusca = ? Vena medinensis. In Beckmann. Phys. Oekon. Bibl. II. 1771. p. 502. als Gordius. E. Baiikroft. Essay on the natural history of Guyana in South- America. London. 1760. J. Beckmann. Phys. Oekon. Bibl. I. 1770. p. 313. Gordius medinensis bei den Negersklaven aus Africa. Poiipp(^-Desportes. Histoire des maladies de Saint Domingue. Paris. 1770. Daselbst Spulwürmer ungemein verbreitet. II. p. 248. Spul- wurm in der Luftröhre (nach Davaine). M. Tli. Briiniiieliius. Fundamenta praelectionibus academicis acco- modata; Grunde y Dyrelaeren, Ilafniae et Lipsiae. 1772. p. 18, Insecta u. Mollusca, den vier höheren Classen angeschlossen, haben gemein Cor uniloculare, inauritum, saniem albani frigidam ; die Insekten dazu Tracheas distinctas, die Mollusken Respirationen) obscuram. Jene sind vaga, diese vegetantia-moUuska. p. 210. Zerfallen in Vermes (Intestina und Fimbriata) und Zoophyta, Als Intestina Lumbricus, Sipunculus, Fasciola, (Pertusa poro laterali), Gordius, Ascaris, Hirudo, Myxine (Imperforata, poro late- rali nullo). Unter den Fimbriata nuda: Terebella, Aphrodite, Nereis neben Aktinien, Aszidien, Schnecken, Ilolothurien, Sepia, Lernäa, Medusen, Asteriden, Pkhinus; unter den Fimbriata testacea: Serpula und Sabella neben Conchylien und Lcpas. Cartheuser. De morbis endemiis. Francof. ad Viad. 1771. p. 207. § 1. Xark und Pejunk als persische Namen des Dracunculus, Ickon als Namen in Guiana (nach Fuchs). Versuche in kleinen Waldseen Fische zu pflanzen. Nach Königl. Schwed. Akad. d. Wissensch. Abhandlungen aus der Naturlehre u. s. w. XXX. 1771. p. 32. in J. Beckmann. Phy.s. Oekon. Bibl. II. 1771. p. 107. Vertilgung der Blutegel durch Braseni, Rothaugen, Schleihcn. Beschädigung von Gänsen und Enten durch die Egel. Hussem. Aanmerkingen betreffende den Dracunculus. Gordiu.s medinensis. Aus Verhandlingen uitgegeven door het Zeeuwsche Genootscap de Wetenschappen te \'liessingen. II. 1771. j). 443. in J, Beckmann's Physik, Oekon. Bibliothek. VII. 1776. p. 255. In Westindien, besonders Curagao; Aeltere Quellen. 119 meint, derselbe komme beim Baden iu den Körper; sei von alter Zeit in jenen Ländern. Ein Mann von 30 Jahren habe deren 20 gehabt. Die schon von Wepfer hervorgehobene Lebenszähigkeit. TIi. Peiinaiit. A tour in Scotland and voyage to the Hebrides. 1772. Physik. Oekon. Bibliothek. VL 1775. p. 24. Hörte auf der Insel Jura von einem fadenförmigen Wurm, welcher nicht ganz einen Zoll lang sei und mit unleidlichen Schmerzen aus Sümpfen in den Körper eindringe. Man behandle ihn mit einem Teige aus Käse und Honig, p. 213. Beckmann vermuthet, dies sei nicht Furia, sondern Grordius. La Fosse. Cours d'Hippiatrique. Paris 1772. p. 157, Ascaris vermi- cularis, Fasciolae hepaticae. Phys. Oekon. Bibl. IV. 1774. p. 320. X. 1779. p. 139. Carsten Melmlir. Beschreibung von Arabien. Kopenhagen. 1772. p. 13. Naru als Namen des Dracunculus (Filaria Medinensis). p. 133. Nachrichten über Gordius oder Nervenwurm i. e. Filaria Medinensis, Phys. Oekon. Bibl. V. 1774. p. 491 (nach Fuchs). Cami)enoii, Richard de Hautesierk, Recueil d'observations. IL Paris 1772 (nach Davaine). p. 472. Sah bei einem nach heftigen Koliken Ge- storbenen 367 Spulwürmer im Coecum und Colon. Collet. Mittheilung an Baker. Med. Transact. vol. IL London 1772. Eine Dame hustete 135 Hydatiden aus (nach Davaine). Olafscn u. Povclseii. Reise igjennem Island. Soröe 1772. Malum hypochondricum der Isländer. M. J. Marx. Observata quaedam medica. Berol. 1772. Taenia duobus acuminibus terminata (nach Bibl. Modeer). Sam. Vcrestoi de Cser. Specimen Adnotationum helminthologicarum quae naturalem spectant historiam Lumbricorum. Franequerae. 1772. Ob es nur drei Arten gebe? Literatur. Steht auch unter S. V. von Chur. Bertrand. Journal de Medecine. 1772. „Würmer'^ aus einem kariösen Gehörgang (Citat aus Dictionnaire des merveilles de la nature. IL ed. p. 452). 0. F. Müller. Von Würmern des süssen und salzigen Wassers. Kopenhagen 1771. In Auszug in J. Beckmann. Physik. Oekonom. Bilblio- thek. III. 1772. p. 33. Kritik des Liune und Pallas; Terminologie; Naiden; Nereiden; Aphroditen; Amphitriten. — Leber den Regen- und Spulwurm. Hannoversches Magazin. 1773. No. 27. p. 417. Schreibt auch dem Spulwurm ein Herz und rothes kaltes Blut zu. — Vermium terre- strium et fluviatilium seu animalium infusoriorum , helminthicorum et testaceorum, non marinorum succincta historia. Havuiae et Lipsiae. 1773. I. 1. Unter denVermes tentaculis destituti„vagantes": Cercaria, Brachionus. — I. 2. Helminthica. Unter „serpentes'' als „setosi" : Nais und Lumbricus, als „mutici": Gordius, Ascaris, Hirudo, Fasciola. — Band IL enthält Testacea, in vorzugsweiser Betrachtung der Weichtheile. — Beobachtungen über einige chaotische Thiere,Gewtirme und Insekten, aus einem Sendschreiben desselben gezogen und mit Anmerkungen versehen von J. A. E. Göze. 120 Würmer. Der Natuifoi scher. VII. Stück. Halle 1775. p. 1)8. Kleisteraale sind eine eigene Art. Blendwerk des getbeilten Schwanzes bei Essigaalen. — Räder- thiere zerplatzen beim Austrocknen, — Extrait d'iine lettre. Journ. de Phys. de l'Abbee Rozier. XII. 1778. Nov. p. 400. Ueber die Anguillulä des R of- fred i. — Om Dyr i Dyrs involde, isär am Giaedde-kratseren. Kjöbenhavuske Selskabs Skrifter. XII. p. 223. — Abbandlung von Thieren in den Eingc- weiden der Tbiere, insonderheit vom Kratzer im Hecht. Naturforscher. XII. p. 178. Dabei die Frage der Beziehungen freilebender zu parasitischen Würmern und Verzeichniss der vor dem Prodromus Zoologiae Danicae be- kannten Intestinalia. — Zoologiae Danicae prodromus s. auimalium Daniae et Norwegiae indigenorum characteres, nomina etc. Hafuiae 1776. Mancherlei Würmer, insbesondere die des 0. Fabricins, charakterisirt. — (Etats raad Müller). Om Baendelorme. Nye Sämling af det konglige Danske Videnskabers Selskabs Skrifter. Forste Deel. Kjobenhavn. 1781. p. 55. — Von Bandwürmern. Vorgelesen 1778 der Kön. Gesellschaft der Wissen- schaften in Kopenhagen. Deutsch im Naturforscher XIV. Stück. Halle 1780. p. 129. Französiscb : Lettre de Mr. Muller sur les Taenia de differens animaux. Observ. sur la Physique par Rozier et Mongez. 21. p. 39. Stellung zwischen Naiden und Planarien. Tritt für den Kopf mit Mund und den einheitlichen Charakter gegen Linne und Blumen- bach (Handbuch der Natur p. 412) ein. Kopf gehe in der Bewegung vor. Vermehrung der Arten, von denen man vorPlater, wie es scheint, beim Menschen nur eine kannte, welche Plater auf zwei, Linne auf vier, Pallas auf sechs brachte, auf acht ausser denen des Menschen. Bei diesem möchte M. am liebsten die kurzgliedrige Form, Plater 's Lum- bricus latus, Andry's ä epine, mit runden, braunen Kugeln in einer Serie der Gelenke, Aon einer langgliedrigen unterscheiden, dem cucur- bitinus des Plater mit ßlumenfeldern oder Bäumchen. Die Meinung des Reimarus, welcher nach Beispiel der Naiden einen „ZwMSchenwuchs'' vermuthete und den Haftknollen eher für den Schwanz ansah, p. 195. Annahme der Vererbung der Entozoen von den Eltern auf die Kinder. Triaenophorus u. a. In Anmerkung c. p. 136. Entdeckung des Amphi- stoma subclavatum. — Unterbrochene Bemühungen bei den Intestinal- "würmern. Schriften der Berlinischen Gesellschaft naturforschender Freunde. I. 1780. X. p. 202. Bei Hecht, Brachse, Aal, Barse, Butte, Schellfisch, Dorsch, Kabliau, Lophius, Hering, Kaulbars, Roche, Blennius, Syngnathus, Sander, Huhn, Schnepfe. — Lettre sur les Taenia de ditfereus animaux. Journal de Physique de l'Abbee Rozier. XXI. 1782. Suppl. p. 39. — Ge- schichte der Perknblasen (? Planorbis bulla). Naturforscher XV. Stück. p. 1. — Vom Bandwurm des Stichlings und vom niilchigten Plattwurm (Planaria, ? Clepsine, lactca). Naturforscher XVIII. Stück. Halle. 1782. p. 30. — Verzeichniss der bisher entdeckten Eingeweidewürmer, der Thiere, in welchen sie gefunden werden und der besten Schriften, die derselben erwähnen. Der Naturforscher XXII. 1787. p. 33. Kurze Zu- sammenstellung der Eingeweidewürmer und ihrer Wohnthiere nebst Aeltere Quellen. 121 Synouymeii. Abhandlungen der schwed. Akademie auf 1779. XXXXI. 1783. p. 290. Ueber Eingeweidewürmer, an denen kleine Bündel wie Gedärme hängen. Waren vasa spermatica und Ovarien. Vergleich mit Holothurien. Bandwurm ein Thier, nicht Kette mehrerer, vorn Kopf mit Mund. Die Oscula der Gelenke Oeffnungen für Eier, die dendri- tischen Figuren Ansammlungen von Eiern. Vermehrung der Gelenke hinter dem Kopfe. J. Beckmann's Oekon. Bibl. XIII. 1785. p. 497. — Zoologia Danica seu animaliiim Daniae et Xorvegiae rariorum ac minus notorum descriptiones et historia. Havniae 1788 — 1806. Vol. I. p. 32 — 35. Fasciola (Distoma) luciopercae, percae cernuae, scorpii, aegletiui, blennii, bramae, lucii, binodis, disticba; p. 18. Nereis (Onychis) tubicola; p. 22. Lumbricus (Scoloplos) armiger, L. (Lumbrinereis) fragilis; p. 26. Amphitrite (Pectinaria) auricoma, Nereis pennata (Eunice norvegica L. sp.}. N. (Eunice) pinnata; p. 45. Echinorhynchus (welche Gattung Müller im Prodromus dieses Werkes schuf) attenuatus, E. lucii; p. 46. E. candidus; p. 48. E. attenuatus; p. 50. Cucullanus marinus. Vol. II (ed. frater C. F. Müller), p. 14. Fasciola (Distoma) scabra (der Schwanz- anhang einiger rief die Vermehrung der Naiden durch Theilung in Er- innerung; p. 17. Hirudo (V Distoma) fasciolaris; p. 18. Hirudo (Epibdella) hippoglossi; p. 42— 43. Fasciola (Distoma) farionis, eriocis, varica, vesper- tilionis; p. 52 — 53. Fasciola (Distoma) platessae, lucii, blennii. p. 5. Taenia percae (ocellata Rud.), Taenia scorpii (Bothriocephalus punctatus Rud.); p. 15. Nereis corniculata (Autolytus prolifer); p. 28. Nereis (Psammathe) punctata, N. stellifera; p. 29. N. alba (? Glycera fallax); p. 40. Amphitrite (Idalia) cristata; p. 46 — 48, Ascaris phocae, tubifera, rajae, pleur^'nectis, bifida, gadi, alcae, versipellis; p. 27. Echinorhynchus rutili ; p. 38. E. anguillae, salmonis; p. 39. E. aluconis; p. 49. Lumbricus tubicola; p. 54. Nais litoralis; in dieser parasitisch Leucophra nodulata. — Vol. III. (ed. Abildgaard) p. 4, Lumbricus tubifex; p. 8. Serpula spirorbis; p. 9. S. vermicularis; p. 13. Tubularia (Sabella) penicillus; p. 14. Nereis ciliata; p. 16. Amphitrite plumosa (Pherusa Mülleri); p. 25. Aphrodite punctata; p. 37. Lumbricus sabellaris; p. 49. Gordius equimis ; p. 50 — 52. Taenia magna (plicata Rud.), quadrilobata (perfoliata Göze); Müller's Taenia caprea = Pentastomum; p. 53. Ascaris acuta, lophii. Vol. IV. ed. Abildgaard, Holten, Vahl, J. Rathke) p. 31. Nereis uoctiluca; p. 32. Ascaris urogalli, anguillae; p. 39. Lumbricus marinus (Arenicola pisca- torum), L. squamatus; p. 31. Taenia tadornae; p. 45. Hirudo (Astaco- bdella) astaci; p. 34— 35. Fasciola (Distoma) longicollls, truncata. — Ani- malcula infusoria fluviatilia et niarina. Opus posthumum sistit vidua cura Othonis Fabricii. Havniae 1786. Rundwürmer kommen vor als Vibrio gordius, serpentulus, coluber; vier Varietäten von Vibrio anguillula als Anguillula aceti, glutiuis, fluviatilis, marina. Von Cerkarien sind C. inquieta und C. lemna p. 121 u. 122. Tab. 18. fig. 3-12. wirkliche Trematoden- larven. — Die Räderthiere erscheinen theils unter Cercaria als C. crumena, orbis, luna, catellus, catellina, lupus, vermicularis, forcipata (verstümmelt 122 Würmer. und nucleutlich), theils als Trichoda, T. lunaris^ biliinis, rattus, tigris, pocillum, cornuta; fragliche Männclien oder Junge als musculus, larus (Icbthydiura), longicauda; als Vorticella, V. larva, succollata, ampulla, aurita, tremula, senta, catulus, cauicula, felis, floseulosa. Dann ßrachionus, zuerst von Hill, von Pallas auf die Vortizellen des Linne, hier auf ein neues Genus angewendet. Müller vergleicht dasselbe mit den Daphnien, hat 10 univalves, 5 bivalves, 7 capsulares. Von den letzteren gehören einige nicht hierher. H. S. ßeimarus. Allgemeine Betrachtungen über die Triebe der Thiere. III. Ausgabe. Hamburg. 1773. Hält das sogenannte Kopfende des Bandwurms nur für dessen Haftapparat. — Nach dessen eigener Beobachtung schleiche der Aal sich in die hintere Oeffnung der Störe ein, um deren Roggen zu verzehren. — J. Beckmann. Physikal. Oekonom. Bibliothek. IV. 1774. p. 398. Das thue ähnlich Myxine glabra, der Neep- Masken der Norweger. Schriften der Drontheim. Gesellschaft, p. 225. Dar. Heiir. GrainaiKlat. Dissertatio de dracunculo, s. vena Medi- nensi. Appendix ad Nova Acta pbysico medica etc. VI. 1773. Norimb. p. 103. N. Hamburg. Magazin. 96 Stück. 1775. p. 526. Sah in Fliessingen diesen Wurm häufig. Ausführliche Abhandlung. Fe r min. Description generale de la colonie de Surinam. 1768. IL p. 334. Deutsche Uebersetzung. Aus- führliche historisch-physikalische Beschreibung der Colonie Surinam. Ber- lin. 1775. II. p. 316. Der Wurm heisst hier la Chanterelle; fand ihn acht Ellen lang. De la Faye. Principes de Chirurgie. V. Sect. I. cap. I. liess ihn aus eingedicktem Blute in den Gefässen entstehen; ähnlich Petit. Hist. de l'Acad. R. des sciences de Paris, p. 23 (Jahr?), welcher ihn nicht für lebend hielt. Beide folgten dem Pare (Opera, lib. 8. cap. 13), welcher den Wurm nie gesehen und den Griechen folgte. Delecamp (Chirurgie, cap. 83) führte nur die älteren Meinungen auf. Gaillandat kannte gut die polypenartigen Gerinnungen in den Blut- gefässen der Leichen und die wurmartigen Produktionen aus Furunkeln, aber er erkannte, dass der Dracunculus ein wahres Thier sei, welches unter der Haut lebe, nach längerer Zeit einen Abszess erzeuge und die Haut durchbohre, um hinaus zu gehen. So dachten ihn sich die arabischen Aerzte, so sahen ihn die Reisenden, so Amatus Lusitanus, Wepfer, F er min (s. u.) G. selbst hatte mehrere in Spiritus. — p. 109. Was die Entstehung betrifft: Qiiae latent nostro saeculo, expiscabitur forte aetas felicior. Man wisse auch nicht hinlänglich die in den Därmen der Menschen, den Nieren des Hundes, der Leber der Schafe zu erklären. Er glaubt, aus seinen Beobachtungen und den empfangenen Mittheilungen folgern zu dürfen, dass der Wurm mit der Nahrung in den Körper komme. Das Wasser könne die sehr kleinen Eier mit sich führen, diese könnten mit dem Chylus in's Blut kommen, in das Zellgewebe geführt werden und dort ausschlüpfen. Dafür spreche auch das Vorkommen von Würmern im Blute. Aeltere Quellen. 123 C. 8{iur. Om Blod-Iglars wärkan i en epileptisk Anslöt. Act. Holm. — Bericht von der Wirkung- der Blutegel bei einem epileptischen Aufalle. D. K. Schwed. Akad. d. Wissensch, Abhaudl. a. d. Naturlehre u. s. w. auf das Jahr 1773. 35. Leipzig. 1780. p. 88. Fouriüer. Sur une fievre maligne verraineuse. Memoires de l'Acad. de Dijon. II. 1774. p. LXIX. Aus 17(39. Todte Würmer im Magen mit sehr heftigen gastrischen Erscheinungen. Jolblot. Observations d'histoire naturelle faites avec le Microscope sur un grand nombre d'Insectes etc. Paris. 1774. IL partic. chap. I. Citat bei Göze für Essigälchen. Joblot fand sie erst vom July au, was Göze bestätigte. J. A. E. Göze. Mikroskopische Erfahrungen über die Essigaale, I. Stück. Der Naturforscher. I. Halle. 1774. p. 1. Die schon aufge- führten älteren Nachrichten von Bor eil us an. Unterscheidung von Fliegenmaden durch Menzel. Bremisches Magaziu. XXX. Stück des VII. Bandes. Von Joblot, Baker, Needham, Power (Mikrosk. Observ. p. 38), Bischoff, Ledermüller Auszüge. G. glaubt, dass der „Samen- stoff^' dieser Thiere von aussen durch die Luft komme. Needham unter- schied schon von denen im Kleister und Teig die im Brandkorn. Leder - m tili er erreichte die Wiederbelebung noch nach zwei Jahren. — p. 34. G. fand die des Essigs im Sommer lebend gebärend, im Winter Eier legend. — Abhandlung von zerschnittenen Wasserwürmern (zuugenlose Naide des 0. F. Müller), deren Stücke nach einigen Tagen wieder wachsen und vollkommene Thiere werden. Der Naturforscher. III. Stück. Halle 1774. p. 28. — Eine bequeme und leichte Art, Räderthiere des Winters in der warmen Stube zu ziehen. Beschäftigungen der Berlinischen Gesellschaft naturforschender Freunde. IL 1776. XII. p. 287. — Verzeichuiss aller übrigen von Roesel abgebildeten Insekten und Würmer nach Linneischer und anderer Naturforscher Benennung: Polypen des süssen Wassers und andere Gewürme. Der Naturforscher, IX, Stück. Hallo 1776. p, 72. Hierher Taf 78. f, 16. Taf. 79. f. 1. Nais proboscidea (Nereis lacustris); Taf, 92. Nais serpentina; Taf. 93. f. 1 — 7, Nais vermicularis, — Beitrag zur Geschichte der Kleisteraale. Der Naturforscher, Halle. IX. Stück, p. 177. — Naturgeschichte des Müller'schen Gliederwurms; Entdeckung, dass derselbe eine Dipterenlarve ist. Der Naturforscher. XV. Stück. Halle 1780, p, 113. — Ibid. XVIII, St, 1782, p, 38. Etwas aus meinem Beobachtungsdiarium über die Oekonomie der Essigaale. Unschädlichkeit, Uebertragung, Häutung, Gunst der Jahreszeit, künstliches Accouchement, Geburt der Embryonen in der Eihaut, — Schreiben an Herrn Rendant Ebel. Beschäftigungen der Berlinischen Gesellschaft naturforschender Freunde, HL 1777, — Ibid, XXVHI. 20. p, 400. Schreiben an Herrn Rendant Ebel, Auszug. Zum Tlieil Fadenwürmer des Aals, CucuUauus, lebendgebärend, zum Theil Bandwürmer des Aals betreffend, mit Bemerkungen über verschiedene Bandwürmer (Bemerkungen dazu von 0, F. Müller. Schriften der Berlin. Gesellsch. naturforsch. Freunde. 124 Würmer. 1781. VII. p. 133). — Versuch einer Naturgeschichte der Eingeweide- würmer thierischer Körper. 1. Einleitung in die Geschichte der Ein- geweidewürmer. 2. Beschreibung und Abbildung derselben. 3. Instrumente und Vortheile zur Behandlung derselben. 4. Verzeichniss der Eingeweide- würmer meines Kabinets. Blankenburg. 1782. Hervorzuheben sind die Annahme der Vererbung p. 4 ff. und dass die mit dem Kothe abgehenden Eier verloren gingen und nur etwa als Nahrung anderer Thiere Werth hätten ; die Mittheilungeu über die Menge von Eingeweidewürmern in einzelnen Fällen p. 25, p. 32 ; die Bekanntschaft mit lebend gebärenden ; der Nachweis der Durchbohrung der Darmwand durch Taenia plicata des Hasen p. 367; dass Hunde und Kinder durch Würmer die Stimme verlieren p. 27 ; die Stellung der Blasenwürmer als Taeniae intestinales neben die Taeniae viscerales und die Entstehung des eingestülpten Kopfes an der Blase p. 245; die Erkennung der Köpfchen mit Gruben und Haken beim Echinococcus mit Unterscheidung von Coenurus p. 158; die Unterscheidung zweier „Gattungen" von Taenia cucurbitina beim Menschen, der saginata grandis und der plana pellucida p. 278; die grosse Be- weglichkeit von Bandwürmern, Taenia crassicollis, und die saugnapf- artige Benutzung des Hinterrandes des letzten Gliedes p. 346. — Seine Gattungen waren: Ascaris, Trichocephakis, Gordius, Cucullanus, Strongylus, Pseudoechinorhynchus, Echinorhynchus, Planaria, Fasciola, Taenia, Chaos. — Selbstanzeige dieses Werkes mit dem System. Leipziger Magazin für Naturkunde, Mathematik und Oekonomie. 1781. p. 420. — Neueste Entdeckung, dass die Finnen im Schweinefleisch keine Drüsenkrankheit, sondern wahre Bandwürmer sind. Halle. 1784. — Erster Nachtrag zur Naturgeschichte der Eingeweidewürmer von J. A. E. Goeze, mit Zu- sätzen und Anmerkungen herausgegeben von J. G. H. Zeder. Leipzig. 1800. Eundwürmer, Hakenwürmer, Saugwürmer, Bandwürmer, Blasen- würmer. Jo. Ant. Scopol!. Annus V. historico-naturalis. Lips. 1772. p. 127. Globus stercoreus im Hühnerkoth. Wahrscheinlich die früh vereinzelten Glieder der Taenia proglottidea, nach Rudolphi die der T. infundibuli- formis. trodol. De vermibus ventriculum perforantibus. Eoux. Journal de Medecine etc. XXXX. 1773. p. 145. J. Christ. Polykarp Erxleben. Anfangsgründe der Naturgeschichte. Göttingen und Gotha. 1773. IX. Von den Gewürmen. Helminthologie: Intestina, Mollusca, Testacea, Zoophyta. Unter Intestina die Linne'schen Geschlechter mit Einschaltung der Rödererischen Trichiuris und des Si- punculus, dabei Myxine, auch Furia. Die Polychäten, auch Nais, stehen unter den Mollusken, Serpula und Sabella jedoch unter den Testacea, Biachionus und Taenia nach Pallas und Linne unter Zoophyta. J. Theoph. Koelreuter. Observationes in Gado Lota institutae. Nova Acta Petropolitana XIX. p. 424. Fasciola barbata et Gordius marinus in appendicibus pyloricis. Aeltere Quellen, 125 Blumeiil)acli. Göttingische Anzeigen für gelehrte Sachen. 1774. Stück 154. Glaubte noch, dass die Bandwürmer durch nachträgliche Ver- kettung der Glieder entstanden, womit er wohl der letzte gewesen ist. — Handbuch der Naturgeschichte 1779-80. — Achte Auflage 1807. — Folgte langsam und unvollkommen den Fortschritten der Disciplin. — p. 21. Fand bei einem neugeborenen Hnnde den ganzen Darm voll Bandwürmer (nach Davaine), — Abbildungen naturhistorischer Gegenstände. Göttingen. 1796—1805. Hydatis Finna suis, Hydatis erratica (Echinococcus Simiae Cynomolgi). — Vergleichende Anatomie. 1805 (3. Aufl. 1824). § 83. Note. Hielt die Cystengeschwülste nicht für Thiere. Dan. C. Solander. Furia infernalis, vermis et ab eo concitari soli- tus morbus, descripti. Nova Acta Regiae societatis scientiarnm Upsaliensis. Vol. II. Upsaliae. Anno 1775. p. 44. lieber Vena medinensis angezogen rKaempferus in Amoenit. exot. p. 524. Im Norden lieisst die Krank- heit Sktitt i. e. ictus; bei den Finnen käskema oder leukaus-tauti. Der Mythus der Krankheit hauptsächlich in Lappland, häufig auch am both- nischen Meerbusen. Linne (Ammoen. Academ. III. p. 322) erhielt den Wurm trocken von Ervastiis. Daselbst auch die Nachricht von Naaldyck in Göthenburg (Holland) von 1631, mit dem holländischen Namen de Viver und de Moord. Bericht über den Fall des stud. Martinus Salo 1754 in Mainz und andere zahlreiche. Der Wurm nur nagelbreit lang, haarfein, an beiden Enden mit Häkchen. Solander meint sicher, es sei kein Insekt, sondern ein Wurm; er nennt ihn Furia infernalis. Wenn der vermeintliche Stich bemerkt wird, steigern die Symptome sich unge- heuer rasch. Den Wurm selbst nennen die Schweden skättpil, die Finnen Lankaus-nuäli. Hägardt sah auch die Hausthiere von einer dieser Paro- nychia ex verme ähnlichen Krankheit ergriffen. Mad. Nouffer. Traitement contre le Tenia ou ver solitaire, public par ordre du Gouvernement, vers la fin de 1775. Bibliotheque physico- economiqiie. Annee IV. 1785. Paris. 1786. p. 314. Seit zwanzig Jahren in der Schweiz angewendet und oben schon erwähnt. Das „Speciflcum" ist Radix Aspidii filicis maris. Vorkur und Nachkur. Tablettes vermi- fuges aus Jalappe, Calomel, Corallina und Blanc d'Espagoe. Andere Wurmmittel. Das Noufifer'sche Mittel wurde 1776 von der französischen Regierung für 18,000 Frcs. angekauft. — Ibid. V. 1786. I. Paris. 1786. p. 314. Semences de Cevadille als noch wirksamer. — Anonymus. Precis d'un traitement contre le Tenia ou ver solitaire, pratique a Morat en Suisse, publie par ordre du Roi. Paris. 1775, Auch Journ. de Physique. VI. p. 460. Dec. 1775. Stier. Lieber das Drehen der Schafe. Oekonomische Nachrichten der patriotischen Gesellschaft in Schlesien. III. 1775. J. Beckmann's Physik. Oekonom. Bibliothek. VII. 1776. p. 433. Komme nicht von den Raupen in der Schleimhaut und den Stirnhöhlen, sondern von den Wasser- blasen zwischen Dura und Pia mater, welche aus Vollblütigkeit ent- ständen. 126 Würmer. Mittel wider die Kegenvviirmer. N. Hamburg. Magazin. 89. St. 1775. p. 476. Pferdemist als Schutz der zarten Pflanzen, welche von den Wür- mern hineingezogen zu werden pflegen, und andere Mittel; auch das Sammeln für medizinische Zwecke. Pli. Fermiii. Description generale de la Colonie de Surinam. Amsterdam. 1768. Uebersetzt Berlin 1775. II. p. 315. Phys. Oekon. Bibi. VI. 1775. p. 369. Der Fadenwurm komme nur bei aus Afrika gekom- menen Negern vor; ein Neger hatte auch einen Bandwurm. Marcus Elieser Blocli. Beitrag zur Naturgeschichte der Blasen- würmer. Schriften der Berliner Gesellschaft naturforschender Freunde. I. 1775. p. 335. — Beytrag zur Naturgeschichte der Würmer, welche in anderen Thieren leben. Beschäftigungen der Berlin. Gesellschaft natur- forschender Freunde IV. 1779. XXII. p. 534. Vom Hecht Fasciola lucii, Taenia tricuspidata, Echinorhynchus haeruca, Ascaris acus, Taenia hyda- tidis. Weiter Taenia crassa, Fasciola intestinalis, Larva oestri aus dem Magen des Steinadlers, Ascaris lumbricoides (false!), Taenia Auserisy T. lineata, T. infundibulum. Allgemeine Bemerkungen. — Beytrag zur Naturgeschichte der Blasenwürmer. Schriften der Berlinischen Gesellsch. naturf. Freunde. I. 1780. XVII. p. 335. Geschichte der ersten Form, ere- mita (= tenuicollis). Ausser den schon genannten Autoren dafür noch angeführt Härder, beim Hirschkalb, Bartholin, beim Reh. Pisiformis als Abart dazu. Zweite Art der bandartige der Mausleber. Ausser den genannten Autoren dafür noch H aller, Opusc. pathol. p. 81. Alle sahen ihn für einen Bandwurm an; erst Pallas, Mise. zool. p. 168, entging die Blase nicht. Dritte Art, der gesellige (Coenurus), war den Schäfern lange bekannt. Ivans teer, Unterricht von der Zucht und Wartung der Schafe. Leipzig. 1767. Letzterer vermuthete zuerst, dass aus den Körperchen an der Blase Würmer entstehen möchten. Dass es sich auch hier um wirkliche Blasenwürmer handle, zeigten erst Leske und Göze (Ebert's Anmerkungen im Martinet'schen Katechismus der Natur). — Abhand- lung von der Erzeugung der Eingeweidewürmer und den Mitteln wider dieselben, eine von der Köuigl. Dänischen Societät der Wissenschaften zu Copenhagen gekrönte Preisschrift. Berlin. 1782. Um den Preis hatten mit Bloch konkurrirt Goeze, Abhandlung von der Erzeugung der Einge- weidewürmer u. s. w. , und Werner, Vermium intestinalium praesertim taeniae humanae brevis expositio (vgl. Ant. Sohn ei der, Monographie der Nematoden p. 9). — p. 10. Wie die Gänse an der Taenia lanceolata nur litten, so lange sie zur AVeide gingen. — p. 29. Wie liedi und Klein wegen Mangels des Gürtels ausser der Begattungszeit gemeint hätten, dass es zwei Gattungen von Regenwürmern gebe. — Breite Würmer: Ligula, Fasciola, Taenia (16 unbewaffnete, 4 bewaffnete Arten); runde Würmer (Vermis vesicularis, Echinorhynchus, Ascaris, Trichiuris, Gordius, Cariophyllus, Cuculanus, Chaos intestinalis). Verzeichniss der bis dahin von Spulwürmern gegebenen Abbildungen. — Zw^eiter Abschnitt von der Entstehung, p. 37. Angeboren , eine eigene Klasse, p. 38. Zu- Aelterc Quellen. 127 sammenstellung der Fälle von angeblichem Angeborensein. Zweifel gegen die Nachrichten von Linne, Unger, Rosenstein über frei- lebende. Es könnte zwar, gemäss den Betrachtungen über die Schwie- rigkeit, dass die Eier an den rechten Ort gelangen (p. 42) und der Ueberzahl der Weibchen, dieses Angeboreusein vielleicht mebr so ver- standen werden müssen, dass nur jedem Thiere von Anfang an seine bestimmten Würmer zukämen (Versuche der Uebertragung von Fischen auf Vögel gelangen Bloch nicht, p. 43). Doch machen die Deduktionen p. 45. gewiss, dass Bloch wirklich meint, dass die Würmer stets mit der Geburt übertragen würden. Spitzfindige Einwendung hält er dabei der Widerlegung nicht werth. Indem Schlaffheit der Organe und Schleim- produktion die Würmer vermehre, richtet die Diätetik sich gegen solche. — Die Therapie geht auf Schleim verdünnende Mittel, besonders Salmiak mit Rhabarber und Jalappe; auf wurmbeunruhigende, das gefeilte Zinn (das granulirte bei Als ton, medic. Essays, vol. 5. pars 1. p. 89) und das Calomel, auf erstarrende, das kalte Wasser, und auf drastische, Seammonium mit Weinsteinsalz , für Madenwürmer , Askariden ; für Blasenwürmer die Punktion. In den Pulvern von Nuffert, Herren schwand, Wagler sei nur das starke Abführmittel das Wirksame; die quälende grosse Menge des männlichen Parrnkrauts ganz überflüssig. — Uebersetzt als Bloch. Traite de la generation des vers des iutestins et des vermifuges .... suivi d'un precis du traitement contre les taenia public par ordre du roi (welcher nach Rudolphi 1775 zum zweiten Male edirt worden war). Strasbourg. 1788. Polypodium filix mas und dann Abführmittel aus Panacea raercurialis, resina seammonium, Gummigutt. — In der deutschen Ausgabe p. 23. führt Bloch den Blasen- wurm der Maus als vermis vesicularis taeniaeformis auf. Er unterscheidet, wie oben, von vesicularis eremita als Nebenart den pisiformis und dann den vesicularis socialis (Coenurus) mit 3—400 in einer Blase. Beziehung ebenso auf Hartmann (Mise. nat. cur. Dec. 3. an. 2. obs. 192) als den, der zuerst den Blasenwurm der Maus gesehen und zuerst den eremita als lebendes Thier beschrieben (Ibid. Dec. 2. an. 4. obs. 73. p. 152), auf Tyson (Philos. Transact. 12. No. 193. lumbr. hydrop.), auf Pallas (Diss. de inf. viv. p. 50. No. 6; Elench. p. 415; Mise. zool. p. 157), auf Leske und Göze. — J. Beckmann's Pbysik. Oekonom. Bibl. XII. 1783. p. 414. Dasselbe. Forskai. Descriptiones animalium, quae in itinere orientali observa- vit. Post mortem auctoris edidit Carsten Niebuhr. Havniae. 1775. Die „Vermes'^ enthalten unter ,, Mollusca'^: Teredo, Limax, Nereis (caerolea, pelagica), Priapus (Aktinien), Scyllaea, Holothuria, Sepia, Medusa, die neue Gattung Salpa, Pterotrachea, Physsophora, Fistularia. Anonymus. Beschreibung des Bandwurms, nebst den Mitteln wider denselben. Kempten 1775 (nach Bibl. Modeer). Doiilileday. 1776. Medical observat. and inquiries. V. p. 143. Entleerung von Echinokokken durch Husten und Heilung. 128 Würmer. And. J. Retzius. Leciioucs publicae de vermibus intestinalibus imprimis humanis. Holmiae. 1776. Literatur. Ascaris, Fasciola (i. e. Ligula), Gordius, Echinorhynchus, Plauaria „magis congriuim Distoma", Taenia, mit Einschluss der Taeniae vesiculiferae. Behandlung der Frage des Ursprungs, insbesondere Beleuchtung der ßloch'schen Argumente für das Angeborensein der Wurmkeime. Aiit. de ülloa. Hamburg. Magazin. XVIII. p. 264. Sah in Madrid zwei in Marmor gefundene Würmer. In den folgenden Abhandlungen. IV. p. 85. — Vers trouves vivans au millieu d'uu bloc de marbre a Madrid. Dictionnaire des merveilles de la nature par A. J. S. 2. edit. I. 1783. p. 48. Gordius? J. S. Schröter. Abhandlungen über verschiedene Gegenstände der Naturgeschichte. I. Leipzig. 1776. XIV. Von den Heuschrecken, p. 309. Vorkommen von Spul- (= Gordius) und Fliegenwürmern bei grünen Heuschrecken nach Frisch, p. 931. Ob die Würmer des Menschen Regenwürmer seien. IV. p. 116, 127. Die Ergänzung von zerstückelten Würmern nach Müller, Bonnet, Spallanzaui. — VIII. p. 182. Wie die Sabellen ihre Häuser bauen (Mylius, Physikalische Belustigungen. XXIX. St. p. 1460). Dicqueiiiarre. Suite des observations sur la Physique et Ihistoire naturelle. Journal de Physique. VIII. 1776. Sept. p. 222. Lärme marine et sa chenille. — Menagerie marine. Ibid. XII. 1778. Oct, p. 281. — Le Boudin de mer. Ibid. p. 285. — Ver du Havre. Ibid. XIII. 1779. Janv. p. 19. Lumbricus marinus L. — Ver ä fourreau coniqiie. Ibid. XIV. 1779. Juill. p. 54. — Le ver long ou intestiniforme. Ibid. p. 484. Ob Borlasia? — Insectes marins destructeurs des pierres. Ibid. XVIII. 1781. Sept. p. 222. — Destructeurs de pierres seconde espece. Ibid. XX. 1782. Sept. p. 228. — Nachricht von einem See-Insekt, das Steine zernagt (eine Annelide). Nach Journ. de Phys. (oben) in Licbtenberg's Magazin für das Neueste aus der Physik und Naturgeschichte. 2. Aufl. I. 3. 1785. p. 72. — Von einer zweiten Art See-Insekten, die Steine zernagen. Ibid. II. 1. 1787. p. GS. — Memoire ä l'occasion d'un ver iuconnu trouve dans les visceres de la Seche. Ibid. XXIII. 1783. Nov. p. 336. — Ueber einen unbekannten Wurm, der sich in den Eingeweiden des Blackfisches findet ('? Bandwurm). Nach dem vorigen in Licbtenberg's Magazin für das Neueste aus der Physik und Naturgeschichte. II. 3. 1784. p. 79. — La pellicule animee. Journ. de Physique. XVII. 1781. Janv. p. 14. Licbtenberg's Magazin für das Neueste aus der Physik und Naturgeschichte. II. Aufl. I. 2. 1785. p. 25. Eine Seeplanarie mit 10—12 Augen. 3Iaur. Roff'redi. Memoire sur l'origine des petits vers ou aiiguilles du ble rachitique. Journ. de Physique. V. Janv. 1775. p. 1. Davon spricht Linne in der Anmerkung zu Chaos. — Seconde lettre, ou suite d'Obser- vations sur le rachitisme du bled, sur les anguilles de la colle de fariue et sur le grain charbonne. Ibid. Mars. p. 157. — Memoire pour servir de Supplement et d'eclaircissemeut aux deux memoires sur les anguilles Aeltere Quellen. 129 du bled avorte et de la colle de fariiie. Ibid. Yil. 1776. p. 369. — Auch iu SaDimlimg brauchbarer Abhandlungen aus des Herrn Abt Rozier Beobachtungen, übersetzt von C. E. W. I. Leipzig 1775. p, 29. Needhani sah sie zuerst (Nouvelles observations niicroscop. C. VIII. p. 103, 105, 108, 225). Remarques sur les decouvertes microscopiques de M. Spal- lanzani p. 162, 163. B. F. Beiiiiig'. Westphalus, Dissertatio inauguralis zool. med. de tlirudinibus, Ilardervici 1776. Hastfer. Anzeige von der Leipziger Oekonomiscben Hocietät in der Ostermesse 1776. J. Beckmann's Physik. Oekonom. Bibliothek. IX. 1778. p. 97, nach Unterricht von der Zucht und Wartung der Schafe von Hastfer. Drehkranke Schafe werden durch Trepaniren gerettet, wenn man die Stelle der Blase im Gehirn getroffen hat, welche die Ursache der Krankheit ist. Raiiftler. Anzeige der Leipzig. Oekonom. Societ. 177r>. p. 20. Sah die kleinen Körpercheu auf der Oberfläche des Coenurus und vermuthete dass Würmer aus ihnen entständen (nach Bloch). J. Ch. Ebel. Etwas von Fadenwürmern, besonders in den Lungen eines Frischlings. Beschäftigungen der Berlinischen Gesellschaft natur- forsehender Freunde, III. 1777, XXVII, p, 420. Sah auch einen Gordius (Erd faden wurm). Jo. Eni. Imm. Walcli. Monoculi apodis historia exposita. Natur- forscher. St, XH, p. 64 — QQ. Filarien in und um Apus cancriformis. WiHiam Wriglit. Description and use of the Cabbage-barktree (Geofifraea Jamaicensis inermis) of Jamaica, Philos, Transact. 67, for 1777, part I. London 1777, p, 507, Botanische Beschreibung, Dar- stellung der Präparate, Dosen, Effekte gegen Würmer, Car. Phil. Roudier. Observatio de verme 1 ped. longo, ex ingenti tumore hypogastrii egresso. Dumangin, Colombier etc. Journ, de Mede- cine. vol. 52. 1777. Joli. Oi)lielius. Om Ascaris lumbricoides, huru den blifvit fördrifven, Om Ascaris lumbricoides, med utehängande Kuippen, Kgl, Swenska Wetensk. Academiens Haudlingar. XXXVII, Mouleiiq. Observatio de taenia e tumore abdominis extracta, Du- mangin, Colombier etc. Journal de Medecine. LVI. 1778. p, 330. Bajoii. Observ, sur quelques bons remedes contre les vers de l'ile de Cayenne, Journ, med. chir. XXXIV. 1770. p, 69, Spulwürmer in Cayenne die häufigste Erkrankung (nach Davaine), — Memoire pour servir 11 l'histoire de Cayenne et de la Gyane francaise. Paris. 1777 — 78. I, Dragonneau. — Physik, Oekon, Biblioth. X. 1779. p. 178. — Deutsche Uebersetzung, Erfurt 1781, — Sammlungen zur Physik und Naturgeschichte. Leipzig 1782. p, 597, Fadenwurm unter dem Namen Gordius bei kürz- lich aus Afrika gekommenen Negern, Dabei solche unter der Conjunctiva des'Auges. (xruiicr. Von der Vena medinensi oder dem Dracunculo, Aus Acta Acad.^Elector. Moguntinae scientiarum, quae Erfurt! est, ad annum 1777. Bronn, Klassen des Tliier- Reichs. IV. 1. 9 130 Würmer. Erfurt!. 1778. p. 257. Physik. Oekoii. Biblioth. X. 1779. p. 525. Sauim- limg der älteren Nachrichten. Christ. Rud. Hannes. De aphonia aliisque incommodis verminm ejectione sanatis. Nova acta phys. med. VI. Norimb. 1778. p. 261, De Senac. Traite des maladies du coeur. 2. edit. Paris. 1778. T. 1. p, 251. Dass Peyronie bei mehreren Hunden Klumpen von AVürmern zwischen Herzbasis und Perikardiura und auch in den Ventrikeln gefunden habe (nach Davaine). Joan. Casp. Rueff. De taenia seu verme lato. Nova Acta physico- medica .... exhibentia Ephemerides sive observationes , historias et experimenta a celeberrimis Germauiae et externarum regionum viris habita et communicata, sing-ulari studio collecta. Tom. VI. Norimbergae 1778. Obs. 5. p, 20. Citirt für weitere Bandwurmarteu Meadius, Monita et praecepta medica. p. 6G] über die Schwierigkeit der Abtreibung Haenius, Ratio medendi pars XII. p. 212, sei es mit Quecksilber, Asa foetida, Eisen, Zinngeschabsel oder den sechshundert anderen Mitteln. Aufführung der Heilmittel bei van Swieten. Am wirksamsten sei das Herren - schwand'sche. Da dieses nie aufrichtig mitgetheilt wurde, führt R. es auf: Tags zuvor fasten ausser Gersten- und Haferschleim, Abends drei Unzen Mandelöl, hernach eine Unze Absynthsalz. Des Morgens in drei- stündigem Zwischenraum zweimal das Spezifikum, Sal. absinth. ^fv, G. guttae gr. 3 — 5, im Nothfall ein drittes Pulver. Joan. Frid. Cons1)rucli. De membranosis concrementis cum pu- rulentis sputis ejectis. Ibid. Obs. 31. p. 165. Aushusten membranöser Gebilde (Echinokokken) ohne Organisation während zweier Jahre, dann Heilung. Ai'vity. Observation sur des vers sortis par le canal d'urethre. Jouru. de Physique. XIII. 1779. Mai. p. 379. Ne verbum quidem, unde harioleris, vermisne sit an insecti larva (nach Bibl. Modeer). Dan. Com. Rauh. Dissert. inaug. de Ascaride lumbricoide, ver- mium intestiualium apud homines vulgatissimo. Gottingae 1779. Vor- nehmlich die Unterscheidungsmerkmale von Lumbricus terrestris, dessen Borsten übrigens Ray, Willis, Pallas, Linne, schon gut kannten, und anatomische Beschreibung. Versuche des A. Murray mit Spul- würmern, welche in dessen Opusc. Vol. II. sich wiederfinden. W. F. Freiherr von Gleichen, genannt Rusivorm, Zergliederung und mikroskopische Beobachtungen eines Bandwurms, Taenia lata L., und eines Kürbiswurms, Cucurbitinus. Beschaff, d. Berlin. Gesellschaft naturforsch. P'reunde. IV. 1779. X. p. 203. Besonders gegen die Auf- fassung der Kalkkörperchen als Eier durch Andry. — Bemerkungen dazu' von 0. F. Müller. Schriften der Berlin. Gesellsch. naturforsch. Freunde H. 1781. VII. p. 134. Paulus de Czenpinski. Dissertatio inauguralis zoologico- medica, sistens totius regni aninialis genera. Viennae. 1778. p. 1. Classis I. Vermes. Unter I. Zoophyta p. 22. Taenia und Furia. II. Mollusca. A. Nuda mutila. Aeltere Quellen. 131 p. 23. Gorcliiis, Ascavis, Hiriulo, Liimbriciis, Sipunculus, Fasciola. B. Nuda tentaculata. p. 25. Terebella. p. 26. Aphrodita, Nereis. C. Testacea. p. 27. Sabella, Serpula. Marigiies. Observations siir des Vers Teuia tronves dans le ventre de quelques lapins sauvages. Journal de Pbysique par l'Abbee Rozier, XII. 1778. Sept. p. 229. John Hunter. Of tbe beat, and of animals and vegetables. Pbilos. Trausaetions. 68. for 1778. I. London 1779. p. 138. Versnobe über Ein- wirkung des Gefrierens auf Regenwürmer. Ganz und in der vorderen Hälfte gefrorene starben. Bei Frieren der binteren Hälfte blieb der vor- dere Theil lebend und trennte sieb von dem hinteren. — Transactions of a Society for the improvement of medic. and chirurgical knowledge. Vol. I. 1787. Echinococcus (Citat nach John Howship. 1836). .T. llathkc. Jagtagelser henhoerende tel Indvolde ormenes og l)loeddyrenes naturhistorie. Skrivter af naturhistorie Selskabet 1779. Besonders Distomen, deren Porus er irrig, wie Fabricius in den An- merkungen nachwies, für dorsal hielt und Echinorhynchen. P. Camper, lieber die Lungenwürmer. Schriften der Berlin. Gesellscb, Naturforsch. Freunde. I. (übergegangen in „Kleinere Schriften" III. L Leipzig 1788 und Zusätze). Bei Kälbern. — Ueber die wahre und eigent- liche Ursache der Krankheiten, die unter dem grossen und kleinen Viehe als ansteckende Seuchen wtithen. Von der Gesellschaft naturf. Freunde gekrönte Preisschrift. Beschäftigungen der Berliner Gesellscb. naturf. Freunde IV. 1779. p. 95. Ob ansteckende Viehkrankheiten von Insekten entstehen? „A. Kircher (Athanas. K. Scrutinium physico-raedicum con- tagiosae luis, quae dicitur pestis. Lips. 1659.) scheint allen übrigen den Weg gezeigt zu haben, denn er hat Würmer zur Ursache der Menschen- pest gesucht, als wenn dieselben aus der Fäulniss entständen und durch die Ausdünstungen verbreitet würden. Es sollen aber, wenn wir dem Vallisneri glauben dürfen (Nuova idea de mal contagioso de'Buoi. Opera omnia. T. I. p. 13—27), vor jenem schon Hauptmann, Faber, Paolini u. a. eben diese, willkührlicb angenommene Meinung geltend zu machen gesucht haben. Noch deutlicher haben sich die berühmten Männer Bono -und Congrossi dafür erklärt und Würmer für die wahre Ursache der Rindviehseuche ausdrücklich angegeben. Zu dieser Parthei ist hernacb Vallisneri getreten, welcher versichert, dass er ebenso wie Bono das Blut des verreckten Rindviehs voller Würmer beobachtet habe .... Congrossi bat behauptet, dass sie anfänglich kriechende wären , hernach aber wahrscheinlich in Fliegen verwandelt würden ; könnten auch durch den Wind von einem Orte zum andern gebracht werden." — Danach von Würmern und Insektenlarven bei den Insekten und Zusätze dazu. Schriften. I. 1780. VIII. p. 112. Lebende Würmer in der Luftröhre eines Kalbes als Ursache des Wurmhustens. Dieselben dürfen nicht, wie bei Klein, Linne, Pallas, Müller mit dem Gordius zusammengeworfen werden. Bemerkungen dazu von 0. F. Müller. 9* 132 Würmer. Ibid. II. 1781. VII. p. 131. — Oeuvres cVhist. natur. Paris. 1803. III. p. 190. Sah die Jungen in den Leibern der gestorbeneu Mutter über- leben (nach Davaine). — Adr. GiU. Oamper (filius). Von den Krank- heiten, die sowohl den Menschen als Thieren eigen sind. Durchaus mit Zusätzen und Vermehrungen des Verfassers bereichert, und mit einigen Anmerkungen teutsch herausgegeben von J. F. M. Her bell. Lingen. 1787. Diesem von P. Camper geschriebenen Werke war von der Hol- ländischen Gesellschaft der Preis versagt. So wurde es unter des Sohnes Namen herausgegeben (Rudolphi). IJ. a. Filarien und Cysticerken bei Affen, Strongylus intlexus Rud. im Cavum tympani von Phocaena. Co. Perel)00m. Descriptio et iconica delineatio novi generis vermium Stomachidae dicti, in corpore habitantium (Ascarides monstrosae): acc. observatio medico- practica de Lumbrico per urethrara excreto, nee nou de Lumbrico alvino utut niortuo parturiente. Amstelod. 1780. C. Fr. Happ. Vermium intcstinorum hominis historia. Diss. Lipsiae. 1780. Ascaris vermicularis, lumbricoides, trichiura, Stomachida Peere- bomii, Taenia solium, caniua (cucumerina), lata, vulgaris. — Vermes connatos esse: Hartsoeker, Andryus, Valisnerius, Clericus, Ruyschius, Couletus, Pallasius, Phelsum. Für Kommen von aussen: Leeuwenhoek, Swammerdam, Boerhaave, Bonn et, Linne, v. Doeveren, Unzer. Nachdem die ältere Ansicht von gene- ratio univoca zurückgewiesen, scheint dem Verfasser von jenen beiden die erste die glaubwürdigere. De Flaug'uergiies jun. Lettre sur le Phosphorisme des vers de terre ä M. le Baron de Servieres. Journ. de Physique par M. l'Abbe Rozier. XVI. 1780. Oct. p. 311. Lichtenberg's Magazin für das Neueste aus der Physik und Naturgeschichte. II. Aufl. I. 1. 1785. p. 45. (Bemerkungen des Herrn de Servieres dazu p. 48). Sah das Leuchten mehrmals, aber nur im Oktober. — Der Meinung, dass es von dem Be- gattungstriebe abhängig sei, widersprach Servieres. Ibid. p. 313. — F. Lettre ä M. Formez. Sur la lumiere phosphorique de quelques vers. Nouveaux memoires de l'Academie R. des sciences et belies lettres. Annee 1780. Berlin. 1782. p. 37. Regenwurm leuchtend im September 1771, besonders der Sattel, wieder im Oktober 1775 und 1778. Bestätigung durch andere Personen. Kölpin. Merkwürdige Krankheitsgeschichte und Leichenöffnung. Schriften der Berlinischen Gesellschaft Naturforschender Freunde. I. 1780. XVin. 348. Echinococcus in der Leibeshöhle, der Leber, der Harnblase; von Bloch im vorausgegangenen Aufsatze als Blasenwürmer. — Die Hinweisung p. 350 hat nach Leuckart die Vermuthung des Vorkommens des Cysticercus tenuicollis beim Menschen veranlasst, ohne dass aber die Identität festgestellt wäre. Rudolphi meint, trotz der vermeintlichen Bewegungen der inneren Membran, dass es sich um Echinococcus gehan- delt habe. Aeltere Quellen. 133 Mazeas. Observations sur des tubulaires ä Tube elastique et car- tilagineux. Menioires de Mathem. et de Physique presentes ä TAcad. K. des Sciences par divers savans (scavans etrang.). IX. 1780. Paris, p. 299. Pinceau de mer (Sabella Spallanzanii). Nennt die gestreiften Kieuienfäden Trompes ou sueoirs. Vergleicht nach Zergliederung mehr mit den vers de terre, dann auch wieder mit denjenigen Würmern, welche Ellis in den Korallinen gefunden , vojzüglich allerdings mit Ellis' Corallina tubularia melittensis cum scolopendris suis, tentaculis duobus duplicato-pinnatis instructa. A. Martin Rolaiidssoii. Von einem besonderen Wurme, der wie eine Spritze aussieht (Echinorhyuchus) aus Gadus Lota und dem Stink (Osmerus), und Hydatides oder Wasserhülsen aus den Eingeweiden des Stinks. Der Kön. Schwed. Akad. d. Wissenschaft. Abhandlungen a. cl. Naturlehre, Haushaltungskunst und Mechanik für das Jahr 1780. Aus d. Schwed. übers, v. A. G. Kästner. I. Leipzig. 1784. p. 42. Die die Därme durchbohrenden Theile werden als Hydatides bezeichnet. Die Würmer seien die Ursache des schlechten Geruches des Fisches. E. Acliarius. Anmärkningar uit Hr. Martins Ron, rorande en besynnerlig mask hos Norsen. Kgl. Wetensk. Acad. Nya Haudlingar. Stockholm. I. 1780. p. 49. Echinorhynchus und Ascaris. — Animadversiones quaedam physico-medicae de Taenia. Luudae. 1782. — Anmerkungen zu Herrn Martin' s Nachricht von einem sonderbaren Wurme im Stink. Der Kön. Schwed. Akad. d. AVissensch. neue Abhandlungen a. d. Natur- lehre, Haushaltungskunst und Mechanik für d. Jahr 1780. Aus d. Schwed. übersetzt v. A. G. Kästner. I. Leipzig. 1784. p. 47. Bessere Beschreibung des Martin'schen Wurms als Acanthus, Rundwürmer der Schwimmblase des Stinks, eine Fasciola und ein ? Trematode. P. E. Hinze. Dissert. de Febribus et Variolis verminosis. Helm- stad. 1780. 0. Fabricins. Fauna Grönlandica, Systematice sistens Animalia Groenlandiae occidentalis hactenus indagata, quoad nomen specificum etc. Hafn. et Lips. 1780. Zahlreiche Würmer, merkwürdiger Weise mit eigenen grönländischen Namen. Der Echiurus forcipatus Reinhardt als Holothurie. — Bidrag til Snylte-Ormenes Historia. Dansk. Naturh. Selsk. Skrivter. HI. H. 2. Eingeweidewürmer verschiedener borealer Thiere. Tinte-ormen (Vesicaria lobata). Nye Sämling of det Kongelige Danske Videnskabernes Selskabs Skrifter. Anden Deel. Kjobenhavn. 1783. p. 287. Zu vergl. Bartholin, cent. H. obs. 67. p. 293. Ova in porcis. Die Finnen als wahre Blasen würmer. — Von dem Spiogeschlecht, einem neuen Wurmgeschlecht, Nereis seticornis und N. filicornis, mit Abbildungen. Schriften der Berlin. Gesellschaft naturforsch. Freunde. VL 1785. XV. p. 256. — Beskrivelse og Afbilding over Krol-Nereiden (Nereis circinata). Nye Sämling of det Kongelige Danske Videnskabers Selskabs Skrivter trede Deel. Kjobenhavn. 1788. p. 191. — Zoologiske Bidrag. 7de Bidrag. Om de 8 indvolde-Ormer- Arter, som i Zoologia Danica Vol. IL p. 46. 134 Wuriner. Tab. 74. erc anförle iiuder Navnene Ascaris phocae, tubiilitera, bitida, Kajae, Pleurouectis, Gadi, versipellis, Alcae. 1. Fiisaria s. Ascaris phocae. 2. Echinorbyncbus phocae. 3. Ophistoma phocae, 4. Fnsaria s. Ascaris Rajae. 5. EcLinorhynchus Flatessoidae. 6. Fusaria s. Ascaris Gadi. 7. Ecliinorbynehus caudidus s. versipellis. 8. Alke-ormen. Det Kongelige üanske Videiiskabernes-Selskabs Skrivter for 1809 og 1810. Siete Deels foerste Haefte. Kjöbenbavn. 1818. p. 123. M. Gr. Leske. Von dem Drehen der Schafe und dem Blasenbaiid- wiirm als der Ursache dieser Krankheit. Leipzig. 1780. J. Beckmann's Physik. Oekonora. Bibliothek. XI. 1781. p. 67 (Hydra hydatnia). Auch Stralsunder Magazin I. p. 64. F. C. H. Fiiclis. Commentatio historico medica: De Dracunculo persarura sive vena niedinense arabum. Jenae 1781. Reichste Fundgrube der älteren Quellen. Ausser den schon genannten für die Namen noch, insbesondere teste Welsch: Stephanus Antiochenus (Vena saniosa); Guil. Salicetus, Chirurgia, lib. 4, Vesalius Commentatio in Galeuum 92, Gerardus Bututus Bituriensis (vena vitis); Jo. Colle, Eluci- darum Chirurgia sive comment. in Ebn Sin am Sect. 4. Tr. 2. c. 21 (Pustula vermicularis) ; Claud. Deodatus (vermis sub cute); Franc. Pedemontanus, de apostemat. sanguineis. Sect. II. part. II. summ. I. § 2. p. 185 (Vena egrediens); A. R. Vogel, Aphor. de cognosc. et curandis niorbis, p. 641 (coliibrilla); J. Bauhin us, Hist. fönt, admir. BoUens. libr. I. c. 5, Casp. Seh wenckfeld, Hist. stirp. et front. Silesiae p. 404 (Serpigo); Henr. Varenius, Nosologia herraet, et Galen, a. Joach. Tanocio ed. Disp. XXI, Thes. 13 (Schuaderspulwurm); die Italiener Dragoncella; Klein, Herpetol. p. 60 (Lumbricus aquaticus); E. Bancroft, Naturgeschichte von Guiaua in Südamerika, a. d. Engl. Frankf. und Leipzig 1780. p. 239 (Faden wurm, Haarwurm, Hautwurm, Nervenwurm, Wasserkalb, Guineawurm); Sau vage, Nosologie methodique IX. Cl. 10. Cachexie, Protub. No. 6. ord. 22. p. 355 (Dragonneau), Felix Plater, Prax. part. III. cap. 3. p. 283 (Phlyctaena); Niebuh r (vgl. p. 133) in der Gegend Loheia: Arx; im Coraitat Haleb und den Prinzipaten Furnadit und Abuschar: Arkeb u. s. w., Pallas (Vitulus aquaticus). Vita pro vitta = filum. Als älteste, welche ihn für ein Thier ansahen: Aetius Amidenus, Paul Aegineta, Albucasis: esse vermem quinque pal- marum, et dec^m, quid?, quod? viginti palmarum quoque iuterdum reperiri; Natal. Montesaurus stellte ihn zu den Läusen, Cartheuser verglich ihn mit der zweiten oder dritten Saite der Zither und sah ausser der äusseren Hülle eine zweite, zarte Membran. Linds Versuch über die Krankheiten der Europäer in heissen Klimaten. T. I. Abschn. II. cap. 2. p. 52. Engelbr. Kämpfer Amoenitates exoticae. p. 526 u. a. Für eine Krankheit, nicht einen Wurm sahen ihn an: Galenus (Varix), Alsaharavius, Avicenna, Rhazes, Avenzoar. Jo. Jac. Whoyt, Gazophylaceum med. phys. Leipz. 1751. p. 2246 hielt ihn für den Stich einer Fliege. Wie Amatus Lusitanus verglich ihn auch Petit mit den Gerinnseln in Herz und Aeltere Quellen. 135 Gefässen. Die Verwechslung mit den Crinones, vena bovina n. a. Die Gegenden, in welchen der Dracimculus vorkommt: Indien, Insel Ormus, Surinam, Bucharei, Aegypten, Land Jemen, Insel Gulbio im persischen Meerbusen, St. Thomas, St. Croix, St. Jean, Russland, Arabien, Persien, Senegal, Aethiopien, Guinea, Ostafrika, am Flusse Jaic, der in's kaspische Meer fliesst (Fr. Hofmann, Diss. phys. med. Decas. Lugd. Batav. 1713. Diss. III) und, schon aufgeführt, nach Schwenckfeld bei uns selbst. — p. 21. Symptome (dafür besonders Schöller. Diss. inaugur. sist. observ. super morbos Surinamensium. Götting. 1781. p. 40). — p. 25. Prognose. — cap. 3. p. 29. Ansichten über die Entstehung: Welsch (Tract. de vena medinensi) aus proprio semine in Lumoribus latente, Gaillandat (nach Welsch, cap. 7. p. 181. Vgl. auch oben) durch Speise und besonders Wasser die Eier in den Körper und durch das Blut in das Zellgewebe gebracht, so auch de Cser (vgl. oben). — cap. 4. p. 33. Behandlung. J. C. Eiclihorn. Beiträge zur Naturgeschichte der Wasserthiere. 1781. Dessen Zirkelthier. Tab. VII. Fig. V, der Vibrio malleolus Müll, ist eine Cerkarie. Er giebt ihm auch eine Andeutung von Mund und Darm. Schneider. Bemerkungen zu Ulloa, Physik, u. histor. Nachrichten vom südlichen und nordöstlichen Amerika. T. I. Leipzig. 1781. Sagt p. 248, dass bereits Agatharchides (Plutarch. Quaestiones. Sympos. IX. p. 733. ÖQayMVTi«) den Medinawurm gekannt habe (nach Rudolphi). Blas. Merrem. Vermischte Abhandlungen aus der Thiergeschichte. Göttingen. 1781. u. a. p. 169. Taenia hydatigena unter dem Namen Fasciola saccata. J. A. Scopoli. Bemerkungen aus der Naturgeschichte. IL Aus dem Lateinischen von K. Freiherrn von Meidiuger. Wien. 1781. I. Reise nach Görz. p. 3. Wellenförmig sich bewegende Schlammwürmer. Ob Lumbricus terrestris minor rubicundus des Sloane, Jamaica 2. p. 109, oder ein neuer Fadeuwurm, oder Gordius gregarius ruber. J. Hermann. Helminthologische Bemerkungen. Dqv Naturforscher. Halle. XVII. Stück. 1782. p. 172. Zwei neue Kratzer, p. 180. Mazocraes (? Octobothrium) von den Kiemen des Maifisches, aus der Ordnung der weichen Würmer, Molluska. — IL XIX. St. 1783. p. 47 ff. u. 57. Brachionus quadridentatus, B. patina, B . . . ., welche zusammenstehen mit Trichoda und abgerissenen Vortizellen, und Vorticella macrura, welche ein Rotifer ist. — p. 31. Taenia omphalodes der Feldmaus; Caryophyllaeus? (Fig. 5); Fasciola Alosae. Cercaria (Fig. 20) = ein Infusorium. p. 36. Cucullanus; verstümmelte und aufgeplatzte Askariden. III. XX. St. 1784. p. 160. ( — eine wirkliche Cercarie ist Cercaria lemna auf Limnaeus stagnalis. — p. 171. Taf. m. Fig. 61. = Ichthydium. Joli. L. Otlhelius. Erfahrungen von der Ascaris lumbricoides. D. Kön. Schwed. Akad. d. Wissensch. Abhandl. a. d. Naturlehre, Haus- haltungbkunst und Mechanik. 38. auf das Jahr 1776. Leipzig. 1782. 136 Würmer. p. 144. Das Nouffer'scbe Mittel helfe gegeu sie nichts. Vermuthuiig lebender Jungen. — Erinnerungen bei Herrn Dr. Blom's Aufsatze vom langen Spnhvurm. Ibid. p. 318. C. M. Blom. Fernere Untersuehnngen und Bemerkungen vom langen Spnlwnrm, Ascaris himbricoides. Ibid. p. 814. die heraushängenden Theile seien wohl keine Jungen. Uebrigens die Anatomie noch wenig verstanden. Du Roiideau. Memoire sur la saugsue medicinale. Jouru. de Phjsique. XX. Oct. 1782. Beschreibung der inneren Theile, Versuch mit Zerschneidung und unter der Luftpumpe. J. Mayer. Abhandlung von den Würmern des Menschen. Ab- handlungen einer Privatgesellschaft in Böhmen. Zum Druck befördert von J. Edler v. Born. Prag. V. 1782. p. 77. Einleitung über die Unter- scheidung der Regenwürmer von den Spulwürmern nach v. Hwieten, Comment. § 1363, Klein, Diss. de origine et propagatione vermium, Redi, Vallisnieri gegen Linne und Scopoli, unterstützt durch die Beobachtung der Periodizität des GürteFs bei Murray (Diss.de vermibus in Icpra obviis et lumbricorura setis). Beschreibung, wohl die früheste, eines 8 — 19'" langen, C>2 Ringe zählenden Lurabriciden aus dem Trink- wasser, an welchem Seitenstacheln nicht bemerkt wurden. — Nachricht aus Rom von häufigem Vorkommen eines Fadenwurmes in Gängen des Carrarischen Marmors. J. Beckmaun's Phys. Oekonom. Bibl. XVII. 1783. p. 265. Sammlung physik. Aufsätze, besonders die Böhmische Natur- geschichte betreffend. II. Dresden. 1792. p. 358. Clial)ei't. Traite des maladies vermineuses dans les auimaux. Paris. 1782. 2 edit. 1787. Ascaris megalocephala als Strongle, Sclerostomum armatum als Crinon, Dragouueau. Uebersetzung von H, A. A. Mayer Göttingen. 1789. N. I). Faick. Untersuchung der sogenannten Viehseuche, oder Beweisgründe, dass diese Viehkrankheit nicht von pestilentialischer Art sei, sondern von einer Übeln Verdauung und Würmern in den Mägen herrühre. Hamburg. 1782. H. Sander, Oekonomische Naturgeschichte für den deutschen Laud- mann und die Jugend in den mittleren Schulen. Leipzig. 1782. p. 244. Der Regenwurm; die Geburtsglieder in Mitten des Körpers, die Ergänzung der Stücke, der geringe Schaden. — p. 245. Die Eingeweidewürmer. — p. 248. Der Blutegel. — Danach die Schnecken als Würmer, die schon mehrere Glieder haben. S. nimmt ,,in dieser Klasse alle Thiere zu- sammen, die nicht unter andere Namen und Ordnungen gebracht werden können, die aber unter sich so sehr verschieden . . . gebildet sind, dass man fast nichts im allgemeinen mit Gewissheit von ihnen sagen kann". — Kleinere Schriften, herausgegeben von G. F. Goetz. IL Frankf. a. M. 1788. XI. Von Blasenwürmern des Rindviehs, p. 198. Erfolgreiches Anbohren des Schädels bei einem einjährigen, mit Coenurus behafteten Stiere durch einen Schwarzwä,lder Burschen vermittelst eines Messers. Aeltere Quellen. 137 J. Leber. Schmucker. Vermischte chiiurg. Schritten. Berlin. 1782. Seeliger's und Schmucker's Methoden der Anwendung der Sabadillsanien gegen Würmer (nach Davaine). Max. Jacob, de Man. Successus antihelminthici Nouflt'eri in lunibricis exturbandis. Nova Acta phys. med. VII. 1783. Obs. 27, p. 145. Tänie war vermuthet; Q(y Spulwürmer wurden abgetrieben. Fr. Wilh. Cappel. Vefminosa pullities, hepar praegrande. Decas observationum , Appendix ad Nova Acta phys. med. VII. 1783. Obs. II. p. 162. Neunundvierzig Spulwürmer in einer Knabenleiche. (Fiiidetti. Dei vermi humani in generale etc. Firenze. 1783 (nach Davaine). Doebelius. Pratica venatoria. edit. o. Lips. 1783. p. 24 (nach Riidolphi und Davaine). Dass das Wildschwein den Finnen nicht unter- worfen sei. P, Chr. Fr. Werner. Vcrmium intestinalium, praesertim Taeniae huraanae brevis expositio. Lipsiae. 1782. J. Beckmann's Physikal. Oekonom. Bibl. XII. 1783. p. 579. Continuatio II. Lipsiae. 1786. Contin. III. Lipsiae 1788. — p. 548. Dass der Bandwurm im Palast wie in der Hütte wohne. Uebertrug den Linne'schen Namen Taenia vulgaris auf eine echte, anscheinend hakenlose wahre Tänie, welche gleich jener Form des Linne (eines Bothriocephalus) auf den Gliedern zwei Pori, allerdings marginale gehabt haben soll, wahrscheinlich eine Abnormität von T. saginata. Sah zuerst die Finne beim Menschen, die Einstülpung des Kopfes an der Finne in eine Art Vorhof der Blase. Nannte sie Finna. — Sah von einer Frau in sechs Monaten 21 Tänien abgehen. Die erste und zweite Fortsetzung sind von J. L. Fischer herausgegeben. Franz y. Paula Schrank. Beiträge zur Naturgeschichte. Leipzig. 1776. p. 98. lieber die Filarien der Schmetterlinge. — Verzeichniss der bisher hinlänglich bekannten Eingeweidewürmer nebst einer Abhandlung über ihre Anverwandtschaften. München. 1783. 157 Arten; Verzeichniss nach den Wohnthieren ; Klassifikation der Würmer, aus welchen „Gemein- würmer, Helminthica'^, mit den Nereiden, und „Eingeweidewürmer, Intestina", hierher gehören: stammbaumartige Tabelle der Verwandtschaft; Be- ziehungen des Bindwurms, Ligula, zu Planaria, des Cariophyllinus zu Vorticella, Brachionus und Bryozoen. — Förtekning pä nägra hittils obeskrifene Intestinal- kräk. Dazu Ad. Mo de er. Tillagningar. Kongl. Vetenskaps Academiens nya Handlingar for är XI. 1790, Stockholm, p. 118 u. p. 126 und Der K. Schwed. Akad. d. Wiss. neue Abhandlungen a. d. Naturlehre, Haushaltungskunst u. Mechanik auf das Jahr 1790. a. d. Schwed. übersetzt v. A. G. Kästner u. H. F. Link. XI. Leipzig 1792. p. 111. F. V. Paula Schranck. Verzeichniss einiger noch unbeschriebener Ein- geweidewürmer, p. 118: Zusätze von Ad. Modeer. Bei Schranck: Ligula petromyzontis, truttae; Trichocephalus anatis, compar, dispar, se- cunda, boa, triquetra, crenata, talpae, frugilegi, capillaris, mucronata, adiposa, salamandrae; Strongylus vanelli; Festucaria cyprinacea, boscha- 138 Würmer. dis; Fasciola collurionis, upupae, percina, lanceolata, oervi; Ecbinorhyncbus dobulae, nodulosiis, vesiculosus, collaris; Vesicaria tetragona, ligulata; Taeiiia nympliea, silicula, sagittiformis , salvelini. Diagnosen lateinisch. Die „Tiingmaskarne" (Zungenwürmer, Linguatulae) nicht berücksichtigt. Mode er untersucht dazu, ob Ascaris crenata der Katze wirklich eine neue Art oder Ascaris sesquipedalis L., oder Gordius filum Müll., und ob Ascaris talpae die Ascaris lumbrici terrestris sei; Fasciola tineae; Taenia urogalli. — Reise nach den südlichen Gebirgen von Baiern, unternommen im Jahre 1788, München 1793. Drei Askariden, ausserdem Ligula, Taenia und Vesicaria vom Saibling. — Sammlung naturhistorischer und physi- kalischer Aufsätze. Nürnberg. 1796. VI. Observationes helminthologicae. — Fauna Boica. Durchgedachte Geschichte der in Baiern einheimischen und zahmen Thiere. III. Landshut 1803. U, a. Eingeweidewürmer. — Ueber die Weise, wie sich Aufgussthierchen bei ihren Bewegungen benehmen. Denkschriften d. k. Akademie d. Wissensch. für die Jahre 1809 und 1810. München 1811. Classe der Mathem. u. Naturwissenscb. p. 17. Die Rad- bewegung der Räderthiere. Hill de Dumfries. Account of singular appearences from affections of the liver. Medical and philos. Commentaries. II. 1784. p. 303. Ent- leerung von Hydatiden durch Husten und Stuhlgang (nach Davaine). John 3Iorgaii. Sur un serpent vivant dans l'oeil d'un cheval. Trans- act. of the American philos. Society, held at Philadelphia II. p. 383. F. Hopkiusoii. Account of a worm in horse's eye. Ibid. p. 183 und Med. comment. vol. XL 1784. p. 166 (nach Davaine). Derselbe Fall wie zuvor, Filaria. — Hopkinson. Wurm im Auge eines Pferdes. Morgan. Von einer lebendigen Schlange im Auge eines Pferdes. Aus Transact. of the Amer. phil. Soc. held at Philadelphia. II. 1786. p. 183 (?s. o.). In Magazin für das Neueste a. der Physik u. Naturgeschichte V. 3. 1788. p. 162. und in J. Beckmann. Physik. Oekon. Bibl. XV. 1789. p. 188. — Wurm im Hühnerei. Askariden ähnlich, 18'^' lang. J. Beckmann. Phys. Oekon. Bibl. IV. 1786. p. 188. Herzog- F. C. Ludw. v. Holstein - Beck. Bemerkungen über die Trichiuriden in den Gedärmen der Haasen. Naturforscher. XXI. St, 1785. p. 1. — p. 7. Gegen Bloch: Vorkommen bewaffneter Tänien bei Vögeln, T. infundibuliformis, T. serpentiformis, — p. 7. Distoma, auch eine ? Oxy- uris von Coluber natrix. In Betreff der Trichiuriden bestätigte er die Ansicht von Pallas und Göze, dass das dünne Ende das vordere sei. Nach Göze's Anmerkungen ist nunmehr der Hase die fünfte mit Trichi- uriden besetzt gefundene Thiergattung, Cajetanus Montiu.s. De anguillularum ortu et propagatioue, Com- ment. Bonon. VI. 1783, Darin auch die Nachrichten von den Würmern in Aalen, Wunder der Natur. Aus d. Franz. übersetzt. Leipzig. 1783. p. 461. Würmer. Maden und Blutgerinnsel in Herz und Gelassen, zum grössten Aeltere Quellen. 139 Theile schon vou uns aufgeführt, sind nicht lilar gesondert von Eingeweide- würmern und sicheren Würmern im Herzen der Hunde (Panthot. Jour- nal des Scavans in der rechten Kammer, fingerlang). Fragliche Würmer im Urin (Planteovius und Alb recht), Erbrechen von Askariden. Bandwurmmittel des Dr. Panthot: Calomel, Rhabarber, Aloe. Journ. des scavans. IfiSO. A. J. S. D. Dictionnaire des merveilles de la nature. 2. edit. 1783. p. 451. Vers: Redi, Leeuwenhoek, Swammerdam, Rai et quan- tite d'autres celebres naturalistes pensaient que ces fächeux habitans de notre corps tiraient leur origine des oeufs des insectes qui se trouvent dans l'air que nous respirons, dans nos alimens et dans nos boissons. Ce Systeme etabli sur une multitude d'observations microscopiques, porte avec lui tous les caracteres de l'evidence physique. Les mouches du genre de celles qui peuvent engeudrer ces soites d'insectes, habitent les endroits infectes par des odeurs fortes. EUes y deposent leurs oeufs. De la la naissance des ascarides sur les parties genitales de rhonime, des chevaux etc. Berliner Beiträg-e zur Landwirthschaftswissenschaft. VI. Berlin. 1783. p. 64. Vorbeugung der Finnenkrankheit durch Sprengung der Finnen im Rachen durch Einführung eines glühenden Brandes. J. Beckmann, Physik. Oekonom. Bibliothek. XIII. 1785. p. 193. James BaTl)ut. The genera vermium exemplitied by various speci- raens of the animals contained in the ordres of the Intestina et Mollusca Linnaei. Drawn from nature. London. 1783, auch mit französ. Text. Part. II. 1788 enthält nach Rudolphi nur Bivalven. Ob Part. III. er- schienen, wusste R. nicht. Besekc. Mikroskopische Beobachtungen über Thiere des süssen Wassers. Schreiben an Prof. Leske. Leipziger Magazin zur Naturkunde, Mathematik und Oekonomie. 1784. p. 327. Neue Arten von Rädertbieren. P. Boddaert. Elenchus animalium. I. Roterodami. 1785. Introductio. p. 5 : Haecce numerosa classis (Insectorum) ope Scolopendrae, atque Juli ad molluscas Aphroditas transeunt, illis externa figura et interna structura adfines, sicque natura per Aphroditas, Nereides, Serpulas ad Tubularias et inde Zoophyta transit. . . . Ut itaque ramos , quibus animalia inter se consanguinitate junguntur, perlustremus, necesse est ut internam fabricam animalium noscamus. B. N. Berkenmeyer. Ueber die Vermehrung des Blutegels. Der Kön. Schwed. Akad. d. Wissenschaften Neue Abhandlungen aus d. Natur- lehre, Haushaltungskunst und Mechanik f. d. Jahr 1784. Aus d. Schwed. übers, von A. G. Kästner. V. Leipzig 1786. p. 80. Ausschlüpfen aus dem Ei nach 3 Wochen, aus einem Laiche 150 Junge, welche 2 Monate unter dem Bauch der Mutter zubringen. Ciissoii. Remarques pratiques sur le Tenia. Journ. de Physique, XXII. 1783. p. 133. De duplici taenia humana. 140 "Würmer. Observations sur la Physique, sur l'Histoire naturelle et sur les arts par Eozier et Monget le jeune. XXVI. 1785. p. 1, Fadenwurm (= Gor- dius), vermeintlich Taenia aus einer Raupe. Physik. Oekon. Biblioth. XIV. 1786. p. 508. Sei schon von Degeer und von Lyonnet in den Anmer- kungen zu Lesser's Insektologie I. p. 96. beschrieben. Johnson (Lankaster) 1786. London medical Journ. VI. p. 293. Beob- achtung der Entfernung von Echinokokken durch Husten, Heilung. Underwood. Traite des maladies des enfants. trad. Paris. 1786. p. 226 (nach Davaine). Dass fieberhafte Krankheiten durch verschiedene Umstände die Würmer tödten und austreiben und so den Schein von Wurmepidemieen erregen (nach Davaine). Everard Home. Description of a new marine animal. Phil. Transact. of the Royal Society of London, vol. 75. for 1785. Part. I. London. 1785. XVII. p. 333. Serpulide, 5" lang, mit zwei Spiralkiemen und hirschhorn- artigen Aufsätzen auf dem Deckel in brain-stone, with a postscript by Mr. Hunt er, containing anatomical researches upou the same: Vorn jederseits sechs Borstenhöcker. — The Croonian lecture on muscular motion. Philos. Transact. of the R. Soc. 85. for 1795. VIII. p. 204. Betrachtung über die Hydatiden, deren thierische Natur, Artunter- scheidung. Beobachtung von Contraktion an den Säcken des Coenurus und Sichtbarkeit der Fasern beim Trocknen. — Ueber den Bau der Athem- organe in Thieren, welche eine mittlere Stelle zwischen der Klasse der Fische und Würmer einzunehmen scheinen und in zwei genera der letzteren Klasse. Juni. 1815. Philos. Transact. for 1815. II. p. 56. In Isis. 1817. p. 28. Aphrodite aculeata. p. 30. u. 32. Blutegel (Bemerkungen von Oken). — An account of the circulation of the blood in the class vermes of Linnaeus, and the principle explained in which it ditfers IVom that in the higher classes. Philos. Transact. 1817. 1. — Isis. 1818. p. 872. Ueber- setzung. Hierher gehören davon Lumbricus (Arenicola) marinus und L. terrestris im Vergleiche mit Teredo und Sepia. — Lectures on com- parative anatomy. London. 1842. F. H. Loschg'e. Nachricht von besonderen Eingeweidewürmern aus der Harnblase des (grünen) Frosches. Der Naturforscher. XXI. 1785. p. 10. Ist Distoma cygnoides. Matthew Martin. Observations on marine vermes, insects etc. Fase. I. Exeter. 1786. J. Beckmann. Physik. Oekonom. Bibl. 1789. p. 567. Sipuu- culus nudus. J. P. Falk. Beiträge zur topographischen Kenntuiss des Russischen Reiches. II. u. III. 1786. p. 411. Gordius aquaticus ein gemeines Uebel der Bewohner, auch schon bei Säuglingen. Hält ihn identisch mit dem- jenigen der Thonufer der Flüsse. J. Beckmann. Phys. Oekon. Bibliothek. XV. 1789. p. 84. J. Andr. Murray. De ascaride lumbricoide. Opuscula. II. No. I. 1786. Ad. Slodcer. Bibliotheca helminthologica seu enumeratio antorun)^ qui de vermibus scilicet cryptozois, gymnodelis testaceis atque phytozoois Aeltere Quellen, 141 tarn vivis quam petrificatis scripsernut. Erlangae. 1786. Unter Gymnodela sind Mollusca und Intestina des Linne begriffen. In dem sehr reichen Schriftenverzeichniss werden häufig die Jahreszahlen vermisst. — Om en mask-sjukdom uti Swinens Lungor, Ny Journ. uti Hushälln. 1791. Stron- gylus in Schweinslungen sub nom. Ascaridis bronchiorum suis. — Inlecl- ning til kunskapen om maskkräken (vermes), i almänhet. Kongl. Veden- skaps Academieens nye Handlingar. XII. för är 1792. Stockholm. I Nakne: Classen I. Dölgde Maskkräk. II. Odölgde maskkräk. II Betäckte: Classen III, Oviudade skalkräk, Acochleata. IV. Snäckorne, Cochleata. V. Musslorna, conchata. VI. Växtliknande, Phytozoa. — p. 243. Odölgde Maskkräk. I. Ordningen : Tarmliknande Maskkräk, Helminthica. — p. 248. Corpore uiutico: a, tereti : Gordius, Tagelmask ; Cucullanus, Mössemask; Ascaris, Spolmask; Trichiuris, Härhals; Sipunculus, Spritzmask; Echino- rhynchus, Kratsare; ß. corpore depresso: Taenia, Binnikemask; Fasciola, Mask rem; Hirudo, Igel. Corpore aculeato autsetoso: f<) tentaculis nullis : Lumbricus, raetmask; Furia, Dödskott (Corpus teres, lineare, aequale, utrinque ciliatum aculeis reflexis, corpore adpressis); Nais, Slinga; ß) ten- taculata: Nereis, Sjöblick; Aphrodita, Skummare, auch Hafsmuseu. p. 254. II Ordningen. Mäng formliga maskkräk, Alloidea, disco longitudinali piano inlero aut pede repentia. «) tentaculis nullis : Planaria, Flatmask ; Lobaria, Flikmask: Scyllaea, Sjöwalp. ß) tentaculata: Liraax, Snigel, u. s. w. p. 267. Anordnung der Gymnodela. Ordo I. Coloboma, artubus obscuris *) corpore inermi: Mammaria (fehlt oben), Cucullanus, Gordius, Ascaris, Trichuris, Sipunculus, Fasciola; **) corpore aculeato aut setoso : Echino- rhynchus, Lumbricus, Furia. Ordo II. Arthreta, organis artubusve variis distinctis (corpore ramis aut radiis prominentibus nullis), quibusdam re- tractilibus. *) Corpore articulato: Taenia, Nereis, Nais, Aphrodita. **) Cor- pore inarticulato. a) Irradiata: Hirudo, Scolex, Clio, Pterotrachea u. a., Tethys. ß) cirris radiantibus, retractilibus : Actinia, Holothuria u. a. Ordo III.- Brachiata: Sepia, Lernaea, Lucernaria, Beroe, Medusa. — Forts, ibid. T. XIV. 1793. 3 ff. und p. 23—24. Unter Acochleata tubulata: Rhinotectus, Sabella, Terebella, Serpula (neben Tubipora, Dentalium, Orthocera). — Slägtet Dödskott (Furia). Kongl. Vetenskaps Akadem. nya Handlingar XVI. for är 1795. Stockholm, p. 143. No. 1. Skottpil, Furia infernalis. No. 2. Drak-skolt, Furia vena medinensis. Vgl. Solander. Acta nova Ups. I. p. 44 für die Gattungskennzeichen und Reske Anfangs- gründe. Liclitenl)erg-. Ueber einen Wurm in den Stirnhöhlen. Magazin für das Neueste aus der Physik und Naturgeschichte. Neue Auflage. I. 1786. p. 217. Carl N. Helleiiiiis. Anmerkungen über die Würmer in der Leber der Aalraupen (Gadus Iota; angeblich Hydatigena, wirklich eingekapselte Nematoden). Der Kön. Schwed. Akad. d. AV. Neue Abhandlungen aus d. Naturlehre, Haushaltungskunst und Mechanik für das Jahr 1785. Aus d. Schwed. übersetzt von A. G. Kästner. VI. Leipzig. 1786. p. 178. — 142 Würmer. Magazin f. das Neueste aus d. Physik u. Naturgescliichte. IV. 2. 1787. p. 142. Vitet. Unterricht in der Vieharzneikunst, übersetzt und mit Anmer- kungen versehen von W. J. C. Henne mann. VI. 1785. Lemgo. J.Beck- mann. Physik. Oekonom. Bibl. XIV. 1787. p. 238. Behauptet p. 246. gegen Göze, dass der Genuss des finnigen Fleisches gefahrlich und zu ver- bieten sei. Hettliiig'or. Ueber eine Art von Bandwurm im Leibe einer Raupe. Lichteuberg's Magazin für das Neueste aus der Physik u. Naturgeschichte. III. 3. 1786. p. 31. — Taenia, ou ver solitaire observe dans une chenille. Bibliotheque physico-economique. Annee V, 1786. I. p. 253. Ein 13" langer Gordius in Chenille du Coignassier. Carlier. Precis touchant le traitement des Betes a laine en maladie. Bibl. phys.-econom. Annee VL 1787. I. p. 186. Les Hydatides avantcou- reurs de I'hydropisie se passent en changeant les nourritures ; seul remede contre le tourni, vertige ou avertin, lorsqu'il est cause par des vers au cerveau : c'est de faire tomber quelques gouttes d'eau de vie dans chaque oreille. J. Gr. C. Batscli. Naturgeschichte der Bandwurmgattiing überhaupt und ihrer Arten insbesondere. Halle. 1786. Corapilation von Göze, Blochj Pallas u. a.; System mit den Nächstvervvandten , wobei die Echinorhy neben wegen der Blase unter dem Rüssel neben den Blasen- bandwürmern und die Planarien als Uebergang zu den Schnecken da- stehen. — p. 121. hebt er hervor, dass die grosse, starke Tänie des Men- schen von der flachen, zarten, durchsichtigen durch die Verzweigung des Eierstocks zu unterscheiden sei. Den fraglichen Bandwurm des Menschen nannte er Taenia dentata. J. F, W. Herlbst. Gemeinnützige Naturgeschichte des Thierreichs (Borowski Forts.). IX. Von den Würmern. VII. Classe. 1788. Moyen de detruire une partie des vers de terre. Bibl. phys.-econom. Annee VII. 1788. I. p. 174. Nächtlicher Fang; Walluussblätteraufguss. Moyen de detruire ou eloigner le Ver du terreau (Anguillulae. Asche). Bibl. phys.-econom. Annee VIII. 1789. I. p. 159. B. Naii. Beschreibung eines neueren Geschlechtes der Eingeweide- würmer, Beobachtungen und Entdeckungen aus d. Naturkunde v. d. Ge- sellschaft naturf. Freunde zu Berlin. L 1787. p. 471. Pleurorhynchus, ein zerrissener Nematode. Ronssif. Dissert. de innocuo et egregio stannii in emnngendis ver- mibus primarum viarum, imprimis taeniae speciebus, certis sub cautelis usu. Heidelbergae. 1789. Franc. May. Dissert. de stanni usu contra vermes. Heidelberg. 1789. L. (x. Karsten. Museum Leskeanum. Lipsiae. 1789. Unter Vermes als Ordo I. Intestina, mit Ascaris lumbricoides, Echinorhynchus gigas, 3 Hirudo, 4 Taenia, mit Einschluss der Blasenwürmer (Coenurus als Taenia multiceps und T. vesicularis aus Leber des Schweins und des Aeltere Quellen. 143 Schafes). In Ordo II. Mollusca mit 3 Aphrodite und einem Gehäuse von Nereis tubicola Müller neben Sepia, Asterias, Echiuus. P. C. AMldgaard. (V^orsteher der Thierarzneischule in Kopenhagen). Beschreibung einer grossen Seeblase, Holothuria Priapus L. (Priapulus caudatus) p. 133; Beschreibung zweier Arten des Steinbohrers (A. Deckel mit Hirschgeweih , B. Deckel mit drei Platten ; Terebella bicornis und Terebella stellata) p. 138; eines ostindischen Sandrohres, aus cylindrischen Haarkrystallen (von Kieselsubstanz) gebauet (nahe Amphitrite auricoma Müll.) p. 144; Zusatz dazu p. 353. Beobachtungen und Entdeckungen aus der Naturkunde von der Gesellschaft uaturforschender Freunde zu Berlin. III. 1789. IX. 1, 2 und 3. — Bemerkninger ved Linnei Sabella Chrysodon og nogle Dyrplanten. Nye Sämling of det Kong. Danske Selskabs Skrivter. Fierde Deel. 1793. p. 29. — Almindelige Betragtninger over Indvolde-Orme, Bemaerkninger ved Hund-Steilcns Baendelorme. Skrifter af Naturhist. Selsk. I. 1. Kjöbenhaven 1790. — Allgemeine Be- trachtung der Eingeweidewürmer, Bemerkungen über den Bandwurm des Stachelbarsches u. s. w, Schriften der naturforsch. Gesellschaft zu Kopen- hagen. I. B. I. Abtheil. Aus dem Dänischen. 1793. p. 49. Die berühmte Verfütterung der Ligula mit Gasterosteus an Enten, Lettsom. Two cases of hydatids. Mem. of the med. Society of London 1789. II. p. 33. Zwei Fälle von Entleerung der Hydatiden durch den Urin. Heilung (nach Davaine). (m, Shaw. Description of the Hirudo viridis, a new English Leech. Dez. 2. 1788. Transact. of the Linnean Soc. I. 1791. p. 93. — Zoological Lectures delivered at the Royal Institution, IL 1809. p. 124. Berück- sichtigt von den „Mollusca nuda des Linne" nur die hervorragendsten : Nereis gigantea L. (Terebella carunculata Gm.), N. noctiluca L. (welche S. nicht als Hauptursache des Meerleuchtens ansehen will) ; p. 126. Nais proboscidea, welcher Sepia und andere Cephalopoden, dann Radiaten folgen. Serpula steht p. 168 unter der Mollusca testacea („man glaube, dass der Bewohner, aber auch der von Dentalium der Terebella gleiche"; die hier abgebildete Serpula muricata ist aber keine Serpula, sondern eine gewundene Schneckenschale mit Athemlöchern). Von Sabella heisst es p. 169 ausdrücklich, dass sie nicht passend hergebracht sei, die so- genannte Schale sei eine nur aus Sand gebaute Röhre und das Thier der Nereis unter den nackten verwandt. Die „Worms in common lan- guage", eine Abtheilung der Vermes von Linne folgen in Lecture VII. p. 199. Besprochen werden Taenia und Filaria (welche von Gordius kaum zu trennen sei; will, wie Rinmann, beobachtet haben, wie ein aus dem Wasser genommener nahe dem Nagel in den Finger stach und ein „whitlöw", verursachte). Geht p. 194 näher auf die gestachelte Fiiria infernalis ein, an welche er nach Linne, Solander und Hagen glaubt. J. A. Frölieli. Beschreibungen einiger neuen Eingeweidewürmer. Der Naturforscher. XXIV. 1789. p. 104 ff. Echinorhynchus der Gans, E. falcatus des Salamanders, Täoien der Gans, lanceolata, infundibu- 144 Würmer. liformis, setigera mit Diagnose gegen villosa; Taenia dispar Salamandrae, Ligula, Fleck, iiud Taenia (? Botbriocepbalus) aus Coregonus Wartmanui, Vesiearia Truttae, Fuebsbaudwürmer. Von Trematoden: Fasciola verrucosa der Gans, F. Salaniandrae, F. Truttae. Daneben Lingualula aus Hasen- lungen, p. 105, 130, 140 if. Rundwürmer beim Habn, bei der Gans, Uncinaria (Strongylus) vulpis und nielis, Ascaris vulpis und cati, Tricho- cepbakis vulpis, Ascaris bermapbrodita (false) von Cbrjsotis-Papagay. — Beiträge zur Naturgeschicbte der Eingeweidewürmer. Der Naturforscber. XXV. 1791. p. (39. Fasciola ranae (= subclavata Goeze), longicoUis, biruudinis, nodulosa (= Percae cernuae Müll.). — p. 72. Sab die lebenden Jungen des Ampbistoma aus dem Mastdarm des Froscbes. — p. 82 ff. Ascaris strumosa vom Mullwurf, vesicularis vom Pbasan, A. obtiisa der Maus, A. tenuissima in Fröscben und Kröten , lauter Weibchen, A. mu- cronata der Gans, A. (= Oxyuris) vermicularis der Maus, Filaria (= Gor- dius) Chrysomelae tanaceti, Filaria Pbasiani. p. 100. Echinorbynclius lucii. — Beiträge zur Naturgeschicbte der Eingeweidewürmer. Der Natur- forscber XXIX, 1802. p. 5— 9G. p. 51. Festucaria (? Holostoma) strigis, F. Otidis, Fasciola bepatica vom Hirsch, F. appendiculata, F. revoluta, F. crenata, F. farionis. — p. 75. Hydatula (= Cysticercus) pisiformis, Taenia marmotae, T. globulosa aus Milvus, T. undula (= serpentiformis) aus Ente und Krähe, infundibuliformis, farciminosa des Staars und des Huhnes, brevicollis des Kukuks, longirostris der Ente, stentorea von Tringa. — p. 8. p, 18 ff. Rictularia cristata der Waldmaus, Filaria pulmonalis des Hasen, F. milvi, F. strigis, F. tetricis, Tricbocepbalus muris, Cucullanus percae, Ascaris suum, A. milvi, A. nisi, A. anceps des Sperbers, A. aequalis des Bussard, A. bubonis, A. colbirionis, A. retusa der Krähe, A. boscbatis, A. ardeae, A. parvula gleichfalls vom Reiher, A. lagopodis, A. vesicularis, A. gallinarum, A. barengum, A. lucani. p. (53 ff. Echinorbynclius buteonis, aluconis, boscbatis, auatis, tenuicollis, torquatus, farionis, caudidus, gigas. J. L. Fischer. Taeniae bydatigenae in plexu cboroideo inventae historia. Accedunt nonnuUae alius argumenti de vermibus intestinalihiis obsorvationes. Lips. 1789. Hauptsächlich über Finnen in dem Plexus choroideus, welche er aber für von der Finne verschieden hielt. Areliibald Menzies. Description of tbree new^ Animals foiind in tbe Pacific ocean. Apr. 6. 1790. Trausact. of the Linn. Society. I. 1791. p. 187. Aus dem Magen von Scomber pelamys Fasciola clavata, von welcher er einen After angiebt; p. 188 Hirudo brancbiata. James Bruce. Reisen zur Entdeckung der Quellen des Nils 17G8 bis 1773 (ed. Kinnaird). A. d. Engl, von J. J. Volkmann mit Vorrede und Anmerkungen von J. F. Blumeubach. Leipzig 1790 — 1791. III. ,p. 38-40. Filaria medinensis. — Voyage en Nubie, en Abyssinie etc. pendant les annees 1768 — 1773. Tra^uct de l'Anglais T. IX. Paris 1791. p. 67 (nach Davaiue). Die Vermutbung dass die Bandwürmer in Abyssinien Af^ltere Quellen. 145 vom Genüsse des rohen Fleisches kämen, dessen die Miihanimedaner sich strengstens enthielten und so verschont blieben. Saveresy. De la fievre jaune. T. I. p. 5—12. Citat von Rudolphi. Gegen Christholm u. a., dass der Dracunculiis nicht in Amerika ein- heimisch sei. James Lind. Observat. sur des taeniae hydatigenae traitees avec succes par l'usage du raercure. Journ. de med. chir. etc. 79. p. 345. Paris. 1789. Trad. du Medic. Journal of London 80. p. 9G. Entleerung von mehr als 1000 Hydatiden durch Erbrechen und Stuhlgang. Heilung. Störck. Electuarium anthelminthicum. Störck's Mediz. Prakt. Unter- richt für Feld- und Landwiindärzte. 3. Aufl. Wien 1789. No. 200. Auch Dispensat. univ. Renssii. Argent. 1791. p. 272 (nach E. Zeis. Ueber das Electuarium Störckii. Würtemb. Correspondenzblatt. VII. p. 277. Otlimar Heer. De renum morbis. Halae 1790. p. 27. Durchbruch von Echinococcen der Niere in die Lunge (nach Meckel und Davaine). Berthelot. Observ. sur des taeniae hydatigenae ou hydatides. Journ. de medecine, chir, etc. 84. p. 48. 1790. Entleerung von 1000 bis 1200 Hydatiden durch den Stuhl. Langsame Herstellung. L. Pli. Funke. Naturgeschichte und Technologie für Lehrer in Schulen. Braunschweig. 1790. I. p. 704. Die Eingeweidewürmer. „Die genauesten Untersuchungen haben hinlänglich gezeigt, dass die eigent- lichen Eingeweidewürmer nirgends anders als in thierischen Körpern leben, und dass sie denselben angeboren sind. Eine in Ansehung ihrer Folgen auch für die praktische Arzneikunde höchst wichtige Entdeckung!" Kundwürmer: Spulwurm, Afterwurm, Haarwurm. Plattwürmer: Band- wurm, langgliedriger und breiter, Blasenbandwurm, Riemenwurm. Nicht besprochen Kratzer, Nelkenwurm, Kappenwurm. J Riem. Phys. Oekonom. Quartalschrift oder Fortsetzung der Phys. Oekonom. Zeitung. 1788. III. p. 215. J. Beckmann, Physik. Oekonom. Bibliothek. XV. 1788. p. 520. Ascaris teres in einem Hühnerei. — Aus- erlesene Sammlung vermischter oekonomischer Schriften. I. Dresden 1790. Anzeige der Leipziger Oekonom. Gesellschaft, J. Beckmann's Physika!. Oekonom. Bibliothek. XVI. 1791. p. 338, unter Registertitel : Blasenband- wurm. Mit der Krankheit geborene Lämmer. Trepaniren ohne Erfolg. H. 2. Abth. 2. Trepaniren mit Erfolg. — II. 1790. Beckmann's Bibl. XVIL 1793. p. (U. Fortsetzung. — II. L. 4. 1791. Beckmann's Bibl. ibid. p. 249. Neue Beobachtungen über Wurmblaseu der Schafe. — Riem. Neue Samndung. p. 481. Trepaniren mit Erfolg, Eindickung des Restes der Blase. Nutzen des Aderlassens zur Vernichtung der Blasen. — J. Riem und G. J. Reutter, Riemisch-Reutterische ausführliche Praktik des Veterinär- Trokarirens irrgehender Drehschafe. Dresden und Leipzig 1791. J. Beckmann's Physik. Öekon. Bibl. XVII. 1793. p. 92. - J. Riem, Das Masiusisch-Gulkische (Meese und Gülke) ökonomisciie Testament für Dum -Schafe; nebst Enthüllung eines sein sollenden Geheimnisses (Glaubersalz) des H. D. Masius, das Schafdrehen gänzlich zu verhüten. Bronn, Klassen des Thier - Reichs. IV. 1. IQ 146 Würmer. Hedwig" u. Reutter. Ueber die Egelkrankheit der Schafe. J. Rieni's Auserlesene Sammlung vermischter ökonomischer Schriften. I. Dresden 1790. p. 94, nach J. Beckmaun's Physikal. Oekonom. Bibl. XVI. 1791. p. 342. Balme (Puy). Fievre hectique laiteuse pendant laquelle furent rendues des hydatides par les selles et le vomissement. Journ. de med. chir. etc. 84. Paris 1790. p. 339. Reutter. Askariden ähnlicher Wurm im Auge des Pferdes. J. Riem, Auserlesene Sammlung vermischter ökonomischer Schriften. Dresden 1790.1. J. Beckmann, Physikal. Oekou. Bibliothek. XVI. 1791. p. 342. Daselbst gleiche Beobachtung von Wollstein im AVerke über die innerlichen Krankheiten der Füllen, p. 241. Foureroy. Medecine eclairee par les sciences physiques. Paris 1791. I. p. 87. Entleerung von Hydatiden mit Stuhl und Urin (nach Davaine), Ludwig' und Fischer. Neue Beobachtungen über die Egel der Schafe. J. Riem's Auserlesene Sammlung vermischter ökonomischer Schriften. II. 4. L. 1791. Dresden. Anzeigen der Leipziger Oekonomischen Sozietät von Ostern 1791. J. Beckmaun's Physikal. Oekonom. Bibl. XVII. 1793. p. 249. Franc. Zeiietti. De taenia, diri morbi caussa, felici cum successu expulsa. Nova Acta. VIII. 1791. Obs. G. p. 17. Bei einem Jünglinge hatten die Störungen sich bis zu heftigen Krampfzustäuden gesteigert. Das Herrensehwand'sche Mittel half. Franc. Bibiena. De Hirudiue. De Bononiensi scientiarum et artium instituto atque academia commentarii VII. Bononiae. 1791. Comment. p. 24. Opuscula: Sermo primus. p. 55. De alimentorum canali, deque spinali meduUa. Sermo II. p. 68. De sanguifero quodam vasculo, de tracheis, deque partibus genitalibus. III. p. 77. De hirudine raarina. IV. p, 84. De iis quae hirudinibus accidunt in liquores varios conjectis, deque remediis adhibendis, si quando hirndo in huniani corporis cavum aliquem irrepserit. V. p. 96. De hirudinibus in duas, tresye distinctas partes resectis, nee non de earundem respiratione. J. Fr. Bilhuber. Sammlung von Beobachtungen über die sogenannte Egelkrankheit unter dem Rindvieh und den Schafen. Tübingen 1791. Will die Würmer in neugeborenen Lämmern gefunden haben. Die Kur könne nnr eine vorbeugende sein, indem man gutes Futter und trockne Weide gebe. Franc. Xaver. L. B. de Wulfen. Descriptiones Zoologicae ad adriatici Httora maris concinnatae. Nova Acta. Vlll. 1791. Obs. 51. p. 255. Hirudo adriatica. — p. 270 fi". 28. Nereis cirrosa. 29. N. adria- tica. 30. N. pellucida. 31. Aphrodite squamata. Joan. Nicol. Nicolai. Dnae observationes clinicae, ex quibus apparet, vermes plurimorum morborum, praecipue arthritidis esse causam. Ibid. Obs. 45. p. 185, Die Krankheitserscheinungen verschwanden allmählich nach Wurmmitteln, welche im ersten Falle Spulwürmer, im zweiten, bei Aeltere Quellen. 147 einem Fleischer, eine Tänie abtrieben. Der erste Fall war, nach den Symptomen, vielleicht zugleich eine Trichinose, welche 1787 in Rudolstadt, 17lii. Observationcs circa vermes intestinales, Gryphiswald, 1793. Pars II. ibid. 1795, Einige Arten. — Betrachtungen über die Eingeweidewürmer (Allgemeines über Organisation, Vorkommen, Abkunft u. s. w.), Archiv für Zoologie und Zootomie von Wiedeniann. IL 1. Stück. 1801, p. 1, — Fortsetzung (System). 2. Stück. 1802. p. 1. und zweite Fortsetzung. III. 1. Stück. 1802. p. 61. — Neue Beobachtungen über die Eingeweidewürmer IIL 2, Stück. 1803, p. 1, Neue Arten und Revision. — Beschreibung des Strongylus gigas in J. A, Albers. Beiträge zur Anatomie und Physiologie der Thiere. H. I. Bremen. 1802. — lieber die Hydatiden thierischer Körper, Anatom, -physiologische Abhandlungen. Berlin 1802. }>, 190, Ueber unbelebte und belebte Hydatiden, diese mit verschiedenen Einwohnern. — Entozoorum sive vermium intestiualium historia naturalis. I, 1808, 1. Bibliotheca (629 kritische Citate). 2. Physio- logia entozoologica. 3. Entozoologia practica (de utilitate, noxa, antihel- minthicis, insectis auimalium parasiticis. IL I. 1809, 1, Animadversiones in geuera et species entozoorum. 2. Enumeratio spccierum (Nematoidea, Acanthocephala, Trematoda), IL IL 1810. Enumerationis specierum conti- nuatio (Cestoidea, Cystica, Ordinis incerti, Appendix). 3. Indices : systema- ticus animalium, in quibus cntozoa hactenus reperta sunt, locis quibus occurrunt adjectis; auctorum; alphabeticus entozoorum in volumine secundo enumeratorum. Additamenta. I, p. 411, scheint Rudolphi zuerst die Taenia echinococcus gesehen zu haben, welche er für blosse Köpfe ansah und für die auf Darmzotten erzeugte Brut hielt, — Bemerkungen aus dem Gebiet der Naturgeschichte, Medizin und Thierarzneikunde, auf einer Reise durch einen Theil von Deutschland, Holland u. Frankreich, 2 Thle, Aeltere Quellen. 155 Berlin 1804 ii. 1805. An verschiedenen Stellen Bemerkiiugen über Ein- geweidewürmer, das Museum der Tbierarzneischule in Alford u. a. — Erster Nachtrag zu meiner Naturgeschichte der Eingeweidewürmer. Der Gesellschaft naturf. Freunde zu Berlin Magazin für die neuesten Ent- deckungen in der gesammten Naturkunde VI. 1814. XII. p. 83 (ordnet u. a. die Frölich'schen Mittheilungen ; Citate für Filarien , insbesondere für F. Medinensis, und vieles andere), — Entozoorum Synopsis, cui acce- duut mantissa duplex et indices locupletissimi. Berolini. 1811*. Wie keine Ordnung des Thierreichs sich so vermehrt habe wie die Eingeweidewürmer. Linnc kannte in der 12, Ausgabe 1767 deren nur 11, Gnielin 1790 in der dreizehnten 299, Zeder 1803 deren 391. Rudolphi fülirte deren 1809 bereits ()03 auf, jetzt im Conspectus 993 und im Nachtrag noch 124, zusammen über 1100 aus 756 Wohnthieren. Er hatte in Italien die Originale von Redi aufgesucht und besonders in Rimini und Neapel ge- funden, Olfers schickte ihm brasilianische Arten, viele andere halfen ihm, endlich erschloss Bremser ihm die grosse Wiener Sammlung, in welcher die Stücke von Natter er die neuesten waren. Er hat die obigen 5 Ordnungen beibehalten. Die Gattungen der Nematoden sind Filaria mit 76, Trichosoma mit 22, Trichocephalus mit 11, Oxyuris mit 3, Cucul- lanus mit 17, Spiroptera mit 40, Physaloptera mit 5, Strongylus mit 38, Ascaris mit 140, Ophiostoma mit 3 Arten im Conspectus. Unter Acantho- cephala steht nur Echinorhynchus mit 98 Arten , unter Trematoda Mono- stoma mit 30, Am})histoma mit 21, Distoma mit 161, Tristoma mit 3, Polystoma mit 5 Arten, auch noch Pentastoma. Unter den Cestoidea haben Caryophyllaeus, Scolex, Gymnorhynchus und Triaenophorus je eine Art, Tetrarhynchus 12, Ligula 7, Bothrioccphalus 34, Taeuia 146; unter den Cystica Anthocephalus 5, Cysticercus 14, Coenurus 1, Echinococcus 3; 92 Arten sind nicht genau zu bestimmen. Dass dem Scolex ähnliche kleine Würmer zu Bothrioccphalus und Taenia gehören möchten, nimmt Rudolphi an. — Physiologie. Bd. II. Abth. II. 1821. p. 239. Beobachtung gleichzeitigen Vorkommens von zweierlei Art Bandwürmern bei einer Kranken. Gr. F. H. Collet Meyret. Memoire sur un ver trouve dans le rein d'un chien. Journal de physique etc. par de Lametherie. Paris. 1802, T, 45, p, 458. Vaieriaiio Liiigi Brcra. Lezioni medico-pratiche sopra i principali vermi del corpo umano vivente e le cosi dette malattie verminose. Crema 1802. — Uebcrsetzung von Weber s. u. — Franz. Uebersetzung: Traite des maladies vermineuses, precede de l'histoire naturelle des vers et de leur origine dans le corps humain , traduit de ritalien et augmente de notes de M, M. Bartoli et Calvet neveu, Paris. 1804. — Extrait. Journ. de Physique. T. 59. Paris. 1804. — Memorie fisico-mediche sopra i prin- cipali vermi del corpo umano vivente e le cosi dette malattie verminose par servire di supplimcnto e di continuazione alle lezioni. ])uhl. 1802. Mem. L Esame di principali vermi umani. In Klasse der Insetti; Piesto- 156 Würmer, somi s. venui piatti, Tenia, Fasciola, Linguatula; Fischiosomi s. vermi versicolori, Fischiosoma, Ditrachicerosoma, Finna, Trichocephalus, Ascaris, Hamularia, Gordius, Filaria, Cercaria, Chaos. — Appendice: Vermi mo- strnosi, ibridi, metastatici. — 510 literarische Anmerkuugen. — p. 58. sah bewaffnete und unbewaffnete Tanien von demselben Schweizer abgehen. — II. Genesi de vermi umani („almeno i principali posseggono evidentissimi gli organi inservienti alla riproduzione della propria specie"; „nessiin verme puö dirsi con tutta ragione innato nel corpore umano"). — 89 lite- rarische Anmerkungen. Crema. 1811. Sehr schwache Eintheilungsgrtinde. Phantastische Anatomie. — Medizinisch praktische Vorlesungen über die vornehmsten Eingeweidewürmer des menschlichen Körpers und die soge- nannten Wurmkrankheiten; aus dem Italienischen übersetzt und mit Zu- sätzen versehen von F.A.Weber. 1. Untersuchungen der vorzüglichsten Würmer im Menschen. 2. Von de^' Erzeugung der menschlichen Einge- weidewürmer. 3. Von Wurmbeschwerden. 4. Von der Heilung der Wurm- krankheiten. Anhang des Uebersetzers. Leipzig 1803. — Compcndio di elmintografia umana. — Idrope ascite simulante la gravidanza e cagio- nato da vermi vesiculari ne' tessuti addominali disseminati, caso commu- nicato li 20 giugno 1816. Ungeheure Menge von Hirsekorn- bis Nuss- Grösse mit Atrophie der Organe. Nuovi saggi della Cesareo-Regia-Aca- demia di scienze lettere ed arti di Padova. I. Padova. 1817. p. 1. Gr. Montag'U. Description of sevcral marine animals found on the south coast of Devonshire. 1802. Dec. 7. Transactions of the Linuean Society. VII. 1804. p. 72. Gordius marinus (= Borlasia, bis 30 Ellen lang) und annulatus. — p. 74. Sipunculus strombus. — p. 80. Amphitrite volutacornis (Spirographis und drei Arten Nereis). — 1805 Jun. 18. IX. 1808. p. 108. Aphrodite clava, Amphitrite infundibulum, Terebella tenta- culata, Nereis pinnigera. — 1807. Apr. 7. XI. 1815. p. 1. Aphrodita viri- dis, Amphitrite vesiculosa, Nereis sanguinea, N. maculosa. — An account of some new and rare marine British shells and animals. 1811. March 5. Transactions of the Linnean Society. XI. 1815. p. 199, recte Tab. XIV. fig. 6. 7. (Es ist daselbst ein Irrthum in der Figurenangabe.) p. 199. Spio recticornis neben Doris unter Vermes mollusca. — XI. II. p. 179 (Isis. 1820. p. 431) Spio creuaticornis (filicornis Gm.) unter Vermes mol- lusca; unter Intestina (Isis. p. 484) Branchiariiis (? Sphaerosyllis) und Diplotis. — XII. II. Beschreibung von fünf Gattungen der Sippe Tere- bella (Isis. 1820. p. 182. — Account of a species of fasciola which in- fests the trachea of the poultry, with a mode of eure. Transactions of the Wernerian natur. bist. soc. I. XII. 1811. p. 194. Epizootieen von Syn- gamus in England 1806, 1807, 1808 bei Hühnern; Vorkommen auch bei Phasanen und Rebhühnern. Yauelier. Histoire des Conlerves d'eau douce. 1803, p. 18, 32 u. a. Notommata als Cyclops lunula. Citat nach Balbiani. Job. Ad. Schmidt. Ueber die Krankheiten des Thränenorgans. Wien 1803. p. 73 (nach Bremser und Davaine). Hydatide der Thräneudrüse. Aeltere Quellen. 157 Portal. Anatomie medicale. t. 5. Paris 1803. p. 198. Eine taubeu- eigTosse H3'datide frei im Magen gefunden (nach Davaine). p. 418. Hyda- tide zwischen Clioroidea und Retina. J. F. W. Kocb. Mikrographie. Magdeburg 1803. 49. p. 132. Die Essigaale, Vibrio aceti; 50. p. 138. Die Kleisteraale, Vibrio gliitinis. 42. p. 124. Beim Regenwurm dessen Nematoden. L. Fortassiii. Considerations sur l'histoire nat. medic. des vers du Corps de Thomme. These de Paris, an XII. 1804. p. 34. Die Beob- achtung, dass diejenigen, welche sich mit Zurichtung frischer Fleisch- waaren beschäftigen, häufiger als solche in anderen Gewerben an Band- würmern leiden (nach Davaine). J. C. Salatlie. Dissert. patholog. sur le tenia. Strassburg 1803. p. 6. Acht zum Theil noch lebende Tänien nahmen die dünnen Därme eines Metzgers ganz ein (nach Davaine). Roeliette. Essai medicale sur les sangsues. Paris 1803. J. R. Steiiimüllcr. Beschreibung der Schweizerischen Alpen- und Landwirthschaft. II. Alpenwirthschaft des Cantons Appenzell u. s. w. Winterthnr 1804. p. 140. Drehkrankheit beim Rindvieh. Bemerkungen dazu von J. Beckmann, Phys. Oekon. Bibl. XXIII. 1805. p. 75, mit Be- ziehung auf Beiträge zur Oekonomie, Technologie u. s. w. V. p. 194. Laeiiiiee. Memoire sur les vers vesiculaires et principalement sur ceux qui se trouvent dans le corps humain. Paris 1804. Mem. de la Societe des medecins de Paris 1812. Bullet, de la Soc. de la Faculte de Medecine de Paris. Cah. X. 1830. Vorzüglich maassgebend gewesen für die Auffassung eingekapselter Blasen beim Menschen ^Is Acephalo- cysten, eine Thierform zwischen den unbelebten Cysten und den echten Blasenwürmern. — Sah Finnen beim Menschen. — Dictionnaire des sciences medicales. Article. Crinon. 1813. Die Wurmaneurismen der Pferde. — Traite de l'auscultatiou mediate (1819) 3e edit. t. II. p. 201. U. a. Er- zählung einer Heilung nach Aushusten von Hydatiden. Pompilio Pozzetti. Memoria sopra una straordinaria affezione verminosa. Memorie di matematica e di fisica della societä italiana delle scienze. XI. Modena. 1804. p. 158. Selbstbeobachtung. Ohnmächten, Ausbrechen von bis zu 61 Spulwürmern. Nutzen des Tabaksyrups. C. J. M. Lulliii. Observations sur les betes ä laine, faites dans les environs de Geneve. J. Beckmann. Phys. Oekon. Bibl. p. 415. Die Richtung des Drehens, tournoiement, tournis, lourderie kranker Schafe rühre her von den Gewohnheiten beim Saugen; Trepaniren sei aussichtslos. Ouyot. Dissert. de Chirurgie et obs. de chir., par J. N. Arrachart. 1805. Paris p. 228. Beobachtung der Filaiia in der Conjunctiva der Neger von Angola, welche daselbst Loa genannt wird und nicht die Filaiia medinensis sei, und deren Operation, nach Beobachtungen aus 1777 und früher. Jr W. Liiick. Versuch einer Geschichte und Physiologie der Thiere. Chemnitz 1805. p. 2. Sechste Klasse: Gewürme, Vermes, welche Fühl- 158 Wurmer. faden haben und keine Venvandhing erleiden, mir einem Herzen, mit einer Kammer oline Vorlvammern, und weissem kalten Blut wie die In- sekten (welche Fühlhörner haben und sich verwandeln). Die Ordnungen der Würmer p. 7: längliche, ohne merklich sichtbare Gliedmasseu (In- testina), weiche mit Gliedmaassen (Mollusca), den Mollusken ähnliche Schalengewürme (Testacea), mit beinahe knorpligem Körper mit fester Kruste, Seeigel, Seesterne, Seepalmen (Crustacea), Polypen, Corallia, nackte Pflanzenthiere (Zoophyta), Infnsionsthierchen (Infiisoria). Thoiiias. Memoire pour servir a l'histoire des Sangsues. Paris. 1806, ausgezogen von Meckel. Vergleichende Anatomie. IV. p. 251. A. Coiist. Dumeril. Zoologie analytique ou methode naturelle de Classification des animaux rendue plus facile ä l'aide de tableaux synopti- que. Paris. 1804. — Analytische Zoologie aus dem Französischen von L. F. Froriep. Weimar 180(3. p. V. Bemerkungen des Uebersetzers über die Schwäche in der Abtheilung der Eingeweidewürmer, p. 2H4. VIII. Classe: Würmer (Branchiodelen und Endobranchien). p. 300. IX. Classe: -Zoophyten, Darunter: I. Eingeweidewürmer, Helminthen. (Man hielt alle Zoophyten der Organe mit Ausnahme derer der Bewegung und Verdauung, beraubt). Die Räderthierchen p. 306 bei den Infusorien. Joli. Fr. Phil. Braun. Systematische Beschreibung einiger Egelarten. Berlin 1805. Darunter Amphistoma subclavatum als Hirudo tuba. Peyssoii. Journ. de med., chir., pharm, de Corvisart etc. 1806. XI. p. 441, fand im Herzen eines Hundes 5 — 6 Würmer von 8 — 10" Länge (nach Davaine). Okeii und Kieser. Beiträge zur vergleichenden Anatomie und Phy- siologie. I. 1806. p. 103. Oken, Entwicklung der wissenschaftlichen Systematik der Thiere. I. Regnuni animalium infimum. I. Aninialia epi- dermoidea. Wurm = Oberhautthiere mit herrschender Linie. Die über- mässige Ausbildung eines Systems giebt den spezifischen Charakter, p. 109, die Thiere, deren epidermoidisches Sj^stem zum Charakter ge- worden ist, sind die Würmer. Die Röhren seien malpighiseher Schleim unter dem abgeriei)enen Epiderm zu Kalcherde verwandelt oder durch Stacheln ersetzt. Rechnet dahin auch Furia, Thalassema, Hirudo, Gordius, Planaria, welche drei letzteren sich wie die nackten Schnecken zu den beschälten verhalten. — Oken, Lehrbuch der Naturgeschichte, entworfen 1812. Theilt die Würmer ein in Fusswürmer (Dentalium, I>nschwurm; Serpula, Kragenwurm; Amphitrite, Halskiemer; Nereis, Rückeukiemer); Fusslose (Lumbricus, Borstenwurm; Sipunculus, Rüsselwurm ; Hirudo, Napf- wurm); Rundwürmer (Spulwurm, Geiselwurm = Trichocephalus, Faden- wurm); Darmlose (Echinorhynchus); Plattwürmer (Einmündige, Saug- würmer, Bandwürmer, Blasenwürmer). — Oken, Lehrbuch der Natur- geschichte. III. Zoologie. I. Fleischlose Thiere. Leipzig 1815. p. 135. IV. Classe. Thierklure — Leche (Leib, Haut, ohne oder mit Eingeweide, ohne Gliederung der Kerfe) : Klurleche (Maden), Kerfleche (Muscheln), Bolk- leche (Schnecken). — p. 139. I. Ordn. Klurleche — Maden. Selbständige Aeltere Quellen. 159 Hautröhren, welche meist in Thieren und aus Thierstoflfen entstehen, als halb aufgelöste, halb zu Mileu (quid?) geworden, halb ausgeartete Thiergefässe, besonders Darmzotten. „Es ist keinem Zweifel unterworfen, dass die Ein- geweidewürmer ohne allen Samen oder Eier entstehen, durch Ausartung von thierischen Säften oder kleinen Gelassen oder Zellen, wenn sie sich gleich nachher auch selber fort/Aipflanzen vermögen/' — p. 140. I. Zunft. Madenmaden — Fieke. Fiekfieke (Finnen): Echinococcus, Coenurns, Cj-sti- cercus; Flucktieke (Bandwürmer); Spullfieke. II. Zunft. Muschelmaden, Flucke. Fiekflucke: Polystoma, Scolex, Distoma; Fluckflucke: Porocepha- 1ns, Tetrachynchus, Echinorhynchus ; Spullflucke: Lernäen. III. Zunft. Schneckenmaden, SpuUe. Fiekspulle: Hamularia, Liorhynchus , Cucul- lanus; Fluckspulle: Grordius, Trichocephalus , Oxyuris; SpuUspulle: Strongylus, Ophiostoma, Ascaris. Axine ist unter den Lernäen p. o57. p. 345. III. Klasse: Pflanzenkobe — Lungenthiere, Kerfe. I. Ohne Verpuppung — Werren. a. Leib häutig gegliedert, keine gegliederten Füsse. I. Ord. Wurzelkerfe, Würmer, Leib gegliedert, häutig, Füsse nicht gegliedert, keine Häutung. — p. 347. Zünfte. I. Sternwiirmer (Echino- dermeu). II. Armwürmer (Entomostraken und Cirripedien). IH. Glatt- würmer (Piere: Gordius, Dero; Queise: Borlasia, Sabella, Polydora, Areni- cola; Egel: Planaria, Helluo, Hirudo; Quappen: Phylline, Pontobdella; ohne Namen: Sipunculus, Thalassema. IV. Fusswürmer: Nereiden, Amphitriten, Dentaljen, Serpein. — Oken, Allgemeine Naturgeschichte für alle Stände. V, II. Stuttgart 1835. Dritter Kreis: Athemthiere, Ringel- thiere. Siebente Klasse: Fellthiere, Würmer p. 541. Ord. I. Weiss- würmer. I. Zunft; Bandwürmer (Blasenwürmer, Bandwürmer, Einmundige; unter letzteren neben Echinorhynchus die Pentastomen und der seltene Nematode Prionoderma); II. Zunft: Saugwürmer (als napflos neben Monostonia und Amphistoma auch Caryophyllaeus; als Einnapf Distoma, als Vielnapf, neben Hexastoma = Polystoma und Tristoma, der Cephalo- podenarm Hectocotylus); III. Zunft: Rundwürmer (einschliesslich An- guillula). Ord. II. Rothwürmer. IV. Zunft: Kahle (neben Sohlenwürmern oder Planarien und Napfwürmern oder Blutegeln parasitische Krustazeeu); V. Zunft: Borstenwürmer (Nais, Clymene, Lumbricus, Arenicola, Tha- lassema); VI. Zunft: Fusswürmer (Spio, Cirratulus, Nereis, Eunice, Am- phiuome, Pleione, Polynoe, Aphrodite, Terebella, Amphitrite, Sabella, Serpula, Spirorbis); VII. Zunft: Walzenwürmer (Borlasia, Siphunculiis, Bonellia; dazu Holothuria). — Oken, Bau des Piers, Arenicola pisca- tornm. Isis. 1S17. p. 466. Viviaiü. Phosphorescentia maris. Genua 1808. Einer grösseren Anzahl von Anneliden , Serpuliden, auch Planarien zugeschrieben (nach Ehren berg 1834). J. L. €. (xraveiihorst. Vergleichende Uebersetzung des Linnei'schen und einiger neueren zoologischen Systeme. Göttingen 1807. Schloss sich Bosc an: Vers: Polypes (amorphes, rotiferes, coralligenes), Kadiaires (unter Coriacea neben Holothuria: Sipunculus), Echinodermes, lutestins 160 Würmer. (Filaria, Proboscidea, Crino, Fissula, Ascaris, Trichocephalns, Cncnlaiius, Strougylus, Caryophyllaneiis, Scolex, Tentacularia, Ecbinnrh^iichus, Hydatis, Taenia, Liuguatula, Ligula, Fasciola), propremeut dits: nackte ohne äussere Organe: Planaria, Hirudo, Gordius — nackte mit äusseren Orgauen: Thalassema, Lumbricus, Nais, Furia, Arenicola, Amphinoiue, Aphrodita — Röhrenwürmer mit äusseren Organen : Vaginella, Dentaliuni, Spirogjyplius, Spirorbis, Serpula, Penicellus, Silicaria, Vermicularia, Am- phitrite, Polydora, Nereis), MoUusques. Von den Mollusken des Linue ist beinahe die Hälfte der Gattungen unter den vorigen Wurmorduungen untergebracht. F. Tiedemaini. Zoologie. Laudshut 1808. Unter den elf Thier- klassen p. 29. VIT. Mollusken, Weicliwürmer. VIII. Anneliden, geringelte Würmer. IX. Eingeweidewürmer. — Frorieps Notizen aus dem Gebiete der Natur- und Heilkunde. I. 1822. p. 64. Miscell. Aug. 1821. Kurze Notiz über in den Muskeln und Arterienwänden eines alten Säufers ge- fundene Conkretionen, welche von Henle, Müller's Archiv f. Anatomie und Physiologie. 1835. p. 528 und danach von anderen auf verkalkte Trichinen gedeutet worden sind, obwohl diese Deutung mit der ange- gebenen Grösse nicht vereinbar und sonst nicht beweisbar ist. Cobbold führt irrig mich (Pagenstecher, Trichinen) gegen Leuckart als hier- für eingetreten an. Ich habe gegen Leuckart nur das Citat richtig genannt. J. B. Wilbrand. lieber die Classifikation der Thiere, eine von der Akademie zu Haarlem mit der goldenen Medaille gekrönte Preisschrift (holländisch in Verhandlingen Haarlem. Akad. VI. 2). Beantwortung der 1808 gestellten Fragen über Einführung eines neuen Systems. System nach der graduellen Entwicklung, p. 35. Intestinalwürmer, den Lyniph- gefässen der höheren Thiere verglichen, p. 36. Würmer mit blutähnlicher Lymphe, aber ohne Herz. — Die Mollusken nach Lamarck und Cuvier folgen erst über den Insekten. — Darstellung der gesammten Organi- sation. Giessen und Darmstadt. II. 1810. § 71. p. 77. „Wie die Assimilation im allgemeinen Flüssigen der Erde mit der fortdauernden Produktion der Zoophyten beginnt, welche mit der allgemeinen Assimilation in der De- struktion organischer Gebilde den entgegengesetzten Pol ausmacht: so geht mit der Assimilation in den besonderen Thieren die Welt der Intestinalwürmer hervor." — - Die Intestinalwürmer sind daher zu betrachten als die Zoophyten der besonderen Thiere, die schon um so eigenthüm- lifher gebaut sind, weil sie in individualisirten Thieren vorkommen. — .... § 72. Die Intestinalwürmer erzeugen sich im Gegensatze derjenigen Säfte der besonderen Thiere, worin die Assimilation ausgedrückt ist. — p. 81 wie sie sich mit der Assimilation erzeugen, ohne dass Keime von vorhergegangenen Individuen ihrer Art da waren. Denn ihr Keim liegt Potentia in der Assimilation eines jeden Thiers. — p. 78. Die Blasenwürmer sind selbstständig gewordene Zellen, wie die Infusions- thierchen. Aeltere Quollen. Xßl Lüderseii. De hydatidibiis diss. inaugur. Götiiugen. 1808 (nach Turpiii und Davaine). Dabei ein Fall von Echinococcus der Milz. Kiiiily. Beobachtung- und Beschreibung des Finneuvvurnis. Hufeland. Journ. d. pvakt. Heilkunde. Dez. 1809. p. 140. ebenso p. IK!. Hunderte von Finnen beim Menschen in Muskeln, Lunge und Gehirn. J. B. P. A. Lamarck. Systeme des animaux sans vertebres, ou tablcau general des classes, des ordres et des genres de ces animaux. Paris, an IX. 1801. Als neue genera von Helminthen Fissula für ein- gekapselte Rundwürmer und Crino für den Strongylus armatus. — Philosophie zoologique ou cxpositiou des considerations relatives ä l'hist. naturelle des animaux etc. Paris. 1809. I. p. 193. Les vers: animaux a corps mou, allonge, sans tete, saus yeux, sans pattes articiilees, depourvu de uioelle longitudinale et de Systeme de circulation. Beginn der Tendenz der Gliederung, welche sich in den Insekten, Spinnen, Krustazeen vollendet. — p. 195. Die vermeintlichen Tracheen einiger seien wahrscheinlich aquiferes nicht aeriferes. — Zweifelt an der geschlechtlichen Fortpflanzung. — Seit er die Anneliden gebildet hat, geben einige diesen den Namen der Würmer und vereinigen diejenigen , von welchen hier die Rede ist, mit den Polypen, mit welchen gar keine Beziehungen festzustellen sind. — p. 287. Polypes rotiferes. — p. 295. Les Vers als Classe IV. mit V. cylindriques, vesiculeux, aplatis (einschliessl. Linguatula). — Les Annelides (nicht Annelides) p. 174: Animaux ä corps allonge et annele, depourvus de pattes articulees, respirent par des branchies, ayant un Systeme de circulation et une moelle longitudinale noueux. — p. 312. Aus Classe VIII (über den Krebsen). Ordre I. Cryptobranches. II. Gym- nobranches. Unter letzteren auch Serpula und Spirorbis. — Histoire naturelle des animaux sans vertcbres. Paris. 1815 — 1822. Philosophie zoologique. I. u. II. Paris 1832. II. 1816. Animaux apathiqucs. 16 Classen. Classe I. Infusoires. Classe II. Les Polypes (Polypi). p. 22: Polypes cilies, Premiere section: Les Vibratiles (unter diesen Trichocerca und Vaginicola); Deuxieme section: Les Rotiferes (Folliculina, Brachionus, Furcularia, Urceolaria, Tubicolaria, auch Vorticella). — III. 1816 (Isis. 1817. p. 1423). Unter den Apathica: Classe V. Les Vers (Vermes) : Animalia mollia, elongata, in plurimis nuda, acephala, caeca, apoda. Os snctorio unico aut multiplici, tentaculis nullis. Organisatio: tubus nut Saccus alimentarius; pori externi aquam spirantes; generatio in aliis gemmipara, in alteris subovipara. In nullis encephalum, medulla longi- tudinalis nodosa, sensus speciales, vasa circulationis. Ordre I. Vers molasses (Vcsiculaires, auch mit Ditrachyceros; Planulaires, auch Cestoden, Fasciola, Polystoma thynni; Heteromorphes, von Cestoden Caryophyllaeus, Tetrarhynchus, Scolex, dann Monostoma, Amphistoma, Sagittula); II. Rigi- dules (Porocephales, Echinorinque und Nematoden); III. Hispides (Oligo- chäten: Nais, Stylaria, Tubifex) und als Epizoaires parasitische Krustazeen. Hingegen stehen die Anneliden unter den Sensibilia, V. 1818. p. 274. Annelides: Blutegel, Regenwürmer, Nereiden, Serpulen. Isis. 23, p. 497. — Bio Uli, Klasseu des Thier- Reichs. IV. 1. 11 Ifi2 Würmer. Histoire naturelle des nuimaux saus vertebres. II, Edition par Mm, G, P. Deshayes et H. Milne Fidwards, II. 1836, p. 14. Polypes cilies. Kommen nun, namentlich nach Ausscheidung der Vortizellen , auf die Phytozoaires rotateurs heraus p. 19, — III. Unter Radiaires echinodermes p, 466. Priapulus. p. 467, Sipuncukis. p. 470. Bonellia. p. 452, Classe V, Les Vers {auch Gregarina und wie in erster Ausgabe die krustazeisclien Epizoaires). - IV, p. 499. Classe IX. Les Annelides (i eben Vermilia steht Magilus). Lamarck bereits leitete sie ab von den Vers, Fromage de FeiigTe. Correspond. sur la conserv, et l'amelior. des animaux domest. Paris. 1810. T. I. p. 78. Sah die Drehkrankheit für erblich an (nach Davaine), worin andere folgten. Peroii et Lesueur. Notice sur l'habitation des animaux marins. Annalcs du Museum d'histoire naturelle. XV. 1810. p. 289. Auch mit Beziehung auf die Würmer, dass die antarktischen Regionen keine einzige boreale Art enthielten. Reynal. Bullet, des sciences med. de la Soc. du departement de l'Eure. Jnillet, 1809. FAua zwei Pfund schwere, 43 Jahre alte Echino- kokkusgeschwulst bei einer Schäfersfrau an Hals und Gesicht. Description de PEgypte, ou recueil des observations et des recherches ([ui oiit ete faites en Egypte pendant l'expedition de l'armee fracQaise pnblie par los ordres de sa majeste l'Empereur Napoleon le Grand. Histoire naturelle. Tome. I. Paris. 1809, III. Partie (jedenfalls nicht früher als 1817, s u.). Systeme des diverses classes des animaux sans ver- tebres. Systeme des Annelides principalement de Celles des cotes de l'Egypte et de la Syrie, offrant les caracteres tant distinctifs que naturels des ordres, familles et genres, avec la description des especes par Jules-Cesar Savigny. Schliesst sich an Cuvier an, den Schöpfer der Klasse der Vers ä sang rouge, besser Annelides. Begründet sein System auf bessere Untersuchung und Verständniss der äussereii Organisation: Kopf, Rüssel, Kiefer, Tentakel, Augen, Antennen (Tentakel, Girren der Autoren), der Füsse in ihrer Gliederung (in rames und cirres) und Umgestaltung, der Borsten (soies) nach ihrer Verschiedenheit, auch mit Haken, welche andere noch nicht bemerkt hatten, Elytren oder Rüekenschuppen (Vergleich dieser und zwar mit den Flügeln und Füssen der Insekten), Kiemen. Die Be- schaffenheit solcher Theile setzt er den Ordnungen voraus. I. Division. Lokomotoiische Borsten, Ordre I, Ann, nereidees, Ann. nereideae. Füsse mit retraktilen Pfriemenborsten, keine retraktilen Hakenborsten. Kopf deutlich mit Augen und Antennen. Protraktiler Rüssel. Fast stets mit Kiefern. Ordre II. Ann. serpulees. Ann. serpuleae. Füsse mit retraktilen Pfriemen- und Hakenborsten, kein Kopf mit Augen und Antennen, kein mit Kiefern bewaffneter Rüssel, Ordre III. Ann. lombriciens. Ann. lumbricinae. Keine vorspringenden Füsse, Borsten selten retraktil. Kein Kopf mit Augen und Antennen, keine Kiefer. II. Division. Keine loko- motorfsche Borsten. Ordre IV. Ann. hirudinees. Ann. hirudineae. Haft- napf an beiden Enden, Augen, Ordre V. Annelides sans soies et sans Aeltere Quellen. 163 cavites prebcnsiles. Von diesen hat Savigny in (.inciii Supplement handeln wollen, welches fehlt. Es solltmi wohl die Plauarien sein, von welchen er zwei abbildet. Es folgen die ausführliche Charakteristik der Nereideae, p. 7., deren Familien: Aphroditeae (Palmyra, Halithea, Polynoe), Nereides (Lycoris, Nephtbys, Aricia, Glycera, Ophelia, Hesione, Myriana, Oenone), Amphinomeae (Cloeia, Pleione, Euphrosyue), die Gattungen und Arten; p. 65. Die Familien der Serpub ae: Amphitritae (Serpula, Sabella, HermeHa, Terebella, Amphictene), Maldaniae (Clymene), Terethusae (Arenicola); p. 100. die Lumbricinae: Ecbiuri (Thalassema), Lumbrici (Enteriou mit 8, Hypogaeon mit 4 Reihen Borsten, eine obere mittlere); p. 105. Hirudineae: Hirudines (Branchellion , Albioue, Haemocharis, Bdella, Sanguisuga, Haemopis, Nephelis, Clepsiue). Im ganzen 88 polychäte Anneliden, 1 Ecliiuride, 2 Lumbricinen, 18 Hirudineen. — Explication sommaire des Planches d'Annelides de l'Egypte et de la Syrie, publiees par Jules Cesar Savigny, Membre de l'Institut; ofifrant un expose des caracteres naturels des genres, avec la distinction et quelquefois le nom des especes par Victor Audouin (ohne Jahreszahl; in den Jahren nach 1830). 5 Folio- tal'eln. Eine Explikation der egy ptischen von Savigny nur abgebildeten Arten. — Description de l'Egypte. 2. edit. XIX — XXIV. Histoire naturelle. 1824—1829. XXI. p. 324. Würmer oder Anneliden. Auszug Isis 1832. p. 937. Lumbricineae. Fam. Ecbiuri. p. 437; Hirudineae. p. 445; Isis p. 957. — P. A. Latreille, Rapport sur deux ouvrages manuscrits de M. Savigny presentes a FAcademie des sciences, et ayant pour titre, l'un: Recherches pour servir ä la Classification des Annelides; et Taiitre: Tablcau systematique de la classe des Annelides. Mcmoires du museum d'histoire naturelle. VI. 1820. p. 93. Die ver de terre, sangsue, scolopendre de mer, chenille de mer, pinceau marin waren von Linne in fast allen seinen Wurmordnungen zerstreut. 0. F. Müller (Zool. dan.) fasste sie mit einigen Eingeweidewürmern als llelminthica zusammen. Cuvicr nahm in seinem Tableau elementaire de l'histoire naturelle des aniniaux eine neue Reinigung vor. Anneliden und Eingeweidewürmer allein bildeten die Klasse der Würmer. Derselbe bildete 1800 in seinen Legons d'anatomie comparee diese Klasse aus den Anneliden, setzte die Eingeweidewürmer als inceitae sedis zwischen jene und die Zoophyten (Tableau VI). Fabricius hatte das rotbe Blut bei mehreren Seewürmern wahrgenommen (Fauna Groenland.) und Cuvier gab danach in einem dem Institut vorge- tragenen Memoire den Namen. Diese Würmer bildeten dann bei de Lamarck die Klasse der Anneliden; die Eingeweidewürmer, von welchen Cuvier einige zu den kiemenlosen gestellt hatte, empfingen ausschliesslich den klassischen Namen der Würmer. Dunieril setzte 1(^06 in seiner Zoologie analytique die Eingeweidewürmer zu den Zoophyten, und die Klasse der Anneliden blieb für ihn die der Würmer. Sw am mer dam war der erste, welcher die äussere Organisation einer eigentlichen Annelidc, der Aphrodite hystrix (als Physalus, in der französischen Uebersetzung der Biblia naturae als Scolopendre de mer) darstellte. 11* 164 Würmer. Recli, Vallisnieri, Trembley, Ellis, Rösel, Bergmanu, Baster, Dicquemare sammelten neue Thatsacben in einer Beschränkung auf wenige Arten und in einer Exposition, welche die Kinderschuhe der Wissenschaft verräth. 0. F. Müller, Pallas, 0. Fabricius führten für die Anneliden eine genauere Darstellung nach der Weise von Linne ein. Bruguieres, Bosc, Montague, Oken, Viviani, Leach ver- mehrten danach unsere Kenntnisse, aber ausser bei dem letzten beruhte die Benennung der äusseren Theile auf keinen bestimmten und vergleich- baren Principien. Diese klassische Confusion wurde durch Saviguy zerstreut, welcher die spezielle Terminologie begründete (vgl. Lamarck, Hist. des anim. sans vert. p. 279). In der ersten Arbeit vom 19, Mai 1817 (Rrcherclies etc.) werden vorzüglich die Hakenborsten berücksichtigt, welche nur den Sedentären und Tubikolen zukommen und die Genera der Serpuleae in diesem Sinne auseinander gesetzt (dabei Clymene als von d'Orbigny auch an der Küste der Vendee gefunden). Lamarck und Cuvier übergaben ihm nun alle Anneliden des Museums, und mit Bei- hülfe anderer konnte er bereits am 14. July desselben Jahres den ersten Theil eines Werkes über die ganze Klasse des Anneliden vorlegen, welches in die Beschreibung von Egypten kommen werde, und bald den zweiten folgen lassen. Dabei wurden die bis dahin ungenauen, ungenügenden, wirren Begriffe von Kopf, Augen, Kiefern, Tentakeln, Girren, Borsten, Rückenschuppen, Kiemen, ausgehend von den vollkommensten, den Nereiden, festgestellt. Ein Auszug vorzüglich über diese, weniger die Serpuleen und Lumbricinen , endlich Echiuren und Hirudineen. — Savigny, Analyse d'un Memoire sur les lombrics. Gompte rendu des travaux de ITnstitut. 1820. W. Peck. Osservazioni sopra le sanguisughe o mignatte dirette al editore del philosophical magazine. Biblioth. britan. 1810. Giornale di fisica, chimica e storia naturale di L. 0. Brugnatelli. III. Pavia. 1810. p. 184. Deren Benehmen bei Wetterwechsel; Aufbewahrung, Anlegung, Erhaltung nach Verwendung. A. Alirens ii. K. A. Ramdohr. Abhandlung über Würmer, welche in einer Erdschnecke entdeckt worden sind. Der Gesellschaft natur- forschender Freunde zu Berlin Magazin der neuesten Entdeckungen von der gesammten Naturkunde. IV. 1810. XXXVII. p. 292. Leucochloridium in Succinea (Helix putris). — K. A. Ramdohr. Anatomische Be- merkungen über den Egel in der Schafleber. Ibid. VI. 1814. XV. p. 128. J. 3Iacartney. Observations upon luminous animals. Philos. Trans- actions of the R. Soc. of London for 1810. II. p. 260. Die Richtigkeit der Nachricht über leuchtende Regenwürmer nach Flaugergues Journ de Physique. XVI wird von M. bezweifelt. Es würde solches sonst öfter beobachtet sein. Von Würmern leuchte (p. 275) nur Nereis noctiluca. Cliaussier. Bullet, de la Faculte de medecine. ann. 1811. 5. t. II. p. 98. Durchbohrung des Zwerchfells und Herzbeutels durch eine Echino- kokkengeschwnilst oberhalb der Leber (nach Davaine). Aeltere Quellen. 165 Fr^teau (Nantes). Operation de l'eaipyeme, suivie de la sortie de 500 h3'datides. Janv. 1812. Jouru. gen. de Sedillot. 43. p. 121. Echinococcus der Lunge durch Einschnitt zwischen dritter und vierter falscher Rippe beseitigt. Boiulet. Giornale di medicina practica compilato da V. L. ßrera. II. Padua. 1812. Zwischen Bauchmuskeln und Peritoneum ein Sack mit etwa 4000 Hjdatiden (nach Bremser und Davaine). Spix. Geschichte und Beurtheilung aller Systeme in der Zoologie. 1811. — Darstellung des gesammteu inneren Körperbaues des gemeinen Blutigels (Hirudo medicinalis L.) Denkschriften d. Kön, Akademie der Wiss. zu München für d. Jahr 1813. Gl. d. Math. u. Naturw. p. 183; vorgelesen am 14. Nov. 1812. Ch. Cliapotiii. Topographie medicale de l'Ile de France. Paris. 1812. p. 145. Sehr gemeines Vorkommen von Tänien auf dieser Insel, auch bei kleinen Kindern und gut genährten Personen (nach Davaine). Nachrichten von einer beträchtlichen Sammlung thierischer Ein- geweidewürmer und Einladung zu einer literarischen Verbindung, um dieselbe zu vervollkommnen und sie für die Wissenschaften und die Lieb- haber allgemein nützlich zu machen. Von der Verwaltung des K. K. Naturhistor. Museums. Wien. 1811. Auch lateinisch. Das Wiener Museum enthielt 1806 nur einige menschliche Eingeweidewürmer und besass fünf Jahre später die grösste Sammlung an Entozoen, vorzüglich durch den Eifer von Natterer und seinen zwei Söhnen und von Bremser. Man hatte dazu von einigen Thierarten über 200 und 300 Stück, von der Hausmaus 1118, der F'eldmaus 1563, dem Grasfrosch 1272, dem Laubfrosch 2137 Stück durchsucht, so dass man über Häufigkeit im All- gemeinen und nach Orten und Jahreszeiten werthvolle Aufschlüsse erhielt. Rimedio contra la tenia. Giornale di fisica, chimica, e storia naturale di L. 0. Brugnatelli. V. Pavia. 1812. Notizie letterare. p. 238. Zinn, Zinn Präparate, Terpentin. Sclineider. Mein Bandwurm, eine Autonosographie, Neue Denk- schriften der pbysikal. medizin. Societät zu Erlangen. 1812. I. p. 244. U. a. die damals gebräuchlichen Heilmittel. The medical repository of original essays etc. conducted by S. Michill New Series. I. New-York. >1812 — 1813 (nach Keferstein, Erfurt). Man bediene sich in Boston einer noch nicht beschriebenen Art von Blut- egeln. Du Trochet, Recherches sur les Rotiferes. Annales du Museum d'histoire naturelle. XIX. 1812. p. 355. — Sur le mecanisme de la Rotation chez les Rotiferes. Ibid. XX. 1813. p. 469. — lieber eine neue Wurmsippe, Trocheta subviridis, aus Bulletins des sciences u. Isis. 1818. p. 1916. — Observations sur la structure de l'organe rotatoire des Rotiferes. Comples rendus hebdom. des seances de l'Acad. des sciences. 4. 1837. Paris. p. 635. 166 Würmer. J. B. E. SorMer. Dissert. snr les vers des intestins. These No. 109. Paris. 1813 (nach Davaine). Degiiilleme. Observat. sur des vers trouves dans le pouraon d'une Triiic. 1813. J. B. (Joliier. Älemoir. et observ. sur la chirurg. et la med, veterin. Lyon. t. II. p. 434. Niomaiiii. Handbucli der kStaatsarzneiwissensehait. II. Leipzig 1813. p. 366. Finnen beim Wildschwein (nach Rudolphi und Davaine). Joliii Cr. Dalyell. Observjitions on some interesting phaenonema in animal ph^^siidogy, exhibited by several species ot" Planaria. 1814 (nach Johnson). Künstliche Erzengung einer double-headed planaria. — On the regeneration of lost Organs discharging the Functions oi' the head and viscera, by the Holothuria and Amphitrite (ventilabrum). Report of the X meeting of" the British Association for the advancement of science held at Glasgow. 1840. London 1841. p. 139. Ein hinteres ab- gelöstes Stück erzeugt die Kiemenfäden und andere vordere Theile wieder. Hugli Davies. Some observations on the Sea Long-worm of Borlase, Gordius niarinus of Montagu, Lineus longissimus Sowcrby (Brit. Mise. VIII. p. 15). 1814. Jun. 7. Transactions of the Linnean Society. XI. 1815. p. 292. In Alkohol, ohne den Rüssel und auf vielleicht ein Viertel kontrahirt, 22 Fuss lang. — Auch in British Zoology. ed. 1812. IV. p. 74. — Isis. 1817. p. 1054. Baillie. Anatomie pathol. trad. par Guerbois. Paris 1815. p. 226 (nach Davaine). Tod durch Echinococcus der Niere. Raliiiosque, Analyse de la uature. Palermo 1815. Wurmfamilie der Mecobranches. De SIontegTC. Observations sur les lombrics ou vers de tcrre. Me- moires du Museum d'histoire naturelle. I. 1815. p. 242. Paarung und Sattel. Desi)allens. Compte rendu de l'Ecole veterinaire de Lyon, prononce le 22 Mai 1812 par Rainard J. B. Gohier, Mem. et observ. sur la Chirurg, et la Medec. veter. II. Lyon 1816. Beobachtete P>j)idemieen von Lungenwürmern bei Kälbern 1795 und 1811 auf dem Soladiergebirge (Ain) und 1803 in Sion. Er sah alle jungen Thiere zugleich ergriffen werden (nach Davaine). Moricr. Maladies vermin, pulmon. observees sur des chcveaux et des veaux. Gohier, Memoires w. oben. p. 423. Beobachtet bei Aigle 1812 (nach Davaine). Chr. Rol>. Pembertoii. A practical treatise on various diseases of the abdom. viscer. London. 1814 (nach Bremser und Davaine). Fand 560 Hydatiden in einem Abszess. Hodg'son. Engravings intended to illustrate some of the diseases of arteries. London. 1815. Dabei Specialuntersuchungen über die Wurm- aneuiismeu des Pferdes (nach Davaine). Aeltere Quellen. 167 Gaitskell. London nieclical repos. 1815. Gase of discharge of 1000 Hydatids with biliary calculi and with recovery (nach Cobbold und Davaine). A. H. Flormaii. Kongl. vetensk, Acad. Haiidlingar för 1815. Stock- holm, p. 132-136 (nach Rudolph! und Davaine) Freie Finnen im rechten Hirnventrikel eines Schweines. Tliom. Heatli. Observat, on the generation of guinea-worm. Edinb. med. and. surg. Journal XII. 1816. p. 120. Kennedy. Account ofa now descript worm (ascaris pellucidus) found in the eyes of horses in India. Transact. of the Royal Soc of Edinburgh IX. p. 107. read febr. 1816. and nov. 1818. Fr. M. de Olfers. De vegetativis corporibus in corporibus animatis repcriundis comnientarius. Pars I. Berol. 1816. Ausser Hautkrankheiten und Epizoen die Entozoen. Deren System: I. Phytotheria. a. Cryptozoa: I. Chaos, b. Gymnodela: a. a. Cystica: 2. Echinococcus. 3. Coenurus. 4. Cysticercus, b. b. libera. a. alysidota: 5. Taeuia. 6. Bothriocephalus. /?. Cestoidea : 7. Trieuspidaria. 8. Ligula. II. Morphamoebaea. a. cor- pore ligato: 9. Caryophyllaeus. 10. Scolex. b. corpore subcarnoso: II. Poly Stoma. 12. Distoma. 13. Amphistoma. 14. Monostoma. c. cor- pore sacciformi. 15. Echinorhynchus. 16. Tetrarhynchus. III. Helmin- thes. Ore a. tabuloso: 17. Liorhynchus. b. puuctiformi: 18. Filaria. 19. Trichocephalus. c. aoguloso aut amplo orbiculari: 20. Oxyuris, 21. Cucullanus. 22. Strongylus. d. valvuioso: 23. Ophiostoma. 24. Ascaris. A. Otto, lieber das Nervensystem der Eingeweidewürmer (Nema- toden und Distomen). Der Gesellsch. naturf. Freunde zu Oeilin Magazin für die neuesten Entdeckungen in der gesammten Naturkunde. VII. 1816. XXII. p. 223. Dictionnairc des sciences naturelles. C. Dumeril. III. 1816. p. 192. Dass Aristoteles den Namen Ascaris einer Mückenlarve gegeben. De Blainville. Ibidem. LVII. 1827. p. 215. Sangsue. — 1828. p. 365. Articie: Ver. mit Literatur. — XXVII. p. 154. Lombric. XXXIV. p. 127. Naide. — XXXIV. 1825. p. 407. Nereis = Chaetopodes. — 1840 Complement. Animal. Im Systeme werden zw^ischen die Chaetopodes und die Apodes, von welcheu er die Eingeweidewürmer den Radiaten des Cuvier 1822 in den Priucipes de l'anatomie comparee entnommen und unter die Eiitomozoaires gestellt hatte, die Malentomopodes (Chitoniden) und Malacopodes (Peripatus) ein- geschoben. — LIII. 1844. p. 44. Tenia. Nouveau dictionnairc d'histoire naturelle. II. 1816. p. 581. Bosc. Ascaride. XXXIII. 1819. p. 44. Tenia. XXXV. 1819. p. 428. Vers. Merat. Articie Vers. Diction. des sciences medicales. Paris 1821. T. 57. A. de Chamisso et C. Gull. Eysenhardt. De animalibus quibus dam e classe vermium Linneana, in circumnavigatione terrae, auspicante comite N. Romanzoff", duce Ottone de Kotzebue, annis 1815 — 1818 peracta observatis. Nov. act. phys. med. Acad. Caesar. Leup. Carol. natur. 168 Würmer. curiüs. X. Bonnae. 1821. p. 351. Sternaspis elegans. p. 349. Reclmen gegen Cuvier Penella noch zu den Annulosa. — K. W. Eisenhardt. Ein Paar Worte über das von Eanzani (Isis. 1817 No. 182. und 183. Hielt es anfänglich für einen Echiiiorhynchus) beschriebene Tlialassenia scutatuni und die Euniolpe maxima. Isis. 1818. p. 208i) und 2087. — Eysenhardt. Einiges über Eingeweidewürmer. Verhandhingen der Gesellschaft naturf. Freunde zu Berlin I. 1829. XVII. p. 144 ff. Distoma pachysoma, furcatum, megastomum, varium. Bothriocephalus ruficollis. Chalbet. üso del olio di trementina nella cura della teuia e delle asoa- ridi. Giornale di fisica, chimica e storia naturale di L. 0. Brugnatelli. IX. Pavia. 1816. Notizie letterarie. p. 72. (Notiz nach Odier). Raiizaiii. Neue Würmer. Nach Opuscoli scientifici. II. Bologna. 1817. Isis. 1817. p. 1449. Beschreibung einer neuen Art von Arenicola (clavata) und Phyllodoce maxillosa (nach Oken : Eumolpe maxima). Ibid. Isis. p. 1457. Beschreibung einer neuen Gattung Thalassema (s. o. bei Eysenhardt), Sternaspis thalassemoides, viel umstritten. Carus. Lehrbuch der Zootomie. Isis. 1818. p. 876. Lumbricus terrestris. p. 583. Blutegel. J. H. L. Kuutzmaim. Anatomisch -physiologische Untersuchungen über den Blutegel. Berlin 1817. Isis. 1822. p. 1100. J. Bojanus, Anatomie des Blutegels. Isis. 1817. p. 873. — Was wissen wir denn nun eigeutlich vom Bau des Blutegels. Isis. 1818. p. 2089. — lieber die Cerkarien und ihren Fundort. Isis. 1818. p. 729. Die „königsge.lben" Würmer der Teichhornschnecke als Cerkarienmütter. Dabei Anmerknngen von Oken, dass sie Distomenlarven seien. — Enthel- niinthica. Gründliche und vielfach neue anatomische Mittheilungen über allerlei Eingeweidewürmer. Isis. 1821 p. 178. Echinorhyncbus gigas, Anatomie, p. 177. 184. Strongylus filaria (bronchorum, von Rindern), Ascaris lumbricoides, auch Spulwurm des Pferdes. — p. 163. Cysticercus pileatus aus Inuus ecaudatus. — Amphistoma subtriquetrum des Biebers, Distoma hepaticum und Nachtrag dazu. p. 164, 170, 308. James Bawliits Johnson. Observations on the Hirudo vulgaris. Philosoph. Transact. of the E. Soc. of London for the year 1817. part. I. 1817. London, p. 13. Aug. 13. Coitus; Aug. 17. und 18., einer legte zwei Eikapseln ab und entkam; der andere neun am 17., 18., 21., 23., 24., 27., 30. Aug., 4. und 8. Sept. In 20—21 Tagen wurden in den Eiern die Jungen bcmerkllch und schlüpften in 56—60 Tagen aus. Beschreibung der Kapselablage. Die Kapseln enthielten 6 — 12 Eier. — Isis. 1818. p. 670. — Johnson (of Bristol). Observations on the Hirudo cora- planata, and Hirudo stagnalis, now formed into a distinct genus under the name Glossophora (tuberculata = Hirudo coniplanata Müller und punctata). Philos. Transact. for 1817. IL XXVI. p. 339. Abstracts II. (1815 — 1830). 1833, p. 78. — Giornale di fisica, chimica e storia naturale di L. 0. Brugnatelli. Decade IL 1818. p. 234. — Observations on the genus Planaria. Philos. Transact. for 1822. IL London 1822. XIX. p. 437. Aeltere Quellen. 169 Abstvacts II. p. 177. Planaria cornuta, torva, brunnea, lactea. — Further observations on Planariae. Philos. Traiisact. l'or 1825. II. LoucIod. 1825. XI. p. 247. Abstracts. II. p. 238. Nachabnunig des Experiments von Dal}' eil, sonst besonders Planaria nigra. — Isis. 1836. p. 578. Debry. Siir le tenia humain. Paris 1817. These No. 75, obs. 4. p. 11. Heissbunger von Taenia (nach Davaine). Ledere. Ueber die Difflugia, neue Sippe von ungestaltigen Polypen. Nach Menioir. du Mus. d'hist. nat. II. Gab. 12. p. 474. in Isis. 1817. p. 080 (ist Schaff er 's Blumentbier 1755, von Schranck Melicerta genannt. Oken, Naturgeschichte. IV. 1. p. 49). Gr. A. (xOldfuss. Ueber die Entwicklungsstufen der Tbiere, ein Send- schreiben an Dr. Nees von Esenbeck, Nürnberg 1817, p. 32. (Die Ein- geweidewürmer) .... sind nichts anderes als lebendig gewordene, zum individuellen Leben gekommene Eingeweide, expandirte Blutkügelchen, abgesonderte Zellen des Zellgewebe;!, losgerissene Darmzotten oder Lymph- gefiisse. — Ueber die Klassifikation der Zoophyten. Isis. 1818. p. 1008. Käderthiere in der ersten Ordnung der Protozoa, den Infusoria. — Hand- buch der Zoologie. I. Nürnberg 1820, p. 126. Class. II. Enthelmintha, Eingeweidewürmer (Cystica, Limacoidea, Trematoden mit Caryophyllaeus, Scolex, mit Tetrarhynchus und Echinorbynchus, Cestoidea, Nematoides. p. 145. Class. III. Annulosa, Ringelwürmer, Gymnodermata, dabei auch Gordius, Borlasia, Phylline, Planaria, Hirudo, Lernaea, Sipunculus und Verwandte, Scrpulae (auch Dentalium), Aniphitrite, Nereides. J. F. Meekel. Handbuch der patholog. Anatomie. Leipzig 1818. II. 2. p. 437. Echinokokkengeschwulst auf der Herzwand eines Mannes. Bern. Aut. (xreve. Erfahrungen und Beobachtungen über die Krank- heiten der Hausthiere, im Vergleich mit den Krankheiten des Menschen. Oldenburg 1818. t. I. cap. 17 (nach Davaine). Ein über 11" langer Strongylus hatte die Niere eines Stiers in eine enorm grosse Cyste ver- wandelt. — Auch die Wurmaneurisraen der Pferde. — Viel über die Symptome von Finnen, welche er Cysticercus finna nennt. Hieroiiim. Waldinger. Abhandlung über die Würmer in der Lunge und Leber und das Klauenweb der Schafe, Wien 1818. Delpeeli. Für Vorkommen der Trichinen 1818 in Gröbzig von H. Meissner angeführt (Schmidt, Jahrbücher. 1868. p. 105). (iriusei)pe Manglli. Intorno alle pretese idatidi uterine. Giornale di fisiea, cbimica e storia naturale di L. 0. Brugnatelli. Decade II. T. I. 1818. p. 289. Die Uterinhydatidenmolen haben keine Köpfchen und ihr Inhalt ist chemisch von dein der Blasenwürmcr verschieden. J. (jf. Bremser. Ueber lebende Würmer im lebenden Menschen. Ein Buch für ausübende Aerzte. Nebst einem Anhange über Pseudohelrainthen. Wien 1819. — trad. par Guendler. Paris 1825. — Ueber 3602Schriften an- geführt. Vermehrung der Arten. Annahme der Entstehung durch Urer- zeugung, welche er selbst gesehen zu haben meinte, in Folge von Miss- ständen in den Verdauungsorganen. Vermisste in Wien den Hakenkranz 1 70 Würmer. der menschlieben Tänie, welcher seiner Meinung nach im Alter abfiel, sah also vorzugsweise T. saginata Göze. — 1821 fand Bremser, dass die Echiiiococcusblasen des Menschen, ebenso wohl Köpfchen hätten, als die der Hausthiere (nach R. Leuckart, die Parasiten des Menschen). — Icones belminthum, 8ystenia Rudolphii illustrautes. Besprochen Isis. 1824. p. 111. H. de Blainville. Uebersetzung des obigen Werkes von Bremser. Note. Setzt die Acephalocysten zu den Monadaria. — Öur quelques petits animaux qui, apres avoir perdu le mouvement par la desiccation, le re- prenuent comme auparavant quand on vient ä les mettre dans l'eau. Bulletin de la ISociete pliilomathique. Juiu 1826. — Annales des Sciences naturelles IX. 1826. p. 104. — Betrifft die Wiederbelebung der Tardigraden und Roti- fcren. — Siehe auch p. 167. Dictionnaire des sciences naturelles. F. S. Leuckart. Zoologische Bruchstücke. I. 1819. p. 1. Allgemeine Einleitung über Eingeweidewürmer und Monographie des Genus Botlirio- cephalus. Wie Aetius (und schon Hippocrates) die Entstehung der Tänia, 7T?,aTeia , aus den Darmhäuteu annimmt. — p. 5. Note. L. rechnet die Samenthierchen zu den Helminthen. — p. 6, Vorkommen von Filarien in Insekten. — p. i). Versuch über die Stufenfolge der Eingeweidewürmer. — p. 16. Bothriocephalus. 29 Arten in Unterniischung mit Tetrarhynchen, Phyllobothrien u. a. — Isis. 1820. p. 667. — Zool. Bruchstücke III. 1842. Helminthologische Beiträge. Programm zur Eröffnung der Wintervorlesungen der Albert-Ludwigs-Universität. p. 1. Cystica (C. elongatus und cercopithcci). p. 5. Trematoda, mit Myzostoma (hierM. costatum, glabrum, cirriferum (Lite- ratur: Isis. 1830 betreff. Heidelberger Naturforscherversamml. 1829; Ver- such einer naturgem. Eintheil. der Helminthen 1827; Froriep's Notizen. Oct. 1836 No. 1087 p. 130; Thompson, Jameson's Edinb. new phil. Journal Jan.-Apr. 1836; Froriep's Notizen. 49. Juni 1836. No. 1057. p. 5); Diplo- bothrium (Ilexacotyle); p. 13. Octobothrium, 4 Arten; p. 18. Distonia acutum und truncatum; Monostonia mutabile; p. 38 Nematoidea: Strongylus gracilis, Ascaris iucisa, Spiroptera nasicola; p. 48. Zugabe, Octobothrium betreffend. Isis. 1844. p. 448. — Brevis animalium quorundam maxinia ex parte niarinorum descriptio. Heidelbergae. 1828. Isis. 1828. Meckclia soma- totomus (ob Planaria viridis Müller Zool. Dan. IL T. 68. zur selben Gattung?), Echinorhynchus pellucidus vom Delphin; Octobothrium lanceolatum; Siphun- culus, Ascosoma Blumenbachii, Phascolosoma granulatum. — J. S. Ersch und J. P. Gruber, Encyclopädie der Wissensch. und Künste. I. Sect. XVIII. 1828. p. 46. S. Leuckart: Clepsine. — Einiges über den Blutegel. Geiger's Magazin. XIII. 1825. p. 31. — Versuch einer naturgemässen Eintheilung der Helminthen nebst dem Entwürfe einer Verwandtschafts und Stufen- folge der Thiere überhaupt. Heidelberg und Leipzig 1827. Isis. 1828. p. 383. Crypthelminthes oder Prothelniinthes, neben Infusorien und Samenfäden als deflexe Gattungen Acephalocystis und Echinococcus; Phaenerohelminthes mit polypiformes (Coenurus), acephaloideae oder Ccstoidea (^Cysticercus, Taenia, Bothriocephalus, Scolex, Gymnorhynchus, Aeltüie Quellen. 171 Anthocephalus, Tetrarhynchns, Ligula), treraatoideae, echiaodermatoideae oder Acantliocephala, anuulatiformes oder Nematoidea. Natiirphilosopliische Betrachtuiigen. p. 10. „Die Helminthen zeigen mit anderen Ordnungen und Klassen melirfache Verwandtschaft und Aehniichkeit, bieten dabei aber bedeutende Abweichungen von den verwandten Thierformcn, die ohne Zweifel durch die ganz besondere Lebensweise der Thierwürmer, bedingt durch ihren so beschränkten , von der Aussenwelt in der Regel völlig abgeschlossenen Aufenthalt entstehen mussten." So könne eine Helmin- thengrupi)e nicht als systematische Einheit, sondern nur als faunistische Zusammenstellung angesehen werden, p. 24. Erste Beschreibung eines Mjzostoma, M. parasiticum auf Comatula nicditerranea. — Bericht über die y. Versamiiduug deutscher Naturforscher und Aerzte zu Heidelberg. 1829. Oken's Isis. 1839. XL p. 612. Vorzeigung jener Art von Myzostoma und einer anderen von Comatula nuiltiradiata Lamarck. — Ed. Rüppel und Fr. 8 ig. Leuckart, Atlas zu der Reise im nördlichen Afrika von E. Rüppel , Neue wirbellose Tliiere des rothen Meeres, Frankfurt a. M, 1828. Unter Echinodermata apoda p. 6. Phascolosoma longicoUe und carneum, Ochetostoma erythrogrammon, welches ein Thalassema ist. Asthley Cooper. Surgical essays. London. 1818. L p. 163. Echino- coccus in der Tibia (nach Davaine). Leacli. Thiere der Baffinsbai (J. Ross, a Voyage of Discovery made under tbe orders of the adniiralty 1819). Isis. 1819. p. 120 u. 127. Von Anneliden Nereis phyllophorus, Lepidonotus Rossi; stellt auch Dentalium dahin. Schweig'ger. Handbuch der Naturgeschichte der skeletlosen Thiere. 1820. p. 569. Citat von R. Wagner für das Gefässsystem des Blutegels. ¥. W. IVebster. New England Jouru. of mediciue and surgery etc. 1819. T. VIH. Echinococcus in der Tibia (nach Davaine). Knox. Froriep's Notizen 1822. p. 122. Beobachtete 1819 den Band- wurm epidemieartig bei englischem Militär, welches im Kaffernkrieg von ungesundem Vieh gelebt hatte. Thomas Batemaii. Report on the diseases of London and the state of the weather from 1804—1816. London 1819. Nach Davaine in 1810; bis 1816 unter etwa 15,000 Kranken 543 mit Taenia solium oder etwa 3,6%. J. Leo. De structura lumbrici terrestris, dissertatio inauguralis. Bcrolini. 1820. Isis 1822. p. 492. B. Ch. Otto. De Sternaspide thalassemoide et Syplio(uo)»toraate diplochaeto. 1820, Isis 1820. Liter. Anz. p. 462. Sternaspis: das von Renitr entdeckte (Stef. Renier. Verzeichniss der Würmer des adriati- schen Meeres als Echinorhynchus scutatus, wogegen Oken protestirte), von Ranzani und Eysenhardt (vgl. p. 168) beschriebene Thalassema sca- tatum. p. 463. Syphonostoma.- Hyac. Caiireiia. Monographie du genre hirudo, ou description des especes de sangsues qui se trouvent ou qui sont en usage en Piemont, 172 Würmer. avec des observations sur la generation, et sur d'autres points de l'histoire naturelle de quelques unes des ces especes. Meiiiorie della reale Accade- mia delle scienze di Toiino. 25. 1820. p. 273. Gelesen am 10. Dez. 1820. — Isis 1822. p. 1330. Zehn Arten. — Supplement ä la Monographie du genre hirudo. Memorie della reale Accademia delle scienze di Torino. 28. Torino. 1824. p. 331. Hirudo paludosa. ~ Sur les Annelides hirudinees. Nach Mem. deir Accademia delle scienze di Torino. XXV. p. 273. und XXVIII. p. 331. in Memoires de la Societe Linneeune de Paris II. u. III. 1825. p. XXVIII. Hinzugefügt: De Saint-Amas. Description d'une espece nouvelle de Sangsue, l'Hirudo oscillatoria. E, T. Jassoy. De echinorhyncho polymorpho Bremseri, adnexis qui- busdam de structura et physiologia Entozoorum in genere. Inauguraldisser- tation unter Bremser's Leitung. Herbipoli. 1820. Ausführung der Bremser'- schen Zusammenfassung des E. minutus, collaris, constrictus, filicollis in eine einzige Art. Vergleich der dabei gegebenen Auslängung mit der in der ganzen Helminthengruppe, aufsteigend von dem niedrigsten, kugeligen Echinococcus, einerseits zu den Cestoden und Trematoden, andrerseits zu den Akanthocephalen und Nematoden. L. Odier. Manuel de medecine pratiqiie. 3. ed. Geneve. 1821. p. 222. In Genf habe wenigstens der vierte Theil der Einwohner die Taenia lata (Bothriocephalus), oder habe sie gehabt (nach Davaine). J. Fraiick. Praxeos medicae universa praecepta. Taurini. I. 1821. p. 382. Symptome des Wurmfiebers. Kurt Sprengel. Versuch einer pragmatischen Geschichte der Arzney- kunde. I. 3. Aufl. Halle 1821. p. 133. Ives Reise nach Indien und Persien übersetzt von Dohm. II. p. 95. Die Inder schreiben alle Hautkrankheiten den Würmern zu. Breton. Medic. chirurg. Transact. of London. XL 1822. p. 307. Einer der Fälle, in welchen gleichzeitig bei einem Kranken Taenia lata und Taenia solium bemerkt wurden (nach Davaine). Mtzscli. Beitrag zur Infusorienkunde. 1816. Neue Schriften der naturforschenden Gesellschaft zu Halle. III. 1. Erkannte die Aehnlichkeit der Cerkarien mit Distomen. Jene blieben aber für ihn Infusorien, deren Vorderleib mit einem Distomum , der Hinterleib aber mit einem kleinen Kundwurm, Vibrio, übereinstimme. — Isis von Oken 1818. p. 727 — 730. — Acephalocyslen. In Ersch u. Gruber, Allgem. Encyklopädie der Wissen- schaften und Künste. I. p. 275. — Ascaris. VI. 1821. p. 44. Wie bis auf Linne darunter nur die Mastdarmwürmer verstanden wurden. ■ — Cer- caria. Ibid. I. Sect. XVI. p. Q6. 1827. — Bothriocephalus. Ersch und Grnber, Allgemeine Encyklopädie der Wissenschaften und Künste. I. Sect, XIL 1824. p. 94. A. H. L. Westruml). De Helminthibus acanthocephalis comnientatio histoiico-anatomica. Hannoverae. 1821. — Isis. 1822. p. 677. — Beitrag zur näheren Kenntniss des Genus der Amphistomen. Isis. 1823. p. 390. Aeltere Quellen. 173 25 Arten. — Beytrag 7A\y Anatomie des Sfrong-ylus armntus. Isis. 1822. p. 685. Mc Ciillocli. Quart. Journ. of scienc. Vol. 11. p. 243. 1821. Nament- lich fünf bis sechs Arten Scolopeudra und Nereis, auch Cercaria (viel- leicht ein Räderthier) als leuchtend angeführt. Citat nach Ehrenberg, das Leuchten des Meeres. Keiidtorft'. Dissert. de hydatidibus in corpore humano, praesertini in cerebro repertis. 1822. Dupuy. De l'affection tuberculeuse vulgairement appellee morve. Paris. 1817. p. 271. Brachte die Hydatiden mit Tuberkeln in Beziehung. Journ. med. de Sedillot. T. 92. p. 03. 1823. Fand Echinokokken in ver- schiedenen Organen eines »Schweines bald solitär, bald mit Tochterblasen (nach Davaine und R. Leuckart). Seiler. Blutegel. Ersch und Gruber, Encyklopädie der Wissen- schaften. I. Sect. X. 1823. p. 73. Lessoii. Voyage autour du monde execute par ordre du Roi sur la Corvette de sa Majeste la Coquille. 1822—1825. Zoologie II. 1. 1830. p. 448. Annelides: Spirorbis antarctica Less. (Dentalium Lessoni), Eunice gigantea Sav. vers. mauriciae Less., Aglaura lutea Less., Cirrhinereis auran- tiaca Less. Dann im Register als Vers : als Uebergang zu den Plauarien angesehen, bei den Mollusken und allein von allen Würmern abgebildet: Homopneusis frontlosus Less., welcher verloren ging (ob das eine Schnecke war?); Planaria velellae Less., welche an Velella schmarotzt (und Chon- dracanthus scomberi). Isis. 1833. p. 144—146. Joliu Baroii. An enquiry illustrating the nature of tuberculated accretions and the origin of tubercles. London. 1819. — Illustrations of the Inquiry respecting tuberculous diseases. London. 1822. — Recherches, observations et experiments sur le developpement naturel et artiticiel des maladies tuberculeuses. Traduit par M. V. Boivin. Paris. 1825. Schrieb alle Tuberkeln, Skirrhen u. s. w. degenerirt^n Hydatiden zu. Jenner hatte das zuerst für die Tuberkeln behauptet. C. Fiselier, Brevls entozoorum seu vermium intestinalium expnsitio. Viennae. 1822. Isis. 1823. p. 874. Anordnung nach Zeder und Rndolphi; hält sie für pathologische Produkte, woran, wie Oken meint. Niemand zweifeln würde; Regeln für Aufsuchung und Aufbewahrung; die neuen Arten sollen bei Bremser erscheinen. Francis Bauer. Microscopical observations on the Suspension of the muscular motions of the Vibrio tritici. The Croonian lecture. Philos. Transact. of the R. Soc. for the year 1823. I. London. 1823. p. 1. — Observations microscopiques sur la Suspension des mouvemens musculaires du Vibrio tritici. Croonian lecture, traduit par Marteville. Annales des Sciences natur. II. 1824. p. 154. Untersuchungen über das Austrocknen. — Ueber das Aufhören der Muskelbewegung bei Vibrio tritici. Nach Annales des sciences naturelles. 1830. p, 154. Isis. 1830. p. 775. 174 Würmer. Maeliaild. Ohservnlion snr iin enorme kyste d'aceplialooystos qui avait envahi le poumon droit, le foie et la rate. Joiiru. complem. 1823. XV. p. 88 (nach Davaine). Stefano tlelle Cliiajc. Memorie sulla storia e Dotomia degli ai)imali senza vertebre del reguo di Napoli. Fase. I. 1823 (1825). Isis. 1828. p. 1126. lieber die medizinische und verscbiedeDe andere Arten von Blut- egeln. — p. 1128. Planaria ocellata; die Planarien, wie p. 1132. der Referent A. v. Sehönberg meint, sehr richtig, neben den Medusen. — I. 2. Isis. 1828. p. 1129. Unter anderen Ascaris Cheloniae. — I. 4. Ueber die Anatomie und Klassifikation von Siphunculus nudus (gelesen 7. Nov. 1822); Bericht von R. Wagner. Isis. 1832. p. 542. — I. 7. Siphunculus echinorhynchus. — I. 8. p. 139. Untersuchungen über den Bandwurm, gelesen 7. Nov. 1824. Bericht von R. Wagner. Isis. 1832. j». 546. — II. 19. p. 389. Abhandlung über die Anneliden. Bericht von R. Wagner. Isis. 1832. p. 554. Nereis gigantea, cuprea, scolopendrides, lineata, squa- raosa, flexuosa, einige Spio, Nais, Lumbricus einschliesslich Arenicola — p. 555., genauer p. 647. Polin. — III. 6. Isis. p. 558. Ueber die neuen Arten von Snbella. Isis. p. 153. -- IV. 1829. p. 177. Gordius pusillus. — Compeudio di elmintografia un)ana, edizione seconda. Napoli 1833. I. Zoo- logica et aiiatomica. II. Storico e fisiologica. III. Patologica terapeutica e clinica. — Ueber Albione muricata Sav., von R. Wagner. Isis. 1834. p. 129. — Ueber das Vorkommen von Polystoma im Blute des Menschen. Osserv. med. di Napoli. 1834. 15. Sept. C. C. Schmidt, Jahrbücher der iu- und ausländischen gesammten Medizin 1835. VIII. p. 304. L. Rolaiido. Neues Thier zur Klasse der Echinodermcn. Isis. 1823. p. 398. Bonellia nov. gen. fuliginosa R. Aus Memorie della R. Academia delle scienze di Torino XXVI. 1821. p. 539—551. Fr. y. P. (xruitliulseii. Anatomie der gezüngelten Naide und über Entstehung ihrer Fortptianzungsorgane. Nov. Act. phys. med. XI. Dec. II. I. Bounae. 1823. p. 233. — Ueber die Nais diaphana und Nais diastropha mit dem Nerven- und Blutsystem derselben. Ibid. XIV. I. Bonnae. 1828. p. 407. Julia Foiiteiielle. Archive de medecine. 1824. T. V. p. 350 (nach Davaine). Wie es scheint ein Durchbruch einer Tänie in die Blase, Entleerung, Heilung. J. Cloeqiiet. Anatomie des vers intestinaux. Paris. 1824, Gekrönte Bearbeitung der von Cuvier 1818 veranlassten Preisfrage der Pariser Akademie; unterschied besonders die vier Längslinien der Nematoden nach der Verschiedenheit ihrer Bedeutung und beschrieb die vorderen Ana- stomosen der Gefässe in den Seitenlinien, in manchem übrigens sell)st- verständlich noch unrichtig. Hiisson. Acad. de medecine, Seance du 24 aoüt 1824. Bullet, des sc. medic. IV. p. 89. Aushusten von Hydatideu, wahrscheinlich aus der Leber herrührend, Heilung (nach Davaine). Aeltere Quellen. 175 L. Jiiriiie. Note sur la douve ä long coii (Fasciola lucii). Extrait des Men). de la Soc. de Physique et d'hist. uatiir. de Geneve. II. 1. p. 145. — Aiiuales des sciences naturelles. IL 1824. p. 489. — Isis. 1830. p. 784. Mereuie tecnologique. Mars 1823. Terpentinöl gegen Bandwürmer. Gioruale di tisica, chiraia, storia naturale, niedieina ed aiti. Dec. IL T. VI. Pavia 1823. p. 247. Ausser obigem frische ►Stutenmilch (nach Kortum) und Baumöl gegen Bandwürmer. Heiiir. H. Bronn. Zur angewandten Naturgeschichte und Physiologie. Heidelherg. 1824. Nimmt mit Cuvier p. 121 die Entozoa (Taenia, Fasci- ola, Filaria, Ascaris, Strongyhis) unter die Znophyta, p. 140. die Annelides (Abranchia, Dorsibranchia, Tubicola) unter die Articulata, Vibrio aeoti und glutinis? zu den Ini'usoria. Pellieiix, aiue. Observation d'histoire naturelle sur le dragonneau d'eau (iouce et description d'un ver d'une espece rare, qui parait etre une Variete dti genre Gordius. Orleans. 1825. Besprochen in Meraoires de la Soc. Linneenne de Paris. V. 1827. p. LVIII. — Observations sur le Dragonneau d'eau douce (Ines a la societe Royale des sciences d'Orleans le 4 Mars. 1825). Annales des sciences naturelles. VI. 1825. p. 493. — Isis. 1832. p. 178. Recamier. Kevue medicale. 1825. 1. p. 28. Punktion einer Cyste im rechten Hypochondrium. Heilung (nach Davainej. L. Derheims. Histoire naturelle et medicale des sangsues, contenant la description auatomique des organes de la sangsue officinale, avec des considerations |)hysiologiques sur ces organes, des notions tres eteudues sur la conservation domestique de ce ver, sa reproduction, ses maladies, sou application etc. Paris 1825. Pelletier et Huzard. Recherches sur le genre Hirudo. Journal de Pharmacie. XL 1825. p. 105. J. Fleming', lieber die britischen Röhrenwürmer. Aus Edinb. phil. Journal Xll. 1825. H. 24. p. 238. u. Isis. 1832. p. 608. L. Dufour. Notice sur les cocons ou les oeufs du Lumhrlcus terres- tris. Annales des sciences natur. V. 1825. p. 17. — Nouvelle Notice sur les oeufs du Lumbricus terrestris. Ibid. 1828. i>. 216. — Isis, 1834. p. 1024. — Noticc sur la Filaria Forficulae, espece de ver trouvee dans l'abdomen du peroe oreille. Annaics des sciences naturelles XIII. 1828. p. ÖÜ. — - Observations sur une nouvelle espece du genre filaria. Ibid. XIV. 1828. p. 222. F. triciispidata aus Gryllus burdigalensis und vermeint- liche Filaria filariae. — Isis. 1840. p. 1025. — Recherches sur quelques ento/oaires et larves parasites des Insectes orthopteres et hymenoi)teres (presentees ä l'Acad. des sciences le 4 Juill. 1836). Rapport. Coniptes rendus. III. 1836. p. 750. Annales des sc. nat. IL Serie. VII. Zoologie 1837. p. 6. Filaiie de la Sauterelle, du Sphecodes, Oxyure de la cour- tilliere; Spherulaire du bourdon; Gregarine und schmarotzende Insekten- J76 " Würmer. larven. — Ilelniintlies dans im bostrieliide. Annales de la Soc. entoniol. de France III. Ser. III. 1855. p. XXXVI. LatreHle. Familles iiatui-elles du Regne aniraal. Paris. 1825, III. yerie: Les Acepbales (auiniaiix apathiques de Lamarck). I. Race: Les gastriques. I. Sectlou: Eutozoes. p. 507. I. Cl. Elniinthozoa (Vers cavitaires). I. Ordre: Eutomoida; meist parasitische Krebse, in Fani. V, Acola (ohne Anhilnge) unter anderen Nemertes und Planaria. II. Ordre: Lumbricoida (Anodontes oder Nematoides und Echiuostoma). II. Classe: Elmintbaprocta, Hirudiformia (Trematoda, Cestoidea, nebst Cystica). II. Serie. Les Cephalidiens (aniraaux sensibles de la Marck). II. Cl. p. 235. Annelides, Annulosa. Boneliia, Sipunculus, Priapulus unter Holothuridea apoda p. 530; Cercaria und Furcocerca p. 551. unter Agastrica; Räderthiere p. 549 unter den Polypen. — Des rapports generaux de rOrganisation exterieure des animaux invertebres articules, et comiaraison des Anuclides avec les Myriapodes, mit Tableaux. Division I. Articules pediferes. Section I. Pieds ambulatoires. Type premier: Polj'gnatlies. Type second: Pseudognathes (Crabe-araignees und Arachnides). Sect. II. Pieds tres imparfaits (Annelides). Type III. Laryngostomes. Type IV. Pliaryngostomes (kopflose). Divis. II. Type V. Apodes ou Vers: Cl. VI. Helmintbogees (Hirudinces, Lonibricines); Classe VII. lutestinaux mit Lernaea als Epizoaires den Cavitaires entgegengesetzt. Classe VIII. Monogenes (poiut d'organes sexuels, du moius masculius; Vers paren- chymateux Cuvier: Trematodes, Cestoides, Cystiques). Versuch eines Vergleichs zwischen Myriapoden und Anneliden nach Zahlen der fiiss- tragenden Segmente. Pescliier. Notiz über die Eigenschaft eines fettartigen Princips der Farnvvurzel, den Bandwurm abzutreiben. Verhandlungen d. allgem. Schweizer. Gesellsch. f. d, gesaramt. Naturwissenschaften in ihrer elften Jahresversammlung zu Solothurn. 1825. p. 61. Auch über die Gründe, aus welchen die Verordnung dieses Mittels häutig erfolglos bleibe. U. Jolmston. Beyträge zur britischen Fauna aus Edinburgh philos. Journ. XIII. 1825. H. 26. p. 218. Isis 1832. p. 610. Cirratnhis (nahe Terebella tentaculata Johnston). J. Peterka. Versuch einer systematischen Darstellung der Drehhorn- und Lungenwurmkraukheit der Schafe. Prag. 1826 (nach Davaine). E. Melius. Observationes anatomicae de distomate hepatico et lanceolato ad Entozoorum humani corporis historiam naturalem illustrjindam (unter Bremser geschrieben). Göttingen. 1825. Referat von Westrunib. in Isis. 1826. p. 027. — Sah Distoma hepaticum beim Menschen, das Gefässsystem mit hinterem Porus, welches er für mit dem Darm ver- bunden hielt, und den gewimperten Embryo der Trematoden. Isis. 1831. p. 1^)0. Mooren. De lumbrici terrestris structura. Annal. Aead. Gandaviensis. 1829. 8. 126. Ueber den Kreislauf bei Erpobdella vulgaris (geschrieben 1826). Citat nach R. Wagner. ■ Aeltere Quellen. • 177 Ed. Osler. On biUTOwing and boring- mariue animals. Philos. Transact. of tbe R. Soc. of Loudou for tbe year 1826, III. London 1826. XXV. p. 362. Nereiden, Arenicola, Teiebella conchilega. Deren Ver- fabren. Abstraets II. p. 278. Isis. 1836. p. 580. Ileusiiiger. Bericbte aus d. K. Antbropotoraiscben Anstalt zu Würz- burg. 1826. p. 17. Zur Literatur der Acepbalocysten , Citat von Kubn. Deslaiides. Observation sur l'emploi de l'ecorce de racine de grenadier coutre le Tenia. Nouv. bibliotb, med. t. IX. 1825. p. 76. Wie die Fleiscber und Fleiscbwaarenbändler besonders von Bandwürmern beimge- sucbt würden, wofür einen Grund zu erforscben, der Autor von ibm nicht zu erwarten bittet (nach Davaine). C. D. Deglaud. Memoire manuscript envoye a la Societe Linneenne, reufermant la description d'iin ver rendu par le vomissement; rapport par J. H. Leveille. Memoires de la Societe Linneenne de Paris. IV. 1826. }). 132. p. XXXVIII. Ein von einem Kinde verschluckter Gordius durch ein Brechmittel entleert. — Auch als Description d'un ver filiforme rendu par le vomissement. Recueil des travaux de la Societe d'aniateurs des sciences, de l'agriculture et des arts de Lille. 1823, p. 166. Dieses Citat nach Davaine. Blaiidiu. Anatomie pathologique. Paris. 1826. p. 215. Spulwurm in der Luftröhre. (xeoftroy Saint -Hilaire. Memoire sur deux especes d'auimaux nommees Trochilus et Bdella par Herodote, leur guerre et la part qu'y prend le Crocodile. Memoires du Museum d'bistoire naturelle. XV. 1827. p. 467. Es gebe keine ecbten Blutegel im fliessenden Wasser des Nils. Die liier gemeinten saugenden {ßciillw) Thiere, welchen der Charadrius aegyptius nachstelle, seien Schnaken (vgl. p. 186). J. Tytler. Ueber den Biss des Ceylonischen Blutegels. Jameson's Edinburgh uew philosoph. Journal. I. 1826. p. 375. Isis. 1832. p. &'6Q. L'Hermiiiier. Dissertation sur le dragonneau, et sur les cinq vers qui se trouventle plus communementdans l'intestin de l'homme. Paris. 1826, Aiit. Buges. Recherches sur l'Organisation de quelques especes d'Oxyures et de Vibrions. Annales des scienc. natur. IX. 1826. p. 225. — Recherches sur la circulation, la respiration et la reproduction des aunelides abranches. Ibid. XV. 1828. p, 284 (presentees a TAcademie R. des sciences le 15 Sept. 1828). Einschliesslicb der Hirudineen. — Isis. 1830. p. 234. Froriep's Notizen XXIV. p. 65. — Rechercbes sur l'organisation et les moenrs des Planariees (presentees a l'Acad. R. des sciences le 17 Sept. 1828). Annales des sciences nat. XV. 1828. p. 139. — Isis. 1830. p. 169. — Apercu de quelques observations nonvelles sur les Planaires et plusieurs genres voisins (lu ä l'Acad. R. des sciences 5 juill. 1830). Ann. des scienc. nat. XXI. 1830. p. 72. — Isis. 1833. p. 619. — Lettre relative au memoire precedent. Ibid. p. 91. — Description d'un uouveau Zoophyte, voisin des Bothriocephales. Ibid. XXVI. 1832 p. 198. Catenula Lemnae. — Isis. 1833 p. 233. — Nouvelles Observation Bronn, Klassen des Thier-Keicha. IV. 1. 12 178 Würmer. sur la Zoologie et rauatomie des Anuelides abrauches setigeres. Ibid. IJ. Serie. VIII, Zoologie. 1837. I. p. 15. Lombric; especes. II. p. 25. ConsideratioDS anatoniiqiies et physiologiques. III. p. 30. Autres aimelides abranches setigeres: Derostoma laticeps (vgl. Plauaires. 1830), Nais vermi- cularis? und equisetina, Tubifex, Enehytraeiis, UDcinarius; Disposition. Yrart. Note sur l'existeuce de coenures cerebraux dans la nioelle epiniere du mouton. Recueil de med. veterin. IV. Paris 1826. p. 394 (nach Davaine). Coenurus im Rückenmark eines Schafes mit Lähmung der hinteren Gliedmaassen. (xuillery et Leveille. Sur les saugsues. Memoires de la Societe Linneenne de Paris IV. 1826. p. XXXVIII. daselbst V. 1827. p. LVIII. besprochen. Cliaigiiaud. D'ime maladie vermineuse qni attaque les yeux de Tespece bovine. Journ. ou recueil de med. veter. IV. 1827. Paris, p. 573. Kefersteiii. Ueber den unmittelbaren Nutzen der Insekten. Ab- handlungen der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt. Der neuen Folge I. Sammlung. Erfurt 1827. Blutegel mit alter Literatur. Regenwurm, welchem K. noch viele Heilwirkungen zuschreibt. Moquiii Tandoii. Monographie de la famille des Hirudinees. Paris. 1827. K. E. Y. Bär. Beiträge zur Kenotniss der niederen Thiere. Nova Acta physico-medica. XIII. II. Abth. Bonuae. 1827.. I. Aspidogaster conchi- cola, ein Schmarotzer der Süsswassermuscheln p. 527. (gearbeitet 1824). II. 1. p. 558. Distoma duplicatum. p. 750. Bucephalus polymorphus. p. 589. Filaria in Auodonta auatina. III. Filaria bei Limnaeus stagnalis (gearbeitet 1825). — III. p. 605. Ueber Zerkarien, ihren Wohnsitz und ihre Biidungsgeschichte, sowie über einige andere Schmarotzer der Schnecken, p. 627. dass die „königsgelben" Würmer Zerkarien erzeugen. — p. 655. Filaria bei Paludina impura (gearbeitet 1825). — IV. p. 660. Nitzschia elegans (gearbeitet 1825). — V. p. 679. Beitrag zur Kenntniss des PolyStoma integerriraum (gearbeitet 1825). — II. p. 611. Aufstellung des Genus Chaetogaster für einen Wurm aus der Athemhöhle und Niere von Limnaeus stagnalis (Einreihung von Nais vermicularis Müller dahin) und frei vorkommend. III. p. 655. Derselbe bei Paludina impura. p. 656. bei Physa fontinalis. — VI. p. 690. Ueber Planarien. Kritik der älteren Literatur, Begräuzung der Gattung, Organisation, Paarung, Fortpflanzung, Schmarotzer und Verwandtschaften. — Isis 1830. p. 183. — VII. p. 731. Die Verwandtschaftsverhältnisse unter den niederen Thieren : Die Ein- geweidewurmer dürfen keine besondere Thierklasse bilden. Sie machen nicht mehr eine solche aus als Meer-, Süsswasser- und Laudthiere. Doch übe das Leben in anderen Thieren einen besonderen Einfluss aus. In diesem Sinne lässt v. B. Entozoa gelten. Der Ausdruck Binnenthiere sei aber dem der Eingeweidewürmer vorzuziehen, weil Vibrionen auch in Pflanzen vorkommen (Bauer). Enthelminthes könnten davon eine Haupt- abtheilung sein. Aeussere könnten Epizoa und Ephelminthes, alle zu- Aciterc Qm^llcn. 179 siinuncn Pnrasitae hcissen. p. 740. Die Typen der Gegliedeiteii, Strablen- ITwniigen, Mollusken und Wirbeltliieie. Aber mau dürfe nicht mitCuvier an den Tyi)us, sondern nur an die Klasse einen Anspruch auf einen gewissen Grad der Ausbildung machen. Die Tbiere mit vorherrschenden Längsdimensionen führt v.B. vonLineola, Vibrio, Filaria, vielleicht Nemertes, Gordiiis zu Nais. Bei höherer Entwickelung trete Wiederholung ein p. 74.S. So werden Nematoidea zu Annulata (Ectobrancbiata, Ento- branchiata, Tubicolae als Ausläufer zu den Mollusken). Viele Insekten ohne Metamorphose geben sich als verhärtete Anneliden zu erkennen. Dann in höherer Entwickelung die Differenzirnng . der Segmente. Ver- einigung des Längentypus mit dem Flächentypus bei Trematoden mit Planarien; bei Cestodeu die Längeudimension mehr vorherrschend; von Lemniscus durch Ligula zu Tänia u. a. — Zurückweisung einer Zurecht- weisung. Isis. 1828. p. 671. Raspail und Aspidogaster betreffend. Kaspail's Vorlesung. 24. Aug. 1827 vor der Soc. d'hist. natur. und 25. Ang. vor der Soc. philomathique, 17. Sept. vor der Akademie. Darüber Berichte in Bullet, des sciences natiir. XII. p. 190 und Froriep's Notizen. 403, — Observations sur les Planaires pour servir d'addition aux recherches sur les Planaires de Mr. Ant. Duges. Nach den Beitrag-, z. Kenntn. d. niederen Thiere. Annales des sciences natur. XV. 1828. — lieber Linne's im Wasser gefundene Bandwürmer. Verhandlungen natiir- forschender Freunde in Berlin. 1829. I. p. 328. J. Y. (l. Hoeveii. Handboek der Dierkunde, eerst Deels eerste Stuk, Delft 1827: Geleiachtige Dieren en Ringwormen. Unter den Geleiachtigen of Straaldieren : Gl. IV. Ingewandswormen. I. Parencliymatosa mit Blaas- wormen Cystica (Echinococcus, Coenurus, Cysticercus, Anthocephalus), Lint- of Bandwormen, Cestoidea, Doorboorde Wormen, Trematoda, Dooru- hofdigeWormen,AcanthocephaIa;II. Utricularia(Draadwormen,Nen]atoidea). Meint, obwohl er die Geschlechtsverhältnisse kennt, dass die Eier dieser Würmer nicht von aussen kommen, wo es Eingeweidewürmer nicht gebe, sondern iin Innern der Wirthe entstehen, bei welchen sie auch im unge- borenen Stande und in Organen vorkommen, welche nicht nach aussen geöffnet sind. Er findet p. 110. in ihnen den stärksten Beweis der Generatio aequivoca. Als entozois affines zu den Nematoden p. 122. Borlasia und Lernaea. Unter den Gelede Dieren: Gl. VI. Ringwormen, Annulata: Cryptobranchia (Hirudinea, Lumbricini, bei welchen Thalassema), Noto- branchia (Aguatha, Gnathophora), Cephalobranchia (Amphitritea, Serpulacea). Die Sipunculacea und Priapulacea mit Minyas und Molpadia bildeten die Echinodermata apoda. Die Cerkarien stehen zwar bei den Infusoria, aber es wird Nitzsch's Vergleichung mit den Trematoden angeführt. Die Räderthiere bilden als Bastardpolypen die erste Ordnung der Polypen. — Isis 1828. p. 1151. — Handbuch der Zoologie, nach der zweiten holländischen Ausgabe. Leipzig. 1850. Bd. I. Cl. V. p. 154. Entozoa: Sterelmintha mit Cystica, Cestoiden, Acanthocephala, Trematoda und Coelelmintha oder Nematoidea, darunter Linguatula als Phalanx der 12* 180 Würmer. Acanthotlieca, mit Anhang für Anguillula und Gordiaceen wegen deren freien Vorkommens^ Cl. VI. Rotatoria. Cl. VII. Anniüata: Tnrbellaria, Suctoria, Setigera; dazu in Anmerkung Sagitta. Die von R. Leuckart 1856 hierzu gegebenen Nachträge und Berichtigungen werden an späterer Stelle angeführt werden. J. Müller, lieber den Kreislauf der Blutes bei Hirudo vulgaris. MeckeFs Archiv für die Anatomie und Physiologie. 1828, H. 1. p. 26. E. H. Wel)er. lieber die Entwicklung des medizinischen Blutegels. Ibid. H. 3 u. 4. p. 368. 369. Fr. Chr. H. Ci'ei)liii. Observationes de Entozois. I. Gryphiswaldi. 1825. Isis 1828. p. 154. Filaria labiata, bicolor, Cyprini rutili; Tricho- cephalus crenatus ; Spiroptera obvelata, media, truncata, aculeata; Ascaris dispar, vesicularis ; Echinorhynchus polyacanthns, polyacanthoides, tuberosus, globulosus; Amphistoma variegatum, platycephalum, urnigerum; nenn Arten von Distoma, Caryophyllaeus, drei Arten von Bothriocephalus, einer bei der Katze , sieben von Taenia. — Filariae et monostomi species nova in balaena rostrata. Nova acta phys. med, XIV. II. 1829. Bonnae. p. 874. Filaria crassicauda, aus den Corpora caver- nosa penis in die Urethra hängend, viele Männchen und noch mehr Weibchen, p. 879, Mouostomum plicatum. — J. S. Ersch und J. P. Gruber, Allgem. Encyklopädie der Wissenschaften, XXVIII. 1836. p. 309. Distoma, besser Distomum, sehr ausführlich. — Im Nachtrag. XXIX, 1837. p. 328, Die Embryonen. — Helminthologische Bemerkung, Archiv f, Natur- geschichte. IV. 1838. I. p. 373. dass encystirte Nematoden nie Geschlechts- theile besitzen. — Monostomum faba Bremser. Arch. f, Naturgeschichte, V, 1839, I. p, 1. — Blasenschwänze mit dem Urin ausgeleert. Archiv f, Anatomie u, Physiologie u. wissenschaftliche Medizin, 1840. p, 148, Hiernach wären die von Weiten kamp im Provinzialsanitätsbericht des K. Medizinalkollegs von Pommern, 1835, IL Sem, p. 52. 53, beschriebeneu mit dem Harn entleerten Hydatiden nicht Echinococcen, sondern ein- köpfig gewesen, wie auch W, mit der Lupe Haken und Oscula hatte er- kennen können. Creplin nimmt als Ursache der Bildung ! ! eine metastatische Uebertragung eines rheumatischen Stoffes von den Athem- werkzeugen auf die Blase an. — Ersch und Gruber, Allgemeine Ency- clopädie, XXXV, Enthelmiuthologie, C, vertheidigt auch hier die Ent- stehung der Eingeweidewürmer durch Urzeugung. — Endozoologische Beiträge. I. Ueber Taenia denticulata und T, expansa Rud, Archiv für Naturg, VIII, 1842, I. p. 315, — IL Monostomum expansum Crepl, p, 327. — III. Distomum veliporum Crepl. p. 33, — IV, Amphistomum scleroporum Ibid, X. 1844, I, p, 112, — V, Zweifelhafte Rundwürmer aus Bradypus, Phacochoerus, unter der Haut der Fledermäuse, in der Lunge der Natter, im Rochen, in Lepidopus, encystirt in Sorex, p, 115, — Ueber Echino- rhynchus tuba, Arch, f, Naturg. XIV, 1848, I. p, 163, — Echinorhynchus globocaudatus der Eulen mit einem Stückchen Darm, — Nachträge zu Gurlt's Verzeichniss der Thiere, in welchen Endozoen gefunden werden. Aeltere Quellen. 181 III. Nachtrag. Arch. f. Naturg-. XV. 1849. I. p. 52. IV. Nachtrag. Ibid. XVII. 1851. I. p. 269. — Beschreibung zweier neuen Araphistomiimartea aus dem Zebuochsen. Arch. f. Naturgeschichte. XIII. 1847. I. p. 30. — Eingeweidewürmer des Dicholophus cristatus. Abhandkmgen der naturf. Gesellschaft zu Halle. I. 1853. p. 59. Echinorhynchus taenioides Dies, p. 60. 61; Ascaris pterophora; Oxyuris allodapa n. sp; p. 64. Taenia brachyrhyncha uov. sp. P. eil. A. Louis. Du tenia et de sou traitement. Memoires sur diverses maladies. Paris. 1826. p. 548 (nach Davaine). Dass Band- würmer in der Regel bei gut genährten Personen vorkommen. P. A. BriaiK^ou. Essai sur le diagnostic et le traitement des acephalocystes. 1828. Experimentirte für das Hydatideuschwirren mit einer Schweinsblase voll Hydatiden und schob das Schwirren auf die Schwingung der ßlasenwand (Cruveilhier auf die Reibung der Blase). Er verwerthete dasselbe zu diagnostischen Zwecken, wie nach ihm Piorry, Traite de la percussion mediate (Paris 1828). 2, edit. Paris 1831. und Cl. Tarral. Recherches propres a eclairer le diagnostic de diverses maladies. Journ. hebd. de medeciue. 7, p. 110. 1830. Citate von Legrand und Davaine. F. Gr. Heiupricli et Cli. O. Ehreiiberg-. Symbolae physicae. Pars zool. I. 1826. Isis. 714. Bei Hyrax syriacus Eingeweidewürmer: Oxyuris flagellum, pugio, Physaloptera spirula. - Nemertinen. Schmalz. De Entozoorum systemate uervoso. Diss. inaugur. Lipsiae 1827. Isis. 1827. p. 965. R. A. Berthold. Latreille's natürliche Familien des Tbierreichs übersetzt. Weimar 1827. In der zweiten Reihe der Cephalidia dem ersten Stamm, Mollusca, folgend die Helminthoidea, deren erste Klasse Cirrhipedes, zweite Klasse Aunulosa (Notobranchia, Cephalobranchia, Mesobranchia, Enterobranchiaj. In der dritten Reihe der Acephala als erster Zweig des ersten Stammes der Gastrica die Entozoa mit Helminthogama: Entomoidea (Planaria, Lernaea) und Lumbricoidea (Ascaris) und Helminthoprocta: Hirudiformia (Fasciola), Cestoidea, Cystica. Isis. 1828. p. 391. 393. Uiiger. Die Metamorphose der Ectosperma clavata Vauch. Bonn 1827. Ann. d. sciences natur. 1828. XIII. p. 428. Beobachtung der Notommata. Fr. Erdmami. Einige Worte über den Bandwurm, Bothriocephalus latus Bremseri. Zeitschr. f. Natur- u. Heilkunde v. Choulant u. a. V. 1828. p. 160. Dessen Häufigkeit und ausschliessliche Vertretung auch in den Ostseeprovinzen, Abhängigkeit des Vorkommens nicht von der Abstam- mung der Menschen, sondern vom Wohnsitz. Calmeil. Observ. de cysticerques dans l'encephale. Journ. hebdom. de med. I. Paris. 1828 (nach Davaine). Andral. Anatomie pathologique. Paris. 1829. II. p. 215. Spulwurm in der Luftröhre. Clinique Medicale. Paris. Viele interessante Fälle von Erkrankungen durch Würmer (vgl. Davaine. Traite des Entozoaires). lJ; des Oedlandes betrifft, sagt Theon in der Scholie, dass es einen solchen auch in den Sümpfen gebe und lässt einen Vergleich mit dem Regenwurm nach Gestalt und Gliederung folgen. Einen Gedanken, welchen Aldrovandi als zu er- wägen bezeichnet hatte, zu leicht annehmend, hat Griffith hieraus ent- nehmen wollen, Theon habe den Gordius aquaticus gekannt und 6?.o?u'yon' genannt. Die Scholien des Theon sind sehr interpolirt. Es scheint, es sei ein Satz vorhanden gewesen, in welchem, wie bald hernach der Regenwürmer, so auch einer schlanken Egelart, etwa der Nephelis, als eines Wetterpropheten gedacht wurde, wie von den späteren Autoren der Hirudo. Durch dessen Ausfall kam wohl der dem Wüstensänger an- geschlossene Rohrsänger zu dem komischen Vergleiche mit dem Regen- wurm. Aus der Zeit vor Galenus sind uns durch Aetiusnoch überliefert worden die Nachrichten des Arztes Herodotus, welcher wahrscheinlich unter Hadrianus lebte, über Würmer und Wurmbehandlung, sowie eine Mittheilung des Archigenes über mit dem Urin abgegangene Haare, welche vermuthlich die später so häufig als Würmer beschriebenen, im Ureter in Haar- oder Wurmform gebrachten Blutgerinsel waren. Mar- cellus gab die gewöhnlichen Verwendungen der Regenwürmer. Auch Asclepiades ging dem Galenus voran mit praktischen Rathschlägen gegen Blutegel im Schlünde. Bei Galenus selbst finden wir eine ausführliche Behandlung, wie dieses Gegenstandes, so auch des medizinischen Gebrauches der Egel, für welchen Serapion ihm Vorläufer war, unter Angabe der Indikationen und der Manipulationen. Er erzählt ausführlich eigene Beobachtungen über Blutegel im Nasengange. Für die platten Würmer hat er neben xeioiai, wie auch Florentinus, die Bezeichnung Tiavi(xi, welcher, als ohne Zweifel der älteren, die bei Plinius gebräuchliche lateinische taeniae nachgebildet ist, und welche selbst demnach schon den alten Aerzten geläufig gewesen sein musste. Eine schlechte Schreibweise der lateinischen Sprache für den Bandwurm, tinea, z. B. bei Scammonicus, bei spä- teren häufig, hat in ihrer Zweideutigkeit zuweilen Verwirrung gestiftet, indem dasselbe Wort, z. B. bereits von M. Porcius Cato in De re rustica, Allgemeine GoscLiclite bis um 1S30. 193 l'tir die Kleidermotte gebraucht wird. Galenus unteiscliied wieder drei Arten von Darmwürmern des Menschen. Ueber den Dracunculus waren seine Vorstellungen unklar. Schon vor ihm, bei Soranus, dann nach ihm bei PoUux ist diejenige Verwirrung deutlich, in welcher das durch jenen Wurm verursachte exotische, in Europa nur importirt und selten vorkommende Leiden zusammengeworfen und verwechselt wurde mit einer häutig beobachteten Entzündung mit Ausstossung wurmähnlicher Seimen, wobei bald dieses Leiden, wie bei Pliuius und noch heute bei uns im Volke, den Namen des Wurmes erhielt, bald, wie ihm und mit ihm, dem Dracunculus überhaupt die thierische Natur abgestritten wurde. A e 1 i a n u s brachte ausser dem bereits Erwähnten am meisten über Seeskolopender. Kegenwürmer kannte er als Speise junger Krokodile. Das bei Galenus, wie bei Aristoteles, vorkommende Diminutivum ay.Mh'i'Aiov, wahrscheinlich für Fliegenmaden in den Ohren, findet sich wieder bei Athenäen s. Wo solchen Geschöpfen nachgesagt wird, dass sie im Tragsack oder in der Leibeshöhle der Trigla, unter welcher man MuUus erkennt, an Stelle der Jungen erzeugt würden, die Fruchtbarkeit der Fische vernichtend, handelt es sich um parasitische Würmer, wahr- scheinlich Filarien. An anderen Stellen sind ay.colity.iu Fischläuse; ay.iölii'S. ist Made; Tccivica sind Bandfische. Severus Scammonicus brachte die Mittel gegen Würmer und die Heilkräfte des Regenwurms in zierliche Verse, vermuthlich zum Nutzen der jungen Candidaten der Medizin. Oribasius behandelte in seinem Buche über verschiedene Weisen der Blutentziehung auch die Blutegel. Des Aetius wurde oben gedacht als eines Ueberlieferers medizinischer Nachrichten, insbesondere derer von Leonidas über Dracunculus, von Herodotus, von Archigen es. Derselbe sprach die Lehren über die sehlimuie Bedeutung des Abgehens todter Spulwürmer und die Entstehung der Bandwürmer aus Darmfetzen nach. Alexander Trallianus be- richtete von Bandwürmern erstaunlicher Länge. Die etymologischen Erklärungen des Bischof Isidor von Sevilla gaben die systematische Stellung und den Inhalt der Klasse der Würmer in einer, trotz der Vermischung mit Insektenlarven, weichen und flügel- losen Insekten, Myriopoden und Arachniden, immerhin interessanten Auf- führung. Zunächst den Schlangen gestellt, sind die Würmer doch von diesen, wie man sagen kann, wörtlich (non est illi Spinae rigor) als wirbel- lose unterschieden, fast 1200 Jahre früher, als man gewöhnlich diese Unterscheidung gemacht annimmt. Sogar das, was daraus an Verschieden- heit für die Muskelbewegung hervorgeht, ist hervorgehoben. Indem deut- lich ein weicher Körper für den Wurm verlangt wird, ist trotz ersicht- licher Mängel, welche namentlich entspringen aus Unkenntniss der Be- sonderheit tracheater Arthropoden und der Entwicklungsgescliichte der Insekten, die Umgrenzung durch Ausschluss der beschälten Mollusken Bronu, Klassen des Thiei- Reichs. IV. 1 13 194 Würmer. und der Zoopbyten eher besser, als diejenige, welche im achtzehnten Jahrhundert für die Würmer beliebt wurde. Paulus Aegineta brachte den Dracunculus, an dessen thierischer Natur er nicht zweifelte, in die Verwandtschaft der Würmer, wusste von dessen Vorkommen auch in Italien und gab bei der Behandlung durch Extraktion Vorsichtsmassregeln gegen das Abreissen des Wurmes, welche den jetzt üblichen ähneln, da sie damals wie jetzt den Völkern, bei wel- chen das Thier verbreitet ist, abgesehen worden sind. Photius über- setzt in der Reproduktion des Agatharchides nach Plutarch cioaxorria mit angues. Die Summe der egyptischen, persischen, griechischen medizinischen Erfahrungen und Theorieen ging auch für die Würmer in der arabischen Aerzte fleissige Schriften über. Diese unter den Titeln der Hortus medici, Paradisi, Aphorismi, Compendia, Medicamenta parabilia und composita, Utilitates animalium, Historiae animalium, Antidotaria u. a., von den Ein- zelnen, die philosophischen nicht gezählt, in mehreren Fällen zu Hundert und zu Hunderten geliefert, bewahrten ein halbes Jahrtausend fast allein jene Schätze des Alterthums. Häufig sind diese Schriften nur Ueber- setzungeu des Hippocrates, Aristoteles, Galenus, Paulus Aegineta. Auch wo, in der Blüthezeit um lOüO— 1200 n. Chr., sie reicheren Gehalt haben, sind sie deutlich im Geiste der hippokratischen, aristo- telischen, galenischen Schule abgefasst. Es würde demnach zu weit führen, die Araber einzeln zu besprechen. Es mag jedoch hervorgehoben werden, dass wir bei A vice n na nicht allein eine hoch ausgebildete Pathologie, Therapie und Diätetik in Bezug auf Wurmkrankheiten, sondern auch eine physiologisch -teleologische Spekulation über die Entstehung der Einge- weidewürmer finden. Als unterscheidbare Arten werden vier aufgeführt, die Bandwürmer in zwei Formen, die Kürbisskernen ähnlichen abgelösten Proglottiden besonders, diese auch unter dem Namen der Askariden, da- neben die grossen und die kleinen Spulwürmer, also die Ascaris lumbri- coides und die Oxyuriden oder Askariden des Aristoteles. Vielleicht lag nicht ein blosser Irrthum in jener Unterscheidung der Bandwürmer, sondern war sie begründet auf die Erfahrung, dass bei der einen ßand- wurmform die Abstossung einzelner Glieder gewöhnlich sei, bei der anderen nicht. Der Ausdruck Ascaris aber, übrigens nur von den Ueber- setzern herrührend, war, indem er auch für Insektenlarven gebraucht war, ganz besonders geeignet, für verschiedenes auch bei den Helminthen an- gewendet zu werden und zu Verwechslungen zu führen. Auch Rhazes gebrauchte ihn für die Kürbisswürmer. Die Würmer im Bauche entstehen dem Avicenna alle aus dem Darminhalt, aus Leben gewinnendem Kothe, mit dem Nutzen einer Beschränkung der Fäulniss, gleich wie in im Freien faulenden Substanzen andere Würmer, selbst Skorpione, indem wohl Bücherskorpionchen für junge wahre Skorpione angesehen worden waren. Bei den Eingeweidewürmern tritt der gedachte Nutzen mehr zurück, da der Koth normal entleert werde, der Nachtheil mehr hervor in den gefähr- Allgemeine Gescliiclite bis um 1S30. 195 liehen und lästigen Symptomen : Heissbuuger, Fieber, Hirnerscheinungeu, Fallsucht, Herzklopfen, Kolik, Durchbohrung der Rauchwand, bei Aska- riden Jucken am After. Diesen Irrthura über die Entstehung muss man nicht zu schwer nehmen , die Theorie vielmehr besser erachten, als die der Entstehung aus Darmzotten. Man muss bedenken, dass nur der eine, freilich sehr wichtige Punkt übersehen war, dass Eier, Embryonen, Larven in den Darminhalt gebracht worden sein müssen, da dann hernach die Ernährung, der Massenaufbau wirklich aus dem Darminhalt geschieht. Welche Art von Eingeweidewürmern entstehe, das bestimme sich nach der Region des Darmes, auf dessen Inhalt im oberen Abschnitte die Galle massgebend einwirke, während die Würmer im unteren Abschnitte gross zu werden nicht Zeit hätten. Die kleinen seien wegen der geringen Grösse und des Wohnsitzes minder schädlich, die grossen hartnäckiger. Das Vorkommen der Würmer nach den Lebensaltern des Menschen ist ähnlich gegliedert, wie bei Hippocrates, ihre grössere Lebhaftigkeit Abends und im Schlafe, das häufigere Vorkommen im Herbste sind betont. Die Behandlung habe hauptsächlich die Kothansammlung zu verhindern, den Schleim zu entfernen, in dessen Erhitzung und Fäulniss die Würmer ent- ständen. Bei Anwendung wurmtödtender Klystiere werden zur Besänftigung des Magens styptische Mittel angerathen : Sumach, Tarathit, Acazia, Cap- paris, Anethum, Lutum sigillatum. Die eigentlichen VVurmarzneien sind meistens die des D i o s c o r i d e s und des G a l e n u s. Wie Ibn-Sina, so beobachteten auch der Chirurg Abul-Casim und verschiedene arabische Aerzte wieder den Dracunculus. Dieser erhielt nunmehr wegen der Aehnlichkeit seiner Erscheinung unter der Haut mit der geschlängelter, varikös geschwollener Venen und nach der Erdgegend seines gewöhnlichsten Vorkommens den Namen der Vena Medinensis. Einige sahen auch wieder ßlasenwürmer. Albertus magnus sagt zum Schlüsse seines grossen Werkes, er habe sich darauf beschränkt, so gut als möglich die Lehren der Peri- patetiker klar zu machen, nicht aber dürfe in seinen Schriften seine eigene naturphilosnphische Ansicht gesucht werden. Die hauptsächliche Aufgabe ist ihm allerdings gewesen, das Ueberkommene vollkommen wieder zu geben, und es werden dabei Verständniss und Kritik wohl auch vermisst. Jedoch hat Albertus eine nicht geringe Menge von Thatsachen bei- gefügt, theils aus neueren Quellen, so den Falknerbttchern, theils aus eigner Anschauung auf dem Festlande und an Meeresküsten. Im Grunde auch hat er sich wohl bemüht, leitende Gedanken zu finden zu Selb- ständigem und Besserem. So trägt sein Thierbuch ein hohes Gepräge. Das Princip des Wirbelthiers gewinnt bei ihm an Deutlichkeit und Be- stimmtheit (p. 361: ita principium ossium est spondila dorsi per corpus descendens in animali ossa habente). Die Fische mit spina und die mit Knorpel sind den Thieren mit Knochen zugetheilt. Die Eidechsen sind (p. 394) mit den Schildkröten und Schlangen verbunden, ohne Rück- 13^^= 196 Würmer. sieht auf die Gliedmasseu und die Verschiedenheit der Ablage ihrer Früchte; die Sepienschale, Sepiou, und das Skelet der Gliederthiere werden von dem Skelet der Wirbelthiere unterschieden , ihm nur physiologisch ver- glichen. Hingegen ist unter den Wirbellosen oder im aristotelischen Sinne Blutlosen, bei sehr mangelhafter Kenntniss des inneren Baus, dem Be- griffe der Würmer ein übergrosses Gebiet zngetheilt. Er ist mit auf die Insekten erstreckt, womit diese den Haupttheil in Anspruch nehmen. Das, könnte man denken, sei geschehen auf den Vergleich ihrer Larven, und es seien bei Albertus systematisch Würmer und Annulosa gleichwerthig. Das würde, da für die ,, parva animalia, sanguinem non habentia'' die Ringelung als Hauptmerkmal angegeben wird, auch noch erlauben, dass, in am meisten dem Isidorus folgender Auffassung, ausdrücklich auch die geflügelten Stadien der Insekten und diejenigen Insekten Würmer genannt werden, welche einen wurmähnlichen Larvenstand nicht besitzen, auch Zecken, Skorpione, Tausendfüsse. Aber die Sache geht viel weiter. Endlich heissen auch Schnecken, Kröten und Frösche Würmer, wie auch bei Thomas von Cantimpre, welcher nach Meinung einiger ein. Vor- gänger, nach der anderer ein Schüler von Albertus war. Die Sala- mander hingegen stehen neben den Eidechsen. Man kann hierbei einen anderen verbindenden Charakter als den des geringen, niedrigen, „des Gewürmes" nicht mehr erkennen. Regenwürmer und der Mullwurf als ihr Vertilger, Blutegel verschie- dener Art, deren Verwendung und die Gefahren, welche sie bringen, Eingeweidewürmer der Fische, Falken, Hunde, Pferde finden Erwähnung. Ausführlich ist die Rede vom Gordius. Nach dem Mythus über seine Entstehung, welcher sich aufgebaut hat auf der Gestalt ähnlich den Pferde- schwanzhaaren und den automatischen Bewegungen der letzteren im Wasser, wird er auch Seta genannt. Der Regenwurm wurde ausführlich geschildert, vornehmlich zwar auf seine organische Unvollkommenheit. Mit dem Sattel, der ausgezeichneten Gruppe von Genitalringen, war Albertus nicht unbekannt. Doch schienen ihm die Nachrichten über die Begattung dieses Wurmes unglaubwürdig, und von den Eiern wusste er nichts. Die Meinung des Avicenna, dass die Regenwürmer zu Aalen werden könnten, bei welcher die feine aristotelische Beobachtung kleiner Würmchen in Regenwürmern ausser Acht gekommen war, hielt Albertus immerhin der Erwägung würdig, obwohl er die Aale nicht für zeugungs- unfähig, vielmehr die Fadenwürmer für deren Brut hielt. Die Annahme der Entstehung der Regenwürmer selbst aus Erddünsten und Wurzelfüul- niss, wie die der Eingeweidewürmer aus schlechter Speise und Mangel an Getränk, widerspricht übrigens bei Albertus dem Hauptsatze, dass alle Thiere aus Eiern hervorgingen und nichts aus Fäulniss, was nicht auch auf natürlichem Wege entstehen könne, ohne dass ausdrücklich der Versuch gemacht wäre, diesen Zwiespalt dahin zu erläutern, die faulende Substanz sei nur der Boden, die Fäulniss nur das die Entwicklung Be- günstigende. Wie an anderen Stellen mindert Albertus hier das Gewicht Allgemeine Geschichte Ins um 1830. 197 der eigenen frischen Lehre durch die genaue Aufführung der mumifizirten der Vorgänger. Von den Seeanneliden finden sich bei Albertus nur die alten Sagen; die Nereiden haben die Bedeutung wie bei Plinius. Der mythische Lindwurm (p. 672) wird als tiliacus verniis aufgeführt. Der magische paduaner Arzt Pietro von Abano beschrieb die Durchbohrung des Magens durch Spulwürmer. Derselbe hatte die Mei- nung, dass die cucurbitini sich zu bis 15 Fuss langen Würmern zusammen- setzten. Bei Wotton findet man über marine Skolopender, Würmer in Schwämmen, Regenwürmer, Blutegel, Tänien, Spulwürmer, Springwürraer, Dracunculus nur das Bekannte, dieses knapp und ziemlich geordnet. Der Name Wurm wird auf Insektenlarven aller Art, Poduriden des Schnees, Frösche u. a. angewendet. Der caeruleus vermis Indiens fehlt nicht. Die Blutegel kommen durch den Namen mit den riesengrossen ßÖUlai des Strabo, wahrscheinlich Neunaugen, in mythischer Uebertreibung, zusam- men. Des Abschneidens derselben zur Vermehrung des Effektes der Blut- saugung wird auch hier Erwähnung gethan. In den wunderlichen Schriften des Theophrastus Paracelsus von Hohenheim wird der Verbreitung der Eingeweidewürmer auch in anderen Organen als dem Verdauuugskanale, z. B. in Blut, Herz, Lunge, Hirn gedacht und für nöthig erachtet, für solche einen anderen Ursprung als für die im Darme anzunehmen. Jedenfalls war Paracelsus der Meinung, dass Würmer auch aus ihren spezitischen, von aussen in den menschlichen Körper gebrachten Keimen entstehen könnten. Diejenigen, welche er von verschlucktem Froschlaiche und Fischroggen ableitete, in durch den besonderen Wohnort umgestalteter Form, scheinen Echinokokkus- hydatiden gewesen zu sein, mit welchen aber Molenhydatiden des Uterus vermischt werden. Bei Agricola kommen neben den Regenwürmern Insekten und Insektenlarven als Würmer, auch, insbesondere Saaten schädigende, Larven als Askariden vor. Der für die richtige Auffassung der Versteinerungen hoch bedeutsame Bernard de Palissy verlor sechs Kinder an Wurmkrankheiten und empfahl zur Vertreibung dieser das chinvöiov ac.vTuny.ov des Diosco- rides, den ,,Absynthe appellee xaintonique" vom Lande Xaintouge, in einem Schmalzgebäck. Ausführlicher handelten von den Würmern, theils kompilatorisch kri- tisch, theils kasuistisch Gabucinus und Amatus Lusitanus. Bei den Regeneratoren der Thierkunde, Encyklopädisten und nur theilweise Beobachtern, am meisten Ichthyologen, im sechzehnten Jahr- hundert erben die Mängel der Vorstellung, welche aus der systematischen Zusammenordnung der im Wasser wohnenden Thiere entstanden waren-, fort. Von ihnen führt Hippolyt Salviani in seinen Tabellen der Wasserthiere wohl Hirudo und Centipes oder Scolopendra, wie auch 198 Würmer. Natrix, Testudo, Rana, Echinus, Echinometra , Tursio, Vermis indicus Sepia, Triton und andere Sclineclien, Teilina und andere Muscheln auf, aber der Text handelt fast nur von den Fischen, und über Scolopendra wird nichts Neues, sonst über Würmer nichts gesagt. Das was Belon und Rondelet den Fischen über Würmer zufügen, findet bei Gessner sich mit dem Aelteren wieder. Für Lampetra bleiben gebräuchliche Namen Vermis und Lumbricus marinus, auch Hirudo. Die Nereides sind beschuppte Meermädchen mit menschlichem Antlitz. Unter den Würmern stehen das Seepferdchen, Hippocampus, Fischläuse und andere Krebse. Uebrigens kommen unter ihnen zu den Scolopendrae marinae die Eruca marina (Aphrodite aculeata), Hirudo marina, Vermes in tubulis, deren einer bei Rondelet den Namen penicillus marinus führt. Als vermes micro- und niacrorliynchoteros treten die Gepbyreen zuerst auf. Zu den vermes aquatiles werden diejenigen gestellt, welche in Fischen schmarotzen. Unter diesen sind die bandartigen Ligulae, Nesteln, zuerst bestimmt ge- nannt. Deren Häutigkeit, selbst lebendige Erscheinung, Merklichkeit am Fische von aussen, das Verbot des Verkaufs mit ihnen behafteter Fische werden hervorgehoben. Die Meerskolopender fand Gessner auch in der Gestalt von denen des Landes verschieden und nach der Abbildung von Rondelet, welcher sie auch im hohen Meere sah, zu den Lumbrici gehörig. Er nannte sie Meernassein; ob auch im Vergleiche mit Nesteln oder Band eben ? Gessner selbst war nicht dazu gelaugt, die über die Insekten ge- sammelten Nachrichten zu veröftentlichen. Das von ihm Hinterlassene wurde von Camerarius und dann von Mouffet bearbeitet und von diesem erst 1634 publizirt. So kam Aldrovandi zuvor mit einem Systeme, in welchem die „Vermes'' ein besonderes Buch einnehmen, zwar als Insekten, aber mit einem niederen Range und als auf einer Stufe beharrend, auf welcher andere nur anfangs stehen. Indem jedoch ihm dabei die Eintheilung der „Insccta" nach Wohnsitz auf dem Lande oder im Wasser einen höheren Werth hatte , als die nach Besitz von Füssen , behandelt jenes Buch nur Würmer der ersten Gruppe, nämlich Vermes nasccntes in hominibus — in animalibus aliis — in plantis — in lapidibus — in metallis, Teredo (Holzwurm), Lumbricus terrestris, Tinea (Kleidermotte), Orips (Podura), Limax, Unter den fusslosen Wasserinsekten hingegen finden sich Vermis indicus — Vermis martii mensis (angeblich Ursache einer Krankheit der Beine von in's Wasser gehenden; unverständlich), Seta aquatica, Hirudo paludosa und marina, Lumbricus marinus (Arenicola nach Rondelet und Belon), die Sipunkeln und andere von Rondelet und von Aldro- vandi selbst beobachtete Seewürmer neben dem Seepferdchen, Seesternen und Uva marina. Den grössten Abschnitt nehmen in Anspruch die Eingeweidewürmer des Menschen. Die Rubriken vorzüglich der Synonyme, der Diflferentien, des Vorkommens, des Ursprunges, der Symptome, der Prognose, der Allgemeine Geschichte bis um 1830. 19'J Heilmittel geben sehr ausführlich Bericht über das, was von den früheren Autoren an Meinungen und Erfahrungen überliefert ist. Sie bringen auch vei'schiedenes, von uns nicht aufgeführtes, aus relativ neuen Schriften von Wurmärzten und schliesseu passend eine ältere Epoche ab. Etwas neues und förderndes findet man aber selten. Es werden die Maden in Wunden, in den Ohren, den Nasenhöhlen zusammen mit den Würmern behandelt. So werden auch die verschiedenen Oestridenlarven zusammengeworfen mit den Würmern in anderen Wohuthieren als dem Menschen, als welche Pferd, Esel, Schwein, Hirsch, Ziege, Schaf, Hund, Wolf, Raubvögel, Haus- geflügel, Fische und Insekten auftreten. Gabucinus und der Holländer Cornelius Gemma erscheinen als Quellen für die Leberegel der Schafe. Für die Würmer der Fische kommen zu den Alten ßondelet und Belon. Wahrscheinlich zu Gordius und Mermis gehörige werden aus Blatta nach Plinius, aus Phalangium nach Vincentius, solche aus Heuschrecken, wie es scheint, nach eigener Beobachtung aufgeführt. Aldrovandi sah die Begattung der Regenwürmer, was ihn nicht hindert, zu sagen, dass Würmer nie durch Begattung fortgepflanzt würden. In der Unterscheidung kleinerer Arten von diesen unter dem Namen Asca- rides folgte er nur dem Agricola. Indem er eher noch mehr Artender Scolopendrae marinae unterschied und abbildete als Rondelet, auch solche den Mägen verschiedener Fische entnahm, drehte er bei deren Unterscheidung sich nur um ganz äusserlichcs und benutzte sie vornehm- lich zur kritischen Beleuchtung der Ansichten des Aristoteles. Wesent- lich den Vorgängern anschliessend, insbesondere dem Rondelet, finden sich aufgeführt die Vermes in tubulis delitescentes , welche zum Theil Vermetidenschnecken sind, deren Vortreten aus ihren Röhren, den tubuli oder siphunculi testacei, zum Wasserholen durch ein Rohr, ihr Vergleich mit der Scolopendra rubra, die Füsse des Vorderendes, das myrtenblatt- förmige Ansehen des hinteren Theils. Von Gordiaceen hat Aldrovandi sowohl Gordius als Mermis, auch das Vorkommen in Gärten und die Meinung, dass jener aus Heuschrecken stamme, gekannt. Es scheinen die Lungenwürmer der Kälber zu sein, welche Aldrovandi aus dem Verschlucken des Gordius ableitet. Dass dieser den Regenwürmern im Bau, namentlich in der Ringelung eigentlich nicht gleiche, blieb Aldro- vandi nicht verborgen. Die Blutegel kannte er aus eigener Beobachtung recht gut, auch die Fischegel; aber er führt unter ihnen die Leberegel nochmals auf, hier aus eigener Beobachtung, beschränkt im Vorkommen auf Gegenden mit fauligem Wasser, weiter nach Thomas von Can- timprc als Folge des Genusses von Egelkraut und mit dem Namen „Duve". Aldrovandi sah auch einen Wurm im Hühnerei. Das Wiederaufleben der anatomischen Studien hatte unterdessen die Funde von Eingeweidewürmern bei Menschen und Thieren vermehrt. Eine überaus reiche Casuistik der Eingeweidewürmer gab bereits 1600 Schenck von Gräfenberg. Mehr aus eigener Anschauung berichteten Forestus und Platerus, welcher beim Menschen zweierlei Bandwürmer 200 ■ Würmer. unterschied und wahischeinlicli bei iliiii den Cysticercus tenuicoUis beob- achtete, und Fabricius Hildan US. Severinus entdeckte den Echino- rhynchus gigas, Moinichen die Spiroptera in den Wurnil^noten am Oesophagus des Hundes, Fr. Kuysch das ISclerostoma in den Arterien- wänden des Pferdes, Rcdi unter zahlreichen Parasiten in mancherlei Thieren den Cysticercus pisiformis des Hasen , wie er auch den bereits von Cesalpino beschriebenen Eustrongylus gigas, im Hunde gemein, bei diesem und dem Steinmarder, wie Ruyerus und Bau hin beim Wolle, Faber u. a. beim Menschen fand, Redi experimentirte über die Wurmmittel, beschrieb die Organisation der Regenwürmer, für was er freilich in Willis einen ganz klassischen V^orgänger hatte, und der Spul- würmer. Perrault beobachtete das Ausbrechen von Bandwurmproglot- tiden. 1673 sah Lister Gordius aus Insekten auskriechen, was Aldro- vandi nicht hatte glauben wollen. Uebrigens beschäftigten in jener Epoche als Schlangen bezeichnete grosse Spulwürmer, die zufällig in die Nachtgeschirre geiathenen Thiere, die angeblichen Herzwürmer, Fibringerinnsel, die Würmer in Fischen, das Ueberkriechen der Oxyuriden in die Scheide der Weiber, die Durchboh- rung der Leibesdeckeu, insbesondere des Nabels, durch Eingeweidewürmer hauptsächlich die Gelehrten. Die anatomischen Versuche blieben verein- zelt, das zoologische Verständniss fehlte, die etwaigen Abbildungen waren dürftig. Der erste gründlichere Anatom der Eingeweidewürmer selbst war Tyson. Derselbe beschrieb 1633, nach bmgem Schwanken der Autoren darüber, was bei Bandwürmern das Kopfende sei, den Hakenkranz. Er behandelte noch genauer den Bau der Ascaris lumbricoides, beschrieb deren Li])pen, Speiseröhre, Darm, After, Geschlechtsorgane, Eier, und bil- dete gut ab. Aber er vermischte doch hakenlose mit hakenlragenden Bandwurmformen, Bothriocephalus mit Taenia und hielt deren Geschlechts- öffnungen, welche er immerhin genauer als die Vorgänger studirte, für Mäuler. Er machte die immer wieder und noch viel später bei Blumen- bach aufgewärmte Theorie von der Zusammenlegung der Cucurbitae zur Taenia, hinter welcher allerdings der Gedanke der Thierkolonie schlum- merte, und von der Bildung der AVürmer aus Theilen der Darmhaut zu Schanden, lehrte bestimmt den Spulwurm vom Regenwurm trennen, hielt die Eingeweidewürmer für Thiere eigner Art und normaler Fortpflanzung und verstand die Bandwürmer als den Insekten ähnlich gegliederte Thiere. Er sah an einem Theile der Blasen würmer den lialstheil und betrachtete sie 1691 als Wurmarten. Hierin war ihm übrigens Hartmann zuvor- gekommen, welcher bereits 1685 die Gliederung und Bewegung des „Appendix" der Blasenwürmer gesehen hatte, ihrer gemeinsamen und be- sonderen IMembran erwähnte, sie als Bandwürmer mit ausgedehntem Hintertheil verstand und 1695 den Cysticercus fasciolaris der Mausleber entdeckte, wo dann die relativ geringe Ausdehnung der Blase den Ueber- gang zwischen Bandwürmern und Blasenwürmern aufs beste vermittelte. Allgemeine Geschichte bis um IS^O. 201 S w a m ni e r d a m sah die Blntbevvegung in den Regenwurraembryonen, die lebendig geborene Brut der Ascaris nigrovenosa in den Lungen der Frösche, Avie dasCellus von Anguilluliden beschrieb. Er war der erste, welcher Aninieutbrnien von Trematoden , wahrscheinlich Redien mit Cer- caria magna, sah, doch, ohne ihnen einen Namen zu geben, was erst Hill für die frei schwimmenden Formen that. Wie Redi, welcher nach der Menge der von ihm aus allerlei Wohnthieren beschriebenen Arten der Vater der Entozoenkunde genannt zu werden verdient, schon gezeigt hatte, dass die sogenannten Würmer am Fleische, an Blumenzwiebeln u. s. w. die Brut von Fliegen seien, so zeigte Swammerdam, dass auch iui Wasser lebende sogenannte Würmer sich in gewisse Dipteren umwandelten, dass die Öchmarotzerlarven in Raupen aus Insektenciern stammten, die Läuse aus Eiern hervorgingen. Die Metabolie war ihm bei dieser allgemeinen Entstehung durch natürliche Fortpflanzung ein so wichtiges Element, dass die Würmer zu den Läusen, Hpinnen, »Skorpionen, Fischläusen, Schnecken kamen, oder, wenn man so will, nicht weiter von den gewöhnlichen In- sekten abstanden, als ein Theil der Insekten selbst und die übrigen Arthropoden. Leeuwenhoek beschrieb den Cucullanus elegans, freilich als Aal- brut, fand Enchytraeiden, bemühte sich die Quelle der Leberegelinfektion der Schafe aufzudecken, glaubte die Bandwürmer von Fischen auf den Menschen übertragbar, sah von Räderthieren Melicertes, Die Lehren von Redi und Swammerdam und die mikroskopischen Entdeckungen von Leeuwenhoek drängten einerseits, wie das beson- ders bei Audry mit dem Schhisse des siebzehnten Jahrhunderts deutlich wird, die Meinung, dass Eingeweidewürmer auf irgend eine andere Art als aus Eiern gleichartiger Eltern entstehen könnten, zurück, schienen aber andrerseits einigen die Möglichkeit offen zu lassen, dass dieselben juicht jedesmal von aussen eingeführt werden müssten, durch überaus kleine Keime von Generation zu Generation sich übertrügen und dass so Fälle ihres Vorkommens im Ungeborenen Erklärung fänden. Uebrigens unter- schied Andry wie Plater zwei Baudwurmarten. Für deren Eier freilich sah er die Kalkkörperchen , die Geschlechtswarzen für die Mündungen von Athemorganen an, wodurch er sie um so besser neben die Insekten stellen konnte. Gandolphe verbesserte diese Auffassung der Bandwurm- organisation beträchtlich. Reaumur bemühte sich bei den Insektenlarven den Namen der Würmer auf die von Dipteren zu beschränken, ihn wie den anderen Insektenlarven, so auch den Regenwürmern zu nehmen und allen anderen solchen, welche eine Metamorphose nicht duichmachen. Während die anatomische und mikroskopische Untersuchung für eine Reihe von Jahren zurücktraten, hatte unterdessen das Material auch an frei lebenden Würmern sich etwas vermehrt, hauptsächlich durch die Conchyliologen , wie Bonani und Rumph, und that dies weiter durch Seba, d'Argenville, Ellis, Baster. Dadurch wurden der seit den oben genannten Regeneratoren der Zoologie nicht fortgeschrittenen Syste- 202 Würmer. matik breitere Grundlagen geboten. Die meisten Leistungen der neuen Systematik waren aber gerade für die Würmer ausnehmend schwach. Die im allgemeinen wenig fortgeschrittene Anatomie liess hier die Syste- matik im Stich, die groben äusseren Merkmale täuschten Linne's Vor- gänger und Gegner. Jac. Theod. Klein hatte in seiner systematischen allgemeinen Eintheilung nach Ausrüstung mit Füssen die Würmer zu den Schnecken als Reptilia uuda gestellt. Bei Linne selbst, in ganz anders geartetem Systeme, in welchem die Würmer alle wirbellosen Thiere ausser den Insekten enthielten, gab es von Anfang eine gleiche Verbindung der Eingeweidewürmer, des Regenwurms und des Blutegels mit Limax, dazu die Meinung, dass die nur auf drei angegebenen Eingeweidewürmer des Menschen identisch seien mit frei lebenden, der Spulwurm mit dem Regen- wurm, die Askariden mit kleinen Würmern der Sümpfe, der Bandwurm mit einem von Linne selbst auf der dalekarlischen Reise gefundenen Wurme, von welchem Steenstrup annimmt, es sei ein Schistocephalus gewesen, welcher durch die Bauchdecken eines Stichlings durchgebrochen gewesen sei, was, wie Bloch zeigte, ähnlich von Ligula geschieht. Die übrigen Würmer wurden auseinandergerissen in oberflächlicher Weise, in der zweiten Abtheilung echte Wurmröhren mit Dentalium, in der vier- ten andere mit den Madreporen zusammengestellt, in der dritten Chäto- poden ohne Gehäuse mit nackten Mollusken, Medusen, Echiuodermen. Die Zusammenfassung alles Genannten in der Classis Vermes, bereichert durch die für wahre Würmer nur massig reichlichen weiteren Entdeckungen, end- lich in sieben Ordnungen, wurde von Linne bis zur zwölften Ausgabe des Systems der Natur festgehalten. Dass die Ordnung der Reptilia nuda ver- schwand und zwei Ordnungen derLitestina und Mollusca eingeführt wurden, brachte allerdings einigen Fortschritt mit sich. Auch lag in gewisser Be- ziehung ein guter Gedanke darin, die Bandwürmer zu den Zoophyten zu stellen, als sprossend gleich Korallen, mit den abgelösten Gliedern als Cucurbitini, Aber die Gruppenbildung innerhalb der Intestina und die Zusammen- gehörigkeit der beschälten und unbeschalten Anneliden blieben Linne verborgen, oder er hielt das, was auf letztere hindeutete, doch nicht für ent- scheidend. Und doch hatte Pallas gerade gesagt, dass die Schale der Serpula ganz etwas anderes sei als die der Mollusken und dass diese Gattung mit Nereis und Aphrodite verbunden werden müsse in einer Ord- nung, welche allmählich zu den Zoophyten führe und in welcher auch die Regenwürmer, Blutegel, Askariden, Gordius, selbst die Tänien Platz finden müssten. Die Wurmfrage wurde von Linne in allen Beziehungen äusserst unvollkommen gelöst. Die Organisation der Bandwürmer verstand er ebenso wenig als ihre Biologie. Noch in der Gmelin' sehen Aus- gabe des Systema naturae stehen die kleinen frei lebenden Rund- würmer, gleich den Räderthieren und den Trematodenlarven oder Cer- karien, wegen der mikroskopischen Grösse, bei den Infusorien. Indem die Ausgaben bis zu dieser dreizehnten sich über eine Zeit von mehr als Allgemeine Geschichte bis um 1830. 203 einem halben Jahrhundert vertheilen, Linne sehr eifrig im Zusammen- tragen der neuen Arten und überhaupt der Entdeckungen war, in jene Zeit mehrere in diesem Artil^el ganz hervorragende Schriftsteller fallen, wie Pallas, 0. F. Müller, Goeze, ergiebt sich zum Schlüsse immer- hin nicht nur eine ungeheure Vermehrung der aufgezählten Arten, sondern auch eine bessere Bildung der Gattungen , für welche das Genauere bei den Quellen nachgesehen werden mag. Innerhalb dieser Zeit gab die meiste Anregung zu biologischen Be- trachtungen Charles ßonnet. Anknüpfend an die Entdeckungen von Trembley über Hydra und von Needham über Getreideälchen, zeigte er insbesondere die Theilbarkeit der Naiden und verglich die Getreide- älchen mit im Wasser lebenden Nematoden. Er sah, dass gewisse aus Regenwürmern hervorgehende angeblich lebende Junge (Gregarinen) ganz etwas anderes seien. Er gab viele anatomische Einzelheiten über freilebende und Eingeweide- Würmer, erörterte an Würmern wie an anderen Thieren die Zusammensetzung aus gleichartigen Segmenten, besprach die Reizbar- keit amorpher organischer Substanz. Es war ihm nichts anderes denkbar, als dass die Eingeweidewürmer sich ebenso fortpflanzten, wie andere Thiere, von aussen in ihre Wirthe einwanderten, und er brachte die mög- liche Veränderung im Laufe der Generationen, wie das ähnlich Boer- have und Hoff mann und für die Leberegel Schaff er thaten, mit in Rechnung. Die Annahme der Möglichkeit, dass Bandwürmer aus Würmern der Fische entständen, tauchte vielfach auf. Pohl untersuchte die Reak- tionen von Hydatiden, schloss sich aber doch noclf der Meinung an, dass diese aus Anschwellungen von Lymphgefässen hervorgingen. Roesel entdeckte Astacobdella und Polystoma integerrimum. Baker untersuchte die Aeichen in Essig, Teig, Weizen, ihre Lebenszähigkeit, auch verschie- dene Räderthiere, welche zum Theil diese Eigenschaft theilen. Ausführ- liche Literatur über das Vorkommen von Eingeweidewürmern in allerlei Wirthen und an allerlei Stellen gab van Doeveren. Auch er neigte zur Annahme der Entstehung aus mit den Entleerungen verbreiteten Eiern und des üppigeren Aufwachsens im Freien lebender in den Eingeweiden, was wirklich für gewisse Nematoden gilt und in gewisser Weise die Basis unserer Theorieen für die Abkunft der Eingeweidewürmer bilden muss. Sehr gute Ansichten darüber, wie wahrscheinlich die Infektion mit Ein- geweidewürmern geschehe, hatte auch Gaillandat. Pallas behandelte im Allgemeinen die Frage der Eingeweidewürmer sehr korrekt, namentlich zuerst die Blasenwürmer systematisch förmlich als Bandwürmer. Indem er ohne Rücksicht auf die Gehäuse die Serpulen und Araphitriten mit den Aphroditen und Nereiden zu einer Ordnung verband und dieser Lumbricus, Sanguisuga, Ascaris, Taenia beifügen zu sollen glaubte, konstituirte er das Reich der Vermes im heutigen Sinne. Der treffliche 0. F. Müller hängte den fünf Ordnungen der Würmer die der vor ihm sehr wenig bekannten Infusorien hinzu, ohne aber die Zahl der Ordnungen zu vermehren , da er andererseits die Lithophyten 204 Würmer. und Zoophyteii in eine einzige zusammeniasste. Er erkannte die Charak- tere des Bandwurms, Kopf, Geschlechtsötlfnungen, Eieransammlungen gut, vermehrte die Kenntnis« der Eingeweidewürmer, von welchen er zuerst ein Verzeichniss nebst Angabe der Wohnorte gab, und nicht minder die der iVeilebenden Würmer, auch der Räderthiere, durch Aufführung zahl- reicher neuer Arten. Er brachte die Naiden einerseits mit den Familien der die See bewohnenden Anneliden, andererseits mit Lumbricus in nahe Verbindung, stellte die Bandwürmer, ohne Zweifel wegen der Theilbarkeit, zwischen die Naiden und die Planarieu, wurde auch bei dem Schwanz- anhange der Cerkarien, von deren Beziehungen zu den Trematoden er freilich nichts wusstc, an die Theilbarkeit erinnert, und verband mit den Trematoden die Egel, daneben mit Ascaris den Gordius, ohne hier frei- lich Plattwürmeraind Rundwürmer zu sondern, doch alle richtig als borsten- lose Würmer charakterisirend. Dass gewisse Würmer parasitisch lebten, war ihm ebenso wenig wie Linne ein hervorragend wichtiger Umstand. Die Testacea sind übrigens auch bei ihm nicht von den Würmern aus- geschieden. Das Verdienst von Goeze lag zumeist in der bestimmten Unter- scheidung zweier wahrer Tänien neben dem Bothriocephalus beim Men- schen und der Wahrnehmung von Gruben und Hakenkranz an dem Köpf- chen des Echinococcus wie bei den Finnen und dem Coenurus. Dagegen führte er ein später mühsam wieder auszumärzendes in das System ein, die Behandlung der Vermes intestinales als einer natürlichen Ordnung oder gar eines Reiches, angeboren, nur dazu geschaffen, in den Einge- geweiden zu wohnen. So werden die Gordien und die nur zufällig ein- dringende Vena medinensis ausgeschlossen. Aus seinem Systeme ist die Eintheilung in rundliche Würmer, einschliesslich des Echinorhynchus, und in platte, einschliesslich der Planarien von grosser Bedeutung geblieben. Nach Goeze's nachgelassenen Notizen bildete Zeder fünf Klassen von Eingeweidewürmern: Rundwürmer, Hakenwürmer, Saugwürmer, Band- würmer, Blasenwürmer. Aeusserst gründlich sammelte 1781 Fuchs die Nachrichten über die Vena medinensis; bei Solander 1775 findet sich das Meiste über die gewöhnlich mit jenem Wurm zusammengestellte, zuweilen zusammen- geworfene, etwas mythische Furia infernalis, welche vielleicht eine unter der Haut des Menschen sich entwickelnde Dipterenlarve ist. Eine stamm- baumartige Tabelle der Verwandtschaften der Würmer, freilich mit recht ungenügenden Beziehungen, gab Franz Paula Schrank. Die Hel- minthologie war in jener Zeit in Deutschland, wo sie auch später zumeist geblüht hat, besonders populär. Wie jener Jesuit beschäftigten sich mit ihr protestantische Geistliche, vielfach die Landwirthe, insbesondere wegen der Lebcregel und des Coenurus, sogar ein Herzog von Holstein. Froelich vermehrte mit Fleiss die Kenntniss der Arten in allerlei Thiereu. Rudolphi gab bald nach dem Anfang unseres Jahrhunderts auf Grund seiner eigenen grossen Sammlung eine für jene Zeit vortreffliche Allgemeine Geschichte bis um l'^SO. 205 Systematik der Entozoa, welche, wenu sie gleich weder, wie zu denken, ganz frei von Irrthümern war, noch viel wesentlich Neues enthielt, durch die Gründlichkeit, auch in der Literatur, die Ahfassuug in lateinischer Sprache, das Ansehen des Verfassers auch im Auslande von grösserer Be- deutung für Helminthologie geworden ist, als vorher und lange nachher ein anderes Buch. Er gab den Klassen von Zeder, welche er lieber als Ord- nungen annahm, die noch jetzt gebräuchlichen Namen: Nematoidea mit mehreren von ihm selbst gegründeten Gattungen und Charakteristik der älteren , wobei am wichtigsten die Unterscheidung der Gattung Oxyuris von Trichocephalus; Acanthocephala, unter welchen neben Echinorhynchus freilich der ihm nicht/ hinlänglich bekannte, auch als zu Scolex hinneigend angesehene Cestode Tetrarhynchus; Trematoda, von welchen Monostoma, Amphistoma, Distoma, Polystoma bekannt waren, an welch letzterem das hintere Ende für das vordere angesehen und welches so mit Linguatula oder Pentastomum zusammengeworfen wurde; Cestoidea mit Scolex von 0. F. Müller, Caryophyllaeus, Ligula, bei Linnc unter Fasciola mit Distomen vermengt, Tricuspidaria oder Triaenophorus, Bothriocephalus mit zwei Kopfgruben, Taenia mit vier Gruben, theilvveise mit, theilweise ohne Haken; Cystica mit Cysticercus, von welchem Bosc auch einen haken- losen beschrieben hatte, Coenurus, Echinococcus. Eudolphi führte da- mals bereits 603, oder wenn ich die zweifelhaften weglasse, die wenigen Pentastomen mitgezählt, bereits 460 Eingeweidewürmer auf, unter welchen 116 Tänien, 81 Distomen, 77 Askariden, 62 Echinorhyuchen und 34 Stron- gylen. Hierbei war es schon ein Bekanntes, dass Bothriocephalus solidus R. nicht allein, wie 0. F. Müller, Zoega (Naturforscher 18. p. 25) und Rudolph! selbst gesehen, am Leben bleibe, wenn er mit seinem Wirthe, dem Gasterosteus aculeatus von anderen Fischen verschluckt werde, son- dern, wie die Versuche von Abildgaard lehrten, auch, wenn er an Enten verfüttert werde, wo er dann wachse und sieh zum Bothriocephalus nodosus R. der Wasservögel entwickele, woran freilich Rudolph! selbst nicht glauben wollte. Nicht lange hernach, insbesondere gefördert durch das Material, welches die Natter er, Bremser, Olfers beschafften, konnte er 1100 Arten aufführen. Anfänglich für die generelle Stellung der Eingeweidewürmer im Thierreich sich Goeze anschliessend, wurde er durch eine irrige Vorstellung über das Nervensystem der Nematoidea veranlasst, diese unter die Annulata zu stellen, die übrigen Eingeweide- würmer aber unter die Zoophyteä oder Radiaten. So wurden auch ihm die Eingeweidewürmer die Fauna einer besonderen Region. Diesem vorausgehend hatte bereits begonnen die Reform des Systems durch Cu vi er, seine französischen Zeitgenossen und Schüler, Cuvier er- kannte au Hand der anatomischen Untersuchung, dass ein gemeinsames Band für die Würmer im Sinne des Linne, welchen 1789 Bruguiere in der Encyclopedie methodicpie noch eine sechste Ordnung der Echino- dermata crustacea von Blumen bach eingefügt hatte, nicht bestehe, ins- besondere die Mollusken abgetrennt werden müssten. Für den Rest sollte 206 Würmer. die Gemeinschaft theils gewisser aüatomischer Charaktere, insbesondere die Gliederung des Nervensystems, die entsprechende segmentale Gliede- rung des Körpers, jedoch ohne gegliederte Gliedmaassen, theils der ph}-- siologischen, entwickelungsgeschichtlichen, von Swamnierdam und Ray herrührenden gelten, einerseits sie von den Mollusken, andererseits sie von den Insekten sondernd. Er tibertraf dabei Pallas damit, dass er diese Ordnung den Insekten sofort folgen und den Zoophyten voraus- gehen Hess. Für die Absonderung einer Hauptgruppe der Würmer von den anderen entlehnte er von Müller die Versorgung mit Borsten und gab hiezu die mit rothera Blute, welches bei einigen Fabricius gesehen hatte. Es ist nicht wesentlich, dass die Borstenwürmer noch etwas ver- unreinigt waren mit Fremdem, und es fielen alle Eingeweidewürmer sammt den Blutegeln und den Planarien zunächst unter die borstenlosen Würmer, Sehr bald aber zog Cuvier diese zwei Abtheilungen mehr aus einander. Er bezeichnete die parasitischen Würmer zum grössten Theil als den Würmern ähnliche Thiere, über welche er mangels Kenntniss der Organi- sation nicht klar war, ob sie den Würmern oder den Zoophyten näher ständen. Nachdem Lamarck 1800 die Würmer in Vers externes und intestines getheilt und 1809 für jene den Namen Annelides eingeführt hatte, wurde diese Trennung auch bei Cuvier eine Definition, In dem mit der Aufstellung der Typen über den Klassen sich vollendenden System bildeten die Borstenwürmer oder Anneliden sehr passend neben den Thieren mit gegliederten Füssen die letzte Klasse der gegliederten Thiere. Die Eingeweidewürmer nebst den Sipunkuloiden aber wurden in den Typus der Radiateu oder Zoophyten gebracht, vorzüglich, wie das auch aus Duraeril's analytischer Zoologie hervorgeht, auf die niedere Organi- sation, mit uothdürftiger Wiederfindung des strahligen Typus in bilateraler Wiederholung von Organen, ohne dass das zoophytenartige Verhalten der Bandwurmkette und die radiäre Anordnung der Hakenkränze gewisser Bandwürmer dabei besonders wesentliche Motive abgegeben hätten, wie ja auch die Infusorien einschliesslich der Räderthiere nur aus solchem Grunde unter den Zoophyten, einer sehr wenig charakterisirten Gruppe, Platz finden konnten. Die meisten Zoologen traten dem bei, so Saviguy, Latreille, Dumeril, Leach. So verschwand die Klasse der Würmer und selbst der Name aus dem System, Die Eintheilung der Anneliden nach Familien, zunächst auch wieder in Anlehnung an 0. F, Müller auf- gestellt, und nach Ordnungen gestaltete sich in den weiteren Ausgaben des Regne animal gemäss den Untersuchungen von Savigny und bei Milne Edwards über diese hinaus reicher und vollkommener. Letzterer gab den unleugbaren Differenzen Ausdruck durch eine Haupteintbeihmg der Articulaten von Cuvier, seiner Anneies, in Arthropoden und Würmer, Die Eintheilung der Entozoa in Cavitaires und Parenchymateux berück- sichtigte ein wichtiges Organisationseleraent, wenngleich nicht gebührend durchgeführt; die Blutegel kamen zu den Anneliden-, aber die^Entozoen nebst den Gephyreen und den Turbellarien blieben bei den Zoophyten Allgemeine Geschichte bis um 1830. 207 und ein Versuch, ihre Beziehungen zu den Anneliden klar zu stellen, unter welchen doch Gordius stand, sie etwa als modifizirte und degradirte Formen den Würmern mit Blut, theilweise mit rothem Blute anzuschliessen, wurde nicht gemacht. Ein vollkommnes Missverständniss der histologischen Natur der Schalen der Röhrenwiirmer Hess Oken 1806 die Würmer als Thiere bezeichnen, bei welchen das epidermoidale System zum Charakter geworden sei. Aus seinen späteren Lehrbüchern, welche bei seiner Gelehrsamkeit manche Fortschritte der Wissenschaft verwertheten, ist doch nirgends etwas Er- hebliches für die Naturgeschichte der Würmer und ans dem Wüste der Benennungen für deren systematische Beziehungen zu lernen, und min- destens bis 1815 hielt er fest an der Meinung der Entstehung der Ein- geweidewürmer durch Ausartung der Säfte, Zellen, Gefässe der Wohn- thiere. Im Jahre 1808 wurde übrigens eine auf gleichen Prinzipien be- ruhende Preisschrift eines anderen Naturphilosophen, J. B. Wilbrand, zu Haarlem gekrönt, und 1817 nahm solches nicht minder Goldfuss, 1827 van der Hoeven an. Es ging speziellen Helrainthologen, so Bremser, in diesem Punkte noch später nicht besser, während andere, wie Brera, solcher Meinung bestimmt entgegen traten. Man konnte aus dem Dilemma, dass diese Thiere im Freien nicht gefunden werden sollten , was mit der genaueren Untersuchung der wenigen Fälle von Linne und einigen anderen abgethan erschien, und dass sie doch aus Eiern stammen und sich von einem zum anderen verbreiten sollten, nicht wohl herausfinden und wurde durch dies oder das leicht in seiner Ansicht bestimmt. Wie Nitzsch 1817, rechnete auch F. S. Leuckart noch 1819 die Samenfäden zu den Helminthen, während er später, 1827, zuerst, wie ähnlich 1830 von Baer, den Gedanken aussprach, dass die Helminthen verschiedenen Ordnungen und Klassen angeschlossen werden müssten, von welchen abweichende Eigenschaften sie durch ihre besondere Lebens- weise erhalten hätten. Lamarck, im Wetteifer mit Cuvier vorgehend, nicht durch den Zwang der Tj^pen beengt, wollte den Namen der Würmer beschränkt haben auf die ohne Kopf, Augen, Nervensystem und Organe des Blutkreislaufs, aber mit Organen zur Wasserathmung, welche gar keine Beziehungen zu den Polypen hätten, vielmehr die Gliederung an- bahnten , Anneliden aber und nicht Würmer diejenigen nennen, welche bei Cuvier rothblütige Würmer hiessen, geringelt, mit Kiemen, Bhit- kreislauforganen und Ganglienkette. Bei den Polypen Hess er die Räder- thiere und schHesslich bildeten diese allein die Polypes cilies. Die Anne- liden aber leitete er ab von den Würmern. Die Terminologie der äusseren Organe dieser Anneliden wurde durch Savign}' mit einem Schlage zu einer hohen Vollendung gebracht. Er theilte die Klasse ein in eine Abtheilung mit und eine ohne lokomotorische Borsten. Jene enthielt die Ordnungen der Nereiden, der Serpuleen und der Lumbricinen, welche mit veränderten Namen und verstärkten Diagnosen noch heute festgehalten werden; diese die Ordnung der Hirudineen und 208 Würmer. eine ohne Saugnäpfc, deren Bearbeitung fehlt, welche aber wohl sicher die Tiirbellarien enthalten sollte. Bei den Lnrabricinen stehen die Echiu- ren. An 110 Arten, auf der Expedition Bon aparte 's nach Egvpten gesammelt, wurden beschrieben, aber die Arbeit auf die von Cu vi er und Lamarck zur Verfügung gestellte gesammte Sammlung des Jardin des plantes begründet. Do Blainville trat bereits 1815 in einer damals niclit hinlänglich gewürdigten Selbständigkeit Cuvier entgegen, indem er mit den Grlieder- thieren, als Entomozoaria, die Eingeweidewürmer und einige Zoophyten vereinigte. Von den acht Klassen dieser grossen Abtheilung nahm die der Chetopodes die borstentragenden Anneliden , die der Apodes die Ein- geweidewürmer und die Blutegel auf. Die Zahl der aus den ursprüng- lichen Würmern von Linne gebildeten Klassen, welche bei Lamarck 1816 acht, bei Cuvier 1817 elf oder zwölf, mit Einschlnss der Cirri- pedien betragen hatte, schwankte bei Blainville, stieg 1822 auf fünf- zehn und sank 1841 auf elf bis zwölf. Obwohl, wie gesagt, unterdessen Rudolphi, dessen Geschichte der Eingeweidewürmer so bestimmend gewirkt hatte, die Meinung, dass dieselben eine besondere Klasse zu bilden hätten, selbst aufgegeben hatte, und dafür, dieselbe aufzulösen und eine bessere Anordnung der Würmer zu erzielen, unter anderen insbe- sondere K. E. von Baer eintrat, so blieb doch vorzüglich aus Bequeni- lichkeitsgründen in der hier begrenzten Periode und eine kurze Zeit darüber hinaus diese Klasse eigentlich allgemein im Gebrauch, während in der nachfolgend zu überblickenden Zeit bald die Zusammenfassung der freilebenden und parasitischen Würmer in eine Klasse das weitaus ge- wöhnlichere wurde. Eine besonders grosse Förderung erfuhr gegen das Ende der hier dargestellten Periode noch die Naturgeschichte der Trematoden, so dass man darin neben etwa der Erkennung der Bandwurmnatnr der Cysticerken und der weitereu Entwicklung von Bandwürmern aus Fischen in Wasser- vögeln die bedeutsamsten Momente für das Verständniss der Eingeweide- würmer finden darf. Während Nitzsch am Müll er 'sehen Genus Cercaria eine über die Infusorien weit hinausgehende, den Trematoden zu vergleichende Or- ganisation und das ephemere Dasein erkannte, fand Bojanus zuerst seit Swammerdam in Schnecken die Schläuche wieder, in welchen die Cerkarien entstehen und aus welchen sie sich befreien, wahrscheinlich dieselbe Art, aber auch andere, sah die Aehnlichkeit der Schläuche, einerseits mit Distomen, andererseits mit Cerkarien, undOken setzte zum Berichte hierüber: „man möchte wetten, dass diese Cerkarien Embr^^onen von Distomen seien/^ v. Baer und Jacobson beschrieben weitere Keimschläucbe dieser Ordnung von unerwarteter Gestalt, von welcher freilich Leucochloridium auch schon früher gesehen worden war. Mehlis gab die Anatomie und sab die Embryonen des Distoma hepaticum. So waren mit einem Schlage die anatomischen und biologischen Verhältnisse Erklärung von Tafel V. Fig. 1. „Eäthselhaftes Thier, das in den Maiarentaschen von Leptoplana tremellaris 0. F. Müller oft in grosser Menge vorkommt, 0,135 mm lang, 0,03 mm breit" nach Willi. liefer- st ein, Beiträge zur Anatomie und EutTvickhingsgeschichte einiger Seeplanarien von St. Mab, aus dem XIV. Bande d. Abhaiidl. d. k. Gesellsch. d. Wissenschaften. Göttingen 1868. T. II. Fig. 8. 2. „Parasitisches gewimpertes Thier aus den Ge\reben des Lineus cjesserenMs 0. F. Müller"; o, b, c, <^Z bezeichnen die vier Segmentgnippen ; 350 mal vergrössert, nach W. C. Mc Intosh, A Monograph of the British Annelids, part I, continued London 1S74 (Ray Society). T. XVIII. Fig. 17 (? = Intoshia Linei). 3. Prothelminthns Hessi Jourdain $, 400 mal vergrössert, nach Jourdain. Eevue des Sciences naturelles publ. sous 1. direct. de M. E. Dubrueil. 2 Ser. II. No. 1. Mont- pellier, Paris, pl. II. hg. 2. 4. Das Männchen desselben, ebenfalls 400 mal vergrössert. nach demselben, ebenda Fig. 3. 5. „Encystirter Prothelmintims '?" nach demselben, ebenda Fig. 5, ohne Angabe der Ver- grösserung. ^ 6. „Mund'- des weiblichen Prothelviinthus , 650mal vergrössert, nach demselben, ebenda Fig. 4. 7. Wwpalura Ophiocomae Giard in natürlicher Beschaffenheit, etwa 850 mal vergrössert. nach Giard ..The Orthonectida". Quarterly Jonrnal of microscoi^ical science XX new series. 1880. PI. XXII. Fig 1. S. Dieselbe, kurze Form oder Jugendzustand in natürlicher Beschaffenheit, nach demselben, ebenda Fig. 2. 9. Erwachsenes Exemplar, mit Reagentien behandelt und die „Muskelbänder" zeigend, nach demselben, ebenda Fig. 3. 10. Unreifes Thier mit Essigsäure und Karmin behandelt, nach demselben, ebenda Fig. 4. 11 — 13. Furchungsstadien des Eis derselben, nach demselben, ebenda Fig. 19, 20, 21. 14. Rhopalura Intosliü Metschnikoff, eine am weitesten ausgewachsene weibliche Form. 400mal vergrössert, nach E. Metschnikoff, üntersuchuugen über Orthonektiden, Zeit- schrift f. wiss. Zoologie XXXV. 1S81. p. 282. T. 15. Fig. 7. 15. Dieselbe, Gruppirung der Ektodermzellen bei einem Thiere in einem etwas jüngeren Sta- dium, 550 mal vergrössert, nach demselben, ebenda Fig. b. 1(5. Dieselbe, das ausgewachsene Männchen. 550 mal vergFössert. nach demselben, ebenda Fig. 13. 17. Dieselbe, ein hermaphroditischer Plasmodiumschlauch, Vergröss. Hartnack Oc. 3. Syst. 5, nach demselben, ebenda Fig. ß. 18. Drei Samenfäden, 550 mal vergrössert, nach demselben, ebenda Fig. 14. Vemes I.Mionelminthes. Ortlioiiectida. Taf.V. Lith.Aiist.v. J.G.Bach, Leipzig. Allgemeine (ieschichtc l)is um IbSO. 201) der Trematoden besser klar gelegt, als die der Cestoden, welche ihnen bis dahin voraus gewesen waren, und gerade an ihnen am meisten die weitere Entwickelung der Helminthologie vorbereitet, welche in den näch- sten Jahrzehuten bewundernswerthe Fortschritte machen sollte. Aber nicht nur die biologische Zusammenstellung des freien und para- sitischen Lebens in den Phasen gewisser Arten von Würmern wurde fest- gestellt. Während bis dahin nach genauerer Kritik nur in den Ordnungen der Nematoiden und der Hirudineen, insbesondere so lange man diese den Trematoden näher verband , parasitische Formen neben freilebenden vorzukommen, sonst Entozoen und freilebende Würmer geschieden zu sein schienen, entdeckte v. Baer in Chaetogaster einen parasitischen Borsteu- wurm und Lesson fand eine schmarotzende Planarie. Bis zu diesem Abschnitt war das Werk im Druck vollendet, als die Ver- lagshandlung mich aufforderte, an Stelle des erkrankten bisherigen Bear- beiters die Fortsetzung zu übernehmen; trotz der grossen Schwierigkeiten, die eine solche Arbeit an und für sich mit sich bringt und die in meiner Stel- lung durch äussere Gründe nur noch grösser werden, habe ich die Arbeit angenommen; die Zeit wird lehren, in wie weit mein Streben, den Band Verraes den übrigen Bänden würdig zu gestalten, von Erfolg begleitet ist. Die Fortsetzung war mir durch die Worte von H. A. Pagenstecher vorgeschrieben, dass nämlich (cf. pag. 2 unten) dem Kapitel „Allgemeine Geschichte bis um 1830" ein Abschnitt sich anschliessen sollte, der das Neuere zur Geschichte der Systematik der Würmer anführt und kritisch ver- arbeitet, um das eigeneSystem Zugewinnen. Prof.H.A. Pagenstecher war so liebenswürdig, mir auf meine Bitte nicht nur seine literarischen Notizen zu übersenden, sondern auch das Mauuscript des zunächst in Frage kommen- den Abschnittes, dem ich nach einer, wie mir schien, gebotenen Umarbeitung nur die neuesten Versuche zur Systematik der Würmer hinzuzufügen hatte, um dann die eigenen Ansichten über ein System zu geben. Ich spreche dem bisherigen Bearbeiter für seine Liberalität meinen besten Dank aus. Es scheint mir fernerhin geboten, die Idee Pagenstecher's, zum Kapitel „Aeltere Quellen'' ein Namensverzeichniss zu geben, an dieser Stelle aus- zuführen ; man wird mit dessen Hülfe nicht nur die Werke der in dem Ab- schnitte „Allgemeine Geschichte bis um 1830" erwähnten Autoren auffinden, sondern auch bei späteren Kapiteln ; von der Absicht, auch ein Sachregister zu verfassen, musste Abstand genommen werden. M. Braun. Abildgaard, P. C. . 14a i Ahreus, A. u. K. A. Acharius, E. . . . 133 j Eamdolir . . . Actuarius, Jo. . . 33 | Alberti, M. . . . Adler 1)9 | Albertus Magnus Adolphus,Clir.Mich. Aelianus .... Aetius Antiochenus Agatharchides . . Agj'lcola, Geo. . . 82 19 20 9 37 Albrechtus, J. Petr Albreclitus,Joh.Seb Albucasis ... Aldrovaudus, Ul. . 164 75 . 25 56 . 88 . 24 34,40 AlexanderTrallianus 21 Bronn, Klassen des Tliier- Reichs. IV. 1. Alston, Charles . . 100 Amatus Lusitaiius 31 Andral 181 Audry, Nie. ... 68 Anonymiis . . . 79, 127 Apollonius aus Mempbis .... 8 Aratus 8 Archigenes ... 15 14 210 Aiitorenverzeichniss. AretaeusCappado^ 14 Aristophanes 4 Aristoteles . . 7 Arnauld deYilloneiiv 3 30 Aron, J. L. . . . 83 Aroity .... 130 Asclepiades . . IG Athenaeus . . . lii Audouin, V. et H Milne-Edwards 182 Avenzohar. . . 25 Avicenna (Ibn Sina 22 Aymen .... 114 1 Bacouiu. Alex, do 147 ! Baer, K. E. v. . 17S Baillie .... 166 Bajoa 129 ' Baker, H. . . . 101 Balk. Lam: . . . 97 Balme .... 140 Bär, K. E. y. . . 178 Bankroft, E. . . 118 Baratte .... . 106 Barbiit, James . . 139 Baron 106 Baron, John . . 173 Bartholinus. Th. 52 Baster, J. . . . 106 Bateman, Thomas 171 Batsch, J. G. C. . 142 Bauer, Erancis . 173 Bauhiniis, J. . . 34 Bautmann, J. C. 67 Becker, K G. 56 Bellonius, Petr . 32 Below, J. F. . . 64 Bening, B. F. . . 129 Berdot, D. C. E. . 107 Bergivis, P. J. 114 Bergmann, Thorbera 105 Berkenmeyer, B N 139 Berthelot . . . 145 1 Berthold, E. A. . 181 1 Bertrand . . . 119 "Rocplrp 139 Bettius, Joh. . . 47 Bianchi, J. B. 89 Bianchini, G. Fort 99 Bibiena, Franc. . 146 Bidlov, G 66 Bilhuber, J. Fr. . 146 Binet 118 Bischoff. . . . 112 Bisson .... lOS Blainville, H. de Blandin .... Blasius. Ger. . . Blattin .... Blegny .... Bloch, Marc. Elieser Blom, CM. . . Blondelotius . . Blumenbach . . Boccone, P. s. Sylv Boccone, Paolo . Boddaert, P. . . Boeclerus, Joan. Boerhaave, Herrn. Bohadsch, J. Bapt Bojanus. J. . . B Omare, Yalmont de Bonanni, Ph. . . Bondet .... Bonetus s. Wharton Bonnet, Ch, . . Borellus, P. . . Borellus, Petr. . Borlase .... Boso, L. G. A. Bosch, J. van den Bosse Botellus, Leon. . Bötticher. J. G. . Bouillet .... Bourgelat . . . Bousquet . . . Braun, Joh. Fr. Phil Braun, M. . . . Brehm, Jo. Mart. Bremser, J. G. . Brera, Valeiiano Luig Breton .... Brian9on, P. A. . Bromellius, Ol. . Bronn, Heinr. G. . Brubbe, J. . . . Bruce, James . . Bruckmann, F. E. Bruguiere, J. G. Brünnichius,M. Th Bryllus, Hippel. . Büchner, Andr. Elias Buddaeus, Gottl. Buffon .... Bureau .... Burserius, J. . . Buzareingucs, Girou de . . . 170 177 55 153 57 126 136 56 125 52 113 139 81 81 112 168 117 64 165 55 89 45 52 107 154 111 117 46 93 74 108 106 158 147 96 109 155 172 181 55 175 '-3 144 89 147 JIS 30 83 75 98 105 100 182 Calmeil 181 Camerarius, Alex. . 84 Camerarius, El, . . SO Campenou .... 119 Camper, P. . . . 131 Canrena, Hyac. . . 171 Cappel, Fr. Wilh. . 137 Cardanus, Hier. . . 33 Carlier 142 Carlisle, Anthony . 148 Cartheuser . . . 118 Cartoceto, C. Deodat Zamponi v. . . . 104 Carus 168 Cat, s. Le Cat . . . 93 Cavliaco .... 34 Cazeles, Masars de 115 Cellius Godofr. . . 45 Cellus, Marc. Anton. 61 Celsus, Aiirel. Com. 9 Chabert 136 Chabet 168 Chaignaud . . . . 178 Chamisso, A. de et C. G. Eysenhardt 167 Cha pelle, Passerat de la 114 Chapotin, Ch. . . 165 Charas 67 Charleton, Gualter. 55 Chaussier . . . . 164 Chiaje, Stefano delle 174 Chomel, J. B. L. . 99 Ciamorgan, J. de . 34 Clanderus,Fr.Wilh. 62 Clericus, Dan. . . 78 Clocquet, J. . . . 174 Clot ...... 183 Cohausen, Salentin. Em. Eugen. . . . 100 Collet in» Commelinus, Casp. 65 Condamine, de la . 96 Consbrueh, Joan.Frid. 130 Consolin . . . . 113 Cooper, Asthley . . 171 Cosimus 30 Coulet, Steph ... 83 Cousin 107 Cowper, ^V. ... 73 Graft, J. J 41 Cranz, I)av. . . . 114 Crause, E. "W. . . 65 Creplin. Fr. Chr. IL ISO Autoreuverzeichniss. 211 Crügeriiis, Dan. . Cser, Sam. Yercstoi d« Ctesias .... Culloch, Mc. . . Glisson . . . . t'iivier, G. . . . C z e n p i n s k i , Paulus Dalestrc. . . . Dalyell, John G. Dampior, Guillaiini Dana, J. Potr. Mar. Dappert. H. . . Davies .... Davies, Hugli . . Debry Degland, C. D. . Beguillcme . . Delle Cliiaje . . Delpecli .... Democi'itus v. Ahder Derheims, L . Dem, G. A. Deslandes . . Despallcns . . Dicquemarre . . Didymus Alexau- drinus ... D i 1 1 e n i u s , Joh. Jacob D i c 1 e s von Karystus Dionis, Cli. . . Dodart .... Doebelius . . . Doeveren, W. van Dolaeus .... Donatus, MarceU. Dorsten! US, Joh. Dan Doubleday . . . Draiith, Sam. de . Drelinciirtius, Cai Dubois, Godf. . . Dufour, L. . . . 82, Duges, Ant. . . Duguid, P. . . Dumeril, A. Const Dumfrics. Hill de Dun US, Thadd. Dupuis, Cochon . T)UT^uy Dürr ins, Georg Tob Du Troehet . . Du Verney . . Ebel, J. Ch. . . Ebers, s. Papynis Ebers .... 03 1 Eckardt, J. G. ab . ] 49 ]19 Ehronberg, s. Hem- 5 prich u. Ehrenberg 181 173 Eichhorn, J. C. . . 135 139 Erdmann, Er. . . . 181 149 Ernst, Sam. . . . 93 130 Er xl eben, .1. Christ. 100 Polycarp .... 124 166 Eysel, J. Ph. . . . 73 78 Eysenhardt, s. Cha- 116 misso et Eysenliardt 167 48 Faber, Joh. . . . 4S 73 Eaber, Jo Matth. . 63 166 Fabricius, 0. . . . 133 169 Fahr i c u s , G.Hildanus 44 177 Fahlbergius, Algotus 98 166 Falck, N. D. . . . 136 174 Falk, J. P 140 169 Fehr, J. Laurent. 57 4 Fehr, Jo. Mich. . . 43 175 Fermin, Ph. . . , 126 79 Feugre, Fromage de 162 177 Fischer, s. lAidmg 166 u. Fischer .... 146 128 Fischer, C. ... 173 Fischer, J. L. . . 144 19 Fischer, S. G. . . 182 80 Flauguergues, de . 132 7 Fleming, J. . . . 175 98 Florcntinus . . . 19 67 Florman, A. H. . . 167 137 Fontana, FeUce . . 116 101 Fontenelle, Julia . 174 73 Forestus, Dom. Petr. 42 41 Forskäl 127 57 Fortassin, L. . . . 157 127 Fourcroy .... 146 84 Fournier .... 123 56 . Fraueiere, Postel de 113 96 1 Franck, J 172 175 Francus, Georg. . . 60 177 Franzius, Wolfg. . 45 106 j Freteau 165 158 Frisch, Joh. Leonh. 77 138 Frölich, .J. A. . . 143 34 Fr man n , Joh. Christ. 46 67 Fuchs 33 173 Fuchs, F. C. H. . . 134 72 Funke, L. Ph. . . 145 165 Fürstenau, .Toaii. 73 Herm 100 129 G Gabbrielius, Pyrrh. 104 3 Maria 72 Gabuciniis, (Hiero- nimus Gab. Fanensis) 30 Gadd, Petr. Adr. . . 99 Gaillandat, Dav. Henr 122 Gaitskell .... 167 Galenus, C. Claudius 16 Gandolphe . . . . 76 Garcin 83 Garmann, Chr. Fr . 52 Gartz, E 43 Gaze, John .... 108 Geer, C. de . . . . 115 Gemma, Cornel. . . 34 Geoffroy, le jeune . 84 GesnpTus, C. . . . 33 Geutewück . . . 115 Geyei'us, J. Dan. . 02 Ginanni, Franc. . . 99 Gisler, Nils. ... 106 Gleichen, W. F. Fi-ei- herr v 130 Gmelin, S. G. . . . 118 Godaert, J. . . 46 Godol 124 Goldfuss, G. A. . . 169 Gontard 105 Gorraeus, Jo. . . . 34 G ö t z i u s , Joh . Cliristo- phor 83 Göze, .T. A. E.. . . 123 Gräfenberg, Jo. Schenck de . . . 37 Grasliuis, Joann. . 93 Grassius,Ern.Sigism. 61 Gravenhorst,J.L.C. 15S Greve, Bernli. Ant. . 169 Griselini .... 99 Grubb, M 114 Grubelius,Jo. Georg. 65 Gruithuisen,Fi-.V.P. 174 Grüner 129 Guattani .... 115 Gueuaud . . . . 114 Guettard . . . . 111 Guidetti 137 GuilleryetLeveille 178 Gunnerus, J. E. . . 115 Guyot 157 Ha ebne. Tob. Henr. 94 Haesbaert,Mart.Joh. 57 Hain, Joh. Paterson 54 Haller, Albr. v. . . 116 Hannaeus, G. . . . 61 14* 212 Autorenvei'zeichniss. Hannemannus, Joh Liidov 62 Hannes, Chi-. Riid. . I.SO Hannes, Henr. . 113 Happ, C. Fr. . . . 132 Hartmannus, Pliil. Jac . 59 Hasselquist, Friodr . 100 Hastfer .... . 129 Havenden, Antli. . 73 Heath, Thom. . . . If57 Heberden, Gml. . . 51 Hedwig (u. Reutter 1 14ti Heer, Othniar . . 145 Heide, A. de . . 57 Heintke, G. . . . 64 Heister US, Laurent . 78 Hellenius, Carl N. . 111 Hemprich, F. Gr. e Ch. G. Ehrenbero- 181 Herbst, J. F. W. 142 Hermann, J. . . 135 Herodot .... 4 Herodotus. ('. . 15 Hettlinger . . . 142 Heusinger . . . 177 Hildanus, G. Fabricius . . . 44 Hill 100 Himly .... . KU Hindschel, T;. F. 117 Hinze, P. E. . . i:i;5 Hippocrates . . 6 Hippys Rheginus 4 Hodgson . . . 10() Hoeven, .J. v. d. . . 179 Hoffberg, C. F. . . lOS Hoffmanu. Fr. . . 9() Hoffmann, J. Fr. . HS Hoffmannus, Dan. 93 Hoffmanniis. Joli. Maui- 72 Holstein-Beck, Herzog F. C. Lud w.v 13b Home, Everard . 140 Homer .... 4 Hooke, R. . . . 47 Hopkinson, F. . 13B Hoixgliton . . . 67 Hoyer, Joh. Georg. 78 Hugh, Davies . . 106 Hüner w elf fius.J.A 60 Hunter. John . . 131 Hussem . . . . ]|s Husson 174 Huzard, s. Pelletier et Huz 175 Hypolytus Salvia- nus 32 Jänisch, J. H. . . 105 Jassoy, E. T. . . . 172 Ibn Sina .... 22 Imperati, Ferrante . 35 Ingrassia, Phü. . . 34 Inguelmen,LeBaillid' 106 Joblot 123 Johnson 140 Johnson, James Rawlins .... 168 Johnston, G. . . . 176 Jonstonus, Joannes 43 Jördens, J. H. . . 153 Isidorus von Se'vdlla 21 Juch, H. P. . . . 89 Julius Pollux . . 19 Julius Solinus C. . 14 Jungius, .Joach. . . 63 Jurine, L 175 Juvattis, Fortuuat. a 46 Kämpfer, Engelb. . 67 Kannegiesser,Gottl. Heinr 93 Karsten, L. G. . . 142 Keferstein .... 178 Kellnerus, W. A. . 94 Kennedy .... 167 Kerkring, Theod. . 51 Kies er, s. Oken und Kieser 158 Kirby, AV 148 Klein, Jac. Theod. . 82 Klein, Ludov. Godofr. 104 Kniphof, Jo. Hievnu. 96 Knox 171 Koch, J. F. ^V. . . 157 Koelreuter, J. Theoph 124 Kölpin 132 König, Email. . . . 99 Kramer, Gull.. . . 101 Kratzenstein, Chr. Gottl 97 Kuhn 182 Kulmus, Joh. Ad. . 80 Kuntzmann, J. H.L. lüS Kupfnerus, G. . . 30 La Borde .... 117 Lachmund. Fiid. . 54 Laennec 157 Lafage, John ... 73 Jja Fosse .... 119 Lamarck, J. B. P. A. 161 Langius, Jo. . . . 30 Lanzelottus, Joel . 59 Lanzoni, Joh. ... 66 Latreillo .... 176 Laurer 183 Leach 171 Leautaud .... 106 Le Cat 93 Ledere 169 Leclerc, s. Clericus 78 Ledelius, Sam. . . 52 Ledermüller, Mart. Frobenius . . . . 111 Leeuwenhoek, A. v. 64 Lemery, S 76 Lengsfeld, J. . . . 148 Leo, J 171 Leonidas .... 10 Leske, M. G. . . . 134 Lesser 107 Lesson 173 Lesueur. s. Pcron et Lesueur . . . . 1()2 Lettsom 143 Leuckart, F. S. . . 170 Leveille, s. Guillery et Leveille . . . 178 L'Herminier . . . 177 Licetus, Fortunatus 43 Lichtenberg . . . 141 Lignac, Mathmin de 79 Lille, Christ. Everh. de 105 Limbourg, Joh. Phil. 1 14 Trimmer, C. Ph. . . 67 Ijimprechtus, Joh. Adamus .... 94 Linck, J. W. . . . 157 Lind, James . . . 145 Linders, Johan. . . 79 Linnaeus, Cai'ol. 84,85 Jjinne, C. a*. . . 8ß, 87 Lister, Martin . . 52 Lord, Thom. ... 93 Loschge, F. H. . . 140 Louis, P. Ch. A. . 181 Lüchtringen, Mein- hart v 25 Lüdersen .... 160 Ludovicus, Dan. . 53 Ludwig (u. Fischer) 146 AiitorenA'erzeichniss. 21: Lulliu, C. J. M. . . 157 Luther, s. Bibel . . 4 Macartney, J. . . Kj4 Machand .... 174 Mackius, Joh. Christ. (34 Magi 4 Mahliug, F. C. . . 112 3Ialbois, Joh. ... 99 Malpighi, Marcello . (16 Maloet 84 Mau, Max. .Jacob, "de 137 Manardus (Joauu. M. Ferariensis) ... 'SO Manentus, Laur. . 84 Mangili, Giuseppe . 169 Marcellus .... 16 Marcion, Smj'rnaeu.s 12 Marcus, Phil. Marc. 57 Marigues .... 131 Martin, Ant. ... 109 Martin, Mart. ... 67 Martin, Matthew. . 140 Marx, M. J. ... 119 Mau Chart, Burch. Dav 89 May, Franc. . . . 142 Mayer, J 136 May er US, Godofr. Da^id 78 Mazeas 183 Mc. Culioch ... 173 Mc. Gregor . . . 153 Meckel, J. F. . , . 169 Mehlis, E 176 Meinhart v. Liieht- ringen .... 25 Menghinus,Yincent. 94 Menzies, Archib. . 144 Merat 167 Mercurialis, Hier. 34,42 Merrem, Blas. . . 135 Mery 67 Messonemus, Lazar. 47 Meyret, G. F. H. Collet 155 Miles, Henri ... 94 Milne-Edwards, H. s. Audouin . . . 1S2 Modeer, Ad. ... 140 Moinichen, Heur. a 45 Mollerus, Frid. . , 61 Molyneux, Tli. . . 65 Mougin 117 Montagu, G. . . . 156 Montegre, de . . . 166 Montin, Lorenz . . 113 MontiuS; Cajetauus . 138 Mooren .... . 176 Moquin-Tandon . 178 Morand .... . 79 Morgagni, .1. B. . . 109 Morgan, John . . . 138 Morier .... . 166 Moublet. . . . . 108 Moufetus, Tho. . . 43 Moulenq . . . . 129 Müller, G. G. . . 115 Müller, J. . . . . 180 Müller, J. L . . 107 Müller, 0. F. . . 119 Muralto, Joh. de 56 Murray, J. Andr. 140 Mus Apollouius y Musgrave, W. . 73 Nau, B 142 Naunius, Petrus . 83 N e e d h a m , Tm-bervil [ 94 Neuenhahn, d. J. 147 Nicolai, Joan. Nicol 146 Nicolas Myrepsu& 30 Nicholls. Frank . 105 Niebuhr, Carsten 119 Niemann . . . 166 Nitzsch .... 172 Nollet .... 99 Noseda .... 153 Nouffer, Mad. . . 125 Odhelius, Joh. L. 135 Odier, L 172 Oken (u. Kieser) . . 158 Olafsen .... 119 Oldenburg, H. . . 56 Olfers, Fl-. M. de . 167 Öliger, Th. Jacob. . 54 Ophelius, Joli. . . 129 Oram, Rieh. . . . 107 Oribasius . . . . 20 Osler, Ed 177 Otto, A 167 Otto. B. Ch. . . . 171 Ovelgrün, Rüdig. Fr. 116 Palissy, Bernai'd de 37 Pallas, Peti'. Sim. . HO Palmaerus, Isacus . 108 Panarolus . . . . 45 Panthot 56 Paracelsus, Theu- phrastus 00 P a s s e r a t de la Chapellc! 1 1 4 Paula Schrank, Franz v. . . . . i;i7 Paullinus, Christ. Franc 62 Paulus Aegineta 22 Payerus, J. Conr. . 62 Pechlin, J. N. . 75 Peck, W. . . . . 164 Pecquet .... 47 Pedanius Diosco- rides Anazarbeus 10 Pelletier et Huzard 175 Pellieux . . : . 175 P e m b e r 1 n , Chr. Rob. 1 66 Pennant, Th. . . . 119 Pere . 117 Pereboom, Co. . . 132 Peron et Lesuem- . 162 Perrault, Claude . 55 Peschier . . . . 176 Peterka, J. . . . 176 Petit . 81 Petrus Aponensis . 30 Petrus de Albano . 25 Peysson .... . 158 Peyssonel, John Andrew . . . . 108 Phelsum, Miu-k vor i 112 Philibert Sarazenus . 41 Photius .... . 22 Plauens, Joh. . . 109 Plater, Felix . . 41 Plinius, C. . . . 12 Pohlius, Jo. Christ 97 Polisius, G. S. . 56 Portal .... 157 Poupart, Franc. . 59 Pouppe-De Sportes 118 Povelsen . . . 119 Power, H. . . . ■13 Pozzetti, Pompilio 157 Pozzis, Ant. de . 54 Prange .... 109 Pre, J. F. de . . 81 Prochaska . . . 148 Pulteney, R. . . 153 Rafinesque . . 166 Raisin .... 113 Rajus, J. . . . 74 Ramdohr, s. Ahren^ 11. Ramdohr . . . 164 Ramesav. AYiU. . . 47 Ranchinus, Franc. . 52 214 Autorenverzeicliuiss. Kanftler . . . 129 Ranzaui .... 168 Rases, s. Kazi 22 Eathke, J. . , . 131 Eauh, Dan. Com. 130 Raulin, Jos. . . 99 Raven, Abr. . . 55 Rayerus, Cai-. 54 Razi (Rases od. Razes] ) 22 Reaumur, R. A. de 74 Recamier . . . 175 Redi, F 48 Reich 153 Reies, Gaspai- de. 52 Reimarus, H. S. 122 Reitmeyer, G. 51 Rendtorff . . . 173 Eetzius, And. J. . 128 Reutter .... 146 Reutter, s. Hedwig u. Reutter . . . 146 Reynal .... 162 Rliodius, Jo. . . 42 Riedlinus. Vit. . 80 Riem, J 145 Rindfleisch . . 54 Rivierus, Lazarus 46 Robin 115 Rochette . . . 157 Röderer, J. G. . 111 Roffredi, Maur. . 128 Rolando, L. . . 174 Rolandssou, A. Martin .... 133 Romberg, ^V. 73 Rommelius, Petr. 66 Rondeau, du . . 136 Rondelet, Guill. . 32 Rondier, Car. Phil. 129 Ronseius, Bald. . 34 Ronssiff. . . . 142 Rosa, Yinz. . . 148 Rosen, Nils . . 94 Rosenhof, A. .J. Rösel V. . . . 98 Rösler, Chr. . . 54 Rouaut .... 79 Rucker, D. . . . 89 Rudolph!, K. Asm 154 Rueff, Joan. Casp. 130 Rumler .... 33 Runge, Rud. H. . 79 Rüssel .... 115 Ruysch, Ferd. 46 Ruysch, Henr. . . 80 S 8S Sachs, P. J. . . . 47 Saint-Hilaire, Geofeoy .... 177 Salathe, J. C. . . 157 S al m n , E. Dietrich 1 1 2 Salzmannus, Joh. . 81 Sander, H 136 Sarazenus, Phiüb. . 41 Saulsay, Nie. du . 106 Säur, C 123 Saveresy .... 145 Savonarola, J. M. . 30 Schacher, Polyc. Gottl 79 Schaeffer, J. Christ. 100 Scharffius, B. . . 56 Schelhammer, G. Christ 60 Schelver, J. F. . . 153 Schenck, J. Th. . . 52 Schenck de Gräfen- berg, Jo 37 Scheuchzerus, Jo. Jac 84 Schmalz 181 Schmidt, Joh. Ad. . 156 Schmucker, J.Leber. 137 Schneider ... . 135 Schneider .... 165 Schoberus, Gottl. . 76 Schott u. Sömmeriug 183 Schrader, M. Ch. . 76 Schröckius, Luc. . 02 Schröter .... 66 Schröter, J. S. ' . . 128 Schnitze, J. H. . . 94 Schultzius, Gottfi-. . 56 Schultzius, S. . . 53 Schultzius, Simon . 47 Schweigger ... 171 Schwenckfeld,Casp. 41 Scopoli, J. A. . . 135 Scopoli, Jo. Ant. . 124 Seba, Alb 107 Seiler 173 Senac, de .... 130 Sennert, Dan. ... 43 Serapion .... 16 Severino, M. Aurel. 44 Severus Scammo- nius 20 Shaw, G 143 Sherwood, James . 96 Sibille 105 Suellen, Henr. . . 67 Solander, Dan. C. . 125 Soranus 15 Sorbier, J. B. E. .166 S ö mm er in g, S.Schott u. Sömmering . . 183 Soye 67 Spallauzani, Lazaro 117 Sperling, P. Gottfr. 72 Spigelius, Adrian. . 42 Spix 165 Spöring, H. D. . . 95 Sprengel, K\;rt . . 172 Stahl, G. E. . . . 67 Stalpart van der Wiel, Corn. ... 81 Statins Sebosus . 9 Stegmannus, Ambr 65 Steinbuch, J. G. . 153 Steinmüller, J. R. . 157 Steurlinus, Sam. . SO St. Hilaire, Geoffifoy 177 Stier 125 Störck 145 Ström, Hans ... 117 Suhr 149 Sultzberger, J.Rup. 42 Swammerdam, J. . 61 Tauber, Joh. ... 78 Thaddaeus Duuus 34 Themelius, Joann. Christ 96 Theon 15 Theophrastus Para- celsus 35 Theophrastus von Eresus .... 8 Thomas 158 Thomas, de ... 114 Thomas de Yeiga . 33 Thomas von Con- timpre .... 29 Thorpe, Joh. ... 81 Thorubia, Pater . . 104 Tiedemann, F. . . 160 Titius, J. D. . . . 109 Treutier, Fr. A. . . 147 Triewald, Marl. . . 95 Trumphius, Joann. Cour '.16 Tulpius, Nie. ... 45 Turner, Dan. ... 81 Tyson, Edw. . . . 57 Tytler, J 177 Ulloa, Aut. de . .. 128 Underwood . . . 140 LTnger 181 Unzer, J A ... 100 N^alentin, M. B. . . Sl Yalentinus,M.BernlL. (52 A'allisnerius, Ant. . 75 Vandelli, D. . . . 107 Vater, Christ. ... 62 Yauclier .... 156 Veit, T) 149 Velscli, G. H. . , 54 Verdries, Job. Melch. 82 Verney 73 Vest, Just 74 Vianelli 98 Vi borg, Erich. . . 149 Vigney 183 Villeneiive, Arn. de 30 Vitet 142 Viviani 158 Volgnadi, Henr. . . 52 Yolta, Alex. ... 148 Autorenverzeichnis 5. 215 Wagler, CG, . . 113 AA'iesenthal . . . 153 Wagner, Eeinli. . . 67 AVilbrand, J. E. . . 160 Walceus, Jo. . . . 43 Win ekler, G. C. . . 54 Walch, Jo.Ern. Imm. 129 AVillis, Th 50 "Waldiuger, Hieron. 169 Willisch,Cbr.Gotth. 78 Warthon .... 45 AA^illius, J A^ . . 55 Watson, William . 93 AVillius, Nie. . . . 99 Weber, Christ. . . 115 AA''olffius, Joann. Weber, E. H. . . . 180 Martin. . . • . , . 94 Weber, K. v. . . . 33 Wolffius, Jo. Phil. . 93 Webster, F. AV. . . 171 AVolphius . . . . 73 Wedelius, E. H. . 81 Worm, Olaus . . . 45 Wedelius, G. Woifg. 56 Wottonus, Ed. Oxo- Weigant, Ph. Jac. . 84 niensis 32 Wepferus, Joh Jac. G3 AYright, AVilHam . 129 Werlhove .... 84 AVulfen, Franc. Xaver Werner, P. Ohr. Fr. 137 L. B. de . . . . 146 AVeser, D 118 Yvart 178 Westhoven, Herrn. Zamponi v. Cartoceto, W. Engelbert de . SO C. Deodat .... 104 AVestrumb, A. H. L. 172 Zeder, J. G. H. . . 147 Wharton .... 55 Zenetti, Fi-anc. . . 146 AVichmann,Jo. Ernst 154 Ze Viani, Giov. A^er. 154 AViel, Cornel. Stalpart Zucconi, Lud. . . 116 van der .... 81 Z w i n g e r u s , Theodor. 80 Neuere Versuche zur Eiiitlieilung der Würmer. Die nach folgende Zusammenstellimg erhebt durchaus nicht den An- spiucb auf absolute Vollständigkeit; es kam nur darauf an, die Ent- wicklung unserer Anschauung im Allgemeinen zu zeigen, und so konnten sehr wohl mehr nebensächlich erscheinende Angaben übergangen werden; immerhin ist auch dieser Abschnitt noch recht gross geworden. Da man früher gewöhnlich die absteigende Reihenfolge einhielt, so haben wir diese, um den Vergleich zu erleichtern, beibehalten. J. V. Audouiii et H. Miliie- Edwards erklären sich in ihren „Rc- cherches pour servir ü l'histoire naturelle du Littorale de la France" (IL Annelides. I. partie. Paris 1834) gegen die von Blaiuville (cf. oben pag. 170) eingeführte Verbindung der Blutegel mit den Ein- geweidewürmern als Apodes, weil in den Hauptzügen der Organisation die Hirudineen mit den Anneliden innig verbunden sind; die unverkennbare Degradation der Blutegel bildet einen Uebergang von den Anneliden zu einigen Zoophyten, wie Planarien und gewissen Eingeweidewürmern, In den „Elements de Zoologie'' (Paris 1834) lehnt sich H. Milue- Edwards an G. Cuvier an, wogegen in der zweiten Auflage (Paris 1843) die Vers als ein sous-enbranchement der Anneies erscheinen und in die Klassen: Annelides, Rotateurs und Helminthes (incl. Planariees) zerfallen. 216 System der A^'iü•mel• Der Uebersetzer der abermals vermehrten Auflage (Gr. »'iedemann: Zoologie, ans dem Französischen neu übersetzt, !Stuttgart 1848) behält die eben mitgetheilte Anordnung bei, macht jedoch durch Trennung der Turbellarien von den Helminthen vier Klassen der Würmer: Anneliden, Räderthiere, Turbellarien, Helminthen. In dem von A. F. A. Wiegmann zuerst herausgegebenen „Bericht über die Fortschritte der Zoologie'' (Archiv für Naturgeschichte, erst. Jahrg. Berlin 1835. pag. 332 if.) finden wir die Anneliden, Hiru- dineen mitgerechnet, als eine besondere Abtheilung Articulata hinter den Crustacea, Arachnida etc. ; darauf folgen Turbellaria s. Auarthra, die auch Gordius umfassen, und endlich die Entozoa; 1837 werden unter Vermes zu- sammengefasst: a. Anuulata, b. Auarthra, c. Entozoa mit 1. Nematoidea, 2. Acanthocephala, 3. Trematoda, 4. Cestoidea und 5. Cystica, während die Tunicaten und Brachiopoden bei den Mollusken, die Bryozoen bei den Polypen und die i\otatorien bei den Infusorien stehen; in der Folge verschwindet aber die Gruppe Vermes wieder bis zum Jahre 1848 (cf. Leuckart, pag. 219). In E. A. Rossmässler's „Systematische üebersicht des Thier- reichs'' (Dresden und Leipzig 1833) werden als Würmer alle wirbellosen Thiere mit Ausnahme der Arthropoda im heutigen Sinne bezeichnet ; diese ganze Gruppe (animalia contractilia) zerfällt in : Protozoa (auch die Spougien und die Polypen umfassend), Radiata (Quallen und Echino- dermen), Palliata (mit Ascidien, Cirrhipoden, Brachiopoden, Lamelli- brauchier, Gastropodeu, Pteropoden und Cephalopoden) und Aunulata = Ringelwürmer; letztere werden eingetheilt: 1. Ordnung. Rotlnvürmer (Vermes extemi s. Aimiilata s. str.) a. mit Bedeckung aa. ohne Eöhreo. aber oft mit deutlichen Haaren, Kiemen und Fuss- "svarzen Nereidea bb. in röhi-euförmigen Hülsen a. aus fremden Substanzen gebildet Clymenoidea ^i. aus eigner Substanz gebildet Serpuloidea b. nackt . . . Lumbricoidea (mit Lumbricus, Nais, Hirudo, Tiibifex imd Sipunculus'^ 2. Ordnung. Eiug'eweidtMyüriner (Vermes intestinales, Helminthes, Eutozoa"^ a. Köi'per gesti'eckt aa. walzenförmig Ascaridea bb. zusammengedi'ückt a. gegliedert Taenioidea /?. ungegliedert Trematoda b. Körper kuglig, blasenfönnig Gysticercoidea. Auch eil. (jf. Ehrenberg- spricht sich über die Classification des Thierreichs bei seineu Untersuchungen „Ueber die Acalephen des rotheu Meeres und den Organismus der Medusen der Ostsee" (Abhandl. d. Berlin. Akad. aus dem Jahre 1835. Berlin 1837. Physik. Kl. pag. 181—260 mit 8 Taf., auch sep.) aus: Die Evertebrata, seine Ganglioneura, zerfallen in Sphygmozoa s. Cordata (Herzthiere) und nach Wiegmaun, Enssmässler, Ehrenberg, Wagnoi', Miillei-. 2 1 7 Asphycta, Vasculosa (Gefässtliiere) ; zu ersteren geliören neben den Mollusken im weiteren Sinne die Articiilataj d. h. iiiiscie heutigen Arthro- poden und die Kingelthiere (Annulata), sowie die iSpaltthiere (Soraato- toma), worunter Naidina e Turbellariis rhabdocoelis verstanden werden. Auch die Asphycta zerfallen in zwei Gruppen: A. Schlauchthiere. Tubu- lata mit sack- oder schlauchförmigem Verdauungsknnal, umfassend die Klassen: 1. Bryozoa, 2. Diraorphaea = Sertularina u. Tubularina, 3. Turbellaria, d. h. nur die Rhabdocoela, Nais und Gordius ausge- nommen, 4. Nematoidea mit Gordius und Anguillula, 5. Rotatoria und G. Echinoidea, d. h. Echinus, Holotliuria und Sipnnculus; B. Trauben- thiere, Racemifera mit zertheiltem Verdauungsorgan, umfassend Asteroidea, Acalephae, Anthozoa, Trematodea, Com plan ata, d. b. Turbellaria dendrocoela und die Polygastrica (Infusoria). R.Wagner nimmt in seinem „Lehrbuch der vergleichenden Anatomie" (Leipzig, 1834/35. pag. 13 u. ö'.) folgende Classification an: die den Articulaten eingereihten Annulata oder Annelides mit zwei Ordnungen : 1. Apoda mit den Hirudineen und Sipunculus. 2. Chaetopoda mit Nais, Thalassema, Lumhricus und den Polychaeteu. Die den Zoophyten eingereihten Vermes oder Helrainthes zerfallen in 1. Kotatoria, Eäderwürnier. 2. Nematoidea, Eundwüi'nier, zu denen nicht nur freilebende Formen wie Anguiilula und Gordius gestellt werden, sondern auch die Nemertinen. 3. Acanthocephala, Hakenwürmer. 4. Trematoda, Saugwürmer mit echten Trematoden und als freilebende Cercaria, Planaria etc. 5. Cestoidea, Bandwürmer. 0. Cystica, Blasenwürmer. Wirkt hier, wie auch späterhin, Cuvier's Vertheilung der Würmer in zwei verschiedene Kreise noch nach, so giebt es in dieser Zeit Autoren, die, wie schon frühere, die Würmer zusammenstellen; so spricht sich Joli. 3Iüller nicht nur für eine Vereinigung der Cystica mit den Cestoidea aus, sondern auch für eine wenigstens vorläufige Zusammenstellung der Annulaten, Turbellarien, Nematoideen, Trematoden und Cestoideen (Ge- dächtnissrede auf C. A. Rudolphi in den Schriften der Akademie zu Berlin. 1837. pag. XXV). Auch C. H. C. Burmeister vereinigt unter der zweiten Hauptgruppe seines Systemes, den Gliederthieren, die Entozoa und die freilebenden Würmer als Vermes mit folgenden Ordnungen: 1. Annulati mit 3 Zünften, zu denen als vierte die Gymnodermi kommen mit den Familien Acanthotheci Dies. (Pentastoma), Nematodes incl. Gordius und Au- guillirla und Turbellarii Ehr. 2. Trematodes mit a. Dicranocoeli , eigentliche Trematoden, b. Dendrocoeü, Planarien, r. Ascocoeli, Hirudineen und Gyrodaetylus. 218 System der "\^"ül■ul(.'l■ o. Helmintlies mit a. Laccocepliali (Cystici und Cestodes) h. Acauthocephali (Echiuorlivnclius). Als einen entschiedenen Rückscbritt niuss man es bezeichnen, wenn W. F. Erielisoii in einem besonderen Artikel: „Ein Blick auf die Klassifikation der wirbellosen Thiere" (Archiv für Naturgeschichte. 7. Jahrg. I. Bd. Berlin 1841. pag. 1 — 8) für die alte Linne'sche Ein- theilung der Evertebrata in Insecta (im weitereu Sinne) und Vermes plaidirt; während die Klassen der ersteren hinreichend scharf geschieden seien, sei eine scharfe weitere Eintheihmg bei den Würmern weit schwie- riger, da die äussere Structur wenig Anhaltspunkte biete und die innere zu wenig bekannt sei; die erste Klasse seien zweifellos die Mollusken, zur zweiten gehören Thiere von linearem Typus und symmetrischem Körperbau, d. b. Anneliden, Turbellarien, Nematoideen und Rota- torien; dritte Klasse Radiata; „bei den letzten Klassen ist der Nahrungs- weg gefässartig, nämlich einfach zweiästig bei den Helminthen (excl. Nematoideen), baumartig verästelt bei den Planarien, in eine Menge von einfachen Mägen führend bei den polygastrischen Infusorien". Hercule Straiis-Durcklieim acceptirt die Cuvier'sche Eintheilung (Traite pratique et theorique d'anatomie comparative. Tom. I. Paris 1842. pag. l~42j. F. Dujardiii behält die 1843 von H. Milne- Edwards (cf. pag. 215) gegebene Aufstellung der Vers mit den drei Klassen bei, nur müssten die Turbellaria Ehrbg. von den Helminthen getrennt werden, da sie viel mehr Analogie mit den niedersten Anneliden als mit Nematoden und selbst mit Trematoden besässen; auch Gordius, der ein anormaler Nematode, und die Naiden, welche echte Anneliden sind, müssen von den Turbellarien Ehrenbergs ausgeschieden werden. Eine Klasse der Helminthen sei bei- zubehalten; sie wird eingetheilt in Nematoides, Acanthotheques, deren Beziehungen zu saugenden Crustaceen hervorgehoben werden, Trematodes, Acanthocephales und Cestoides. (Histoire naturelle des Helminthes ou vers intestinaux. Paris 1845. pag. V — XVI.) A. Lere1>oullet lindet eine Trennung der Anneliden von den übrigen Articulaten unnatürlich, auch scheint es ihm ungeeignet, Nematoden, Nemertinen und die anderen Würmer mit den Anneliden zu vereinigen, weil letztere einem anderen Typus angehören (Revue zoologique. 1845. pag. 54). Ebenda (1846. pag. 213) spricht sich auch Gr. L. Durernoy für die Vereinigung der Anneliden und Arthropoden aus, will jedoch die Helminthen, Planarien und Nemertinen aus denselben Gründen wie Lere- boullet von den Anneliden trennen und mit den Zoophyten vereinigen. H. Frey und R. Leuckart theilen in ihrem „Lehrbuch der Ana- tomie der wirbellosen Thiere" (zweiter Theil des „Lehrbuchs der Zootomie" von R. Wagner. 2. Aufl. Leipzig 1847. pag. 268) die Klasse der Vermes in folgende Unterklassen und Ordnungen: nach Burmeister, Erichson, DujarcUn, Frey, Blandiard, Leuekart. 219 1. Unterklasse. King-ehvürmer, Aiiuelides. 1. Ordnung. Borstenwünner, Cliaetopodes. 1. Unterordnung. Eückenkiemer, Dorsibranchiati. 2. „ Kopfkiemer, Capitibranchiati. 3. „ Kieinenlose AVürmer, Abranchiati (Oligocliaeten). 4. ,, Tardigraden, Tardigradi. 2. Ordnung. Cxlattwüriner, Apodes (Hirudinei). 2. Unterklasse. Strudehvürnier, Tiirbellarii. 3. Ordnung. Nemertinen, Nemertini. 4. „ Plattwürmer, Planariae. 3. Unterklasse. Räderthieie, Rotatorii. 4. „ Eiiig-eweitkMvünuer, Helmiiitlies s. Entozoa. 5. Ordnimg. Rundwürmer, Nematoides. mit den Gordiaceen. (5, „ Hakenwürmer, Acautliocephali. 7. „ Saugwürmer, Trematodes. 8. „ Bandwürmer, Cestoides mit Eiuschluss der Blasenwürmer (Cystici). Auf Grund besonderer Studien „Recherches sur Torganisation des vers" (Annales des sciences naturelles. Tom. VII. 1847. pag. 87) kommt E. Blaiicharcl zu einer neuen Eintlieilung der unsegmentirten Würmer: 1. Auevormi, "Würmer ohne Nervenschluudriug ; Trematoden und Plauarien 2. Cestoides, denen die Cystica, weil sie nur unentwickelte Bandwürmei' sind, angeschlossen werden. 3. Helminthes mit Nematoden, Gordiaceen und Acautliocephalen. 4. Nemertini. 5. Pentastonien. In dem berühmt gewordenen Werke K. Leuckart's „Ueber die Morphologie und die Verwandtschaftsverhältnisse der wirbel- losen Thiere'' (Braunschweig 1848. pag. 44) theilt der Autor die Würmer in vier Klassen: 1. Aunelides mit Nematoden, Lumbriciuen und Branchiaten. 2. Ciliatia mit Eotatorien und Bryozoen. 3. Apodes mit Nemertineu, Turbellarien , Trematoden uml Hirudinecri. 4. Anenterati mit Acanthocephalen iiud Cestoden. Eine Aenderung nahm derselbe bald selbst vor (Berieht über die Leistungen in der Naturgeschichte der niederen Thiere während der Jahre 1848—1853 im Archiv für Naturgeschichte. 20. Jahrg. II. Bd. Berlin 1854. pag. 307), indem er die Anenterati aufgab, weil die Cestoden in die Nähe der Trematoden, also zu den Apodes, die nun Piatodes heissen, gehören und die Acanthocephalen durch die Gordiaceen mit den Nematoden ver- bunden werden; zwischen Nematoden und Lumbricinen gehören ferner die Gephyrea Quatrf. und tSagitta bildet eine eigene Gruppe (Chae- tognathi Lt.). Das System ist also folgendes : 1. Annelides mit A. branchiati, lumbricini, Gephyi-ei, Chaetognathi und Nema- todes incl. Acanthocephali. 2. Piatodes mit Hirudinei, Turbellarii incl Nemertini und als Anhang IchtJiydmi, Ti'ematodes und Cestodes. 3. Ciliati mit Eotifera und Bryozoa. 220 System der Wiinner In den späteren Berichten bleibt die Anordnung ziemlich dieselbe, statt Annelides branchiati und lunibriciui wird Chaetoi)odes gesetzt, die Nematoden erhalten eine mehr .selbstständige Stellung und die Ciiiati kommen vor die Platoden. Von den Cuvier'schen Articulata trennt E. 0. Schmidt (Handbuch der vergleichenden Anatomie. Jena 1849. pag. 13 ff.) die Ringel- wiirmer als besonderen Typus ab, weil die Segmentirung eine homonome ist, weil ihnen Chitin fehlt und sie endlich keine gegliederten Extremitäten besitzen; ihnen folgen die Rotatorien, deren Stellung zweifelhaft ist, dann die Eingeweidewürmer, welche „durch allgemein gültige mor- phologische und anatomische Merkmale kaum zu bezeichnen" sind, und die Strudelwürmer (mit Nemertinen); die Sipunculoiden werden unter den Holothurien erwähnt, aber als Uebergang zu den Würmern aufgefasst. Von ganz anderen Gesichtspunkten geht A. de ^iiatrel'ages aus; er glaubt die Schwierigkeiten, welche sich bei der Eintheilung der Würmer ergeben, durch Bildung zweier Reihen lösen zu können, deren Glieder in jeder Reihe eine wahre Verwandtschaft hätten, mit denen der andern aber eine Aehnlichkeit aus Analogie haben könnten ; es werden demnach unterschieden : 1. Vers dioiques. Annelides. Rotateurs. Gephjaiens. Malacobdelles. Miocoeles. Nematoides. 2. Vers monoiques. Bdelles. Tiu-bellaries. Cestoides. Erytremes it (= Lombrines). (Journal de l'Institut. 1849. No. 816. pag. 267 und später im „Memoire sur la famille des Polyophthalmiens" [Annales des sciences natu- relles, part. zoologique. o. serie. Tome XIII. Paris 1850. pag. 7.]) Dieser Eintheilung schliesst sich P. J. van Beiiedeii in seinen „Re- cherches sur la faune littorale de Belgique, les vers cestoides'' (Memoires de FAcademie des sciences et des lettres de Bruxelles. Tora. XXV. 1850. pag. 183) und noch später in seiner „Anatomie comparee" an (Bruxelles 1852—1854. pag. 312). Classe des Vers. 1. Vers (lioiqucs. Aphrodite Errantes ■ Nereide Glycere Ampliitrite Annelides Tubicoles - Serpiile Terebelle Lombric Terricoley ■ Nais EcMure "2. Vei'S monoiques 4 Sangs ue Hirudinees I Geobdelle ou Bdellaires \ Brancliiobdello Mono- j I Iclitliyobdelle cotylides ] [ Malacobdelle Bdello- ) Heterobdelle niorphes | Epibdelle Tristoine nach Sf'lniuilf, Quatrefages , Beneden, Hoeven, Diesing, Vogt. 221 Siponculides .... |Sipo"cle I C'haetoderma l'Ascaris M' . • 1 Filaire Noraatoides .... old, der die Helminthen als eigene Klasse betrachtet, ihnen allerdings die Turbellarien zutheilt (Entozoa, an introduction to tbe study of helmintho- logy etc. London 1864.) und von Fr. Küclieiimcister noch heute! C. Grcgeiibaiir meint in seinen „Grundzüge der vergleichenden Anatomie" (Leipzig 1859. pag. 134 ff.), dass der streng bilaterale Typus eine Anzahl von Thierklassen zu der grösseren Abtheilung Vermes ver- einigt und diese besonders gegen die zunächst stehenden unteren Ab- theilungen der Coelenteraten und Echinodermen abgrenzt. Durch die selbst individuell variable Zahl der Segmente und durch deren Homonomie unter- scheiden sich die höhereu Würmer wesentlich von den Arthropoden, ob- gleich letztere aus den Annulaten sich herausgebildet haben. Trotzdem sei eine Trennung der Arthropoden von den Anneliden vorzunehmen, man müsste sonst auch die Mollusken, die ,,in gewissen Abtheilungen (Gastero- poden) zu den Würmern (den Plattwürmern) nahe verwandtschaftliche Beziehungen besitzen", ebenfalls den Würmern anreihen. Die ange- nommenen Klassen der Würmer sind folgende (in umgekehrter Reihenfolge): Classis Ordo ( Branchiata { "^'^S^^^^^ I l Tubicolae 1. Annulata } Scolecina : Lumbricus, Chaetogaster, Nais, Enchytraeus Suctoria : Hirudinei l Gephyrea 2. Oestelniinthes : Sagitta *&-^ f Nematoidea ( ^^^'^^'^^^ 3. Nemathelminthes{ l Nematodes [ Acanthocephala 4. Platyelmintlies f Turbellaria < [ Dendrocoela i Ehabdocoela ( «l^y^chocoela (Nemertmen) J l Arhvuchia Trematoda Cestoda nach Carpenter, GegcnLaiu-, Carleer, Caras, Ehlers, Schneider. 225 Auf Carleer's: Examen sur les princip. classific. adoptees par les zoologistes (Mem. cour. extr. des Annal. Univ. Belgique. Bnixelles 1861) braucht nicht näher eingegaugen zu werden, da der Autor schliesslich nur van Beneden's Anschauungen reproducirt und die systematisch zweifelhaften Thiere in einem Anhang abmacht. J. V. Carus und C. E. A. (xerstäcker definiren die „Vermes^' in ihrem „Handbuch der Zoologie" (IL Bd. Leipzig 1863. pag. 422) wie folgt: „Thiere mit seitlich symmetrischem, gestrecktem, plattem oder cylindrischem, meist weiclihäutigem Körper, ohne oder mit homonomer Gliederimg, an welcher dann alle Systeme Theil nehmen; ohne Bewegungsorgane oder mit Borsten oder Saugnäpfen. Centraltheil des Nervensystems ein praeorales Ganglion oder Ganglien- paar mit sich daran schliessenden seitlichen, liäufig in der Mittellinie der Bauch- fläche sich vereinigenden Längsstämmen. Mund bauchständig; Darm afterlos oder mit meist rückenständigem After. ■ Gefässsystem zuweilen geschlossen , zuweilen doppelt; stets ohne schwellbare locomotive Anhänge." AVeiterhin wird hervorgehoben, dass die Würmer keinen den Mollusken oder Coelenteraten u. s. f. gleichwerthigen besonderen Typus repräsentiren, sondern nur Formen jener Keihe bilden, die in den Arthropoden ihren Gipfelpunkt erreicht. Die angenommenen Klassen sind folgende: 1. Annulata 2. Gephyi-ea. 3. Chaetognatha. 4. Nemathelminthes 5. Platyelminthes Polychaeta, Onychophora, incl. Acanthocephali. (Tui-bellaria, Tre- Oligochaeta, Discophora. matodes, Cestodes). Die Kotatorien stehen als Anhang bei den Arthropoden. E. Ehlers (Die Borstenwürmer, Annelida chaetopoda. I. Leip- zig 1864. pag. 1) spricht sich über die Begrenzung des Wurmtypus aus; er kann Rotatorien und Bryozoen nicht den Würmern einreihen, noch weniger die Brachiopoden (Steenstrup) oder die Chitonen (Milne-Edwards) oder die Echinodermen. Peripatus könne man, vielleicht mit den Tardi- graden zusammen, als besondere Klasse den Würmern zufügen. Die Diagnose für Vermes lautet: „Würmer sind skeletlose, bilateral gebaute Thiere, deren Körperwandung ein selbständiger, die gesammten Eingeweide bergender Hautschlauch ist, der im Wesentlichen aus einer Cutis und darunter gelegenen Muskelschicht besteht und als hauptsächhchstes Werkzeug der Bewegung dient". Folgende Klassen werden unterschieden : Annelida Sav., Gephyrea Qfgs., Nematoda Rud., Nemertina M. Schultze, Turbellaria, Ehrb. s. str., Trematoda Rud., Acanthocephala Rud. und Cestoda Rud. Ant. Schneider benutzt als Princip bei der Eintheilung der Würmer den Bau der Leibesmusculatur; an die bekannten Verhältnisse der An- ordnung der Muscularis bei Nematoden schliesst sich Sagitta derart an, dass man sie als Nematoden betrachten könnte, wenn nicht eine Reihe von Eigenthümlichkeiten die Beibehaltung einer besonderen Ordnung Chae- tognatha rechtfertigte; auch die borstentragenden Ringelwürmer haben eine Längsmuskelschicht, welche wie bei den coelomyaren Nematoden gebaut ist, und so werden diese drei Gruppen zu einer Klasse: Nemathel- Broun, Klasseu des Thier - Reichs. IV. 1. 15 226 System dpv Wiinner ininthes (mit Nematoidea^ Chaetognatha und Cbaetopliora) vereinigt. Anders gestalten sieb die Verhältnisse bei Acantbocepbalen und Gepbyreen, deren Muskelschicbten ein ununterbrochenes Netzwerk von dicken Cy- lindern und Eöhren darstellen ; beide gehören zu einer zweiten Klasse : Rhynchelminthes. Die dritte Klasse endlich, die Platyclminthes^ umfasst die Trematoda, Hirudinea, Onychophora, Cestoidea, Dendrocoela und Rhabdocoela (üeber die Muskeln der Würmer und ihre Be- deutung für das System in: Archiv für Anatomie, Physiologie und wissenschaftl. Medicin von Reichert und Du Bois-Reymond Jahrg. 1864. pag. 590—597). In der 1866 erschienenen „Monographie der Nematoden" behält Sclmcider dieses System bei, nur werden die Rhynchelminthes zu den Nemathelminthes gestellt, daher nur zwei grosse Gruppen der Würmer gebildet und bei den Plat^-elminthes zwei Untergruppen unterschieden. 1. yematlieliniiitlies. Haut- und Muskelgewebe des Loibossclilauclips in z^Yei Sclüchten getrennt. J. Mvislceln des Leibesschlanclies entweder eine Scbicht von Längsfasci-n oder zwei Schichten, eine äussere von Quer- und eine innere von Liingsfasern bildend; im letzteren Falle sind immer Seitenfelder vorhanden. a. Ungegliederte. Nur Längsfasern vorhanden. Nematoidea. Chaetognatha. b. Gegliederte. aa. Xur Längsfasern vorhanden. G y m n 1 m a (Ramphogordius\ bb. Längs- imd Querfasern vorhanden. Chaetopoda. TT. Muskeln des Leibesschlauches eine innere Längs- und äussere Querfasersclüclit bildend; Seitenfelder fehlen. Acanthocephala. Gephyrea. 2. Platvelininthes. Muskelfasern in das Hautgewebe eingebettet. Längs-, Quer- und Sagittalmuskelfasern bilden ein Muskel- gerüst. I. Schiefgekreuzte Muskelfasern vorlianden. Treiuatoda. Dendrocoela. Hirudinea. Onychophora. TL Schiefgekreuzte Muskelfasern fclilcn. Cestoidea. Rhabdocoela. In einer späteren Arbeit (Untersuchungen über Piathelminthen in : 14. Jahresber. der oberhessischen Gesellsch. f. Natur- und Heilkunde. Giessen 1873. pag. 54—65) giebt Schneider den Typus Vermes auf lind erhebt die beiden Unterabtheilungen Nemathelminthes und Platyel- minthes zu eigenen, den Coelenterata, Arthropoda, Mollusca, Vertebiata etc. nach Solmoider. 227 g'leichwci'tbigeu Typen. Die Eotatorien stellen die eingliedrige Form der Arthropoden dar, Tiinicata und Bracbiopoda bleiben unberücksichtigt. Des Weiteren wird ausgeführt, dass ein Typus in einer Stammform und in einer Geschlechtsform auftreten kann und beide entweder einfach oder segmentirt sein können. Das nun sich mit Berücksichtigung der Musculatur ergebende System weicht von dem vorhergehenden in vielen Punkten ab : ^emathelmiiitlies. T. Stammform (Lobocephala). Muskelliaiit aus Längsfaseru bestehend. An jedem Ende des Körpers eine Oeffnung, dor- sale und ventrale Seite verschieden. Exoretionsgefässe, wenn vorhanden, nn verästelt, aus zwei seithchen Hauptstämmeu bestehend. A. Einfache Form: Hauptstämme des Xervensystems dorsal nnd ventral gelegen, keine Blutgefässe. a. Nur eine dorsale Medianlinie vorhanden: Gordiacea. b. Dorsale und ventrale Medianlinien und Peitenfelder vorhanden; innere Quermuskeln auf der ventralen Seite an beschränkten Stellen. 1. Mund ohne Kiefer: Ncmatoidea. 2. Mund mit Kiefer: Chaetognatha. B. Segmentirte Form: Seitenfelder, Bauch- und Eiickenlinie. . Innere Quer- muskeln von der Bauchlinie zum Seitenfeld. Hauptstamm des Nervensystems ventral. Blutgefässe kommen vor. a. Keine Borsten, äussere Quermuskehi fehlen: Gymuotoma iPolygordius). b. Borstenbündel, äussere Quermuskeln A'orhanden: Chaetopoda. II. Generationsfoi'm i Ehynchocephala) Muskelhaut aus äusseren Quer- und inneren Längsfasern bestehend, keine Medianlinien, keine Seitenfelder. Blutgefässe kommen vor. A. Darmkanal hufeisenförmig, Mund und After genähert. a. Yermehrung durch Knospung: Bryozoa. b. Keine Knospung: Sipiinculidea. B. Darmkanal gestreckt. a. Ohne Mund und After: Acanthocephaia. b. Mit Mund iind After: Priapulus, Halicryptus, Boncllia, Echiurus, Sternaspis. Platlielmiiitiies. I. Stammform. Mnskelhaut aus Bing-, Diagonal-, Längs- und Sagittalfasern zusammengesetzt. Längs- faserschicht ohne Unterbrechung, Excretionssystem verzweigt, an einzelneu Stellen bewimpert. A. -Einfache Form: Hermaphroditisch, keine Blutgefässe, Hauptnervenstämme seitlich. a. Epithel vergänglich: Trematoda. b. Epithel bleibend und wimpernd: Planaridea. B. Segmentirte Form: Blutgefässe vorhanden. a. Eüssel in den Mund sich öffnend, mit KaUistilet bewaffnet, Nervensystem mit zweiseitlichen Hauptstämmen, Haut- und "Wimpereinthel: Poliadea (Polia, Borlasia). h. Saugscheibe am Hiuterende. 1. Nervensystem mit zwei seitlichen Hauptstämmen : Malacobdella. 2. Nervensystem mit einem ventralen Hauptstamme: Hirudinea. c. Segmente mit Füssen: Onychopliora. 15* 228 System der Würmer n. Generationsform. Muskelliaut aus einer äusseren, dünnen QuerlängsschicM, inneren Längs-, Ring- und Sagittalfasern zusammengesetzt. Hauptnervenstämme seitlich. A. Epithel vergänglich, kein Darm, keine Blutgefässe. Hermophroditen : Cestoidea. a. TJnsegmentii-t : Caryophyllaeus, Amphiptyches?. b. Segmentiii. 1. Kopf abgerundet, ohne Auszeichnung: Ligula. 2. Kopf mit Sauggruhen. aa. Ohne Rüssel : Dibothrium, Triaenophorus, Solenophorus, Tetra- bothrium. bb. Mit vier Rüsseln: Tetrarhyncluis. .3. Kopf mit Saugnäpfen: Taenia. B. Epithel bleibend. a. Kein Rüssel, Excretionssystem vorhanden: Rhabdocoela. b. Ein von der Rückseite der Mundhöhle entspringender, kiu'zer Rüssel: Bipalium, Dinophilus. c. Ein auf der Mitte des Kopfes hervorsti-eckbarer Rüssel ohne Stilet. 1. Keine Kopfspalten. aa. Excretionssystem vorhanden, keine Blutgefässe: Prostomea. bb. Excretionssystem fehlt, Blutgefässe vorhanden: Cephalothrix. 2. Kopfspalten vorhanden, kein Excretionssystem. aa. Blutgefässe fehlen: Stenostom um. bb. Blutgefässe vorhanden: Nemertes. Zu diesen Anschaiuing-en hat derselbe Autor uoch Verbesserungen hinzu- gefügt (Neue Beiträge zur Kenntniss der Plathelmiuthen in: Zoo- logische Beiträge, herausgegeben von A. Schneider. I. 1883. pag. 116), aus denen wir nur die veränderte Stellung der Rhabdocoelen erwähnen, die wegen ihrer Mnsculatur zur Stammform gehören; Branchiobdella ist keine Hirudinee, sondern wie Polygordius ein borstenloser Nemathelminth. Zur chronologischen Reihenfolge wieder zurückkehrend, wäre Ernst Haeckel zuerst zu erwähnen; derselbe schliesst (Generelle Morpho- logie der Organismen, IL Bd. Berlin 1866. pag. 409) bekanntlich die Protozoa excl. Infusoria von den Thieren aus und vereinigt die beiden Kreise Vermes und Arthropoda zu einem Kreise Articulata, weil die Würmer nur niedere Entwicklungsstufen des Arthrnpoden-Typus darstellen. Nach dem Stammbaum der Articulaten (1. c. Taf. V.) unterscheidet der Autor unter den Würmern drei Gruppen: 1. Anneiida mit Chaetopoda und Drilomorpha (Oligochaeta), 2. Scolecida mit Nemathelminthes (Nema- toda, Chaetognathi) und Rhynchelminthes (Gephyrea, Acanthocephala) ; und 3. Platyelminthes mit Turbellaria iucl. Nemertina, Onychophora, Hirudinea, Trematoda und Cestoda. Die Rotatorien stehen zwischen Vermes und Arthropoda. In der „Natürlichen Schöpfungsgeschichte" (Berlin 1868. pag. 402 ff.) wird aber doch wieder ein Phylun Vermes und noch dazu in anderem Umfange als 1866 angenommen; vergleiche die: Systematische Uebersicht der vier Hauptklassen des Würmerstammes. T TT ■• f 1 T c • n ■ f 1- üriufusorien Ai'chezoa 1. Lrwurmer ) I. Infusiousthierc ..,..,, 1 ,j f . . { 2. A> imperintusorien . . . Gmata Archelmiuthes l (Infusoria) ) ., .^ . y 3. btarrinfusorien .... Acmetae nai'li Ifaeckel. Claus. 229 IL Weichwürmer Scolecida 2. riattwürincr (Platvclmiutlios) Eundwürmer 4. Strudelwünncr .... Tiu-bellaha 5. Saiigw'ünner Ti'ematoda (i. Baudwünnor Cestoda 7. Egel Hirudinea 8. Krallemvüi'mer .... Onychophora 9. Scimurwürmer .... Nemei'tiiia ( 1 0. Pfeilwürraei- Chaetoguatlii ,T,T ,, 1 • ,, v| 11. Fadenwürmer Neniatoda (Nemathclmiiithes)l ,^ , .. . ^, , , 112. EJ-atz wurmer Acanthocepnala in. Sackwürmer Hiinatega IV. Gliedwüriner Colelmintlies ] l ■J. Moosthiere (Bi'j'ozoa) .5. Mautelthieie (Tunicata) (i. Stern-würmer (ücpliyreal 7. Kingcl Würmer (Annelida^ S. Eäderwüriuer (Rotatoria) {; 13. Moosthiere ohne Kragen . Gymnolaema 14. Moosthiere mit Kragen . Pliylactolaema 15. Seescheiden Chthonascidiae 6. Seetonnen Nectascidiae f 17. Borstenlose Sternwürmer . Sipunculida \ 18. Borstentragende Sternwürmer Echinrida 119. Kahlwürmor Drilomorpha 20. Borstenwiirmer .... Chaetopoda 21. Bärwürmer Arctisca 22. Räderthiero Rotifera C. Claus: Grundzüge der Zoologie (Marburg und Leipzig 1868) uinimt einen Typus Verraes an: „seitlich symmetrische Thiere mit unge- gliedertem, geringeltem oder gleichartig (homonom) segmentirtem Körper, ohne gegliederte Segmentanhänge (Gliedmaassen). Der Embryo bildet sich in der Regel durch Umwandlung des gesammten Dotters ohne vor- aus angelegten Primitivstreifen". Die Klassen sind: IV. Rotatoria. III. A n n c 1 i d e s II. Nematelnüa Gephyrea, Chaetopodcs, Hirudinei. I. Nematoidea, Acanthocephali. Sagitta als Anhang. riatvclmia Turbellaria, Trematodes, Cestodes. In der vierten Auflage der ,, Grundzüge etc." (Marburg und Leipzig 1880, pag. 375) lautet die Diagnose von Vermes: „seitlich sym- metrische Thiere mit ungegliedertem, geringeltem oder gleichartig seg- mentirtem Körper, mit seitlichen Excretionskanälen, ohne gegliederte Segmentanhänge". Hier, vrie schon in früheren Auflagen Vfird darauf hingewiesen, dass es für den Wurmtypus kein exclusives Merkmal von fundamentaler Bedeutung giebt, dass zu den Würmern eine bunte Ge- sellschaft von Formen gehört, für die ein gemeinsamer, phylogenetischer Ausgangspunkt bisher nicht ausfindig gemacht werden konnte; trotzdem wird von Claus der Typus beibehalten. Die Zahl der Klassen ist wegen Trennung der Gephyrei von den Anneliden und Hinzufügung der Ente- ropneusta (Balanoglossus) auf sechs gestiegen; es sind: G. Enteropneusta. 5. Annelides {ninrdiLf ' i^'aete. 4. Gephyrei. 3. Rotatoria. 230 System der Ayürmer 2. Xematht'lmiü tlies 1. Plathelmiiithes I Nematodes lAcanthocephali. Nemertini Tui-bellaria Trematodes Cestodes. ^Trei: [Cest Als Anhang- der Nematoden werden angeführt die Desmoscole- ciden, Chaetosomiden und C h a e t o g- n a t h e n , als Anhang der Rotatorien die Echinoderiden und Gastrotricha; für Phoronis wird die Gründung einer besonderen Ordnung der Gephyreen (Gephyrei tubicoli) vorgeschlagen; Chaetoderma und Neomenia seien zu den Mollusken zu verweisen. Dieses System hat Claus in der vierten Auflage des „Lehrbuch der Zoologie'' (Marburg und Leipzig 1887) etwas raodificirt; da die Enteropueusta als Anhang bei den Holothurien stehen und die Gephyrei wieder als Ordnung bei den Anneliden rangiren, beschränkt sich jetzt die Zahl der Klassen auf vier, nämlich : 4. Rotatoria, im Anhang Ecliinoderidae und Gastrotncha. 3. Annelides Hirudinei. < Gephyrei. Chaetopoda /P«ly^l;'^«ta. * lOugochaeta. 2. Nemathelminthes |Nematodes, im Anhang Chaetognathi. lAcanthocephali. ["Xemertini. ^, , , , . ,, Cestodes. 1. Platyhelminthes /n I Trematodes. Tm'bellaria. In der zweiten Auflage seiner „G r u n d z tt g e der vergleichenden Anatomie" macht C. Gegenbaur folgende Bemerkungen zu Vermes: Diese Gruppe ist als eine Ausgangsgruppe anzusehen, von welcher Dif- ferenzirungen in andere Kreise überführen ; „soweit sie aus der gegen- wärtigen Periode uns bekannt vorliegt, enthält sie daher weniger in einen gemeinsamen Typus abgeschlossene und auseinander ableitbare Reihen von OrganisatioDszuständen, als unter sich nur in geringem Maasse ver- bundene und zuweilen sogar vollständig isolirte Formen, Keine Abtheilnug führt leichter zur Einsicht in das Verhältniss der gegenwärtigen Entwick- lungsperiode thierischer Organismen als die der Würmer". — Innerhalb der Reihe der Würmer unterscheidet Gegenbaur zwei grosse Gruppen: ungegliederte und gegliederte AVtirmer; bei letzteren kann die Gliederung nur den Hautmuskelschlauch oder auch die inneren Organe befallen ; demgemäss werden folgende Klassen unterschieden : Anuulata mit Chaetopoden, Drilomorpha (Ohgochaeta) und Hirudinca. Onychophora. Gephyrea "sdelleicht mit Acanthocephala. |Tunicata. E n t c r p n e u !:; t i . IEo tator i a. G _. M I CD P^ nach Claus, Gegenbaiu', Harling. 2Si i i^ (B r y z a. l^'K S jCliaetognatlii. c^'^^ |i!^^emathelmintlies mit Nematoden, Gordiaceen. ^ '^ iPlathelminthes mit Nemertini, Cestodes, Trematodes und Turbellaria. Den Plattwiinnern, speziell den Turbellarien werden Ichtbydium und Chaetonotus angereiht, während Echinoderes und T u r b a n e 1 i a als Zwischenform zwischen gegliederten und ungegliederten Würmern be- trachtet werden. Doch auch diese Eintheilung hat (xeg-eul)aur später nicht unwesent- lich geändert (Grundriss der vergleichenden Anatomie, 2. ver- besserte Aufl., Leipzig 1878, pag. 133): IX. Aunulata YIII. Gephyrea Vn. Euteropneusta. YL. Eotatoria. Y. Bryozoa IV. Acauthocepliali. III. Chactognathi. 11. Xematlielmintlies Cliaetopoda iT^^bicola. lA agautia. ■*&••' ' Oüffochaota fHaliscolecina (Polyoplithalmus, Capitella) IScolecina (Lumbricus etc.) iHirudinea. fCüaetifcri. lluermes. (Gymnolaema. I Phvlactolaema. I. Platvelmintlies IGordiacea. INematodes. TNemertina. I Cestoda. j Ti'ematoda. l_Turbcllaria. Zu den Annulata werden als sehr divergente Formen gerechnet Tomopteris, Myzostoma und Polygordius; Neomenia und Chaetoderma bilden eine besondere, den Abtheilungen der Würmer beizuzählende Gruppe, für die der Name Soleiiogastres vorgeschlagen wird (Claus hat sie unter diesem Namen bei den Mollusken !) Im Uebrigen wird Vollzähligkeit in Bezug auf Heranziehung isolirter Gattungen nicht bezweckt. P. Hartiiig- (Leerboek von de grondbegins. d. Dierkunde in har. geheelen omvang 186i^'/70) tlieilt die Würmer in Hohl- und Voll- würmer (Coelelmia und Plerelmia), die ziemlich mit Rund- und Platt- würmern zusammenfallen, nur dass zu den ersteren (Nematodes und Pterhelminthes= Chactognathi) noch die Gastrotrichae (Ichthydinen) hinzu zu zählen sind, während Onychophoren und Enterobranchia (= Enteropneusti) selbständige Ordnungen zwischen den Gephyrei und Acanthocephaleu bilden. C. CA. tfiebel „weist unter Darlegung des Organisationsplanes^' und Uer Entwickelungsgeschichte nach, dassCestoden und Echiuorhy neben 232 System der Würmer „ihre natürliche Stellung nur zwischen den Protozoen und Coelentei aten haben"; „ihre Unterordnung unter die Gliederthiere und im Besonderen unter die Würmer, beruht nur auf oberflächlichen Beziehungen, nicht auf einer Verwandtschaft der inneren Organisation" (Correspondenzblatt des naturwiss. Vereins für die Provinz Sachsen und Thüringen in Halle 1871 No. X und XI, auch : Zeitschrift f. d. gesammten Naturwissenschaften red. V. CG. Giebel. N. F. 1871. Bd. IV. Berlin 1871, pag. 384.) Aenderungen seines früher gegebenen Systemes der Vermes hat auch 0. Schmidt vorgenommen; derselbe definirt (Handbuch der ver- gleichenden Anatomie, 6. Aufl. Jena 1872, pag. 88) die Vermes, deren „Herkunft von den Infusorien, klar vor Augen liegt", folgender- massen: „bilaterale Thiere, mit deren Hautbedeckungen ein die Haupt- bewegungen besorgender Muskelschlauch unmittelbar verbunden ist." Eintheilung : Vii. Cliaetopoda mit Polycliaeta (Dorsibrauclüa imd Capitibrancliia) iiud Oli- gocliaeta. VI. Rotatoria mit 4 Familien. V. Bryozoa mit Phylactolaemata uud C4ymuolaemata. IV". Gephyrea. in. Acanthocepliala. n. NematlLelminth.es incl. Gordiacei. I. Plathelmintlies mit Hii-udinacea, Cestodes, Trematodes imd Turbellaria. Von den isolirten Formen „nähern sich" Peripatus den Hirudiueen, Sagitta und Echinoderen den Nematoden, Ichthydinen den Tur- bellarien und Rotatorien, Myzostomum und Tomopteris den Chae- topoden. In der achten Auflage des genannten Handbuches (Jena 1882, pag. 70) ist diese Eintheilung beibehalten worden, jedoch werden die Brachio- poda als VIII. Klasse der Vermes aufgestellt uud unter den isolirten Formen ausser den schon erwähnten angeführt: Balanoglossus, sich nähernd den Gliederwürmeru, Phoronis vielleicht Gephyree und Neo- menia mit einem? versehen. Nach Ludwig K. Sclimarda (Zoologie. Wien 1871, I. Bd.) zerfällt die Division Vermes in folgende 6 Klassen : Tl. Cliaetopoda mit Onycliophora, Gymnocopa, Notobraiicliiata, l'eplialobraiichiata uud Abraucliiata ; letztere Ordnung umfasst neben Üligocliaeten noch die Ichthydinen, Polyophthalmus, Maldania und Chaetopterus. Anhang: Polygordius. V. Gephyrea mit G. armata und inermia. Anhang: Chaeto derma. rV. Rotatoria. rU. Nemathelmia mit Nematodes, Chaetognathi, Gordiacei, Acanthocephah iind Gregarinae. n. Cotylidea mit Hirudinea, Ti'ematoda. Anhang: Myzostoma und Cestoidea. I. Turbellaria mit Nemertidea, Rhabdocoela. Dendrocoela. Anhang: Balanoglossus. uaeü öcliuiidt, Suhiuarda, Hkeckel, Huxley. 23o Die zuerst von Kowalewsky 1871 aiil' die Wirbellosen übertragene Keimblätterlebre macht sehr bald nach ihrem Auftreten ihren Einfluss auch auf die Systematik geltend, obgleich es ja nicht als neu zu bezeichnen ist, dass die Ergebnisse der Entwickelungsgeschichte eine Rolle in syste- matischen Fragen spielen; aber von nun ab gewinnt die Entwickelungs- geschichte eine immer grössere Bedeutung, obgleich zahlreiche Irrthümer auch hierin zu verzeichnen sind. Was nun Würmer anlangt, so theilt E. Haeckel dieselben je nach dem Mangel oder Besitz einer Leibeshöhle (Coelom) in zwei grosse Gruppen; den niedersten Würmern, Acoelomi fehlt die Leibeshöhle noch gänzlich (Plathelminthes) ; sie tritt erst bei den höheren Würmern, Coelo- mati auf und vererbt sich von da auf alle vier höheren Thierstämme, d. h. auf Echinodermata, Arthropoda, Mollusca und Vertebrata (Die Kalk- schwämme, I. Bd. Berlin 1872, pag. 468), welche Ansicht noch 1877 (Biologische Studien. II. Studien zur Gastraeatheorie. Jena 1877, pag. 55) denselben Ausdruck in einem monophyletischen Stammbaum des Thierreicbs fand; es gehören zu den Acoelomi = Vermes I die Plathel- minthes und die Archelminthes, letztere die Stammform, welche sich direct durch den hypothetischen Prothelmis, Urwurm, von der Gastrula ableiten lasse (Natürliche Schöpfungsgeschichte, 4. Aufl. 1873). Als Coelo- mati = Vermes II werden angeführt die Nemathelminthes, Bryozoa, Tunicata, Rhynchoeoela, Gephyrea, Rotatoria und Annelida. Auch Th. H. Huxley spricht der Entwickelungsgeschichte eine Be- deutung bei der Classification zu, sieht aber von phylogenetischen Ge- sichtspunkten ab, weil diese ohne palaeontologische Begründung nur zu uuerwieseuen und unbeweisbaren, deshalb rasch wechselnden Aufstellungen führen könnten. Das Eintheilungspriucip bildet das Verhalten des Urmundes und so werden die Würmer im weiteren Sinne in verschiedene Abtheilungen gebracht, mit anderen Worten, aufgelöst; Tiirbellarien, Trematoden, Nematoden, Oligochaeten, Hirudineen, Rotiferen und viel- leicht auch Gephyreen bilden als Scolecimorplia mit den Coelente- raten eine Gruppe, bei der der Urmund persistirt; eine andere Gruppe — Deiiterostoniata, bei denen der Urmund durch eine Neubildung an andrer Stelle ersetzt wird — zerfällt nach der Entstehung der Leibeshöhle in drei Untergruppen: a)Schizocoela (Polychaeta, Arthropoda und Mollusca), b) Enterocoela (Echinodermata, Enter opneusti, Chac- tognathi, Brachiopoda und Polyzoa?) und c) Epicoela (Tuni- cata und Vertebrata) (on the Classification of the animal King- dom in Journ. Linnean Society. London. Tom. XII. 1875, pag. 199 — 227). Ganz anders denkt derselbe über die Classification der Würmer in ,, Grundzüge der Anatomie der wirbellosen Thiere" (autoris. deutsche Ausgabe von J. W. Spengel, Leipzig 1878, Cap. XII, pag. 581 bis 610). Zwar wird auch hier eine grössere Abtheilung oder Typus Vermes nicht anerkannt, aber die Vertheilung der einzelnen Würmergruppen ist eine andere geworden: als Anneliden werden zusammengefasst die 234 System der "Wiirniei' Polychaeten, Oligocbaeten, Hirudineeii, Gephyreeii und viel- leicht auch Myzostomen, als Triclioscoliccs die Trematoden, C e s 1 d e n , T u r b e 1 1 a r i e n und R o t i fe r e n , als Nematoscolices die Nematoden, als Malacoscoliccs die Bryozoa und Brachiopoda und als Pharyiigoimeusti die Tunicaten und Eiiterop neusten. Malacobdella verbindet Turbellarieu und Tremaloden sehr nahe, Poly- gordius scheint eine Uebergangst'orm zwischen Turbellarien und Poly- chaeten, während die Rotiferen in mancher Hinsicht Larvenformen der Polychaeten und der Gephyreen darstellen; die Nematorhy neben, d. h. Gastrotricha, Echinoderes etc., sowie die Rotiferen vermitteln zwischen Trichoscolices und Nematoscolices, gehören aber wohl eher zu den letzteren. Die Chaetognathen sind wohl als eine selbständige Abtheilung auf- zufassen, wofür die Besonderheit ihrer Entwickelung spricht. Besondere Schwierigkeiten machen die darmlosen Formen: Acanthocephalen, Cestoden und Dicyemideu, deren Darmlosigkeit nicht einfach durch eine rückschreitende Metamorphose zu erklären sei; Huxley ist geneigt, die Dicyemiden (nach v. Beneden) als Mesozoa zu betrachten und die Cestoden, vielleicht auch die Acanthocephalen als Modificationen desselben Typus anzusehen. Bei dem Bestreben, weitere Beziehungen zwischen den Gruppen der Würmer und denen der übrigen Evertebrata zu finden, kommt Huxley zur Aufstellung von sechs Reihen, die meist mehrere Gruppen nach ihrer näheren Verwandtschaft zusammenfassen; es werden — abgesehen von den Protozoen — unterschieden : I II. III. Zoo phyten reihe Echiuodermenreilie Plüiiyugopneusten reihe Ceelenterata Echinodermata. Enteropneusta, Tunicata. Porifera Physeinaria. IV. y. Aa ]\I a 1 a c z e n r e i h c A u u ii 1 o i d e u r e i h e A r t h r o z o e u r o i h e Mollusca Aunelida Arthropoda Malacoscolices. Trichoscolices Chaetoguatha V Nematoscolices. Damit waren natürlich die Würmer als Typus beseitigt, denn wenn auch hervorgehoben wird, dass alle sechs Reihen nach einer gemeinsamen Form hin (Physemarie, also Gastrala) convergiren, so bedeutet das nichts für die Würmer Besonderes. Während Haeckel und Huxley von der Gastrula ausgingen, nimmt ('. Sempcr die Planulalarve als Ausgangspunkt seiner Gruppirung der Thiere in einem raonophyletischen Stammbaume (Die Stamm esver. wandtschaft der Wirbelthiere und Wirbellosen in: Arbeiten aus dem zool.-zout. Institut in Würzburg. Bd. H. WUrzb. 1875, pag. 59 ff.). Der Gastrula wird nur eine Bedeutung als Stammform für Coelenteraten und Echinodermen gelassen, während allen übrigen Metazoen eine als „ungegliedertes Urnierenthier" bezeichnete wie die Gastrula von der nach Huxley, Sempor. 235 Planula abstammende Urform zukommt. Aus dieser liabeu sieb direct einmal die Scolecida, d. h. Platbelmiuthes excl. Nemeitini und dann die gegliederten Urniercnthiere entwickelt, diese fiibren durch die Proto- mollusca zu Brachiopoda, Bryozoa, Mollusca, Tunicata und Acrania (Amphioxus) und durch die Protannulata zu Nematoden, Rotatorien, Annu- lateu (Nemertini), Arthropoden und Vertebraten. Nachfolgender Staram- baura giebt näheren Aufschluss über die Verwandtschaft der einzelnen Klassen : Fig. 1. JKAcranta mTbmc. :mWrteir. MLtirfAro/K _„ , miHoJL TTBirw/i. O Q / Protoannulafa Protomoüusca gegliederte Urnie penthiere ungegliederte Ur- niercnthiere MEcJun. ECoel, ürmagenthiere Wie raan sieht, Hess Seraper vorsichtiger Weise die Stellung der Hryozoen, Rotatorien und Neraatoden noch zweifelhaft, löste aber im üebrigen den „in allen Lehrbüchern als wesenlosen Schatten spukenden Stamm der Würmer'', der ,,in der That gar keine Be- rechtigung zur Existenz hat'' in vier den übrigen Thierklassen (Typen) glcichwerthige Klassen auf. Ueber die Stellung der isolirten Wurmformen lässt sich Semper nicht näher aus, nur Nemertinen und Enteropneusten wurden einstweilen zu den Anniüaten (i. e. Annelides) gestellt. In der späteren Abhandlung desselben Autors „Die Ver wandt - schaftsbeziehuugen der gegliederten Thiere" (Arbeiten aus dem zool.-zoot. Institut in Würzburg. III. 1876) wird Näheres über die Stamm- forra, das ungegliederte Urnierenthier raitgetheilt, es ist mit der Trocho- sphaeralarve identisch. Diese ist eine freilebende und dem entsprechend hoch orgauisirte Larve, deren Hauptcharacter in dem Gegensatz zwischen Kopf- und Rumpfhälfte, Neural- und Cardialseite liegt. Aus ihr ent- stehen in Folge sogenannter bigeminaler Entwicklung alle gegliederten symraetrischen Thiere und sie verbindet dieselben mit den Scoleciden, 236 System der "Würmer denen niau nun freilich auch die Rotatorieu und vielleicht auch die Nema- toden zufügen muss. Nemertineu und Turbellarien sind aus mancherlei Gründen als Brücken zwischen den segmentirten Anneliden und den un- segmentirten Plattwürmeru zu betrachten. Auch Mc. Crady erklärt die Abtheilung Vermes für eine unnatürliche Gruppe und schlägt vor, die Anneliden und Rotatorien mit den Arthro- poden, die Gephyreen, Nematoden und Plattwürmer mitsammt den Echino- dermen den Coelenteraten einzuverleiben (Observations on the food of Ostrea virginiana with some account of Bucephalus cuculus in : Proceed. Boston Society of natural history. Vol. XVI. Boston 1874. pag. 185 ff.). Während man fast ganz allgemein die Brachiopoden entweder zu den Mollusca stellte oder wenigstens in ihre unmittelbare Nähe brachte, sprechen sich auf Grund anatomischer und entwicklungsgeschichtlicher Studien E. S. Morse („On the systematical position of the Brachio- poda in: Proceed. Boston Society of nat. bist. Vol. XV. 1873. pag. 315 — 371 und „On the embryology of Terebratulina" in: Memoirs Boston Society of nat. bist. Vol. II. pag. 249 — 264) und IV. Kowalowsky („über die Entwicklungsgeschichte der Brachiopoden" in: Protokolle der Moskauer Gesellschaft naturforschender Freunde. Tom. XIV, 1874. pag. 1—37) für die Verwandtschaften derselben mit den Chaetopoden aus; 0. Selimidt (cf. oben pag. 232) fügt sie ebenfalls den Würmern an. Schon 1873 publicirte Ideen, das Thierreich auf Grund der Keim- blätter zu classificiren, führt E. Ray Laiikester nun weiter aus (Notes on the embryology and Classification of the animal kingdom im: Quarterly Journal ofmicroscopical Sciences, Vol.XVII. 1877. pag.399bis 454); auch hier werden die Würmer in folgende Phylen aufgelöst: Platy- elmia mit Ciliata (Turbellaria) und Suctoria (Cestodes, Trematodes), Appendiculata mit Chaetopoda, Rotifera und Gnathopoda = Arthropoda, Gephyrea, Enteropneusta, Nematoidea, Chaetognatha, In einer besonderen Untersuchung über ,,Les faux prineipes bio- logiques et leurs consequences en taxidermie" (Revue scientifique. Paris. 1876. No. 37, 38) kommt A. Criard zu der Ansicht, dass vorzüglich zwei Punkte eine natürliche Gruppirung erschwert hätten, einmal die irr- thümliche Meinung von der specifischen Natur des Molluskentypus, der nur eine unwesentliche Moditication des Annelidentypus sei, und dann die zu starke Betonung der Metanierenbildung; die Würmer sind keine syste- matische Einheit. Unter Zugrundelegung entwicklungsgeschichtlicher Vor- gänge wird von demselben (Classification du regne animal in: Bulletin scientifique du departement du Nord; annee 1878. pag. 2 — 5, 47 — 49, 203—208) folgende Eintheilung proponirt: Neben Vertebrata (incl. Tuni- cata) und Arthropoda (incl. Peripatus) stehen die Gfymuotoca (Mollusca, Annelides -(- Hirudinei, Chaetognathi, ferner Brachiopoda und Ciliata), dann die Neinatelmia (Nematodes, Desmoscolecides, Gordiacei, Acanthocephala und Nematorhyncha), ferner Vermes nach Crady, Lankester, (Jiard, Villot, ßütsohli. 257 (Platyelmia, Dicyemida, Orthonectida) und andere hier nicht iu- teressirende Typen. Das Gemeinsame für die Gymnotoea liegt in ihrer Trochosphaeralarve, welche, im Gegensatz zu Arthropoda und Vertebrata, der Embryonalhäute entbehrt. Unter Beibehaltung der hier gegebenen Eintheilung giebt Giard später („The Orthonectida'' in: Quarterly Journal of microscopical sciences. Vol. XX. London 1850. pag. 237) einen Stammbaum seiner „Vermes" : Gastraeada Orthonectida Dicyemida j Gastrotricha Prothelmintha Trematoda Turbellaria Cestoda Gegenüber diesen Bestrebungen berührt es eigenthümlich, noch im Jahre 1877 einen Autor kennen zu lernen, der im Grunde die vier ,,en- branchements" Cuvier's wieder aufstelh, also die Würmer mit den Arthro- poden verbindet (Villot, Classification du regne animal. Gre- noble 1877). 0. Bütschli fasst in seinen „Untersuchungen über freilebende Nematoden und die Gattung Chaetonotus" (Zeitschrift für wissen- schaftliche Zoologie. XXVI. Bd. Leipzig 1876. pag. 392 ff.) Chaetonotus mit den um diese Gattung sich gruppirenden Gastrotrichen, sowie Echino- deres als einen Formenkreis zusammen, den er mit dem Namen Nema- torhyncha belegt. In der Discussion der verwandtschaftlichen Bezieh- ungen dieser Nematorhynchen zu den übrigen Würmern und den Arthro- poden wild zunächst die Verwandtschaft zu Rotatorien und zu Nematoden constatirt; die Rotatorien werden, wie das schon Huxley (1852) und später C. Semper (1876) gethan haben, als älteste Wurmformen betrachtet, die mit den Larven der heutigen Würmer, besonders der Annelidengruppe, die näch.sten Beziehungen haben. Dagegen wird eine nähere Verwandt- schaft zwischen Nematoden und Anneliden in Abrede gestellt, es sind zwei völlig selbständig entwickelte Stämme, von denen der der Nema- toden, sowie die Nematorhynchen Beziehungen zu den Arthropoden haben. Ob Bütschli einen Typus Vermes annimmt oder nicht, geht nicht strict aus seinen Angaben hervor. Die näheren, verwandtschaftlichen Beziehungen der hier interessirenden Gruppen werden in folgendem Stammbaum aus- gedrückt (s. nächste Seite). Auch H. Alexander Pagensteclier spricht sich über die Umgrenzung der Würmer aus: „Allgemeine Zoologie oder Grundgesetze des thierischen Baues und Lebens'' (Erster Theil. Berlin 1875. pag. 304). Die Würmer drohen heute doch einigermaassen die Abtheilung zu werden, in welche man das, was man irgendwo nicht continuirlich anzuknüpfen weiss, einstellt; als Begriff können sie das nicht ertragen, was ihnen zu- gemuthet wird und ,,wenn man so viele heterogene Dinge unter den 238 System der "Wiirmor Würmern vereint, so wird das entweder . . . zu einer Wiederherstellung der Würmer im Sinne Linne's oder zu einer stärkeren Auflösung dieser Gruppe führen und das wird wohl das Richtigste sein". — Im zweiten Theile seiner ,, Allgemeinen Zoologie" (Berlin 1877. pag. r)4 — 58) wird dies letztere weiter ausgeführt: Durch die Organisation sind — ab- Vova,i. Bütsclili. nau,-. 2;J7.'i /hm» f uff/ Cestodn .'Irthrouoda gesehen von gewissen Störungen in der Segmentirung — die Hirudineen und höheren Turbellarien, d. h. die Nemertinen mit den Anneliden verbunden, während man andrerseits durch die Nemertinen zu den niederen Turbellarien, d. h. Dendrocoelen und Rhabdocoelen kommt, durch die Hirudineen zu den Polystomiden und anderen Trematoden, sovvie zu den ganz niedrigen Cestoden, die durch ihre Strobilation eine ,, Glie- derung nachäffen". Aber auch die Nematoden scheinen nähere Be- ziehungen zu den Anneliden zu besitzen, wofür Formen mit deutlicher Hautringelung, mit metamer angeordneten Borsten, Stacheln, sowie die Chaetosomiden sprechen, während es Anneliden giebt, die kaum etwas von Borsten zeigen (Tomopterus) oder gar keine Fussstummel und Borsten besitzen, wie Polygordius. Die Chaetognathen, deren Beziehungen zu ge- wissen Schnecken betont werden, werden bei den Würmern gelassen, ebenso die Gephyreen und Phoronis; Balanoglossus vermittelt zwischen Würmern und Ascidien und Mollusca, Desmoscolex, Echinoderes zwischen Würmern und Arthropoden, können also auch den Würmern angereiht werden. Dagegen müssen die Rotatorien wegen „ersichtlicher Differenzirung der Leibesabschnitte, der Abhäutbarkeit ziemlich solider uacli Pagoii Stocher, Kossmaun, Solenka, Kodi. 239 Schalen, der Vergleichbarkeit der Räder und des Kauapparates mit Mund- füssen und ]\Iageuzäljnen der Krebse, der Art der Bewegung-, des Wesens der Eier und der Art, diese zu tragen", mit den Krebsen zusamraengeordnet werden; die Myzostomideu seien trotz der Hautwimperung ebenfalls Arthropoden. Bryozoen, Tunicateii und Brachiopoden bilden mit den echten Mollusken die Malacozoa. ß. Kossmaim löst die Würmer auf („Elemente der wissen- schaftlichen Zoologie''. München 1878): A n n e 1 i d e s mit Nematorhyncha, Eotatoria , Enteropneusti , Chaetophora, Hirudinidea ; Nemat helmint h es mit Gephyrea, Chaetognathi, Nematodes und Aean- thocephali; Plathelminth es mit Nemertina, Cestodes, Trematodes und Tiirbellaria. Die Brachiopoden, Bryozoen und Tunicaten stehen als Klassen bei den Mollusken ! E. Seleiika hat folgende sieben Klassen des Typus Vermes (Zoolo- gisches Taschenbuch für Studirende, Erlangen s. a.) VII. n y c h p li r a. VI. An nu lata mit Hivudinei, Gephyrea. Cliaetopoda. \. Enteropneusti. IV. Rotatoria. III. Chaetognathi. II. Nematelmia mit Acanthocephala mid Nematoda. 1. Platyebnia mit Bicyemida, Cestoda, Trematoda, Nemertina und Turbellaria. Uebrigens wird auch hier anerkannt, dass „eine scharfe Diagnose dieses Typus um so weniger zu geben ist, als er ausser den verschieden- artigsten Formen auch noch die Ausgangs- und Uebergangsformen für höhere Typen umfasst.'' Auch (x. V. Kocli bemerkt (Grundriss der Zoologie, Jena 1876, pag. 32 ff.), dass der Typus der Würmer sich nicht scharf definiren lasse, weil er als eine Zusammenfassung aller derjenigen Thiergruppen erscheint, welche sich nicht weit genug differenziit haben, um als eigene Typen aufgefasst werden zu können; mehrere seiner Unterabtheilungen könnten mit demselben Recht auch anders untergebracht werden. Koch rechnet zu den Würmern die Annulata, Gephyrei, Tunicata, Entero- pneusti, Bryozoa, Rotatoria, Nem athelmia und Platy thel- mia; die Brachiopoda stehen bei den Mollusken. Nach eil. S. Minot umfassen die Würmer so ziemlich Alles, was im zoologischen System keinen rechten Platz tindet; eine Reihe sehr ab- weichender Formen, die durch den Besitz einer EinahrungsdrLise (Dotter- stöcke) ausgezeichnet sind, stellen die Plathelminthen dar, mit denen die Nemertinen nicht näher verwandt sind. Die Plattwürmer zerfallen in folgende Ordnungen : 240 Svstem der AYiinnei' 1. Acoela 2. Apharyngea 3. Pharyngocoela Ehabdocoela Dencli-ocoela 4. Vaginiferae Trematodes Cestodes Ehabdocoela Dendi'ocoela a/ Tuvbellavia 1. I = Trematodes 2. j = Cestodes 3. Links ist die neue Eintheilung, rechts die alte, allgemeiner übliche (Studien an Turbellarien in: Arbeit aus dem zool.-zoot. Institute Wiirzburg-, hrsg. von C. Semper, III. Bd., 1876 — 77 pag. 4G0 und on the Classification of some of the lower worms in: Proceed. of the Boston Society of natural histor}^, Vol. XIX. Nov. 1876, pag. 17 — 25). Die Gebrüder 0. und 11. Hertwig' theilen in ihrer „Coelomtheorie'' (ein Versuch einer Erklärung des mittleren Keimblattes in : Jenaer Zeit- schrift für Naturwissensch. XV. Bd. 1882, pag. 134) alle Bilateralien je nach der Entstehung des Mesoblastes und der Leibeshöhle in : Pseudocoelier S c 1 e c i d a Mollusca. Plathelmiutlies ßotatoria Brvozoa. Coelhelmmtlies Euterocoeliev [Nematodes I Chatognathi ) Brachiopoda Annelides + Gephyrei j Enteropneusti (.Tunicata (?) Echinodermata Arthropoda ■ Vertebrata. Das Mesoderm der Pseudocolier besteht in seiner ersten Anhige aus wenigen vereinzelten Zellen, die von den primären Keimblättern aus in den Zwischenraum des Blastocoels gelangen ; im ausgebildeten Zustande fehlt ihnen eine Leibeshöhle oder wird nur durch Gewebsspalten reprä- sentirt, die selten zu einem einheitlichen Schizocoel zusaramenfliessen ; sie sind ferner ungegliedert, ihre Musculatur besteht aus contiactilen Faserzellen, während ihr Nervensystem mesodermalen Ursprungs zu sein scheint; auch scheint bei ihnen der Blastoporus in den bleibenden Mund überzugehen. Dagegen entsteht bei den Enterocoeliern das Mesobiast als seitliche Ausstülpung des Urdarmes und zwar in der Nähe des Gastrula- mundes, der mit Ausnahme der Echinodermen bei allen Enterocoeliern verloren zu gehen scheint; sie besitzen eine von Epithel ausgekleidete Leibeshöhle, welche früher und unabhängig vom Blutgefässsystem entsteht und deren Epithel zum Theil die Geschlechtsproducte liefert; ihre Körper- muskeln (Primitivfibrillen) zeichnen sich durch die Regelmässigkeit der Anordnung aus und ihr Nervensystem ist stets ectodermalen Ursprungs; auch sind fast alle Enterocoelier gegliedert. — Wäre dies Alles richtig und feststehend, so bestände in der That eine grosse Kluft zwischen nach Hertwig, Balfour, Hatschek, Vejdovsky. 241 Pseudo- und Enterocoeliern und, was hier besonders interessirt, zwischen den Scoleciden und Coelhelminthes; aber bekanntlich war schon zur Zeit des Auftretens der Coelomtheorie nicht Alles so sicher, wie es gegeben wurde, was übrigens die Hertwig's selbst bemerkt haben, und im Laufe der Jahre ist Manches im gegentheiligen als dem von den Begründern der Theorie angenommenen Sinne entschieden worden. So ist es nicht zu verwundern, wenn es der. Coelomtheorie erging wie der Gastraeatheorie, wenn sich gegen dieselbe zahlreiche und gewichtige Stimmen aussprachen. So als einer der ersten F. 31. Balfour im „Handbuch der ver- gleichenden Embryologie'' (übers, von B. Vetter, II. Bd. Jena 1881, pag. 297 — 346; vergleiche auch Quarterly Journal of microscop. sciences London 1880.); der Autor sieht in der Entwickelung des Mesoderms zu viel secundäre Abänderungen, um auf diese hin verwandtschaftliche Be- ziehungen aufstellen zu können. Solche basirt er vielmehr auf die Larven- formen und meint, dass man alles Recht habe, die Typen mit einer Trochosphaeralarve, d. h. Rotatorien, Mollusken, Chaetopoden, Gephyreen und Bryozoen als von einer gemeinschaftlichen Vorfahrenform abstammend anzusehen; wahrscheinlich gehören hierzu auch die Brachiopoden. Weiter- hin sei zu bemerken, dass die eben genannten Typen, die von der Trocho- sphaera abstammen, und die Plathelminthen einen noch entfernteren, ge- meinsamen Vorfahren besitzen. Noch unklar sind die Beziehungen der Tornaria- und Actinotrochalarve. Zweifellos ist auch Balfour, obgleich er es meines Wissens nicht direct ausspricht, von der Unhaltbarkeit eines Wurmtypus überzeugt. Dasselbe gilt auch von B. Hatschek, der bei Gelegenheit seiner ,, Entwickelungsgeschichte von Echiurus und die syste- matische Stellung der Eehiuridae" (Arbeiten aus dem zoolog. Institute der Universität Wien, hrsg. von C. Claus. Tom. III. Wien 1881, pag. 28 [72]) folgende Gruppirung des Typus Annelides vorschlägt : 1. Klasse. Archiannelides. 2. „ Chaetopodes oder Chaetiferi mit Saccocinidae , Polychaetae , Echiuridae und Oligocliaetae. 3. „ Hirudinei. 4. „ Sipunculacea mit Sipunculiden, Priapuliden und Plioronideu. Im Gegensatz hierzu scheint F. VejdOTsky einen Wurmtypus aner- kennen zu wollen, denn er unterscheidet in der Klasse der Anneliden vier natürliche Ordnungen: 1. Hirudinea, 2. Oligochaeta, 3. Poly- chaeta incl. Achaeta Balf. = Polygordius, Polyophthalmus, Saccocirrus und Protodrilus, und 4. Gephyrea. In dem mitgetheilten Stammbaum nehmen die Turbellarien, die wohl von den Coelenteraten abstammen, die niederste Stelle ein; sie entwickelten auf der einen Seite Polycbaeten und Gephyreen, die durch Sternaspis verbunden sind, und auf der anderen Seite durch die Amedullata (Aeolosoma) die Oligochaeten und Hirudineen; von ersteren zu letzteren führen die Discodrilida = Branchiobdella. (Untersuchungen über die Anatomie, Physio- Bronn. Klassen des Thier - Reieha. IV. 1. 16 242 System der AVünncr logie und Entwicklung von Sternaspis in: Denkschriften der Kais. Akademie der Wissenscb. in Wien; matli.-naturw. Klasse, 43. Bd. Wien 1882. 2. Abth. Abhaudl. von Nicht-Mitgliedern pag. 79. 80). Während in dieser Zeit ganz allgemein die Hirudin cen als Ringel- würmer angesehen werden, kommt Arnold Lang auf Grundlage des Studiums eines monogonoporen, deudrocoelen Turbellars, der Gunda seg- mentata zu der Ansicht, dass die Hirudineen, besonders die RUsselegel sehr nahe Verwandte der genannten Turbellarien sind (Mittheilungen aus der zoolog. »Station in Neapel, IIL Bd. 1881, pag. 187-251). Anglist V. MojsisoTics theilt in seiner „systematische Ueb er- sieht des T hier reiches" (Graz 1882, pag. 17) den Typus Vermes in: ^Cestodes. I. Plathelmintlies Trematodes Turbellarifi Nemertüii /Distomeae. IPolystomeae. j Khabdocoela. iDendrocoela jEnopla. lAnopla. II. Nemathelraintlies III. lY. Rotiferi G e p li y r e i {Nematodes. AcanthocepliaLi. ? Chaetognathi. Eotatoria. IGephyrei inermes l „ chaetiferi. (Discophori Y. Anuelides ' Chaetopodes Oligicliaeta Polychaeta JO. tenicola. lO. limicola. JSedentaria. lEiTantia. die Auflösung Als Anhang stehen Polygordiiis, Myzostoma, Balanoglossus. Hatte bisher die Anwendung der Entwicklungsgeschichte auf Classification der Würmer die Autoreu gewöhnlich zu einer des vermeintlichen Typus geführt, so ersteht in Alexander (xoette ein Autor, der für den näheren Zusammenhang der Abtheilungen der Vermes auf Grund eutwicklungsgeschichtlicher Betrachtungen plaidirt. Der Autor widmet im zweiten Heft seiner: „Abhandlungen zur Entwicklungs- geschichte der Tiere'' (Hamburg 1884) einen grossen Abschnitt den „Verwaudtschaftsbeziehungen der Würmer" (pag. 50—211), nachdem im ersten Hefte Beobachtungen über die Entwicklung einiger Platt-, Rund- und Gliederwürmer mitgetheilt worden waren. In den ersten Entwicklungsphasen bis zur Ausbildung der sogenannten Helminthulalarve, d. h. einer bilateral-symmetrischen Gastrula, verläuft die Entwicklung bei den genannten Würraergruppen principiell gleich; erst von der bilateralen Heiminthula an treten Divergenzen in der Entwicklung der Würmer und damit Hinweise auf deren besondere Stammesgeschichte auf. Unter allen bekannt niederste Stufe Würmer nicht gewordenen Helminthulae dar, doch kann gestaltet gewesen stellt diejenige der Deudrocoelen die so die älteste bilaterale Stammform der sein : es wird wahrscheinlich gemacht, nach Lang, Mojsisovics, Goetto. 243 dass sie einen merklicheren Grad von Bilateral-Symmetrie besass und mehr gestreckt war, ehe sie die specifischen Charactere der Dendrocoelen- Helminthula erwarb. Eine solche Stammform von länglicher Gestalt, con- vexer Oberseite und flacher Unterseite, mit vollständigem Wimperkleid, mit prostomialem, mehr oder weniger vorgerücktem Mund und ungeson- dertem, parenchymatösem und darralosem Entoderm wird aber von den heutigen Acoela so genau wiederholt, dass diese als ein kaum merklich divergirender, directer Seitenzweig erscheinen, während der Stamm direct zu allen übrigen Würmern grade weiterführt. Als wesentliche Neubildungen sind Scheidung des Entoderms in Mesoderm und Enteroderm, also ein Darm mit eignem Epithel, und das Nervensystem hinzugekommen. Von den zunächst in Frage kommenden Gruppen stehen die Dendrocoela selbst am entferntesten von der Stammform, während Rhabdocoela und Alloiocoela sich den Acoela und damit der Stammform mehr nähern; doch besteht eine grössere Verwandtschaft zwischen AUoio- und Dendro- coelen und daher dürfen die ersteren als Ausgangspunkt für die letzteren angesehen werden, „wobei etwa die Braun'sche Bothrioplana den natürlichen Uebergang bildete" (pag. 162). Die Nemertinen, die in der neueren Zeit öfters von den Plathelminthen getrennt und entweder in die Nähe der Anneliden oder als besondere Gruppe betrachtet wurden, hält Goette für nahe Verwandte der Turbellarien, da die Neubildungen, welche bei Nemertinen auftreten, nur Fortschritte in den bereits vorhan- denen Eutwicklungsvorgängen sind. Bei den übrigen Würmern fällt das Wimperkleid und der Rüssel fort, wogegen das Holocoel und das Bauch- mark als Neubildungen hinzukommen. Durch den Besitz eines Darmes aber stehen diese wieder mit den genannten Plattwürmern (Turbellarien), excl. Acoela in Verbindung und so wird die Stammform der Turbellarien, als welche auch die Nemertinen angesehen werden, zu einer Stammform der Darmwürmer überhaupt. Von diesen, d. h. vorläufig von Nematoden, Gephyreen und Anneliden wird es wahrscheinlich gemacht, dass sie Seitenzweige eines Stammes sind, der von den Turbellarien kommt. Die neue Stammform besass alle gemeinsamen Charactere der Nematoden, Gephyreen und AnneHden, in erster Linie die Anlagen des Holocoels und des Bauchmarkes. Der erste Seitenzweig sind die Nematoden; bei ihnen haben ausgedehnte Rückbildungen — Scheitelfeld, Anlage des Bauchmarkes, vielleicht auch das Mesoderm betreffend — stattgefunden. Merklich höher zweigten sich die Gephyrea (inermia) ab, bei denen ebenfalls Rückbil- dungen und zwar des Scheitelfeldes, der Quergliederung und theilweise des Nervensystems aufgetreten sind. Weil ferner bei Echiuriden, Chae top öden und Hirudineen die Quergliederung — bleibend oder vorübergehend — weitaus stärker entwickelt ist, als es für die Stammform der Gephyrea inermia ange- nommen werden kann, so ist es wahrscheinlicher, dass diese drei Gruppen (Gliederwürmer) eine besondere Stammform über derjenigen der Gephyrea inermia besassen. Bei ihr behielt das Scheitelfeld die praeorale Lage, 1Ü== 244 System der "Würmer trat aber im Waclisthum völlig gegen das Gegenfeld zurück, das Bauch- mark erschien früher und bis zum After ausgedehnt, das Holocoel zwei- hälftig angelegt und das Mesoderm völlig scgraentirt. Die Hirudineen werden in der Annahme einer Rückbilduug des Holocoels den Cliaetopoden genähert resp. als ein divergenter Zweig derselben betrachtet. In dem so gewonnenen Stammbaum der AVürmer lassen sich die noch nicht behandelten Wurmgruppen einfügen, ausgenommen Chaetog- nathi und Enteropneusti. „Trematoden und C est öden sind unzweifelhaft getrennt von dem Stamme der Holocoelier aus der Stamm- form der Darrawürnier abzuleiten, die Aeanthocephalen den Nematoden anzureiben, wogegen die kleinen Gruppen der Gastrotricha, Des- moscolex, Chaetosoma und Echinoderen sich nur zum Theil eben- falls den Rundwürmern anschliessen mögen, theils aber au keiner Stelle mit Sicherheit unterzubringen und daher auch weiterhin anhangsweise bei den niederen Würmern überhaupt aufzuführen sind''. Die Räder- thiere sind wahrscheinlich dem Stamme der Holocoelier dicht unter den Nematoden entsprungen. Zum Verständniss des hier reproducirteu Stammbaumes der Würmer sei angeführt, dass zuerst die einzelnen Zweige nach Massgabe der grössten Verwandtschaft verbunden sind und dann der Zwischenraum zwischen den Zweigen so weit ausgefüllt wurde, dass alle Zweige aus einem um- fänglicheren Felde resp. eben der Stammform hervortreten, aber durch Stammbaiun der A^'"ünner nacli Goette: a = Stammform der liypogastrisclien Würmer. h = „ „ Darmwürmer, c = „ „ Holocoelier. d = „ „ Anneliden. Äc = Acoela. Act = Acanthocepliala. All = AUoiocoela. C = Cestodes. CJi = Chaetopodes. D = Dendrocoela. , E = Echiuridea. G = Gepliyrea. H = Hu'udiuei. N = Nemertini. Nl = Nematodes. Bh = Ehabdocoela. Bt = Eotatoria. Tr = Trematodes. die verschiedenen Abstände und Richtungen der freien Enden ihre beson- deren Beziehungen untereinander noch immer hinreichend kenntlich bleiben. Durch ein solches Schema wird der nach Goette einzig richtigen Auffassung Ausdruck gegeben, dass eine derartige gemeinsame Stammform anfangs gleichzeitig nach verschiedenen Richtungen variirte, ohne den einheitlichen nach Goette. 245 Zusamraenliang zu verlieren, und dass diese Variationen erst relativ spät aus dem weiten Umfang der ersteren als selbständige Formen hervor- treten. Eine solche Stammform kann auch nicht so scharf bestimmt werden wie ihre Zweige, die wiederum früher oder später dasselbe Ver- hältniss gegenüber den von ihnen ausgehenden Ordnungen, Familien etc. wiederholen. „Jede Stammform vom systematischen Werth der höchsten Kategorie bis zu demjenigen der Gattung umfasst bereits die Merkmale der zunächst austretenden divergirenden Formen". Von den Chaetognathen sucht AI. Goette nachzuweisen, dass sie in Folge ihrer Entwicklung viel mehr Beziehungen zu den Echinodermen haben, als zu den ,, Würmern" im Sinne Goette's und dass sie und die Echinodermen zweierlei Endformen eines Stammbaumes von pleurogast- rischen, den hypogastrischen coordinirten Bilateralien sind, zu welch letzteren die Würmer gehören. Von der gemeinsamen bilateralen Stamm- form hat sich Sagitta weniger entfernt, als die Echinodermen. Vielleicht gelingt es nun der noch ausstehenden Entwicklung der Balanoglossuslarve, Tornaria, den directen Nachweis zu führen, dass zu jenem Stamm pleurogastrischer Bilateralien auch die Enteropneusten gehören. Die Dicyemiden und Orthonectiden fasst Goette vielleicht als die nächsten Verwandten einer Stammform auf, welche den Coelenteraten und hypo- gastrischen Würmern den Ursprung gegeben hat; eine solche Form muss zweischichtig, aber darmlos gewesen sein, ein unvollkommenes Prostoma und wahrscheinlich ein Wimperkleid besessen haben. Wie man sieht, theilt immerhin Goette das, was Viele Würmer nennen, in zwei Gruppen : pleurogastrische und hypogastrische Würmer; erstere (Sagitta, Balanoglossus) stellen mit den Echinodermen einen Stamm dar und letztere allein einen besonderen Stamm, die „eigentlichen Würmer", als welche betrachtet werden: / Acoela ■ Rhabdocoela Darmlose "Würmer. (Turbellaria^ Alloiocoela Dendrocoela I. Platocles Cestodes (.Trematodes II. Rotatoria III. Nemathelniiiithes Nemertini »Darmwürmer. IV. Oephyrea inerinia Nematodes Acanthocephali V. Anuelides " Riügelwürmer Holocoelier Echiuridea Hirudinea Chaetopoda Als Anhang, theils den Nematoden genähert, theils in zweifelhafter Stellung erscheinen Gastrotricha, Desmoscolex, Chaetosoma und Echinoderen. In Wirklichkeit sind von dem Typus Vermes zwei kleine Gruppen entfernt worden, während für die übrigen eine nähere Verwandtschaft statuirt wurde. Die Zugehörigkeit des Balanoglossus zu den Echinodermen 24G System der "Würmer hat schou El. Metscliiiikoff ausgesprochen und zwar in einem besonderen Artikel: „Ueber die systematische Stellung des Balanoglossus" (Zoologischer Anzeiger, herausgeg. von J, V. Carus. IV. Jahrg. 1881. pag. 139 — 143, 153 — 157), Hier wird ein neuer Typus Ainl)iilacraria mit zwei Subtypen: Radiata s. Echinodermata und Bilateralia s. Entero- pneusta geschaifen. Auch C. Claus behandelt Balanoglossus im Anhang bei den Echinodermeu (Lehrbuch der Zoologie. 4. Aufl. Marburg und Leipzig 1887. pag. 292). Neuerdings ist aber Balanoglossus gewisser- massen avancirt: W. Bateson stellt ihn zu den Chordata, zu denen As- cidien, Amphioxus und Vertebrata gehören; er bildet hier eine besondere Gruppe, Hemicliordata. Diese Stellung erhält Balanoglossus auf Grund der Thatsache, dass sich vom Entoblast des Pharynx ein dorsal gelegener Strang abschnürt, der der Chorda dorsalis der Vertebrata homolog er- achtet wird („Noteon thedevelopment ofBalanoglossus Kowa- lewskii and on the aft'inities of the Enteropneusta in: Pro- ceedings of the Royal soc. of London. Vol. XXXVIII. 1885. pag. 23—30 und Quarterly Journal of microscopical sciences. Vol. XXV. 1885. Suppl. pag. 81—122). Etwas anders fasst K. Koeliler die Sache auf, da ihm die Entero- pneusten nicht eine Art Vorfahrenform der Wirbelthiere, sondern wie Pe- tromyzon, Amphioxus und Tunicata degener irte Wirbelthiere sind, freilich mit dem Unterschiede, dass die letztgenannten Formen sich von den ersten Vertebraten abgliederten, während Balanoglossus aus dem Stamme Protochordata hervorging, die wiederum sich von den „Würmern", wahrscheinlich Chaetopoden ableiten lassen („Sur la parente du Ba- lanoglossus" in: Zoologischer Anzeiger, herausgeg. von J. V. Carus. IX. Jahrg. 1886. pag. 506-507). W. Saleiisky findet bei einem Vergleich der Larvenformen der Würmer, dass man drei Stadien von phylogenetischer Bedeutung unterscheiden könne; 1. die Trochogastrula, dieselbe ist eine bilaterale Gastrula, deren Körper in eine praeorale und postorale Portion getheilt ist und eines Afters ent- behrt; 2. die Trochophora, mit Anus und postoralem Ring und Anlage der postoralen Körperregion und 3. die Trochoneurula, mit Bauchmark- platten. Die Entwicklungsgeschichte lehrt nun aber weiter, dass die ver- schiedenen Wurmklassen bald nur ein, bald zwei, bald alle drei Stadien in der angegebenen Reihenfolge durchlaufen und so ergeben sich folgende Gruppen: ^ ., , , . ( a. Troclioeastridae, nur das Stadium der Trocho- I. Cephaloneura nur mit , i , , i <■ ■ t^i i. i „. ,. ] Ti' • ' gastrula aui'cnlauiend — rlatodes. °. ^ I b. Troclioplioridae, die beiden ersten Stadien dui-ch- commissuren i f i ^t \- ■ ^ -o i. j. ■ ^ laufend — Nemertini imd Kotatoria. U. Neuraxoiiia mit Hii-n- ( „ i • i n i • o^. v i i-i r i , Ti , I t'- Troclioneuridae, alle drei Stadien durcnlauiend — ffanelien und baucJi- < . , . , /> , • , ^.^ i.i i • xi. " ''-. - ,, Anuelides, Gephvrei imd ^ emathelmintnes. gangüenkette \ i ^ . (Etudes sur le developpement des Annelides II. part. in: Archivcs de Biologie. Tom. VI. Gand 1887. pag. 589—654). nacli Saleusky, N'ogI miil Yuug. 247 Carl Vogt und Emil Timg- behalten in ihrem ,, Lehrbuch der practischen vergleichenden Anatomie" (I. Bd. Braunschweig 1888. pag. 197 ff.) einen Kreis der Würmer bei, weisen aber gleich im Eingang darauf hin, dass dieser Kreis nur durch negative Merkmale.de- linirt werden kann und dass bis jetzt weder die vergleichende Anatomie noch die Ontogenie positive und allgemeine Merkmale haben liefern können, nach denen man die Würmer unterscheiden könnte. Ein im Grunde iden- tischer Organisationsplan, nach dem alle Formen dieses Kreises gebaut seien, lässt sich nicht aufstellen, ebensowenig lässt sich eine begründete und vollständige Classification geben, da in den meisten Fällen an den zu einem halbwegs bestimmten Typus gehörenden Würmern unverkennbare Anzeichen fortschreitender Entwicklung und rückläufiger Verkümmerung zu bemerken sind. Eine Menge abweichender Typen werden in dem Kreise Würmer zusammengestellt, die von den verschiedensten ursprüng- lichen Formen herrühren; deshalb kann man diesen Kreis auch nicht als einen gemeinsamen Stamm betrachten, es ist vielmehr ein Conglomerat von Formen, die von verschiedenen Stammformen herrühren, deren ur- sprüngliche Typen sich vielfältig entwickelt haben, entweder complicirtere Organismen geworden, mehr oder weniger stationär geblieben oder selbst auch unter dem Einflüsse verschiedener Anpassungen zurückgegangen sind. Trotz alledem werden zum Kreise der Würmer von den Autoren folgende Klassen etc. gezählt (in umgekehrter Folge) : V. AnnelicUi ü^i r^u„^i.„ i Errantia Polychaeta ^ ^t i ^ ■ l Sedentari Limicola Terricola la Oligochaeta { ^^"^^««^^ Anhang: Myzostoma. IV. Eotatoria Anliang: Echinoderen, Grastrotricha. G. tubicoli (Phoronis) in. Gephyrci -! G. chaetiferi G. inermes Anhang: V Balanoglossus. n. Nemathelmintha • ( Acanthocephali l Nematodes Anhang: Chaetognathi, Chaetosomen, Desmoscolecideu. Hii'udinei Nemertiui Tiu'hcllaria Treniatodes Cestodes I. Piatodes s. Plathelminthes Die Classification der Gephyreen ist nach C. Vogt nur eine pro- visorische; es ist vorauszusehen, dass die verschiedenen Typen, deren Larvenformen man nicht von einander herleiten kann, in Zukunft zwischen andre Formen veitheilt werden, so dass die ganze Klasse der Stern würmer verschwinden wird. Bryozoa undBrachiopoda werden als Klassen angeführt, ohne einem Kreise eingereiht zu werden. 248 Sj^stem der Würmer Berthold Hatschek meint in seinem „Lehrbuch der Z o o 1 o g- i e '^ (Erste Li'g. Jena 1888. pag. 37 ff.), dass die Descendenztheorie nicht sogleich einen umgestaltenden Einfluss auf die Systematik gewinnen konnte; die Versuche, das System unter dem Einflüsse der neuen Ideen sofort umzugestalten, waren verfehlte, weil die morphologischen Erkenntnisse, auf denen das System schon früher basirte, an und für sich durch die Descendenztheorie nicht vermehrt wurden ; erst nachdem dies geschehen ist, kann man daran denken, das herrschende System zu modificiren. Dies ist in erster Linie durch Gegenbaur vorbereitet worden, der den verwandtschaftlichen Zusammenhang zwischen Würmern und den Arthro- poden und Mollusken erkannte, weshalb jetzt diese Gruppen in einem vereinigten Stamme den andern Stämmen gegenüberzustellen sind. Das System der Metazoa ist nach Hatschek nun folgendes: Der bisherige Typus der Coelenterata ist, wie dies schon C. Hei der 1885 betont hat, in drei Typen aufgelöst, nämlich Spongiaria, Cnidaria und Ctenophora; als Anhang erscheinen bei den Cnidaria die Planuloidea, das sind die Dicye- miden und Orthonectiden! Alle drei Typen stehen als Protaxonia (t= Coelenterata) den Heteraxonia (== Bilateralia) gegenüber; letztere zerfallen nun: IV. Typus. Zygoneura. 1. Subtyp. Autoscolecida 1. Kl. Piatodes 2. „ Eotifera jx). Autoscolecida 1 , " " ^ , ' (=Protonepliridozoa)/=CladusScolecida= 3. , Endoprocta '4. „ Nematodes [o. „ Acantliocepliali Anhang: Nemertini. n. Kl. Annelida, Subtyp. Aposcolecida \ | ^nli. Sipimculoidea (= Metanepliridozoa) Clad. Articulata = ' Chaetognatlii 12. Kl. Onycliophora 1.3. „ Ai'tlii-opoda {1. Kl. Plioronida 2. „ Biyozoa (ecto- procta) 2. „ BracMopoda. Clad, Mollusca. V. Typus. Ambulacralia mit Echinodermata, Enteropneusta als Claden. VI. Typus. Cliordoiiii mit Tunicaten, Leptocardia und Vertebraten als Claden. Die Zygoneura sind nach Hatschek eine Gruppe, welche durch zahlreiche Homologien sicher begründet erscheint; sie ist auf die Grund- form der Trochophora und der Prototrochophora (Piatodes) zurttckführbar. Der Name Paarnervige ist nach den paarigen Längsnerven gewählt, die entweder in ganzer Länge oder wenigstens im Bereich der Schlund- commissur zeitlebens getrennt bleiben. Der Subtypus Protonephridozoa s. Autoscolecida soll erst später begründet werden; der Name bezieht sich auf den dauernden Besitz des Protonephridiums, während bei den Metauephridozoa s. Aposcoleciden dieses nur als Larvenorgan nach Hatschek, Lang. 249 auftritt und später vom Metanephridium ersetzt wird; das ist übrigens nur eins der zahlreichen Merkmale, die an geeigneterer Stelle wohl aus- führlicher behandelt werden sollen. Provisorisch ist der Cladus Tenta- culata, besonders fraglich scheint, ob die ectoprocten Bryozoen zu dem- selben gehören. B. Hatschek nennt sein Lehrbuch „eine morphologische Uebersicht des Thierreiches" und betont sein Füssen auf der Morphologie deutlich genug; es ist nun für den Vergleich nicht interesselos, dass ein anderer Autor, Arnold Lang-, der Inhaber der Ritter-Professur für Phylogenie in Jena, zu gleicher Zeit mit Hatschek ein „Lehrbuch der vergleich- enden Anatomie" (Neunte Aufl. des Seh midt'schen Handbuches der vergleichenden Anatomie. Jena 1888) publicirt hat, welches nicht minder auf dem Boden der Morphologie steht. Auch A. Lang giebt ein System der Metazoen, das in den grossen Abtheilungen von den bisherigen Systemen sich eigentlich nur durch die Trennung der Würmer in zwei Kreise unter- scheidet. Der Stamm der Zoophyten oder Coeleiiterata wird als zweiter des Thierreiches beibehalten; er interessirt hier insofern, als die erste Klasse desselben, die Gastraeadae, neben den Physemarien noch die Dicyemiden und Orthonectiden, sowie als Anhang den von F. E. Schulze entdeckten Trichoplax enthält. Lang definirt den Stamm Coelenterata wie folgt: „Der Körper bestellt wesentlich aus zwei Schichten, dem Ectoderm und dem Ento- derm; eine mittlere Schicht fehlt entweder oder sie lässt, wenn vorhanden, innige Beziehungen zum Ectoderm oder zum Entoderm oder zu beiden erkennen. Darm mit einer einzigen Oef&iung nach aussen (Mund); eine Leibeshöhle zwischen Darm und Haut fehlt und ebenso fehlen Blutgefässe und Excretionsorgane ; ein Nerven- system fehlt entweder oder ist da, wo es vorkommt, wenig centralisirt." In diese Diagnose passen allerdings die Dicyemiden und Orthonectiden nicht ganz hinein; die Gastraeaden sind Coelenteraten „ohne Poren der Leibeswand und ohne Tentakel", Thiere, deren Bau im Wesentlichen dem einer Gastrula entspricht; die Organisation der Dicyemiden und Ortho- nectiden erscheint, wohl in Anpassung an die parasitische Lebensweise, „etwas vereinfacht". Der dritte Stamm ist der der Plathelminthes, d. h. Metazoen „mit wohl entwickeltem, vom Ectoderm und Entoderm schaif gesondertem Mesoderm; Darm mit einer einzigen Oeffnung (Mund) nach aussen mündend. Leibeshöhle und Blutgefässsystem fehlen ; Excretionsorgane (Wassergefässsystem) vorhanden ; Nerven- system centralisirt". Ihre Klassen sind : Polycladidea L Turbellaria iTricladidea 1 Ehabdocoelidea. TT T .. ^ -.^ „ i , .1 „ /Ectoparasitica il. irematoaa <_, ^ lEndoparasitica. ni. Cestoda (Monozoa IPolyzoa. 250 System der W'ünucv. Der vierte Kreis, die Verines sind Metazoen „mit wohl entwickeltem, vom Ectoderm und Eutoderm scharf gesondertem Mesoderem, Darm mit ZA\-ei äusseren Oeffnungen (Mimd und After); meist mit Leibeshöhle im Mesoderin; Blutgefäss- und Excretionssystem meist A-orhanden; Nervensystem ceutralisirt", eine Diagnose, die auch auf die übrigen Metazoen augewendet wird. Eine liurze Diagnose dieses Kreises, der auch nach Ausschhiss der Plathel- minthen noch keine natürliche, wohl umgrenzte Abtheiluug der Thiere darstellt (sondern ,,eine Rumpelkammer'^), wird nicht gegeben, jedoch angeführt, dass es bilateral-symmetrische Thiere von der verschieden- artigsten Gestalt sind; durch den Besitz eines Afters und eines Bliitge- fässsystems erheben sie sich über die Coelenteraten und Plathelmiuthen ; der Mund liegt am vordersten Körperende, ursprünglich immer auf der Bauchseite; eine Leibeshöhle fehlt oder ist in sehr verschiedenem Grade ausgebildet; bei allen unbeschalten Formen ist ein meist kräftiger liaut- muskelschlauch vorhanden. Das Nervensystem ist in sehr verschiedener Weise ausgebildet, constant ist nur das Vorkommen eines über dem Schlünde gelegeneu Nervencentrums ; meist kommen noch ein Schlundring und Längsstämme hinzu; Excretionsorgane kommen bei allen Abtheilungen vor, zeigen aber ein sehr verschiedenes Verhalten; gegliederte Körper- anhänge fehlen ebenso durchgängig, wie ein gesondertes, muskulöses, auf der Bauchseite gelegenes Bewegungsorgan; ein streng localisirtes Herz kommt nur den Brachiopoden zu. Die Eintheilung ist folgende: [Palaeonemertini I. Nemertini JSchizonemertini (Ehynchocoela) 1 Hoplouemertini 'MalacobdeUini. TT ^-r ii 1 • (Nematodes IL 3, euiathehnia < , , , lAcanthocephali. /-Hirudinei r III. Auuulata \Chaetopoda Oligooliaeta Polychaeta Echiuridae. Myzostomida o- 1 fSiiumculidac öipunculacea { \ Irnainuidae. IV. l'rnhopygii [Phoronidea I Bryozoa vBrachiopoda. Y Iiotatoria [Kotatoria mit Anhang Di nophilus. Anhang: VI. Chaetognatha. Erwähnt werden noch die Gastrotricha und Echinoderen; ihre systematische Stellung entzieht sich vor der Hand noch jeder sichern Beurtheilung. Wie A. Lang weiter bemerkt, sind die Verwandtschaftsverhältnisse der Würmer noch sehr strittig. Eine natürliche, wohl umgrenzte Klasse bilden die Nemertinen; ganz unsicher stehen die Nemathelmia, die System der ^^'ül•mer. 251 vielleicht von höher entwickelten Würmern abstammen. Der typisch seg- mentirte Zustand des Körpers der Anneliden kann als der ursprüngliche betrachtet werden, so dass die My zostomiden, Echiuriden , manche Polychaeten und selbst die Hirudiueen als einseitig entwickelte, zum Theil vereinfachte oder rückgebildete Formen zu betrachten sind. Die Rotatorien scheinen vereinfachte Thiere zu sein, die auf immer irüheren Entwickluugsstadien geschlechtsreif werden, so dass sie sich jetzt nicht mehr über die Organisationshöhe einer jungen Annelidenlarve er- heben. Die Prosopygier enthalten einige scharf von einander abge- grenzte, natürliche Ordnungen, die wohl auch von höheren Würmern abstammen, aber in Folge von festsitzender Lebensweise und der Ein- wirkung der Schalen- und Gehäusebildungen vereinfacht sind. Die Chae- tognathen kann man vielleicht am besten als Annulaten mit geringer (drei) Segmentzahl betrachten. Wo Balanoglossus abgehandelt werden soll, ist aus dem bisher erschienenen Theile nicht ersichtlich. Ueberblicken wir den ganzen Zeitraum und die in demselben zu Tage getretenen Ansichten über die Classification der Würmer, so ergiebt sich ein Factum vor allen Dingen, das ist der ungemeine Zwiespalt in den Ansichten der Autoreu, der in der Beurtheilung keiner Thiergruppe so gross ist, wie bei den Würmern. Nicht nur erscheint es bis aul den heutigen Tag fraglich, ob es überhaupt einen Typus Vermes giebt, sondern auch über den Umfang desselben wird lebhaft discutirt. Es lässt sich zwar nicht verhehlen, dass ganz im Allgemeinen der Zug der Neuzeit zu einer Negation dieses Typus hinstrebt, während man früher nicht sowohl darüber stritt, ob es einen Typus Vermes gäbe, sondern darüber, wie man ihn am besten classificire und was hineingehöre. Ausser Arthropoden — und auch diese nicht immer ganz — sowie Coelenteraten und Echiuo- dermen, sind so ziemlich alle wirbellosen Metazoen mit mehr oder weniger Glück zu den Würmern herangezogen worden. Man kann die bisher erwähnten Autoren eintheilen 1. in solche, welche den Typus Vermes annehmen, 2. in solche, die allerlei Ausstände an demselben erheben, mitunter seine Unhaltbarkeit offen gestehen, aber ihn aus Bequemlichkeitsgründen beibehalten, und 3. in solche, welche den Wurmtypus über Bord werfen und an seine Stelle eine Anzahl andrer Typen setzen. Wenn man bedenkt, was Alles schon als Würmer angesprochen wurde oder noch heute zu ihnen gezählt Avird, wenn man sich die enormen Differenzen in den Classificationen des Typus vor Augen führt und der Schwierigkeit, ja der Unmöglichkeit gedenkt, eine allgemein gültige, nicht nur aus negativen Merkmalen bestehende Diagnose zu geben, so muss man in der That dem Zug der Neueren folgen und sich für eine Auflösung des in Rede stehenden Typus Vermes aussprechen. Doch sind damit die Schwierigkeiten nicht verringert; was soll an seine Stelle kommen? Von den bisher in dieser Richtung vorliegenden, ziemlich zahlreichen Versuchen , die von verschiedenen Gesichtspunkten 252 System der "Würmer. ausgehen, ist keiner allgemein oder aucb nur von grösseren Kreisen an- erkannt worden; es hat so ziemlich Jeder sein eignes System, im Laufe der Zeit sogar mehrere, die von denen Anderer möglichst entfernt stehen. Wenn es nun vielleicht (?) auch gelänge, eine Einigung über die grösseren Gruppen zu erzielen, so bleiben doch grade unter den Würmern, wie ja allgemein bekannt, zahlreiche „isolirte'^ Formen und kleine Gruppen übrig, welche neue Schwierigkeiten bringen, theils weil sie nur lose, und darum recht umstrittene, oder gar keine Beziehungen zu anderen grösseren Gruppen der Würmer bieten, theils weil sie zu anderen Typen hinüber- zuleiten scheinen, ohne den betreffenden Typus selbst zu erreichen. Soll man für alle diese Formen auch noch besondere Typen bilden, die mit- unter nur eine Gattung mit wenigen Arten umfassen? Es scheint mir, dass wir zur Zeit zwar sagen können, ein Typus Vermes, der als solcher den anderen Typen gleichwerthig ist, lässt sich nicht begründen, aber dass wir noch lange nicht in der Lage sind, etwas Besseres an seine Stelle zu setzen. Für den Bearbeiter dieses Bandes des Bronn'schen Werkes dürfen wohl auch noch practische Gesichtspunkte bei der Beurtheilung dieser Fragen ins Gewicht fallen, ja er muss sie schliesslich annehmen, da eben in dem Bande Vermes Alles das abgehandelt werden soll, was in anderen Bänden, d. h. bei anderen Typen kein Unterkommen gefunden hat, wäh- rend andererseits Gruppen, die der Bearbeiter vielleicht in diesen ziehen zu müssen glaubt, wegbleiben müssen, da sie bei der vor vielen Jahren geschehenen Disposition des ganzen Werkes an anderen Stellen unter- gebracht worden sind. So liegen die Verhältnisse — und da ich mich nicht im Stande sehe, ein System in diesen gegebenen Rahmen hinein- zuzwängen, auf der anderen Seite aber glaube, dass unsere Kenntnisse noch zu gering sind, um die Basis für allgemein gültige Aenderungen abzugeben, so ziehe ich es vor, die ganze Frage nach einem etwaigen System der Würmer resp, nach dem, was an seine Stelle zu setzen ist, offen zu lassen. Ich glaube, den zur Zeit richtigeren Weg zu betreten, wenn ich die allgemeiner angenommenen Hauptgruppen, so weit dieselben in diesen Band gehören, isolirt behandle und zwischen dieselben, je nach den zu erörternden Beziehungen, eine Anzahl kleinerer Gruppen einfüge, und schliesslich das, was auch so zur Zeit nicht unterzubringen ist, ans Ende stelle; dabei soll, was schon im Plane des ganzen Werkes liegt, mit dem Niedrigeren begonnen werden. Es steht dann Jedem frei, Umstel- lungen in der Anordnung, die kein System sein soll, seinen eigenen An- schauungen entsprechend vorzunehmen. Ein rein practischer Gesichtspunkt bestimmt mich ferner, nicht schon an dieser Stelle die Anordnung selbst zu geben. Mionelmintlies Pgstchr. Syn.: Mesozoa E. y. Ben., Aneura R. Blanch., Planuloidea Hatscb. Litteratur. 1. Klasse: Rhoiiibozoa v. Ben. Beneden, Ed. van, Contributions h riiistoire de la vesicule germinative et du Premier noyaii embryonnaire (Bulletins de l'Academie royale des sciences etc. de Belgique. 2. ser. Tom. XLI. Bruxelles 1ST6. pag. S5. pl. fig. 20 — 21. Ab- bildung des Kernes der Centi'alzelle bei Dicyema Eledones). Recherclies sur les Dicyemidcs survivants actuels d'un embrauclie- ments des Mesozoaires (Bulletins de l'Academie royale de Belgique. 2. serie. Tom. XLI. 1ST6. pag. 1 RIO— 1205. Tom. XLII. 1876. pag. 35—97. 3. pl.). Eesearclies on tlie Dicyemidae; abstract of a memoir pubHshed in tlie Bulletins of the Eoyal Academy of scieuce of Belgiiun by Mr. d'Arcy Power. (Quarterly Journal of microscopical science. New series XVII. 1877. pag. 132 — 145. 1 i)l.) Contribution h l'histoire des Dicyemides (Arcbives de Biologie publ. par E. V. Beneden et Charles van Bambeke. "^ Gand, Leipzig, Paris. Tom. III. 1882. pag. 197—228. pl. VH et THI). Claparede, Ed., Zusatz zu: "Wagener, über Dicyema KöU. (Archiv für Anatomie, Physiologie luid wisseuschaftl. Medizin. .Tahrg. 1857. pag. 364 — 366. Taf. XIV. Fig. 16 und 17). Claparede, Ed. et J. Laehmann, Etudes sur les Infusoires et les Rhizopodes. Geneve et Brilc 1860. ^III. partie. pag. 201—206. pl. XI. Fig. 1—7.) Erdl, . . . Ueber die beweglichen Fäden in den Venenanhängen der Cephalo- poden (Archiv fiir Naturgeschichte. IX. 1843. 1. Bd. pag. 162—167. Taf. VIII). Föttinger, AI., Recherches sur quelques Infusoires nouveaux, parasites des Cephalopodes (Archives de Biologie. Gand 1881. Tom. IL pag. 345). Kölliker, A., lieber Dicyema paradoxum, den Schmarotzer der Venenanhänge der Cephalopoden (Berichte von der Königl. zootomischen Anstalt zu Würzburg; zweiter Bericht für das Schuljahr 1847/48. Leipzig 1849. Artikel VIIL pag. 59—66. Taf. V.). Krohn, Aug., Ueber das Vorkommen von Entozocn und Krystallablagerungen in den schwammigen Venenanhängen einiger Cephalopoden (Fi'oriep's Neue Notizen. XL 1839. pag. 213—216). 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Krohn, der vor fünfzig Jabreu bei seinen Untersuchungen über die Bedeutung der „schwammigen Venenanhänge" der Cephalopoden auch deren weiss- lichen, mehr oder weniger ins Gelblicbe spielenden Saft von breiiger Con- sistenz genauer prüfte und die Meinung zurückwies, in dem Brei etwa Chyhis zu seben. „Viehnehr scheint diese Substanz aus Entozoen zu bestehen, die, myriadenweise übereinandcrgehäuft, die schwammigen An- hänge bewohnen". Sie kommen häufig bei Sepien und Eledonen vor; ihr cylindrischer, sehr lang gestreckter Körper trägt einen deutlich ab- gesetzten Kopf, an dem lange Cilien deutlich erkennbar sind, während Gesclüclitc. 255 es fraglich bleibt, ob auch der Körper selbst bewimpert ist. Das Thier macht lebhafte Bewegungen und ist auch im Stande, den Körper spiralig einzurollen. Im Inneren des Leibes erkannte K r o h n eine Menge mehr oder weniger lebhaft rotirender, kugelförmiger Körper, die zwei bis drei helle Bläschen umschlossen und, wenn befreit, sich sehr rasch mit Hilfe von Wimpern bewegten, die auf ihrer Oberfläche stehen. Diese Funde waren nur nebenher gemacht, und ihre Mittbeilung hatte den ausgesprochenen Zweck, die Forscher aufmerksam zu machen; Er dl folgte zuerst diesem Winke und lieferte neben einer eingehenden Be- schreibung auch die ersten Abbildungen der in Rede stehenden Parasiten, die er „bewegliche Fäden'' nennt und den Veuenanhängen von Octopus entnahm. Ihre thierische Natur, die sich in den verschiedensten Bewegungen äussert, steht ihm ausser allem Zweifel. Gegenüber Kr ohu wird die Bewimperung des ganzen Körpers coustatirt, doch sind die Härchen am Schwanzende bedeutend kleiner. Am verbreiterten Kopfende findet sich eine, meist nach abwärts gekehrte, cilienlose Scheibe mit einer Oeffnuug (Mund'?); der Leib selbst scheint hohl zu sein und enthält die kugligen luhaltskörper auf verschiedenen Entwicklungsstadien, doch so, dass im hinteren Ende nur Kugeln von einerlei, im vorderen von ver- schiedenem Aussehen sich finden. Die Entwicklung der letzteren aus ersteren d. h. wasserklaren kugligen Zellen mit Kern, die als Eier an- gesprochen werden, konnte einigermassen verfolgt werden. Etwa in der Mitte des Leibes des Mutterthieres erkennt Er dl eine sackartige Hervor- wölbung, die mit kleinen Körpercheu erfüllt ist; weil nun von hier nach hinten nur uuentwickelte, von da nach vorn nur sich entwickelnde Eier liegen, vermuthet der Autor, dass die diese Stelle passireuden Eier von ihr aus den Impuls zur Entwicklung erhalten, die Stelle selbst also ein „männliches Organ" sei; er lässt es unentschieden, ob ein Hoden oder eine Art receptaculum seminis vorliegt, in dem die Spermatozoen nicht erzeugt, sondern von aussen hinein gelangt wären; doch ist die erstere Ansicht, dass es sich um einen Hoden handle, wahrscheinlicher, weil der Sack mit seinem körnigen Inhalt selbst an sehr jungen Thieren schon deutlich erkennbar ist. Die Entwicklung der Eier verläuft im Innern des Körpers des Mutterthieres derart, dass der Kern der Eizelle „sich in eine granulöse Masse" auflöst, die sich in zwei bis drei kuglige Partien scheidet, deren Granula wieder verschmelzen, so dass jede Partie eine homogene Kugel darstellt. Diese zwei oder drei Kugeln sitzen der vergrösserteu „EihüUe" auf und erhalten später um sich herum eiue gelatinöse Masse, welche besonders nach dem den Kugeln entgegengesetzten Pole des Embryos sich anhäuft und bald Wimpern erhält; die längsten Wimpern stehen da, wo die Masse am dicksten ist. Mit Hilfe der Wimpern beginnen nun die Bewegungen des Thieres, welches in diesem Stadium „infusorien- artig'' aussieht; es tritt bald aus dem mütterlichen Körper heraus und lebt nun frei in den Venenanhängen oder auch im Wasser oder sogar 256 Mionelminthes. an der Körperoberfläche anderer Seetliiere z. B. Seeigel. In der Leibes- form erinnern sie an stiellose Vorticellen, in der Art des Schwimmens gleichen sie ihnen ganz. Erdl hat auch die weitere Entwicklung der infusorieuartigen Em- bryonen verfolgt ; dieselben sollen nach Verlust der Cilien an Beweglichkeit einbüssen und die kleinen Kugeln verlieren, während die grosse einst- weilen bleibt. Eine an der Stelle der kleinen Kugeln auftretende und bis zur Mitte der Leibesmasse einschneidende Rinne theilt die grosse Kugel und den Leib in zwei zusammenhängende Portionen, so dass der letztere nun etwa ,, blinddarmartig" oder wurstförmig wird ; das eine Ende ist etwas dicker und breiter und trägt die zu einer homogenen Scheibe umgewandelte Ivugel ; das spitzere, hintere Ende wächst allmählich in die Länge und im Inneren tritt eine granulöse Masse auf. Die zusammen- gerollte Haltung wird aufgegeben, indem der Bogen, den das Thier ein- nahm, sich immer mehr erweitert und sich schliesslich völlig streckt. Schon vorher waren die Wimpern wieder aufgetreten, auch konnte jene „sackartige" Stelle erkannt werden, die Erdl als Hoden deutete. Da nun im Innern auch die ersten Eier auftraten, so hatte das Wesen ziemlich vollständig den Bau des Mutterthieres erreicht, bis auf die Grösse. Auf Grund eigner Anschauungen berichtigte C. Th. v. Siebold in seinem Jahresberichte über Helminthen die Erdl 'sehen Angaben dahin, dass der am Kopfende gelegene fragliche Mund nur eine grubenartige Vertiefung ist, die es den Thierchen gestattet, ihr Kopfende wie eine Saugscheibe zu benutzen. Siebold möchte diese Parasiten lür die schlauchartigen Larven eines dem Generationswechsel unterworfenen Thieres halten und auf die Aehulichkeit des ,, infusorienartigen Inhaltes" mit den von Job. Müller beschriebenen, ungeschwäuzten Psorospermien hinweisen, während Erdl bekannte, dass unter allen damals bekannten Schmarotzern keiner auch nur eine entfernte Aehnlichkeit mit den „be- weglichen Fäden" hätte. Trotz der Angaben von Erdl blieb die Natur der Parasiten aus den Venenanhängen der Cephalopoden noch zweifelhaft, auch war es fraglich, ob man es mit ausgebildeten Thieren oder mit Larven zu thun habe. Auch die Untersuchungen Kölliker's, die derselbe im Herbst 1842 in Messina 'anstellte, gaben in dieser Kichtuug noch kein entscheidendes Resultat, förderten aber unsre Kenntniss um ein beträchtliches. Kölliker untersuchte neben Eledone, Sepia und Ocfo/ms noch Loligo sagiftata und Sepiola macrosoma und fand, dass die Parasiten der Veuenanhänge bei allen Cephalopoden wesentlich gleich beschaffen seien, weshalb nur die am besten bekannten Formen aus Octopus vulgaris Lam. und Octopus ma- cro^?(s Risso genauer dargestellt werden. Der Werth der Kölliker'schen Mittheilungen liegt neben dem tieferen Erkennen anatomischer Verhältnisse in dem Kachweis des Vorkommens von zwei verschiedenen Embryonen, die zwar Erdl schon kannte, aber aufeinander zurückführte; es sind die sogenannten infnsorienartigen und die wurmartigen Embryonen, welche Gescliiehte. 257 nie beide zusammen, sondern immer jode Sorte für sich in besonderen Individuen zu treffen sind. Wegen dieser Verhältnisse belegte Kölliker die in Eede stehenden Thiere vorläufig mit dem Namen Dicfjema*) pa- radoxum. Die Grösse schwankt je nach dem Alter; betrachtet man diejenigen Individuen, welche entwickelte Embryonen besitzen, als aus- gewachsen, so variirt die Länge von 0,2—0,67'", die Breite von 0,01—0,02'". An dem cylindrischen, langen und schmalen Körper setzt sich der Kopf durch eine seichte Furche von dem übrigen Körper ab (I. 2. a.)**); eine circulair verlaufende Einschnürung theilt den Kopf wieder in zwei Theile, von denen der vordere vier kurze, abgerundete Lappen besitzt, die eine gewöhnlich flache Vertiefung zwischen sich lassen; letztere hat wohl Erdl als Mund angesprochen, doch kommt bei manchen Individuen in der That eine Oeffnung hier vorn zeitweise vor. Bei jungen Thieren ist der Kopf gewöhnlich nur keulenförmig. Der Leib ist selten einfach drehrund, sondern zeigt bei den meisten Individuen eine verschiedene Anzahl von Hervorragungen, ,, Knospen'^, welche tbeils warzen- (I. 1. e.), theils .,astförmig'^ (I. 2. c.) sind. Die letzteren sind zweifellos aus den ersteren hervorgegangen und ausnahmslos nach hinten gerichtet; die warzenförmigen Knospen trifft man in variabler Anzahl (2 — 12) mehr bei jungen Thieren, die astförmigen zu 2 — 8 ausnahmslos bei den grössten Individuen. Bkyema ist ein einfacher, überall geschlossener Schlauch (I. 2.), dessen Hohlraum sich von einem Ende bis zum anderen in gleicher Weite erstreckt, ohne mit den Knospen in Verbindung zu stehen; er ist von einer hellen, etwas klebrigen Flüssigkeit erfüllt, in der die Embryonen zu treffen sind. Die Leibeswand ist — abgesehen von den Knospen — überall gleich dick und besteht aus einer hellen, gelblichen Substanz, in der gar keine Elemente oder Structuren zu erkennen sind. Auch die Knospen sind anfangs homogen, bilden aber später kleine, fettähnliche Körner (I. 1. f.) aus, die in älteren Knospen sich meist in kuglige H;uifen zusammenballen (L 2. f.). Bkyema ist vollkommen geschlechtslos und pflanzt sich nur durch Keime fort, „die von selbst in der Flüssigkeit der Leibeshöhle sich bil- den". Wie bereits erwähnt, entstehen zweierlei Keime: die infusorien- artigen Embryonen fand Kölliker birnförmig, 0,014—0,016'" lang und 0,009"' breit. Das breitere Ende wird nls Kopftheil (I. 11.) unterschieden, ebenso zwei Seitenflächen und eine Rücken- und Bauchfläche. Die hintere Leibeshälfte ist ganz bewimpert; auf der Bauchseite liegt ein flacher warzenförmiger Vorsprung (I. 13. e.), der eine Oeffnung in seiner Mitte erkennen Hess (? Mund). In der anscheinend ganz structurlosen Grund- substanz liegen eine „innere Blase" von Halbkugelgestalt (I. 11. 12. *) Von Sic. und xvrnia (Keim), Thier mit zweierlei Keimen. **) Die Verweise auf Abbildungen dieses Werkes geben wir in beistehender Form, in der die römischen Ziffern die Tafelnummer, die arabischen die Nummer der Figuren bedeuten und die Buchstaben erklärende Zeichen der letzteren sind. Bronn, Klassen des Thior -Reiclis. IV. 1. \1 258 Mionelminthes. 13. c.) und zwei „Kalkkörner" (I. 11. 12. 13. b.); ein aus zwei Hallten zusammengesetzter Ring- bildet einen Theil der Wand der Blase und liegt bauchwärts. Dorsalwärts von ihr und etwas mehr nach vorn findet man zwei rundlich elliptische Körner, über deren Bedeutung sich nichts sagen lässt. Die Entwicklung der infusorienartigen Embryonen gebt von kleinen Keimzellen in der Leibeshöhle aus, die schon Er dl kannte, je- doch für Eier hielt. Bei jungen Thieren in geringer Zahl vorhanden, häufen sich die Keimzellen bald in einer einfachen oder doppelten, sehr selten dreifachen Reihe in der Leibeshöhle an. Dann beginnt von einem oder mehreren „Bildungsp unkten" aus, welche übrigens gar keine Beziehungen zu den Knospen erkennen lassen, jedoch stets im vorderen Körpertheile liegen, die Umwandlung der Keime in die Embryonen und schreitet von diesen Punkten nach vorn und hinten fort. Der Keim zer- fällt in vier, sechs und mehr kleine Zellen (L 3. 4.), die dann zu einer homogenen Kugel (L 5.) verschmelzen, sehr bald die Anlage der Kalk- körner (L 6 — 10. a.) erkennen lassen, während erst später die innere Blase zum Vorschein kommt (L 9. 10. b.). Zuletzt treten die Wimpern auf (I. 9. 10. c), sind aber anfangs unbeweglich. Die wurmförmigen Embryonen (L 14.) gleichen den erwachsenen Thieren, nur sind Kopf, Leibeshöhle und Knospen noch nicht entwickelt; ihr Leib ist ganz bewimpert und ebenso structurlos wie in späteren Stadien ; an Stelle der Leibeshöhle sieht man eine Menge unregelmässiger, durch blasse Scheidewände getrennter Räume, die den Eindruck hervorrufen, als bestünde der Embryo aus hiutereinanderliegenden Zellen. Die Meinung Erdl's, als gingen die wurmförmigen Embryonen aus den iufusorienartigen hervor, muss zurückgewiesen werden, besonders weil man nie beiderlei Embrj^onen in einem Individuum trifft. Ihre Entwicklung geht ebenfalls von Keimzellen aus, doch finden sich diese nie in solchen Mengen, wie die Keimzellen bei Individuen, welche infusorienartige Embryonen erzeugen; auch kann von Bildungspunkten nicht gesprochen werden. Die Keimzelle zerfällt auch hier in ein Häufchen kleinerer Zellen, das sich dann in die Länge zieht, einen Einschnitt bekommt und einen gebogenen, wurm- förmigen Embryo darstellt; letzterer streckt sich, verlängert sich und erhält Wimperu. Zweifellos ist, dass beiderlei Embryonen aus dem Leibe ihrer Mutter- thiere heraustreten, fraglich bleibt es, ob durch die vielleicht nur temporär auftretende, oben erwähnte Oeffnung am Kopfende oder sonst wie. Die Umbildung der wurmförmigen Embryonen zu Wesen, die den Mutterthieren völlig gleichen, lässt sich Sehritt für Schritt verfolgen, dagegen bleibt das Schicksal der infusorieuartigen noch dunkel. Was die Deutung des Bicyema anlangt, so spricht sich Kölliker dafür aus, dass man mit Rücksicht darauf, dass zweierlei Embryonen in verschiedenen Embryonen sich bilden, ein Vorgang, der nie bei aiisge- Geschichte. 259 wachseueu Tbieren, wohl aber bei Jugendziiständen von Würmern sich finde, auch Dicyema als den Jugendzustand eines anderen Thieres halten müsse; ob eines Entozoons oder einer Planarie, Nemertine u. s.w. bleibe zweifelhaft. Während Kölliker die Entozoen in den Veneuanhängen aller von ihm untersuchten Cephalopodenarten als gleich ansah und mit einem Art- namen belegte, constatirte G. R. Wagen er in Triest, dass mehrere Arten vorkommen ; die in Eledone moschata lebenden Dicyema unterscheiden sich in manchen Punkten von der Kölliker'schen Art und werden daher als Dicyema eledones bezeichnet; immerhin ähnelt diese Form dem Dicyema paradoxum Köll. mehr, als den Dicyemeu aus Sepia officinalis, die in dem kleineren Kopf, schlankeren Leib und der Gestalt ihrer infusorienartigen Embryonen genügende Verschiedenheiten darbieten, um sie als besondere Art (Dicyema gracile) zu bezeichnen. Wag euer sah, dass die Parasiten mit dem Kopftheil fest in die Oberfläche des Venenanhanges eingesenkt sind, während der Leib frei in der serösen Flüssigkeit der Nierenkapsel flottiit. Von Wichtigkeit ist, dass Wagen er die Zusammensetzung des Kopfes bei Dicyema eledones aus vier kernhaltigen Zellen erkannte und auch die mittlere Schicht der Leibeswand „in einigen Fällen" aus grossen, gelben, zellenartigen Körpern zusammengesetzt fand. Im Gegensatz zu Kölliker sah Wagen er drei Schichten in der Leibeswand, die aussen mit laugen, aber weitläufig gestellten Wimpern besetzt ist. Unter diesen liegt eine doppelt contourirte Haut (äussere Schicht), dann folgt eine dickere oder dünnere, fein- oder grobkörnige, zuweilen gelb gefärbte Schicht und endlich wieder eine doppelt contourirte Membran. Die mittlere Schicht ist es, welche durch Ansammlung ihrer Masse an einzelnen Stellen die „Knospen" erzeugt, die sich oft vom Thier ablösen und zerfallen; Wagener vermuthet, dass sie vielleicht Excrete seien. Was Kölliker Leibeshöble nennt, wird als ein körperliches Gebilde erkannt, das sich isoliren lässt, allerdings an den Enden, wo die Keimkugeln entstehen, zu verschwinden scheint, so dass dieser „Kern" nur eben in der Mitte zu sehen ist, schliesslich aber, wenn die Keimkugeln das ganze Thier füllen, vergeblich gesucht wird. In dem Zerfall der Keimkugeln, deren Natur als kernhahige Zellen nicht erkannt werden konnte, sieht der Autor „eine Art von Furchung"; übrigens schildert er den Bau des infusorien- artigen Embryos wie Kölliker, nennt jedoch die ,, innere Blase" mit ihrem verdickten Rand „schalenförmiges Organ", das beim Tode des Embryo in vier gleiche Theile zerfällt; in der die Vertiefung der Schale tiberkleidenden, äusseren Haut befindet sich eine feine Grube oder Oeffnung, deren Rand ebenfalls vierlappig erscheint. Wag euer hat die Geburt der infusorienartigen Embryonen be- obachtet, die sich einfach als eine Perforation der Körperwandung der Mutter darstellt; der gleiche Vorgang scheint auch das Freiwerden der wurraförmigen Embryonen zu bedingen; letztere gleichen genau der Mutter, nur ist das „Kopfpolster" kleiner. 17* 260 Mionelmiuthes. Auch Dicyema gracile aus Sepia officinalis bildet zweierlei Embryonen, jedoch führen die iuliisorient'örmigen keine Kalkkörner und kein schalen- förmiges Organ. Die Mittheilungen von Ed. Ciaparede betreffen eine vierte Art, Dicyema Muelleri, welche in den Venenanhängen der Eledone cirrosa in Vallöe am Cbristianiatjord beobachtet ^vurde. Dieselbe besitzt zwar keinen scharf abgesetzten Kopf, doch macht sich ein Kopftheil dadurch bemerkiich, dass am Vorderende zwei Ringe von je vier Platten stehen (I. 15. 16.), die durch Furchen getrennt sind ; die dreieckigen Platten des vorderen Ringes entsprechen den vier Zellen des Polsters (Kopf) bei Dicyema ele- dones, während die hinteren, viereckigen Platten kein Homologon haben. Die infusorienartigen Embryonen (I. 17.) besitzen statt zweier Kalkkörner eine grössere Zahl, was Wagen er nur als gelegentliches Vorkommen bei seinen Arten bemerkte, sowie ein rundes, weniger stark lichtbrechendes Gebilde, das in einer durchsichtigen Hülle liegt. Auch die wurmförmigen Embryonen (I. 60.) zeigen ein von dem gewöhnlichen Verhalten abweich- endes — sie waren stets ohne Wimpern, unbeweglich und bald gerade, bald gekrümmt, wahrscheinlich also noch nicht voll entwickelt. Uebrigens hat Ciaparede in den hellen Kugeln, welche in dem inneren Hohlraum seines Dicyema sich finden, nie einen Kern beobachtet. — Die nächsten Verwandten der Dicyemen suchte Ciaparede in bewimperten Infusorien, besonders den Opalincn, ein Irrthum, den 1873 E. Ray Lankester durch die Beobachtung berichtigte, dass der Körper der in Scjna lebenden Dicyemen entschieden vielzellig sei, weshalb diese Thiere als degra- dirte Würmer zu betrachten wären. Er unterschied ein Ach sen- gewebe, das aus zerstreuten, sternförmigen Zellen gebildet wird und breite Epithelschuppen, welche das erstere umgeben. Weiter ent- deckte Ray Lankester häufige Quertheilungen, die es mit sich bringen, dass viele Individuen nur einen wenig ausgebildeten Kopftheil besitzen. Die übrigen Angaben bestätigen das schon Bekannte. Wenige Jahre vor diesen Mittheilungen fällt die Entdeckung der Orthonectiden durch W. Kefer st ein, der unter den bei Seeplanarien gefundenen Parasiten (Distonien und Gregarinen) ein ,,räthselhaftes Thier" abzeichnet (V. 1.), das in den Magentaschen von Leptoplana tremeUaris oft in grosser Menge vorkommt und 0,135 mm lang, 0,03 mm breit ist; im Text wird dieser Parasit nicht weiter erwähnt. 1874 fand dann \V. C. Mc. Intosh in der Haut von Linens gesserensis 0. F. Müll, ein ähnliches Thier (V. 2.), welches nach Befreiung aus seinem Wirthe im Wasser nmherschwamm ; es ist mit langen Wimpern bekleidet, sehr fein längsgestreift und lässt zahlreiche Körnchen in der Körperwandung er- kennen. Aeusserlich sind Segmente deutlich sichtbar: auf den aus drei Segmenten bestehenden, conischen Kopf folgen zwei andere, gleichgrosse, dann sechs grössere, von denen jedes aus einem vorderen grösseren und hinteren schmalen Stück besteht, und endlich drei undeutliche Segmente; Geschichte. 261 vom vierten Segment bis zum letzten erstreckt sich ein langgezogener Hohlraum. Dieses Thier hat dann A. Giard 1877 als Intosliia Linei genauer beschrieben, hierzu auch als andere Art die Ke ferste in 'sehe Form ge- zogen und aus dieser Gattung sowie einer anderen, RJiopalura, die Gruppe der Orthonectlden als eine neue Klasse der Würmer gebildet. Der Name wurde von den geradlinigen Schwimmbewegungen {ood^og und vtxrw) ge- wählt. Giard' s Mittheilungen, auf die wir weiter unten noch zurückkommen, erfuhren von Seiten El. Metschn ikoff's lebhaften Widerspruch, der in wesentlichen Punkten von Ch. Julin unterstützt wurde. Diese Arbeiten werden unten für die Darstellung der Orthonectlden die Grundlage ab- geben und so ist ein Bericht über dieselben an dieser Stelle überflüssig. Auch Jourdain beschrieb unter dem Namen ProtJielminthus Hessi eine hierher gehörige Form, von der es zweifelhaft bleibt, ob sie mit einer Giard 'sehen zusammenfällt. 1876 veröffentlichte E. v. Beneden eine Arbeit, die für die Be- urtheilung der Dicyemiden von grosser Bedeutung wurde; er wies nach, dass das Achsengewebe (Ray Lankester), die Leibeshöhle der früheren Autoren eine einzige, stark verlängerte Zelle sei, die er als Entodermzelle den sie in einschichtiger Lage bekleidenden, wim- pernden Ectodermzellen entgegensetzte. Die Organisation erwies sich nach v. Beneden als unter allen bekannten Metazoen stehend, deren Entoderm doch wenigstens eine Schicht Zellen darstellt und bei denen doch eine Spur des Mesoderms vorhanden sei; irgendwie differen- zirte Organe oder ein innerer Leibesraum fehlte völlig, was die Dicye- miden von allen Metazoa unterscheide, während ihre Mehrzelligkeit sie von den Protozoa ausschlösse. Sie nehmen also am besten eine Mittel- stellung zwischen Protozoen und Metazoen ein, für welche Gruppe der Name „Mesozoa" vorgeschlagen wurde. Auch die von v. Beneden sehr ausführlich geschilderte Entwicklungsgeschichte schien für diese An- schauung zu sprechen; den Dicyemiden sind die hypothetischen Gastrae- aden, die jetzt nur in der Entwicklung der Metazoen repetirt werden,- nahe verwandt. In einer späteren Arbeit werden von v. Beneden auch die Ortho- nectlden zu den Mesozoa gestellt, da die für letztere gegebene Definition völlig für sie passe; auch sie erheben sich nicht über das zweiblättrige Stadium. Neben Dicyemiden werden noch Heterocyemiden unter- schieden und beide als llhoiul)Ozoa vereinigt, die mit den Orthonectlden die beiden einzigen Ordnungen des Typus Mesozoa darstellen. 262 IVIionelminthes, Khombozoa. I. Kl. Rhombozoa. A. Bau der Dicyeinida. Die Gestalt der Dicyeraiden kann man im Allgemeinen als eine langgestreckte bezeichnen ; dabei sind die Thiere drehrimd ; gewöhnlich setzt sich ein deutlich verbreitertes Ende als Kopftheil ab, während das entgegengesetzte Hinterende sich meist etwas zuspitzt. Die Länge schwankt nach den Messungen von Whitman zwischen 0,75mm {Bicyema schulzianum E. v. Ben., Biajema truncatum Whitm.) und 6 — 7 mm {Bicyema macrocephalum E. v. Ben. , Dicyemennea gracile (Wag.) Whitm. und Dicyemennea eledones (Wag.) Whitm.; die Breite des Körpers beträgt selten ein Zehntel, meist nur ein Zwanzigstel oder Dreis- sigstel der Länge, wobei aber die buckel- oder warzenförmigen Erhebungen der Ectodermzellen nicht mitgerechnet sind. Der Körper der Dicyemiden besteht aus einer Anzahl von Zellen, unter denen sich der Lagerung nach äussere und eine centrale unter- scheiden lassen; erstere sind immer in der Mehrzahl, letztere immer in der Einzahl vorhanden. Ihr gegenseitiges Verhältniss besteht darin, dass die central gelegene Zelle von den äusserlich gelegenen allseitig und in einschichtiger Lage umhüllt wird. Diese Anordnung, so wie die Ent- wicklung der Dicyemiden, haben die Anhaltspunkte dafür gegeben, die periphere Zellenschicht als Ectoderm, ihre Elemente als Ectodermzellen und die centrale oder axiale Zelle als Entoderm resp. einzige Entoderm- zelle zu bezeichnen. Die Ectodermzellen sind nicht alle einander gleich : der oben erwähnte Kopftheil wird von anders gestalteten Ectodermzellen gebildet, als sie den Rumpf oder Körper der Dicyemiden bekleiden, und so unterscheidet man unter den Ectodermzellen diejenigen des Kopftheiles von denen des Rumpfes. 1. Kopftheil. Der Kopftheil oder die Kopf kappe {coiffe polaire bei v. Beneden, polar calotte bei Whitman), besteht aus zwei Gruppen von Zellen, von denen die vordere eine mehr oder weniger gewölbte Scheibe darstellt, während die Zellen der hinteren Gruppe stets einen Ring bilden; E. v. Beneden nennt alle Zellen des Kopftheiles Polar zellen, wogegen Whitm ann die vorderen Zellen als propolare von den hinteren meta polaren unterscheidet. Die ersteren kommen stets, wie es van Beneden zuerst erkennt hat, in der Vierzahl vor, die letzteren dagegen zu vier oder fünf, so dass also im Ganzen acht oder neun Polzellen zu zählen sind, ein Verhältniss, das Whitman mit ,,octomerisch*' (Dicyema) und ,,ennea- merisch" — von ivi'sa, neun — (Dicyemennea) bezeichnete. In einigen Fällen kommen die dann kleineren propolaren Zellen central und die grösseren metapolaren peripher zu liegen. Bau der Dicyeimda. 263 Bei jugendlichen Individuen liegt die Kopfkappe vollkonimen symme- trisch (III. 1.) und der Punkt, in welchem die vier propolaren Zellen, welche in einem Kreuz (-|-) sich berühren, zusammenstossen, fällt in das eine Ende der Hauptachse des ganzen Thieres, das ist der orale Pol; in solchen Fällen ist eine Unterscheidung von Bauch- und Eückenfläche aus der Form der Kopf kappe nicht möglich. Doch gewöhnlich geht diese ortho- trope Form der Ko^f kappe, veranlasst durch gewisse Wachsthumsver- hältnisse, in eine plagiotrope über, wobei gewöhnlich die ganze Kappe sich mehr oder weniger nach einer Seite, der ventralen hin verschiebt (III. 3. 5.) sehr viel seltner nach der rechten oder linken. Die Ursache hierfür sucht van Benedeu in einer Vergrösseruug zweier propolaren Zellen, die er die dorsalen nannte, Whitman in einem stärkeren Wachs- thum der dorsalen Kumpfwand, welches die dorsal gelegenen Polzellen ventralwärts verschiebt, mitunter so sehr, dass sie ganz ventral liegen; wie hervorgehoben wird, sind Grössenunterschiede zwischen dorsalen und ventralen Propolarzellen entweder nicht vorhanden oder unbedeutend oder es sind die ventralen grösser als die dorsalen. Die metapolaren Zellen sind meist ein wenig grösser als die pro- polaren, nur in einigen sind die Unterschiede recht beträchtlich und dann umsäumen sie als eine periphere Lage die nun central gelegenen pro- polaren Zellen. In der Regel correspondiren die metapolaren Zellen mit den propolaren (I. 15. 16. III. 1.), so dass man in beiden Reihen je eine dorsale rechte, dorsale linke, ventrale rechte und ventrale linke Zelle unterscheiden kann; mitunter jedoch (bei Dicyema truncatum Whit) findet eine Drehung des Ringes der metapolaren Zellen statt und zwar um 45*^, so dass nun polare und metapolare Zellen alternirend stehen; jetzt liegen die hinteren Zellen so, dass man eine dorsale, zwei laterale und eine ventrale Metapolarzelle unterscheiden kann (III. 4.). Was endlich die enneamerischen Dicyeraiden anlangt, die sich, wie erwähnt, durch den Besitz von fünf Metapolarzellen auszeichnen, so scheinen letztere immer so angeordnet zu sein, dass je eine dorsal und auf den beiden Seiten, zwei aber symmetrisch auf der Bauchseite liegen. Alle Zellen der Kopf kappe tragen auf ihrer freien Fläche Wimperu (I. 15. 16. 58. 59., II. 2. 12., III. 1. 6.), die nach van Beneden kürzer und dicker sind als die Wimpern der Rumpfzellen. Die Polzellen selbst zeichnen sich durch feinkörnige Beschaffenheit ihres Protoplasmas und geringere Dimensionen vor den Rumpfzellen aus; sie haben die embryonale Form mehr beibehalten als die zu Platten, selbst Rinnen umgewandelten Zellen des Körpers. Die Formen der Kopfkappe variiren nicht unbeträchtlich, was von verschiedenen Umständen abhängig scheint; dafür kommen in Betracht das gegenseitige Grössen- und Dickenverhältniss der Polzellen unter- einander, die Grösseudimensionen des Rumpfes und die mehr oder weniger ausgeführte Lageveränderuug der ganzen Kappe. Aus dem Mitgetheilten 264 Mioneliiiintlies, Rhoinbozoa. erhellt ferner, dass die Form aucli je nach dem Altersziistande des be- treffenden Thieres wechselt. 2. Rumpf Zellen. Die zunächst an die Metapolarzellen sich anschliessenden Rumpfzellen, welche in einschichtiger Lage den ganzen Körper bedecken und mit den Polarzellen das Ectoderm darstellen, hat E. van Beneden als para- polare von den übrigen Rumpfzellen unterschieden (III. 1. 3. 6. pp.); sie zeichnen sich durch Angrenzen an die Kopfi^appe, körnigen Inhalt und starke Auftreibung nach innen vor den übrigen Rumpfzellen aus; hierdurch kommt es, dass bei Bicyem'ma JcöUiheriana v. Ben. (= Dicyem- ennea gracüe [Wagen.] Whitm.) die 8pitze der centralen Achsenzelle lan- zettförmig eingeschnürt wird (II. 2.). lieber die Zahl der Parapolarzellen und die Betlieiligung derselben an der Kopfkappe gehen die Meinungen van Ben eden 's und Whitraan's auseinander. Nach ersterem sollen bei einigen Arten gar keine Parapolarzellen zu erkennen sein, weil sie sich vor den übrigen Rumpfzellen nicht auszeichnen ; alle solche Arten stellte van Beneden zu Dicyema, falls sie octomerisch und zu DicyemdJa, falls sie enneameriseh waren; bei anderen erkannte van Beneden zwei (Dicyemina) oder vier Parapolarzellen (Bicyeynoijsis). Doch Whitm au bestreitet dies; nach ihm sind stets zwei parapolare, seitlich liegende Zellen vorhanden, die bei Dicyemella u. a. einen Antheil an der Bildung der Kopfkappe nehmen, also schon dadurch vor den übrigen Rumpfzellen sich auszeichnen. Was van Ben e den bei Bkyemopsis als vier Para- polarzellen gezählt hat, sind zwei solcher und zwei zwischen letztere sich eiuschliessende Ectodermzellen. Die Betheiligung au der Bildung der Kopfkappe ist nach W^hitman nicht in allen Fällen so erheblicb, wie sie van Beneden b instellt. Bei Dicyeniennea Wbitm., Dicyema clausianum v. Ben. und truncatum Whitm. treten von den nächstfolgenden Ectodermzellen nur zwei in Ver- bindung mit den parapolaren, indem die eine sich dorsal, die andere ventral einschiebt; hier ordnen sich auch die nachfolgenden Rumpfzellen paarweise und alternirend (III. 2.), doch findet bis zum Schwanzende eine spiralige Drehung nach links hin statt, im Ganzen um einen rechten Winkel. Bei den übrigen Arten reihen sich an die parapolaren Zellen direct zwei dorsale und eine ventrale Ectoderrazelle an, so dass im Quer- schnitt — abgesehen vom Rumpfende — drei Zellen getroffen werden. Ursprünglich hatten alle Rumpfectodermzellen kubische Gestalt, doch im Laufe des Wachsthums des Körpers strecken sie sich ganz bedeutend in die Länge, platten sich ab und nehmen mehr Spindelform an ; gleich- zeitig krümmen sie sich entsprechend der Convexität der Achseuzelle, so dass man eine gewölbte Aussen- und eine hohle Innenfläche unterscheiden kann. Erstere ist stets mit laugen Wimpern besetzt. Die zwei hintersten Rumpfectodermzellen sind meist halbcylindrisch und umfassen das Hinter- ende der Achsenzelle; bei Dicyema truncatum Whitm. (III 2.) sind die Bau der Dicyeniida. 265 beiden letzten Zellen birntormig, aufgetrieben und bilden ein zweilappiges Hiuteiende. Die Zahl der Rumpfzellen wird von Whitman je nach den Arten auf 12 — 20 angegeben, wobei die Parapolarzellen nicht mitgerechnet sind; jedoch stimmen die Zählungen nicht ganz mit denen von van Beneden überein; auch scheint die Anzahl innerhalb der Art nicht ganz constant zu sein, obgleich in den Artdiagnosen bei Whitman immer nur eine Zahl angegeben wird. Wie die Polarzellen, so waren auch die Rumpfzellen ursprünglich Zellen mit feinkörnigem Zellleibe, kugligem oder ovalem Zellkerne und einem einzigen Kernkörperchen; gewöhnlich treten nun in den Rumpf- ectodermzellen Ausscheidungen in verschiedenen Formen auf; bald handelt es sich um kleine Körnchen, bald um grössere Partikel von rundlichem, ovalem, selbst crystalloidem Aussehen, die einzeln bleiben oder sich zu grösseren Haufen zusammenballen (II. 1. 3. 4. 5. 12., III. 6.). Im frischen Zustande sind diese festen Ausscheidungen stark lichtbrechend und gelblich bis bräunlich; in Alcohol und Aether unlöslich, schwärzen sie sich nicht mit Osmiumsäurelösungen, bleiben aber bei Zusatz von Carmin oder Haematoxyliu ungefärbt; bei Zusatz von Säuren entwickeln sie keine Gase. Neben ihnen können noch homogene, helle Kugeln auf- treten, die man wohl als Vacuolen ansprechen darf. Bei einem Theile der Rumpfectodermzellen sammeln sich diese Aus- scheidungen in geringerem Masse an, wodurch diese Zellen buckeiförmig nach aussen hervorgewölbt werden; mitunter ist die Ansammlung so stark, dass die Zellen wie kleine gestielte Säcke dem Körper anhängen. Whitman nennt sie verruciform cells, van Beneden bosses und verrues. Ihre Zahl tibersteigt nicht sechs bei einem Indivduum (I. 2,, II. 1. 3. 4. 5.). Die Aussenfläche aller Ectodermzellen ist verdickt ; hier trägt sie feine Kanälchen, durch welche die Cilien hiudnrchtreten. Immerhin ist diese membranartige Schicht keine feste, da bei zufälligen Verletzungen und Durchbohrungen der Zellen — etwa von Seiten der Embryonen — die Wunde sich bald wieder schliesst. Wasserzusatz lässt die Zellen sich aufblähen und in kuglige Tropfen zerfallen. Der bei jungen Ectodermzellen ohne Weiteres erkennbare Kern tritt bei älteren gewöhnlich erst nach Zusatz von Säuren oder Farbstoffen deutlich hervor; er ist gewöhnlich oval und liegt meist im hinteren Theile der Zelle. Dem Baue nach gehört er zu den bläschenförmigen Kernen mit einem feinen Kernfadennetzwerk. Gewöhnlich ist nur ein kugliges, stark lichtbrechendes Kernkörperchen vorhanden. 3. Axial z eile. Wie bereits erwähnt wurde, erkannte E. van Beneden, dass der cen- trale Theil des langgestreckten Körpers der Dicyemiden eine einzige Zelle sei, die Achsen- oder Axial- oder Entodermzelle. Ihre Gestalt ist entweder fast rein cylindrisch oder spindelförmig, in einigen Fällen vorn lanzett- •2QQ Miöuelmiuthes, Rhombozoa. förmig. An ihrer ganzen Aussenfläche wird sie von den Ectodermzelleu direct bedeckt. Gewöhnlich bemerkt man (II. 2. 4. 12.), dass diese Achsenzelle doppelt coutonrirt erscheint, was der Ausdruck einer differenzirten Grenz- schicht ist, die jedoch in Wasser oder wässrigen Lösungen von Reagentien zerfällt, auch von Embryonen leicht durchsetzt wird. Auch hier ist an- fangs der Zellinhalt eine einheitliche, feinkörnige Masse von gallertiger Consistenz, in der aber bald Vacuolen auftreten. Diese liegen in der nicht dicken Zelle zuerst in einer Reihe und werden durch quer verlaufende Scheidewände von Zellsubstanz getrennt, eine Anordnung, welche am längsten im hinteren Theile der Achsenzelle erhalten bleibt. In den mitt- leren Partien treten dann auch Vacuolen in den Scheidewänden auf, die dann schliesslich ein ganz unregelmässiges Netzwerk darstellen. In der Mitte jeder Axialzelle liegt ein sehr grosser Kern (II. 12., III. 1. 9.), der bei ganz erwachsenen Thieren oval oder ellipsoid ist. Auch er besitzt den Bau der bläschenförmigen Kerne, ist aussen von einer Membran umgeben und durchsetzt von dem Netzwerk des Nucleo- plasma, einer sehr fein granulirten Substanz, in deren Maschen die mehr homogene, sich schwächer färbende Kernsubstanz gelegen ist. Das Kern- fadennetz ist übrigens nicht in allen Fällen gleich. Gewöhnlich findet man central, doch auch excentrisch ein relativ kleines kngliges Kernkörperchen. Nicht selten erweist sich die Axialzelle mehrkernig, indem bis neun Kerne beobachtet wurden, von deren Herkunft später die Rede sein wird. B. Bau der Heteroej einida. In Bezug auf Heterocyemiden sind wir allein auf die eine Arbeit von Ed. van Beue den (1882) hingewiesen, der zwei Arten näher beschreibt: Conocyema pölymorplia (muss polymorphum heissen) nnd Microcyema vespa. Letztere Form (IV. 20,), deren Grösse nicht einmal bekannt ist, ist schlauch- förmig, an einem Ende etwas verdickt, an beiden aber abgerundet; die Rindenschicht oder die Wandung des Schlauches ist wimperlos und besteht aus einer körnigen Masse, welche den Achsenkörper, der wie ein Hohl- raum erscheint, umgiebt. Man darf wohl die Rindenschicht auf mehrere verschmolzene Ectodermzelleu zurückführen und den Achsenkörper als Entodermzelle betrachten, wofür gewisse Entwicklungsstadien (IV. 18. 19.) sprechen. Die andre Art, Conocyema polymorplium v. Ben,, kommt — wie die Dicyemiden — in zwei Formen vor, die van Beneden schon früher als nematogene und rhombogene bezeichnet hat, Namen, die dar- nach gebildet wurden, dass die eine Form, die nematogene nur wurm- förmige, die rhombogene nur infusorieuartige Embryonen erzeugt. Bau der Heterocyemida. 267 a. Nematogene Form von Conooyema polymorphum v. Ben. (IV. 1.2.3.4). Die Gestalt der Nematogenen ist sehr variabel; einen rein faden- förmigen Körper, wie er den Dieyemiden zukommt, findet man hier nicht, denn selbst bei den langgestreckten Individuen beträgt die Länge immer nur das vier- bis fünffache der Breite (IV. 1.3.); mitunter ist der Körper unregelmässig abgerundet, beinahe so breit wie lang, oder keulenförmig (IV. 4.) und so weiter. Warzenförmige Erhebungen mit coucrementartigen Ausscheidungen kommen nicht vor, doch trifft man nicht selten an einem der beiden Enden granulirte und dunkle Massen (IV. 1. 4.), welche au die beiden endständigeu Warzen bei Dmjemina JcÖllikeriana v. Ben. (IL 1.) erinnern ; nur finden sich bei Conocyema stets vier solcher Lappen , die sehr verschiedene Gestalt haben und als Terminalwarzen (verrues ter- minales) (tw in den Figuren) bezeichnet werden können. Wie bei Dieyemiden kann mau auch hier Ectoderm und einen Achsen- körper unterscheiden. 1. Ectoderm. Die Zellen des Ectoderm bilden ebenfalls eine einschichtige Lage um den Achsenkörper, doch sind die Zellgrenzen meist nicht so deutlich wie bei entsprechend alten Dieyemiden, ja mitunter sind gar keine Grenzen zu constatiren; es scheint übrigens, dass in den letzten Lebensphasen ein Ectoderm überhaupt nicht mehr vorhanden ist. Wie bereits erwähnt, be- sitzt ein Theil der Individuen Terminalwarzen, die immer in der Vier- zahl vorkommen und sich als modificirte Ectodermzellen erweisen; durch die gewöhnlichen Reagentien lassen sich diese vier Zellen deutlich von einander abgrenzen und in jeder derselben ein Kern nachweisen. Sie sind mitunter mit eigenthümlichen, bewimperten Fortsätzen (IV. 3.) ver- sehen, die sich jedoch nicht mehr bewegen. Van Beueden schreibt den Terminalzelien amöboide Bewegungstähigkeit zu und meint, dass durch die bewimperten Fortsätze, die nur vorübergehend sich finden und abfallen, die äussere, Wimpern tragende Rindenschicht der Zellen, die sie in jüngeren Stadien besitzen, abgeworfen würde, was ja auch G. Wagener von den Warzen der echten Dieyemiden gesehen hat. Ueberhaupt ist v. Beneden geneigt, die Terminalzellen dieselbe, freilich noch unbekannte physio- logische Rolle spielen zu lassen, wie die Warzenzellen bei den Dieye- miden. Ursprünglich waren alle Ectodermzellen, deren Zahl bis zwölf betragen kann, bewimpert, doch gehen die Wimpern — vielleicht auf die von van Beneden gedachte Art — später stets verloren. 2. Entoderm. Je nach der Körpergestalt verhält sich auch die Gestalt der Achsen - zelle verschieden; ihre variablen Formverhältnisse müssen als bedingend für die Form des Conocyema betrachtet werden. Die stets nur in der Einzahl vorkommende Achsenzelle besitzt eine derbe protoplasmatische Aussenschicht von überall gleicher Dicke, die jedoch nicht als Membran im gewöhnlichen Sinne des Wortes zu betrachten ist; sie quillt in Wasser 268 Mionelminthes, Khombozoa. und wässrigeu Lösungen auf und zerfällt scliliesslich ganz; auch wird sie von den Embryonen ohne Schwierigkeit durchsetzt. Der Zellinhalt ist meist klar, homogen und von gallertiger Beschaffen- heit; mitunter erkennt man (iV. 4. 14.) zarte Protoplasmatäden, die ent- weder von der Aussenschicht oder vom Kern entspringen und den Zell- iuhalt durchsetzen. Der Kern (IV. 4, n.) der Achsenzelle hat eine variable Lage; er ist gewöhnlich ovoid, selten kuglig, stets von einer scharfen Membran um- geben und besitzt immer ein Kernfadennetzwerk ; ein Kernkörperchen lässt sich stets erkennen. b. Rhombogene Form von Conocyema (IV. 14. 15.). Die Rhombogeneu haben immer einen kugligen Körper, was von der rundlichen Gestalt der auch hier stets einzigen Achsenzelle abhängt. Dieselbe wird von einer aus wenigen Zellen bestehenden, bald zarten, bald dicken äusseren Schicht umgeben, die, Avie es scheint, amöboide Bewegungen vollführen kann. Auch in ihr bilden sich stark lichtbrechende Körperchen in verschiedener Anzahl. Eigenthümlich ist es, dass mitunter einige Ehombogenen zu Colonieu zusammentreten und sich verbinden (IV. 12. 13.), was durch Verkleben der Ectodermschicht mehrerer Individuen bewirkt wird. Die Acbsenzellen erscheinen dann in dem Plasmodium als helle, Embryonen führende Blasen, in denen sich neben den letzteren stets der Kern (IV. 13.) noch er- kennen lässt. C. Fortpflanzung. Dimorphismus der Dicyemiden. Es ist schon im historischen Abschnitt bemerkt worden, dass bereits ErdI zwei verschiedene Formen von Embryonen erkannte, jedoch die Meinung hegte, dass dieselben nur verschiedene Entw^cklungsstadien seien; erst Kölliker zeigte, dass diese beiden Sorten von Embryonen, die er wurmförmige und iufusorienartige nannte, nicht zusammengehören, dass sie vielmehr in verschiedenen Mutteriudividuen entständen. Ed. van Beneden bestätigte diese Angaben und fand ferner, dass Unterschiede zwischen den Mutterthieren bestehen, je nachdem sie wurmförmige (vermi- forme) oder infusorienartige (infusoriforme) Embryonen erzeugten; die erstere nannte er Nematogene, letztere Rhombogene. Die Ehombogenen sind im Ganzen kürzer nnd dicker, dem ent- sprechend ist ihre Achsenzelle breiter, auch ist dieselbe im Kopftheil ab- gerundet; die Zahl der Ectodermzellen ist bei ihnen variabel, jedoch ge- ringer als bei den Nematogenen; endlich sind die Keimzellen, anf die Avir gleich zu sprechen kommen, klein und entstehen enHogeu im Rcticulum der Achsen zelle. Dagegen sind die Nematogenen lang und schlank, ihre Achseuzelle sclimal und vorn zugespitzt; auch die Polarzellen sind Dimorphismus der Dicyemida. 269 dicker, die Zahl der Ectodermzellen ist eine constante, auch sind sie oft grösser als bei den Rhombogenen derselben Species; endlich entstehen die fast noch einmal so grossen Keimzellen endogen in besonderen Zellen (germigens), die in der Achsenzelle liegen. Diese beiden Formzustünde jeder Art hielt E. van Beneden aus- einander, ohne jedoch bestimmt die Meinung abzuweisen, dass vielleicht die eine Form aus der anderen hervorgehe; es wäre möglieb, dass ein neraatogenes Thier nach Absetzung seiner Brut wurmförmiger Embryonen sich in ein rhombogenes umwandle und nun infusorienartige Embryonen erzeuge. Whitman dagegen giebt zwar die beiden Formen, in der eine Art auftrete, zu, hält dieselben jedoch für aufeinander folgende Zustände des- selben Thieres, eine Möglichkeit, an die auch van Beneden gedacht hatte, jedoch im entgegengesetzte Sinne; nach Whitman folgt auf den rhombo- genen Zustand der nematogene. Es liegt in der Natur der Sache, dass eine directe Beobachtung für diesen Ausspruch nicht angeführt werden kann, weil man die Dicyemiden zu kurze Zeit am Leben erhalten kann, um die Umwandlung zu sehen; doch spricht dafür die Thatsache, die auch van Beneden nicht unbekannt war, dass man mitunter in einem Cephalopoden nur Nematogene, in einem anderen nur Rhombogene trifft, während gewöhnlich beide Formen gemischt neben einander vorkommen. Auch beobachtete Whitman, dass Dici/ema moschatum bei jungen Ele- donen fast nur in der nematogenen Form zu beobachten war oder in dieser Form doch bedeutend überwog, während ältere Wirthe beide Formen gemischt, aber die Rhombogenen überwiegend enthielten; auf diese Ver- theihmg schien die Jahreszeit keinen Einfluss zu haben. Gelegentlich konnte übrigens auch constatirt werden, dass in demselben Individuum beiderlei Sorten von Embryonen vorkommen. Alles dieses deutet also nach Whitman auf den genetischen Zusammenhang beider Formen hin. Die Keimzellen. Wie schon früher constatirt wurde, geht die Entwicklung der Embryonen in der Achsenzelle von sogenannten Keimen «oder Keimzellen aus, die selbst wieder ihre Entstehung in der Achsenzelle finden. Nach v. Beneden sind die Keime für die wurmförmigen Embryonen 0,012—0,014 mm gross und besitzen einen kugligen Kern von 0,005—0,006 mm Durchmesser mit einem punktförmigen Kernkörperchen. Diese ganz hellen, erst bei Säurezusatz granulirt erscheinenden Keimzellen sollen isolirt in dem Reti- ßulum der Aehsenzelle, und zwar auf endogenem Wege, d. h. ohne Theil- nahrae des Kernes der Mutterzelle entstehen. Dagegen zeigen die Keime für infusorienförmige Embryonen fast doppelte Grösse (0,021 mm), auch sind sie fein granulirt und ihr Kern von einem Kranze grösserer Körnchen umgeben, welche übrigens auch in der peripheren Schicht des Leibes solcher Zellen vorkommen. Ihren Ursprung leitet van Beneden aus be- sonderen, grösseren Zellen (Germigenen) ab, die in der Achsenzelle liegen, leren Herkunft jedoch diesem Autor dunkel blieb. 270 Mionelminthes, Rhorabozoa. Alle Beobachter stimmen darin iiberein, dass die Keimzellen schon in den wurmförmigen Embryonen und zwar recht früh zu sehen sind (vergl. z. B. II. 4., III. 1, ve.); ihre Entstehung fällt in ein Embryonal- stadium, in welchem die Ectodermzellen soeben die eine Entodermzelle umwachsen haben (I. 52. 53.). Wbitman hat nun gezeigt, dass diese Keimzellen nichts anderes sind, als Theile der künftigen Achsenzelle: der Kern dieser theilt sich unter dem bekannten Bilde der indirecten Kerntheilung (III. 18.), wobei das übrigens etwas kleinere Theilstück, wie es scheint, stets nach hinten zu liegen kommt; dann grnppirt sich auch Protoplasma um den neuen Kern und so findet man (III. 19., 15.) in einer Höhlung der Entodermzelle die erste kleinere und dunklere, aber nicht granulirte Keimzelle. Die zweite Keimzelle entsteht wahrscheinlich unter denselben Erscheinungen, aber, wie es scheint, immer im vorderen Abschnitte der Entodermzelle, die sich mehr in die Länge streckt (III. 20., I. 53. 54. 55. 57.). Eine w^eitere Betheiligung des Kernes der Entoderm- zelle an der Bildung von Keimzellen findet nicht mehr statt, vielmehr entstehen die übrigen durch Theilung der beiden primären, wobei wahr- scheinlich die hintere vorausgeht. Zu dieser Zeit verlassen die Embryonen das mütterliche Thier und gewöhnlich folgt hierauf erst die Bildung weiterer Keimzellen durch Theilung (III. 9., I. 59.). Wahrscheinlich ist das anfängliche Verhalten bei den infusoriformen Embryonen nicht anders als bei den vermiformen. Sind acht Keimzellen vorhanden, wobei vier vor und vier hinter dem Kern der Achsenzelle liegen, so entscheidet es sich, ob infusoriforme oder vermiforme Embryonen aus den Keimzellen entstehen; geht der Theilungs- process der Keimzellen weiter, wobei der grosse Kern der Achsenzelle in der Mitte derselben liegen bleibt, so entstehen später in diesem Thier nur wurmförmige Embryonen (primäre Nematogene). In anderen Fällen wird jede dieser Zellen (Germigen van Beneden) zu einem Centrum der Vermehrung, indem die aus ihnen hervorgehenden Zellen sich mehr oder weniger concentrisch gruppiren. Vorher aber schnüren, wie Whitman erkannt hat, die ursprünglichen Zellen erst unter Bildung einer karyo- kinetischen Figur ein Körperchen (III. 10, n^) ab, das man mit einem Pol- oder Richtungskörperchen vergleichen könnte, w^enn die sonstigen Verhältnisse dieselben wären. Dieses Körperchen, Paranucleus bleibt dann immer in der Nähe der Gruppe liegen (III. 11, n^); die beiden Zellen g dieser Abbildung sind durch Theilung der Zelle m auf Tafel III Fig. 10 entstanden. Diese Theilungen gehen nun weiter und die Theil- stücke bilden einen kugligen Haufen. Sind eine Anzahl Zellen ent- standen, so nimmt eine derselben, die etwas grösser als die andere ist und einen durch Essigsäure schärfer hervortretenden Kern besitzt, das Centrum der ganzen Gruppe ein. Diese eine Zelle nun wird zur Er- zeugerin einander folgender Generationen von Zellen, von denen jede — ausgenommen die der letzten Generation — bestimmt ist, infusorienartige Embryonen zu bilden (III. 8, ig). Selbstredend ist diese centrale Zelle Dimorphismus der Dicyemida. 271 Dicht identisch mit dem oben als Germ igen (van Beneden) bezeichnetem Gebilde. Whitman möchte diesen Namen — aber Ger mögen ge- schrieben — der centralen Zelle (IIL 8, c) geben und die ganze Zell- gruppe Infusorigen nennen (III. 7, g), einen Namen, den van Beneden aufgestellt, aber gleichwerthig mit Rhombogen — also ein erwachsenes Thier bezeichnend — gebraucht hat. Neben jedem Infusorigen liegen also schliesslich in der Achseuzelle eine Anzahl reifer Keimzellen sowie Entwicklungsstadieu derselben und je ein Paranucleus, der gegen früher an Grösse zugenommen hat. Ist das Germogen eines Infusorigens erschöpft, so bleibt dessen Kern (III. 8, n") als „Residualkern'' noch in der Achsenzelle liegen. Triflft man nun ein Nematngen mit mehr als einem Nucleus in der Achsenzelle, so ist dasselbe nicht mehr primär nematogen; denn von drei Nuclei ist der eine der eigentliche Kern der Achsenzelle, der zweite der Paranucleus und der dritte der Residualnucleus, der da anzeigt, dass ein Infusorigen erschöpft ist und sich aufgelöst hat; 5, 7, 9 Nuclei (das Maximum!) lassen auf 2, 3 resp. 4 vorhanden gewesene Infusorigene schliessen. Doch ist es mitunter unmöglich die Kerne nach ihrer Be- deutung zu erkennen; jedenfalls ist aber dann die Achsenzelle, worauf schon oben verwiesen wurde, mehrkernig. Schon oben wurde angeführt, dass alle aus den Germogenen hervor- gehenden Keimzellen zu infusorienartigeo Embryonen sich umbilden, bis auf die letzte Generation; diese sind nämlich kleiner als die infusorien- bildenden Keime, bleiben auch nicht in Gruppen zusammen, sind aber befähigt durch Theilung ihre Zahl zu vermehren; dies war bis dahin in den Rhombogenen nicht zu sehen, ist vielmehr eine Eigenthümlichkeit der Nematogenen und so tritt jetzt bei diesen Individuen eine Nemato- gen ie secundär auf. Mit anderen Worten, die bisherigen Rhombogenen wandeln sich in Nematogene um, die aber zum Unterschied von den von Anfang an Nematogenen als secundäre Nematogene zu bezeichnen sind (Whitman). Man kann daher unter den Dicyemiden, je nach der Fortpflanzung, monogenische und diphygenische oder diplogenische Individuen unterscheiden ; die erste Sorte, die primären Nematogenen, produciren nur wurmförmige Embryonen ; die zweite Sorte erzeugt zuerst infusoriforme, dann vermiforme Embryonen (secundäre Nematogene); Rhombogene und secundäre Nematogene sind daher nur zwei verschiedene Phasen desselben Individuums. Wann diese Umwandlung stattfindet, ist fraglich; das Alter der Individuen scheint darauf keinen Einfluss zu haben. Es kann vorkommen, dass nicht alle Infusorigene in einem Rhombogen zu gleicher Zeit ihre letzte Generation bilden ; dann findet man neben infusoriformen Embryonen auch schon vermiforme und deren Keimzellen — oder neben zahlreichen solchen noch einige infusoriforme ; das erstere ist bei Dkyemennea gracile beobachtet worden. 21 '2 Mionelminthes, Ehombozoa. Bedeutung des Infusorigens. Whitmann kann in der Anhäufung der Zellen im Infusorigeu nicht etwas Zufälliges sehen, sondern ist geneigt, demselben die Bedeutung einer Person zuzusehreiben. In der That sieht ein Infnsorigen der so- genannten Gastrula eines vermiformen Embryos so ähnlich, dass mitunter nur der neben dem ersteren liegende Paranucleus die richtige Deutung ermöglicht und so meint Whitmann, dass das Infusorigen und der vermi- forme Embryo coordinirte Formen sind. Die Achsenzelle des letzteren sei iu) Germogen des ersteren zu sehen; beide seien von Ectodermzcllen umgeben (beim Infnsorigen die äusseren Zellen desselben); ferner ent- stünden iu den Achsenzellen beider Keimzellen, beim Infusorigen früher, aber wahrscheinlich auch unter Bttheiligung des Kernes, Die Thatsache, dass die vermeintlichen Ectodermzellen des Infusorigens später zu freien Keimzellen werden, könne man als einen Rückschlag in die den Zellen allgemein zukommende Function der Reproduction deuten, was hier um so leichter möglich sei, da diesen Ectodermzellen die normale Function solcher, als Bedeckung zu dienen, bei Wesen, die nicht geboren werden, nicht zukomme. So nimmt nun Whitman beim Infusorigen zuerst eine Periode der eigenen Entwicklung bis zur Gastrula an, der dann die reproductive Periode folge, in der die Keimzellen endogen in einer einzigen Centralzelle entstehen. Ueber den Dimorphismus der Heterocyemiden ist schon oben gehandelt worden; bei Conocycma xwlymorplmm beobachtete E. van Be- neden in der Achsenzelle der meisten Individuen, selbst bei sehr jungen, verschieden grosse Keimzellen; dieselben (IV. 2. 4, k) sind kugelig, homogen, trüben sich aber bei Säurezusatz und besitzen einen kugeligen Kern mit Kernkörperchen. Ueber ihre Entstehung erfahren wir Nichts. Morphologische Bedeutung der Keime. Es unterliegt keinem Zweifel, dass die Keime echte Zellen sind; dafür spricht schon ihre Zusammensetzung aus Zellleib und Kern, dafür auch ihre Entstehung als Theilstücke von Zellen , wobei der Kern dieser unter den Erscheinungen der indirecten Kerntheilung sich zuerst theilt; für diese Beurtheilung ist es gleichgültig, dass die Keime in der Achsen- zelle der Rhombozoen verharren und durch Theilung an Zahl zunehmen. Eine andere Frage ist die nach etwaigen Geschlechtern der Rhombozoen; sie selbst können nur mit Weibchen A^erglichen werden, doch sind Männchen nicht bekannt, wenn wir von der noch völlig in der Luft schwebenden Deutung der infusoriformen Embryonen als Männehen (siehe unten) ab- sehen. So lange die Verhältnisse so liegen wie jetzt, sind wir nicht be- rechtigt, die Rhombozoen als Weibchen und deren Keime als Eier zu betrachten, wenigstens nicht im gewöhnlichen Sinne des Wortes. Embryonalentwicklung. 273 D. Eiitwickluugsgeschiehte. Die Entwicklung der Keimzellen verläuft in allen bisher bekannten Fällen in der Acbsenzelle der mütterlichen Thiere, gleichviel ob man es mit Keimen zu thun hat, welche zu vermiformen oder zu infusoriformen Embryonen sich umbilden. I. Embryonale EnhüicMung. 1. Entwicklung der wurmförmigen Embryonen. a. bei Dicyemiden. Ueber Zahl, Grösse und Aussehen der Keimzellen, welche zu wurm- förmigen Embryonen werden, ist schon oben das Nöthige mitgetheilt. Wenn dieselben ihre volle Grösse erreicht haben, so theilen sie sich in je zwei halbkugelige Embryonalzellen (I. 44. 45), welche nach Whitman nicht ganz gleiche Grösse haben ; diesem Forscher gelang es auch , die die Kerntheilung begleitende karyolytische Figur zu sehen, wogegen van Beneden mitunter zwei Kerne in einer oval gewordenen Keimzelle erblickt hat. Ehe eine weitere Theilung erfolgt, wachsen die beiden Halbkugelu, doch bleibt die eine immer etwas kleiner als die andere; sie scheint auch bei der nun folgenden Theilung der grösseren etwas voranzugehen. Jeden- falls folgt ein Viererstadium (I. 46. 47. III. 12), in welchem nach van Benedeu die Zellen noch gleich sind und in Bezug auf Lage kein differeutes Verhalten darbieten, wogegen Whitman angiebt, dass drei kleinere Zellen eine Art Kappe über einer grösseren Zelle (III. 12*) bilden. Auch jetzt nehmen die Zellen an Grösse nicht unbeträchtlich zu, indem die kleinsten bereits die Grösse der ursprünglichen Keimzellen haben. Die weitere Theilung betrifft nur die äusseren Zellen, die demnach die grössere central liegende Zelle zu umwachsen beginnen , was van Beneden erst in ein späteres, siebenzelliges Stadium (I. 48) ver- legt. Man unterscheidet nun die äusseren Zellen als Ectodermzellen, von der centralen Zelle als Entodermzelle; der Embryo gleicht einer sogenannten epibolischen Gastrula (I. 49. 50. 51. III. 13) mit nocli offenem Blastoporus; indem nun an einer Seite desselben die Theilung der Ectodermzellen rascher vor sich geht als au den anderen, wird die Gastrula asymmetrisch (III. 16). Endlich findet der Verschluss des Blastoporus statt (III. 17); der Embryo zeigt nun das eine Ende abgerundet, das andere zugespitzt; letzteres entspricht der Lage des Blastoporus und Whitman hält dieses sicher für das hintere. Die Entodermzelle liegt anfangs mehr in dem breiteren Theile des Embryo, dehnt sich aber allmählich nach hinten zwischen die das Schwanzende bezeichnenden Zellen aus. Es ist schon erwähnt, dass in diese Zeit bereits die Bildung der Keimzellen der Em- bryonen fällt (III. 18. 19. 20). Fi 1- 11 n, Klassen des Thior- Reichs. IV. 1. ]_g 274 Mionelminthes, Bhombozoa. Der mehr und mehr in die Länge sich streckende Embryo besitzt bereits die dem erwachsenen Thier zukommende Zahl von Zellen ; die Ectodermzellen des einen Endes werden zu den Polzellen , wogegen die parapolaren ihre Besonderheiten erst später erhalten ; zu einer bestimmten Zeit brechen die Wimpern hervor und der Embryo hat damit seine Aus- bildung erreicht flll. 1, ve). Die in ihm enthaltenen Keimzellen können aber an Zahl zunehmen, ja deren Entwicklung kann sogar vor der Ge- burt beginnen, so dass das Mutterthier nicht nur die Tochter-, sondern auch die Enkelgeneration in sich beherbergt. Die Geburt der Jungen geschieht dadurch, dass diese die Körper- wand der Mutter durchsetzen und so nach aussen gelangen; gewöhnlich geschieht dies am vorderen Pole, doch auch an den Seiten; dabei geht der Weg bald durch, bald zwischen Ectodermzellen. b. Heterocyemiden. Die den wurmförmigen Embryonen der Dicyemiden entsprechenden der Heterocyemiden, speciell von Conocyema haben eine abweichende Ge- stalt; van Beneden nennt sie cuneiforme (IV. 2, e. 11). Auch sie ent- stehen durch Theilung von Keimzellen (IV. 2, k) und auf dem vierzelligen Stadium (IV. 5.) zeichnet sich eine Zelle bereits durch ihre Grösse aus ; die Entwicklung führt auch hier sehr bald zur Bildung einer epibolischen Gastrula (IV. 6. 7), die mit 12 Ectoderm- und der einen Entodermzelle ihre Vollzahl an Zellen erreicht hat. Später kommt es zum Verschluss des Blastoporus; da nun in sehr vielen Fällen der Embryo fast kuglig und das Ectoderm überall gleich dick ist, ist es nicht möglich, sicher zu bestimmen, ob der Blastoporus am Hintereude des Thieres gelegen ist, was man bei Embryonen mit einseitig verdicktem Ectoderm (IV. 8.) vermuthen kann. Jedenfalls zeigt diese Verdickung, die schliesslich stets auftritt, das apicale Ende an. In dieser Zeit entstehen in der Entoderm- zelle die ersten Keimzellen auf einem nicht näher bekannten Wege (IV. 9). Vier der Ectodermzellen vergrössern sich immer mehr (IV. 10, ac), alle erhalten auf ihrer Aussentläche Wimpern und damit haben die granat- förmigen Embryonen (IV. 11) die Höhe ihrer Ausbildung erreicht. Dieselben sehen in der That einer Granate, deren Hinterende nicht eben, sondern convex ist, recht ähnlich; das etwas stumpfe, verjüngte Ende geht bei der Bewegung voran ; die ganze Oberfläche ist mit nach hinten gerichteten, gleich langen Wimpern bedeckt. Die Spitze wird von vier grossen Ectoderm- oder Apicalzellen gebildet, an die sich die übrigen, zum Theil sich dachziegelartig deckend, anschliessen. Auch diese Embryonen durchbohren nun die Körperwand der Mutter und machen eine Metamorphose durch; die Apicalzellen verkürzen sich, verlieren ihre Wimpern und bilden in ihrem Plasma stark lichtbrechende Körperchen (IV. 11, b; 11, c; 11, d), d. h. sie werden zu den Terminal- warzen der nematogenen Formen. Die übrigen Ectodermzellen verlieren auch ihre Wimpern, häufig auch ihre Contouren, während die Achsenzelle sich vergrössert, weitere Keimzellen bildet u. s. f. Embryon.alentwicklung. 275 Noch abweichender verbalten sich die Embryonen von Microcyema, die jedoch aller Wahrscheinlichkeit den vermitbrmen der Dicyemiden ent- sprechen; sie sind bereits von G. R. Wagen er gesehen und abgebildet, aber für, allerdings sehr abweichende, infusoriforme Embryonen von Dicyema gracile gehalten worden. Der langgestreckte Körper zerfällt durch eine Einschnürung (IV. 16. 17) in zwei Abschnitte von ungefähr gleicher Länge; der vordere ist dicker, oft vierkantig und an dem freien Ende abgestutzt, wo er einen Busch von langen Wimpern trägt, welche dicker als die des übrigen Körpers sind ; im Tode richten sie sich stets nach vorn, die anderen nach hinten. Ziemlich gleich lang und meist etwas dünner ist der hintere Ab- schnitt, der dem vorderen wie das Abdomen dem Thorax einer Wespe ansitzt. Durch Behandlung mit Reagentien, Essig- oder Osmiumsäure erkennt man vorn zwei Ectodermzellen, welche eineui Körnchenbaufen anliegen (IV. 18, ec, kh); letzterer liegt aber vorn frei. Auch im hinteren Ab- schnitte ist ein einschichtiges, aus zwei Zellen bestehendes Ectoderm nachweisbar, welches eine ovale, etwas in den vorderen Theil hinein- ragende Ectodermzelle umgiebt. Falls also der Körnchenhaufen nicht einer oder mehreren Zellen entspricht, würde der ganze Embryo nur aus fünf Zellen zusammengesetzt sein. lieber die Entwicklung dieser Art Embryonen wissen wir Nichts ; nur einige spätere Uebergangsstadien, welche dieselben nach der Geburt eingehen, werden von van Beneden angeführt (IV. 19. 20). Danach geht zuerst die Wimperung der vorderen abgestutzten Fläche verloren und der Körnerhaufen breitet sich über das vordere Ende der Achsenzelle als Rindenschicht aus, die wohl den Terminalwarzen von Conocyema ent- spricht. Die Achsenzelle verlängert sich bedeutend und erzeugt Keime, während die vier Ectodermzellen unter Verlust der Cilien sie in dünner Schicht umgeben. 2. Entwicklung der infusorienartigen Embryonen. Die Zahl der Infusorigenen (Whitman) ist im Allgemeinen eine geringe in einem rhombogenen Tbier; wenn Whitman sieben anführt, so gehört dies nach van Beneden zu den seltenen Ausnahmen. Jedes Infusorigen producirt aber eine ganze Anzahl Keime, die gewöhnlich nach vorn und hinten von demselben sich anordnen und entwickeln , so dass die ältesten auch am weitesten von ihrem Ursprungspunkte entfernt sind. Bildungspunkte giebt es nicht nur, wie Kölliker angiebt (I. 1), im vorderen Körpertheile, sondern im ganzen Körper, da jedes Ini'usorigen ein solches ist; das erste liegt übrigens auch nicht vorn, sondern nach Whitman hinter dem Kern der Achsenzelle. Es scheint mir aus praktischen Gründen geboten, der Schilderung der Entwicklung der infusoriformen Embryonen eine solche der Embryonen selbst vorangehen zu lassen. 18* 27ß Mionelminthes, Ehombozoa. Bau des infusoriformen Embrvo's. Ein solcher hat im Allgemeinen die Gestalt einer Birne (I. 37. 42); das verdickte Ende sieht beim Schwimmen voran, (Kopfende im Gegen- satz zum verjüngten Schwanzende). Der Embryo ist vollkommen bilateral symmetrisch, so dass man Bauch, Rücken, rechts und links unterscheiden kann. Am Vordereude bemerkt man drei Organe; eins liegt median und auf der Bauchseite, die beiden anderen seitlich, ein wenig nach vorn von dem ersteren; sie sind die corps refringeuts, Kalkkörner der Autoren, das mediane Organ die „innere Blase'' Kölliker's, das „schalenförmige Organ" Wageuer's. Van Beneden schlägt den Namen „Urne" vor und unterscheidet an ihr eine Wandung (ürnen- kapsel), einen Deckel, der die ventrale Fläche des Embryo bildet, und einen Inhalt. Die Urnen kapsei ist an ihrer Innenfläche fast halbkugelig aus- gebiihlt, die äussere ist nach dem Bücken des Embryo gewendet, gewölbt und zeigt vier Flächen. Von vorn und oben ist sie von den licht- brechenden Körpern, im Uebrigen aber von den wimpernden Zellen be- deckt, welche das Schwanzende des Embryo einnehmen (corps ciliaire) (I. 37). Gegen die Bauchseite springt die Urne etwas vor und liegt hier frei. Die Kapsel selbst besteht aus einer rechten und linken Hälfte, die sich aus je einer Zelle entwickeln (I. 37, p). Sie zeigt zum Inhalt ein Verhältniss wie die Schale einer halben Orange zur eigentlichen Frucht. An der Innenfläche der Kapsel und ihrem freien Rande folgend liegt eine Reihe von stäbchenförmigen Körperchen, die im Ganzen einen Ring bilden, den man bei der Betrachtung des Embryo's von der Bauchseite her er- kennt. Im Grunde der Urne bietet die Innenfläche der Kapsel kleine rundliche Körperchen dar. Die ganze periphere Partie der Kapsel wird von einer ungefärbten, durchsichtigen und ganz homogenen Substanz ge- bildet, welche bei Zusatz von Reagentien sich trübt. Der Urnendeckel, der den ventralen Theil des Organes bildet, ist gewölbt und durch zwei sich rechtwinkelig kreuzende Linien in vier gleiche Stücke zerlegt. Jedes derselben ist aus einer Zelle hervor- gegangen, deren Kern verschwunden ist. Indem diese Zellen sich an ihrem Rande verdicken, bilden sie im Centrum ein einziges, vorspringendes Buckelehen (I. 37, s). Der Inhalt der Urne besteht aus vier übers Kreuz gestellten Seg- meuten (I. 40, i), die ursprünglich je eine kernhaltige Zelle waren ; später trifft man in jedem Segment mehrere kleine, sich färbende Kerne. Im Leben zeichnen sich die Segmente durch ihr granulirtes Aussehen aus (corps grauuleux). Sie füllen übrigens den Hohlraum der Urne nicht völlig aus, sondern schwimmen in einer ganz klaren, mit dem Alter zunehmenden Flüssigkeit. Mitunter beobachtete van Beneden schwache Wimperung im Innern der Urne, welche durch sehr lange, geisseiförmige Wimpern ver- ursacht wurde, die wohl auf den corps granuleux standen. Embryonalentwicklung. 277 In^einzelnen Fällen hatte übrigens die Urne eine etwas andere Zu- sammensetzung-: keiner der bei der Kapsel beschriebenen Theile war bei völlig entwickelten Embryonen von Dki/ema tppns zu erkennen ; der Deckel schien zu fehlen und die vier corps granuleux lagen nicht mehr übers Kreuz, sondern quer nebeneinander; auch umschloss jedes einen Kern und zwei derselben waren viel kleiner als die beiden anderen. Der ausgebildete Embryo entledigt sich nicht selten des Inhaltes der Urne (I. 34. 35), ohne dadurch besonders alterirt zu werden. Die lichtbrechenden Körper werden weder durch Säuren noch durch Alcohol und Aether verändert, schwärzen sich auch nicht mit Osmiumsäure, folglich bestehen sie weder aus kohlensaurem Kalk noch aus Fett. Nur Haematoxylinlösung, die mit Alaun hergestellt wurde, sprengt dieselben (L 40) und die lichtbrechende Substanz erscheint nun in zahllosen kleinen Körnchen. Bei diesem Vorgange bleiben zwei in einander liegende, dicke Hüllen übrig (I. 40, ce, ci); die innere, Endo- cystc, enthielt den lichtbrechenden Körper, der bei Haematoxylinzusatz zuerst quillt, die Endocyste sprengt und dadurch in die Ectocyste zu liegen kommt, welche schliesslich auch gesprengt wird. Die Ectocyste ist nur die Membran der Zelle, welche einen lichtbrechenden Körper bildet. Mitunter enthält eine Ectocyste mehrere kleinere lichtbrechende Körper, was für die Embryonen von Dici/emella MiUleri ucd Bicyemopsis macroceplialm van Ben. charakteristisch zu sein scheint. Der Wimperkörper (corps ciliaire), der den hinteren Theil des Embryo bildet, hat conische Gestalt; er besteht aus einer Anzahl epithel- artig angeordneten Wimperzellen, welche fein granulirt sind und einen Kern besitzen. Mitunter tragen sie statt der Wimpern dickere proto- plasmatische Fortsätze, welche sich sehr schwach bewegen; ähnliche Bildungen hat van Beneden auch an den Polzellen der Bicyemina aus Sepia officinalis gelegentlich beobachtet. Entwicklung der infusoriformen Embryonen. Auch diese geht von Keimzellen aus, über deren Cbaractere oben gehandelt wurde. Die bei den Theilungen dieser Keimzellen auftretenden karyokinetischen Figuren sind so deutlich, dass sie schon Ed. van Be- ueden beschrieben und abgebildet hat (I. 8. 19. 20. 22. 24. II. 6. 11). Bis zum Viererstadium sind die Zellen einander gleich (I. 23) ; das nächst- folgende Stadium (I, 24) besteht aus vier grösseren und vier kleineren Zellen. Im Laufe der weiteren Theilungen zeichnen sich besonders vier Zellen durch ihre Grösse vor den übrigen Zellen aus (I. 27); zwei der- selben liegen noch peripher (I, 27, p), die beiden anderen central (I. 27, s). Erstere werden von anderen Zellen tiberwachsen (I. 28, p) und geben, ehe sie sich umbilden, noch vier kleinen zuerst oberflächlich, später tiefer rückenden Zellen den Ursprung (I. 29, i). Diese acht central gelegenen Zellen bilden beim fertigen Embryo die „Urne" und zwar die Zellen ^; die Wandzellen der Urne, s den Deckel und i die vier granulirten Körper. 278 Mionelmiüthes, Rhom'bozoa. Die beiden vor den Deckelzellen (I. 28. 29, s) liegenden Zellen (r) entwickeln in ihrem Innern je einen lichtbrechenden Körper; auch sie liegen ursprünglich oberflächlich, treten aber später in das Innere (I. 30, r). Die Kapselzellen der Urne krümmen sich und passen sich mit ihrer Höhlung den vier zu den granulirten Körpern bestimmten Zellen ;in. Auch die beiden den Deckel der Urne bildenden Zellen vertauschen ihre primäre Lage, indem sie vor diejenigen, welche die lichtbrechenden Körper erzeugen, zu liegen kommen und sie tiberdecken. Bevor sie zum Urnendeckel werden, theilen sie sich, so dass dieser also aus vier Stücken besteht. Was noch von Zellen übrig ist, erhält Wimpern und stellt den Wimperkörper dar. Mit Hilfe der Cilien beginnt der Embryo rotirende Bewegungen um seine Achse und damit Ortsbewegungen innerhalb der Achsenzelle seiner Mutter zu machen, bis er die Wand der Entodermzelle und das Ectoderm gewöhnlich zwischen den Polzellen durchbohrt und nach aussen gelangt. Dass die infusoriformen Embr^'Onen specifische Verschiedenheiten darbieten , darauf ist gelegentlich schon hingewiesen worden ; wir ver- weisen des weiteren auf Tatel I. Fig. 17. 36. 38 und 39. Von dem hier geschilderten Verhalten scheinen die infusorieuartigeii Embryonen der Heterocyemiden, d. h. von Conocyema nicht abzuweichen (IV. 15, i, i); die von Microcyema sind noch gar nicht bekannt. II. Postembryonale EntwicMung. Alle Beobachter stimmen darin überein , dass die vermiformen Em- bryonen nach ihrer Geburt den Hohlraum des von den mütterlichen Thieren bewohnten Organes nicht verlassen, sondern sich zwischen den elterlichen Thieren ansiedeln und damit zur Vermehrung der Parasiten in einem Wirthe beitragen. Die Beobachtung lehrt auch, dass die vermi- formen Embryonen gegen Seewasser ebenso emptindlich sind, wie die älteren Thiere, die alle binnen kurzer Zeit in demselben zu Grunde gehen. Dagegen hatte schon Erdl die infusoriformen Embryonen frei im Seewasser gesehen und auf der Oberfläche verschiedener Seethiere be- obachtet, was Kölliker ebenfalls constatiren konnte; auch Ed. v. Beneden überzeugte sich, dass das Seewasser auf diese Embryonen keinen dele- tären Einfluss ausübt, da er sie bis fünf Tage in demselben lebend er- halten konnte, wogegen Whitman, der übrigens dem Seewasser Flüssig- keit der Venenanhänge beimengte, nur 24 Stunden angiebt. Niemand hat bisher an den infusoriformen Embryonen Veränderungen bemerkt, denn was Erdl über die Umwandlung derselben in erwachsene Dicyemiden angiebt, hat schon Kölliker als irrthümlich zurückgewiesen und dafür die Ansicht ausgesprochen, die auch van Ben e den anfangs theilte, dass die infusoriformen Embryonen bestimmt seien, andere Indi- viduen zu inficiren. Fraglich blieb es, ob dies direct geschehe oder ob ein Zwischenwirth nöthig sei und ob der ganze Embryo oder nur der bewimperte Inhalt der Urne zum Dicyema würde. PostembiyoDale Entwicklung, Lebensweise. 271* Später hat van Beneden diese Ansicht aufgegeben und eine andere Hypothese über die Bedeutung der infusorifornien Embryonen ausgesprochen, die wir hier anführen wollen. El. Metscbnikoff hatte den Geschlechtsdimorphismus bei Orthonectiden entdeckt und Julin den Dimorphismus der weiblichen Thiere, wonach die eine Form nur männliche, die andere nur weibliche Brut liefert. Bei der Verwandtschaft der Ortho- nectiden und Rhombozoen schien es van Beneden möglich, eine Analogie liierfür auch bei letzteren zu sehen und die in besonderen mütterlichen Thieren (Rhombogenen) erzeugte Brut (infusoriforme Embryonen) für Männchen zu halten. Bei Orthonectiden ist der Beweis für diese Deutung durch den Nachweis der Spermatozoen erbracht worden, doch weder van Beneden noch irgend einem andern Autor ist es bisher gelungen, Spermatozoen bei infusorifornien Embryonen der Dicyemiden zu sehen; was van Beneden hierfür ins Feld führt — Aehnlichkeit des Urnen- inhalts mit den Hoden der Rhopalura, Deutung der langen Wimpern als Schwänze der Spermatozoen etc. — ist nicht geeignet, wenigstens zur Zeit nicht, diese Hypothese zu stützen. Auch Whitman behält sie im Auge und führt einige Beobachtungen dafür an, dass die infusoriformen Männchen in Weibchen eindringen; er sah dreimal in grossen Nematogenen von Dici/ona moschatum je ein und einmal zwei etwas veränderte infusoriforme Embryonen, die ihm nicht in den betreffenden Nematogenen erzeugt, sondern eingedrungen zu sein schienen; doch vermisst man die näheren Gründe für diese Deutung. Trotzdem hälti es Whitman für möglich, dass die infusoriformen Em- bryonen Männchen seien, in die Weibchen eindringen und die Keime dieser, die dann Eizellen wären, befruchten. Aus diesen gingen dann wurmförmige Embryonen hervor, welche zu diphygenen Individuen würden, nachdem vielleicht eine Reihe parthenogenetischer Generationen vorher- gegangen seien. Die Infection anderer Wirthe müsste dann durch vermi- forme Embryonen geschehen, die jedoch Seewasser nicht vertragen sollen! E. Vorkommen und Lebensweise. Die Rhombozoen kennt man bisher nur als Parasiten von Tinten- fischen; hier leben sie ausschliesslich in jenen Säcken, in welchen die sogenannten Schwamnd^örper (Nieren) aufgehängt sind. Diese Säcke münden in die Kiemenhöhle und stehen mit andern Hohlräumen des Körpers in Verbindung; doch hat man in letzteren keine Rhombozoen gefunden. G. Wagen er hat schon angegeben, dass der Kopftheil seines Di- ojema elcdones die Zellen der Oberfläche der Venenanhänge umfasse ; van Beneden bestätigt, dass die Dicyemiden mit dem Kopftheil be- festigt sind, so lange ihr Wirth lebt; die Läppchen des Schwammkörpers 280 Mionelinintlies, Ehombozoa. scheinen wie mit feinen, gelblichweissen Haaren bedeckt. Nach dem Tode des Wirthes fallen mit den Epithelzellen auch die Parasiten herab. Unter normalen Verhältnissen findet man in der Flüssigkeit der Säcke nur sehr selten freie, ziemlich rasch mit dem Kopftheil voran schwimmende Dicyeraiden; wne schon die früheren Beobachter angegeben haben, sind die Parasiten im Stande, Coutractioneu des Körpers auszuführen. Die Heterocyemiden sitzen überhaupt nicht fest; die vielleicht als Haftorgane anzusprechenden Terminalwarzen sollen nach van Beneden das Hinterende sein; wie bereits erwähnt, verlieren sie auch sehr früh ihre Wimpern. Demnach dürfte der Bewimperung, Avenigstens bei den erwachsenen Khombozoen keine besondere Bedeutung für die Locomotion zukommen. Da die Flüssigkeit, welche den Leib der Parasiten umspült, eiweiss- haltig ist, so ist es wohl auch wahrscheinlich, dass die Ernährung vielleicht ausschliesslich eine endosmotische ist ; es ist fraglich, wenigstens liegen keine directen Beobachtungen vor, ob etwa von den Zellen des Kopftheiles Partikel der Epithelzellen der Venenanhänge aufgenommen werden. Die in den Ectodermzellen auftretenden Concretionen u. dergl. darf man wohl als Endproducte des Stoffwechsels betrachten; wenn, wie es von einigen Autoren angegeben wird, die Warzen sich ablösen und ab- fallen, so würden damit auch diese Excrete vom Körper der Dicyemiden und Heterocyemiden fortgeschafft werden. Was die Vertheilung der Parasiten auf ihre Wirthe anlangt, so schien van Beneden zu glauben, dass jede Cephalopodenart ihre be- sondere Art Dicyemiden besitze und dass Arten, welche nahe verwandte Cephalopoden bewohnen, einander näher stehen, als Formen aus sehr entfernt stehenden Tintenfischen. Doch stimmt Beides nicht mit den Ver- hältnissen in der Natur; van Beneden selbst hat Conocycma neben Bkyema und Microcyema neben Bkijemina getroffen und Whitman con- statirte, dass zwei echte Dicyemiden dieselbe Species der Cephalopoden bewohnen können, ferner dass dieselbe Species von Dicyemiden auch in specifisch verschiedenen Cephalopoden vorkomme ; eine Parallele zwischen der systematischen Verwandtschaft der Wirthe mit der ihrer Parasiten Hesse sich nicht erkennen. Die zehn von Whitman angenommenen Arten der Dicyemiden ver- theilen sich wie folgt auf ihre Wirthe: Octopus vulgaris Lam Dicyema typus E. v. Beu. „ macropus Eisso ,, clausianum E. v. Ben. „ de Pilippi Yer .. microceplialum Whitm. Eledone moschata Leach IBioyema moschatum Wkitm. IDicyememiea eledones Wagen. „ Aldrovandi delle Chiaje „ eledones Wagen. „ ciiTosa Lam ., MüUeri Clap. Bepiola Eondeletii Gesu Dicyema macroceplialum E. v. Ben. Eossia macrosoma delle Chiaje ,, truncatum Whitm. Orthonectitla. Geschichte. 281 Sepia elegaus Blainv Dicyeina truncatum Whitm. officinalis L. fDicyema truncatum AVliitin. \Dicyemennea gracile Wageu. ,, biserialis de Mont Dicyema schulziauum E. v. Ben. Die Liste von van Beneden sieht freilich anders aus: Octopus vulgaris Dicyema typus E. v. Ben. „ macropus „ clausianum E. v. Ben. Eledone moschata Dicyemella Wageneii E. v. Ben. „ cirrosa „ Mülleri Clap. Sepia officinalis Dicyemina köllikeriana E. v. Ben. „ biserialis „ schulziana E. v. Ben. Sepiola Eondeletii Dicyemopsis macrocephalus E v. Ben. Ferner lebt in: Octopus vulgaris Conocyema polymorphum E. v. Ben. Sepia officinalis Microcyema vcspa E. v. Ben.- II. Kl. Orthonectida. Der erste genauere Beschreiber der Orthouectideu, A. Giard, fand dieselben in Ophiocoma neglecfa und unterschied eine verlängerte und eine ovoide Form der Art, welche er Bhopalura ophiocomae nannte; die von Keferstein und Me. Intosh beobachteten Arten hielt er für Vertreter eines besonderen Genus: Intoslüa mit den beiden Species leptoplanae und linei Diese beiden Gattungen bilden die Gruppe der Orthonectiden, die er als einfach gebaute Plan ulaformen betrachtete, weil sie nur zwei Zellschichten erkennen Hessen, kleine bewimperte Ectodermzellen und grosse Entodermzellen ; letztere begrenzen einen spaltförraigen Hohlraum, der jedoch ohne Verbindung mit der Aussenwelt ist. In der ausführlicheren Publication über diesen Gegenstand constatirt Giard, dass bei OjjJdoconia negleda neben Bliojjalum opJiioconuie noch ein Orthonectide schmarotzt: IntosJiia gigas, die genauer beschrieben wird; dass ferner den Orthonectiden zwar kein echtes Mesoderm, wohl aber ein p s e u d m e s d e r m e s p 1 a n c h n - p 1 e u r a 1 zukomme, welches aus Muskel- fasern besteht. Noch vor dem Erscheinen dieser Mittheilung gab El. Metschnikoff die Resultate seiner eigenen Untersuchungen, die sich auf Khopalura Giardii aus der Peritonealhöhle von Amphiura squamata beziehen. Er erkannte, dass die Orthonectiden hier in unregelmässig gestalteten „plas- modienartigeu Körpern" leben, dass die forme ovoide (Giard) die Weibchen, die forme allongee die Männchen einer Art wären etc. In den darauf folgenden nachträglichen Bemerkungen wird Bhopalura Giardii fallen gelassen resp. als identisch mit Rhopahtm ophiocomae und Intoshia gigas erklärt. Die beiden letztgenannten sind aber nicht Ver- 282 Mionelmintbes. Orthonectida. treter verschiedener Genera, sondern nur die verschiedeneu Geschlechter derselben Art, die man Rhopalara opMocomac nennen möge; bei der Wiopalura Giard's tindet man stets Zoospermien oder kleine zoospermien- bildende Zellen , die der Intoshia Giard's constant fehlen , deren Körper mit grossen Zellen, Eiern erfüllt ist. Die Muskelstreifen, welche Giard angab, werden bestritten, resp. als Spcrmatozoenschwänze gedeutet. Wie Giard, hierauf erwidernd, gesteht, ist ihm selbst im Laufe seiner Untersuchungen die Idee von der Zusammengehörigkeit seiner Gattungen BJiopalura und Intoshia gekommen , auch möchte er dieselbe nicht ganz von der Hand weisen, ja er führt selbst dafür an, dass es sehr wunderbar wäre, wenn so seltene Parasiten wie es die Orthonectiden sind, bei der Ophiocoma gleich in zwei Arten vertreten wären. Anderer- seits aber kennt man kein Thier, bei denen die Eier eines Theiles der Weibchen ausschliesslich zu männlichen, die eines anderen Theiles aus- schliesslich zu weiblichen Individuen sich entwickeln. Die Annahme einer Parthenogenose (Arrenotokie oder Thelytokie), welche die Schwierig- keiten heben würde, wäre ganz hypothetisch. Immerhin ist er kein principieiler Gegner der Deutungen Metschnikoff's, erwartet jedoch, ehe er sie annehmen kann, den Nachweis homologer Verhältnisse bei einer anderen Intoshia-Art, etwa I. linei. Das ist sehr bald durch El. Metschnikoff erfüllt worden, indem dieser Forscher Orthonectiden aus Nemertcs lacteus Grube (höchstwahr- scheinlich identisch mit Lineus lacteus Montagu) untersuchen und die entsprechenden Verhältnisse auch hier nachweisen konnte. Auch diese Art (Rhojjalura Intoshü) lebt in „Plasmodiumschläuchen" und kommt in den beiden von Giard als Khopalura und Intoshia unterschiedenen Formen vor, von denen die erstem die Männchen, die letztern die Weibchen sind. Ferner untersuchte derselbe Orthonectiden aus Amph'mra squcwuifa, welche Art identisch mit Opldocoma negleda ist; obgleich die Fundorte (Mittelmeer und Canal) verschieden sind , ist wohl nicht zu be- zweifeln, dass Metschnikoff dieselben Parasiten aufgefunden hat wie Giard. Leider nimmt ersterer nun wieder den von ihm zuerst gegebeneu Namen, Rhojmhini Glardii für diesen Parasiten auf und lässt Hhopaliira opMocomae fallen, womit ja allerdings von Giard nur die Männchen be- zeichnet worden sind — aus demselben Grunde müssten aber beide Gattungsnamen fallen, da der eine die männliche, der andere die weib- liche Form bezeichnet und die Gattung als solche überhaupt noch keinen Namen bekommen hat. Endlich erschien eine Arbeit von Ch. Julin über BJiopalura Giardii aus Ophiocoma neglecta (Amphiura squamata) von Wimereux, die von Giard selbst veranlasst wurde; man darf wohl annehmen, dass dieser Autor im Ganzen mit den Angaben von Julin einverstanden ist. Neben dem so ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus dieser Art constatirt Julin auch noch zwei verschiedene Weibchenformen, eine cylindrische und eine ab- geplattete Form. Bau der "Weibclicu. 283 A. Bau der Orthoiiectiden. Die Gestalt der Orthonectiden kann man im x\llg-emeinen als eine spindelförmige, mitunter aucli cylindriscbe bezeichnen; die Enden sind gewöhnlich abgerundet. Eine bilaterale Symmetrie spricht sich nicht aus, mau muss daher diese Thiere als radiäre betrachten. Gewöhnlich kann man am lebenden Thier die Zusammensetzung des Körpers aus Segmenten oder Ringen deutlich erkennen, doch ist darauf ebenso wie auf die Ge- stalt die Behandluugsweise von grossem Einfluss. Die Grössen schwanken in engen Grenzen: IntosJda leptoplanae Giard (V. 1.) aus Leptoplana tremellaris hat 0,135 mm Länge, 0,03 mm Breite; von derselben Art giebt Jourdain (V. 3. 5.) die Länge der Weibchen auf 0,15 mm, die der Männchen auf 0,10 mm an, ihre Breite auf 0,02 mm. Intoshia linei Giard (V. 2.) ist nach den Zeichnungen etwa 0,16 mm lang, 0,03 mm breit; die Tiliopalara Jnfoshü Metschn. ist 0,12 mm lang. FJiopalura ophiocomae Giard = Männchen von Ehopalura Giardii Metschn. wird bis 0,108 mm laug, die Weibchen (Intoshia gigas Giard) 0,27 mm, nach Julin 0,25— 0,28 mm, wogegen Metschn ikoff 's Angaben für die Männchen auf 0,06(i mm, die Weibchen auf 0^5 mm lauten. Diese bedeutende Grössendifferenz erklärt Metschn ikoff durch die Ein- wirkung des Seewassers bedingt, welches die Orthonectiden in die Länge auszieht. 1. Weibchen a) von Rbopalura Intoshi Metsch. Wir beginnen in der Beschreibung mit dem Weibchen der Hhopalura Intoshii Metschnikoff (V. 14.); dieselben sind oval, 0,12 mm lang und an beiden Enden gleichmässig verschmälert, weshalb es oft schwierig ist. Vorder- und Hinterende zu unterscheiden. Wegen kleiner Körnchen in der Haut erscheinen die Thierchen bei durchfallendem Lichte dunkelgrau oder dunkelbraun. An normalen Thieren, auf welche Seewasser nicht eingewirkt hat, ist die Segmentirung des Körpers ganz deutlich zu sehen, da die Grenzen als schmale, körnchenlose, ganz durchsichtige Linien er- scheinen; sie sind bei der von Keferstein abgebildeten Form (V. 1.) ausserordentlich verbreitert. Die Zahl der Segmente bestimmte Metschni- koff bei „besterhaltenen'' Exemplaren auf neun, doch ist es sehr schwer die richtige Zahl zu bestimmen , weshalb auf die grössere Zahl in den Angaben von Keferstein und Mc. Intosh (V. 1. 2.) nicht viel zu geben ist. Die Thierchen sind ganz mit langen, nach hinten gerichteten Wimper- haaren bedeckt, welche im vordersten Segment stets nach vorn sehen (V. 14.); im Seewasser fallen alle Wimpern leicht ab. Die äussere Schicht des Körpers wird von einem einschichtigen Epithel gebildet, dessen Elemente meist durch cubische Gestalt und reichliche Menge von Körnchen ausgezeichnet sind (V. 15.); am dritten und vierten Segment stehen stark verlängerte und an den Segment- 284 Mionelmiuthes, Orthonectida. grenzen sehr in die Breite gezogene Zellen ; es ist leicht erkennbar, dass jiuf jedes Segment eine bis vier Reihen Zellen kommen. Diese Epithelschicht schliesst eine compakte Masse von 0,02 mm grossen, polyedrischen und feinkörnigen Zellen ein, die für Eier erklärt werden; ausserdem liegt oben am vorderen Ende ein Haufen kleiner Zellen, der am frischen Thier als einfacher, körnchenreicher Körper er- scheint und Avohl irgend ein rudimentäres Organ, etwa einen Darm dar- stellt. In Bezug auf letztere Angabe ist es vielleicht nicht ganz bedeutungs- los, wenn darauf hingewiesen wird, dass Jourdain bei den Weibchen seines Protlielminfhus Hessi (V. 6.) am Vorderende einen von kleinen Chitinstäbchen umstellten Mund gesehen haben will, der in einen graden Darm führe, der seinerseits von Eiern umgeben gewesen sei. b) von Rhopalura Giardii Metschn. Die Weibchen der Rhopalura Giardii Metschn. unterscheiden sich von denen der Rhopalura Intoshii Metschn. abgesehen von der Grösse (0,15 mm) durch einen geringeren Körnchengehalt der Haut; die Segmentzahl beträgt auch hier neun, doch ist das vordere relativ gross und das zweite, wie es bereits Giard angiebt, wimperlos und mit zahlreichen, ober- flächlich gelegenen Körnchen besetzt. In histologischer Beziehung sind die Differenzen geringer: die Haut besteht auch hier aus einer ein- schichtigen Lage von Zellen, die theils cubisch, theils prismatisch sind, während die Segmentgrenzen durch sehr breit gezogene Zellen gebildet werden. Als Annex dieses Ectoderms erscheint eine nur an einer Stelle vorkommende, nicht um den Körper herumlaufende Verdickung auf der Höhe des zweiten Segmentes, das bei den jüngeren Thieren ebenfalls Wimpern führt. Durch diese Lage der dem Darmrudiment bei Rhopalura Intoshii entsprechenden Verdickung wird der radiäre Bau hier in den bilateral -symmetrischen übergeführt. Der ganze Innenraum des Körpers wird auch hier von polyedrischen Eizellen eingenommen; Muskelfasern, welche Giard bei seiner Intoshia gigas erwähnt, hat Metschnikoff ver- geblich gesucht. Es ist schon erwähnt, dass Juli n zwei verschiedene Weibchenformen bei dieser Art unterscheidet; die forme cylindrique (VI. 2.), im Mittel 0,280 mm lang entspricht der einen von Metschnikoff gegebenen Abbildung, doch zählt Julin nur 8 Segmente, die er richtiger als Ringe bezeichnet haben will; während der erste und letzte Ring aus einer grossen Zahl von kleinen Ectodermzellen zusammengesetzt werden, zeigen der zweite, dritte und fünfte gewöhnlich nur eine Reihe, der vierte und siebente zwxi, der sechste endlich drei Reihen von Ectodermzellen. Zwischen den Ectodermzellen und den grossen polyedrischen Eiern sieht Julin der Länge nach verlaufende Streifen (VI. 2), die als Muskelfibrillen ge- deutet und denen der Männchen verglichen werden; nur fehlen hier die Kerne. Diese Angabe wird durch die Mittheilung etwas discreditirt, dass diese Streifen besonders dann deutlich werden, wenn eine Partie der Eier aus- Bau dov Mäunclien. 285 gestossen worden ist; diese stehen sicher unter einem Druck, sind daher polyedriscb; sowie der Druck nachlässt d. b. wenn das Thier platzt, runden sich die Eier ab und dann erscheinen auch die Streifen deutlicher — man könnte in der That auch meinen, dass nach innen von der Ectoderm- lage eine Membran vorhanden ist, die nach Aufhören des Druckes Längs- falten zeigt. Die forme aplatie wird im Mittel 0,250 mm lang, ist etwas breiter, an beiden Enden zugespitzt und lässt zwei breite und zwei schmälere Flächen erkennen; Metschnikoff hat sie ebenfalls gesehen, aber für noch nicht ganz ausgewachsene Weibchen gehalten. Die Ringelung (VI. 10.) ist hier gewöhnlich nicht erkennbar, nur der kürzere vordere Abschnitt setzt sich von dem übrigen Körper dadurch ab, dass seine Wimpern nach vorn, die übrigen nach hinten gerichtet sind ; ein wimper- loser Ring fehlt. Das Ectoderm bietet die von Metschnikoff angegebenen Verhältnisse dar, unterscheidet sich aber besonders durch das Vorkommen der platten Grenzzellen von dem der forme cylindrique. Der von Metschni- koff angegebene Annex des Ectoderms scheint nach Julin nicht ans mehreren, sondern nur aus einer Zelle mit sehr grossem Kerne zu bestehen (VI. 10 n). Eine Mnskelhaut wird auch hier angegeben; die Binnenmasse, die beim intacten Thier nur aus polyedrischen Eizellen zu bestehen scheint, lässt nach Austritt eines Theiles der Eier erkennen, dass zwischen denselben ein Reticulum granulöser Substanz vorhanden ist. 3. MUimeheii a) von Rhopalura Intoshii Metschn. Die Männchen der Orthonectiden aus Nemertinen unterscheiden sich von den Weibchen durch geringere Körpergrösse und ihre rübenförmige Körpergestalt (V. 16.) ; mindestens 8 Segmente sind nach Metschnikoff erkennbar. Der Körper ist ganz bewimpert, die Härchen auf den beiden ersten Segmenten sind nach vorn, die übrigen nach hinten gerichtet. Die Structur der Epidermis ist schwerer erkennbar, weil sie reich an Körnchen ist; sicher sind die Zellen des vierten Segmentes sehr lang. Im Inneren erblickt man einen ovalen, mit Spermatozoen (V. 18.) an- gefüllten Sack, der bis zum Hinterende des Thieres einen Ausläufer abgiebt. Obgleich ein Lumen nicht nachweisbar ist, will Metschnikoff dieses längsgestreifte Gebilde als Ausführungsgang des Hodensackes deuten. Auch zwischen dem vorderen Ende dieses und der Haut liegen kleine Zellen, die wohl dem vermeintlichen Darmrudiment des Weibchens entsprechen. b) von Rhopalura Giardii. Die spindelförmigen Männchen werden nach Metschnikoff nur 0,066 mm, nach Julin bis 0,104 mm lang und bestehen aus sechs Seg- menten , von denen das zweite wimperlos (V. 7. 9.) und durch fünf Querreihen von stark lichtbrechenden Körnchen ausgezeichnet ist. Letztere 286 IVIionelminthes, Orthonectida. lösen sich in Osmiumsänre auf, sind also kein Fett. Der dritte Ring ist häufig der längste (V. 7.); er soll nach Metschnikoff aus langen, in schiefer Richtung verlaufenden bandartigen Zellen zusammengesetzt sein, während Julin ihn aus einer Reihe sehr langer, bewimperter Zellen bestehend findet, wie sie, nur kleiner auch die folgenden Ringe bilden. Je vier, sehr lange Cilien tragende Zellen setzen den hinteren Abschnitt (VI. 1.) zusammen wie den vorderen; beide rechnet Julin nur als je einen Ring, Auf der Höhe des dritten Ringes befindet sich im Innern des Thieres der bald langgestreckte, bald mehr kugelige Hoden; derselbe ist von einer deutlichen Membran umgeben und enthält zahllose Granula, welche sich, wenn man den Hoden sprengt, als die Köpfchen der Spermatozoen erweisen. Diese gleichen fast völlig den von RJiopalura Intoshii (V. 18). Bei Behandlung mit Reagentien lassen sich zwischen Ectoderm und dem Hoden noch lange, oft schräg gerichtete Streifen er- kennen , die eine vollständige Schicht zu bilden scheinen ; die Streifen vereinigen sich vorn und hinten und inseriren sich an der Innenfläche der Epithelzellen dieser Gegenden. Bei einigen Individuen (VI. 1) konnten von Julin vor und hinter dem Hoden kernähnliche KiJrper er- kannt werden, die er in Beziehungen zu den Streifen bringt. Letztere scheinen ihm nichts Anderes als Muskelfibrillen zu sein. Zweifellos hat auch Metschnikoff diese Fasern vor und hinter dem Hoden ge- sehen, doch in Form von vier Bändern, von denen er die vorderen möglicherweise für Muskeln erklärt, die hinteren für Ausführgänge des Hoden. Sicher sind dies aber nicht die Muskeln, die Giard gesehen haben will (V. 9.), welche schief im dritten Segment verlaufen. B. Fortpflanzung. Giard glaubte, dass die Orthonectiden sich durch Knospung ver- mehren; er nahm an, dass die Elemente der Inuenmasse sich lebhaft vermehren, den sie einschliessenden Sack aufblähen und schliesslich auch das Ectoderm, das leicht abfalle, sprengen. Im Innern dieser granulirten, als Entoderm zu bezeichnenden Masse, die Sporocyste genannt wird, sollen dann Keime entstehen, deren Zellennatur sehr schwer nachweisbar sei; mitunter erzeugen die zuerst entstandenen Keime secundäre Knospen. Wenn alle eine gewisse Grösse erreicht haben, so lassen sie deutlich eine Zellschicht erkennen, aus der durch Delamination eine zweite, innere Lage hervorgehe. Metschnikoff zeigt nun — und Julin pflichtet ihm darin bei — , dass die Sporocysten Giard's durchaus nicht die ihnen zugeschriebene Bedeutung haben, also nicht Keimschläuche sind, welche Keime erzeugen ; auch kommt Knospung bei Orthonectiden nicht vor. Die Substanz der vermeintlichen Sporocysten nennt Metschnikoff jetzt „Plasmodium- schläuche'', früher ,,plasraodiumartige Körper"; ihnen kommt sicher eine Bedeutung für die Fortpflanzung zu, da sie Eier und embryonale Eni- Fovtpflauzung, Plasmodiumscliläuclie. 287 wickelangsstadien iu Mengen enthalten; wir werden daher zuerst zu handeln haben 1. über das Wesen der Plasmodiumschläuche. Metschnikoff fand dieselben sowohl bei Nemertcs lacteus Gr. als bei Ampli'mra squamafa. Sie liegen bei der Nemertine, wie auf Quer- schnitten gesehen wurde, zwischen dem Darm und der Musculatur und bestehen aus einer feingranulirten Masse, die Metschnikoff proto- plasmatisch nennt; kleine wasserhelle Vacuolen konnten ebenfalls gesehen werden ; irgend eine äussere, aus Zellen bestehende Membran wurde nicht erkannt. In den Ophiuren liegen die Plasmodiumschläuche iu grossen Haufen ventral in der Leibeshöhle; an ihnen sieht man nicht selten äusserlich gelegene Kerne, mitunter sogar einen vollkommenen zelligen Ueberzug; letzteren rechnet Metschnikoff zu den Geweben des Wirthes, den Plas- modiumschlauch zum Parasiten. Im Meerwasser machen die Schläuche, wenigstens die der Amphiura lebhafte amöboide Bewegungen, wobei auch eine Verschiebung der Körnchen stattfindet. Julin macht keine genaueren Angaben über die Schläuche selbst, findet jedoch den Namen unpassend, da es sich nicht um ein Plasmodium im gewöhnlichen Sinne des Wortes handelt, sondern um eine granulirte Masse, in der Eier und deren Ent- wicklungsstadien von Orthonectiden eine Zeit lang leben. Die Eier bilden sich in dem einen Schlauch nur zu Männchen, in einem anderen nur zu Weibchen aus und so unterscheidet Metschni- koff männliche und weibliche Schläuche; gleich häufig kommen bei Nemertinen auch zwittrige Schläuche (V. 17.) vor, d. h. solche, deren Eizellen theils zu Männchen, tbeils zu Weibchen sich entwickeln; alle drei Sorten findet man in derselben Nemertine. Anders verhält es sich in diesem Punkte bei den Ophiuren , bei denen Zwitterschläuche von Metschnikoff nicht beobachtet wurden; auch enthielt eine Ophiure meist nur männliche oder nur weibliche Schläuche, seltener fanden sich beide Formen in demselben Individuum. Hiergegen giebt jedoch Julin an, dass er niemals männliche Embryonen in solchen Schläuchen ge- .sehen, sondern immer nur weibliche; er sucht auch nachzuweisen, dass Metschnikoff in diesem Punkte nicht so sicher ist, als es den An- schein hat. Die männlichen Embryonen fand Julin frei in der Flüssig- keit von Taschen , deren Wandung wohl eine Bildung der Amphiura ist. Während nun Metschiiikoff annimmt, dass die Orthonectiden die grösste Zeit ihres Lebens in den Plasmodiumschläuchen bleiben, ist Julin der Meinung, dass sie nur dazu dienen, die zu Weibchen bestimmten Eier und deren Entwickelungsstadien eine Zeit lang zu beherbergen ; die ausgebildeten Weibchen verlassen die Schläuche. Auch über den Ursprung der Schläuche sind beide Autoren durchaus nicht einig; Metschnikoff glaubt, dass Weibchen wie Männchen gelegentlich aus der Ophiure ausschwärmen, dass dann irgendwie eine Befruchtung erfolgt und die befruchteten Weibchen iu neue Ophiuren 288 Mionelmintlies, Orthonectida. eindnng:eD , um sich bier in einen durch Verschmelzung der Eetoderm- zellen entstandenen Plasmodiumschlanch umzuwandeln. Da man aber ge- wöhnlich solche Schläuche in grosser Zahl antrifft, dieselben auch stets weniger Eier enthalten als ein erwachsenes Weibchen, so nimmt Metschnikoff eine Theilung der Schläuche an. In ganz anderem Sinne stellt Julin die Verhältnisse dar: es ist oben schon angeführt worden, dass zwischen den Eiern der abgeplatteten Weibchenform noch ein Reticulum einer granulösen Substanz vorkommt, das freilich erst deutlich wird, wenn ein Theil der Eier nach aussen ge- langt ist. Julin constatirte ferner, dass man neben eompleten Weibchen der abgeplatteten Form gar nicht selten Scheiben- oder kegelförmige Bruchstucke (VI. 11.) dieser Weibchen findet, die oft noch auf der Ober- Hache bewimpert sind und dann die Ectodermschicht, aber ohne Zell- grenzen und ohne Kerne erkennen lassen, während man im Innern eine Anzahl Eier und etwas granulirte Substanz bemerkt. Einmal beobachtete Julin in einer Ophiure einen kleinen kugeligen Körper, der ganz bewimpert war, eine ziemHch dicke Wandschicht besass und im Innern in einer granulirten Masse eine Anzahl heller, ovaler Körper er- kennen liess, die er als junge, weibliche Embryonen ansehen möchte. Ein ähnliches Stadium hat auch Giard gesehen, aber als eine junge Sporocyste gedeutet, die noch ihr Ectoderm besass. Unter Benützung dieser Beobachtungen und der Thatsache, dass die weiblichen Orthonectiden nach erfolgter Geschlechtsreife aus ihrem Wirthe auswandern, frei umher- schwimraen und auch in andere Wirthe eindringen können, hat nun Julin folgende Hypothese aufgestellt: Die Weibchen — und zwar nur die abgeplattete Form zerfällt, nachdem sie in eine Ophiure eingedrungen ist, in eine Anzahl von Stücke (VI. 11.); jedes derselben wandelt sich in einen kugeligen Körper um, der eine Zeit lang im Leihe der Ophiure rotirt, sich dann festsetzt, seine Wimpern verliert und zu einem Plas- modiumschlauch auswächst. Man könnte übrigens daran denken, dass diese Plasmodiumschläuche und die Taschen (Julin) nur Theile der Geschlechtsorgane der in- ficirten Thiere, die wie übereinstimmend angegeben wird, atrophiren. Aus dem bisher Mitgetheilten dürfte es zweifellos sein, dass wir unter den Orthonectiden männliche und weibliche Thiere zu unterscheiden haben, voraussichtlich auch zwei Weibchenformeu, die sich nicht nur durch die Gestalt und einige Punkte der Organisation, sondern auch durch ihre Bedeutung unterscheiden, wovon Näheres unten; hier handeln wir 2. über das Freiwerden der Geschlechtsproducte. a) bei Männchen. Bekanntlich hat Metschnikoff Streifen, welche sich bei den Ortho- nectiden vom Hoden an nach hinten erstrecken , vermuthungsweise als Samenleiter angesprochen, welcher Deutung jedoch Julin dadurch ent- Fortpflanzung. 289 gegeugetreten ist, dass er zeigen konnte, es handle sich um Fasern und nicht um Gänge; andererseits konnte das Freiwerden der Spermatozoen bei Khopalura Giardii direct gesehen werden. Mit zunehmender Ge- schlechtsreife nimmt die Grösse des Hodens beträchtlich zu; derselbe rundet sich zusehends ab und die in ihm enthaltenen Spermatozoen be- wegen sich sehr lebhaft. Endlich berstet die Membran, welche den Hoden umhüllt, und die Spermatozoen gelangen zwischen die Muskelfasern, die sich nun in drei oder vier Bündeln zusammenschliessen. Gleichzeitig verkürzt sich das Tbier und wird schwer beweglich; die Ectodermzellen blähen sich auf, lockern ihren Zusammenhang und beginnen abzufallen — damit wird aber den Spermatozoen die Möglichkeit zum Ausschwärmen gegeben. Julin constatirte, dass dieselben sich lebhaft im Meerwasser bewegCD. Mit dem Zerfall sind die Männchen auch abgestorben. b) bei Weibchen. Auch bei der cylindrischen Weibchenform findet ein Ausstossen der zahlreichen, vom Ectoderm und den Muskelstreifen umschlossenen Eizellen statt und zwar dadurch , dass der zweite , wimperlose King zu- sammen mit dem vorderen konischen Abschnitt sich von dem übrigen Körper scharf abtrennt und wie ein Deckel abspringt. Die Eier werden nun ausgestossen , wobei vielleicht die Muskelfasern oder die Elasticität der Körperwandung wirksam werden; jedenfalls findet man die Eier als kuglige Gebilde vor der Oeflfnung liegen (VI. 3). Eine Zwischenmasse ist zwischen ihnen nicht vorhanden. Die Eier der abgeplatteten Weibchen werden, wie schon oben an- gegeben wurde, nicht frei, sondern kommen in sich abschliessende Bruch- stücke (VI. 11) zu liegen, aus denen nach Julin die Plasmodiumschläuche hervorgehen sollen ; hier findet sich zwischen den Eiern eine granulirte Substanz. 3. Geschlechtliche und ungeschlechtliche Fortpflanzung. Sind diese Verhältnisse richtig, dann unterliegt es wohl keinem Zweifel, dass nur die Eizellen der cylindrischen Weibchenform die für eine Befruchtung günstigen Verhältnisse darbieten. Julin hat beobachtet, dass die reifen EJwpalurcn aus ihren Wirthen ausschwärmen können und macht es wahrscheinlich , dass sie auch wieder in den Körper anderer Wirthe eindringen. Dort bersten die cylindrischen Weibchen und lassen ihre Eier austreten, die nun der Befruchtung durch frei gewordene Spermatozoen zugänglich sind. Beobachtet sind jedoch diese Verhältnisse durchaus nicht, auch hat man an den Eizellen Nichts gesehen, was auf eine stattgehabte Befruchtung deutet. lieber das Verhalten der abgeplatteten Weibchenform ist schon oben die Hypothese Julin 's mitgetheilt worden; nach den Verhältnissen lässt sich nicht einmal vermuthen, dass hier die Spermatozoen eindringen; vielleicht kommt hier Parthenogenese vor. Broun, Klassen des Thier-Reichs. IV. 1. 19 290 Mionelminthes , Ortlionectida. Da nun nach Jnlin die männlichen Embryonen und die Männehen von Bhopalura Giardii niemals in Plasmodiumschläuchen vorkommen, sondern immer frei, so nimmt dieser Autor an, dass die frei werdenden und frei bleibenden Eier der cylindrischen Weibchenform zu Männchen sich entwickeln, wahrscheinlich, nachdem sie befruchtet worden sind; da ferner nach Jul.iu nur die weiblichen Embryonen in Plasmodium- schläuchen sich entwickeln und diese auf Bruchstücke der abgeplatteten Weibchenform zurückführbar sind, so dränge sich die Meinung auf, dass die- Eier dieser Form — vielleicht ohne befruchtet w^orden zu sein — sich zu Weibchen entwickeln. Was aber das Bedingende für die Ent- stehung der einen oder anderen Weibchenform sei, darüber spricht sich Julin nicht aus. Die Ansichten Metschnikoff's, die aber nur als „Vermutbungen" aufzunehmen sind, wurden schon oben erwähnt. Gleichfalls ist bereits besprochen, was Giard als Knospung bei Orthonectiden auffasst, sich aber durchaus nicht als solche deuten lässt; auch die von Metschnikoff angenommene Theilung der befruchteten und in ibren Wirth eingew^anderten Weibchen dürfte sich kaum bestätigen. Endlich wird Niemand unter den Begriff ungeschlechtliche Vermehrung die „Fragmentation" der abgeplatteten Weibchen, wie sie Julin schildert (cf. oben), rechnen. C. Entwicklung'. Eine Anzahl Entwicklungsstadien hat bereits Giard gesehen und beschrieben : bei RJiopctliira findet er die Furchung irregulär und constatirt eine durch Epibolie entstehende Planula; bei seiner Tntoslna dagegen entsteht eine ganz regelmässige Blastula, in deren Hohlraum von Seiten der umgebenden, sehr langen Zellen eine Menge kugliger Zellen ab- geschnürt werden; letztere stellen nun das Entoderm, die künftigen Ei- zellen, die Blastulazellen das Ectoderm dar, welches bald Wimpern er- hält. Gleichzeitig streckt sich die Larve und nimmt allmählig Form und Zusammensetzung des Mutterthieres an. Ausführlicher bebandelt Metschnikoff dieses Capitel und besonders die Entwicklung des Männchens der Rhopalura, doch wird er hierin von Julin übertroffen, der eine viel mehr zusammenhängende Reihe von Stadien auftinden konnte. Wir berichten daher nach diesem Autor, ob- gleich die Resultate beider Forscher verschieden lauten; Julin stimmt hier mehr mit Giard überein. 1. Entwicklung des Männchens von Rhopalura Giardii Metschn. Die nicht gefurchten, aber wahrscheinlich befruchteten Eier sind hüllenlose kuglige Zellen von 0,015 mm im Durchmesser; ihr Kern, sowie Kernkörperchen tritt sehr deutlich hervor. Die erste Theilung führt zur Entwicklung von Ehopalui'a Giardii. 291 Bildimg- einer grösseren und einer kleineren Zelle (VI. 4). Wie aus dem Verlaufe der weiteren Entwicklung hervorgebt, bleibt das Makromer lange ungetheilt, während das Mikromer weitere Theilungen eingeht und die demselben entstammenden Zellen die grosse Zelle umwachseo. Deshalb nennt Julin die letztere Entoderm, das Mikromer Ectoderm. Dieses theilt sich zuerst, so dass drei Zellen vorhanden sind, von denen die beiden ectodermalen die Entoderrazelle zum' Theil bereits decken. In weiterer Theilung entstehen 8 Ectodermzellen ; die zwei Reihen , eine zu sechs und eine zu zwei Zellen, bilden später 14 Ectodermzellen in drei Reihen (6. 6. 2). Jetzt erst theilt sich auch die Entodermzelle (VI. 6), die noch immer nicht völlig eingeschlossen ist, indem sie nach dem verschlossenen Pole, nach Julin dem vorderen, ein kleineres Theilstück absetzt (VI. 6) und während dieses sich selbst wiederum (VI. 7) theilt, dasselbe nach dem entgegengesetzten Ende geschieht (VI. 8). Auch diese hintere En- todermzelle theilt sich; Julin nennt die beiden Entodermzellen vorn „cellules intermediaires anterieures", die hinteren dementsprechend „posterieures". Auf dem nächsten Stadium (VI. 8) ist die Umwachsung vollzogen und alle noch ganz gleich gestalteten Ectodermzellen siud bereits be- wimpert; die intermediären Zellen haben keine Veränderung erlitten, wo- gegen die Entodermzelle (VI. 8. en) sich theilt, jedoch bleiben die Theil- stücke von einer Membran umschlossen. Bis hierher hatte der Embryo ovale Gestalt, er beginnt nun sich zu strecken, wobei Theilungen in allen Zellen auftreten. Auf späteren Stadien finden wir den Embryo von acht Ringen ecto- dermaler Zellen zusammengesetzt ( VI. 9) , die central die getheilte Entodermzelle einschliessen, während an diese nach vorn und hinten die ursprünglich eine Schale bildenden intermediären Zellen (in.) folgen. Aus ihnen entstehen später die Muskelfasern der Männchen und aus der Ento- dermzelle der Hoden; im Ectoderm findet dann auch die Umbildung der zwei, hinter dem Kopfring liegenden Zellenreihen zu den fünf, Körnchen tragenden, wimperlosen Ringen des Männchens statt, was durch eine leb- hafte Theilung dieser Zellen eingeleitet wird. 2. Entwicklung des Weibchens. Keiner der Autoren hat eine eiuigermassen erschöpfende Darstellung der Entwicklung der Weibchen gegeben. Giard und Metschnikoff berichten von totaler und aequaler Furchung, sowie von dem Auftreten einer Blastula, doch davon hat Julin Nichts gesehen, obgleich auch er einige frühe Stadien in Plasmodienschläuchen beobachtet hat. Dieselben weisen auf eine inaequale Furchung hin, wie sie bei der Entwicklung des Männchens auftritt und auf Umwachsen des centralen Zellhaufens (Entoderm) von Seiten der peripheren Zellschicht, Ectoderm (VI. 13), Ist die Umwachsung vollzogen (VI. 12), dann gelangen nach Julin die Embryonen aus den Plasmodienschläuchen in die Leibeshöhle der 19* 292 Mionelminthes , Ortlioneetida. Amphiura und erhalten Wirupem. Bald darauf spaltet sich die peri- phere Lage der EutodermzelIeD zu einer einheitlichen mittleren Schicht ab, so dass nun zwei Epithelschichteu, das wimpernde Ectoderm und die darunter gelegene mittlere Schicht, sowie eiue centrale Masse von Ento- dermzellen vorhanden sind (VI. 15). Zu dieser Zeit kann man auch bereits die beiden Weibchenformeu unterscheiden und die abgeplattete an einer vorn gelegenen Ansammlung körniger Substanz, in der ein ovaler Kern liegt, erkennen. Während die jungen Thierchen sich mehr in die Länge strecken, flachen sich die Zellen der mittleren Schicht ab und gehen auf unbekannte Weise in die Muskelfasern über; die Zellen der centralen Entodermmasse nehmen durch Theilung an Zahl zu, ver- grössern sich und werden zu Eizellen. D. Vorkommen und Lelbeiisweise. Wir kennen bis jetzt mit Sicherheit nur zwei Arten Orthonectiden : Wiopalura Giardii Metschn. aus Amphiura squamata (Canal, Mittel- meer) und Ulioxxdura Intoshii aus Nemertes lacteus Grube (Mittelmeer). Fraglich ist es, ob die von Keferstein und Mc. Intosh gesehenen Formen andere Arten sind, was man vielleicht von ersterer annehmen kann ; ebenso unsicher sind wir über FrothelmintJms Hessi Jourdaiu. Metschnikoff betont die grosse Seltenheit der iiÄöjM^nr« i«fos/m; erst unter mehreren hundert Exemplaren der Nemertine findet man ein oder einige wenige , welche inficirt sind. JHiopalurq, Giardii war im Winter in Neapel sehr selten, dagegen im Frühjahr nicht selten. Da frühere Untersucher von Amphiura squamata (Metschnikoff selbst, Schnitze, Krohn), denen die Thiere vom selben Fundort vorlagen, keine Rhopaluren gesehen haben, vermuthet Metschnikoff, dass die- selben früher gar nicht oder nur ganz ausserordentlich selten bei Neapel vorkamen. Giard findet ebenfalls seine Intoshia linei selten und hat nach Jntoshia le%^to]jlanae Giard vergeblich gesucht; auch die Bhopalura Giardii Metschn. ist in Wimereux selten, da auf etwa 40 Exemplare des Wirthes erst ein inficirtes kommt; Julin fand dagegen an derselben Localität schon unter 20 Exemplaren ein inficirtes. lieber die Umstände, unter denen die Parasiten in ihren Wirthen leben, haben wir leider keine übereinstimmenden Angaben: Metschni- koff lässt die Orthonectiden fast während des ganzen Lebens in den Plasmodiumschläuchen verharren, während Julin die Männchen der Bhopalura Giardii nie darin gesehen hat, die Weibchen aber nur in den ersten Stadien bis zum Verschluss des sogenannten Blastoporus — im Uebrigen aber, wie die ersteren während ihres ganzen Lebens, in grösserer Zahl in allseitig durch eine Epithelschicht abgeschlossenen Taschen, die mit einer hellen Flüssigkeit erfüllt sind; an anderen Stellen wird als Sitz der Parasiten direct die Leibeshöhle angegeben, einmal auch gesagt, dass die Weibchen „immer'' in den Schläuchen leben! Stellung der Mionelminthcs im System. 293 Ueber die Vertheilung der beiden Geschlechter der Orthonectiden auf verschiedene Wirthe ist schon oben das Nöthige mitgetheilt worden. Metschnikoff constatirt ferner, dass beide Arten der Ortlionectiden einen Schwund der Geschlechtsorgane ihrer Wirthe veranlassen, der, was auch Julin bestätigt, bei Amphiura nach der Menge der Para- siten sich richtet d. h. ein vollständiger ist, wenn die Ophiure stark inficirt ist. Es scheint mir nicht unwahrscheinlich, dass die „Taschen" Julin 's Reste der Genitaldrüsen der Wirthe sind, in denen die Ortho- nectiden leben. Systematische Stellung und System der Mionelminthes. Litteratur. Ausser den oben S. 253 citirten Specialarbeiten kommen in diesem Abschnitte noch in Betracht: Balfour, F. M., Handbuch der vergleich. Embryologie, übers, v. B. Vetter. I. Bd. Jena 1S8Ü. pag. 131. Blanchard, R. , Article vers in: Dictionnau-e encyclopedique des sciences mecücales. Paris 1888. Claus, C, Grundzüge der Zoologie. 4. Aull. Marbm-g 1880. pag. 201. Gegenbaur, C, Grundzüge der vergleichenden Anatomie. Leipzig 1871. pag. 72 und Grundriss der vergleichenden Anatomie. Leipzig 1878. pag. 72. Hatschek, B., Lehrbuch der Zoologie, eine morphol. Uebersicht des Thierreiches etc. Jena 1888. pag. 40. Huxley, Th. H., Grundzüge der Anatomie der wirbellosen Thiere, übers, von J. W. Spengel. Leipzig 1878. pag. 000. Lang, A. , Lehrbuch der vergleichenden Anatomie etc. 9. Auflage von E 0. Schmidt's Handb. d. vergl. Anat. Jena 1888. pag. 57. Leuekart, R., Zur Entwicklungsgeschichte des Leberegels im: Archiv für Naturgeschichte. 48. Jahrgang. I. Bd. Berlin 1882. pag. 95. 96. Zuerst wurde von Kölliker die Gattung Bicyema 1848 aufgestellt (J/'c und %viina — doppelt und Embryo), nach der v. Beneden 1876 die ganze Gruppe als Dicyemiden bezeichnete. Dann folgte Giard 1877 mit dem Namen Orthonedida {oQd^og und vixieiv, grade und schwimmen), ein Name, der von den schnellen, gradlinigen Schwimmbewegungen der Thiere hergenommen wurde. 1882 stellte Ed. van Beneden die Familie der Heterocyemida auf, die mit den Bicyemida in den wesentlichsten Eigenthümlichkeiten übereinstimmt, von ihnen sich jedoch durch den Mangel der Polzellen und die Gestalt der vermiformen Embryonen unter- scheidet. Beide Familien wurden zu einer OrdnuDg Bhonibozoa (Qo/ußag Kreise], wegen der Gestalt der Embryonen) vereinigt. Mit dieser Ordnung schienen van Beneden die Orthonectiden Giard 's in Organisation und Entwicklung eine so grosse Aehnlichkeit zu besitzen, dass an einer näheren Verwandtschaft nicht zu zweifeln sei. Beiden gemeinsam schien der Mangel eines Mesoderms und da schon 1877 van Beneden des- 294 • Mionelmiuthes. halb die Dicyemiden als 3Iesosoa bezeichnet hatte, so stellte er 1882 zu ihnen auch die Orthouectiden. Diese Mesozoa sollen eine den Protozoa und Metazoa gleichwerthige Hauptabtheilung des Thierreiches darstellen und zwischen beiden stehen; ihr Hauptcharakter ist der Mangel eines mittleren, sowie der primitive Zustand des äusseren und inneren Blattes. Selbstredend giebt man mit der Annahme der Mesozoa schon die Möglichkeit der Ableitung dieser aus Metazoen — etwa durch Degeneration in Folge von Parasitismus — auf; letzterer liegt doch entschieden und unbestritten vor und ebenso unbestritten ist der Einfluss desselben auf die Organisation der betrefifenden Thiere. Schon für Giard waren aber die Orthonectiden Metazoa, weil er Muskeln, ein Pseudomesoderm bei ihnen fand, deren Existenz wohl nicht zu bezweifeln ist; er leitete sie von Rotiferen ab und meinte, die Dicye- miden seien noch stärker degenerirt. Obgleich nun Julin die Muskel- schicht nicht nur bei Männchen, sondern auch bei den Weibchenformen nachwies und ihre Entstehung aus Zellen, die überall dem Entoderm ihren Ursprung verdanken, zeigte, kann dieser Autor sich nicht ent- schliessen, die Dinge unter den gewöhnlichen Verhältnissen zu betrachten, weil die Zellen, die zu Muskeln würden, weder als Mesenchym noch als Enterocoel im Sinne der Hertwig's entstünden, also kein echtes Meso- derm darstellten. Die Muskelbildung der Orthonectiden sei nur eine histologische Diiferenzirung der oberflächlichen Entodermschicht! Selbsrt die so früh auftretenden „intermediären Zellen" kann Julin nicht als Mesoderm ansehen! Daher ist Julin auch ein eifriger Verfechter der Mesozoa, die jedoch im Ganzen ebenso wenige Anhänger gefunden haben, wie etwa die Protista. Metschnikoff kann eine nähere Verwandtschaft zwischen Dicye- miden und Orthonectiden nicht finden; er beobachtete auch nicht in der Entwicklung der letzteren eine epibolische Gastrula, sondern nur eine Morula. Die bewimperten, äusseren Zellen nennt auch Metschnikoff Ectoderm, jedoch findet er es für mindestens ebenso berechtigt, wenn man die inneren Zellen ein Mesoderm nennt, statt mit v. Beneden Entoderm; bei darmlosen Parasiten kann man von einem Entoderm erst dann reden, wenn es bestimmt nachgewiesen sei; das gleiche gelte auch für Dicye- miden. Er könne deshalb in den Orthonectiden keine Mesozoen sehen; die früh auftretende geschlechtliche Differenzirung spreche viel mehr dafür, dass es sich um durch Parasitismus degenerirte Metazoen handelt. Ihre einfache Organisation ist demnach nicht eine primäre, sondern erst secundär erworben. Was frühere Autoren anlangt, so haben die Meinungen dieser, da sie auf ungenügenden anatomischen Kenntnissen bernheu, nur eben historischen Werth; die des öfteren ausgesprochene Ansicht, die Dicye-i miden seien Protozoen, musste natürlich fallen, als Ray Lankester 18731 Stellung im System. 295 die Vielzelligkeit derselben nachwies; andre hielten sie für Eutozoa oder auch für Würmer. C. Gegenbaur stellte sie 1871 zum Entwicklungskreis der Platt- würmer, später z wichen Proto- und Metazoa. F. M. Balfour 1880 hält es für sehr möglich, dass die niedere Organisation der uns interessirenden Gruppe durch parasitische Lebens- weise erst erworben sei; er möchte in der endogenen Zellbildung in der Achsenzelle der Dicyemiden nach Analogie von Beobachtungen Strass- burger's eine Andeutung der ursprünglichen Mehrzelligkeit des Entoderms dieser Parasiten sehen. Sehr bestimmt hat sich C. Claus 1880 gegen die Aufstellung eines Mesozoentypus erklärt. R. Leuckart hat 1882 die Ansicht ausgesprochen, dass die Ortho- nectiden und die ihnen verwandten Dicyemiden sich nicht über die Höhe der Organisation der Trematodenlarven erhöben und frühzeitig geschlecht- lich diflferenzirt seien , wie dies auch bei andren Helminthen geschehe. Man könne Orthonectiden und Dicyemiden als niedre Trematoden be- trachten, und sie diesen Plattwürmern anreihen, ebenso auch Schauins- land 1883. Th. H. Huxley kann sich nicht entschliessen , die Dicyemiden den Metazoen anzuschliessen , weil die Art und Weise , wie aus dem Inhalt der Achsenzelle Keime hervorgehen, so ganz von Allem verschieden ist, was wir von den Metazoen kennen; vorläufig will er sie als Mesozoen betrachten, möchte aber dann Cestoden und Acanthocephalen als Modi- ficationen desselben Typus betrachten, weil ihnen der Darm mangelt. Whitraann erklärt sich damit einverstanden, dass man die Achsen- zelle als Entoderm auffasst, findet aber, dass Julin gerade bei Ortho- nectiden den Nachweis vom Vorkommen eines echten Mesoderms geführt habe, das freilich später reducirt würde, aber doch da sei; er weist auch darauf hin , dass man die beiden primären Keimzellen im wurmförmigen Embryo der Dicyemiden den beiden ersten „intermediären Zellen'' bei den männlichen Orthonectiden vergleichen könne, so dass die Dicyemiden wenigstens vorübergehend triploblastisch seien. Bei Thieren, die eigent- lich nichts Anderes wären, als ein Sack mit Geschlechtsproducten, welche })arasitisch lebten und geringe Locomotion hätten, dürfte man auch ohne directen Beweis der Degradation die Einfachheit der Organisation als eine Folge der Existenzbedingungen ansehen. Whitmann zweifelt nicht, dass die Dicyemiden durch Parasitismus degenerirte Plattwürmer sind; ob sie und die Orthonectiden von Dinophilus oder von Trematoden ab- stammten, müssten erneute Untersuchungen lehren. R. Blanchard hat 1888 (oder schon früher?) Rhombozoeu und Orthonectiden zu einer Klasse der Würmer vereinigt, die er ,,Aneuriens'' nennt und durch die Abwesenheit jeder Spur eines Nervensystems characterisirt. Er stellt sie an die Spitze der Würmer und lässt ihnen die Plathelminthen folgen. 296 Mionclniithes. A. Lang stellt 1888 die Dicyemiden und Orthonectiden in die erste Classe der Coelenterata, die Gastraeadae, neben die Physemarien, während B. Hatschek sie als Anhang der Cnidaria, als Plannloidea anführt. Wir sind nun ebenfalls der Meinung, dass man keinen Grund hat, eine Hauptabtheilung Mesozoa aufzustellen oder richtiger ausgedrückt, dass die Orthonectiden wenigstens wegen ihres Mesoderms nicht dahin gehören können; das Gleiche gilt wohl auch für die Rhombozoen, die wir als Verwandte der ersteren betrachten. Jedoch steht diese Thier- gruppe allen übrigen, die man etwa unter den sogenannten Würmern annehmen will, so entfernt, dass sie keiner der bisher anerkannten zu- gefügt werden kann ; es ist daher nöthig, sie als eine besondere Gruppe zu betrachten, wie dies auch andere Autoren gethan haben. Pagenstecher hat dieselbe Mioiielmiiitlies (von iisiorv nieder, f AjMi'? Eingeweidewurm) genannt und diesen Namen bereits auf der ersten Tafel dieses Werkes (1887) angewendet; älter ist der Name Mesozoa, doch kann ich denselben, da er Manches präjudicirt, nicht annehmen ; ob Blanchard seinen Namen Aneuriens vor Pagenstecher veröffentlicht hat, habe ich nicht erfahren können; jünger ist die Hatschek'sche Be- zeichnung Planuloidea. Ich behalte aus practischen Gründen den Namen Mionelminthes bei. System der Mionelminthes. (öyn. Mesozoa Ed. v. Ben., Aneura Blanch., Planuloidea llatsch.) Man kann die Mionelminthen mit Pagenstecher (im Manuscript) defiuiren als Thiere mit einschichtigem, wimperndem Ectoderm, dessen Zellen jedoch nicht alle gleich gestaltet sind, sondern Differenzirungen erfahren haben, mit höchstens einschichtigem Mesoderm und mehrzelligem oder ein- zelligem Entoderm, das nur der Erzeugung der Fort- pflanzungsproducte dient, ohne irgend andere Organe; mit mindestens zweierlei Brut. I. Kl. Rhombozoa (E. v. Ben.). „Im Ganzen symmetrische Mionelminthen, ohne Ringelung, ohne Muskelfibrillen, mit einer einzigen, wenn auch zuweilen mehrkernigen, der Reproduction dienenden, axialen Entoderm- zelle mit in dieser sich entwickelnden Keimen von zweierlei Art" (nach Pagenstecher, der in die Diagnose noch die Form der Em- bryonen aufnahm). System. 297 1. Ordnung Heterocyemida. E. v. Ben. Im erwachsenen Zustande ohne Wimpern, ohne Kopfkappe, nur mit Terminalwarzen; die vermiformen Embryonen granaten- t'örmig, die infusoriformen prineipiell nicht abweichend. 1. Gattung Conoeyema. E. v. Ben. Mit vier Terminalwarzen ; Embryonen granatenförmig. Nur eine Art (polymorphum v. Ben.) in Octopus vulgaris. 2. Gattung Microcyema E. v. Ben. Ectoderm von einer sehr kleinen Anzahl von Zellen gebildet. Nur eine Art (vespa v. Ben.) in Sepia officinalis. 2. Ordnung Dicyemida. E. v. Ben. Im erwachsenen Zustande mit Wimpern, mit Kopl'kappe, Warzen meist nur an den Seiten, selten terminal; vermii'orme und infusorif orme Embryonen. Ed. van Beneden ging bei der Benennung der Dicyemiden von der Meinung aus, jeder Tintenfisch habe seine besondere Species und die Arten Dicyemiden, welche Ijei einer Gattung der Tintenfische leben, sind näher unter einander verwandt als mit den Parasiten einer anderen Gattung der Wirthe. So schuf er entsprechend den Gattungen der Cephalopoden, aus denen er Dicyemiden kannte, auch besondere Gattungen für letztere. Den Namen Di cyema KöU. behielt er für die beiden Arten bei, welche in Octopus leben; Dicyemella E, v. Ben. für die beiden Arten in Eledone; Dicyemina E. v. Ben. für- die beiden Arten in Sepia und DicyemopsisE. v. Ben. für eine Art in Sepiola, in der That eine cigeuthümliche Classification, nach der man so viel Genera Dicyemiden erwarten müsste, wie viel Genera Cephalopoden es giebt. Zweifellos wird die Zahl der Arten und der Gattungen der Dicye- miden vermehi't werden, wenn auch andere, als die häufigeren eiu'opäischen Tintenfisclie untersucht sein werden, aber ein solcher Parallelismus ist nicht zu erwarten; er besteht, wie Wliitmann gezeigt hat, nicht einmal für die bisher bekannten Arten. Später gab E. v. Benedon wirkliche Diagnosen seiner Genera: Di cyema ohne Parapolarzellen, mit 8 Polarzellen und ohne Termin alwarzen ; Dicyemella ohne Parapolarzellen, mit 9 Polarzellen imd ohne Tcrmiualwarzcn ; Dicyemina mit zwei Pai'apolarzeUen , 9 Polarzellen und zwei Terminalwarzeu ; Dicyemopsis mit vier Parapolarzellen und 8 PolarzcUen/ welche mit den ersteren eine concave Scheibe büden; keine TcrmiualzeUcn. Whitmän hat auf das Irrthümliche eines Theiles der zui' Unterscheidung dienenden Punkte hingewiesen und sieht sich deshalb veranlasst, aUe Arten, deren Zahl auf 10 erhöht werden konnte,' je nach der Zahl der Polai'zellen in 2 Gattungen unter- zubringen: 1. Gattung Dicyema (Köll.) Whitm. Dicyemiden mit acht Polarzellen. Sieben europäische Species. 2. Gattung Dicyemennea Whitm. Dicyemiden mit neun Polarzellen. Drei eui-opäische Species. 298 Trichoplax. II. Kl. Orthonectida (Giard). Im Ganzen radiär gebaute Mionelminthen, mit Ringelung, mit Muskelfibrillen und mit einem vielzelligen, der Repro- duction dienendem Entoderm; bei den kleineren Männchen der zweite Ring wimperlos, die Weibchen dimorph: die eine Form cylindrisch und gleichfalls mit einem wimperlosen Ringe, die andere Form abgeplattet, ganz bewimpert; erstere nur männliche, letztere nur weibliche Embryonen producirend (nach Pagenstecher). Gattung Rhopalura (Giard) M^tschnikoif mit den Characteren der Klasse. Nur zwei sichere Species au den europäisclieu Küsteu. Trichoplax. V. E. Schulze. Litteratur. Schulze, Fr. E. Triclioplaxadhaerens, nov. gen., nov. spec. (Zoologisolier Anzeiger, herausgegeben von Jul. Vict. Cai'us. VI. Jalu'g. Leipzig 1S8.S. pag. 92 — 97. Mit 2 Holzschnitten"). Bütschli, O. Bemerkungen zur Gastraeatheorie (Morphologisches Jahrbuch herausg. von C. Gegenbaui-. Bd. IX. Leipzig 1S85. pag. 415—427, Mit 1 Taf.i. Lang, Arn. Lehrbuch der vergleichenden Anatomie zum Gebrauche bei ver- gleichend anatomischen und zoologischen Vorlesungen (neimte Aufl. von 0. Schmidt's Handbuch der vergl. Anatomie). Jena 1S88. pag. 58. Ehlers, E. Zur Auffassung des Polyparium ambulans Korotn. (Zeitschrift für wissenschaftl. Zoologie. Bd. XLV. Leipzig 1887. pag. 496 ff.). Metsclinikoflf, El. Embryologische Studien an Medusen, ein Beiti-ag zur Genea- logie der Primitivorgane. Wien 1886. 159. pag. 12 Taf. (pag. 144). Im Jabre 1883 beschrieb F. E. Schulze unter dem Namen Trichoplax adhacrcMS ein sehr eigenthümliches Wesen, welches in grösserer Anzahl in den Seewassera(|uarien des zoologischen Institutes der Universität Graz beobachtet wurde; genanntes Institut bezieht Seewasser wie Thiere fast ausschliesslich aus Triest. Die betreffenden Wesen sind grauweisslich, schwach durchscheinend und stellen eine nur wenige Millimeter breite und gleichmässig dünne (0,02 mm.) Platte von ganz unregeMässiger und grossem Wechsel unter- liegender Gestalt dar. Obgleich diese Platte verschiedene Formen, wie etwa eine Pelomyxa, annehmen kann, so ist sie doch in der Ruhelage kreisförmig begrenzt, so dass man ausser dem Rande eine obere und untere Fläche unterscheidet. Andeutungen einer bilateralen oder radiären Symmetrie sind nicht vorhanden, es existirt also nur eine bestimmte Achse, welche man sich durch den Mittelpunkt der Scheibe, senkrecht zu den Bau. 299 beiden parallelen Grenzflächen zu denken hat; die Pole der Achse sind ungleichwerthig:, Kreuzachsen fehlen gänzlich. Die ganze Oberfläche des Trichoplax ist mit ziemlich langen Wimper- haaren bedeckt und auf Durchschnitten (vergl. Fig. 4) lassen sich zwei, die Flächen begrenzende Epithellagen erkennen, welche eine ausgebildete Bindegewebslage zwischen sich fassen. Die Oberseite wird von einem einschichtigen, platten Epithel gebildet, dessen Zellgrenzen erst nach Be- handlung mit Argentum nitricum als vier- bis sechsseitige Polygone (Fig. 5) von sehr verschiedener Gestalt und 8 — 12 /n Durchmesser sichtbar werden. Das Epithel der Unterseite ist ebenfalls einschichtig, -^^S- 4. aber die Zellen sind zylind- risch, richtiger pyramiden- förmig, da ihre Basen sich zuspitzen und mit der mittleren Körperschicht in Verbindung stehen. Da der Durchmesser dieser Zellen nur etwa ein Drittel der oberen Zellen beträgt, so erscheinen auf der Unter- seite nach Behandlung mit V4 oder ^/^^^If^iger Lösung von Höllenstein die Felder entsprechend kleiner, aber ebenfalls vier- bis sechsseitig (vergl. Fig. 5). Die mittlere Bindegewebslage besteht aus einer Menge spindel- förmiger oder wenig verästelter, mitunter auch anastomosirender Zellen, (vergl. Fig. 4), zwischen denen eine hyaline, ganz hell und flüssig er- scheinende Grundsubstanz sich beflndet. In der Mitte der Zellen, welche Senkrechter Durchschnitt der ßanclparthie von Triclio- plax adhaerens nach Fr. E. Schulze. Vergr. ***7i Fit Trichoplax adliaerens, Randtheil init umgeschlagener Falte nach Behandlung mit Argentum nitricum; vergr. **'7i-5 ^^(^^ Fr. E. Schulze. wie fixe Bindegewebskörperchen aussehen, aber wahrscheinlich contractu sind, liegt ein kleiner, ovaler Kern von stärkerem Lichtbrechungsvermögen und neben diesen in der Regel noch ein sehr stark lichtbrechendes, kugliges oder längliches Körnchen. Ausserdem enthalten die Zellen der mittleren Schicht einzelne gelblich gefärbte, höckrige Knollen und Körner und der Oberfläche näher noch glänzende, stark lichtbrechende Kugeln von 5 — 8 f.( Durchmesser in einschichtiger Lage und ziemlich gleich- 300 ~ Triclioplax. massiger VertheihiDg. Die Eicbtuug der Zellen der mittleren Schicht ist eine dorsovcntrale, seltener schräge. Irgend welche anderen Organe, wie etwa Mund etc. wurden nicht gesehen ; nur am Eande der Scheibe kommen gelegentlich kleine, schmale, hyaline Höcker oder Papillen von massig starkem Lichtbrechungsvermögen vor, die vielleicht zur gelegentlichen Anheftung dienen. Die Bewegungsart des Trichoplax, das sich mit seiner untern Fläche irgend einer festen Unterlage dicht anschmiegt, ist eine langsam gleitende, die zweifellos durch die Cilien hervorgerufen wird; dabei finden fast be- ständige Formveränderungen statt: die im Ruhezustande unregelmässig rundliche, selten ganz kreisförmige Platte zieht sich etwa an einer Seite lappenförmig aus; ein solcher Zipfel kann sich dann unter allmähliger Dehnung und Verschmälerung bis zu einem 20 mm und darüber langen, dünnen Faden ausstrecken, welcher, verschiedene Bewegungen und Schleifen bildend, schliesslich eine auffallende Aehnlichkeit mit gewissen persischen und türkischen Schriftzeichen aufweist. Auch können derartige lappen- artige Vorsprünge von verschiedener Gestalt an zwei oder mehreren Stellen des Scheibenrandes hervorwachsen, so dass eine ganz unregel- mässig viellappige Figur entsteht, doch pflegen weitere Verästelungen solch primärer Fortsätze nicht vorzukommen. Zu manchen Zeiten stellen fast alle an den Glaswänden desselben Aquariums herumkriechenden Indi- viduen einfache rundliche Scheiben dar, zu anderen Zeiten entwickeln sie langgezogene Fäden, ohne dass eine Ursache für diese periodisch auf tretenden Zustände sich ermitteln Hesse. Freiwillig lösen sich die Thierchen nicht von ihrer Unterlage, auch sind sie niemals schwimmend angetroffen worden. Alle Bewegungen sind gewöhnlich so langsam, dass man sie mit blossem Auge kaum erkennen kann, wohl aber lässt sich der zuletzt zurückgelegte Weg in der Regel aus der von organischen Partikelchen mehr oder weniger vollständig gereinigten Zugstrasse erschliessen. Mit einer guten Lupe kann man die Bewegungen selbst unmittelbar beobachten, auch sehen, dass sich der Rand der Platten hie und da in niedrigen Falten erhebt, deren trichterförmige, von der Unterseite gebildete Höhlung mit ihrer Oeffnung nach aussen, mit der Spitze centralwärts gekehrt ist. Obgleich Trichoplax fast über ein Jahr von seinem Entdecker beo- bachtet worden ist, so wurden doch wesentliche Veränderungen an dem- selben, etwa eine Metamorphose oder Fortpflanzungserscheinungen nicht wahrgenommen; nur eine Vermehrung durch einfache T hei hing scheint vor- zukommen. Schulze beobachtete nämlich, dass im Spätherbst fast sämmt- liche Individuen in lange Fäden ausgezogen Avaren und dass darauf eine bei weitem grössere Menge von kleinen Trichoplax in einfach rundlicher Scheibenform zu sehen war — dies würde auf eine Theilung hindeuten, doch ist eine solche direct nicht beobachtet worden. Schulze glaubt, dass die Annahme, es handle sich um eine Larven- form, ausgeschlossen sei, da während fast eines Jahres eine Aendernng nicht zu sehen war. Bau, systematische Stellung. 301 Die systematische Stellung des Trichoplax ist zur Zeit ganz un- sicher: dass es sich um ein Thier, nicht etwa um eine Pflanze handle, dürfte wohl keinem Zweifel begegnen; ebenso sicher ist es, dass Tricho- plax kein Protozoon ist, auch nicht zu den van Bene den 'sehen Mesozoa gestellt werden kann, da seine drei Körperschichten nach Schulze zweifel- los zu den Metazoa weisen. Unter diesen können nur der Typus der Coelenteraten und der der Würmer in Frage kommen; der Mangel einer Gastralhöhle, das Fehlen von Poren, von Nesselorganen und der Mangel radiärer Symmetrie, Irennt Trichoplax von den Coelenteraten, die mangelnde bilaterale Symmetrie, der fehlende Hautmuskelschlauch und der Mangel seitlicher Excretionscanäle von den Würmern, so dass man dieses Thier „einstweilen isolirt auf die unterste Stufe der Metazoa zu stellen" hat. Erst nach Kenntnis« des Zeugungskreises wird sich mit Sicherheit die systematische Stellung begründen lassen; dann wird es ferner möglich sein, zu erkennen, ob die drei über einander liegenden Gewebs- schichten den drei Keimblättern der übrigen Metazoa zu vergleichen sind. Von vornherein spricht der Macgel einer Gastralhöble nicht dagegen, viel- mehr Hesse sich Trichoplax mit einer auf grossem Nahrungsdotter aus- gebreiteten, dreiblättrigen Keimscheibe vergleichen; man könnte sogar nach Schulze es als wahrscheinlich annehmen, dass das Thier aus den unter ihm liegenden, resp. uutergestrudelten und sodann verdauten Nahrungs- mitteln seine Nährstoffe entnimmt, ähnlich wie eine flache Keimscheibe ihre Nahrung aus dem unterliegenden Dotter; Metschnikoff dagegen, der Schulze's Angaben über den Bau von Trichoplax bestätigt, glaubt, dass es auf flüssige Nahrung angewiesen sei. Eine der letzeren ziemlich ähnliche Anschauung hat auch 0. Bütschli über Trichoplax; dieser Autor plaidirt dalür, dass weder die Planula noch die Gastraea die Urform der Metazoen gewesen sein können, sondern die Placula, das heisst eine zweischichtige Zellenplatte, wie sie in der Onto- genie von Cucullanus auftrete; Trichoplax sei gewissermassen eine nur wenig höher differenzirte, freilebende Placula, Arn. Lang hält auch dafür, dass sich der Körperbau des Trichoplax so lange einer sichern, morphologischen Beurtheilung entzieht, so lange über die Fortpflanzung und Entwickelung des Thieres Nichts bekannt ist; er behandelt es im Anhang zu seiner Klasse Gastraeadae (Coelenteratorum), zu der er die Physemarien, Dicyemiden und Orthonectiden zählt. Eine eigenthümliche Anschauung hegt E. Ehlers über Trichoplax sowie über einige andere Thiere, zu welcher das von A. Korotneff be- schriebene Polyparium ambulans Veranlassung gegeben hat. Ehlers schliesst nämlich aus dem Bau dieses sonderbaren Anthozoons, dass man in demselben kaum ein in regelmässiger Entwickelung entstandenes Thier zu sehen habe, vielmehr ein solches, welches unter dem Einflüsse äusserer Verhältnisse in eine ausserhalb der Regelmässigkeit liegende Bahn ge- bracht ist. Ein derartiges paranomales Thier (im Gegensatz zu cunomal) ist nicht eine phylogenetisch entwickeUe und irgend einmal durch ge- 302 Trichoplax. schlechtliclie Vorgänge sich fortpflanzende Art, sondern eine diircb Ein- wirkung äusserer Verhältnisse in jedem Einzelfalle vom Typischen ab- weichende Form, die entweder als solche jedes Mal ausstirbt oder vielleicht durch ungeschlecbtliche Fortpflanzung gleichartige Wesen zu erzeugen vermag. Vielleicht gehört nach Ehlers auch Trichoplax adhaerens, den man bis jetzt nur als Insassen von Aquarien kennt, zu den paranomalen Thieren und hat sich aus einer noch unbekannten, eunomalen Form, die in das betreffende Aquarium gelangt ist, in Folge veränderter Existenz- bedingungen entwickelt. Platlieluiiutlies Minot 1877. Da eine Geschichte der Plattwürmer beinahe mit einer solchen der Hehninlhologie zusammenfiele und es nicht in unserer Aufgabe liegt, die letztere zu behandeln, so sollen geschichtliche Angaben nur bei den einzelnen Gruppen der in Rede stehenden Würmer gemacht werden. Name uud Umgrenzung der Gruppe. Wie schon (8. 221) her- vorgehoben wurde, ist es ein grosses Verdienst von Carl Vogt für Ces- toden, Trematoden, Planariden und Nemertinen als Ordnungen eine Klasse Platyelmia = Plattwürmer gebildet zu haben; zwar erkannten schon frühere Autoren eine Verwandtschaft der Nemertinen, Turbellarien und Trematoden, schlössen jedoch die Cestoden aus, so z. B. R. Leuckart schon 1848 (vergleiche S. 219), der für die erstgenannten unter Zuweisung der Hirudineen die Classe Apodes bildet, aber die Cestoden und Acantho- cephalen wegen ihrer Darmlosigkeit als Anenterati vereinigt, ferner E. Blanchard 1849 (S. 219). Noch vor C. Vogt hatte sich bereits P. I. van Beneden für eine nahe Verw^andtschaft der Cestoden und Trematoden ausgesprochen, welcher Ansicht Leuckart zustimmte; bei derselben Gelegenheit (vergl. S. 219) ändert letzterer den Namen Apodes in Piatodes und rechnet zu diesen ausser den Platyelmia C. Vogt's noch die Hirudineen. In diesem Sinne hat Leuckart die Platoden nicht nur in der ersten Auflage seines Parasiten- werkes sondern bis 1879, bis zum letzten seiner trelflichen Jahresberichte über niedere Thiere beibehalten; eine kleine Aenderung fand insofern statt, als die Nemertinen als Gruppe der Turbellarien erscheinen. Später aber (in der zweiten Auflage des Parasitenwerkes pag. 139) konnte Leuckart nicht umhin, zuzugeben, dass es richtiger sei, die Hirudineen wegen ihres deutlich segmentirten Körperbaues „als parasitäre Formen an die Regenwürraer anzuknüpfen." Gegenüber den früheren Anschauungen war in der That C. Vogt's Erkenntniss ein bedeutender Fortschritt, denn bis dahin gingen ziemlich unbestritten alle parasitischen Würmer und noch Einiges mehr als Hel- minthes oder Entozoa, eine besondere Klasse darstellend. Seit Zeder und Rudolph i unterschied man fünf Ordnungen, die Nematoden, Acan- thocephalen, Trematoden, Cestoden und Cystici, denen Diesing noch die Acanthotheci anreihte. Die sechste Ordnung wurde jedoch bald durch die Erkenntniss ihrer Arthropodennatur zu Grabe getragen, während die 304 Platlielminthes. fünfte ebenfalls als solche fortfallen musste, da die Cystici als Jugend- stadien der Cestoden erkannt wurden. 80 blieben also schliesslich nur vier Ordnungen übrig, von denen C. Vogt die beiden ersten als Nenaatelmia vereinigte, die beiden letzteren aber mit den Nemertiuen und Turbellarien als Platyelmia verband. Letztere Klasse wurde, wie schon hervorgehoben, allgemein ange- nommen, jedoch nicht immer in demselben Umfange, wobei zugleich der Name manche Aenderungen erfuhr: so ändert ihn R. Leuckart 1854 in Piatodes, C. Gegenbaur 1859 in Platyelminthes , während Anton Schneider 1873 Plathelminthes schreibt, nachdem er 1864 und 1866, ebenso wie Carus und Gerstäcker 1863 den Gegenbaur'schen Namen angenommen hatte. C. Claus schrieb zuerst Platyelmia (1868), später Plathelminthes und neuerdings Platyhelminthes; selbst C. Vogt giebt 1888 den von ihm gebildeten Namen Platyelmia auf und schreibt Piatodes s. Plathelminthes, weil die Hirudineen hinzugerechnet werden; die Engländer brauchen meist Platyelmia. Nur wenige Autoren erkennen eine Gruppe Plattwiirmer nicht an, so z. B. E. Ehlers (vergl. oben S. 225), L. E. Schmarda (S. 232), vorübergehend auf Th. H. Huxley (S. 233). Von denjenigen Ordnungen (Klassen), welche zu den Plattwürmern gerechnet werden, sind als umstrittene nur die Nemertinen und die Hirudineen anzuführen. Erstere betrachtete man Anfangs nicht einmal als eine den übrigen gleichwerthige Ordnung, sondern stellte sie allgemein, ausgenommen E. Blanchard (s. oben S. 219) zu den Strudelwürmern, wo- rin man durch unrichtig erkannte Formen, wie etwa Frorhyndms , der zwischen Turbellarien im engeren Sinne und den Nemertinen vermitteln sollte, bestärkt wurde; später erscheinen die Nemertinen meist als Ordnung der Plattwürmer, nur AI. Goette (s. S. 243) stellt sie wieder zu den Tur- bellarien. Unter den Neueren schliesst 1875 C. Semper (s. S. 235) die Nemertinen von den Plattwürmern aus, letztere dann Scolecida nennend und Ch. S. Minot (s. S. 239). betont dies noch mehr; auch Bütschli (s. S. 233) verbindet den Nemertinenstamm mit dem der Ringelwürmer; Salensky (S. 246), Hatschek (S. 248) und A. Lang (S. 250) scheiden ebenfalls die Nemertinen von den Plattwürmern aus, sie theils mit den Rotatorien, theils mit den übrigen Würmern verbindend oder wie Hatschek sie als Anhang der Scoleciden anführend. Was die Hirudineen anlangt, so hat in früheren Jahren wohl auch ein Ausspruch von P. L van Ben e den und Hesse (Recherches sur les Bdelloides ou Hirudinees et les Trematodes marins Bruxelles 1863) dazu beigetragen, Hirudineen und Trematoden als nahe Verwandte zu betrachten, da als einziger Unterschied schliesslich nur noch der Besitz eines Anus bei ersteren gelten könne; dazu kam die ectoporasitische Lebensweise der Hirudineen, das Auffinden der McüacoMdla, und so galten lange Zeit die Hirudineen, wenigstens bei sehr vielen Autoren, als Plattwürmer. Die Erkenntniss ihres Baues und ihrer Entwicklung nöthigte aber schliesslich doch, sie wieder zu den Riügelwürmcrn zu stellen, (so unter Andern Umgronziing. 305 C. Semper 1875), wofür sich neuerdings selbst Leuckart ausspracli, der noch am längsten die Vereinigung- beibehalten hatte. 1881 aber be- tont A. Lang (s. oben S. 242) auf Grundlage des Studiums seiner Gunda segmentata von Neuem die nahen Beziehungen zwischen Hirudineen und Plattwürmern, speziell der Planarien, ohne jedoch später (s. oben S. 249) in seinem System die ersteren auch nur in die Nähe der Plathelminthen zu stellen, sondern sie ganz richtig unter den Annuhüa aul'zuführen. Die noch in Frage kommenden n y chophoren können hier ganz kurz abgemacht werden; wenn man auch zweilelhaft sein kann, wohin die- selben im System zu' stellen sind, so dürften doch wohl am allerwenigsten die Plattwürmer dabei in Betracht kommen; wir halten die Onychophoren nicht einmal für sogenannte Würmer, müssen sie jedoch in dem Bande Vermes abhandeln (an letzter Stelle), da der Bearbeiter für Arthropoden sie von diesen ausgeschlossen hat und laut brieflicher Mittheihmg auch heut noch ausschliesst. Wenn man die Nemertinen und Hirudineen aus den Plattwürmern aus- scheidet, wie es hier geschehen soll, so bleibt in der That eine gut um- schriebene und wohl characterisirte, sogenannte natürliche Gruppe übrig, deren Abtheilungen, Turbellarien, Trematoden und Cestoden nach heutigen Anschauungen als nahe verwandt angesehen werden müssen; ich erinnere nur an die einfache Haut, die Uebereinstimmung im Bau und der Anordnung der Körpermuskeln, an das gleiche Verhalten des Parenchyms, an das Verhältniss der Lücl^en in demselben zu den E^xcretions- organen, an letztere selbst, an die weifgehende Uebereinstimmung im Bau des Geschlechtsapparates, an den im Princip bei den einzelnen Gruppen nicht abweichenden Bau des Nervensystems und manches Andre, was auf den ersten Blick die nahen Beziehungen deutlich macht. Wenngleich die Cestoden am niedrigsten organisirt erscheinen, so ist es doch ohne Frage, dass dieser Zustand eine secundäre Erwerbung in Folge der Lebensweise darstellt, weshalb die Cestoden nicht an den Anfang als Ausgangspunkt gestellt werden können; wir schliessen uns vielmehr jenen Autoren an, welche sie aus den Trematoden hervorgehen lassen und leiten letztere, wenn auch nicht direct von den heutigen Tur- bellarien, so doch von Formen ab, die diesen nahe gestanden haben, folglich betrachten wir die Turbellarien als jene Gruppe, welche nicht nur die primitiven Verhältnisse der Plattwürmer am wenigsten verändert zeigt, sondern, von welchen auch der Weg zu den andern Gruppen hinführt. Unsre Absicht, sie zuerst darzustellen, haben wiy mit Rücksicht darauf, dass in Bälde wichtige Arbeiten über alle Gruppen der Turbellarien von L. V. Graff und seinen Schülern erscheinen werden, aufgegeben und be- handeln daher zuerst die Trematoden. Bronn, Klassen des Tbier - Reichs. IV. 1 20 I. Treinatodes Riidolplü 1808. Name und Umgrenzung. Nncbdem Zeder im Jabre 1800 eine Familie der Helminthen Saugwiirmcr genannt bat, gab Rudolpbi, der Anfangs die Zeder'scben Familien der Enfozoen nicbt annabm , den Saiigwürmern den Namen Trematoäa, sie gleichzeitig zu einer Oidnung erbebend. Die Diagnose derselben lautete: ., Corpore dopresso vel teretiusciilo , molli, poris siictoriis", und der Vergleich mit den Diagnosen der übrigen Helmintbenordnungen Eudolpbi's ergiebt, dass das Hauptgewicht auf das Vorkommen der Saugnäpfe bei Trematoden gelegt war; bei den mit gleichen Organen versehenen Cestoden wird derselben in der Diagnose gar nicht gedacht, der Unterschied vielmehr in dem verlängerten, einheitlichen oder ge- gliederten Körper bei Cestoden gesehen. Die anatomischen Kenntnisse über Trematoden waren zu gering, als dass man sie hätte verwerthen können und selbst wenn sie bessere gewesen wären , würden sie damals kaum zu systematischen Zwecken benützt worden sein. Trotz dieses Mangels war die Ordnung eine gut begrenzte und wurde auch nach der Auflösung der Helminthen durch C, Vogt bis heut beibehalten. Wenn wir davon absehen, dass z. B. Diesing die Hirudineen mit den Trematoden und Cercarien zu einer Ordnung (My zlielmintha) vereinigte, was aber kaum auf Billigung stiess, so gab es nur wenige und auch erst nach Rudolpbi entdeckte Formen, über deren Zugehörigkeit zu den Trematoden Zweifel entstanden, wie über Ampliiline, Amphiptyclies , während andere, wie Hectocoti/lus, Phoenicurus, Thysanosoma, Polyporus, Tentastoma, Myza- stoma etc. , sich als abgerissene Theile von Thieren oder als zu anderen Gruppen gehörig erwiesen. Unseres Erachtens kann es keinem Zweifel mehr unterliegen, dass Auipliilme und Ampi lipty dies zu- den Cestoden ge- hören, wo. sie auch abgehandelt werden sollen. Die von manchen Seiten stark betoute vermittelnde Stellung solcher Formen zwischen Trematoden und Cestoden beruht nur auf äusserer Achnlicbkeit; der Bau derselben und das Wenige, was wir von ihrer Entwicklung kennen, weist auf ihre Cestodenuatur hin. I. TrematodoR. Geschichte. 307 Die wesentlichen Ciiaractere der Trematoden würden darin gegeben sein, dass es sich bei ihnen um solitäre (Diplozoon, Didyniozoon aus- genommen), parasitische Plattwürnier handelt, welche im erwachsenen Zustande kein Wiinperkleid tragen und einen gewöhnlich gabiig ge- spaltenen, stets blind endigenden Darm, dessen Eingang am Vorderende liegt, besitzen. Sehr verschieden aber doch stets entwickelt sind die Haftorgane — chitin<»se, klammer- oder hakenartige Bildungen, sowie die meist in mehrfacher Anzahl vorkommenden Saugnäpfe, die auch ihrerseits oft mit Chitingebilden versehen sind. Kalkkörperchen fehlen gewöhnlich. Die Geschlechter sind — mit ganz wenigen Ausnahmen — in demselben Individuum vereinigt, die Keim- und Dotterstöcke stets von einander getrennt. Die Entwicklung ist bald eine directe, jedoch mit mehr oder weniger deutlich ausgesprochener Metamorphose verbundene, bald eine indirecte, indem zwischen geschlechtlich sich vermehrende Generationen sich solche einschieben — welche je nach der Auffassung der Autoren — als parthenogenetische resp. ungeschlechtlich, durch Knospiing sich ver- mehrende bezeichnet werden. Diese verschiedene Entwicklnngsweise geht mit der Lebensweise und mit dem Bau Hand in Hand (Monogenea- Ectoparasitica - Polystomidae , Digenea - Endoparasitica - Distomidae). (xescliielite und Littoratur. Das folgende, chronologisch geordnete Litteratur-Verzeichniss ist der Uehersichtlichkeit lialbev in Perioden getheilt und den Titeln enliageuoi- (Veterinär) Museum befuidliclieu Würmer, darunter einiger neuen Trematoden — jedoch ohne Beschreibung! 89. ScLraiik, Fr. y. Paula-. Lingnatula der Zun gen wurm, eine neue Gattung der Eingeweidewürmer (Samml. naturb. u. pbys. Aufsätze. Hrsg. v. Paula- Scbrank. Nlirnb. 1796. pag. 227 — 232. Taf. II). iJiesc Gattung, nicht zu verwechseln mit der Frölich' schon, gehört zu den Nematoden. 90. Helmintbologiscbe Beobacbtungen (ibid. pag. 315 — 340. Taf. V). Pag. 332. Betrifft Festuoaria boschadis (Fig. 1(1. IT"» cyprinacea (Fig. IS, 19 und 20) und pedata. 91. Martini^re ... de la. Voyage de la Perouse autour dn monde. Tom. IV. Paris 1798. 8^ Pag. 79. PI. XX. Fig. 4, h. Tristoma maculatum Pud. von Biodon. 92. Rathke, J. Jagttagelser benboerende til indvoldeormeues og bloeddyrenes naturbistorie (Naturbist. Selsk. Skrift. Tora. V. H. 1. Kebenb. 1799. pag. 61—148. Tab. II. III). ß. hält den Porus i. e. Bauchsauguapf der Trematoden für dorsal liegend; be- schrieben und abgebildet werden Bistoma aus Trigla gurnardus und Ana- rhichas lupus. 93. Fal)rieiiis, 0. Anmerkuinger ved forestaaende afbandling (ibidem pag. 149 — 153). Ber Porus liegt venti'al. 94. Zeder, J. G. H. Erster Nachtrag zur Naturgescliicbte der Eingeweidewürmer von J. A. C. Goeze. Leipz. 1800. 4^ 6 Tal'. Von Zeder stammt die Eintheilung der Helminthen in: Rund-, Haken-. Saug-, Band- und Blasenwürmer; die Saugwürmer „sind durchgehends läuglichto und häutige Eingeweidewürmer mit miisculüseu Saugwarzen", welch letztere von den Saugblasen der Bandwürmer wohl zu unterscheiden sind ; ihr ganzer Leib scheint nur ein Eierschlau(;h zu sein und die Eier kommen bei allen, welche eine Rijhre, Zeuguugsglied, haben aus dieser hervor; alle Saugwürmer sind Zwitter, begatten sich wechselseitig und legen Eiei-. Sie zerfallen in 3 Gattungen: Geschichte iind Literatur. 17T6— ISOS. 319 1. Monoütoma n. gen. Splitterwurm , kurze flache odoi- rundliche Saug- wiirmer, die an dem einen Ende eine musciüöse und liiiutige Saugwarzc haben; mit 6 Arten, welche in 2 Gruppen gebracht werden, a. M. crassa s. teretiuscula mit prisriiaticum, ocreatum und olaphi {=^ Fest, cervi Zed.); b. M. plana mit mutabile, verrucosum und bombynae. 2. Distoma Retz. Doppelloch, stets mit 2 Saugwarzen, eine ani Vorder- ende, die andere an der Bauchfliiche ; ferner noch eine Oeffnung für das Zeugungsglied, welche bald zwischen den beiden Saugwarzen, bald hinter der Saugwarze am Bauch, bald seitwiirts am Rande liegt; auch in dieser Gattung werden mehrere Gruppen gebildet: A. Distomata sphinctere antico simplici. a. corpore plauo vel depresso mit 6 Arten. b. corpore terete (\ - . B. Distomata s]ihinetere antico eoronato. a. nodiüis mit 2 Arten. b. echinis 3 - . S. Poly Stoma n. gen. ., Vorderende mit mehreren Saugwarzen"; ,5 Saug- warzen hat P. serratum Fi'öl. (ist ein Pentastoma); P. jmiguicola Treuiler und P. ranae s. integerrimuiii Fröl. 95. Reicli, Cr. Chr. Besclireibnng des Eulen doppellochs, eines neuen Eingeweidewurmes aus der Brandeule (Neue Schrift. d. Ges. naturf. Frde. Berlin III. 1801. No. XXII. pag. 371—386.) Distoma strklulae n. sp. 96. Rudolplii, C. A. Beobachtungen über die Eingeweide- würmer (Wiedeniann's Arch. f. Zool. u. Zootomie. II. Bd. 1 Stck. Braunschw. 1801. pag. 1 — 65); Fortsetzung der Beobachtungen (ibid. II. Bd. 2. Stck. 1802. pag. 1 — 67. Taf. I); zweite Fort- setzung (ibid. III. Bd. 1. Stck. 1802. pag. 67 — 125. Taf. II) und Neue Beobachtungen über die Eingeweidewürmer (ibid. III, 2. Stck. 1803. pag. 1 — 32). Giebt die Resultate seiner Dissertationen; wie andere Würmer so haben auch die Saugwürmer sichtbare Miuidöffnungeu (Pen), deren Zahl nach den Gattungen verschieden ist; das bei Fase, hepatica yorkommende, an der Endöffnung beginnende und sich ästig im Körper verbreitende Gefäss ist \äelleicht ein Darm ; fraglich bleibt, ob einer der sogenannten Pori ein Anus sei ; wo über- haupt nur ein Perus vorkommt, ist dieser Mund und After. Die Fasciolae scheinen ,, beide Geschlechter in sich zu vereinigen, doch ohne darum Herma- phroditen zu sein"; bekannt ist R. das „gekrümmte Ghedchen" als männlicher Theil, Avährend die weibliche Oeftnung der Perus subcentralis ist (bei Fasciola\ al)er bei Festucaria fehlt. Die Zedei-'schen 5 Famiüen der Hehninthen werden nicht angenommen, sondern mu* Gattimgen; hierher gehören: Festucaria Sehr. (== Monostoma Zed.), Fasciola L. (Distoma Retz.), Amphistoma n. gen. (Sti-igea Abildg.) mid Linguatula Fröl. (Polystoma Zed.). Bei der Anf- zälüung mid Beschreibung der Arten wird ein Theü der älteren Arten um- getauft — ganz ohne Grund! R. kennt 2 Arten Festucaria, 26 Arten Fasciola, 1 Amphistoma und 1 Linguatula; in den neuen Beobachtungen kommen nocli hinzu 1 Festucaria, 9 Distoma und 2 Amphistoma; hier erhalten die von Jördens (vergl. folgende Nr.) als Fasciola Buchholzii beschriebenen kleinen Distomeen aus der Gallenblase der Schafe den Namen Fasciola Za»eeo- ' Jafa n. sp. 320 Plathelminthes : I. Trematodes. 97. Jördens , J. H. Entomologie und Helminthologie des menschlichen Körpers etc. Hof 1801. 4^'. Mit 22 Taf. Pag. 64. Taf. VIT. Fig. 13, 14. Fasciola Buchholzii (cf. Riidolphi Nr. 96). 98. Froelieli, J. AI. Beiträge zur Naturgeschichte der Ein- geweidewürmer (Naturforscher St. XXIX. Halle 1802. pag. 5 — 96. Taf. I. n.) Pag. 51. Festucaria strigis und F. otidis; Fasciola liepatica im Hirsch, F. appeudiculata (^Taf IL Fig. 8, 9), revoluta (Taf. 11 Fig. 6, 7), crenata (Taf. n. Fig. 10, 11) und fariouis (Taf. II. Fig. 4, 5.) 99. Seliraiili, F. v. Paula-: Fauna boica, durchgedachte Ge- schichte der in Baiern einheimischen und zahmen Thiere Landsh. 1803. Bd. m. Thl. 2. pag. 177—248. Festucaria, Distoiua. 100. Zeder, J. O. H. Anleitung zur Naturgeschichte der Ein- geweidewürmer. Bamb. 1803. 4 Taf. Pag. 17(J. Allgemeines über Trematoden; Angaben über die Function der Muskeln der Saugnäpfe, Geschlechtsorgane etc. Vier Gattungen: Monostoma, Distoma, Amphistoma und Polystoma mit Beschreibung der Arten. 101. Braun, J. F. Pli. Systematische Beschreibung einiger Egel arten. Berlin 1805. 4". (> kol. Taf. Beschreibt (pag. 49. Taf. V. Fig. 5 — 8) als Hirudo tuba, deren zwei seitliche „Darmenden" er kennt, das schon früheren Autoren bekannte Amph. sub- clavatum Eud. 102. Nitzseh, Cli. L. Seltsame Lebens- und Todesart eines bis- her unbekannten Wasserthierchens (Georgia 1807. No. 33 — 3G). Erste Beobachtung über die Einkapselung einer Cercarie. 103. Moiitagu, Gr. Account of a species of Fasciola, which infests the trachea of poultry (Mem. of the Wernerian nat. bist. Society. Vol. I. for 1808/10 Edinburgh. 1810. pag. 194-199. Tab. Vn.) Pag. 194. — ist ein Nematode (Syngamus trachealis). Dritte Periode von 1808 — 1842. (K. A. Rudolphi — J. J. S. Steenstrup.) Den grössten Einfluss auf die Kenntniss der Trematoden, sowie der Helminthen überhaupt, übten die beiden grossen Werke von Rudolphi; w^enn letzterer schliesslich die Zeder 'sehe Eintheilung der Helminthen und der Trematoden annahm, demgemäss die Periode richtiger von Zeder zu datiren wäre, so hat doch eben gerade Rudolphi 's klare Schreibweise und die Zahl der von ihm aufgestellten und mit Diagnosen versehenen Arten einen derartigen Einfluss geübt, dass alle späteren Schrift- steller die Rudolphi'schen Benennungen selbst in solchen Fällen ge- brauchen, wo die betreffende Art schon vor Rudolphi hinreichend sicher und wiedererkennbar aufgestellt war. Neben Rudolphi, welcher be- sonders die Distomeen studirte, beschäftigten sich Andre theils mit ecto- Geschichte und Litteratur : 1808—1842. 321 parasitischen Treraatoden, theils mit wundei-baren endopaiasitiscben (v. Baer, v. Nordmaun, Nitzscb, Cuvier, Diesiug, Carus etc.), so dass die Zahl der bekannten Formen eine immer grössere wird. Auch die anatomischen Kenntnisse mehrten sich recht erheblich durch die Untersuchungen von Ramdohr, Bojanus, Lau r er, Mehlis, Nitzsch, Creplin, v. Siebold, Miescher u. A.; als besonders fördernd sind die Arbeiten von Laurer, Mehlis und Siebold zu nennen, welche die Organisation der behandelten Trematoden, so weit es die damaligen Hilfsmittel gestatteten, klar stellten, abgesehen von gewissen irrthüm- lichen Anschauungen, die erst in späterer Zeit verificirt wurden. Das Microscop lässt den Bau der Eier und die Samenfäden ent^ decken, und damit richtige Anschauungen über die Foitpflanzungsver- hältnisse gewinnen; Embryonen von Trematoden wurden mehrfach be- obachtet. Die schon einigen Schriftstellern der vorigen Periode bekannten Cercarien studirte besonders Nitzsch, aber obgleich er erkannte, dass ihr Vorderkörper einem Distomum glich, konnte er ihnen doch nicht die richtige Stelle anweisen; Ehrenberg trennte sie von den Infusorien. Erst Bojanus's Entdeckung, dass sie selbst in parasitischen Körpern ent- stehen, führte wenigstens einige Autoren zu richtigeren Anschauungen, die allerdings erst mit Steenstrup durchbrachen. 104. Kudolplii, C. A. Entozoorum sive vermium intestinalium historia naturalis. Vol. I. Amstelod. 1808. G Tab. Vol. II. 1809. 12 Tab. Erster Band: Litteratur, Physiologia entozoologica, zweiter: Systematik, Nacli- träge und Verzeichnisse enthaltend. Die anatomischen Angaben sind düiitig; Muskeln und Nerven werden hei Trematoden zwar vermuthet, docli nicht er- kannt; die pori suctorii, deren Zahl und Stellung genau angegeben wird, be- stehen aus Eings- und Längsfasern. Vom vorderen Perus entspringen ein oder mehrere Gefüsse; bei Dist. hepaticum verästelt sich das eine nach kiu'zem Verlauf sehr stark und kann vom Perus anticus aus leicht injicirt werden (in "Wirklichkeit die Excretionsorgane) , bei anderen Arten theilt sich das eine Gefäss bald m zwei seitüche. Ein Anus kann nicht vorhanden sein, da sonst die Injectionsmasse nicht im Darm bliebe; der Perus anticus ist Mund und Anus. Die Trematoden scheinen alle Zwitter zu sein; R. kennt den vorstreckbaren Cirrus (spiciüum genannt), dessen receptaciüum, hält den Perus subventralis für die weibliche GescWechtsöffnung , die bei Amphistomum am Hinterende Hegt; die Klammerhaken von Polystonia integerrimum werden für den Cirnis gehalten. Amph. subclav. ist vivipar, alle anderen Trema- toden legen Eier. Viel wichtiger und einflussreicher ist die Systematik; R. nimmt liier nicht nur Zeder's Eintheilung der Helmintlien an, als deren '3. Ordnung die Trematoda erscheinen, sondern auch drei Gattungen; sie werden eingetheüt in: Genus Monostoma Zed. a. Hypostomata mit: caryophyllinum Zed., gracile und cochleari forme; h. Monostomata mit: creimlatum, attenuatum, ocreatum Zed., verru- cosum Z., elliptieum, mutabile Z. , prismaticum Z., ventricosum, trigonocephalmn , sulcaium, macrostovmm und pileatum. B von II, Klassen des Thiev-Eeiclis IV. 1. 21 322 Plathebiiinthes : I, Trematodes. Genus Ami^liistoma R. a. capite discreto: macrocepJialwn , microstomum, striatwn, cornuium, erraticum irnd sphaernla. h. capite contimio: cornu Goez., suLclavatiun Goeze, conicum Zed. Genus Di Stoma Eetz. A. Inermia. a. plana vel depressa. a. poro veutralis majore : hepaticum L., ovatuniE, cuneatum, hians, aicumerinum, incistmi, transversale R., atomonE., polymoi-phrnnE., globipoiaim E., cygnoides Zed., seriale, Simplex, divergens, longi- caiicla. ß. poro antico majore: delicatiüum , maculosimi E. , elegans E., cirratrmi E. , nanum E., iircoluium, crassicolle, tereticolle E. und heterostoimmi. y. poris aequaübus: caudale, soleaeforme , pusillum Braim, macro- stomum E., mesostomum E. , microstomum , hyalimim und jlexu- osiim. b. teretiuscula vel teretia. a. poro ventrali majore: clavatum, cylindi'aceimi Zed., granuhm, inßexum, varicum Müll., ocreatum E., gibbosum E., excavatum E. rmd appendiculatum E. ß. poro antico majore: areolatum. y. poris aefjualibus: alatum Goeze, crenatum E., scabrum Müll., crassiusculum tmd punctum, Zed. B. Armata. a. nodulosa seu papulosa: nodtdosum Fi-öl., laiu-eatam Zed., lineare Eu.d. b. ecbinata (Ecbinostoma) : ti-igonocepbalmn E , ecMnatum Zed., imcinatimi Z., militare E., ciuctum E., apiculatum E., denticulatum E., spinulosum , ferox E. und lima. Genus Polystoma Zed. mit 6 Arten, von denen integerrimum Fröl. sieb er, die Ti'eutler' sehen Arten iinsieher, die übrigen Pentastomen sind. 105. Tilesius, W. Cr. Piscium kamtschaticarum Terpak et Waclinja descriptiones et icones (Mem. de l'Acad Imper. St. Petersb. Tom. II. 1810. pag. 335-375. 6 Tab.). Pag. 363, 374. ein Distomum in Gadus Wachnja (Tab. XIX. Fig. 8—10). 106. Risso, A. Ichthyologie de Nice, ou histoire naturelle des poissons du departement des Alpes maritimes. Paris 1810 avec 11 pl. Pag. 3S, Pasciola squali grisei = Bist, veliporum Crepl. 107. Alirens, A. Abhandlung über Würmer, welche in einer Erdschnecke entdeckt worden sind (der Ges. naturf. Frde. z. Berlin Magaz. neuest. Entd. y. d. ges. Naturk. IV. Bd. 1810. XXXVII. pag. 292— 296 mit 1 Tafel; Nachwort von K. A. Ramdohr). Erste Mittheilung über das Carus'sche Leucochloridiimi , im Herbst 1810 in Helix (Succinea) putris L. in Halle beobachtet; Eamdohr constatirt, dass diese bunten und in den Fühlern sitzenden "^Mirmer voU Eier sind. 108. Bosc, L. A. 0. Sur deux nouveaux genres de vers (Nouv. Bull, de la soc. philom. Paris 1811. No. 51). Pag. 384. als Capsala [u. gen) McDÜnieri Ta. s^. das spätere Eudolphi'sche Tristoma maculahim von Diodon angeführt. Geschichte iind Litteratur: 1 SOS— 1842. 323 109. Delaroelie, F.: Sur deux aniraaux vivants sur les branchies des poissons (Nouv. Bull, des scienc. de la soc. philom. Paris 1811. No. 44. pag. 270 — 273). Pag. 271. PI. n. Flg. 3. Em Polystoma von den Kiemen von Scomher thyunus (= P. duplicatum Rud.). 110. Ramdolir, K. A. Anatomische Bemerkungen über den Egel der Schafe (der Ges. naturf. Frde. z. Berlin Magazin neuest. Entdeckungen. VI. Bd. 1814. pag. 128 — 131. Taf. III). Vordere Oeffmmg Mund, liinterc (i. o. Banchsaugnapf) weibliches Glied, zwischen beiden die männliche Rutlie; Fleischfasern in der Gegend der beiden Geschlechtstheile. Darm bei den grossen Thieren (i. e. Dist. hepaticum) aus zwei Hauptstämmeu mit verästelten, aber nicht anastomosirenden Seiten- zweigen bestehend, bei den kleinen Thieren (D. lauceolatum) nu]' zwei Röhren. Athmungsorgane fehlen; Gehirn au der Basis der Mundröhre gelegen; die Geschlechtsorgaue sind falsch beobachtet. 111. RudolpM, K. A. Erster Nachtrag zu meiner Natur- geschichte der Eingeweidewürmer (ibidem pag. 83 — ^113). Pag. 99. Ti-ematoden; die von anderen beschriebenen Arten werden dem System eingefügt mid folgende neue beschrieben: Amph. suhtrtquetrum vom Biber, D. attenuatum = longicolle Abildg. , D. complancUum aus Aixlea cinerea D. globulus in Anas fuligula, D. tondosum aus Silurus glanis, D. papülatum = Fase, appendiculata Fröl. 112. Olioii, L. Lehrbuch der Naturgeschichte. Leipzig 1815. 8^. 3. Th. Zoologie. 1. Abth. pag. 182, 370. Phylline n. gen. {Diodontis n. sp). 113. Lamarek, J. B. P. Histoire naturelle des aniinaux sans vertcbres. Paris 1815/22. Tom. I. pag. 444. Von der Müller'schen Gattung Cercaria werden die doppel- schwänzigen Arten zu Furcocerca n. gen. gestellt. Entobdella n. gen. für Hirudo hippoglossi Müll. 114. Nitzscli, Ch. L. Beitrag zur Infusorienkunde oder Natur- beschreibung der Zerkarien und Bazillarien (Neue Schrift. d. nat. Ges. Halle. III. 1. 1816. Mit 6 Taf. — auch sep. Halle 1817). Der Name Cercaria soll auf jene Thiere beschränkt werden, welche aus einem Distomum (Vorderkörper) imd einem Vibrio (Schwanz) bestehen; in dieser Verknüpfung der beiden Thi erformen, die sich gelegentlich lösen können, liegt das "Wesentliche der Cercaiien, deren Einkapselung N. beobachtet hat. Es werden beschrieben und abgebildet: C. ephemera, major (= lemna MüU.), minuta, inquieta MüU. und für c ata (Vibrio malleus MüU.). Ferner betont N. , dass der Name Distoma in Distomum geändert werden muss und der Porus ventraüs, da er nach innen abgeschlossen ist, besser Aceta- bulum genannt wird; D. inerme.n. sp. aus der Ente. Referat über diese Arbeit in: Oken's Isis. 1818. pag. 727 — 729. 115. Otto, A, Ueber das Nervensystem der Eingeweide- würmer (der Ges. naturf. Frde. z. Berlin Magazin f. d. neuest. Entdeck, i. d. ges. Naturk. VII. Bd. 1816. pag. 223—233. 2 Taf.). Läugnet, dass das, wasRamdohr(Nr. 110) gesehen, ein Nervensystem sei; 0. hält bei Dist. hepaticum die longitudinalen Ausführungsgänge der Dotterstöcke, so wie die transversalen für Nerven, den Zusammenfluss der letzteren für ein medianes imd die Einmündung der ersteren in die letzteren für laterale Ganglien; der Dai'm wui-de mit Quecksilber injicirt. 21* 324 Platliolminthcs: T. Tvematodes. llß. Bojaiius, L. Description cl'un ver de la famille des vcrs ä sucoirs (Trematodes) trouve dans le gros intestius du Castor (Mem. Soc. Imp. des Natural, de Moseou Tom. V. 1817. pag. 270-277. 1 pl.). Distoma amjjliistotnoides ii. sp. = Aiiiphist. siibtrifjuetnim Eiid. Yersnch der Anatomie; riclitig erkannt werden der gabiige Dann . Theile des Geschleclits- apparates, sowie die Läugsmiiskeln der Haut. 117. Olfers, J. F. M. de: De vegetativis et animatis corporibus in corporibus animalium reperiundis. Berol. 1817. c, 1 Tab. Pag. 45. Fig. 15. Dist. foliumn. ■ap. (HarnUase des Hechtes) dessen Begattung beobachtet A^nu'de; pag. 110. D. embryo au der Leber von Perca vulgaris. 118. C'mier, d. Le regne an i mal distribue d'aprös son Orga- nisation, p u r s e r V i r de b a s e ä 1' b i s t o i r e n a t u r e 1 1 e des a n i m a u X et d ' i n t r o d u c t i o n a 1' a u a t o m i e c o m p a r e e. Paris 1817. 8". Tom. IV. pag. 42. PI. XV. Fig. 10. Trtstowa n. gep. {coecineum n. sp.). 119. Oaede, H. M. Observationes quasdam de insectonim vermiumque structura. Diss. inaug. Kiliae 1817. 4*^. Pag. 1 0. Anatomie von D. hcpat. ; richtige Angaben über den Darm ; die Dotter- stöcke werden für Ovarien, deren Ausfühnmgsgänge für Üviducte erklärt; von männlichen Theilen kennt G. nur den Cirnis. 120. Bojaiius . . . Kurze Nachricht über die Zerkarien und ihren Fundort (Olien's Isis 1818. pag. 729—730. Taf. 9. Fig. A— F). Entdeckung der mit einem Saugloch und zwei gestielten Saugwarzeu versehenen „königsgelben Würmer" in Lymnaea stagnahs mid Hehx (Paludina) vi%äpara, in welchen die Cercarien vielleicht entstehen; Beobachtung der Geburt derselben, — welch wichtige Mittheilungen Oken mit den Worten begleitet: „man möchte nun wetten, dass diese Cercarien Embryonen von Distomen seyen, nur wollen die Aiigen wieder nicht passen". 121. Xitzseli, Ch. L. Artikel Amphistoma (Ersch und Gruber's: Allgemeine Encyclop. d. Wiss. u. Künste. 3 Th. Leipz. 1819. pag. 398 — 401). Trennt die Eudolphi'sche Gattimg Amphistoma in: 1. Amphistomum N. „kleine Saugwilrmer mit meist di-ehnindem oder etwas flachgedrücktem, nach vorn stets schmälerem, hinten breiterem, weicherem Körper, welche vorn ein kleines Maul, hinten aber eine mehr oder weniger ausgehölüte , veränderliche Sauggrube haben" — mit A. conicimi Zed., subclavatum Goeze. 2. Holostomum n. gen. Der Vorderleib hat eine mehr oder weniger aus- gehöhlte Bauchfläche mit Bauchwülsten, während der Hinterleib stets dreh- rund ist; Mund vorn dicht unter dem Vorderende des Vorderleibes. Die am Ende des Hinterleibes befindliche Oeffnung ist kein Saugnapf, sondern Geschlechtsöffuung. Die Holostomen befiaichten sich gegenseitig (Begattung bei H. repens beobachtet), indem sie sich mit der hinteren Oeffnung diu'ch eme Art Ruthe vereinigen, die auch sonst hinten sichtbar ist. Die Gattung zerfällt in 2 Gruppen; a. mit hinten meist abgerundetem, kürzerem Hinterleibe \md immer muschelförmigem Vorderleibe (H. alatum Goeze, excavatum Rud. und l)odomori)hum n. sp.). Geschiclitc luid Litteratur. ISÜS — 1S42. 325 1). Yordorleib sehr verkürzbar imcl diu'cli Vorstrecken des hintercu, uutercii Eaudes der Bauchtläche oft zu einer maulartigen Höhle zusammen- gezogen ; Hinterleib meist cylindrisch (H. vuriabile n. == Amph. macro- cephalum Rud. und H. serpens n. sj). — wie podomorijhum aus dem Seeadler). 122. Kudolphi , C. A. Entozoorum Synopsis. Berol. 1810. 8^ III Tab. Vermehrung der Arten bei Monostoma auf uü, Amphistoma auf 24, Distoma auf 177, Tristoma Cuv. auf 2 imd Polystoma auf 5 Arten; doch siud von Polystoma im älteren Sinne die echten Pentastomen zu der neuen Gattung Pentastoma A^ereinigt; als zweifelhafte Form: Fhoenicurus varius an Tlietis angeführt. Der anatomische Theil ist referirend, 123. IJremser . . . lieber lebende Würmer im lebenden Menschen. Wien 1810. 4". 4 kol. Taf. Pag. 72. Fasst ganz richtig bei Polystoma das Ende mit den 6 Saugnüpfen als das hintere auf; pag. 229. Taf. IV. Fig. 11 — 14. Distoma hepaticum (in Wirklichkeit I). lanceolatum) ; pag. 233. Taf. IV. Fig. 15—17. Polyst. piugui- cola Trcutl. 124. Leiiekart, F. S. Zoologische Bruchstücke 1 Stck. (Entozoen) Helmstädt 1820. 4". 2 Taf. Pag. 12. Bemerkungen über Trematoden, doch nichts Neues; ein Distoma n. sp. aus Anas ferüia erwähnt. 125. Bojaiius, L. Enthelminthica. (Isis 1821. IL png. 162 — IHO. Taf. 2. 3.). Pag. 164. Zieht den Namen D. amphistomoides zu Gunsten der Rudolphi'schen Benennung Ami)hist. subtri([uetrum zurück und stellt die Art anatomisch dar; Haut aus längs- und schiefgekreuzten Fasern bestehend; Darm mit 2 blüid endigenden Schläuchen — ohne After. Darstellung des Nerven- systems mit Commissui' der Seitennerven; die Hoden werden büschelföi'imge Körper genannt; ebenso erfährt Dist. hepaticum imd dessen Junge (D. lanceo- latum) Berücksichtigmig, die den verästelten und leicht zu injicirenden Darm und Theile des Geschlechtsapparates betrifft. 126. Nachtrag zu Distoma hepaticum (ibidem pag. 305 — 307. Taf. IV. Fig. a. b.). Betrifft das „Mittelgefäss" und dessen Verzweigungen, die injich't wui'den. 127. Fischer, C. Brevis entozoorum s. vermium intestinalium expositio et methodus eosdem investigandi et cous er- vaudi. Viennae 1822. 8^ c. 1 Tab. Sich ganz an Rudolphi anschliessend. 128. Knlil, H. und J. C. van Ilasselt: Schreiben an Prof. Swindereu in Groningen (Isis 1822. pag. 113— 115). Polystoma miclae n. sp. Nasenhöhle Monostoma rubrum n. sp. Oesophagus und Magen 1 . c^i i ■ -ri „ album n. sp. Magen | 129. Bory de St. Alnceiit, J. 15. P. Article Histrionelle (Diction. class. d'hist. nat. Tom. VIII. pag. 252. Paris 1822). Stellt die Gattung Histriunella flu' echte Cercarien auf (syn. Cercaria Nitzsch). 326 Plathelmintlies : I. Ti-ematodes. 130. Westruiul), A. H. L. Beitrag zur näheren Kenntniss des Genus der Amphistomen (Isis 1823. pag. 390 — 398. Abb.). Besclireibung aller bis dahin bekannten (24) Arten auf Grund des Materiales der "Wiener Sammlung und Hinzufügung einer neuen Ai't (A. tenuicolle) aus Jalco rufus. 131. Otto, A. W. Beschreibung einiger neuen Mollusken und Zoophyten (Nov. act. Acad. Caes. Leop.-Car. Tom. XI. P. 2. Bonn. 1823. pag. 224 — 314. 5 col. Taf.). Pag. 294. Taf. 41. Fig. 1. Vertumnus thetklicola n. gen. n. sp. Trematodum, an Thetis fimbria = Plioenicurus vanu.s Rud. Pag. 300. Kg. 2. Cyclocotyla bellones n. gen. n. sp. auf der Haut A-on Belone. 132. Jiirine, L. Note sur Ja douve ä long cou (Mem. de la soc. de phys. et d'histoire nat. de Geneve Tom. IL 1. pag. 145 — 154. Aunal. des sc. nat. Tom. II. Paris 1824. pag. 489—497. 1 pl. und Isis 1830. pag. 784 — 785). Fasciola lucii bescbiieben und abgebildet. 133. Bremser, J. Gr. Icones helminthum systema Rudolphii entozoologicum illustrantes. Vienna 1824. 18 col. Taf. fol. Taf. 8, 9, 10. geben z. Th. ausgezeichnete Abbildungen von Trematoden. 134. Crepliii, Fr. Chr. H. Observation es de entozois. P. I. Gryphisw. 1825. 8^ c. I Tab. Pag. 35—59. Obsen^ de Trematodis; Amphistoma variegatum n. sp. Fig. 4 bis 6 aus Larus marinus; A. platycephalum n. aus Colymbus rufogularis ; Distoma concavum n. Fig. 7. do. , D. lingua n. aus Larus marinus, D. oxyurum n. aus Anas maiila, D. glohocaudatum n. aus Corvus comix, D. Conus n. aus Felis catus dorn, und Cards vulpes, D. arenula n. aus Fuhca atra, D. reflexmn n. aus Cyclopterus lumpus; D. embiyo 01£ = D. longi- colle Crepl. ; ferner Angaben über Amphist. luiügerum Rud. und D. pusUlum Zed. Er nennt den Mundsaugnapf Porus anticus, den Bauchsaugnapf P. venti-alis clausus, den Uterus Ovarium, die Hoden Organa elliptica; den Pharynx (bei D. concavum) bezeichnet er als Porus genitalis; die Darmschenkel sind ihm bekannt. Pag. 62. wird der Ciims der Ti'ematoden für- ein weibliches Organ erMärt. 135. Melilis, E. Observationes anatomicae de Distomate hepatico et lanceolato. Götting. 1825. fol. c. I Tab. col. (Ref. von Westrumb in: Isis 1826. pag. 627). Ausgezeichnete Darstellimg der Anatomie und Unterscheidung der — trotz Rudolphi — noch immer miteinander verwechselten, beiden Arten, M. ent- deckt die Längs- und Ringsmuskeln der Haut, bestätigt das Ge- schlossensein des Acetabulum subveuti-ale (cf. Nitzsch), während das Ac. terminale iui Grunde dm'chbohi-t ist und den Eingang in den Darm dar- stellt; der letztere mit seinen Verzweigungen wird von dem Netzwerk mehr- obei-flächüch gelegener Gefässe, die mit einem medianen Hauptstamm zusammenhängen und liüiten ausmünden, zwar luiterschieden , aber eine Commimication für möglich gehalten. Die Hirn gang lien mit den Anfängen der Seitennei-ven wurden erkannt. Stark gewundene Hodenschläuohe nehmen den mittleren Theil des Köi-pers ein und entsenden 2 Kanäle, welche in eine Yesicula seminalis eintreten , die ihi'erseits mit dem in einem muscu^- lösen Receptaciüum liegenden Penis in Verbindimg steht. Die Ovarien Geschichte imd Litteratur. 1 SOS — 1842. 327 (Dotterstöcke — der Keimstock ist zwar gezeichnet in Fig. S, aber als ein Theil des Hodens angesehen) nehmen die Seitentheile ein, ihre Ausführungs- gänge führen nach der Mittellinie zu einem Corpusculum ovatum, von welchem der einfache, schlauchförmige und sich windende Uterus seinen Ursprung nimmt: er endet im Porus femineus externus neben dem Cirrus. Ent- sprechende Angaben werden auch über D. lanceolatum gemacht. 136. Nitzscli . .. Artikel Caps ala (Ersch u. Gmber's Allg. Encycl. d. Wiss. XV Tbl. 1826. paff. 150 — 151). Die Bosc'sche Gattung ist besser Tristomum zu nennen; Beschi'eibung von Tr. elongatum n. sp. von den Kiemen des Stör. 137. Kisso, A. Histoire naturelle des principales produetions de l'Europe meridionale et principalement de Celles des enviions de Nice et des Alpes maritimes. 5 vols. Paris 1826. Vol. V. pag. 262. Distoma scimna n. sp. aus Echinorhinus spinosus (= D. in- signe Dies.). Tristomum cephala n. sp. 138. Xardo, D, lieber den After der Distomen (Zeitseh. f. org. Phys. Hrsg. v. Heusiuger. Bd. I. Eisenach 1827. pag. 68 — 69). Am hinteren Ende des Distomum ^«^«s (n.) aus Proctostegus proctostegus eine Oeffnung, die als After gedeutet wii'd. 139. Nltzscli, eil. L. Artikel Cercaria (Ersch u. Gruber's Allg. Encycl. d. Wiss. u. Künste. XVI. Theil. Leipz. 1827. pag. 66 — 69). Hält an seiner Anschauung über die Gattung Cercaria fest, giebt jedoch die Möglichkeit zu, dass dieselbe Parasit in Schnecken ist. 140. Baer, K. E. yoii: Beiträge zur Kenntniss der niederen Thiere (Nov. act. Acad. Caes. Leop. -Carol. Tom. XIII. P. II. Bonnae 1827. pag. 524—762. 6 Taf.). Pag. 527. Taf. XXVIII. Aspidogaster conchicola u. g. n. sp. aus Najaden; „ore et ano oppositis, lamina clathrata sub ventre". Die gegitterte Bauch- platte wird dem Acetabulum ventrale andrer Trematoden gleich gesetzt; Darm besteht aus Mund, „Schlundkopf', „Speiseröhi-e", sackförmigem Magen, der bhiid zu enden scheint; eine hintere Oeffnung wird als Anus imd ein Kanal, der zu dieser führt, als Mastdarm gedeutet, von dem es fragUch bleibt, ob er wie bei Distomen dui'ch ein Gefässnetz mit dem Magen in Ver- bindung steht. Geschlechtsorgane wurden nur ungenügend erkannt. Pag. 558. Taf. XXIX. Fig. 1 — 15. Als Distoma dupliccdum n sp. wird eine in Anodonten ziu' Entwicklung kommende Cercarie beschrieben. Pag. 570. Taf. XXX. JBxicephalus polymorplms n. gen. n. sp. aus Anodouta und Unio; die Verwandtschaft mit Trematoden erkannt. Pag. 605. Taf. XXIX. Fig. 20—27. Taf. XXXI. Ueber Zerkarien, ihren Wohn- sitz und ihi-e Bildimgsgeschichte ; hält die Cercarien für Parasiten der Schnecken die jedoch nicht fi-ei erzeugt werden, sondern aus Keimkörnem in verschieden gestalteten mit Darm versehenen „Keimstöcken" als „heterogene Brut" entstehen; 6 Formen wuixlen in Limnaeus stagualis und Paludiua vivipara, anch-e in P. impura, Planorbis corneus, Ancylus lacustris (letztere als Distomen bezeichnet) beobachtet. Pag. 660. Taf. XX X TT . Fig. 1—6. Nitzscliia elegans n. gen. n, sp. von den Kiemen des Störs (= Tristoma elongatum Mtzsch No. Iü6). Pag. 679. Taf. XXXII. Fig. 7 — 9. „Beitrag zur Kenntniss des Polystoma integerrimum"; B. orientii't das Thier wie Bremser, betrachtet die hintere Haftscheibe als einen gi-ossen Saugnapf, in dem sich 6 andere secundär ent- 328 Platlielininüies : I. Ti'ematodes. wickelt liabon; bei einer solchen Form, die nach aussen, etwa auf die Kiemen eines Fisches versetzt wiu-de, musste die Haftscheibe noch stärker sich ausbilden und das Thier ähnlich Cyclocotj-le Otto werden! 141. Leuekart, F. S. Versuch einer Daturgemässen EintlieiluDg der Helminthen nebst dem Entwürfe einer Verwandschafts- und Stufenfolge der Thiere überhaupt. Heidelb. 1827. 8". Pag. 24. Myzostoma n. gen. Ti'ematodum (vergl. No. 262 Frey und Leuckart.) 142. Sclmialz, Ed. De entozoorum systemate nervoso Diss. in. Lipsiae 1827. 8«. (Isis 1827. pag. 965.) Bestätigt und erweitert die Ramdohr'schen Angaben über das Nervensystem von D. hepaticum. 143. Jacobson. L. L. Beskrivelse af tvende i Dammuslingen op dagede indvoldsorme (Kgl. dauske selsk. uaturv. Afhandl. D. III. Kjobenh. 1828. pag. 298—302. Taf.). Ein Distonuun und Bucephalus aus Süsswasseruajaden. 144. Baer, K. E. y. Noch ein Wort über den After der Disto- men (Zeitschr. f. org. Phys. Hrsg. v. Heusinger. IL Bd. 1828. pag. 197 — 198). Mit Bezug auf Nardo No. (138); der Perus posticus ist ein After; das Gefässsystem ist mit dem Verdauungsapparat verbunden. 145. Loiiclvart, F. S. Brevis animalium quorundam maxima ex parte marinorum descriptio. Heidelb. 1828. 4^'. c. I Tab. Pag. IS. Fig. 7. Octohothrium lanceolatum N. gen. n. s\). (= Mazocraes Hermann No 56) an den Kiemen von Alosa vulgaris. 146. Blaiiirille: in Dictionnaire des sciences naturelles. Tom. 57. Paris 1828. pag. 570. pl. XXVII. Fig. 1. Hexacotyle n. gen. für Polystoma Thynni, Delai'oche und P. ocellatum Rud. ; oiicntirt das Thier richtig — der die Saugnäpfe tragende Theil ist der hmtere. 147. Lidtli de Jeiide, Th. 0. ran. Recueil de figure des vers in- testinaux; ouvrage prcsentant une distribution methodique des ces animaux, les caracteres generaux et particuliers de leurs familles et de leurs genres, suivant le Systeme de Rudolpbi et la description de quelques especes les plus remarquables. Leide 1829. 11 pl.-fol. 148. Kulm, J. Description d'un nouveau genre de l'ordre des douves et de deux especes de Strongles. (Meni. d. Mus. d'hist. uat. T. XVIII. Paris 1829. pag. 357-368. 1 pl. und Frorieps Notiz. Bd. 27. 183o. pag. 26). Octostoma n. gen. mit scomhri, alosae und meiiangi u. n. sp.; ectoparas. Trematodon von den Kiemen von Fischen ; ist Octohothrium Leuck. s. sul). Nr. 145. Polystomum cqjpendiciilutum n. Kiemen von Squalus catulus. 149. Ciivier, (j. Memoire sur un ver parasite d'un nouveau genre. (Ann. des scienc. nat. T. XVIII. 1829. pag. 147-156. Abb.) Hectoeotyliis octopodis. 150. Crepliii, Fr. Clir. H. Novae observationes de entozois Berol. 1829. 8<'. c. II Tab. Pag. 4!J — 7s. Obs. de lYematodi.^ ; betreffen Monostomum microstumum u. a\). von Fulica atra, Holostomum spatlmla n. sp. aus Falco buteo, Distomum hrevicolle n. aus Haematopus osü-alegus, D. äimidiatum u. aus Acipenser stmio, Gcsuhidite uud Littcratur. ISüS — 1>)42. 329 1). Ic^Aosomum n. aus Tringa variabilis imd Notizen über 7 bereits bekamite Distomen; m auatomischer Hinsicht wenig Neues — die Mehlis'schen An- schauimgen werden acceptii-t; der hintere Perus ist kein After, sondern Mündimg des Gefässsystems ; von Interesse ist das Capitel über die Hinfälligkeit der Stacheln bei Dist. hispidum Abild. 151. Creplin, Fr. Chr. H. Filariae et Monostomi spcciem novam in Balaena rostrata repertam describit. (Nov. Act. Acad. Leop. Carol. T. XIV. P. 2. Bonn. 1829. pag. 871-882. c. I Tab). Pag S7S. Monostomiim pUcahim n. Taf. LH. Fig. 9—11. 152. Cliiajo, St. delle. Memorie sulla storia e uotoniia degli animali senza vertebre del regno di Napoli. 1823/29. 4". Taf. XCn. Fig. 2. Poly Stoma Luliginis von Loligo vulgaris. 153. Eyseiiliardt, C. Gr. Einiges über Eingeweidewürmer (Verb. d. Ges. natiiif. Erde. z. Berlin I. 1829. pag. 144 — 152). B ifitomum pachi/sovia n. aus Mugil am'atus, furcatum Brems, im Magen von Mullus sm'muletus, D. megastnmum Eud. im Magen A'on Siiualus mustelus, D. varmm n. für D. candi[)ormn -f appcndiculatum + rufoviride -{- grandiporum Eud., beobachtet die weibhche Geschlechtsöffnung als einfachen Porus neben dem Cirrus. 154. LaiirtT, J. Fr. Disquisitiones anatomicae de Amphistomo conico. Diss. in. Gryphiae 1830. 4^ c. I Tab. Sehr gute textliche, wie bildliche Darstellung; Haut besteht aus Epidermis, Kings-, Längs-, und sich kreuzenden Muskelfasern ; am Darm werden uuter- schieden Phaiyux, Oesophagus mid die mit Rings- und Längsmuskeln ver- sehenen, blind encUgenden Cmra tubi alimentarii; die Excretionsorgane (Gefässsystem) beginnen mit kleinen, rundlichen Bläschen, sammeln sich in 2 Seitenstämmen luid miüiden mittelst eines Dorsalporus und Blase aus; sie werden als eine Art Chylusgefässsystem betrachtet. Das Nervensystem ist gut dargestellt, ebenso che Geschlechsorgane: 2 Testes, 2 A''asa efferentia, 1 gewundene Yesicula seminalis, 1 Prostata, 1 Cirrus, in welchen der Oviduct (Uterus) einmündet; L betrachtet die Dotterstöcke als Ovarien, deren Aus- fühi'imgsgänge (Tubae Fallopianae) in einen Nodulus (^Schalendrüse) führen; mit diesem hängt ein vom Rücken kommender Kanal imd ein Receiitaculum globosum (Keimstock) zusammen imd aus ihm entspringt der Uterus intesti- formis s. Oviductus. 155. Mdilis, E. Anzeige von Creplin's Novae Observationen de entozois (Isis 1831. pag. 68— 99, 166 — 199. Mit Abb). Pag. 171. Monostomum microstomum Cre[)l. = M. mutabüe Zed. , welches ausführlich beschrieben wird; Mon. flavum n. sp. aus verschiedenen Enten; Darmanastomose bestätigt; After nicht vorhanden ; die E i e r besitzen einen Deckel ebenso wie die von Dist. macriu'um und hians, der sich öffnet; aus der Oeffnuug sah M. den Embryo von Mon. flavum und D. hiaus heraus- schlüpfeu. Bemerkungen über Holost omuni spathida Crepl. aus mehreren Falkenarten imd die Oreplin'scheu Distomenarten. Pag. 17!J. „Ueber den sogenannten After imd die Hautgefässe der Distomen" mit zahh'cichen , richtigen Beobachtungen über die Anordniuig der Gefässe. pag. 187. D. cliilostomum n. sp. aus Fledermäusen. pag. 190. Wimpern an den Jungen von D. hians. 330 Plathelminthes : I. Trematodes. 156. Scliinalz, Ed. XIX Tabulae anatomiam entozoorum illu- strantes. Dresd. 1831. gr. 8«. Tab. "VT;. Fig. 1—6. Originalzeictmuigen Soemmeriug's , 7 — 9 Zeliner's über Monostoma faha u. Brems, aus Haiitcysten des Parns major; die übrigen Zeichnungen auf Taf. TL, VII imd "\TII sind Copien. 157. Ehreiilberg, C. 6f. Animalia evertebrata in: Hemprich et Ebrenberg, Symbolae pbysicae Berol. 1831 fol. ser. prima. I Entozoa. Histrionella n. gen. für Cercaria ephemera Nitzsch, deren "Wassergefässe für 0^dducte gehalten werden. 158. Nordmaim, A. y. Mikrographische Beiträge zur Natur- geschichte der wirbellosen Thiere. Erstes Heft. Berlin 1832. 4^ Mit 10 Taf. Pag. 29. Dijilostomum n. gen. sich in verschiedenen Puncten an Holostomum, in anderen an Cercaria anschhessend ; er kennt 58 Arten, die in 2 Gruppen zerfallen imd schüdert als Vei-treter der ersten Dipl. volrens n. sp. aus dem Glaskörper verschiedener Fische, der zweiten Gruppe Dipl. clavatum n. sp. aus dem Glaskörper verschiedener Barscharten. Pag. 49. Holostomum cuUcola n. sp. in der Haut verschiedener Cyprinus- Arten. Pag 52. Holostomum brevicaiidatum n. sp. im Glaskörper des Bai'sches. „ 53. „ annuligenim n. sp. in Hydatiden im Glaskörper des Fluss- , barsches. Pag. 55. Monostomum praemorsum n. sp. Gaumen vom Brachsen. „ 56. Diplozoon paradoxum n. gen. n. sp. auf den Kiemen des Brachsen — treffliche Beschi-eibung imd Abbildung. Pag. 77. Octobothrium lanceolatum Leiick., scombri Kuhn, ? merlangi Kuhn. „ 80. Polystomum appendiculatum Kuhn. „ 82. Distomum rosaceiim n. im Gaumen von Gadus Iota; hat vielleicht eine Anastomose der beiden Dai'mscheukel. Pag. 88. Dist perlatum n. Darm von Cyprinus tinca; der Cirrus und Endtheil des Uterus, die beide bestachelt sind, werden als Hoden gedeutet und der Oviduct (Uterus) in den einen Hoden einmünden gelassen. Pag. 105. Gyrodactijlus n. gen. mit eleyans und auriciilatus n. n. sp. Zweites Heft. Pag. IX. ein Monostomum in der Linse des Menschen; pag. 139. werden die bewimperten und mit einem Auge versehenen Jungen von Dist. nodulosum geschildert. 151). Wagner, E. Beobachtungen über den Bau und die Ent- wicklung der Infusorien rnit besonderer Berücksichtigung von Ehrenberg's Arbeit (Isis 1832. pag. 343 — 398. Taf. IV). Pag. 393. G. Bau der Cercarien: Mmid, Schkmdkopf, kein gabhger Darm; zu beiden Seiten Eierstöcke, deren Mündungen (?) frühere Autoren für Augen angesehen haben; Bauchsaiignapf; Schwanz mit Längsfasern. IGO. Nardo, (x. D. Distoma gigas und D. Raynerium (Isis 1833. pag. 523—524). Aus dem Darm von Proctostegus prototypus N. — niu- Speziesdiagnose. 161. Elirciil)crg-, Cli. Cr. Synonyma zu Müll er' s und Ehrenberg's Infusorien (ibid. pag. 241 — 255). Pga. 244. XI. Gen. Cercaria. Geschichte und Litteiatur. 1808 — 1842. 331 162. Heule, F. Gf. J. Ueber Diplostomum rhachiaeum, einen Eingeweidewurm der Wirbel höhle (Froriep's Notizen. 38 Bd. 1833. pag. 19 — 22. Taf. I. Fig. 18— 22). D. rhachiaeum n. sp. beim Frosch. 163. Oescheidt, A. Ueber die Entozoen des Auges (Froriep's Notizen. 39. Bd. 1833. pag. 52 — 55 und Ammon's Zeitschr. f. Ophtbalmol. 3 Th. 1833. pag. 405). Monost. lentis Nordm., D. lucipetum Br., D. ocuU hutnani n., annuügerum N. Holost. cuticola und brevicaudatum N. 164. Nordmaiiii, AI. de. Du Diplozoon paradox um (Ann. des scienc. nat. Tom. XXX. 1833. pag. 372-398. 1 pl.). Yergl sub. Nr. 15S. 165. Chiaje, St. delle. Compendio di Elmintografia umana. IIa ediz. Napoli 1833. con 16 Tav. Pag. 13, 116. Tab. 11. Fig. 13. Tetrastoma renale n. g. n. sp. in den Nieren einer Frau. 166. Wagener, B. Nachträgliche Bemerkungen über Cercaria- Histrionella Ehrb. (Isis 1834. pag. 131 — 132. Mit Abb.). Gabiige Theilung des Darmes, Stilet an der vorderen Saugscheibe. 167. Diesiug-, C. Tropisurus und Thysanosoma, zwei neue Gattungen von Binnen würmern (Medic. Jahrbuch, d. k. k. österr. Staates XXVI. N. F. VI Bd. 1834. pag. 105 u. Isis 1835. pag. 64). Thysanosoma n. gen. actinoicles n. sp. aus dem Coecum von Cervus dicho- tomus, zwischen Trematoden und Cestoden stehend — wird 1850 im Systema heLminthum I. pag. .501 als eine abgerissene Proglottis eines Cestoden erklärt. 168. 8iel)0ld, C. Tli. v. Helminthologische Beiträge (Arch. f. Naturgesch. I. Jahrg. 1835. I Bd. pag. 45 — 83. Taf. I). SchUdermig des Baues imd der Entwicklung von Monostoma mutabile Zed. mit zahlreichen Hinweisen auf andere Trematoden; Bestätigung der Ver- bindung der Darmschenkel. Das Foramen caudale fühi't immer in die Höhle eines Gefässes, das bald eine Blase, bald ein Kanal mit zuweilen zwei bhnden, hohlen Anhängen ist; bei einigen Arten verästelt sich der Kanal sehr stark — „cüeses Organ kann man für nichts anderes als ein Excretions- organ halten", neben dem allerdings bei den meisten Trematoden noch ein farbloses oder röthliches Gefässsystem (2 Hauptstämme an den Seiten des Halses) vorkommt und mit dem Excretionsorgan , aber nicht mit dem Darm zusammenzuhängen scheint. Schilderung der bewimperten, mit Augen ver- sehenen und bereits im Uterus ausschlüpfenden Jungen, in welchen stets ein „Binnenwurm" sitzt, der in Gestalt und Bewegungen ganz den Bojanus'schen königsgelbeu "Würmern gleicht. Angaben über die Entwicklung de]- Eier; die Eier fast aller Trematoden haben einen Deckel. 169. Cbiaje St. delle. Polystoma venarum (II progresso delle scienze vol. XI. 1835. pag. 76. Isis 1843. pag. 51. Osservaz. med. di Napoli 1834. Froriep's Nene Notiz. IV. 1837. pag. 245 — 246). Zweifelhafte Form, angebüch aus den Blutgefässen des Menschen. 332 Plathelmiuthes : I. Trematocles. 170. Jobiistou, O. Illustrations in british zooloi^y. 44UdoDella caligorum. (London' Magazin of nat. histoiy vol. VIII. London 1835. pag. 41)6—498 with Fig.). Udonella caligorum n. g. n. sp. auf Caligus von Hippoglossus \nilgaris. 171. Heule, J. Ueber die Gattung Branchiobdella und über die Deutung der inneren Geschlechtstheile bei den Anneliden und hermaphroditischen Schnecken (MüUer's Arch. f. Anat. u. Phys. 1835. pag. 574—608. 1 Taf.). Pag. 5!)7 Anm. eingekapselte Distomeu bei Planorbus luid Neplielis viügaris. 172. Owen, R. On the anatomy of Distoraa clavatum (Transact. zool. soc. Lond. Vol. I. 1835 pag. 381 — 384. pl. XLI. Auszug in Isis 1837. pag. 271 — 273 mit Abb.). Dist. clavatum Eud. = Pasc, venüicosa PaU. = Fasciola clavata Meuzies; D. ventiicosum Eud. eine besondere Art; die anatomischen Angaben wenig l)rauclibar. 173. Leiickart, F. S. Vortrag in: Versamml. deutscher Naturforscher und Aerzte in Bonn 1835. (Froriep's Notizen 46 Bd. 1835. pag. 88. Isis 1836. pag. 764. Diclihothrium n. gen. arniatum n. sp. äu den Kiemen von Acipenser rostratus; jederseits 3 Sauggraben, in jeder 2 Klappen mit starkem Haken ; vorn Mund- öffnuug mit Eüssel, dahinter 4 stark gekrümmte Haken ; Darm dichotomisch. 174. Diesiiig-, C. M. Aspidogaster limacoides, eine neue Art Binnenwurm (Isis 1834. pag. 1231 und Medic. Jahrb. d. österr. Kaiserstaates N. F. Bd. VII. Wien 1835. 8". pag. 420 — 430. I Taf.). Im Darm von Cypriaus dobula und idus; Geschleohtsöönmig hinten; Eierstock rosenkranzförmig; Vas deferens mit Samenblase; kein After. 175. Monographie der Gattungen Amphistoma und Diplodiscus (Annalen des Wiener Museums der Naturgesch. LBd- Wien 1835. 4". pag. 235-260. Taf. XXII — XXIV). Anatomie von Amph. (jiganteum n., die im Ganzen wenig Neues bringt; von neuen Arten werden beschrieben: A. hiruäo aus Palamedea cornuta L., A. cylindrkum aus Cataphi'actes mmica Natt., A. ferrmn equinum de, A. megacotijle aus Silui'us palmito, A. lunatum aus Cer\ais dichotomus, A. üxycephalum aus Salmo und Siku'us — alle Arten aus Brasilien von Natterer gesammelt. Die neue Gattung Diplodiscus wird für- Amphi- stoma subclavatum (Goeze sp.) aus Ainuen u. A. uuguiculatus Eud. aus Triton gegründet, 176. Neue Gattungen von Binnen Würmern nebst einem Nachtrag zur Monographie der Amphistomen (ibidem. II Bd. Wien 1839. pag. 219 — 242. Taf. XIV — XVIII). Pag. 234. Aspidocotylus n. gen. mutabilis n. sp. aus dem Darm von Cata- phractus sp., bemerkenswerthe Form mit schildfönnigcm , zahkeiche Saug- näpfe tragendem Schwanzende Notocotylns n. gen. triserialis n. für Monostoma verrucosum Zed.; ferner von Amphistoma: cornu n. Darm Aon Doras n. sp., asper um n. Darm von Tapirus americanus, pyri/orme n. do., fabaccum n. Darm von Manatus exunguis, gründe n. Darm verschiedener Schildkröten und cmargimdum n. Darm von Callithrix uoctivaga Natt. — alle Arten bis auf Notoc. triser. in Brasilien von Nattercr gesammelt. Geschiehto und Litteratiiv: 180S— 1S42. 333 177. Eliroiiboi'g-, C. Gr. Ucber die thierische Organisation (Arcli. f. Naturg. 1. Jabrg. 1835. 2. Bd. pag. 123 — 130). Pag. 128 Anm. Die Bewegung dov Säfte in den Canülen der Distomcn wird durch „klappenartige, in oscillireuder Thätigkeit befindliche Falten bedingt". 178. Biirmcisier, H. Distomum globiporum llud. ausf übrlicli b es cb rieben (ibidem pag. 187 — 194. Taf. II). Eeich an Beobachtungsfelüeru (einfacher Darm, doppelter Uterus, 3 Hoden etc.). 179. Cariis, C (x. Beobacbtungen über einen merkwürdigen, schöngefärbten Eingeweidewurm, Leucocb lorid iiim p a r a d X u m und dessen parasitische Erzeugung in einer L a n d s c b n e c k c , S u c c i n e a a m p h i b i a Drap., Helix putris L. (Nov. act. Acad. Caes. Leop.-Carol. T. XVIF. P. 1. Bonn. 1835. pag. 85 — 100. Taf. VII). Schilderung des sonderbaren, diirch ein Geflecht von Fiiden mit der Leber der Succinea zusammenhängenden Parasiten {Leucochloriäium ^pai'ftffoxton n. gen. n. sp.), in deren Innerem in eischalenähnlichen Bildungen eingeschlossene Distomen erkannt wiirden; Vergleich mit den königsgelben "Würmern von Bojanus und Bucophalus Baor. 180. Diesiiig-, C. M. Monographie d e r G a 1 1 n n g T r i s t o m a (ibidem Tom. XVIII. P. 1. Vratisl. 1830. pag. 1 — 16. Taf. I). Die anatomischen Angaben über Tristoma coccineum von geringem "Wertlie; beschrieben werden Tr. maculatum Rud., coccineum Cuv , elongatum Nitzsch = Nitzschia elegans v. Baer und Tr. tuhiponim n. sp. auf den Kiemen von Trigla hirundo. 181. Helminthologische Beiträge (ibidem pag. 307—318. Taf. XVII). Heteracantlms n. gen. peäatus n. für Axine belones Abbild, (siehe sub Nr. 84), H. sagiüatus n. sp. auf den Kiemen von Belone vulgaris; Tristoma papiUofmin n. sp. von den Kiemen des Xiphias gladius. 182. Tmlioif, L. Erbsen grosse, von einem Entozoou her- rührende Cysten unter der Haut des Haus Sperlings (Verh. d. Schweiz. Ges. f. d. ges. Wiss. 20. Vers. 1836. pag. 102). Anzeige des Fundes (Monostoma bijiigum Miesch. siehe Nr. 205). 183. King . . . On the propagation of rot in sheeps (The Vete- rinarian 1836). Die Eier von Distomum hepaticum werden mit dem Kothe entleert. 184. Sielbold, C. Th. v. Helminthologische Beiträge IL %nga- mus trachealis (Arch. f. Naturg. 2, Jahrg. 1836. 1. Bd. pag. 104 — 116). Pag. 10.5 Anm. Die Bewegung in den Gefässen der Trematoden, speziell des Diplozoon paradoxum rührt von Wimpern her, welche auf der inneren Gefässhaut stehen, vergl. Nr. 177. 185. Helminthologische Beiträge III. Berichtigung der von Burmeister (Nr. 178) gegebenen Beschreibung des Distomum globi- porum (ibid. pag. 217— 223. Taf. VI). Wichtige Arbeit, in welcher der die Keimbläschen liefernde „Keimstock" entdeckt und von den die „Dottermasse" bildenden Drüsen (Eierstöcke 334 Plathelmintlies : I. Ti-ematodes. genannt) ■unterscliieden wird; am Ausführuugsgang des Keimstockes eine Vesiciüa seminalis posterior (zum Unterschied von der Ves. sem. ant. am Cirrus), an deren Basis das „dritte Yas deferens" aus dem einen Hoden kommend, einmündet. 186. Siebold, C. Tli. v. Fernere Ben bachtiiugen über die Spermatozoen der wirbellosen T liiere (Miiller's Arch. f. Anat. Phys. Jahrg. 1836. pag. 232— 255. Taf. X). Kurze Darstellung der Geschleclitsorgane, bes. von Dist. nodulosum (Taf. X. Fig. 1), Lage des Genitalporus bei D. ovatum und cla^ägerum seitlich, bei D. caudale und holostomum hinten, und Schilderung der haarförmigen Spermatozoen von 4 Distomen; pag. 238 Anm. Mimmerung in zwei sehr kleinen Höhlen zu beiden Seiten des Halses bei D. globiponim luid nodulosum; Bedeutung des dritten Yas deferens für die innere Befrachtung. 187. LeMoncl, Ch. Quelques observations d' belminth ologie. (Ann. des sc. nat. 2 ser. Zol. Tom. VI. 1836. pag. 289 — 307. pl. XVI). Amphi Stoma rhopcdoides n. in Cysten unter dem Peritoneum \'on Mui'aena conger, in welchem ein Tetrarhyuchus schmarotzen soll. 188. Crepliii, Fr. Ch. H. Artikel Distoma (Erscb u. Gruber's All- gem. Encyel. d. Wiss. u. Künste. XXIX. 1837. pag. 309 - 329). Noch heut w'erthvolle Dai'stelhing; pag. 324. die Embryonen von Dist. globi- porum tragen Cilien; pag. 328. bewimperte Embryonen von Dist. hepaticum! 189. Sars . . . Lettre sur quelques especes d' animaux inver- tebres de la cote de Norvege (Ann. des scienc. nat. 2 ser. Zool. Tom. VII. 1837. pag. 247— 248). Hexacotyle n. sp. von den Kiemen von Lampris guttatus. 190. Elirenberg, Clir. O. In: Mitth. a. d. Verb. d. Ges. uaturf. Frde. Berlin. Zweites Jahr. 1837. Berlin 1838. pag. 15. Froriep's Neue Notizen I. 1837. No. 13. pag. 199. "Will bei Dist. globiporum die durch eine besondere Legeröhre stattfindende Ei- ablage gesehen haben ; Angaben über em wahrscheinhches Eespirationsorgan. 191.- Zusätze zur Erkenntniss grosser organischer Ausbildung in den kleinsten thieriscben Organismen (Phys. Abb. d. Kgl. Ak. d. Wiss. v. Jahre 1835. Berlin 1837. pag. 151 — 180). Pag. IfiT. Beschreibung von Distomum globiporum (Taf. I. Fig. T). 192. Diijardin, F. Sur l'embryon des Entozoaires et sur les mouvements de cet embryon dans 1' oeuf (Ann. d. scienc. nat. II ser. Zool. Tora. VIII. 1837. pag. 303-305. pl. IX). Bewimperte Embryonen von Distoma cygnoides. 193. Filippi, Ph. de in: Biblioteca italiana LXXXVII. 1827. 334, F. 1—5. 336 F. 6 — 7., 337 F. 8 — 14; 338 F. 15 — 18. (Cilat nach Moulinie). Beschreibt Diplodiscus Diesingii , Beclia gracilis (n. gen.), Dist. poly- morphum, D. vii'gula und Heterostomum ecMnatum. 194. Natliusivis, H. Helminthologische Beiträge (Arch. f. Naturg. III. Jahrg. 1837. 1. Bd.). Pag. 65. Dist. hians n. a. d. Schlünde des schwai'zen Storches erwähnt. Geschichte und Litteratur: 1808—1842. 335 195. Deloiieliamps, Eu. Extrait d'urie lettre a quelques points d' hei minthologie adressee aux redacteurs des Anuales. (Ann. des. sc. nat. 2 ser. Zool. Tom. VII 1837. pag. 249 — 250.) Erklärt das Amphistoma rhopaloides Leblond's (No. 187) für die innerste Membran einer Tetrarhynchnscyste, was Leblond (ibidem pag. 251 — 253) nicht zugiebt. 196. Siel)Ol(l, C. Tli. y. Bericht über die Leistungen im Ge- biete der Helminthologie (Arch. f. Naturg. III. Jahrg. 1837. 2. Bd. pag. 263). Drittes Vas deferens bei Aspidogaster conchicola, Dist. eehinatum, cirri- genim, laui-eatum , variegattim, Polyst. ocellatum und 2 Arten Monostoma; pag. 264. die Flimmerorgane in den Gefässen von Aspidogaster conchicola stellen sehr deutliche Längslappen dar, deren lange freie Eänder man wellen- förmig schwingen sieht, 197. Fernere Beobachtungen über die Spermatozoen der wirbellosen Thiere (Müller's Arch, f. Anat., Phys. Jahrg. 1837. pag. 360 — 439. Taf. XX). Pag. 388 Anm. Weisse verästelte Schläuche mit Cercai'ien auf der Leber von Cyclas rivicola imd Tellina baltica. 198. Zur Entwicklungsgeschichte der Helminthen (in K. F. Burdach: Die Physiologie als Erfahrungswissenschaft. 2, Aufl. 2. Bd. Leipz. 1837. pag. 183 — 213). Pag 1S6. Bau der Cercarien, Schilderung der „Keimschläuche" von Cercaria armata Sieb., C. echinata Rieb., C. ephemera; Nahi'ungsaufnahme der Schläuche letzterer Art; dieselben erzeugen mitimter neben Cercarien noch andre junge Keimschläuche; „Verpuppung" der Cercarien durch Aus - Schätzung eines Saftes. 199. Iiroyer, H. Om Snyltekrebsene, isoer med hensyn til den danske Fauna. III. (Naturhistorisk Tidsskrift 1 r. 1 Bd. KJoben- haven 1837. pag. 605-628. Tab. VI). Pag. 621 Anm. Hirudo resp. PhyUine sp. auf Caligus (= Udonella lohnst. = Amphibothrium Llit.). 200. Crepliii, F. C. H. Ueber Axine belones Abildg. (Froriep's Neue Notizen VII. Bd. 1838. pag. 83 — 90). Gegen Die sing, (Nr. 181) will den Namen Axine beibehalten wissen; Diesing's Heteracanthus pedatus und sagittatus sind Axine belones Ab., Bemerkungen über Gyrodactyhis. 201 . J ohiistoii , (t. Miscellanea zoologica (Ann. of nat. history or magaz. of Zool., Bot. and Geology yoI. I. London 1838. pag. 431— 437. pl. XV). Pag. 431. pl. XV. Fig. 1—3. PhyUine hippoglossi (Müll.) Oken. „ 434. „ XV. „ 4—6. Fasciola anguillae Lam. 202. Doyere . , . Observation s sur les distomes (L'Institut T. VI. 1838. pag. 398; Soc. philom. extr. proc.-verb. 1838. pag. 131 — 132). Beti-ifft das Poramen caudale. läugnet wechselseitige Befrachtung bei Ti-ematoden. 203. Ehreiiberg-, Chr. (x. Die Infusionsthierchen als voll- kommene Organismen. Leipz. 1838. Fol. mit Atlas. Pag. ***. schliesst die Cercarien von den Infusorien aus. 33(3 Plathelminthes: I. Trom.atodos. 204. Gramer, K. On tlic änatomy of the Lamellibrancbiate Conchifera (Transact. zool. soc. London, vol. II. 1838 (1841). pag. 87 — 102. Isis 1838. pag. 820 — 831). Sehr ungenügende Bescliveilning eines „besonderen Sclimarotzers" (Buceplialus polymorplms). 205. Mieschor, Fr. Beschreibung und Untersuchung des Monostoma bijugum, Basel 1838. 4". 1 col. Taf. (Akad. Einladungsscbrift von Prof. Dr. Fischer — • und mitunter unter diesem Namen citirt). Gute Darstellung dieser immer zu zweien in Hautcysten von FringiUiden lebenden Parasiten (= M. faba Brems.). 206. Crepliii, Fr. Ch. H. Monostomum faba Brems. (Arcb. f. Natur- gescb. 5. Jahrg. 1839. 1. Bd. pag. 1—8. 1 Taf.) Orientirt das Thier richtig (Schmalz hatte den Excretionsporus für den Mund angesehen). 207. Artikel Eingeweidewürmer (Ersch u. Gruber's Allg. Encycl. d. Wiss. u. Künste. 32 Tb. 1839. pag. 277 — 302). Pag. 285. Trematoda mit den Gattungen Mono stomxim, Aspidogaster, Amphistomum, Diplodiscus, Holostomum, Distomum, Diplo- stomiim, Tristomum, Pentastomum, Polystomum, Hecatocotylus, Axine, Octo1)othrium, Piplozoou, Diclibothrium, Myzostomum, Ancyroceplialiis n. gen. paradoxus n. sp. von *"cleu Kiemen von Perca lucioperca, Gryporhynchus, Bucephalus? imd Phoenicurus?. 208. Diiveriioy, (r. L. Ueber den Nahrungssaft, seine Be- hälterund Bewegung beisämmtlicben Thieren. (Froriep's N. Notizen. XV. Bd. 1840. No. 311. pag. 33—41). Pag. 41. Das Athmuugs- und Gefässsystem der fleischigen Eingeweidewürmer soll sich mit dem Nahrungsschlauch vermischen xmd seine Aeste nach der Körperoberfliiche senden, wo Läuterung und Lüftung des Nahrungssaftes vor sich geht. 209. Grrulbe, Ed. Actiuien, Echinodermen und Würmer des adriatischen Meeres. Königsb. 1840. 4^ 2 Taf. pag. 49. Ueber Tristoraa papillosum. Polysoms n. gen. Trematodum chamaeleon n. sp. an den Kiemen von Spanis erythrinus (ist nach Siebold: Arch. f. Natui-g. Jahrg. 1841. 2 Bd. pag. 301. nur das vordere Fragment eines Cephalopoden-Armes\ 210. (jiulliver, Gf, Note on tbe ova of the Distoma hepaticum (Proceed. zool. soc. Lond. Tom. VIII. 1840. pag. 30— 31). Eier nut Deckel, der beim Pressen aufspringt; sieht die Dotterzelleu , wie aiicli Andere vor ihm, als einzelne Eier an, was v. Siebold in seinem .Lihres- bericht (Arch. f. Naturg. 1841. 2. Bd. pag. 298.) „bestimmt verneinen muss". 211. Valentin, 0. Distomeneier in der Rück enmarkshöhle eines Foetus (Mtiller's Arch. f. Anat, Phys. Jahrg. 1840. pag. 317—319). Behandelt die Spermatozoon von Dist. lauceolatum, zwei hello Längsgefässe an den Seiten, Eier von D. lanceol. (?) in der das Eückenmark umgebenden Flüssigkeit bei einem 6 Zoll langen Schafsembryo. GescMchte und Litteratur. 177G — 1842. 337 212. Miesclier, F. lieber die Jungen des Distoraa cygnoides (Ber. üb. d. Verh. d. natiivf. Ges. Basel. 4. Bd. 1840. pag. 39). Glaubt au Bezieliungeu der Erabryoneu zu den Infusorieu im Mastdarm der Frösche. 213. Miram, C. E. Bei G. Fischer de Waldheim: Notata qnaedam de Enthelniinthis (Bull, de la soc. imp. des Natural, de Moscou. 1840. No. II. pag. 139 — IGl). Pag. 1.59. Distomum dilatatum n. aus Gallus domesticus. 214. Xordmaiin, A. de. Observations sur la faune pontique (in : Demidoff, A. Voyage dans la Russie merid. et de la Ciimec etc. Paris 1839. 1 Livr. Cah. I). Pag. 64. Spermatozoen von Diclybothrium Leuck. 215. Article Ilelminthes (Hist. nat. des animaux saus vertebres par J. B, de Laraarck. II edit. 1840). Tom. IlT. pag. 5!I7. fmdet die Gesclüeelatsöffnuug von Diplozoon paradoxum vorn gelegen und vergleicht Diesing's Thysanosoma mit Leucoehloridium. 2 IG. Kliman, A. Over wormen, voorkommende in de oogen van sommige dieren en den mensch (Tij dsch. voor natuurl. geschiedn. en physiol. uitg. door van der Hoeven en de Vriese vol. VII. 1840. pag. 358 — 390). Mouostomuni Settenn u. aus dem Auge des Pferdes — ganz zweifelhafte Form. 217. Müller, Joli. Vergleichende Anatomie der Myxiu oideu. Berlin 1840. Pag. 30. Im vierten Hii'uventrikel von Petromyzon fluviatilis zahlreiche Diplo- stomen. 218. Yeraiii, (t. In: Atti della seconda riunione degli scienziati italiani, tenuta in Torino nel settembre del 1840. Torino 1841 und Oken's Isis 1842. pag. 252—253. Phoenicurus resp. Vertumnus sind nur Theile des Leibes von Tethys. 219. Dujardiii, J. Histoire naturelle des zoophytes, infusoires Paris 1841. Pag. 37. Die „Sarcode" ist auch in den Distomen enthalten, wo sie Vacuolen bildet. 220. Valentin, Cr. Die Fortschritte der Physiologie im Jahre 1840 (Repertorium f. Anat. u. Ph3^s. von G. Valentin, 6. Bd. Jahrg. 1841). Pag. 54 Anm. Microscopische Distomen im Darm von Rana esculeuta. „ 192 ,, „ „ in der Harnblase do. 221. Vogt, C. Zur Anatomie der Parasiten (Müllei's Arch. f. Anat., Phys. 1841. pag. 33 — 38. Taf. II). Betrifft Diplozoon (mit 3 nicht benannten Arten), dessen Eier, wie es auch Nordmann that, für Hoden angesehen werden. 222. Mayer, A. F. J. C. Beiträge zur Anatomie der Entozoen. Bonn 1841. 4». 3 Taf. Flimmerbewegung in den Oefüsscn von Dii)lozoou paradixxiun, Ampliistoma subclavatum ; Verdauimgsapparat und Oeschlechtswerkzeugo von Dist. appcu- Brouii, Klassen des Tliicr-IIeichs. IV. 1. 22 338 Platlielminthes : I. Trematodes. diculatum und cylindricum; Beschreibung von Octobothvuun lanceolatmn, Entwicklung der infusorienartigen Jimgen von Dist. cylindraccuni und dessen Spermatozoen. 223. Yarrell, W. A history of british fishes. vol. II. London 1841. Pag. 468. Tristonium coccineum auf Ortliagoriscus mola. 224. Leuckart, F. S. Zoologische Bruchstücke. III Helmintho- logische Beiträge. Frcib. 1842. 4". 2 Tai". (Acad. rrogramm), Pag. 13. Diplohothrinm n. g. für Diclibothrixxm (vergl. sub 17.H) mit armatum Lkt. Pag. 18. Octobothrium mit lepfogaster n. an den Kiemen von Chimaera nionstrosa, ■pahnatum n. Kiemen von Gadus molva; Synopsis des Genus. Pag. 33. Distoma acutum n. Stirnliölilen von Mustela putorius. „ 34. „ iruncatum n. Nieren von Sorex fodiens; pag. o5. Be- merkungen iiljer Monost. mutabile Zed. 225. Crei)liii, F. CIi. fl. Endozoologische Beiträge. (Arcli. f. Naturg. 8. Jahrg. 1842. 1. Bd. pag. 315 — 339. Taf. IX). Pag. 327. Monostomum ex^Mtnsum n. Darm vom Flussadler. „ 336. Distomum veUporimi n. aus Squalus griseus (Taf. IX. Fig. 1, 2.). 226. Jaeol)seii , L. m e u t o z o e r h o s in o 1 1 u s c e r ( Förhand. vid de skand. naturforsk. tredge möde i Stockholm 1842. pag, 701 — 704 Isis 1845. pag. 458 — 459). In den laugen Armen des Buceplialus sollen sich die Eier und Jungen dieses Thieres entwickeln; der Anhang von Distoma duplicatum Baer ist entweder Schwanz oder Ovarium oder ein besonderes Individuum. 227. Kroliii, A. lieber den Vertumnus thetidicola (Miiller's Archiv f. Auat. ii. Phys. Jahrg. 1842. pag. 418—423). Die Yertumni sind äussere Organe der Thetis. '2->^. (rlug-e . . . Recension über S. Th. Sömmering, vom Baue des menschlichen Körpers (Haeser's Arch. f. d. ges. Med. 3. Bd. 1842. pag. 489-531). Pag. 492 Anm. Beobachtete in Polystomum integerrimum eine Menge Zellen mit Kernen, von denen einige wieder in Zellen eingeschlossen waren. Vierte Periode von 1842 bis heut. Von J. J. S. Steensttrup an. Die unklaren Vorstellungen, welche mau über die Fortpflanzung der Distomen hatte, werden durch Steenstrup's Lehre vom Generations- wechsel mit einem Male geklärt und so ist es gewiss gerechtfertigt, eine Periode von ihm zu datireu, gleichzeitig aber auch Siebold zu nennen, der das Irrthümliche in den Steenstrup'schcn Anschauungen erkannt und berichtigt hat. Es schliessen sich als bedeutende Leistungen in entwicklungs- geschichtlicher Beziehung an die Arbeiten von Kölliker, Filippi, Moulinie, Wagener, La Valette de St. George, Pagenstecher, P. J. van Beneden, E. vanBeneden, M e tschnikoff, Zeller, R. Leuckart, Schauinsland, Ercolani, Thomas U.A., welche übrigens zum Theil auch Ectotrematodeo betreffen und deren directe, d. b. ohne Generationswechsel ertbigende Entwick